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Erfahrungen mit Lektoraten


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21 Antworten in diesem Thema

#1 redustrial

redustrial

    Yoginaut

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Geschrieben 27 January 2019 - 17:44

Hallo zusammen,
 
ich habe ja noch nicht viele Erfahrungen mit Lektoraten gemacht und auch nur mit Kurzgeschichten. Aber das, was ich erleben durfte, war derart unterschiedlich, dass ich das mal in einem Artikel aufgeschrieben habe.
 
Wie war/ist das bei euch? Ebenso durchwachsene Erfahrungen? Nur gute? Nur schlechte? (hoffentlich nicht)
 
Hier geht's zu meinem Artikel: https://www.sturmblu...atserfahrungen/
 
Kurzfassung: Mein erstes Lektorat war gleich super. Danach ging es bergab. Neben einem Erlebnis, wo mein Text ohne Absprache verändert und verschlimmbessert wurde, hatte ich auch eins, in dem jede zweite Zeile akribisch modifiziert wurde, was mir deutlich zu viel war. Und einmal ist meine Geschichte einfach so übernommen worden, ganz ohne Lektorat – sicher der Weg des geringsten Widerstands, aber besser wurde mein Text dadurch natürlich nicht.

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#2 Peter-in-Space

Peter-in-Space

    Temponaut

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Geschrieben 28 January 2019 - 00:22

Sieh's einfach mal als Erfahrungsschatz an,

 

nickt

Peter

ab


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

Galilei

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#3 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    Quadruplenominaut

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Geschrieben 28 January 2019 - 08:12

Genau die von Dir beschriebenen Konstellationen habe ich auch bereits durchlebt. 

Es gibt halt keine Garantien, doch mit der Zeit findet man die Verlage heraus, die einen Text verbessern wollen, ohne ihn dabei zu entstellen.

Bleib dran!


 In memoriam Christian Weis + Alfred Kruse  ______________________________________________________________________________________________________ meine Website .


#4 Dyrnberg

Dyrnberg

    Cybernaut

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Geschrieben 28 January 2019 - 09:57

Wow. Die Sache mit den Änderungen, ohne dir die entsprechende Druckfahne nochmal vorzulegen, ist... mir fehlen die Worte, und ich frage mich fast, ob es nicht im Sinne der Allgemeinheit wäre, hier den Verlag oder die Herausgeber namentlich zu nennen. Wobei es dich auch ehrt, hier gentleman-like zu schweigen.

 

Ich hab im beruflichen Umfeld viel mit Lektoren zu tun, und kann nur bestätigen, wie wertvoll ein gutes Lektorat ist. Gute LektorInnen verbessern den Text im Rahmen des Stils des Autors, sie verändern aber nicht dessen Stil selbst. Und die besten LektorInnen bekommen das hin, indem sie dabei stets wertschätzend bleiben, also dem Text, egal wie schlecht er ist, etwas abgewinnen können. (Ich habe als Herausgeber Bände betreut, bei denen der Lektor die Texte wirklich stark verbessert hat - zugleich wurden seine Anmerkungen in Richtung der Autoren immer wirscher, so dass ich oft seine Kommentare erst abschwächen musste, bevor ich sie den Autoren weiterschicken wollte. Auch mühsam.)



#5 My.

My.

    www.sfcd.eu

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Geschrieben 28 January 2019 - 10:36

Man kann das Problem auch umgehen bzw. wenigstens mildern, indem man sich seinen eigenen Haus-und-Hof-Lektor sucht. Das könnte mit Kosten verbunden sein, könnte sich aber dahingehend lohnen, dass es später keine Diskussionen geben muss und der eigene Lektor sich irgendwann auf den Autor so eingestellt hat, dass es quasi flutscht.

 

Im Übrigen muss man auch berücksichtigen, dass nicht nur die Lektoren den Autoren und ihren Texten Respekt entgegenbringen sollten, sondern dass das auch umgekehrt gilt. Lektoren, die nach und nach unfreundlicher argumentieren, haben sehr wahrscheinlich mit Autoren zu tun, die auf ihrer Schreibe beharren, sich nichts erklären lassen und/oder alles besser wissen. Ich selbst kenne solche Fälle auch.

 

My.


Kontaktdaten? Hier. Oder hier.

Ohne Hunde leben? Ich bin doch nicht blöd!


#6 Galax

Galax

    Infonaut

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Geschrieben 28 January 2019 - 17:22

ahjo ... hab schon schlimmeres erlebt, und besseres .. mal so, mal so.


Warum auf alte Katastrophen zurückblicken? Es liegen noch unzählige vor einem!

Eingefügtes Bild

www.Acheronian.de


#7 redustrial

redustrial

    Yoginaut

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Geschrieben 28 January 2019 - 21:25

Wow. Die Sache mit den Änderungen, ohne dir die entsprechende Druckfahne nochmal vorzulegen, ist... mir fehlen die Worte, und ich frage mich fast, ob es nicht im Sinne der Allgemeinheit wäre, hier den Verlag oder die Herausgeber namentlich zu nennen. Wobei es dich auch ehrt, hier gentleman-like zu schweigen.

 

Ich nenne den Verlag nicht, weil im Vertrag eben eine Klausel steht, in der der Verlag sich "kleinere Änderungen" vorbehält. Jetzt ist halt die Frage, was ist klein? Ich halte die Änderungen nicht für klein, aber letztendlich kann ich nicht sagen, ob der Verlag nicht vielleicht doch im Recht ist. Deshalb stelle ich ihn nicht namentlich an den Pranger.

 

 

Man kann das Problem auch umgehen bzw. wenigstens mildern, indem man sich seinen eigenen Haus-und-Hof-Lektor sucht. Das könnte mit Kosten verbunden sein, könnte sich aber dahingehend lohnen, dass es später keine Diskussionen geben muss und der eigene Lektor sich irgendwann auf den Autor so eingestellt hat, dass es quasi flutscht.

Eine Freundin von mir macht das so. Allerdings stehen da natürlich deftige Kosten im Raum, die sich für mich im Moment nicht rechnen. Prinzipiell ist das Thema Lektorat aber einer der Gründe, warum ich wohl im Self Publishing weitermachen werde, eben weil ich da den Lektor aussuchen kann.


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#8 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 29 January 2019 - 00:12

Ich nenne den Verlag nicht, weil im Vertrag eben eine Klausel steht, in der der Verlag sich "kleinere Änderungen" vorbehält. Jetzt ist halt die Frage, was ist klein? Ich halte die Änderungen nicht für klein, aber letztendlich kann ich nicht sagen, ob der Verlag nicht vielleicht doch im Recht ist. Deshalb stelle ich ihn nicht namentlich an den Pranger.

 

Da würde ich mich (falls die Sache jetzt nicht für dich schon längst erledigt ist) schlau machen, ob sich diese Klausel nicht mit dem Urheberrecht beisst. Denn du bist der Urheber des Textes, unter dessen Namen er auch veröffentlicht wird. Änderungen, ohne sie dir vorzulegen, dürften eigentlich nicht rechtens sein. Da könnte man die Veröffentlichung untersagen.

 

Mir als Übersetzer passiert es häufig, dass Änderungen nicht mehr vorgelegt werden (auch bei großen Verlagen). Ist eigentlich nicht in Ordnung, aber wer da Ärger macht, gilt auch schnell als schwierig und bekommt keine Aufträge mehr. Und das Lektorat und/oder die Druckfahnen noch mal durchzugehen, ist in der Regel, zusätzliche Arbeit, für die man nicht bezahlt wird. Da muss man abwägen, was es einem Wert ist. Aber wenn man Autor ist, geht das eigentlich gar nicht.



#9 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 29 January 2019 - 10:54

tja, "klein" ist halt ein dehnbarer Begriff. "Klein" bedeutet meines Erachtens "nicht sinnentstellend".

 

Das scheint ja in Deinem Falle nicht der Fall zu sein.

 

Ich würde - wäre ich ein Autor - es so halten: würde ich eine "Druckvorlage" erhalten, die komplett entstellt ist, würde ich verbieten, dass das Werk unter meinem Namen veröffentlicht wird. Ich weiß, dass ein Autor immer vom Erfolg  = (Anzahl der) Veröffentlichung(en) abhängig ist, aber das ist in meinen Augen kein Argument, wenn der Sinn des Textes entstellt wird.

 

Auch wenn das dann ein Grund ist, den Vertrag seitens des Verlages zu lösen. Es existieren bestimmt noch andere Verlage.

.

Schwierige Sache.


Bearbeitet von Peter-in-Space, 29 January 2019 - 10:55.

„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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#10 frankh

frankh

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Geschrieben 29 January 2019 - 12:05

Ich kann zu den bisherigen Lektoraten nichts Negatives sagen. Natürlich war die Intensität der empfohlenen Änderungen unterschiedlich (sehr zahlreich bei Helmuth Mommers' "Visionen"), aber eigenmächtig geändert hat nie jemand etwas und wenn es schonmal unterschiedliche Ansichten gab, war das immer irgendwie zu klären.

 

Ich kenne allerdings auch die andere Seite als Herausgeber und ja, da gab es schonmal richtige Probleme. Ein Autor hat sogar schonmal einen Text zurückgezogen, weil ich darauf bestand, dass "Mädchen" sächlich ist und deshalb "es" verlangt (im Englischen ist das einfacher).



#11 redustrial

redustrial

    Yoginaut

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Geschrieben 29 January 2019 - 20:16

Da würde ich mich (falls die Sache jetzt nicht für dich schon längst erledigt ist) schlau machen, ob sich diese Klausel nicht mit dem Urheberrecht beisst.

Also das Thema ist für mich durch. Ich wollte nur meine Erfahrungen teilen und mal hören, wie es anderen so erging.

 

 

Auch wenn das dann ein Grund ist, den Vertrag seitens des Verlages zu lösen. Es existieren bestimmt noch andere Verlage.

Ja, wenn ich da einen Roman laufen hätte, dann ja. Dann würde ich auch sicher mehr Druck machen. So bleibt es bei der – unbeantworten – eMail an den Verlag, in der ich um Korrektur wenigstens im eBook gebeten habe.
Aber ich glaube, ich muss die Kirche im Dorf lassen. Es geht schließlich nur um eine Kurzgeschichte in einer Anthologie.


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#12 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 29 January 2019 - 22:12

Es geht schließlich nur um eine Kurzgeschichte in einer Anthologie.

Was ist - von der Schöpfungshöhe her gesehen - der Unterschied zu einem Roman?

 

Das erschließt sich

Peter

nicht.


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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#13 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 30 January 2019 - 17:58

Da ich keine literarische Texte schreibe, sind meine Lektoratserfahrungen naturgemäss etwas anderer Art. Im journalistischen Bereich ist es Usus, dass die Redaktion stillschweigend Änderungen vornimmt, ohne den Autor zu informieren. Wenn dem zuständigen Redakteur etwas nicht passt, wenn etwas zu lang oder zu kurz ist, wird es einfach geändert. "Paratexte" wie Überschriften, Lead und Zwischentitel werden besonders gerne geändert. Mancherorts gehört es regelrecht zum guten Ton, dass der Redakteur die Überschrift ändert – ganz einfach um zu zeigen, dass er das Sagen hat.

 

Wie gesagt: Im Tagesjournalismus ist das der Normalfall,  Das hängt natürlich auch mit dem Zeitdruck zusammen, und ich habe mir längst abgewöhnt, mich darüber zu aufzuregen. Allerdings gibt es immer wieder Fälle, in denen ich mich frage, warum man nicht Rücksprache mit mir genommen hat, bevor man die Änderungen vorgenommen hat. Nach gut 20 Jahren, in denen ich doch für eine ganze Reihe von Tageszeitungen und Zeitschriften geschrieben habe, kann ich die Fälle, in denen ich einen Text mit Änderungswünschen zurückerhielt, an einer Hand abzählen. Und ganz unbescheiden möchte ich behaupten, dass die meisten Fälle, in denen Dinge geändert wurden, das Endergebnis nicht besser war (ich spreche hier nicht von Korrekturen offensichtlicher Fehler und simplen Kürzungen, sondern Fälle, in denen wirklich etwas umgebaut wurde).

 

Bei wissenschaftlichen Texten läuft es in der Regel anders. Je nach Publikation kommt ein Artikel zwar mit vielen Kommentaren und Änderungswünschen zurück, aber in der Regel behält man als Autor das letzte Wort. Die Qualität der Kommentare ist naturgemäss schwankend. Mit dem Lektorat meiner Habil, die demnächst erscheint, bin ich rundum zufrieden. Der Lektor – ein Kollege von mir – ist ein äusserst genauer Leser, der stets mitdenkt, und seine Anmerkungen waren immer wohlbelacht.

 

Zwei sehr mühsame Dinge, die bei wissenschaftlichen Publikationen auftreten können: 1. Der Herausgeber vertritt ein andere theoretische Linie und macht lauter kritische Kommentare, die sich aus dem gewählten Ansatz ergeben und damit eigentlich sinnlos sind. 2. Wenn es mehrere Herausgeber gibt, die sich in den Kommentaren einen Streit liefern bzw. Widersprüchliches verlangen. Da steht man dann als Autor ziemlich doof da.


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#14 redustrial

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Geschrieben 01 February 2019 - 15:24

Was ist - von der Schöpfungshöhe her gesehen - der Unterschied zu einem Roman?

 

Das erschließt sich

Peter

nicht.

Den Unterschied sehe ich im Aufwand und in der Reichweite. Wenn die Kurzgeschichte vom Lektorat in den Sand gesetzt wird, dann ärgere ich mich zwar, aber der Schreib- und Zeitaufwand dahinter ist für mich geringer als bei einem Roman. Also ärgere ich mich - einen Tick - weniger.

 

Bei Anthologien ist es zumal so, dass die Reichweite deutlich geringer ist. Ein Teil der Leser liest meine Geschichte wahrscheinlich überhaupt nicht. Während mein Name bei einem Roman alleine auf dem Titel steht.

 

Von daher sage ich: klar ärgere ich mich, aber ich sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Bei einem Roman wäre ich anders vorgegangen, da hätte ich nachträglich der Veröffentlichung widersprochen.


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#15 Peter-in-Space

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Geschrieben 01 February 2019 - 17:22

Den Unterschied sehe ich im Aufwand und in der Reichweite. Wenn die Kurzgeschichte vom Lektorat in den Sand gesetzt wird, dann ärgere ich mich zwar, aber der Schreib- und Zeitaufwand dahinter ist für mich geringer als bei einem Roman. Also ärgere ich mich - einen Tick - weniger.

 

Bei Anthologien ist es zumal so, dass die Reichweite deutlich geringer ist. Ein Teil der Leser liest meine Geschichte wahrscheinlich überhaupt nicht. Während mein Name bei einem Roman alleine auf dem Titel steht.

 

Von daher sage ich: klar ärgere ich mich, aber ich sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Bei einem Roman wäre ich anders vorgegangen, da hätte ich nachträglich der Veröffentlichung widersprochen.

Ja, das kann ich aus dieser Sicht nachvollziehen.


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#16 derbenutzer

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Geschrieben 02 February 2019 - 14:31

Mit Interesse lese ich hier mit. Kann mir bitte jemand von Euch mitteilen, wie hoch in etwa die Kosten für ein gediegenes Lektorat für ein Sachbuch (Amateur-Astronomie) anzusetzen wären. Kein Ziegel, Ich schätze einmal bei durchschnittlichem Satzspiegel ca. 250 Seiten.

 

Beste Grüße

 

Jakob


Austriae Est Imperare Orbi Universo


#17 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 02 February 2019 - 16:58

Das letzte Lektorat, das ich beruflich (Sachbuch, Sammelband) in Auftrag gab, war: 6 Euro pro Normseite (1800 Anschläge): Lektorat + Formatierung nach Verlagsvorgaben (allerdings war es für Texte in englischer Sprache von nicht-Muttersprachlern, d.h. vielleicht ist das dann etwas teurer?) Aber hier wird es Experten mit weit größerem Erfahrungsschatz geben.


Bearbeitet von Dyrnberg, 02 February 2019 - 17:02.


#18 Valerie J. Long

Valerie J. Long

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Geschrieben 05 February 2019 - 20:06

Ich hatte wohl bisher Glück mit meinen Lektoraten, weil diese nie zu kleinkariert wurden und dennoch gründlich blieben - bis auf eine Ausnahme, und die hat der Verlag schnell korrigiert.

Leider hat meine letzte Lektorin aufgehört, und die Neue stieg bei Band 20 der Reihe ein - da gibt es unheimlich viel Vorgeschichte zu lesen, und damit geht es nicht weiter.


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#19 AC1000

AC1000

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Geschrieben 07 February 2019 - 17:56

Hallo zusammen,

 

auch oder gerade in diesem Thema sind genaue Leser gefordert :biggrin2:

Zufall oder Absicht?

 

 



Der Lektor – ein Kollege von mir – ist ein äusserst genauer Leser, der stets mitdenkt, und seine Anmerkungen waren immer wohlbelacht.

 

 

 

 

Viele Grüße

 

Michael


Bearbeitet von AC1000, 07 February 2019 - 17:57.


#20 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 07 February 2019 - 19:30

Hallo zusammen,

 

auch oder gerade in diesem Thema sind genaue Leser gefordert :biggrin2:

Zufall oder Absicht?

 

 

 

 

Viele Grüße

 

Michael

habe ich auch mit erhöhtem Genuss gelesen.


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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#21 Seti

Seti

    Zeitreisebegleiter durch die Windener Höhlen

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Geschrieben 07 February 2019 - 19:42

Hinweis: Die Beiträge zum Thema Kurzgeschichte wurden auf Wunsch abgetrennt und in einen eigenen Thread verlagert.


"What today's nationalists and neosegregationists fail to understand," Kwame said, "is that the basis of every human culture is, and always has been, synthesis. No civilization is authentic, monolithic, pure; the exact opposite is true. Look at your average Western nation: its numbers Arabic, its alphabet Latin, its religion Levantine, its philosophy Greek… need I continue? And each of these examples can itself be broken down further: the Romans got their alphabet from the Greeks, who created theirs by stealing from the Phoenicians, and so on. Our myths and religions, too, are syncretic - sharing, repeating and adapting a large variety of elements to suit their needs. Even the language of our creation, the DNA itself, is impure, defined by a history of amalgamation: not only between nations, but even between different human species!"

- The Talos Principle


#22 simifilm

simifilm

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Geschrieben 07 February 2019 - 20:40

auch oder gerade in diesem Thema sind genaue Leser gefordert :biggrin2:

Zufall oder Absicht?

 

 

Nichts ist Zufall – genaues Lesen ist immer wichtig!


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Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktional Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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