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Neal Stephenson/Nicole Galland - Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Lesezirkel Neuerscheinung Neal Stephenson Nicole Galland D.O.D.O. Januar 2019

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50 Antworten in diesem Thema

Umfrage: Neal Stephenson/Nicole Galland - Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. (5 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Das Buch insgesamt fand ich:

  1. fantastisch (2 Stimmen [40.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 40.00%

  2. gut (3 Stimmen [60.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 60.00%

  3. durchschnittlich (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  4. mäßig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  5. mies (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

Stil und Sprache fand ich:

  1. fantastisch (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  2. gut (4 Stimmen [80.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 80.00%

  3. durchschnittlich (1 Stimmen [20.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 20.00%

  4. mäßig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  5. mies (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

Story und Plot fand ich:

  1. fantastisch (2 Stimmen [40.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 40.00%

  2. gut (2 Stimmen [40.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 40.00%

  3. durchschnittlich (1 Stimmen [20.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 20.00%

  4. mäßig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  5. mies (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

Figuren und Charakterisierung fand ich:

  1. fantastisch (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  2. gut (2 Stimmen [40.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 40.00%

  3. durchschnittlich (2 Stimmen [40.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 40.00%

  4. mäßig (1 Stimmen [20.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 20.00%

  5. mies (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

Setting und Hintergrund fand ich:

  1. fantastisch (1 Stimmen [20.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 20.00%

  2. gut (4 Stimmen [80.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 80.00%

  3. durchschnittlich (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  4. mäßig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  5. mies (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

Grundidee und Thema fand ich:

  1. fantastisch (1 Stimmen [20.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 20.00%

  2. gut (4 Stimmen [80.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 80.00%

  3. durchschnittlich (0 Stimmen [0.00%])

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  4. mäßig (0 Stimmen [0.00%])

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  5. mies (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

Das Buch ist meiner Meinung nach (Mehrfachauswahl möglich):

  1. actiongeladen (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  2. anspruchsvoll (1 Stimmen [10.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 10.00%

  3. berührend (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  4. brutal (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  5. düster (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  6. erotisch (1 Stimmen [10.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 10.00%

  7. gruselig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  8. langweilig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  9. lustig (4 Stimmen [40.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 40.00%

  10. romantisch (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  11. ruhig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  12. seicht (1 Stimmen [10.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 10.00%

  13. spannend (2 Stimmen [20.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 20.00%

  14. traurig (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  15. vulgär (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  16. Nichts von alledem (1 Stimmen [10.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 10.00%

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#31 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 12 January 2019 - 18:15

Ok, da geb ich dir recht. Man kann man mein Posting durchaus so verstehen, sorry dafür, daher präzisiere ich: Es war anders gemeint. Es gibt zuhauf sperrig zu lesende Bücher, die mich einfach nur nerven, weil sich der Eindruck einstellt, hier will der Autor zeigen, wie gut er schreiben kann, und darunter leidet das, was ich mir als Leser wünsche, nämlich ein gutes Erzählen.

 

Allerdings tauche ich in DODO nicht so recht ein. Das meinte ich mit "zu süffig". Ich versuche später mal darzulegen, woran das liegt.

 

Da bin ich voll bei Dir. Bei DODO hinke ich ja wohl noch hinterher habe aber seit gestern abend schon mal die ersten 100 Seiten hinter mir. Tatsächlich hatte ich nach den Leseerfahrungen meiner bisherigen Stephensons nicht unbedingt einen solchen Pageturner erwartet.  Diese 100 Seiten vergingen wie im Fluge und ich bin bisher noch sehr angetan von der Lektüre.



#32 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 13 January 2019 - 09:45

Ich bin nun beim fünften Teil angekommen. Mir gefällt das Buch. Ich lese es gerne. Das Setting fasziniert mich auch noch nach 700 Seiten. Dazu liest es sich leicht.

Und doch tu ich mich schwer damit, zu sagen, dass es ein "sehr gutes Buch" ist. Warum? Schwer zu fassen. Ich versuche mal, die Party zu crashen und festzuhalten, was mir nicht so zu sagt.

(a) Zum einen wirken viele der Protokolle auf mich unauthentisch. Viele Stellen klingen, als wären sie geschrieben, damit sie mich als Leser amüsieren. Niemand würde Protokolle wirklich so verfassen. So mein (!) Eindruck. Gerade diese harmlose Heiterkeit ist es vielleicht, die ich weiter oben als "zu süffig" beschrieb. Im Unterschied zu "Anathem" erscheint mir DODO fast ein Young-Adult-Buch zu sein. (Bitte sich nicht auf den Schlips getreten zu fühlen, Young-Adult kann unterhaltsam sein.)

 

(b) Zum anderen hab ich nach 700 Seiten noch immer nicht das Gefühl, die Personen wirklich zu kennen. Viele - wie vor allem Blevins - sind sehr schablonenhaft, oder? Bei der Figurenzeichnung ist mir vieles zu sehr schwarz oder weiß.

(c ) Und schließlich: Die indirekte Art der Erzählung - über Protokolle, die zusammenfassen, was geschehen ist - hilft mir nicht gerade dabei, dass ich in die Geschichte hineingezogen werden würde. Nach 700 Seiten hab ich damit gar nicht so sehr das Gefühl, einen Roman über Zeitreisen gelesen zu haben, eher einen Roman über eine Organisation.

 

Drei Seiten "Replay" oder drei Seiten "Der Anschlag" geben mir eher den Eindruck, wie es wäre, in der Zeit zu reisen, als 700 Seiten DODO. Weil ich bei "Replay" oder "Der Anschlag" eben mit der Figur selbst in der Zeit zurückreise und sich die Geschichte dann dort die Zeit nimmt, mir zu erzählen, wie es ist, dort zu sein.

 

Soweit mein Versuch, zu beschreiben, was mir missfällt. Nicht missverstehen: Ich lese DODO wie oben gesagt sehr gerne. Vielleicht liegt meine Kritik auch einfach nur daran, dass ich vorher gerade einen Literaturnobelpreisträger gelesen habe.

 

However, ich freue mich auf den fünften Teil des Buchs. Und mag den Übermut. (Zum Beispiel "Die Ballade vom Walmart")


Bearbeitet von Dyrnberg, 13 January 2019 - 09:45.


#33 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben 13 January 2019 - 12:02

Nach 700 Seiten hab ich damit gar nicht so sehr das Gefühl, einen Roman über Zeitreisen gelesen zu haben, eher einen Roman über eine Organisation.

 

 

Nun, ich denke, genau das ist das Ziel der Autoren: zu zeigen, dass selbst eine so abgefahrene Sache wie Zeitreisen, die auf Hexerei beruhen, durch Bürokratie und organisatorische Mikropolitik überformt werden, wenn sich denn eine (Regierungs-)Organisation ihrer annimmt.

 

Das machen sie ganz witzig. Eine Kleiderordnung, die natürlich bei Zeitreisen keinen Sinn macht (wieso eigentlich können die Leute nur nackt transferiert werden?), eine politisch korrekte Stellenbeschreibung für eine Hexe, Sicherheitshinweise für das Tragen von Schwertern, eine Richtlinie für das Bilden von Akronymen, die dan RUELPS heißt ...

 

Das alles ist witzig, aber natürlich nicht mehr spannend.

 

Die einzige Spannung, die der Roman aufbaut, ist natürlich, ob es Melisande schafft, aus dem Jahre 1851 gerettet zu werden. Wieso ist sie da gelandet, bei wem versteckt sie sich, warum, und warum vergeudet sie ihre kostbare Zeit damit, ein riesiges Pamphlet zu verfassen? Wenn sie damit der DODO sagen will, wo sie zu finden ist, warum muss sie dafür die gesamte Geschichte aufschreiben? Die DODO kennt diese. Und jeder andere, der diese Geschichte liest, kann ihr nicht helfen.


Dr. Nikola

 

For often-times, both waking and in nightmare, I did not know on which planet I was, nor in which Age, but felt myself adrift in the great gulf of time and space and circumstance, without bottom for my consciousness to stand upon; and the world was all mirage and a new show to me; and the boundaries of dream and waking lost.
M. P. Shiel: The Purple Cloud


#34 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 13 January 2019 - 18:55

Bin jetzt auf Seite 374. Natürlich ist das alles nicht literarisch - aber doch sehr unterhaltend. Die Leute werden ja nicht nur nackt transportiert, sondern verlieren auch Zahnfüllungen und Prothesen. In meinen Augen ergibt das Sinn - Hexerei bezieht sich auf lebendiges Gewebe, ist es nicht so? 


„Viel Wissen macht traurig!" (Hennig Krause, vormals Markscheider bei RAG)

 

 

jottfuchs.de

 

 


#35 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 13 January 2019 - 19:45

Bin jetzt auf Seite 374. Natürlich ist das alles nicht literarisch - aber doch sehr unterhaltend. Die Leute werden ja nicht nur nackt transportiert, sondern verlieren auch Zahnfüllungen und Prothesen. In meinen Augen ergibt das Sinn - Hexerei bezieht sich auf lebendiges Gewebe, ist es nicht so? 

 

Was verstehst du unter literarisch?


After the discovery of "antimatter" and "dark matter", we have just confirmed the existence of "doesn't matter", which does not have any influence on the Universe whatsoever.


#36 Michael Böhnhardt

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Geschrieben 13 January 2019 - 19:55

Die Leute werden ja nicht nur nackt transportiert, sondern verlieren auch Zahnfüllungen und Prothesen. In meinen Augen ergibt das Sinn - Hexerei bezieht sich auf lebendiges Gewebe, ist es nicht so? 

 

Nö. Siehe S. 149 ff.


Dr. Nikola

 

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#37 Susanne11

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Geschrieben 13 January 2019 - 21:14

Bin jetzt Mitten in Kapitel 3 und verliere allmählich die Übersicht über die ganzen Abkürzungen und über viele Details - vorwiegend aus dem IT-Bereich und der Organisation.

 

Die Ereignisse in der Tearsheat Brauerei und die diachrone Scherung fand ich super. Diese Episode ist den Autoren hervorragend gelungen.

 

Gut gefallen hat mir auch die Nebenbemerkung über Las Vegas. Ich nehme doch an das es sich um Las Vegas handelt. (S 421)

 

Frage zu S 441. Das Kraut Kalonji. Wie bringen sie es aus Kontantinopel (1204) nach Antwerpen (1560)? Man kann doch nicht mal seine Zahnfüllungen bei der Zeitreise mitnehmen. Oder ist mir da zwischendurch etwas entgangen?

 


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#38 Michael Böhnhardt

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Geschrieben 13 January 2019 - 21:41

 

Frage zu S 441. Das Kraut Kalonji. Wie bringen sie es aus Kontantinopel (1204) nach Antwerpen (1560)? Man kann doch nicht mal seine Zahnfüllungen bei der Zeitreise mitnehmen. Oder ist mir da zwischendurch etwas entgangen?

 

Wird später ein paar Mal erklärt. Z.B. auf Seite 481.

 

Diese enthält meinen liebsten Einsatzbericht. Hier wird ein zweimonatige Reise in zwei knappen Sätzen abgearbeitet:

"Viele Abenteuer. Starb nicht."

 

Das muss man erst mal bringen.


Dr. Nikola

 

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#39 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 14 January 2019 - 13:39

Habe fertig.

 

Meine Einschätzung kann in diversen Posts hier nachgelesen werden. Mein Kurzfazit: Hat mir gefallen, aber wahrlich kein Meisterwerk.

 

Man darf gespannt sein, ob das Ende als Teaser für einen Nachfolge-Band gemeint ist. Trivial wäre das nicht, denn es zeigt sich wieder mal, wie verworren Zeitreisen sind, wenn man erst mal damit begonnen hat. (Deswegen lass ich die ODEK bei mir im Keller die meiste Zeit ausgeschaltet.)

 

Liest es zufällig jemand auf Englisch und kann sagen, wie die Abteilung, über deren Namen sie sich immer wieder mal lustig machen, im Original heißt? Im Deutschen heißt sie DEPP. (Ein Abkürzungs- und Personenverzeichnis ist übrigens am Ende des Buchs enthalten.)


Bearbeitet von Dyrnberg, 14 January 2019 - 13:42.


#40 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 14 January 2019 - 14:13

So. Dann möchte ich auch noch mal eine kleine Wasserstandsmeldung eines "Hinterherlesenden" abgeben. Teil 2 ist absolviert und mit Seite 410 befinden wir uns schon beinahe bei der Halbzeit des Romanes. Obwohl dieser 2. Teil an Seitenzahl um einiges Umfangreicher ist, passiert in Punkto Handlungsfortschritt nicht sehr viel. Das verhielt sich schon mal diametral zu meiner Erwartungshaltung,  waren doch am Ende von Teil 1 mit den nun beginnenden Reisen in die Vergangenheit alle Voraussetzungen serviert hier nun ein Feuerwerk an Ideen, Handlungsschauplätzen, Protagonisten und Verwicklungen abzuspulen. Doch bevor es richtig losgeht braucht das Dodo erstmal Kohle und alleine dies erweist sich als derart kompliziertes Unterfangen mit x Wiederholungen das es den gesamten Abschnitt des Romanes benötigt zum Ziel zu gelangen.

Dieser Teil war mir eindeutig zu lang und ausufernd. Waren die beiden geschilderten Ausflüge von Stokes noch kurzweilig unterhaltsam entwickelte sich der in Form eines Berichtes einer 1601 in London lebenden Irischen Dame ebenfalls enthaltene "Tristan" Strang zur zähen Geduldsprobe. Diese Abschnitte waren mir obwohl gerade zum Ende auch einiges an Action geschieht doch insgesamt zu trocken. Zwischenfazit. Liest sich immer noch leicht und schnell aber in Teil 2 für meinen Geschmack zu wenig Inhalt auf zu vielen Seiten.


Bearbeitet von Amtranik, 14 January 2019 - 14:15.


#41 Susanne11

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Geschrieben 14 January 2019 - 22:17

Bin mit Teil 3 fertig, den ich teilweise etwas zäh fand. Andererseits fand ich es auch witzig, wie diese Zeitreiseangelegenheit unter militärischer Leitung in eine überkomplexe Organisation mit unsäglichen Verwaltungsvorschriften eingegliedert wird.

 

Jedenfalls habe ich aufgehört mir die Bedeutung der meisten Abkürzungen zu merken.


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#42 Susanne11

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Geschrieben 15 January 2019 - 08:05

Es ist absurd. DODO manipuliert in vielen vergangenen Epochen herum - ohne die Komplexität wirklich zu überblicken und offensichtlich auch, ohne über die Vielzahl der möglichen Einflussfaktoren und die Unwägbarkeit der Situation überhaupt nachzudenken. 

 

Genau wie in der realen Welt der Jetztzeit.

 

Ich frage mich inzwischen, welche Rolle Gráinne spielt, die so überaus detailliert alle Informationen über Tristan und DODO an ihre Chefin Mylady Gráinne O'Malley weitergibt. Was fängt diese Gráinne O'Malley mit den Informationen an? Wozu muss die das alles wissen?


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#43 Amtranik

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Geschrieben 15 January 2019 - 09:42

Es ist absurd. DODO manipuliert in vielen vergangenen Epochen herum - ohne die Komplexität wirklich zu überblicken und offensichtlich auch, ohne über die Vielzahl der möglichen Einflussfaktoren und die Unwägbarkeit der Situation überhaupt nachzudenken. 

 

In bin mittlerweile auch in Teil 4 und hab dich wohl eingeholt und muss sagen es ist sowieso unter Zeitreisegesichtspunkten ein eher wenig ergiebiger und Stellenweise naiv wirkender Roman. Wobei man natürlich sagen muss das der Fokus des Werkes da eindeutig nicht auf SF liegt. Dazu gibt es zu viele Fantasymäßigen einsprengsel. Insgesamt schleicht sich trotz unterhaltsamer Lektüre so ein wenig das Gefühl ein von allem zu wenig zu bekommen. Die Historischen Exkurse könnten gemessen am Raum den der Roman einnimmt umfangreicher und informativer sein, die Verwicklungen von Zeitreisen könnten thematisiert werden. Auch frage ich mich ob sich das ganze wohl zum Ende hin nicht überschlägt. Nach über 500 Seiten und somit dem größeren Teil des Romanes beginnt man das ganze nochmal auszudehnen, rekrutiert und will das weiterhin tun noch mehr Hexen und holt Charaktere hinzu. Und dann sind da ja noch die Fugger und die anderen Mächte die doch angeblich einen Vorsprung haben.... das alles will noch am Ende beachtet und zu einem runden Abschluß gebracht werden, doch bei dem bisherigen Erzähltempo erscheint das auf den verbleibenden 300 Seiten beinahe unmöglich. Ich bin gespannt.

 

Mir haben im übrigen die Abwechslungsreicheren Kapitel im Teil 3 wieder mehr zugesagt als der für mich etwas lange und zähe 2. Teil des Romanes.


Bearbeitet von Amtranik, 15 January 2019 - 09:45.


#44 FOX

FOX

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Geschrieben 16 January 2019 - 10:47

Langsam, langsam, ich komme kaum nach, bin gerade bei 50% auf dem Kindle......

Ich lese das Buch gern, und es liest sich auch gut, wobei ich mir nicht sicher bin,

worauf der Autor hinauswill: die Kompliziertheit und das Ausufern von Zeitreisen darzulegen (derzeit wird nun ein neuer Zielpunkt gesucht, an dem Nordmänner ausgebildet werden könnten,
die dann in Konstantinopel eingesetzt werden könnten, um dort wiederum.....).
Oder die Bürokratie auf die Schippe zu nehmen?

 

Insgesamt könnten gewisse Teile etwas straffer sein, und mir würde es besser gefallen, wenn Melisandre etwas deutlicher gezeichnet wäre.



#45 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 16 January 2019 - 11:54

Ich liege auch noch zurück, weil ich das Hörbuch höre und Hörbücher dauern länger als Lesen.

 

Aber es macht großen Spaß. Die Vorleser lesen sehr gut und der hervorragende Stil von Stephenson/Galland ist ein Genuß. Die unterschiedlichen Sektionen des Buches - die abartige Verwaltungsstruktur - die historischen Orte und dortigen Gegebenheiten - die unterschiedlichen Haltungen der Protagonisten, die sich teilweise nicht wirklich verstehen können - das alles verweben die Authoren zu einem gewaltigen und komplexen Gesamtbild.

 

Trotz einiger Längen gefällt es mir sehr gut.


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#46 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben 16 January 2019 - 19:47

Ich bin jetzt durch. Das Ende hat mir nicht wirklich gefallen, aus mehreren Gründen. Unter anderem ist es mir zu offen.

 

Abgesehen davon kann ich das Buch nur empfehlen. Es war sehr unterhaltsam. Obwohl es ja nun wirklich ein dicker Wälzer ist, war ich in Null-komma-nix durch.

 

Wehmutstropfen: Der Begriff "harmlos" ist bereits gefallen. Die Figuren sind doch sehr oberflächlich gezeichnet, bis auf Rebecca East-Oda und Grainne. Die Beschreibung durch Kommunikationsmitschnitte und Einsatzberichte nahm zuviel Raum ein. Dadurch war man als Leser nicht wirklich in der Geschichte drin.


Dr. Nikola

 

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#47 Amtranik

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Geschrieben 16 January 2019 - 21:57

Ich habe den Roman auch eben beendet. Insgesamt ein unterhaltsamer Roman mit großem Aber. Schliesse mich zunächst mal meinem Vorredner an, das Ende. Das Ende war nun wirklich irgendwie so lala, sowie man überhaupt sagen kann nach den knapp 850 Seiten, das da irgendwie viel Lärm um letztlich nichts war. Irgendwie war ich diesmal so gar nicht in der Lage zu beschreiben welche Attribute ich dem Roman zuschreiben würde und habe also folgerichtig "nichts von alledem" angekreuzt. Er war nicht wirklich seicht, actiongeladen nun aber wirklich auch nicht. Und auch wenn er jetzt nicht unbedingt der bedeutungsschwangere große Wurf war, langweilig kann man ihn auch nicht nennen.

Richtig spannend war er auch nicht. Er war unterhaltsam. So ein Roman ohne große Ausschläge mit einigen Schwächen, das wurde auch schon gesagt, bei den Charakteren. Die waren mir zu wenig ausdifferenziert, ausser die beiden Hexenfiguren, die sicherlich in dieser Hinsicht Highlights waren. Gemessen am Thema, gemessen an der Seitenzahl, gemessen an den Möglichkeiten würde ich jedoch sagen ist der Roman seltsam unspektakulär. Er ist sicher nicht schlecht, er ist gut geschrieben und angenehm zu lesen aber er ist auch nichts besonderes. Ihm fehlt irgendwie das gewisse Etwas das man bei der Kombination Stephenson plus originellem Thema fast schon erwartet und stellt fest das es nur ein gewöhnlicher Unterhaltungsroman geworden ist. Nett aber ohne Spektakel. Unterhaltsam aber ohne richtigen Nervenkitzel.

 

Dennoch bewerte ich D.O.D.O. unterm Strich als gut und lesenswert und würde ihn zur Lektüre empfehlen.


Bearbeitet von Amtranik, 16 January 2019 - 21:59.


#48 FOX

FOX

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Geschrieben 17 January 2019 - 11:20

Was mir gestern beim Lesen aufgefallen ist:

 

Spoiler

 

Mist, dass nur mit einem s geschrieben....



#49 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 18 January 2019 - 09:57

Bin auch fertig und kann mich nur schwer aus der Geschichte lösen, obwohl das offene Ende passt. Sonst wäre der Roman vielleicht doppelt so umfangreich geworden.

 

Der Roman hat mir sehr gefallen, Kleinigkeiten wie die Folgende haben mich begeistert:

 

"Bei allem Respekt", meinte Mortimer, "mir scheint, der operative Teil dieser Unterhaltung lautet: Gebt Erzebet, Julie und Rebecca eine ODEK, und sie helfen uns, Gráinne Einhalt zu gebieten. Wir haben die ODEK. Wir haben die drei seltsamen Schwestern. Nichts für ungut."

 

The WYRD SISTERS oder "weird sisters" - die 3 Schicksalsgöttinnen aus der alten englischen Mythologie. Auch bekannt aus Shakespeares "MacBeth". Das lässt Rückschlüsse auf die Unberechenbarkeit der zukünftigen Aktivitäten zu.

 

In der germanischen (Wikinger) Mythologie sind das die drei Nornen: Urd, Verdandi und Skuld. Urd = Vergangenheit, Verdandi = Gegenwart und Skuld = Zukunft. Sie repräsentieren die Zeit, deren Ursprung sie sind.

 

Ich vermute auch, dass viele solcher Feinheiten, die man nur versteht, wenn man entsprechendes Hintergrundwissen hat, mir entgangen sind.


Bearbeitet von Susanne11, 18 January 2019 - 09:59.

After the discovery of "antimatter" and "dark matter", we have just confirmed the existence of "doesn't matter", which does not have any influence on the Universe whatsoever.


#50 Selma die Sterbliche

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    Abla Nautilia

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Geschrieben 18 January 2019 - 16:38

Gut beobachtet, Susanne11! Mir geht es ähnlich.

 

Manches von dem Behördenkram wurde von mir überlesen, ohne negative Folgen für das Verständnis .... Herausgerissen hat dies allemal die "Walmart-Saga" - welch ein Vergnügen!


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#51 Jorge

Jorge

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Geschrieben 18 January 2019 - 22:36

  :otsmiling:

 

Die Idee, das Gedankenexperiment mit Schrödingers Katze praktisch umzusetzen ...

 

Wurde aktuell (in veränderter Form) realisiert

 

:otsmiling:





Auch mit einem oder mehreren dieser Stichwörter versehen: Lesezirkel, Neuerscheinung, Neal Stephenson, Nicole Galland, D.O.D.O., Januar 2019

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