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Michael K. Iwoleit im Interview

Interview Michael K. Iwoleit Science Fiction Nova

59 Antworten in diesem Thema

#1 lapismont

lapismont

    Elfverhaut

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Geschrieben 17 November 2017 - 12:15

Er gehört zu den profundesten Kennern und Kritikern der deutschsprachigen Science-Fiction, ist ein vielprämierter Autor, Nova-Herausgeber und Amateur-Musiker. Er provoziert zu heftigen Reaktionen, spaltet Convention, Fandoms und bestimmt auch Universen. Zwölf Jahre lang ließen wir Michael K. Iwoleit in Ruhe …

Im Gespräch mit Michael K. Iwoleit
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#2 Dyrnberg

Dyrnberg

    Infonaut

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Geschrieben 17 November 2017 - 20:50

Sehr lesenswert, wie ich finde. Auch Eure/Deine Fragen sind - nicht nur bei diesem Interview, auch bei anderen, die ich gelesen habe - stets auf den Punkt der Frage bringend.



#3 Nina

Nina

    Europas repräsentativster Fan ;-)

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Geschrieben 17 November 2017 - 22:00

Ich finde das auch interessant. Es geht um einen interessanten Autor, aber um keinen, der plötzlich "Prinzessin über Nacht" war und auch um niemanden, der alles einfach so macht. Das finde ich wesentlich sympathischer als die angeblich wahren, aber sicherlich teils erfundenen Geschichten, die man mitunter liest.

 

Man hätte allerdings Fragen und Antworten in der Rechtschreibung angleichen können. Klar weiß ich, dass das wohl per E-Mail geführt wurde, aber ich gebe mich gebe mich gerne der Illusion hin, dass ein braver Redakteur persönlich gefragt und die Antworten später niedergetippt hat. Dann möchte ich aber auch von einem konservativen Autor die Antworten gerne in neuer Rechtschreibung lesen.


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#4 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 17 November 2017 - 22:09

Lesenswertes Interview! Da steckt viel Stoff zum Nachdenken darin.
Liest gerade: Branderson: Kinder des Nebels; Chambers: Zwischen zwei Sternen

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#5 T.H.

T.H.

    Typonaut

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Geschrieben 17 November 2017 - 23:12

Lesenswertes Interview! Da steckt viel Stoff zum Nachdenken darin.


Geht mir ähnlich. Schon mal der Gedanke, dass offensichtlich das Schreiben den Menschen nicht vor Depressionen bewahrt. Hätte ich gedacht, dass "man" sich davon freischreiben könnte.

Phantastische Grüße,
Thomas

...meine "Phantastischen Ansichten" gibt's hier.
Auf FB zu finden unter phantasticus

(Hinweis: Derzeit keine Internetrepräsentanz meiner Bilder; schade eigentlich...)


#6 lapismont

lapismont

    Elfverhaut

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Geschrieben 17 November 2017 - 23:19

Erst einmal vielen Dank an alle für euer Feedback!
 

Man hätte allerdings Fragen und Antworten in der Rechtschreibung angleichen können. Klar weiß ich, dass das wohl per E-Mail geführt wurde, aber ich gebe mich gebe mich gerne der Illusion hin, dass ein braver Redakteur persönlich gefragt und die Antworten später niedergetippt hat. Dann möchte ich aber auch von einem konservativen Autor die Antworten gerne in neuer Rechtschreibung lesen.

Hatte ich überlegt, Nina. Aber es gibt sehr viele Autorinnen und Autoren, die auf ihre Schreibweisen bestehen. Gerade als Lyriker kann ich das gut nachvollziehen. MKI wollte hier offenbar so schreiben und da das Interview ja seine Worte so exakt wie möglich wiedergeben soll, habe ich nur offensichtliche Fehler korrigiert.
Andererseits wollte ich selbst jetzt aber nicht zur alten ß-Regel zurück.
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#7 Frank

Frank

    Temponaut

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Geschrieben 18 November 2017 - 06:34

Schon mal der Gedanke, dass offensichtlich das Schreiben den Menschen nicht vor Depressionen bewahrt. Hätte ich gedacht, dass "man" sich davon freischreiben könnte.

 

Das Schreiben bewahrt einen vielleicht vor Depressionen, die mangelnde Anerkennung des - noch so guten - Schaffens - nicht^^; ich habe vor ein paar Wochen Karla Schmidt unter einen Facebook-Thread gekrakelt:

 

F: Das ist genau die Krux, die wir Autoren tragen müssen: "Hey, ich hab ein neues Bild gezeichnet!" "Ja geil, zeig her!" // "Ich habe ein neues Stück komponiert!" "Ja geil! Hör's mir gleich an!" // "Ich habe eine neue Geschichte geschrieben, für euch." "Aha. Ja. Lese ich, wenn ich mal Zeit habe" ... Betonung auf "mal Zeit habe". ;)
K: Leider wahr. Lesen braucht Zeit, die niemand hat. Man muss ja auch aufpassen, was auf Facebook so läuft. ...

 

Und mit "... der schweren Arbeit entsprechend zu entlohnen", fange ich gar nicht erst an. ;) Frank Haubold hat ja ausgerechnet, dass sein Stundenlohn bei etwa 10 Cent liegt; ich kann da nur für mich sprechen, aber: Meiner liegt noch darunter. ;)

 

Etc. etc.


Bearbeitet von Frank, 18 November 2017 - 06:52.

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#8 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

    Ufonaut

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Geschrieben 18 November 2017 - 07:51

Erst einmal vielen Dank an alle für euer Feedback!
 
Hatte ich überlegt, Nina. Aber es gibt sehr viele Autorinnen und Autoren, die auf ihre Schreibweisen bestehen. Gerade als Lyriker kann ich das gut nachvollziehen. MKI wollte hier offenbar so schreiben und da das Interview ja seine Worte so exakt wie möglich wiedergeben soll, habe ich nur offensichtliche Fehler korrigiert.
Andererseits wollte ich selbst jetzt aber nicht zur alten ß-Regel zurück.

 

Gewöhnlich richte ich mich bei der Rechtschreibung nach dem Publikationsmedium. Ich verwende bei der Arbeit

die klassische deutsche Rechtschreibung, weil ich das so gewohnt bin. Wenn eine Publikation das wünscht,

wandele ich den Text in die neue Rechtschreibung um, was mit den aktuellen Textverarbeitungsprogrammen

meist kein großer Aufwand ist.

 

Das Problem ist aus meiner Sicht, daß die Duden-Redaktion durch ihr unentschlossenes Hin und Her eine enorme

Konfusion verursacht und selbst Profis verunsichert hat (ich ertappe mich selbst immer öfter dabei, daß ich die

einfachsten Begriffe wieder nachschlage, deren Schreibung ich eigentlich seit 50 Jahren sicher intus haben sollte).

Wenn die zweite Zurücknahme der vierten Zwischenreform zwischenzeitig wieder zurückgenommen wird, blickt

am Ende keiner mehr durch. (Keine große Übertreibung)



#9 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 18 November 2017 - 08:16

Eigentlich hat sich doch nur wenig geändert:
1. Lautschreibung für ss/ß. Zugegeben, eine fast unüberwindliche Hürde für nicht "Hochdeutsche".
2. Interpunktion nach wörtlicher Rede: ...!",... statt ...!"...
3. Stängel statt Stengel
4. Infinitivsatz mit "zu" wird zur Kann-Regel.
5. Konsequente Durchkopplung von allen Komposita, die man nicht zusammenschreiben will.

Alle anderen Regeln fallen doch kaum ins Gewicht: Ist doch egal, ob man erst Känguru oder Känguruh schreibt, Word sagt es einem schon.
Liest gerade: Branderson: Kinder des Nebels; Chambers: Zwischen zwei Sternen

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#10 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

    Ufonaut

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Geschrieben 18 November 2017 - 08:17

Geht mir ähnlich. Schon mal der Gedanke, dass offensichtlich das Schreiben den Menschen nicht vor Depressionen bewahrt. Hätte ich gedacht, dass "man" sich davon freischreiben könnte.

 

Ganz im Gegenteil. Wie Experten festgestellt haben, ist unter Autoren der Anteil psychischer Erkrankungen

überdurchschnittlich hoch. Der tragische Fall des weltbekannten amerikanischen Autors David Foster Wallace,

der sich trotz bester medizinischer Betreuung mit 45 Jahren erhängt hat, ist nur einer von vielen. Ohne Namen

zu nennen, darf ich erwähnen, daß ich allein in unserer Szene mindestens vier Autorenkollegen kenne, die mit

mehr oder minder starken Depressionen zu kämpfen haben.

 

Es ist spekuliert worden, daß die psychischen Anstrengungen beim Romanschreiben die Autoren oft bis an ihre

Belastungsgrenzen führen. Ich habe an anderer Stelle mal eine Bilanz für Kurzgeschichtenautoren aufgemacht,

deren Medium naturgemäß zum Zugespitzten, Verdichteten, Extremen neigt. Eine ganze Reihe der besten

Kurzgeschichtenautoren der Welt - Sait Faik, Saadat Hasan Manto, F. Scott Fitzgerald, Katherine Mansfield usw. 

- haben höchst problematische und oft auch kurze Leben geführt.

 

Nichtschreibende unterschätzen oft, daß Schreiben auch physisch eine extrem anstrengende Arbeit sein kann.

Ein mit Höchstlast arbeitendes Gehirn verbraucht, wenn ich es mir richtig gemerkt habe, mehr als 40% der Energie

des gesamten Körpers. Je nach Komplexität der Aufgabe dürfte der Wert sogar noch steigen. Vielleicht besteht

hier ein Zusammenhang. Ein Indiz in dieser Richtung ist, daß sich nicht nur unter Künstlern sondern auch unter

Wissenschaftlern - und hier besonders Mathematikern - überdurchschnittlich viele Charaktere befinden, die ein 

Normalmensch spontan als bekloppt bezeichnen würde. Je höher das Niveau, desto höher dürfte der Anteil sein.

Man werfe einen Blick auf die Biographien von Bolzmann, Cantor, Gödel, Turing, Einstein, Feynman, Nash usw.

und dürfte einige Parallelen zu den Biographien großer Gestalten der Literatur- und Kunstgeschichte finden.

Jeder Musikliebhaber könnte eine lange Ahnenreihe unglücklicher und im Leben gescheiterter Musikgenies

aufstellen, von Mozart angefangen bis hin zu Charlie Parker, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Jaco Pastorius usw.

usf.

 

Gruß

Michael



#11 Frank

Frank

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Geschrieben 18 November 2017 - 08:46

Wie Experten festgestellt haben, ist unter Autoren der Anteil psychischer Erkrankungen überdurchschnittlich hoch.

 

Das auf der Haben-Seite. Auf der anderen: soziale Ächtung und Geringschätzung, solange es sich nicht verkauft. Anerkannt ist man erst, wenn man die Goldsäcke nach Hause trägst:

 

Sie: Der hat es geschafft!

Er: Womit?

Sie: Also, DER hat es geschafft.
Er: Was geschafft?

Sie: Geschafft! ;)


Bearbeitet von Frank, 18 November 2017 - 08:46.

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#12 My.

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Geschrieben 18 November 2017 - 09:10

Hatte ich überlegt, Nina. Aber es gibt sehr viele Autorinnen und Autoren, die auf ihre Schreibweisen bestehen.

 

Das ist kein Argument. Das Publikationsmedium entscheidet, nicht der Autor (es sei denn, es gibt gute Gründe). Damit kann ganz sicher auch Michael leben, v.a. bei einem Interview.

 

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#13 Frank

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Geschrieben 18 November 2017 - 09:16

Das ist kein Argument. Das Publikationsmedium entscheidet, nicht der Autor (es sei denn, es gibt gute Gründe). Damit kann ganz sicher auch Michael leben, v.a. bei einem Interview.

 

Zustimmung: Es gibt Konventionen für das Medium, den Code, als Solches, die nicht umsonst so heißen. Sonst hätte man in einer Anthologie auch Kraut und Rüben; das muss nicht sein. Warum die Schüler von heute in den ersten Klassen: Fünpf statt Fünf schreiben dürfen, ist mir seit langem ein Rätsel. ;)


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#14 Naut

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Geschrieben 18 November 2017 - 09:27

I bims ist gerade Jugendwort des Jahres geworden. Passt also ins Bild.
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#15 My.

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Geschrieben 18 November 2017 - 09:41

Zustimmung: Es gibt Konventionen für das Medium, den Code, als Solches, die nicht umsonst so heißen. Sonst hätte man in einer Anthologie auch Kraut und Rüben; das muss nicht sein. Warum die Schüler von heute in den ersten Klassen: Fünpf statt Fünf schreiben dürfen, ist mir seit langem ein Rätsel. ;)

 

Faulheit. Von welcher Seite auch immer. Aber warum soll ich einem 6jährigen ordentliches Deutsch beibringen, das daheim auch nicht gesprochen, geschweige denn geschrieben wird?

 

I bims ist gerade Jugendwort des Jahres geworden. Passt also ins Bild.

 

Man sollte die Verbrecher, die das Jugendwort benennen und damit den schändlichen Umgang mit der deutschen Sprache noch vorwärts treiben, verBIMSen - denn das ist der einzige Sinn und Zweck des Wortteils "bims".

 

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#16 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 18 November 2017 - 09:58

Meine Einschätzung: Wenn wir denken, man könne sich von Depressionen freischreiben, und Depressionen sei durch soziale Anerkennung der Arbeit aus der Welt zu schaffen... dann werden wir der Krankheit Depression in keiner Weise gerecht. (Dann wäre es ja eh leicht.)

 

Aber sorry fürs Off-topic. Es sollte hier wohl eigentlich eher um den Content des Interviews gehen.



#17 Frank

Frank

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Geschrieben 18 November 2017 - 10:07

Meine Einschätzung: Wenn wir denken, man könne sich von Depressionen freischreiben, und Depressionen sei durch soziale Anerkennung der Arbeit aus der Welt zu schaffen... dann werden wir der Krankheit Depression in keiner Weise gerecht. (Dann wäre es ja eh leicht.)

 

Nein, aber es triggert die Depression enorm. Meiner Meinung nach. Ich selbst bin nicht depressiv, ich fletsche nur sehr oft die Zähne. ;)


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#18 Diboo

Diboo

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Geschrieben 18 November 2017 - 10:40

Und mit "... der schweren Arbeit entsprechend zu entlohnen", fange ich gar nicht erst an. ;) Frank Haubold hat ja ausgerechnet, dass sein Stundenlohn bei etwa 10 Cent liegt; ich kann da nur für mich sprechen, aber: Meiner liegt noch darunter. ;)

 

 

Musst halt Romane schreiben :-)

 

Nein, um mal das Ganze mal von einer anderen Seite zu betrachten: Man kann nicht überzeugend gleichzeitig einen Habitus pflegen, der l'art pour l'art auf den Podest hebt, und auf der anderen Seite über Stundenlohn reden. Ich bin absolut dafür, dass ein jeder Schriftsteller, der die Absicht hat, sein Handwerk professionell zu betreiben, sich einmal die Mühe macht, eine ehrliche betriebswirtschaftliche Rechnung aufzumachen (davor scheuen sich viele, und wenn, tun sie es nur, weil sie irgendwie doch gerne mit ihrem Image als "armer Poet" kokettieren). Wenn man das macht, sollte es aber nicht dazu dienen, über das Leid des Künstlers zu klagen, sondern eine betriebswirtschaftliche Funktion haben. 

Ich habe mir die Mühe einer solchen Rechnung auch einmal gemacht - übrigens mit einigem Aufwand und Detailtreue - und kam in meiner Produktionsweise auf einen Bruttostundenlohn von rund 20 €, allerdings unter der strikten Voraussetzung, dass ein von mir verfasstes Werk sich mindestens 500 x verkauft. Dies hat zur Konsequenz geführt, dass ich jedes Projekt, dass diese Mindestgrenze nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitraumes erreicht, nicht fortsetze (eine Option, die ich mir als Zyklen- und Trilogienautor ja immer offenhalte). Dadurch kille ich ggfs. auch Stoffe, die ich unter dem Grundsatz "l'art pour l'art" sonst vielleicht doch weiter behandelt hätte. Die Frage der Konsequenz muss aber sich natürlich jeder selbst beantworten. Wenn es allerdings nur darum geht, schön jammern zu wollen, ist es Zeitverschwendung, sich solchen betriebswirtschaftlichen Erwägungen zu stellen.


Bearbeitet von Diboo, 18 November 2017 - 10:57.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

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#19 Frank

Frank

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Geschrieben 18 November 2017 - 11:10

Die Frage der Konsequenz muss aber sich natürlich jeder selbst beantworten. Wenn es allerdings nur darum geht, schön jammern zu wollen, ist es Zeitverschwendung, sich solchen betriebswirtschaftlichen Erwägungen zu stellen.

 

Das ist natürlich völlig richtig. Ausgeblendet ist hierbei die romantische(!) Vorstellung, dass ein gutes Buch sich auch gut verkaufen sollte: Denn die Leute brauchen das! ;) Aber die Leute kaufen eben, was sie wollen, nicht das, was sie (vielleicht) brauchen. ;)


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#20 Diboo

Diboo

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Geschrieben 18 November 2017 - 11:14

Es muss meines Erachtens auch gar kein Widerspruch bestehen.

Ich erinnere an Michael Moorcock, der stapelweise Fantasy-Reißer um seinen Ewigen Helden (Elric, Corum, Hawkmoon etc.) runtergeschrieben hat, weil er auf der anderen Seite damit ein künstlerisches Projekt - das chronisch defizitäre New-Wave-SF-Magazin "New Worlds" - subventioniert hat. Und was ist passiert? Beides hat Klassiker hervorgebracht, die Elric-Romane gehören zweifelsohne zu den Kultwerken der modernen anglophonen Fantasy und haben endlose Epigonen gezeitigt, gelten als stilbildend und mindestens inspirierend - und über die Rolle von "New Worlds" muss ich hier wohl nicht viel sagen.

Wir sollten es also mit der Dichotomie von U und E in der SF nicht übertreiben, das geht mir in der Musik schon immer sehr auf den Keks.


Bearbeitet von Diboo, 18 November 2017 - 11:15.

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#21 Frank

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Geschrieben 18 November 2017 - 11:22

Wir sollten es also mit der Dichotomie von U und E in der SF nicht übertreiben, das geht mir in der Musik schon immer sehr auf den Keks.

 

Klar. Nur kann man hier das Pferd von hinten aufzäumen und fragen: Was erwartet der Leser (beim Kauf)? Mal runtergerissen: Wenn ich ein Buch mit klassischem SF-Titel und -Cover sehe: Weltraum. Sonne. Raumschiff. Gerne auch mit Lense-Flares^^. Dann gehe ich - als Leser - wohl eher NICHT davon aus, dass es meine Weltsicht ändert, mir neue Horizonte eröffnet außer den exotischen Planeten und Rassen, die da kommen mögen. Ich erwarte ein klassisches Abenteuer, mit einem Plot, der genauso im Dschungel oder in einer Wüste funktionieren würde ... Ich WILL gar nicht schockiert werden etc., sondern ich möchte mich wohlfühlen. Ich will in die "vertraute Fremde" (Szameit) eintauchen ... Das ist für mich U. und E ist eben die Schachtel Pralinen, wo man nie so genau weiß, was man kriegt. ;)

 

Oder anders: Wenn du in einem fremden Land bist, dann geh bei MC Donalds essen, wenn du dir nix einfangen willst. ;) Die Burger schmecken überall gleich.

 

Dass da dann Spuren von E oder ganze Kapitel davon drinstecken, dazu müsste man einen eigenen Warnhinweis erdenken:

 

*kann Spuren von E enthalten ;)


Bearbeitet von Frank, 18 November 2017 - 11:26.

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#22 Diboo

Diboo

    Kaisertentakel

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Geschrieben 18 November 2017 - 11:25

Klar. Nur kann man hier das Pferd von hinten aufzäumen und fragen: Was erwartet der Leser (beim Kauf)? Mal runtergerissen: Wenn ich ein Buch mit klassischem SF-Titel und -Cover sehe: Weltraum. Sonne. Raumschiff. Gerne auch mit Lense-Flares^^. Dann gehe ich - als Leser - wohl eher NICHT davon aus, dass es meine Weltsicht ändert, mir neue Horizonte eröffnet außer den exotischen Planeten und Rassen, die da kommen mögen. Ich erwarte ein klassisches Abenteuer, mit einem Plot, der genauso im Dschungel oder in einer Wüste funktionieren würde ... Ich WILL gar nicht schockiert werden etc., sondern ich möchte mich wohlfühlen. Ich will in die "vertraute Fremde" (Szameit) eintauchen ... Das ist für mich U. und E ist eben die Schachtel Pralinen, wo man nie so genau weiß, was man kriegt. ;)

 

Ich gehe absolut mit Dir konform. Und manchmal kann man in die Schachtel mit den bekannten und erwarteten Pralinen eben auch eine mit einer neuen Füllung stecken. Die Frage ist dann, ob die U-Autoren bereit sind, mal eine neue Zutat reinzumischen und ob die E-Autoren bereit sind, ihr Herzblut auch mal mit den Konventionen zu mischen, die ihnen ggfs. einen ökonomischen Erfolg bereitet.

Ich bin nicht dafür, das so kategorisch zu trennen. Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden.


Bearbeitet von Diboo, 18 November 2017 - 11:25.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

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#23 Frank

Frank

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Geschrieben 18 November 2017 - 11:34

Ich bin nicht dafür, das so kategorisch zu trennen. Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden.

 

Geht ja auch gar nicht. Auch E-Plots müssen sich erklärten (oder gut versteckten^^) Regeln beugen, so wie man stilistisch die Sprache beugen, aber nie brechen kann, ohne dass einem der Text um die Ohren fliegt. ;)


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#24 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

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Geschrieben 18 November 2017 - 11:49

Ich weiß ja nicht obs noch wem aufgefallen ist aber das Interview enthält meiner Meinung nach auch einen gewissen Widerspruch der mich ein bißchen schmunzeln lies.

 

MKI erzählt davon das es vielleicht gut wäre den KLP zu reformieren weil da zu viele mitstimmen dürfen die das Wort Profi kaum verdienen und eh keine Ahnung haben, konstatiert aber eigentlich weiter unten das der Preis, der von jenen vergeben wird, die in der Mehrzahl aus Nicht Profis besteht ihn doch überraschenderweise 5 mal prämiert hat. Und da MKI ja ( man beachte das freundliche Bällchen hin und hergeschiebe ) neben Hebben und Küpper ( jener Pechvogel der von vielen auch bei uns im Komitee regelmäßig über den Klee gelobt wird - zu recht! aber immer das Pech hatte maximal nur den 2. Platz zu belegen ) das beste vom besten darstellt das die Deutsche SF Szene hat, ist wohl irgendwas falsch gelaufen. Ohne jetzt den Hugo und den DSFP zu 100% zu vergleichen, denn die Abstimmung läuft dann doch etwas unterschiedlich, ist Ihnen aber gemein das Sie beide als Fanpreise gelten. Und da kommt

H. Kettlitz in seinen Büchern zu einem ganz ähnlichen Schluss. Man könne nicht sagen das über die Jahre der "Nebula" die allgemein literarisch höher wertigen Romane prämiert hätte schreibt er.

 

DSFP und KLP. Manchmal kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen, oftmals ist man sich aber auch einig. Für die manchmal sehr unterschiedlichen Ergebnisse gibt es Gründe die eher im organisatorischen zu suchen sind als beim Inhalt der Romane meiner Meinung nach.


Bearbeitet von Amtranik, 23 November 2017 - 00:34.


#25 Mammut

Mammut

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Geschrieben 18 November 2017 - 15:36

Ich weiß ja nicht obs noch wem aufgefallen ist aber das Interview enthält meiner Meinung nach auch einen gewissen Widerspruch der mich ein bißchen schmunzeln lies.

 

MKI erzählt davon das es vielleicht gut wäre den KLP zu reformieren weil da zu viele mitstimmen dürfen die das Wort Profi kaum verdienen und eh keine Ahnung haben, konstatiert aber eigentlich weiter unten das der Preis, der von jenen vergeben wird, die in der Mehrzahl aus Nicht Profis besteht ihn doch überraschenderweise 5 mal prämiert hat. Und da MKI ja ( man beachte das freundliche Bällchen hin und hergeschiebe ) neben Hebben und Küpper ( jener Pechvogel der von vielen auch bei uns im Komitee regelmäßig über den Klee gelobt wird - zu recht! aber immer das Pech hatte maximal nur den 2. Platz zu belegen ) das beste vom besten darstellt das die Deutsche SF Szene hat, ist wohl irgendwas falsch gelaufen. Ohne jetzt den Hugo und den DSFP zu 100% zu vergleichen, denn die Abstimmung läuft dann doch etwas unterschiedlich, ist Ihnen aber gemein das Sie beide als Publikumspreise gelten. Und da kommt

H. Kettlitz in seinen Büchern zu einem ganz ähnlichen Schluss. Man könne nicht sagen das über die Jahre der "Nebula" die allgemein literarisch höher wertigen Romane prämiert hätte schreibt er.

 

DSFP und KLP. Manchmal kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen, oftmals ist man sich aber auch einig. Für die manchmal sehr unterschiedlichen Ergebnisse gibt es Gründe die eher im organisatorischen zu suchen sind als beim Inhalt der Romane meiner Meinung nach.

 

Ich glaube nicht das man Hugo und Nebula mit DSFP und KLP vergleichen kann. Wo siehst du da konkret Parallelen? 

Deine beiden Schlussätze bestätigen doch dass es eigentlich keinen Grund für zwei deutsche SF Preise gibt, da ja oft das gleiche gut gefunden wird und sogar manche für beide stimmberechtigt sind.


 

Meine Einschätzung: Wenn wir denken, man könne sich von Depressionen freischreiben, und Depressionen sei durch soziale Anerkennung der Arbeit aus der Welt zu schaffen... dann werden wir der Krankheit Depression in keiner Weise gerecht. (Dann wäre es ja eh leicht.)

 

Mag ja sein, das man sich von Depressionen frei schreiben kann. Aber sich der Öffentlichkeit auszusetzen und potenzieller Kritik, da wage ich zu bezweifeln, ob das die richtige Strategie bei dieser Erkrankung ist. Im Zweifel verfällt man wohl eher noch mehr in Depression


Bearbeitet von Mammut, 18 November 2017 - 15:37.


#26 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 18 November 2017 - 17:33

Ich glaube nicht das man Hugo und Nebula mit DSFP und KLP vergleichen kann. Wo siehst du da konkret Parallelen? 

Deine beiden Schlussätze bestätigen doch dass es eigentlich keinen Grund für zwei deutsche SF Preise gibt, da ja oft das gleiche gut gefunden wird und sogar manche für beide stimmberechtigt sind.


 

 

Du schaffst es eigentlich regelmäßig meine intension mißzuverstehn was auch an mir liegen kann.

Ich wollte natürlich nicht darauf hinaus das 2 Preise unnötig sind. Aber wenn aus berufenem Munde festgestellt wird, das die Ergebnisse der Profi und Nicht Profi Preise sowohl aus USA als auch in Deutschland nicht signifikanten Qulitätsunterschieden unterworfen sind so würde das ansinnen von MKI durch professionellere "Entscheider" beim KLP automatisch eine bessere Qualität bei den durchschnittlichen Preisträgern zu erreichen dort in Abrede stehn.



#27 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 18 November 2017 - 18:28

Ich habe deine Intention, also warum du was schreibst, nicht missverstanden.
Ich habe nur einen naheliegenden Schluss aus deinen und auch Michael Iwoleits Ausführungen und meiner persönlichen Einschätzung gezogen: Inhaltlich gibt es keinen Grund für zwei SF Preise. Ob ein Werk für den einen oder anderen oder beide Preise nominiert oder ausgezeichnet wird ist im Vorfeld nicht abzusehen, da beide Preise sich nicht unterscheiden und Unterschiede eher zufällig sind.

Michael ist in dem Interview allerdings der Meinung, der KLP sei reformbedürftig, damit es eine unterschiedliche Ausrichtung gibt.
Den DSFP mit dem Hugo und den Nebula mit dem KLP zu vergleichen, scheint mir ziemlich schräg. Da sind die Unterschiede doch eher größer als die Gemeinsamkeiten.

Aber ich frage gerne erneut. Wo siehst du Gemeinsamkeiten zwischen DSFP und Hugo?

#28 Jorge

Jorge

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Geschrieben 18 November 2017 - 19:40

Frank Haubold hat ja ausgerechnet, dass sein Stundenlohn bei etwa 10 Cent liegt; ich kann da nur für mich sprechen, aber: Meiner liegt noch darunter. ;)

 

Nur die Armut gebiert Großes! :lol:

 

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Vom Schreiben leben - aber wie?


Bearbeitet von Jorge, 18 November 2017 - 19:53.


#29 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 18 November 2017 - 19:44

Aber ich frage gerne erneut. Wo siehst du Gemeinsamkeiten zwischen DSFP und Hugo?

 

Habe ich glaub ich schon gesagt. Beide sind Fanpreise

 

 

 

"Vielleicht sollte man über eine grundlegende Reform des KLPs nachdenken und eine kompetente Jury einsetzen."

 

Andere Ausrichtung finde ich in dem Zusammenhang falsch. Es soll doch weiterhin der beste Roman und die beste KG gefunden werden, allerdings mit größerer Präzision das qualitativ hochwertigere Zeugs. So verstehe ich das.

 

Das Problem das ich bei MKIs Vorschlag sehe ist ein anderes. Hat man es im Fandom schon nicht so leicht viele Leute zu finden die bereit sind so viel für einen Preis jedes Jahr zu lesen und da ists reines Hobby, kann ich mir nicht vorstellen das sich genügend "Profis" finden lassen die die Zeit aufbringen soviel Material zu sichten wie es nunmal nötig ist um einen möglichst umfassenden Überblick zu haben.

 

 

Für eine Zusammenlegung wie Du wäre ich zb auch überhaupt nicht. Auch wenn ich der Meinung bin das über die Jahre sich die Qualität der Nominierungen bei beiden Preisen nicht signifikant unterscheidet, glaube ich schon das es eine teilweise grundlegend andere herangehensweise gibt und auch in manchen Jahren durchaus Unterschiede in der Qualität der prämierten und nominierten Werke bestehn. Bei einer Zusammenlegung würde sicherlich einiges unberechtigterweise eher unter den Tisch fallen als heute wo Du 2 Möglichkeiten hast. 


Bearbeitet von Amtranik, 23 November 2017 - 00:35.


#30 My.

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Geschrieben 19 November 2017 - 07:31

Habe ich glaub ich schon gesagt. Beide sind Publikumspreise.

 

Es tut mir leid, der DSFP ist kein Publikums-, sondern ein Jurypreis. Der DPP ist ein Publikumspreis (und was dabei rauskommt, kann man jedes Jahr von Neuem sehen).

DSFP und KLP haben durchaus eine Existenzberechtigung. Beide Preise zeigen im Vergleich, dass unterschiedlich zusammengesetzt Jurys (mit dazu noch unterschiedlichen Vorgehensweisen) nicht zwingend zu unterschiedlichen Ergebnissen führen müssen. Gleichzeitig zeigt der KLP oft genug, dass wir DSFPler unsere Arbeit ordentlich und sehr gut machen, wenn wir letztlich zu ähnlichen oder gleichen Ergebnissen kommen.

 

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