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China Mieville - Die letzten Tage von Neu-Paris


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5 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 08 January 2019 - 13:37

...erscheint im Mai bei Golkonda. Klingt sehr interessant.


Der Thriller über einen Krieg, der niemals war – über den Überlebenskampf einer unmöglichen Stadt, über eine surreale Katastrophe

1941, inmitten des vom Zweiten Weltkrieg bedrohten Marseilles, stolpert der amerikanische Ingenieur und Okkultist Jack Parsons in eine Widerstandsgruppe, zu der auch der surrealistische Dichter André Breton zählt. In dieser Résistance aus regimekritischen Diplomaten, exilierten Revolutionären und Avantgarde-Künstlern sieht Parsons einen Hoffnungsschimmer. Aber was er aus Versehen freisetzt, ist die Macht der Träume – und der Albträume –, die den Krieg für immer verändert.

1950 erkundet der einsame Kämpfer des Surrealismus Thibaut die neue halluzinogene Stadt Paris, wo sich Nazis und Résistance einen ewigen Guerilla-Krieg liefern und in den Straßen lebendig gewordene surrealistische Kunstwerke und Texte ihr Unwesen treiben. Gemeinsam mit dem amerikanischen Fotografen Sam versucht er, unversehrt aus der Stadt zu entkommen. Doch dafür müssen sie sich mit der gefährlichsten Manifestation zusammenschließen: dem Cadavre Exquis.

Ein einzigartiger Roman zwischen Schönheit und Horror, historischen Fakten und Phantasie. Vom New-York-Times-Bestseller-Autor China Miéville.

Bearbeitet von Mammut, 22 June 2019 - 16:55.


#2 lapismont

lapismont

    Elfverhaut

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Geschrieben 08 January 2019 - 13:38

Bestimmt wird kein Tango getanzt.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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  • (Buch) gerade am lesen:Elvis hat das Gebäude verlassen

#3 Waffeleisen

Waffeleisen

    Pyronaut

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Geschrieben 09 May 2019 - 12:35

Morgen soll er erscheinen. Ich hadere noch, ob ich die selbst auferlegte Einkaufssperre unterbreche ;)


(Buch) gerade gelesen: Markus Heitz - Die dunklen Lande
(Buch) gerade am Lesen: Andreas Brandhorst - Eklipse
(Buch) als nächstes geplant: Robert C. Wilson - Spin
(Buch) Neuerwerbung: Mark Lawrence - Waffenschwestern


#4 Dyrnberg

Dyrnberg

    Cybernaut

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Geschrieben 09 May 2019 - 13:25

"Danke" für die Erinnerung, jetzt hadere ich auch. Noch dazu ist es preislich okay. Taschenbuch. 18 Euro.



#5 Time Tunnel

Time Tunnel

    Yoginaut

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Geschrieben 22 June 2019 - 16:24

Ich hab's jetzt gelesen und würde zusammengefasst sagen: schwierig, aber interessant. Wer bei Miéville neu einsteigen will sollte auf jeden Fall mit einem anderen Buch starten.

 

Nach "Die Stadt & die Stadt", "Das Gleismeer", "Perdido Street Station" und dem kryptischen "Dieser Volkszähler" halte ich Miéville für einen, der in der Lage ist, selbst die irrsinnigsten Ideen in eine glaubwürdige Geschichte zu gießen. Vor Lesestart kann man jedes mal durchaus fragen, wie und ob diese Ideen überhaupt als Geschichte funktionieren können. Und das klappt dann auch nicht immer gleich gut, aber erstaunlich oft erstaunlich gut: Zwei Städte, deren Territorien sich in unzähligen kleinen und großen Schnipseln überlagern, und wo die Bewohner der einen Stadt die anderen "nichtsehen" müssen? Klingt verrückt, funktionierte aber sehr gut (Stichwort "selektive Wahrnehmung"). Oder die Kaktusleute in "Perdido Street Station", oder ein Meer aus Gleisen.
 

In "Die letzten Tage von Neu-Paris" haben die Hauptfiguren, und auch ganz Paris, mit den Folgen der Explosion einer S-Bombe zu kämpfen. "S" für "Surrealismus". Dadurch sind surrealistische Kunstwerke und Ideen surrealistischer Künstler lebendig geworden und bevölkern neben den sich bekämpfenden Einheimischen und den Nazi-Besatzern das Paris des Zweiten Weltkriegs. Hält man sich vor Augen, was diverse surrealistische Gemälde so darstellen, kann man sich vorstellen, was Miéville in dem Text an Wesen auftreten lässt und beschreibt. Vor diesem Hintergrund muss man sich die beiden 1941 und 1950 spielenden Stränge der Geschichte vorstellen, die oben am Anfang des Threads beschrieben wurden.

 

Mich hat das alles nicht so überzeugt wie die anderen Bücher, die ich oben genannt habe. Man könnte dem Buch Selbstverliebtheit in die Ideendichte und Vernachlässigung der Story vorwerfen, als wenn es eher darum ginge, möglichst viele lebendig gewordene, surrealistische Figuren über die Bühne ziehen zu lassen. Was ich nicht tun möchte. Ich kann aber jeden verstehen, der es tut. Sprachlich ist es dabei nicht so überzeugend wie seine anderen Werke, was am Thema und der Kürze des Buchs liegen mag.

 

Großer Vorteil, wenn auch keine Voraussetzung für den Lesegenuss, ist es, sich mit surrealistischer Malerei bzw. den Werken auszukennen. Da kann man beim Lesen sicherlich das eine oder andere Mal "Ah, das kenn ich!" rufen. Es gibt zum Glück einen ausführlichen Anhang, der Malerei-Kunstbanausen wie mich erhellt.

 

Der Thread-Titel ist übrigens nicht ganz korrekt. Das Buch heißt Die letzten Tage von Neu-Paris.


Bearbeitet von Time Tunnel, 22 June 2019 - 19:36.

Plan für heute: eine komplette Erdumdrehung mitmachen.

  • (Buch) gerade am lesen:J. R. R. Tolkien - Die Kinder Húrins
  • (Buch) als nächstes geplant:Das ändert sich ständig, bis es soweit ist

#6 Waffeleisen

Waffeleisen

    Pyronaut

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Geschrieben 22 June 2019 - 18:28

Hm, ich weiß nicht. Die Falter, Der Weber, Die Narbe, Leviathan, Der eiserne Rat, König Ratte, Die Stadt und die Stadt, Der Krake ... Danach gabs vermehrt schlechtere Kritiken für Miéville, und ich hab mich nicht mehr durchringen können. Die Bas-Lag-Geschichten sind auch einsame Spitze in meinen Augen. Deine Vermeldung zu Neu-Paris jetzt schreckt mich doch eher wieder ab.


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