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Independent vs. Professionalismus


42 Antworten in diesem Thema

#1 fictionality

fictionality

    Illuminaut

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Geschrieben 09 February 2017 - 21:21

Hey,

 

was meint ihr: eine Kleinverlagsszene ohne Geld oder fett einsteigen ins Big Business (als Thrillerautor)?

 

Würde mich freuen eure rotierende Meinung zu hören!

 

Sven



#2 lapismont

lapismont

    Linksgrünversifft

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Geschrieben 10 February 2017 - 07:51

 fett einsteigen ins Big Business (als Thrillerautor)

 

 

Erscheint mir der richtige Weg für Thriller-Autoren.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#3 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 10 February 2017 - 09:07

Ich kannte mal Dame, die schrieb SF und dann irgendwann homoerotische Literatur.
Also wenn es dir ums schnelle Geld geht, empfehle ich homoerotische Literatur.
Es sind so viele Krimiautoren mittellos gestorbenen...

#4 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 10 February 2017 - 09:09

Hey,

 

was meint ihr: eine Kleinverlagsszene ohne Geld oder fett einsteigen ins Big Business (als Thrillerautor)?

 

Würde mich freuen eure rotierende Meinung zu hören!

 

Sven

 

Irgendwie fehlt mir bei dieser Frage ein bisschen der Kontext. Wer soll mit welchem Ziel irgendwo einsteigen?


Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktional Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

zfs40cover_klein.jpg ZFS16_Coverkleiner.jpg

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#5 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    Quadruplenominaut

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Geschrieben 10 February 2017 - 09:15

Als Thriller-Autor kann ich Dir sagen, dass dieser Weg noch schwieriger und die Konkurrenz zahlreicher ist.

Big Business auf Knopfdruck. Ach wäre das schön.


 In memoriam Christian Weis + Alfred Kruse  ______________________________________________________________________________________________________ meine Website .


#6 Frank

Frank

    Temponaut

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Geschrieben 10 February 2017 - 18:49

"Rotieren" werden hier höchstens wieder die Gemüter^^: Was willst du denn jetzt hören? :D

 

Jeder Autor, ob young, ob oldschool^^, sollte sich einmal die Frage stellen:

 

A) Will ich - naiv idealistisch, später mürrisch abgeklärt (ich weiß, wovon ich rede^^) - die Welt verändern? Will ich also künstlerisch tätig sein? Die Menschen bilden, ihnen einen neuen Blickwinkel auf die (heutige) Welt verschaffen mit meiner Schreibe? Das Genre voranbringen? Dem Genre eine Stimme verleihen.

 

B) Oder will ich bloß unterhalten, unterhaltsam sein, mit dem Zweck, die fette Kohle zu scheffeln; meine Bestätigung für mich als Autor und für mein WERK dadurch zu erhalten, dass ich maximale Auflagenzahlen erreiche, mir davon ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd kaufen kann (Ich bin ein erfolgreicher Autor, ich habe 10.000 Exemplare verkauft, ergo: bin ich ein GUTER Autor, weil ich erfolgreich bin; weil ich nämlich 10.000 Exemplare verkauft habe, und deshalb bin ich ... --- oder:

 

A) eben doch am Hungertuch darben und in Schönheit sterben. ;) Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Falls man A) für sich entschieden hat: Sucht man sich einen Kleinverlag, der einen mit allen Mitteln unterstützt und leidensfähig ist, ob der Auflagenzahlen oder der Launen und des Perfektionismus des Künstlers. ;)
Falls man B) für sich entschieden hat: Sollle man sich asapst professionalisieren. Nicht nur sein Handwerk erlernen und verstehen, sondern z. B. auch, wie man knackige Exposés verfasst, die man dann entweder direkt an größere Verlage, oder besser: an Literaturagenturen verschickt. Dazu sollte ein gängiger Stoff gewählt sein: Space Opera ist z.B. gerade hipp: Bisschen alte Technik und magische Kräfte vor der malerischen Kulisse der Saturnringe. Oder so ähnlich. ;)

Oder eben C): Mal so, mal so. Mal Self Publisher, mal Großverlag. Mal konventionelle Kost, mal exzentrisches Theater.

Apropos: 'Theater': Das ist kein schlechtes Bild: Space Opera zu lesen ist iwie so, als würde man ständig ins gleiche Theaterstück gehen. Also, ICH will das nicht. Aber sehr viele andere Leute schon. Vom Bildungsanspruch ganz zu schweigen.


Bearbeitet von Frank, 10 February 2017 - 18:53.

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#7 Diboo

Diboo

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Geschrieben 10 February 2017 - 18:52

Ich bin ja eindeutig für A).


"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)

Mein Blog
 


#8 Frank

Frank

    Temponaut

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Geschrieben 10 February 2017 - 18:56

Ich bin ja eindeutig für A).

 

*lach* Bist du NICHT. ;)


Bearbeitet von Frank, 10 February 2017 - 18:56.

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#9 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 10 February 2017 - 21:31

Ich bin für C). Und wer geht denn noch ins Theater? :)

#10 Frank

Frank

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Geschrieben 10 February 2017 - 21:38

Und wer geht denn noch ins Theater? :)

 

Weil da immer nur nackte Leute deklamierend rumstehen: Ach, Ach! ;)


Bearbeitet von Frank, 10 February 2017 - 21:42.

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#11 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 12 February 2017 - 10:44

@ Sven: so richtig ernst nehmen kann mensch deine Frage wirklich nicht. Aber eine lustige Diskussion ist ja auch etwas Schönes ...


Am liebsten ist es mir egal - das ist doch auch irgendwie Buddhismus

 

 

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#12 Gast_Guido Latz_*

Gast_Guido Latz_*
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Geschrieben 12 February 2017 - 10:53

Wenn ein "Neuer" die Frage in dieser Form formuliert hätte - okay.

In dem Fall habe ich den Eindruck, dass da jemand mal eine ein paar Sekunden Langeweile hatte und irgendwas gepostet hat, worauf er selbst längst die Antwort kennt und bei dem er weiß, dass die Frage zumindest doof formuliert ist.



#13 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 13 February 2017 - 16:23

 

In dem Fall habe ich den Eindruck, dass da jemand mal eine ein paar Sekunden Langeweile hatte 

Die Abwesenheit des Initiators spricht zumindest dafür.


 In memoriam Christian Weis + Alfred Kruse  ______________________________________________________________________________________________________ meine Website .


#14 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 14 February 2017 - 11:02

"Langeweile" ist ein gutes Stichwort.

 

 

Wenn einem langweilig ist, sucht man sich ein cooles Hobby. Na ja. Eines, das man für cool hält.  Felsen hochklettern, Nackte mit Acrylfarbe bekleckern oder, sagen wir ... Romane schreiben.

Wenn dann jemand die bemalten Nackten in einem Happening ausstellt, den Roman verlegt, oder die Felsen, äh... nee... die beim Klettern entstandenen Muskeln bewundert, dann: *freu* ^^

Ende Gelände!

Okay, jemand könnte den verlegten Roman kaufen  oder gar lesen  oder gar mögen. Man könnte ein Paarmarkfuffzich "verdienen". Von meinem Atlantis-Honorar letztes Jahr kann ich mir tatsächlich ein paar Pizzen leisten! Mjam! Aber das ist Bonus. Schreiben als Hobby heißt: Schreiben um des Schreibens Willen. Für sich selbst. Vielleicht noch für die paar Fans, von denen man weiß, dass sie den nächsten Roman auch wieder kaufen. Schreiben für Wenige. Um sich die Wut, die Lust, den Witz von der Seele zu schreiben. Um sich gut zu fühlen. Um Spaß zu haben. Als Ausgleich für eine verblödende Arbeit oder eine stressige Familie oder ein verkacktes Liebesleben oder weil im TV nur Dreckmüll läuft oder weil man keine Freunde hat, mit denen man Trinken gehen kann. Sucht's euch aus (Mehrfachnennung möglich).

 

Schreiben für (oder gegen?) Geld ist hingegen ein Beruf. Einer, der zumeist nicht allzu gut bezahlt ist, pro Arbeitsstunde gerechnet. Der recht einsam ist, es sei denn man empfindet eindimensionale Romanfiguren als anregende Gesellschaft. Der professinelle Autor hat wenig Gelegenheit, in Pausen mit Kollegen Kaffee zu trinken und über Vorgesetzte|Kunden|Konkurrenten zu lästern, kommt selten an die frische Luft und holt sich Verspannungen in Teilen des Rückens, von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie existieren (ja, daaaa! Und da auch, ja, im Ernst!). Er schickt total durchdachte Exposés an Agenten und Lektoren und hört nie wieder was davon. Der einzige gute Grund, beruflich zu schreiben, ist, dass es Spaß macht. Tut es das nicht: Falsche Berufswahl. Ansonsten, wenn denn das Honorar reicht, um die Miete zu zahlen, ist es ganz okay, schätze ich. Gibt blödere Jobs, rein ethisch betrachtet. Zigarettenwerbungsdesigner, Drogendealer, Investmentbanker, Diktator.

 

So, und jetzt entschuldigt mich. Ich habe ein Buch zu schreiben.

 

Für (oder gegen) Geld. Also keine SF.


Bearbeitet von Uwe Post, 14 February 2017 - 11:05.

RETTE SICH WER KANN! WALPAR IST WIEDER DA!  Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili |||  uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#15 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 14 February 2017 - 11:21

... nicht zu vergessen, muss der professionelle Autor dauernd Bücher schreiben, die ihn eigentlich kaum interessieren. Ich habe nur meine nervigen Lektoren im Nacken ... Zu denen könnte ich auch sagen: "Verpisst Euch!", was ich natürlich niemals machen würde ( :bighlaugh: ). Und zur Zeit schreibe ich gar nicht, sondern hänge hier mit Euch im Netzwerk ab. Irgendwie ist das auch keine Lösung ...


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#16 Diboo

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Geschrieben 14 February 2017 - 11:47

... nicht zu vergessen, muss der professionelle Autor dauernd Bücher schreiben, die ihn eigentlich kaum interessieren.

 

Hm?


"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
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#17 Selma die Sterbliche

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Geschrieben 14 February 2017 - 12:11

@ Diboo: das zielt nicht auf dich! Eher dachte ich daran, dass heutzutage das Verlagsmanagement bestimmt, welche Bücher produziert werden, unter rein kaufmännischen Erwägungen.


Am liebsten ist es mir egal - das ist doch auch irgendwie Buddhismus

 

 

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#18 Uwe Post

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Geschrieben 14 February 2017 - 12:46

Na ja, man bekommt Geld dafür, dass man die Aufgaben erledigt, die der Arbeit- bzw. Geldgeber einem stellt, nicht wahr? Das ist beim professionellen Schreiben nicht anders als in den meisten anderen Berufen. Ein Maurer kann auch nicht die Steine stapeln, wie es ihm "Spaß macht". Selbst der oben erwähnte Zigarettenwerbungsdesigner muss gewissen Vorgaben folgen. Insofern ist Schreiben eine Arbeit wie andere auch. Noch eine Gemeinsamkeit ist: Vom Abhängen in einem Forum wird die Arbeit nicht fertig  :aliensmile:

 

Wie auch immer: Ich gehöre in Franks Kategorie C, klarer Fall. SF (und F) schreib ich zum Spaß, mit meinen Computerbüchern verdien ich Kohle. Voll krass okay so.


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#19 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 14 February 2017 - 13:22

Trotzdem bin ich überzeugt, dass es den meisten Autoren, auch jenen Midlistauftragsschreiberlingen, gelingt, genügend von sich selbst bzw. ihren Interessen in "Auftragsarbeiten"* miteinzubringen, dass ihnen die Arbeit (also das Schreiben) noch ausreichend Spaß macht (oder zumindest mehr Spaß als der Beruf, dem sie sonst nachgehen würden). Wenn man als Midlistautor vom Schreiben leben will, muss man mindestens zwei Bücher im Jahr schreiben. Die große Kunst ist bei dem Pensum vermutlich nicht möglich.

 

 

 

* Meist sind das wohl eher grobe Vorgaben, die vom Verlag oder der Agentur kommen. "Schreib doch mal was mit Assassinen, da kann man dann einen geheimnisvoll tuenden Kapuzenheini aufs Cover packen." oder "Wie wäre es mit einem Regionalkrimi in Bottrop, die Gegend ist krimitechnisch noch wenig erschlossen."


Bearbeitet von Pogopuschel, 14 February 2017 - 13:22.


#20 Uwe Post

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Geschrieben 14 February 2017 - 13:28

Ja, die Tiefe von Vorgaben kann stark variieren. Aber oft wird ein Projekt auf die Zielgruppe hin geplant. Ob der genannte Assassinenroman z.B. auf "weibliche Italien-Touristinnen über 40" oder auf "Jungs, die nächtelang Assasin's Creed zocken" zielt, führt beim Schreiben auch im Detail zu stark unterschiedlichen Anforderungen.

 

Und wenn einem professionellen Autor seine Arbeit wirklich überhaupt keinen Spaß macht, dann hat er schlicht den Beruf verfehlt. Wie der Maurer, der jeden Stein beschimpft, bevor er ihn setzt, und bei jeder Schippe Mörtel für einen baldigen Temperatursturz unter den Gefrierpunkt betet.


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#21 ArnoE

ArnoE

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Geschrieben 14 February 2017 - 16:56

Mhm.

 

Ich schreibe Kurzgeschichten inzwischen beinahe ausschließlich mit Zielrichtung c't. Gelegentliche Ausreisser mal abgesehen.

Meine eigenen E-Books bei amazon macht einfach Spaß, nur manchmal fehlt mir die Zeit.

 

Auf PARACELSUS bei Atlantis bin ich immer noch stolz und es macht mir Freude, wenn ich das Buch in den Händen halte.

 

Daneben schreibe ich für Bastei Lübbe und Pabel Moewig im Bereich der Serien.

Ich halte gerade diese Arbeiten nicht für eine "Auftragsarbeit" oder für "ich mache es, Geld zu verdienen".

Es ist Schreiben.

Schreiben macht mir allgemein Spaß, entspannt mich und gönnt mir eine kleine Unabhängigkeit von meinem eigentlichen Brötchenverdienjob.

Das Geld ist es weniger, was mich an den größeren Verlagen reizt. Es ist die Masse an Menschen, die man dann erreicht.

 

Und vielleicht bietet es mir die Möglichkeit, irgendwann einmal einen Roman bei einem der großen Verlage unterzubringen, mit großer Auflage.

Das ist so mein Traum.

Vom Schriftstellern leben eher nicht.



#22 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 15 February 2017 - 09:17

Einen Bestseller zu landen, muss so sein, wie die GANZ GROSSE LIEBE zu erleben ... Planen kann man wohl beides nicht, davon bin ich überzeugt. Und, klar, beide Glücksfälle können später tragische Wendungen verursachen - das kennt man ja aus der /den Geschichten ... Trotzdem kann ich mich des NEIDES nicht erwehren ... hach, wie wäre es so schön! Der Prinz auf dem weißen Ross, der  Verleger im weißen Bentley ...

träum ...   :ufo:


Am liebsten ist es mir egal - das ist doch auch irgendwie Buddhismus

 

 

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#23 fictionality

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Geschrieben 07 August 2017 - 00:00

@ Sven: so richtig ernst nehmen kann mensch deine Frage wirklich nicht. Aber eine lustige Diskussion ist ja auch etwas Schönes ...

 

War ja auch nicht ernst gemeint. Wenn ich so etwas vorhabe, starte ich einen Aufruf zur Quantifizierung extraterrestrischen Gedankenguts in unseren Medien. Stay tuned.


Die Abwesenheit des Initiators spricht zumindest dafür.

 

Leute, ich habe seit zwei Jahren wirklich nur noch sehr sporadisch Zeit hier was zu kommentieren. Sorry. Aber mir geht es (dank meiner chronischen Psychose) gesundheitlich nicht besonders und mache trotzdem nen 8-Stunden-Job mit Perspektive. Also, das geht erst mal vor. Denn zunächst kommt ein eigenständiges, finanziell abgesichertes Leben, dann das hier (ja, natürlich - Gesundheit kommt zu allererst) ...

 

Nein, es war keine Langeweile, reines Interesse wie ihr so drauf reagiert. Danke dafür.



#24 fictionality

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Geschrieben 07 August 2017 - 00:07

... nicht zu vergessen, muss der professionelle Autor dauernd Bücher schreiben, die ihn eigentlich kaum interessieren. Ich habe nur meine nervigen Lektoren im Nacken ... Zu denen könnte ich auch sagen: "Verpisst Euch!", was ich natürlich niemals machen würde ( :bighlaugh: ). Und zur Zeit schreibe ich gar nicht, sondern hänge hier mit Euch im Netzwerk ab. Irgendwie ist das auch keine Lösung ...

 

Du solltest ein Hobby suchen, Selma. Fotografieren? Hat mir geholfen wegzukommen vom Tunnelblick.


Na ja, man bekommt Geld dafür, dass man die Aufgaben erledigt, die der Arbeit- bzw. Geldgeber einem stellt, nicht wahr? Das ist beim professionellen Schreiben nicht anders als in den meisten anderen Berufen. Ein Maurer kann auch nicht die Steine stapeln, wie es ihm "Spaß macht". Selbst der oben erwähnte Zigarettenwerbungsdesigner muss gewissen Vorgaben folgen. Insofern ist Schreiben eine Arbeit wie andere auch. Noch eine Gemeinsamkeit ist: Vom Abhängen in einem Forum wird die Arbeit nicht fertig  :aliensmile:

 

Wie auch immer: Ich gehöre in Franks Kategorie C, klarer Fall. SF (und F) schreib ich zum Spaß, mit meinen Computerbüchern verdien ich Kohle. Voll krass okay so.

 

Das kannste aber auch nicht 100 % so sagen, Uwe. Schreiben war, ist und bleibt auch immer gesellschaftliche Verantwortung. wer schreibt, muss sich bewusst sein, dass er Meinungen prägt, ausbaut, unterstützt. Ein Maurer beeinflusst keine Menschen, nur Häuser. Diese Verantwortung sollte jede/r der schreibt ernst nehmen. Und jeder der damit zu tun hat, also der/die Auftraggeber. Ohne funktioniert es nicht.


Bearbeitet von fictionality, 07 August 2017 - 00:13.


#25 fictionality

fictionality

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Geschrieben 07 August 2017 - 00:12

Einen Bestseller zu landen, muss so sein, wie die GANZ GROSSE LIEBE zu erleben ... Planen kann man wohl beides nicht, davon bin ich überzeugt. Und, klar, beide Glücksfälle können später tragische Wendungen verursachen - das kennt man ja aus der /den Geschichten ... Trotzdem kann ich mich des NEIDES nicht erwehren ... hach, wie wäre es so schön! Der Prinz auf dem weißen Ross, der  Verleger im weißen Bentley ...

träum ...   :ufo:

 

Also, die paar BestsellerautorInnen, die ich persönlich kenne, nervt es eher an. Erstmal ist natürlich Freude da, aber dann kommt der Druck vom Verlag, die dummen Kommentare, die eigene Antriebslosigkeit ... das sind alles reale Erfahrungen von BestsellerautorInnen, hab ich mir nicht ausgedacht. Klar, der eine geht so damit um, der andere ... anders. Aber man ist definitiv noch lange nicht in Walhalla, nur weil man einen Bestseller gelandet hat.


Bearbeitet von fictionality, 07 August 2017 - 00:12.


#26 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

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Geschrieben 09 October 2017 - 20:27

Weil da immer nur nackte Leute deklamierend rumstehen: Ach, Ach! ;)

 

Was ist dagegen einzuwenden?`Wenn's unbekleidete Frauen sind und die Brüste mich künstlerisch ansprechen.

 

Okay, beim Dirk läuft nix ohne Tentakel, aber das ist eine andere Geschichte.


Bearbeitet von Michael Iwoleit, 09 October 2017 - 20:27.


#27 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 09 October 2017 - 21:13

 

 

Das kannste aber auch nicht 100 % so sagen, Uwe. Schreiben war, ist und bleibt auch immer gesellschaftliche Verantwortung. wer schreibt, muss sich bewusst sein, dass er Meinungen prägt, ausbaut, unterstützt. Ein Maurer beeinflusst keine Menschen, nur Häuser.

Du würdest nicht "nur" Häuser schreiben, hättest Du schonmal in einem gelebt, das Laien-Maurer und -Handwerker errichtet haben. Deshalb lässt man z.B. mich und Dich auch nicht an Kelle und Steine.

Bloß schreiben "darf" halt jeder, der zu einem Doppelklick auf das Wordpad-Icon in der Lage ist (und zum Veröffentlichen bei Amazon braucht es auch nicht viel mehr).


Bearbeitet von Uwe Post, 09 October 2017 - 21:13.

RETTE SICH WER KANN! WALPAR IST WIEDER DA!  Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili |||  uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#28 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 22 October 2017 - 11:44

Du solltest ein Hobby suchen, Selma. Fotografieren? Hat mir geholfen wegzukommen vom Tunnelblick.

 

 

Woher weißt du? Ich fotografiere seit dem 8. Lebensjahr. Nicht übel, doch das Schreiben geht mir besser von der Hand. Als Rentnerin lebe ich ja nur Hobby ... Geld besitze ich auch genug ... das Leben ist schön!


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#29 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

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Geschrieben 22 October 2017 - 15:25

Mein Geld und ich haben schon vor langem beschlossen, daß wir getrennte Wege gehen.

 

Dabei wollen wir's belassen.



#30 lapismont

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Geschrieben 22 October 2017 - 18:47

Mein Geld und ich haben schon vor langem beschlossen, daß wir getrennte Wege gehen.

 

Dabei wollen wir's belassen.

Mein Geld macht das auch so. Es ist also nur quasi MeinGeld. Meist ist es eher so EuerGeld. 

ach, könnt ich doch mit einem vers bezahlen …


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