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Deutschlandfunk-Redakteur versteht eigenen Artikel nicht


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22 Antworten in diesem Thema

#1 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 25 November 2017 - 22:02

Offenbar werden beim DLF die Artikel von böswilligen Praktikanten betitelt und überarbeitet, oder wie sonst ist es zu erklären, dass der zweite Teil des folgenden Artikels eine wissenschaftliche Studie zwar korrekt wiedergibt, diese aber in Überschrift und Teil 1 in völligen Blödsinn verdreht wird?

Aber lest selbst:
"Literatur: Sci-Fi-Leser verstehen weniger"

http://www.deutschla...:news_id=819662

#2 lapismont

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Geschrieben 25 November 2017 - 22:44

 

 “Readers Who Are Stupid Enough to be Biased Against Science Fiction Read Science Fiction Stupidly.”

https://thepatronsai...-stupid-part-2/

 

Amüsante Sache, Danke Niklas!


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#3 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 25 November 2017 - 23:57

:jumpgrin: (Merci, Naut!)


/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-/Horror-Dialog im September...

I.: Nun, ich nehme mal nicht an, dass irgend jemand sich so eine Geschichte ausdenken könnte. Bei einer Sache liegen Sie allerdings schief. Mr.Winthrop hat Sie geschickt.

H.: Nein. Ich sagte Ihnen doch, er...

I.: Yeah, er sei tot. Bekam ich mit. Aber ich rede von seinem Geist. (Macht ihre Augen klein.) Ach? Sie sind zu schlau um an Geister zu glauben? Aber durchs Universum fliegen, das ist rational...

(Ältere Bewohnerin des fernen Planeten vs. akademisch verhinderter Astronomie-Kennerin, die den Planeten gerade aus Versehen besucht, grob übersetzt aus Lovecraft Country, HarperCollins Verlag, S. 195, by Ruff)

 


#4 Naut

Naut

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Geschrieben 26 November 2017 - 08:12

Ah, der Originalpost ist äußerst aufschlussreich. Danke auch Dir für's Raussuchen!

#5 Frank

Frank

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Geschrieben 26 November 2017 - 08:26

"Corporal Jones knows everyone in the space station mess hall will be angry at him. He takes a deep breath, bracing himself before stepping through the airlock."

Hier wäre ich schon ausgestiegen ... daher hätte ich den Text danach auch nur überflogen. ;) Der hätte eigentlich nur noch auf einer Kommando-Brücke stehen müssen ... ;) Erwartungshaltung: Weltraum-Abenteuer mit Tentakeln. ;) Dass sich dahinter Welt-Literatur verbergen könnte ... wer hätte es ahnen können. ;) ;) ;)


Bearbeitet von Frank, 26 November 2017 - 08:27.

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#6 Naut

Naut

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Geschrieben 26 November 2017 - 11:44

Frank, Du hast völlig recht.

Ändert aber nichts daran, dass der DLF-Artikel die Studie falsch zusammenfasst, denn es geht um Leseerwartungen von Lesern allgemein, nicht um (dumme) SF-Lesern im speziellen, wie Überschrift und Teil 1 suggerieren.

#7 Trace

Trace

    Cyberpunk-o-Naut

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Geschrieben 26 November 2017 - 18:38

Ich fand den ersten Text mit dem Realtwelt-Setting schon langweilig und habe den nur mit viel Anstrengung, bis zu  Ende lesen können. Ist wohl ein Zeichen, dass ich schon zu viel Sci-Fi gelesen habe. :bighlaugh:

 

Die Autoren haben die Fehldeutung in ihrem Blog aber geradezu "gewollt". Erstens, es wird keine Aussage über das Auswahlverfahren und die Beschaffenheit der Leser gemacht. Zweitens, in den Ausführungen im Blog schreiben sie "die Science Fiction Leser", obwohl es wohl eher lauten müsste "die Probanden, die die Science-Fiction Versionen der Texte gelesen haben". So werden aus irgendwelchen Leuten, über deren Lesepräferenz und vorhandene Leseerfahrung nichts bekannt ist, jedenfalls steht nichts dazu im Blog, SF-Leser. Ne, ist klar ... :bigcry:



#8 Naut

Naut

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Geschrieben 26 November 2017 - 21:08

Hmm, na ja. Ich fand das recht eindeutig. Aber hätte man sicher besser machen können, ja.

#9 My.

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Geschrieben 27 November 2017 - 08:28

Mich wundert das nicht. In einem Land, in dem RTL und Sat.1 möglich sind, in einem Land, in dem es gerade Journalisten und Schreiberlinge sind - nicht alle, aber jedenfalls zu viele -, die an den sinkenden Fähigkeiten der Bevölkerung, mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift adäquat umzugehen, die deutsche Sprache wirklich zu pflegen, maßgeblich beteiligt sind, in einem Land, in dem die Presse nicht lügt, aber verarscht, in einem solchen Land erwarte ich nicht mehr viel. Menschen, die zu dumm sind, Texte zu verstehen und diese sinnreich zu präsentieren, müssen auch dumm sein, um Dummheit zelebrieren zu können; eine solche Form, ein solches Ausmaß an Dummheit kann man nicht simulieren - man muss es leben, damit es glaubwürdig dumm ist.

 

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#10 Peter-in-Space

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Geschrieben 27 November 2017 - 08:36

Ich entdecke eine hohe Übereinstimmung zwischen diesem Text - der natürlich nur von den hochgeistigen Deutschen verzapft sein kann und der Ablehnung, die man jugendlichen Genre-/Subkulturmusikhörern (Heavy Metal, aber auch HipHop) nachsagt.

 

Seit ein paar Jahren setzt sich auch in Deutschland durch, dass es unter den Studenten ziemlich viele langhaarige Kuttenträger gibt oder auch Baseballkappenbenutzer. Das war vorher im komplett durchgeistigten Diskurs des Elfenbeinturmes des deutschen Hochschulbetriebes undenkbar - die Professoren wurden zu Konzerten des Philharmonieorchesters eingeladen - aber nur die der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche! - und die Studenten hatten bitte schön kein Leben zu haben.

 

Daraus entstand eine Erwartungshaltung das Metaller/HipHops/Schwarzszeneadepten (frühere Bezeichnung: Goths) es bitte schön nur bis zum Gesellen - wenn überhaupt - bringen könnten. In manchen Feuilletons - so zum Bleistift der des "Spiegel", aber in weiten Teilen auch der des "Stern" - verkennen diese Musikstile immer noch als inhaltsloses Gerumpel für den Pöbel, den es ja zur Aufrechterhaltung der Gesellschaft auch geben muss - Systemimmanenz nennt man so etwas.

 

Und genau dasselbe ist es mit der SF-Literatur. Ich möchte aus den letzten 25 Jahren bitte sehr einen richtigen SF-Roman genannt haben, der es in die Bestsellerliste geschafft hat. Ich lese seit dieser Zeit den Spiegel, mir ist Keiner bekannt.

 

SF ist in einigen Augen halt immer noch Pulp-Literatur, oder man macht wie ein gewisser Kölner Kommunikationsprofi ein großes herzzerreißendes Brimborium um seine zwei Schwarten und tritt alle zwei Tage bei Lanz auf, möglichst im Sommerloch der Saure-Gurken-Zeit, in dem dasselbe aus Ozon über den Polen auch größer wird.


Bearbeitet von Peter-in-Space, 27 November 2017 - 08:41.

„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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#11 lapismont

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Geschrieben 27 November 2017 - 09:57

Ich möchte aus den letzten 25 Jahren bitte sehr einen richtigen SF-Roman genannt haben, der es in die Bestsellerliste geschafft hat. Ich lese seit dieser Zeit den Spiegel, mir ist Keiner bekannt.


Dienstag, 04.10.2005
Belletristik
Platz    Autor                  Titel                  Verlag
3         Frank Schätzing  Der Schwarm    Kiepenheuer & Witsch


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#12 ShockWaveRider

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Geschrieben 27 November 2017 - 10:42

War "Das Erwachen" von Andreas Brandhorst nicht ebenfalls in der Spiegel-Bestsellerliste?

Und diverse SF-Romane von Andreas Eschbach, allen voran "Das Jesus-Video", haben es mW auch in die Charts geschafft.

 

Gruß

Ralf


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möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten -
einen Kerl wie den sollte man lynchen!
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#13 Selma die Sterbliche

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Geschrieben 27 November 2017 - 10:47

@ Peter-in-Space dankt dem Spiegel für das Gespräch  :devil:

 

hm, natürlich bemüht sich jede Zeitung, die Vorurteile ihrer Leser wiederzuspiegeln. Ich finde das nicht einmal verwerflich. Auch sie müssen verkaufen ...


Am liebsten ist es mir egal - das ist doch auch irgendwie Buddhismus

 

 

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#14 Pogopuschel

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Geschrieben 27 November 2017 - 11:11

Aktuell befindet sich QualityLand von Marc Uwe Kling auf Platz 12 der Spiegel-Bestsellerliste. War auch schon weiter oben.



#15 Selma die Sterbliche

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Geschrieben 27 November 2017 - 11:40

... traue keiner Bestsellerliste, die du nicht selbst aufgestellt hast ... na ja, ich bin ein wenig widerborstig und für Ratschläge eh nicht so offen ... 


Am liebsten ist es mir egal - das ist doch auch irgendwie Buddhismus

 

 

jottfuchs.de

 

 


#16 My.

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Geschrieben 27 November 2017 - 12:24

Bestsellerlisten sind keine Ratschläge, sondern Ergebnisse.

 

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#17 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 27 November 2017 - 13:01

... traue keiner Bestsellerliste, die du nicht selbst aufgestellt hast ... na ja, ich bin ein wenig widerborstig und für Ratschläge eh nicht so offen ... 

 

Bei Bestsellerlisten geht es rein um die verkauften Exemplare. Da lässt sich allerdings ähnlich wie bei den TV-Quoten streiten, wie aussagekräftig diese sind, da nur eine kleine Gruppe an Probanden (ca. 1.000 Familien bei den TV-Quoten und bei den Buchhandlungen und Onlinehändler eine sehr eingeschränkte Stichprobengruppe) daran teilnehmen.


Bearbeitet von Pogopuschel, 27 November 2017 - 13:01.


#18 Trace

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Geschrieben 27 November 2017 - 14:01

Hmm, na ja. Ich fand das recht eindeutig. Aber hätte man sicher besser machen können, ja.

 
Meine Kritik bezog mehr auf den ersten Teil des Beitrages. In dem es diese Passage gibt:

...
And here are some of our results:
Addressing the effects of genre first, in comparison to Narrative Realism readers, Science Fiction readers reported lower transportation, experience taking, and empathy. Science Fiction readers also reported exerting greater effort to understand the world of the story, but less effort to understand the minds of the characters. Science Fiction readers scored lower in comprehension, generally and in the subcategories of theory of mind, world, and plot.
...

Quelle: https://thepatronsai...kes-you-stupid/
 

Wenn ich diese Passage schnell lese und zusammenfasse, steht da, "Ergebnisse: SF-Leser hatten geringere Werte beim Verständnis der Texte".

 

Im zweiten Teil nennt der Autor selbst einen Titel/Untertitel, den er besser gefunden hätte (siehe Zitat im Post), dieser Title fasst die Ergebnisse besser zusammen, als das was ich hier als Zitat eingefügt habe. Jedenfalls für mich.



#19 simifilm

simifilm

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Geschrieben 27 November 2017 - 14:46

Ich entdecke eine hohe Übereinstimmung zwischen diesem Text - der natürlich nur von den hochgeistigen Deutschen verzapft sein kann und der Ablehnung, die man jugendlichen Genre-/Subkulturmusikhörern (Heavy Metal, aber auch HipHop) nachsagt.

 

Seit ein paar Jahren setzt sich auch in Deutschland durch, dass es unter den Studenten ziemlich viele langhaarige Kuttenträger gibt oder auch Baseballkappenbenutzer. Das war vorher im komplett durchgeistigten Diskurs des Elfenbeinturmes des deutschen Hochschulbetriebes undenkbar - die Professoren wurden zu Konzerten des Philharmonieorchesters eingeladen - aber nur die der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche! - und die Studenten hatten bitte schön kein Leben zu haben.

 

Daraus entstand eine Erwartungshaltung das Metaller/HipHops/Schwarzszeneadepten (frühere Bezeichnung: Goths) es bitte schön nur bis zum Gesellen - wenn überhaupt - bringen könnten. In manchen Feuilletons - so zum Bleistift der des "Spiegel", aber in weiten Teilen auch der des "Stern" - verkennen diese Musikstile immer noch als inhaltsloses Gerumpel für den Pöbel, den es ja zur Aufrechterhaltung der Gesellschaft auch geben muss - Systemimmanenz nennt man so etwas.

 

Und genau dasselbe ist es mit der SF-Literatur. Ich möchte aus den letzten 25 Jahren bitte sehr einen richtigen SF-Roman genannt haben, der es in die Bestsellerliste geschafft hat. Ich lese seit dieser Zeit den Spiegel, mir ist Keiner bekannt.

 

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Verstehe ich das richtig? Die Bestseller-Liste spiegelt deiner Meinung nach die Einstellung des Feuilletons resp. irgendwelcher Leute im Elfenbeinturm? Da sehe ich einen ziemlich massiven Denkfehler.


Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktional Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#20 Naut

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Geschrieben 27 November 2017 - 15:15

Meine Kritik bezog mehr auf den ersten Teil des Beitrages. In dem es diese Passage gibt:
Quelle: https://thepatronsai...kes-you-stupid/
 
Wenn ich diese Passage schnell lese und zusammenfasse, steht da, "Ergebnisse: SF-Leser hatten geringere Werte beim Verständnis der Texte".
 
Im zweiten Teil nennt der Autor selbst einen Titel/Untertitel, den er besser gefunden hätte (siehe Zitat im Post), dieser Title fasst die Ergebnisse besser zusammen, als das was ich hier als Zitat eingefügt habe. Jedenfalls für mich.

Ja, habe ich verstanden. Und ich stimme Dir da auch zu.

#21 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 27 November 2017 - 15:29

Habt ihr was gemerkt? Ich habe mich noch gar nicht geäußert! Erwischt! ^_^

 

Gut, mein erster Text war falsch ausgedrückt. Aber SF-Literatur - glaube ich, kein von mir zu beweisender Fakt, eher ein fundiertes Gefühl - hängt im deutschen Literaturbetrieb immer noch - und das ist, frei nach Theo Lingen: Schade! Schade! Schade! - der "Geruch" des Pulp, des besseren Groschenromans an. Was allerdings so nicht stimmt. Siehe Eschbach, Brandhorst, ... you number it.

 

Das ist nicht nur in den Feuilletons der Fall, aber diese sind halt auch nur auf ihre Klientel bedacht. das ausgerechnet der Spiegel herhalten mußte, wird nur in dem Zusammenhang erklärbar, da ich ihn seit gefühlten Jahrtausenden lese (damals lebte noch Rudolf Augstein! Jahaa!)

 

Wie gesagt, ist nur ein Gefühl. Deshalb gibt es ja auch die wirklich wichtigen Preise - unter anderem den DSFP (ich Schleimer...), Curt-Siodmak-Preis, Kurd-Laßwitz-Preis und wie diese Auszeichnungen alle heißen mögen.

 

Und allen SF-Autoren, die es jemals auf die Bestsellerlisten irgendeines Feuilletons geschafft haben. Herzlichen Glückwunsch! Ich habe Euch einfach nur nicht in Erinnerung gehabt, kann einem alten Mann mal passieren. Ich bitte in diesem Rahmen um Verzeihung. :respect:


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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#22 simifilm

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Geschrieben 27 November 2017 - 15:35

Und allen SF-Autoren, die es jemals auf die Bestsellerlisten irgendeines Feuilletons geschafft haben. Herzlichen Glückwunsch! Ich habe Euch einfach nur nicht in Erinnerung gehabt, kann einem alten Mann mal passieren. Ich bitte in diesem Rahmen um Verzeihung. :respect:

 

Vielleicht verstehe ich dich ja konsequent falsch, aber um das noch ganz klar zu sagen: Die Bestseller-Liste des Spiegels ist genau das, was ihr Name sagt – eine Zusammenstellung der Titel, die sich am besten verkauft haben. Mit den Präferenzen der Spiegel-Redakteure hat sie gar nichts zu tun. Und wenn ich mir die aktuelle Liste anschaue, mit Dan Brown auf Platz 1 und Juli Zehns neuster Dystopie auf Platz 2, kann ich da ohnehin weder einen Elfenbein-Dünkel noch eine SF-Aversion erkennen.


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#23 Peter-in-Space

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Geschrieben 27 November 2017 - 15:48

Vielleicht verstehe ich dich ja konsequent falsch, aber um das noch ganz klar zu sagen: Die Bestseller-Liste des Spiegels ist genau das, was ihr Name sagt – eine Zusammenstellung der Titel, die sich am besten verkauft haben. Mit den Präferenzen der Spiegel-Redakteure hat sie gar nichts zu tun. Und wenn ich mir die aktuelle Liste anschaue, mit Dan Brown auf Platz 1 und Juli Zehns neuster Dystopie auf Platz 2, kann ich da ohnehin weder einen Elfenbein-Dünkel noch eine SF-Aversion erkennen.

Ja.


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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