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Bilder einer besseren Welt. Die Utopie im nichtfiktionalen Film


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3 Antworten in diesem Thema

#1 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 03 December 2018 - 10:40

Regelmässige Boardleser haben vielleicht mitgekriegt, dass ich die vergangenen vier Jahre an einem grossen Projekt gearbeitet haben. Nun ist es – fast – soweit: Meine Studie zur Utopie im Dokumentar- und Propagandafilm ist fertig und wird nächstes Frühjahr erscheinen.

 

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Simon Spiegel: Bilder einer besseren Welt. Die Utopie im nichtfiktionalen Film

Schüren Verlag GmbH: Marburg 2019.

ISBN-13: 978-3741003400
456 Seiten, Taschenbuch, €48.00.
 
––––
 
Seit Thomas Morus’ Utopia sind in den vergangenen 500 Jahren zahlreiche literarische Werke erschienen, die eine bessere Welt entwerfen. Im Film scheint die positive Utopie dagegen inexis­tent. Die bisherige Forschung konzentrierte sich fast ausschließlich auf dystopische Spielfilme, da positive Szenarien den Anforderungen des Mediums angeblich zuwiderlaufen.
 
Bilder einer besseren Welt wählt einen anderen Ansatz und nimmt, ausgehend von der Erkenntnis, dass auch literarische Utopien primär als Reaktionen auf eine missliche Gegenwart und nicht als unter­ haltende Erzählungen gedacht sind, mit dem Dokumentar-und Propagandafilm einen bisher kaum erforschten Bereich in den Fokus.
 
Die Studie baut auf aktuellen Erkenntnissen der Utopie­ und Dokumentar­filmforschung auf und behandelt ein historisch und thematisch weit gefasstes Filmkorpus. Zu den unter­suchten Werken gehören zionistische Propaganda­filme, filmische Stadtutopien, sozialistische Zukunfts­filme sowie Web­-Videos der Terrororganisation Islamischer Staat.

 

Parallel zur Print-Ausgabe wird eine kostenlose OpenAccess-Version erscheinen.

 

 

Und jetzt die Preisfrage: Gehört ein Buch über Dokumentar- und Propagandafilme überhaupt ins SNF?


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Alles Wissenswerte zum SF-Film gibt es in diesem Buch, alles zur literarischen Phantastik gibt es in diesem Buch.

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#2 Ming der Grausame

Ming der Grausame

    Evil Ruler of Mongo

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Geschrieben 04 December 2018 - 18:36


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#3 Peter-in-Space

Peter-in-Space

    Biblionaut

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Geschrieben 06 December 2018 - 22:26

@simifilm:

 

nun ja, es ist auf alle Fälle ein Produkt menschlicher Fantasie. Und da, finde ich, ist es erst einmal völlig gleich, ob dieser ein politischer Hintergrund zugrunde liegt oder eben nicht.

 

Ich weiß noch von einem Feature über Oscar Niemeyer, der die "Stadt der Zukunft" vom Reißbrett in den brasilianischen Dschungel gestanzt hat. Niemeyer - obwohl zeitlebens strenger Kommunist - hat eine Vision einer Metropole entworfen die eben nicht nur den revolutionären Traum bedient, sondern neben der politischen auch eine stilistische Freiheit bedient. Ohne allzu artifiziell zu sein. Mir fällt nur der Titel und der Autor nicht mehr ein, aber es kam damals in den dritten Programmen.


Bearbeitet von Peter-in-Space, 06 December 2018 - 22:36.

Zitat Seti:

 

Darüber hinaus bin ich dann verwundert, dass ein Roman scheinbar automatisch in den Himmel gelobt wird, weil er von einem tadschikischen Feigenbauern handelt, der zwischen seiner Liebe zum Nudismus und der Ablehnung seines Heimatdorfes innerlich zerrissen ist, bis ihm ein russisch-orthodoxer Wanderprediger aus Nowosibirsk rät, dass er sich mit den Früchten seiner Arbeit bedecken soll, um so die Entfremdung zu seiner zahnlosen Frau zu überwinden. Solch ein Roman wird dann im Feuilleton als "ein Plädoyer an die menschliche Wärme des postsowjetischen Patriarchats in der verschlossenen Agrargesellschaft des Pamir-Gebirges" gepriesen, mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet und bekommt eine Sonderausgabe in den einschlägigen Literatursendungen.

 

... sprach's und ich musste ihm Recht geben.

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#4 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 06 December 2018 - 22:36

nun ja, es ist auf alle Fälle ein Produkt menschlicher Fantasie. Und da, finde ich, ist es erst einmal völlig gleich, ob dieser ein politischer Hintergrund zugrunde liegt oder eben nicht.


Bin jetzt nicht ganz sicher, auf was sich das bezieht bzw. warum Produkt menschlicher Phantasie und politischer Hintergrund einen Gegensatz bilden sollen.
 

Ich weiß noch von einem Feature über Oscar Niemeyer, der die "Stadt der Zukunft" vom Reißbrett in den brasilianischen Dschungel gestanzt hat. Niemeyer - obwohl zeitlebens strenger Kommunist - hat eine Vision einer Metropole entworfen die eben nicht nur den kommunistischen Traum bedient, sondern neben der politischen auch eine stilistische Freiheit bedient. Ohne allzu artifiziell zu sein. Mir fällt nur der Titel und der Autor nicht mehr ein, aber es kam damals in den dritten Programmen.

 

Da dürfte es mehrere Filme geben. Spontan fällt mir Brasilia – eine Utopie der Moderne von Christoph Schaub ein.


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