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Some of the Best of Tor.com, 2016


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7 Antworten in diesem Thema

#1 Armin

Armin

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Geschrieben 20 April 2017 - 06:54

Some of the Best of Tor.com, 2016 (Tor, 2016)

 

Auf Tor.com erscheinen seit geraumer Zeit und in schöner Regelmäßigkeit phantastische Kurzgeschichten. Eine Auswahl der 2016 veröffentlichten Storys bietet das kostenlose e-Book „Some of the Best of Tor.com, 2016“. Ursprünglich gab es das wohl nur als Beigabe, wenn man den Tor-Newsletter abonnierte, inzwischen steht es aber – ebenfalls kostenlos – auch bei amazon.de im Angebot (alle Storys stehen nach wie vor aber auch einzeln auf der Tor-Homepage). Vier der hier vertretenen Geschichten sind übrigens für den Hugo Award nominiert: die Novelette „The Art of Space Travel“ von Nina Allan sowie die Storys „The City Born Great“ von N. K. Jemisin, „A Fist of Permutations in Lightning and Wildflowers” von  Alyssa Wong und „That Game We Played During the War“ von Carrie Vaughn.

 

Tor.com schreibt:

We are very excited to offer a free download of the 2016 edition of Some of the Best from Tor.com, an anthology of 25 of our favorite short stories and novelettes from the last year.

 

Und amazon.de schreibt:

A collection of some of the best original science fiction and fantasy short fiction published on Tor.com in 2016. Includes stories by Charlie Jane Anders, Nina Allan, Tara Isabella Burton, Monica Byrne, Rebecca Campbell, P. Djèlí Clark, Indrapramit Das, Alix E. Harrow, N. K. Jemisin, Margaret Killjoy, Cixin Liu, Melissa Marr, David Nickle, Laurie Penny, Daniel Polansky, Lettie Prell, Delia Sherman, Angela Slatter, Caighlan Smith, Lavie Tidhar, Rajnar Vajra, Genevieve Valentine, Carrie Vaughn, and Alyssa Wong.

 

Da sind doch ein paar interessante Namen dabei …

 

Charlie Jane Anders: Clover

Tor.com: Answering the question asked by innumerable readers of the author’s novel All the Birds in the Sky: what happened to Patricia’s cat?

 

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Geschichte wirklich funktionieren kann, ohne den Roman „All the Birds in the Sky“ (Tor, 2016) zu kennen. Ich habe ihn nicht gelesen und habe mir deshalb die Frage, was mit Patricias Katze passiert ist, nie gestellt. Jetzt kenne ich die Antwort, nach der ich nicht gesucht habe, bin aber deshalb auch nicht wirklich schlauer. Eine derart wenig eigenständig zu lesende Story (die allerdings gut geschrieben ist, da will ich nicht meckern) an den Anfang einer Sammlung zu stellen, halte ich für keine sonderlich gute Entscheidung … Hoffentlich geht es nicht so weiter.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2016/10/25/clover/

 

Ach ja: Pogo hat den fraglichen Roman (auf Deutsch als "Alle Vögel unter dem Himmel" bei Fischer-Tor erschienen) gelesen und ist begeistert. Ich vermute aber mal, dass das nichts für mich ist.

 



#2 Armin

Armin

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Geschrieben 25 April 2017 - 06:59

Nina Allan: The Art of Space Travel

Tor.com: “The Art of Space Travel” by Nina Allan is a science fiction novelette. In 2047, a first manned mission to Mars ended in tragedy. Thirty years later, a second expedition is preparing to launch. As housekeeper of the hotel where two of the astronauts will give their final press statements, Emily finds the mission intruding upon her thoughts more and more. Emily’s mother, Moolie, has a message to give her, but Moolie’s memories are fading. As the astronauts’ visit draws closer, the unearthing of a more personal history is about to alter Emily’s world forever.

 

Ich hatte hier am Anfang meiner Lektüre eine ganz andere Geschichte erwartet. Letztlich geht es überhaupt nicht um die Astronauten und ihre Mission, sondern um Emily, ihre Mutter und den Vater, den Emily nie kennengelernt hat (siehe obige Zusammenfassung, die dann doch sehr treffend ist). Das ist auch eine interessante Geschichte, allerdings, ich kann mich da nur wiederholen, nicht die, die ich erwartet hätte. Die leichte Enttäuschung, als ich gemerkt habe, welchen Weg die Erzählung einschlägt, ist dann aber doch nach und nach der Erkenntnis gewichen, dass Nina Allan hier eine sehr lesenswerte Geschichte vorlegt – auch wenn die SF-Zutaten eigentlich nur Staffage sind. Übrigens für den Hugo Award 2017 in der Kategorie „best novelette“ nominiert.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...f-space-travel/

 

Tara Isabella Burton: The Destroyer

Tor.com: In a futuristic, fascistic Rome, a brilliant, unstable scientist proves that she can transcend the human body’s limitations. The test subject? Her own daughter. A mother-daughter mad scientist story, “The Destroyer” asks how far we’ll go to secure our own legacies — and how far we’ll run to escape them.

 

„Long before my mother destroyed the world, her experiments were quieter, more contained.“ – schöner Einstieg in die Story, wirklich. Und es geht mindestens genauso gut weiter. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob die Geschichte in einem zukünftigen Rom spielt, wie in der Einleitung geschrieben („a futuristic, fascistic Rome“) oder ob wir es mit einer Alternate-history-Geschichte zu tun haben, in der immer noch ein Cäsar in Rom an der Macht ist. Das spielt aber keine größere Rolle, wirklich wichtig ist die mit leichter Hand erzählte Mad-Scientist-Story aus der Perspektive der Tochter der verrückten Wissenschaftlerin, die viele ihrer Erfindungen an eben dieser Tochter ausprobiert und sie so nach und nach in einen weitgehend künstlichen Menschen verwandelt – was ihr am Ende (siehe den einleitenden Satz) das Leben rettet. Großartig, hat mir sehr gut gefallen

 

Die Story online: http://www.tor.com/2.../the-destroyer/



#3 Jordan

Jordan

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Geschrieben 30 April 2017 - 11:48

"The Art of Space Travel" hab' ich auch gerade gelesen (in der Strahan-Antholgie). Hat mir gut gefallen, ab und zu mag ich diese ruhigen, zwischenmenschlichen Geschichten, Geschichten, in denen man liest, dass es da draußen auch Menschen wie Benny gibt, die dich nicht nur abzocken, verarschen oder sonstwie zu Schaden bringen wollen sondern die es einfach gut meinen. Und dann natürlich die Geschichte um Moolie. Demenz der Eltern miterleben zu müssen, ist wahrscheinlich das, vor dem wir Kinder am meisten Furcht empfinden. Diese Geschichte macht einem ein wenig Mut, dass es bei aller Tragik auch gute Tage geben kann.

 

"The Destroyer" hatte ich letztes Jahr auf Tor.Com gelesen. Ist für mich eine Horrorgeschichte, bei der eine Mutter ihrem Kind fürchterliche Dinge antut, bis das Kind dann zurückschlägt. Ist einfach nicht mein "Beutschema".

 

Was die Katzengeschichte angeht: Ich hab' die Himmelsvögel gerade gelesen und ehrlich gesagt mir genau diese Frage auch gestellt: Was ist eigentlich aus der Katze geworden und warum hat CJA über diese nicht ein Wort verloren? Von einer Sekunde auf die andere verschwindet die so einfach aus der Erzählung, obwohl die Hauptfigur ihr ausdrücklich versprochen hatte, sie für den Rast ihres Lebens zu beschützen. Von daher sollte ich die Geschichte wohl unbedingt lesen ... :P


I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-Beams glitter in the dark near the Tannäuser-Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain. Time to Die -- Roy Batty, BLADE RUNNER

Basically ... run.

 

X minus One - Adventures in a million could-be years on a thousand may-be worlds

  • (Buch) gerade am lesen:Mishell Baker: The Arcadia Project 1: Borderline, gesprochen von Arden Hammersmith
  • (Buch) als nächstes geplant:Ursula K. Le Guin: Freie Geister
  • • (Buch) Neuerwerbung: Terry Carr (Hrsg.): Die schönsten Science Fiction Stories des Jahres 1-3
  • • (Film) gerade gesehen: Supergirl Season 1

#4 Armin

Armin

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Geschrieben 04 May 2017 - 07:07

Monica Byrne: Traumphysik

Tor.com: A brilliant young physicist, alone on a Pacific atoll during World War II, begins to chronicle the laws of motion that govern her dreams.

 

Eine Wissenschaftlerin wird im Zweiten Weltkrieg auf einer winzigen Insel im Pazifik stationiert. Sie beginnt, mit Träumen zu experimentieren, die sich bald auch auf ihren Wachzustand auswirken.

Schön geschrieben, nicht unbedingt spektakulär, aber angenehm und interessant zu lesen

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...29/traumphysik/

 

Rebecca Campbell: The High Lonesome Frontier

Tor.com: A meditation about the evolution and influence of a song written in 1902 over the next 150 plus years.

 

Auch ohne echte Handlung eine wunderbare Geschichte beziehungsweise eine (wie es ja auch in der Einleitung heißt) Meditation oder Abhandlung über die Wirkung von Musik. Von 1902 bis zum Jahr 2068 begegnen die verschiedensten Menschen dem Song „Where Does That Water Run?“, der auf die eine oder andere Art und Weise eine wichtige oder weniger wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Das ist toll geschrieben und für jeden Musikliebhaber absolut nachvollziehbar. Science Fiction ist die Story übrigens auch noch, spielt doch einer der Abschnitte 2068 auf einem Raumschiff, das sich immer weiter von der Erde entfernt.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...esome-frontier/

 

Aliette de Bodard: Lullaby for a Lost World

Tor.com: Charlotte died to shore up her master’s house. Her bones grew into the foundation and pushed up through the walls, feeding his power and continuing the cycle. As time passes and the ones she loved fade away, the house and the master remain, and she yearns ever more deeply for vengeance.

 

Eine düstere Horrorgeschichte oder vielleicht auch das, was man heutzutage „Dark Fantasy“ nennt. Gar nicht schlecht geschrieben, aber in der verklausulierten Unbestimmtheit eher nicht mein Fall. Sehr überzeugend kommt allerdings die bedrückende, fast schon verstörende Atmosphäre rund um dieses gruselige, auf Knochen verstorbener Mädchen erbaute (gewachsene?) Haus rüber. Insofern: keine schlechte Geschichte. Übrigens offensichtlich ausnahmsweise mal keine Geschichte aus Aliette de Bodards „Xuya“-Universum.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...r-a-lost-world/

 

 

Was die Katzengeschichte angeht: Ich hab' die Himmelsvögel gerade gelesen und ehrlich gesagt mir genau diese Frage auch gestellt: Was ist eigentlich aus der Katze geworden und warum hat CJA über diese nicht ein Wort verloren? Von einer Sekunde auf die andere verschwindet die so einfach aus der Erzählung, obwohl die Hauptfigur ihr ausdrücklich versprochen hatte, sie für den Rast ihres Lebens zu beschützen. Von daher sollte ich die Geschichte wohl unbedingt lesen ... :P

 

Auf jeden Fall. Wäre interessant zu wissen, ob der Romanleser da einen echten Mehrwert bekommt.



#5 Armin

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Geschrieben 27 May 2017 - 07:49

P. Djeli Clark: A Dead Djinn in Cairo

Tor.com: Egypt, 1912. In an alternate Cairo infused with the otherworldly, the Ministry of Alchemy, Enchantments and Supernatural Entities investigate disturbances between the mortal and the (possibly) divine. What starts off as an odd suicide case for Special Investigator Fatma el-Sha’arawi leads her through the city’s underbelly as she encounters rampaging ghouls, saucy assassins, clockwork angels, and a plot that could unravel time itself.

 

Das ist mal ein amüsanter Krimi: In einem alternativen Kairo des Jahres 1912, in dem allerlei Übernatürliches völlig normal ist, untersucht Fatma el-Sha’arawi, Ermittler im Auftrag des Alchemie-Ministeriums, den Mord an einem Dschinn. Der Kriminalfall selbst ist recht simpel gestrickt, treibt zwar die Handlung voran, ist letztlich aber fast nebensächlich – die Story lebt von ihrem liebevoll und detailliert ausgearbeiteten Hintergrund. Gerne gelesen.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...djinn-in-cairo/

 

Indrapramit Das: Breaking Water

Tor.com: Krishna is quite unsettled when he bumps into a woman’s corpse during his morning bath in Kolkata’s Hooghly River, yet declines to do anything about it–after all, why should he take responsibility for a stranger? But when the dead start coming back to life en masse, he rethinks his position and the debate around how to treat these newly risen corpses gets a lot more complicated. In this story from Indrapramit Das, a journalist strives to understand Krishna’s actions and what they say about the rest of society and how we treat our dead.

 

Krishna entdeckt den Körper einer toten Frau im Fluss, ignoriert sie erst, wird dann von Schuldgefühlen geplagt und möchte ihr helfen – doch inzwischen ist sie von den Toten auferstanden, und das nicht allein. Die Zombie-Apokalypse auf Indisch: Die Toten erheben sich aus den Gräbern, und die Geschichte wird dermaßen lakonisch erzählt, dass es einfach ein riesiger Spaß ist. Klasse Story.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...ndrapramit-das/

 

Alix E. Harrow: The Autobiography of a Traitor and a Half-Savage

Tor.com: Oona’s blood is a river delta blending east and west, her hair red as Tennessee clay, her heart tangled as the wild lands she maps. By tracing rivers in ink on paper, Oona pins the land down to one reality and betrays her people. Can she escape the bonds of gold and blood and bone that tie her to the Imperial American River Company?

 

Ein fantastisch ausgedachtes, alternatives Amerika  um das Jahr 1900 herum. Die Landvermesser, die westlich des Mississippi unterwegs sind, haben es mit einer sich beständig verändernden Umgebung zu tun. Um diese zu stabilisieren, benötigt es die Fähigkeit eines sogenannten „Mapmaker“ – der (in diesem Fall die, nämlich die oben genannte Oona) macht nicht nur die Karte, sondern formt tatsächlich das Land. Vor diesem klasse Hintergrund wird die Geschichte erzählt, wie sich Oona an ihrem Chef Clayton für alles rächt, was er ihr und ihrem Bruder angetan hat. Empfehlenswert.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...-a-half-savage/



#6 Armin

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Geschrieben 28 May 2017 - 07:23

N. K. Jemisin: The City Born Great

Tor.com: In  this standalone short story by N. K. Jemisin, author of The Fifth Season, the winner of this year’s Hugo Award  for Best Novel, New York City is about to go through a few changes. Like all  great metropolises before it, when a city gets big enough, old enough, it  must be born; but there are ancient enemies who cannot tolerate new life.  Thus New York will live or die by the efforts of a reluctant midwife… and  how well he can learn to sing the city’s mighty song.

 

Nicht mein Fall. New York City muss „geboren“ werden, dafür braucht’s einen Geburtshelfer (der so klischeehaft und übertrieben „unterdrückten Minderheiten“ angehört – obdachlos, schwul, Afro-Amerikaner –, dass es ja wirklich lächerlich ist), der sich aber erst mal dagegen sträubt. Fantasy, der nicht gern gelesenen Art. Aber: nominiert für den Hugo Award 2017.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...ity-born-great/

 

Margaret Killjoy: Everything That Isn’t Winter

Tor.com: Does a renewed world still have a place for those who only know how to destroy? While defending a tea-growing commune in the wilds of the Pacific Northwest, one person seeks an answer.

 

Das sind schon nette Gegensätze, die dem Leser zu Beginn der Geschichte präsentiert werden: In einer postapokalyptischen Welt hat sich eine Gruppe von rund hundert Menschen ausgerechnet auf einer Tee-Plantage (der sogenannten „In-Between Lodge“) vergleichsweise gemütlich eingerichtet, und das wirkt alles sehr idyllisch („Everything was perfect in what was left of the world“) – bis der brutale Überfall kommt, und die heile Welt einfach weggewischt wird. Aiden, die Ich-Erzählerin, und der Scout Bartley machen sich daran, die Überlebenden zu retten. Eigentliches Hauptelement der Story ist aber die Liebesgeschichte zwischen Aiden und Khalil.

 

Eindrucksvolle Geschichte, überzeugend erzählt.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2016/10/19/231037/


Bearbeitet von Armin, 28 May 2017 - 07:23.


#7 Armin

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Geschrieben 31 May 2017 - 07:35

Cixin Liu: The Weight of Memories (translated by Ken Liu)

Tor.com: From the author of The Three-Body Problem, The Dark Forest, and the forthcoming Death’s End comes a story about unborn memories.

First published in Chinese in Sea of Dreams, 2015, a collection of Liu Cixin’s short fiction.

 

Eine Gedankenspielerei: Ein ungeborenes Kind bekommt in Folge eines Experiments alle Erinnerungen seiner Mutter mit und kommuniziert noch vor der Geburt mit ihr – erzählt wird das Ganze in reiner Dialogform, als dritter Gesprächspartner ist noch der Arzt dabei.

Das fand ich jetzt nicht so prickelnd …

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...ht-of-memories/

 

Melissa Marr: The Maiden Thief

Tor.com: “The Maiden Thief” by Melissa Marr is a dark fantasy novelette about a teenager whose town is plagued by the annual disappearances of girls and young women. Her father blames her when one of her sisters is one of the taken.

 

Wohl eine moderne Variante des Märchens „Blaubart“: Im speziellen Fall verschwinden über einen längeren Zeitraum Mädchen und junge Frauen aus einem Dorf, bis die Schwester einer der Verschwundenen die Initiative ergreift.

Thematisch zwar weniger mein Fall, aber gut genug geschrieben, dass es interessant zu lesen war.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...f-melissa-marr/

 

David Nickle: The Caretakers

Tor.com: “The Caretakers” by David Nickle is a strange tale about a group of people called to a meeting with their intimidating boss. The newest member of their organization is not so sure she wants to even be there.

 

Der Inhaltszusammenhang von tor.com ist nichts hinzufügen, und trotzdem lässt mich die Story vergleichsweise ratlos zurück. Wo ist das fantastische Element? Hat der Autor das Ende vergessen? Fazit: gut geschrieben, aber mysteriös und unbefriedigend.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...r-david-nickle/

 

Laurie Penny: Your Orisons May Be Recorded

Tor.com: All prayers are answered, but sometimes the answer is no. And sometimes the answer is “let me talk to my manager and get back to you.”

 

Das ist nun nicht wirklich eine Inhaltszusammenfassung, sondern es handelt sich um die ersten Sätze der Geschichte. In der geht es darum, dass Engel im Himmel sich um menschliche Gebete kümmern, während die Erzählerin vor allem an Sex mit Menschen interessiert ist – klingt irgendwie albern, ist aber tatsächlich urkomisch und liest sich richtig gut.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...ay-be-recorded/

 

Daniel Polansky: meat+drink

Tor.com: Baltimore isn’t safe. Not even for the predatory meat that stalks its nights. Searching for victims who won’t be missed, meat doesn’t feel regret or pain—only thirst. But the meat remembers something more… doesn’t it? is there more to eternal life than finding another drink?

 

Vampirgeschichte, aus Sicht einer Vampirin und bemüht „literarisch“ geschrieben (blöderweise hat die Autokorrektur die durchgängige Kleinschreibung an ein paar Stellen aufgehoben und keiner hat’s gemerkt). Nicht mein Fall, wenn schon Vampire, dann dürfen sie gerne ein bisschen lebhafter agieren …

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...0/26/meatdrink/



#8 Armin

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Geschrieben 01 June 2017 - 07:19

Lettie Prell: The Three Lives of Sonata James

Tor.com: In a cyber-enhanced, futuristic Chicago, Sonata knows near-immortality is achievable through downloading her mind into a cyborg body after death. But this young artist wants to prove that living forever isn’t the same as living a beautiful life.

 

Eine Zukunft, in der Unsterblichkeit dadurch erlangt wird, dass man sein Bewusstsein beliebig oft in einen neuen, künstlichen Körper transferieren kann. Sonata James entscheidet sich gegen diese Unsterblichkeit und kündigt an, nur insgesamt drei Leben leben zu wollen. Tragisch wird das Ganze durch ihre Beziehung zu Dante: Erst kurz vor ihrem ersten Tod erkennt sie, dass sie ihn liebt. Als sie dann in ihrem neuen Körper steckt, kann er sie nicht mehr lieben …

 

Sehr schöne Geschichte, von feiner Melancholie durchzogen, sehr überzeugend erzählt.

 

Die Story online: http://www.tor.com/2...f-sonata-james/






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