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Frauenrollen in der SF


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73 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 25 April 2018 - 16:01

Aktuell wird auf Grund des PAN Branchentreffen die Frauenrolle in der Phantastik diskutiert. Daher die Frage, welche interessanten Frauenrollen gibt es in der SF?

#2 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 25 April 2018 - 16:30

Sehr viele.

 

Spontan fallen mir Leni Clark aus der Rifters-Trilogie von Peter Watts ein und die Biologin aus der Southern-Reach-Trilogie von Jeff VanderMeer.


After the discovery of "antimatter" and "dark matter", we have just confirmed the existence of "doesn't matter", which does not have any influence on the Universe whatsoever.


#3 Valerie J. Long

Valerie J. Long

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Geschrieben 25 April 2018 - 16:30

Da hätte ich spontan:

Kris Longknife (M.Shepherd)

Honor Harrington (D.Weber)

Ky Vatta (E.Moon)

Sirantha Jax (A.Aguirre)

Cally O'Neal (J.Ringo)

Friday (R.A.Heinlein)

und mein Favorit:

Alicia DeVries (D.Weber)

 

Zoe Lionheart, Johanna Meier (V.J.Long)

 

Oder meinst du abstrakte Rollen?


Bearbeitet von Valerie J. Long, 25 April 2018 - 16:31.

  • • (Film) als nächstes geplant: Ant-Man and the Wasp

#4 Mammut

Mammut

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Geschrieben 25 April 2018 - 16:38

Sowohl als ob. Friday kenne ich, immerhin.

#5 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 25 April 2018 - 16:39

Was sind abstrakte Rollen?


After the discovery of "antimatter" and "dark matter", we have just confirmed the existence of "doesn't matter", which does not have any influence on the Universe whatsoever.


#6 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 25 April 2018 - 16:45

Meina Gladstone - Hyperion

Makepeace Hatfield - Weit im Norden

Swan Er Hong - 2312

Jane Charlotte - Bad Monkeys

Morwenna - In einer anderen Welt

Suzanna Parrish - Gewebte Welt

Jax - Die Stadt nicht lange danach


Bearbeitet von Susanne11, 25 April 2018 - 16:46.

After the discovery of "antimatter" and "dark matter", we have just confirmed the existence of "doesn't matter", which does not have any influence on the Universe whatsoever.


#7 Mammut

Mammut

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Geschrieben 25 April 2018 - 16:46

Was sind abstrakte Rollen?


Gutaussehende Blondine, die schreit und vom Held gerettet wird.

#8 Valerie J. Long

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Geschrieben 25 April 2018 - 18:13

Was sind abstrakte Rollen?

 

 

Gutaussehende Blondine, die schreit und vom Held gerettet wird.

...nicht gerade eine der "interessanten" Frauenrollen

 

Die herausragend begabte Soldatin (Kris Longknife, Honor Harrington, Ky Vatta, Alicia DeVries, Cally O'Neal, Natasha Romanov)

Die Hure mit dem goldenen Herz (kein Beispiel)

Die Detektivin mit dem guten Riecher

Die Arme/Unterprivilegierte, die trotzdem ihren Weg macht (Friday?)

Die geschickte Bastlerin/Wissenschaftlerin (Jane Foster)

Die Unterstützerin/der pfiffige Sidekick [=wichtige Nebenrolle] (z.B. Maria Hill, Pepper Potts, Sif, Darcy Lewis)

Die Mutantin/außergewöhnlich Begabte (Sirantha Jax, Lucy, Scarlett Witch, Wonder Woman)

Die Ausgenutzte/Unterdrückte

Die ewige Zweite

Die Opfergängerin

Comic Relief

Die Antagonistin (Hela)

 

Sorry, bei den Rollen fallen mir vor allem Comic-Beispiele ein, aber zur Erläuterung der Rolle sollte das gelten.


  • • (Film) als nächstes geplant: Ant-Man and the Wasp

#9 quanat

quanat

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Geschrieben 25 April 2018 - 18:19

Dann wollen wir mal ...

 

 



#10 Peter-in-Space

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Geschrieben 25 April 2018 - 18:38

Ach ja, da gibt's viel:

 

Breq Mianaai (Radch-Trilogie)

Deviana Morris (Paradox-Saga :lol2:  weil: :offtopic: )

Teela Brown (Ringwelt-Zyklus)


Jeglicher hier hinterlassener Post stellt ausschließlich meine Meinung dar.

Ich verlange von Keinem, das er diese Meinung teilt.

Im Umkehrschluß sind alle herzlich eingeladen, diese Meinungen mit mir zu diskutieren.

 

Peter-in-Space

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#11 Jacqueline

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Geschrieben 25 April 2018 - 19:55

Sarah Connor (Terminator)

 

Ellen Ripley (Alien)

 

Katniss Everdeen (Die Tribute von Panem)

 

Leeloo Minai Lekatariba-Lamina-Tchai Ekbat De Sebat (Das fünfte Element)

 

Ava (Ex Machina)

 

Æon Flux (Æon Flux)

 

Julian (Children of Men)


Mit Worten Welten erschaffen *** Willkommen auf meiner Homepage
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#12 Dyrnberg

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Geschrieben 25 April 2018 - 20:08

Die weibliche Figur in Contact von Sagan.

#13 Valerie J. Long

Valerie J. Long

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Geschrieben 26 April 2018 - 08:54

Endzeitheldinnen:

Alice (Milla Jovovich) in Resident Evil

Imperator Furiosa (Theron) in Fury Road

Major (Johansson) in Ghost in a Shell

Mako Mori (Rinko Kikuchi) in Pacific Rim

 

Wo ich gerade beim Film bin:

Dr. Ryan Stone (Bullock) in Gravity

Jyn Erso (F.Jones) in Rogue One

Die weiblichen Guardians of the Galaxy und X-Men zähle ich jetzt nicht einzeln auf.


  • • (Film) als nächstes geplant: Ant-Man and the Wasp

#14 Mammut

Mammut

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Geschrieben 26 April 2018 - 15:19

Man könnte auch Ariane Emory aus dem Roman Cyteen der Autorin C.J. Cherryh nennen (gewann den Hugo Award), der genau vor dreißig Jahren erschien

https://de.wikipedia.org/wiki/Cyteen

 

Auf jeden Fall Shira aus ER, Sie und ES von Marge Piercy

https://de.wikipedia.../Er,_Sie_und_Es


Bearbeitet von Mammut, 26 April 2018 - 20:23.


#15 C. J. Knittel

C. J. Knittel

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Geschrieben 27 April 2018 - 17:13

Prinzessin Leia nicht zu vergessen.

 

Interessant zu sehen, wie sich die Frauenrollen geändert haben. Vor einhundert Jahren trugen sie noch Haushaltskleider bei Expeditionen und folgten Männern mit Zylinder. Heute machen sie selbst die Galaxie unsicher.


Bi-lal kaifa
(Mehr muss nicht gesagt werden)


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#16 Ming der Grausame

Ming der Grausame

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Geschrieben 27 April 2018 - 17:15

Endzeitheldinnen


Dabei muss ich immer an Tank Girl denken. Nein, nicht Rebecca, die von Lori Petty dargestellt wird, sondern die Comic-Version.  :happy:
„Weisen Sie Mittelmäßigkeit wie eine Seuche zurück, verbannen Sie sie aus ihrem Leben.“

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#17 Jorge

Jorge

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Geschrieben 27 April 2018 - 17:50

Daher die Frage, welche interessanten Frauenrollen gibt es in der SF?


Ellen Ripley (Alien)

 

Gerry Carlyle machte Ripley`s Job schon anno 1937 bis 1947.



#18 Theophagos

Theophagos

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Geschrieben 28 April 2018 - 00:15

Ich bin mir nicht sicher, was ein Aufzählen von weiblichen SF-Figuren bringt.

Hier mal die Frauen (die eindeutig als Frauen zu erkennen sind) der Star Wars-Filme, die Text haben:

 

Phantom Menace:

Padme Amidala - eine tatkräftige Königin inkognito mit Blaster in der Hand

Shmi Skywalker - eine opferbereite Mutter, technisch begabt

Sabe - eine Dienerin, die ihren Kopf hinhält

Maoi Madakor - eine Raumschiffkommandantin, die die Gefahr zu spät erkennt

 

Attack of the Clones:

Padme Amidala - eine verliebte Politikerin

Shmi Skywalker-Lars - eine sterbende Mutter

Zam Wesell - eine Auftragsmöderderin

Beru Lars - eine Farmerin, die irgendwie nett scheint

Jokasta Nu - eine Bibliothekarin, die irgendwie ziemlich blass ist

 

Revenge of the Sith:

Padme Amidala - eine Schwangere, stets besorgt

 

Rogue One:

Jyn Erso - eine widerspenstige Rebellin mit Herz & schnellem Blaster

Mon Mothma - eine machtlose Führerin

Senator Pamlo - eine verängstige Wortführerin

Leia Organa - eine Ikone

 

A New Hope:

Leia Organa - eine Prinzessin, die weiß, wo es lang geht

Beru Lars - eine Pflegemutter, die es gut meint

 

The Empire Strikes Back:

Leia Organa - eine Prinzessin auf der Flucht hat auch nicht mehr (oder weniger) Spielraum, als ein Schurke

 

Return of the Jedi:

Leia Organa - eine Prinzessin kann Blastern und auf sich selbst aufpassen (aber nicht auf Schurken & Anverwandte)

Mon Mothma - eine Führerin hat motivierende Worte

Oola - eine Tänzerin führt Beschwerde & wird gefressen

 

The Force Awakens:

Rey - eine mystische Mary-Sue

Maz Katana - eine weise Schlupfloch-Mutter (man, das klingt irgendwie falsch ...)

Captain Phasma - eine fiese Apparatschik

Dr. Kalonia - eine Ärztin & Wookieversteherin

Lt. Connix - eine Stichwortgeberin

Tabala Zo - noch eine Stichwortgeberin

 

The Last Jedi:

Rey - immer noch mystisch & mächtig, jetzt aber auch mächtig planlos

Rose Tico - eine Technikerin mit mehr Herz als Verstand

Leia Organa - meistens komatös, wenn ansprechbar weiß sie aber immer noch, wo's lang geht

Admiral Holdo - hat einen Plan, versetzt aber lieber alle in Aufregung. als diesen mitzuteilen; opferbereit

Lt. Connix - meint es gut, aber ...

Cpt. Phasma - kaum ist die Apparatschik da, ist sie wieder weg

Paige Tico - eine Bomberpilotin; treu & tapfer bis zuletzt

Maz Katana - hat einen nutzlosen Tipp parat und sonst keine Zeit

 

Bestimmt habe ich die eine oder andere Figur vergessen, aber man sieht auch so, dass es alleine in den Star Wars-Filmen verflixt viele Frauenfiguren in sehr unterschiedlichen Rollen gibt, ja einige sogar von Film zu Film (bes. Padme & Lt. Connix) ihre Rolle verändern.

 

Ein paar Dinge fallen auf:

1. Frauen sind eher gut (nur Zam Wesell & Cpt. Phasma sind eindeutig böse)

2. Frauen sind oftmals 'Königinnen' (also Anführerinnen): Padme, Leia, Mon Mothma, Holdo, z. T. Phasma, aber auch machtlose Sklavinnen/Arbeiterinnen (Shmi, Beru, Oola, Sabe); 'Drachentöterinnen' gibt es auch (Rey, Jyn Erso, z. T. Phasma), 'Doktor Allwissend' kaum (Maz), ebenso den 'Dummling' (Rose Tico - Frauen & Technik: Rose zeichnet sich mehr durch Bauchenstscheidungen, als durch technischen Verstand aus). Die übrigen Figuren sind eigenlich nur Verstärker (Connix, Pamlo), die einer Seite mehr Gewicht verleihen, oder Stichwortgeber & Redshirts.

Die Rollentypen sind der Märchenforschung entlehnt.

3. Heute ist mehr Lametta, also Figuren, die etwas sagen, aber keinen echten Charakter haben (Verstärker, Stichwortgeber & Redshirts).

 

So, und der (oder die) Nächste nimmt sich alle Star Trek-Serien vor.


"Cool Fusion? What is 'Cool Fusion'?" - "As Cold Fusion is beyond our grasp, we should reach for something ... less ... cold. Cool Fusion."
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#19 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 28 April 2018 - 09:08

Ich bin mir nicht sicher, was ein Aufzählen von weiblichen SF-Figuren bringt.

Hier mal die Frauen (die eindeutig als Frauen zu erkennen sind) der Star Wars-Filme, die Text haben:

 

Ein paar Dinge fallen auf:

1. Frauen sind eher gut (nur Zam Wesell & Cpt. Phasma sind eindeutig böse)

2. Frauen sind oftmals 'Königinnen' (also Anführerinnen): Padme, Leia, Mon Mothma, Holdo, z. T. Phasma, aber auch machtlose Sklavinnen/Arbeiterinnen (Shmi, Beru, Oola, Sabe); 'Drachentöterinnen' gibt es auch (Rey, Jyn Erso, z. T. Phasma), 'Doktor Allwissend' kaum (Maz), ebenso den 'Dummling' (Rose Tico - Frauen & Technik: Rose zeichnet sich mehr durch Bauchenstscheidungen, als durch technischen Verstand aus). Die übrigen Figuren sind eigenlich nur Verstärker (Connix, Pamlo), die einer Seite mehr Gewicht verleihen, oder Stichwortgeber & Redshirts.

Die Rollentypen sind der Märchenforschung entlehnt.

3. Heute ist mehr Lametta, also Figuren, die etwas sagen, aber keinen echten Charakter haben (Verstärker, Stichwortgeber & Redshirts).

 

Ich habe den Eingangsthread von Mammut nicht dahingehend augefasst möglichst viele Frauen aus Filmen (und Literatur) aufzuzählen. Da gibt es sehr viele. Sondern besonders interessante Frauengestalten herauszustellen. Besonders interessant finde ich solche, die sich Klischees und dualistischen Kategorien entziehen. Da kommt Literatur IMO eher in Frage, weil es da möglich ist komplexere Charaktere anzulegen. In den Filmen, die ich gesehen habe (das sind nur sehr sehr wenig), geht es meistens um Stereotypen. Oder freundlicher ausgedrückt um Archetypen.


Bearbeitet von Susanne11, 28 April 2018 - 09:10.

After the discovery of "antimatter" and "dark matter", we have just confirmed the existence of "doesn't matter", which does not have any influence on the Universe whatsoever.


#20 Ender

Ender

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Geschrieben 28 April 2018 - 09:17

Ich habe den Eingangsthread von Mammut nicht dahingehend augefasst möglichst viele Frauen aus Filmen (und Literatur) aufzuzählen. Da gibt es sehr viele. Sondern besonders interessante Frauengestalten herauszustellen. Besonders interessant finde ich solche, die sich Klischees und dualistischen Kategorien entziehen. Da kommt Literatur IMO eher in Frage, weil es da möglich ist komplexere Charaktere anzulegen. In den Filmen, die ich gesehen habe (das sind nur sehr sehr wenig), geht es meistens um Stereotypen. Oder freundlicher ausgedrückt um Archetypen.

Ganz genau.
Wenn man sich z.B. Ripley aus "Alien" ansieht, dann ist das vor allem eine Frau, die einfach nur wie ein typischer (Macho-)Mann auftritt.
Zur damaligen Zeit war das mit Sicherheit eine interessante Frauenfigur, weil so etwas ziemlich neu war. Aus heutiger Sicht wirkt es allerdings eher albern - und ist gerade ein Paradebeispiel dafür, wie "starke Frauen" eben NICHT dargestellt werden sollen: nämlich als Kopie einer männlichen Figur.

#21 Theophagos

Theophagos

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Geschrieben 28 April 2018 - 10:42

 

Da kommt Literatur IMO eher in Frage, weil es da möglich ist komplexere Charaktere anzulegen. In den Filmen, die ich gesehen habe (das sind nur sehr sehr wenig), geht es meistens um Stereotypen. Oder freundlicher ausgedrückt um Archetypen.

 

Komplexe Figuren haben eben kein Rollenverhalten. Oder nur ein eingeschränktes.

Z. B.: Im antiken Athen war die Rolle der Frau, sich um den Haushalt zu kümmern und ordentliche Jungen zu gebären. Sie hatte das Haus jenseits von Beerdigungen & religiösen Festen nicht zu verlassen und keinen Umgang mit fremden Männern (= Männer, die nicht zum eigenen Haushalt gehören). DIE Frau war eine Ehefrau. Für die gehobene Unterhaltung war die Hetaire zuständig, für den Sex die Prostituierte. Das waren die drei Rollen, die eine Frau annehmen konnte. Im Alltagsleben sah das nätürlich ganz anders aus. Die meisten Ehefrauen gehörten zu den Theten (vereinfacht: Proletariern), hatten auf dem Markt zu arbeiten und schon deshalb Umgang mit fremden Männern. Die adligen Ehefrauen hatten Repräsentationspflichten und deshalb Umgang mit fremden Männern. Aspasia war eine hochgebildete Frau, die in einer 'wilden Ehe' mit dem damaligen Führer Athens, Perikles, lebte. Höchst wahrscheinlich gehörte sie zu seinem 'Beraterstab'. Weil ihr tatsächliches Verhalten so sperrig für die damalige Gedankenwelt war, wurde sie dann als Hetaire bezeichnet.

 

Rollen sind immer idealisiert und zugespitzt. Die Rolle ist quasi eine Zielvorgabe, die in der Realität sich nur selten komplett umgesetzt findet. In der Kunst ist das natürlich leicht möglich, wenn auch zumeist eher uninteressant. Die Untersuchung der möglichen Rollen ist dagengen wieder hochspannend - finde ich zumindest.


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#22 Susanne11

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Geschrieben 28 April 2018 - 17:34

Komplexe Figuren haben eben kein Rollenverhalten. Oder nur ein eingeschränktes.

Z. B.: Im antiken Athen war die Rolle der Frau, sich um den Haushalt zu kümmern und ordentliche Jungen zu gebären. Sie hatte das Haus jenseits von Beerdigungen & religiösen Festen nicht zu verlassen und keinen Umgang mit fremden Männern (= Männer, die nicht zum eigenen Haushalt gehören). DIE Frau war eine Ehefrau. Für die gehobene Unterhaltung war die Hetaire zuständig, für den Sex die Prostituierte. Das waren die drei Rollen, die eine Frau annehmen konnte. Im Alltagsleben sah das nätürlich ganz anders aus. Die meisten Ehefrauen gehörten zu den Theten (vereinfacht: Proletariern), hatten auf dem Markt zu arbeiten und schon deshalb Umgang mit fremden Männern. Die adligen Ehefrauen hatten Repräsentationspflichten und deshalb Umgang mit fremden Männern. Aspasia war eine hochgebildete Frau, die in einer 'wilden Ehe' mit dem damaligen Führer Athens, Perikles, lebte. Höchst wahrscheinlich gehörte sie zu seinem 'Beraterstab'. Weil ihr tatsächliches Verhalten so sperrig für die damalige Gedankenwelt war, wurde sie dann als Hetaire bezeichnet.

 

Rollen sind immer idealisiert und zugespitzt. Die Rolle ist quasi eine Zielvorgabe, die in der Realität sich nur selten komplett umgesetzt findet. In der Kunst ist das natürlich leicht möglich, wenn auch zumeist eher uninteressant. Die Untersuchung der möglichen Rollen ist dagengen wieder hochspannend - finde ich zumindest.

 

Dann habe ich die Frage von Mammut missverstanden und könnte meine Beiträge eigentlich wieder löschen. :biggrin2:  :)


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#23 Ming der Grausame

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Geschrieben 28 April 2018 - 17:54

Darüber existiert übrigens eine exzellente Diplomarbeit im Fach Medienwissenschaft. Der Autor unterscheidet darin 3 Frauenrollen im Science-Fiction-Film: die Weiblichkeit als homologe Maskierung also das Weibchen als schmückendes Beiwerk, die überhöhte Fetischträgerin, wo ich definitiv Tank Girl verorten würde, und zuletzt die Negation des Weiblichen, worunter wohl Ripley fallen würde.  :closedeyes:
„Weisen Sie Mittelmäßigkeit wie eine Seuche zurück, verbannen Sie sie aus ihrem Leben.“

Buck Rogers

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#24 Valerie J. Long

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Geschrieben 29 April 2018 - 10:43

Darüber existiert übrigens eine exzellente Diplomarbeit im Fach Medienwissenschaft. Der Autor unterscheidet darin 3 Frauenrollen im Science-Fiction-Film: die Weiblichkeit als homologe Maskierung also das Weibchen als schmückendes Beiwerk, die überhöhte Fetischträgerin, wo ich definitiv Tank Girl verorten würde, und zuletzt die Negation des Weiblichen, worunter wohl Ripley fallen würde.  :closedeyes:

 

In dieser Aufzählung ist wohl kein Platz für eine "normale" und zugleich interessante weibliche Rolle - da wären wir weiter auf der Suche. Andererseits: Wenn wir das (arche-) typisch Weibliche wegnehmen, was bleibt dann noch als Unterschied zu einer geschlechtsneutralen Rolle, die wahlweise und unterschiedslos von Mann oder Frau wahrgenommen werden könnte. Anders gefragt: Welche Aspekte der "Weiblichkeit" könnte eine Protagonistin sonst noch haben?

 

(@Ming: Ja, Tank Girl passt.)


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#25 Ming der Grausame

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Geschrieben 29 April 2018 - 10:55

Was das Weibliche überhaupt sein soll, ist höchst umstritten. Es ist zumindest definitiv ein gesellschaftliches Konstrukt. Hier kann man einen recht amüsanten Selbsterfahrungsbericht einer Betroffenen lesen, die zufälligerweise noch Public Relations- und Kommunikationsberaterin ist...  :happy:
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#26 Mammut

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Geschrieben 29 April 2018 - 20:41

Dann habe ich die Frage von Mammut missverstanden und könnte meine Beiträge eigentlich wieder löschen. :biggrin2:  :)

 

Es hat sich ja eigentlich nicht um eine Fangfrage gehandelt, nur um den Anstoß einer Diskussion oder Plauderei. Welche interessanten Frauenrollen oder - bilder, aber auch welche fiktiven Frauen gibt es in der SF.

Naturgemäß fallen einem im ersten Moment vor allem die bekannten ein oder diejenigen, die einem aus den verschiedenen Gründen im Gedächtnis haften geblieben sind. 

Ich bin aber der Meinung, man kann hier gerne auch komplexe Romanfiguren nennen, die einen aus welchen Gründen auch immer beeindruckt haben oder die man einfach interessant findet.


Ganz genau.
Wenn man sich z.B. Ripley aus "Alien" ansieht, dann ist das vor allem eine Frau, die einfach nur wie ein typischer (Macho-)Mann auftritt.
Zur damaligen Zeit war das mit Sicherheit eine interessante Frauenfigur, weil so etwas ziemlich neu war. Aus heutiger Sicht wirkt es allerdings eher albern - und ist gerade ein Paradebeispiel dafür, wie "starke Frauen" eben NICHT dargestellt werden sollen: nämlich als Kopie einer männlichen Figur.

 

Wie würdest du denn die Rolle der "starken Frau" definieren?



#27 Ender

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Geschrieben 29 April 2018 - 20:53

Wie würdest du denn die Rolle der "starken Frau" definieren?

Na ja, da gibt es viele (mMn naheliegende) Möglichkeiten: zum Beispiel charakterstark, willensstark, moralisch integer usw.   (Natürlich ließe sich so auch ein "starker Mann" definieren.)

Aber unter "starker Frau" verstehe ich sicher nicht: tritt auf wie Rambos/Terminators Zwillingsschwester.


Bearbeitet von Ender, 29 April 2018 - 20:54.


#28 Mammut

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Geschrieben 29 April 2018 - 21:10

Na ja, da gibt es viele (mMn naheliegende) Möglichkeiten: zum Beispiel charakterstark, willensstark, moralisch integer usw.   (Natürlich ließe sich so auch ein "starker Mann" definieren.)

Aber unter "starker Frau" verstehe ich sicher nicht: tritt auf wie Rambos/Terminators Zwillingsschwester.

 

Ich dachte jetzt an ein Beispiel. So was wie Shira aus ER, Sie und ES von Marge Piercy?

https://de.wikipedia.../Er,_Sie_und_Es



#29 Ender

Ender

    Illuminaut

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Geschrieben 29 April 2018 - 21:20

Das vermag ich anhand des Wiki-Artikels nicht zu beurteilen.

 

Dann sage ich mal spontan:

Desfred aus Margaret Atwoods "Der Report der Magd"

oder

Sara aus Carolyn Ives Gilmans "Dunkle Materie"

 

Ätsch, das hast du jetzt davon. Nun musst du es lesen! :P

Meiner Meinung nach lohnt sich das auch unbedingt. Ob es dir gefällt ... darauf würde ich allerdings nicht wetten. Aber was weiß ich schon?



#30 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 29 April 2018 - 21:46

Auch die Partnerin Sheveks, Takver in "Planet der Habenichtse" von Ursula K. LeGuin ist im Grunde genommen eine ganz stark gezeichnete Frau.


Bearbeitet von Peter-in-Space, 29 April 2018 - 21:50.

Jeglicher hier hinterlassener Post stellt ausschließlich meine Meinung dar.

Ich verlange von Keinem, das er diese Meinung teilt.

Im Umkehrschluß sind alle herzlich eingeladen, diese Meinungen mit mir zu diskutieren.

 

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