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NOVA 29


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139 Antworten in diesem Thema

#61 My.

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Geschrieben 08 September 2020 - 17:01

Außer, wieso auch hier kein nackter Mann abgebildet wurde.

 

Du könntest dich versuchsweise in Geduld üben.

Die Greedy-Geschichten werden eine Reihe (zwei weitere Bände sind bereits "angelegt").

 

My.


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#62 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 08 September 2020 - 17:57

Meine Geduld kennt keine Grenzen, und meiner Zuversicht geht es ähnlich. Keine Sorge, ich werde reinlesen, denn: don't judge a book by its cover. 

Nur nicht in der S-Bahn.

 

[offtopic [möglicherweise] Ende]

 

Verständnisfrage: Die laut Grafikredakteur (Seite 9) in der vorherigen Ausgabe vergessene Grafik von Si-yü ist die auf Seite 128 und wurde nun für eine andere Geschichte verwendet?


Bearbeitet von Uwe Post, 08 September 2020 - 18:32.

Neu im September '20: e-tot - Das Leben nach dem Upload  |||  uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#63 lapismont

lapismont

    Linksgrünversifft

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Geschrieben 08 September 2020 - 18:40

Hab jetzt mal die Nova 29 ins Regal gepresst.
 
csm_Nova_Back_cb4f4de2fb.jpg

Meine Abstimmung: Seh nix.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#64 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

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Geschrieben 08 September 2020 - 20:49

Inzwischen habe ich mit den Fingerspitzen zwei Löcher in die Schreibtischplatte getrommelt, 

im vergeblichen Warten auf Jordans durchschlagene Tips zur Behebung der Frauenquoten-Krise. 

 

Die Erweckung aus ihrer frauenfreundlichen Verblendung wird der Nova-Redaktion nun wohl 

versagt bleiben.

 

Seufz... 


Bearbeitet von Michael Iwoleit, 08 September 2020 - 21:32.


#65 Mistbiene

Mistbiene

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Geschrieben 08 September 2020 - 21:02

Moin.

 

Ich bin weiblich, ich schreibe und ich bin gegen eine Frauenquote. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass ein guter Text unabhängig vom Schreibenden genommen wird, wenn er passt.

Natürlich ist es interessant zu lesen, dass es keine (guten) Einreichungen von Frauen gab.

Ich kann mir dafür viele Gründe vorstellen.

Frauen haben kaum oder gar nichts eingereicht.

Frauen haben zufälligerweise nur die schlechten Sachen eingereicht, weil sie gerade damit beschäftigt sind, die Welt zu retten.

Frauen haben sich heimlich abgesprochen, um die kommende Ausgabe komplett zu besetzen als Zeichen ihres Könnens.

Ich glaube kaum, dass gute Texte ignoriert werden, weil eine Frau sie geschrieben hat.

Letztlich ist es aber ja auch nur eine Feststellung. In dieser Ausgabe gab es keine Einreichung einer Frau, die aufgenommen wurde.

Führt bloß keine Quote ein, das ist ja fast wie die Teilnehmerurkunde bei den Bundesjugendspielen.

 

Bleibt tapfer



#66 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

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Geschrieben 08 September 2020 - 21:40

 

Ich kann mir dafür viele Gründe vorstellen.

Frauen haben kaum oder gar nichts eingereicht.

 

Wie ich weiter oben ausgeführt habe, haben wir in den ein bis zwei Jahren, die Nova 29 vorausgingen, fast keine Angebote von Frauen bekommen. 

In den Angeboten, die ich diesen Sommer gelesen habe, waren wieder Stories weiblicher Autoren dabei, darunter auch einige brauchbare. Mindestens zwei der Ladies traue ich zu, bei Nova zu Stammautorinnen zu werden. 

Wir müsse immer etwas vorausplanen, deshalb wird sich das, was neu eingegangen ist, erst auf die Ausgaben ab Nova 31 auswirken.

 

Schöne Grüße (und schick mal was ;-) 

MKI 



#67 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 09 September 2020 - 12:32

So, ich gebe auch meinen Senf dazu.

 

Mit dem Titelbild habe ich keine Probleme. Es ist eine Tatsache, dass es zwei Geschlechter gibt, und dass Situationen eintreten, in denen man körperlich nackt ist. Helm und Rückgrataufsatz der Frau erinnern mich an den Film "Matrix" und lassen mich darauf schließen, dass sie entweder in einem Nährtank liegt oder sich im Tiefschlaf befindet.

Bei der Darstellung einer Kriegerin in unpraktischem, hautengem Kampfanzug mit Ausschnitt bis zum Nabel - natürlich mit Körbchengröße C oder D sowie Riesenwumme - könnte ich Herrn Posts Kritik nachvollziehen, so aber nicht. Schnell habe ich mir die Titelbilder älterer NOVA-Ausgaben angeschaut und festgestellt, dass nackte Frauen, die als Lustobjekte inszeniert werden, dort nicht vorkommen. Insofern ist ein Sexismusvorwurf aus meiner Sicht nicht haltbar.

 

Im Anime "Ghost in the Shell" treibt Motoko Kusanagi in der Einsteigssequenz in ihrem nackten Cyborgkörper in einem Tank nach oben. Erst das pure Metallskelett, dann kommt das künstliche Fleisch darauf. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Man könnte in solchen Fällen sagen "Es gefällt mir nicht", ohne einen -ismus zu bemühen. Ich weiß auch nicht, ob hier von Zielgruppefixierung die Rede sein kann. Unter dem Gesichtspunkt könnte man sich den Verlauf des Unterkiefers bzw. der Zunge des Fisches anschauen und Penetrationsfantasien unterstellen. 

 

Mit den meisten Geschichten aus der NOVA 29 kann ich nichts anfangen, aber das erklärt sich durch einen Faktor: Geschmack.

Aus meiner Sicht sind die Erzählungen jedoch nicht Mainstream. Unkonventionell, originell. Eine oder zwei haben mich zum Nachdenken gebracht.

Meine persönlichen Favoriten sind "Anna" sowie "Im Bärental".

 

Irgendwo ist mir eine falsche Trennung aufgefallen, ansonsten bin ich bisher über keine Fehler gestolpert. Das Layout ist sauber. Schön finde ich den Einsatz der geschwungenen Schrift auf S. 70.

 

Die meisten Illustrationen finde ich gut gelungen. Auch hier spielt natürlich mein Geschmack eine Rolle.

 

Insgesamt halte ich die Ausgabe für ein handwerklich gut gemachtes Produkt, das sich sehen lassen kann. Negative Kritik wird es immer geben, aber schlimmer wäre ein weichgespültes Magazin, über das man sich nicht mal mehr aufregt.

"Wärest du doch warm oder kalt; da du aber lau bist, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde."


Bearbeitet von J. A. Hagen, 09 September 2020 - 15:06.


#68 Naut

Naut

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Geschrieben 09 September 2020 - 12:46

Ein Fisch? Ist der auf der Rückseite?

#69 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 09 September 2020 - 15:05

Ich meine die Kreatur rechts unten auf dem Titel.


Bearbeitet von J. A. Hagen, 09 September 2020 - 15:05.


#70 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 09 September 2020 - 15:13

@J.A. Hagen: möchte nicht versäumen, dich im Netzwerk zu begrüßen. Freue mich auf weitere Diskussionen (hier überreiche ich nur die Luftballons)  :baloon:


Die Realität ergibt einfach keine gute Story! jottfuchs.de

 

 


#71 My.

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Geschrieben 09 September 2020 - 16:00

Ein Fisch? Ist der auf der Rückseite?

 

Ich meine die Kreatur rechts unten auf dem Titel.

 

Au, Shit, Jungs, die Ausgabe ist ja gar nicht vegan ...

 

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#72 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 09 September 2020 - 16:12

Au, Shit, Jungs, die Ausgabe ist ja gar nicht vegan ...

Wenn die erste Story "Im Bärental" heißt und das Titelbild fleischliche Genüsse verheißt...

 

Gruß

Ralf,

Teilzeit-Veganer (zwischen den Mahlzeiten)

 

PS: Muttermilch ist auch nicht vegan!


Bearbeitet von ShockWaveRider, 09 September 2020 - 16:13.

Verwarnungscounter: 2 (klick!, klick!)

ShockWaveRiders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten -
einen Kerl wie den sollte man lynchen!
  • (Buch) gerade am lesen:T.R.P. MIelke "Der Tag an dem die Mauer brach"

#73 Naut

Naut

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Geschrieben 09 September 2020 - 16:26

Ich meine die Kreatur rechts unten auf dem Titel.

Ich hatte das für so eine Art Gasplaneten gehalten. :)

Au, Shit, Jungs, die Ausgabe ist ja gar nicht vegan ...

My.

Miley Cirus isst ja jetzt auch wieder Fisch. Insofern: Nova ist voll im Trend.

#74 augenfisch

augenfisch

    Yoginaut

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Geschrieben 09 September 2020 - 16:36

Eine nackte Frau ist auf einem Titelbild zu sehen? Und das soll anstössig sein? Nein, finde ich nicht. Die Figur ist eine ästhetisch rundum gelungene Kunstfigur, man muss lernen sie zu lesen anhand ihrer Tätowierungen. Was die wohl zu erzählen haben?

 

Ich für meine Verhältnisse finde das gesamte Titelbild (plus Buchrücken) extrem schön und harmonisch. Lothar Bauer hat da etwas großartiges abgeliefert!

 

Bei der ganzen Diskussion um das TiBi fühle ich mich an Humanoid erinnert, wo viele es für schändlich hielten, einen weiblichen Androiden mit großer Oberweite auf dem Cover zu sehen. Damals wurde unterstellt, dass der Verlag (p.machinery) das Covermotiv bestimmt hätte. Man fragte, was ich denn so als Frau und Autorin davon hielte. -  Dabei war es so, dass Alexander Preuss, der Schöpfer meiner HUMANOID Frau, es mir zeigte und ich beinahe ausgerastet bin vor Freude. Denn es war richtig so, wie es war. Aber das nur am Rande :)

 

Können wir denn nicht einfach etwas Schönes geniessen, ohne gleich zu meckern?


Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Behrend

 

neu erschienen:

 

Salzgras und Lavendel

(SF Roman)

~~~ und ~~~

Nasengnomonomie[sing., fem.] 1.0 - Das Kompendium für nasal bevorzugte Lebewesen

(Bilderbuch)

 

und das alles gibt es wie immer auch direkt beim Verlag oder signiert von mir
 

Der Zusammenbruch einer Illusion ist immer auch ein Tor, das sich zu einem Wunder hin öffnet.
Pascal Bruckner - Verdammt zum Glück


#75 My.

My.

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Geschrieben 09 September 2020 - 19:18

Können wir denn nicht einfach etwas Schönes geniessen, ohne gleich zu meckern?

 

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.

Dumm, wenn der Optiker versagte.

 

My.


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#76 fancy

fancy

    Illuminaut

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Geschrieben 10 September 2020 - 15:16

Mir gefällt das Cover auch, aber ich finde schon, dass ein jeder hier das Recht hat, seine Meinung kundzutun, ohne dass man ihm eine falsche Seeschärfe unterstellt. 

Sex sells und wird das wohl auch noch eine Weile tun. 

Das kann man gut oder schlecht finden oder es ist einem egal. Wer etwas dazu sagen möchte, der tut es. Man kann Argumente austauschen, aber nur in seltenen Fällen wird der eine den anderen überzeugen. 

Ich denke, dass SF Anthologien auch ohne nackte Damen auskommen könnten, bin mir allerdings nicht sicher, ob sich das nachteilig auf die Verkaufszahlen auswirken würde. 

 

 

 


Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach!

Wer wenig denkt, irrt viel (Leonardo da Vinci)
Meinungsverschiedenheiten über ein Kunstwerk beweisen, dass das Werk neu, komplex und lebenswichtig ist. (Oscar Wilde)
Wenn Kritiker uneins sind, befindet sich der Künstler im Einklang mit sich selbst. (Oscar Wilde)

 

www.mluniverse.wordpress.com


#77 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 10 September 2020 - 17:04

Danke, Fancy.

Darüberhinaus kann ich ein Cover auch einfach hässlich, unpassend oder misslungen finden, und zwar gänzlich unabhängig von moralischen Kategorien wie "Sexismus" oder "Anstößigkeit". Nur mal so als Denkanstoß: Die SF-Szene tut ja manchmal so, als hätte es die Moderne nicht gegeben, und die ist immerhin schon 100 Jahre her.
Sehr gelungen finde ich z.B. die aktuellen englischsprachigen "Dune"-Ausgaben, die sehr grafisch sind und fast ohne gegenständliche Abbildungen auskommen.

Trotzdem möchte ich Lothar Bauer als Künstler auch noch mal hervorheben, denn handwerklich gefällt mir das Bild schon gut.

#78 Ender

Ender

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Geschrieben 11 September 2020 - 08:27

Ich bin weiblich, ich schreibe und ich bin gegen eine Frauenquote.

Niemand hat eine Frauenquote gefordert.

Jordans ursprüngliche Frage - durchaus etwas provokant formuliert - war ja vor allem, warum KEINE EINZIGE Frau vertreten ist? Denn sooo krass ist das Ungleichgewicht bei den Schreibenden dann doch wohl nicht.

Wer wo etwas einreicht, hat womöglich auch mit der - ich sag's mal ganz vorsichtig - Außenwirkung des "Anbieters" zu tun. Oder mit der Bubble, in der dieser sich bewegt.

 

Beispielsweise erschien ungefähr zeitgleich im ArtSkriptPhantastik - Verlag eine SF-Anthologie namens "Bienen", in der 7 der 10 Storys von weiblichen Autorinnen stammen. Es gibt sie also, die SF-schreibenden Frauen!

Die Verlegerin bewegt sich (soweit ich das auf den Social-Media-Kanälen mitbekomme) in einer eher weiblich/feministisch/divers/jung - orientierten Umgebung. Und ganz offensichtlich hat das auch Einfluss auf die Autorenschaft, die dort Geschichten einreicht (ohne dass deswegen leicht bekleidete Männer auf den Titelbildern abgebildet werden).

 

Die Aussage "Es kann nur veröffentlicht werden, wer etwas eingereicht hat" ist zweifellos richtig. Aber man könnte sich ja auch fragen, aus welchen Gründen die Verteilung so ist wie sie ist, und ob man daran ggf. etwas ändern kann. Oder möchte.



#79 My.

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Geschrieben 11 September 2020 - 09:39

Die Aussage "Es kann nur veröffentlicht werden, wer etwas eingereicht hat" ist zweifellos richtig. Aber man könnte sich ja auch fragen, aus welchen Gründen die Verteilung so ist wie sie ist, und ob man daran ggf. etwas ändern kann. Oder möchte.

 

Mir stellt sich die Frage, wie ich die Gründe herausfinden sollte.

 

Am Verlag p.machinery kann es jedenfalls nicht liegen. Wenn du dir die bisherigen Veröffentlichungen anschaust - ich gebe zu, die Details zu checken, macht Arbeit, sorry -, wirst du einen hohen Anteil weiblicher Autoren feststellen, und unter denen gibt es ganz sicher eine ganze Reihe, die p.machinery positiv beurteilen. Ich will keine Namen nennen, aber von zweien sind gerade frische Titel erschienen. Und in der von Corinna Griesbach herausgegebenen Anthologie "DIE ZUKUNFT ..." (siehe https://www.pmachinery.de/?p=6847) findest du zwar kein 50:50-Verhältnis, aber doch eine deutliche Anzahl von weiblichen Schriftstellern.

 

Letztlich ist das Problem nicht, ob die Story XYZ von Männlein oder Weiblein verfasst wurde, sondern nur, ob sie gut ist oder nicht. Wenn das nicht unüblich wäre, könnte man die Autorennamen auch einfach weglassen - und dann schauen, was dabei herauskommt. Vielleicht sogar ein Rate- und Gewinnspiel daraus machen. Auflösung in der nächsten NOVA-Ausgabe.

 

My.


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#80 Mammut

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Geschrieben 11 September 2020 - 12:24

Ender, dem Art Skript Verlag könntest du den gegenteiligen Vorwurf machen. Der ist ja sehr frauenlastig. Würde ich jetzt als Beispiel für Ausgewogenheit nicht heranziehen.

Galactic Pot Healer - die etwas andere Bar
http://defms.blogspo...pot-healer.html


#81 Ender

Ender

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Geschrieben 11 September 2020 - 12:49

Das sollte gar kein Beispiel für Ausgewogenheit sein. Es ist lediglich ein (weiteres) Beispiel dafür, dass die Umgebung, in der man sich bewegt und die Art, wie man sich präsentiert, automatisch auch Einfluss darauf hat, wer sich angesprochen fühlt.

Als ein Erklärungsansatz, warum sich - in beiden Fällen - die Geschlechterverteilung so darstellt wie sie ist.



#82 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 11 September 2020 - 13:07

Das sollte gar kein Beispiel für Ausgewogenheit sein. Es ist lediglich ein (weiteres) Beispiel dafür, dass die Umgebung, in der man sich bewegt und die Art, wie man sich präsentiert, automatisch auch Einfluss darauf hat, wer sich angesprochen fühlt.
Als ein Erklärungsansatz, warum sich - in beiden Fällen - die Geschlechterverteilung so darstellt wie sie ist.


Also haben beide alles richtig gemacht. Sie bieten jeweils Geschichten für ihre Zielgruppe und die Geschlechterverteilung der Schreibenden ergibt sich nachrangig.

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#83 Ender

Ender

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Geschrieben 11 September 2020 - 13:13

Wenn das jeweils so gewünscht ist, dann ja. Es könnte höchstens evtl. Leser enttäuschen, die sich ein anderes Verhältnis wünschen. Oder möglicherweise die Zielgruppe unnötig einschränken.



#84 Mammut

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Geschrieben 11 September 2020 - 13:26

Das sollte gar kein Beispiel für Ausgewogenheit sein. Es ist lediglich ein (weiteres) Beispiel dafür, dass die Umgebung, in der man sich bewegt und die Art, wie man sich präsentiert, automatisch auch Einfluss darauf hat, wer sich angesprochen fühlt.
Als ein Erklärungsansatz, warum sich - in beiden Fällen - die Geschlechterverteilung so darstellt wie sie ist.

  

Wenn das jeweils so gewünscht ist, dann ja. Es könnte höchstens evtl. Leser enttäuschen, die sich ein anderes Verhältnis wünschen. Oder möglicherweise die Zielgruppe unnötig einschränken.

Es geht ja nicht um das Geschlechterverhältnis der Autoren. Man will bestimmte Geschichten lesen. Das ist eine Zielgruppe. Und die ist bei Nova und Exodus bestimmt anders als bei Art Skript.
Und du meinst, Nova braucht mehr Teenagergeschichten und dementsprechend passende Autorinnen?

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#85 ChristophGrimm

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Geschrieben 11 September 2020 - 13:42

Ich gebe auch mal meinen Senf dazu: In meiner letzten Anthologie „Fast menschlich“ haben sich Männlein und Weiblein bei den Einsendungen nichts genommen - meine Auswahl war ohne jede Absicht ausgewogen. Mir ist dabei aufgefallen, dass es verhältnismäßig deutlich mehr „junge“ aktive SF-Autorinnen gibt, als ältere. Ich vermute, meine Social Media Präsenz hat stark dazu beigetragen, diese Autorinnen zu erreichen.

#86 nst

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Geschrieben 11 September 2020 - 13:43

Glückwunsch zur Nova 29, insbesondere zum Sekundärteil! Hirnzersprengend, aber fundiert und hochspannend. 


Bearbeitet von nst, 11 September 2020 - 14:00.


#87 Ender

Ender

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Geschrieben 11 September 2020 - 16:29

Es geht ja nicht um das Geschlechterverhältnis der Autoren. Man will bestimmte Geschichten lesen. Das ist eine Zielgruppe. Und die ist bei Nova und Exodus bestimmt anders als bei Art Skript.
Und du meinst, Nova braucht mehr Teenagergeschichten und dementsprechend passende Autorinnen?

Idealerweise erhält man eine gesunde Mischung, genau darum geht's doch in dieser Diskussion. Eine bunte Mischung aus - wenn wir schon polemisch werden wollen - 'Teenagergeschichten von dazu passenden Autorinnen' und '70er Jahre-SF von dazu passenden Herren".
Und etwas ernsthafter formuliert: Möglichst viel dazwischen.

Ich vermute, meine Social Media Präsenz hat stark dazu beigetragen, diese Autorinnen zu erreichen.

So kann's gehen. Das meinte ich.

#88 Mammut

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Geschrieben 11 September 2020 - 16:52

@Ender: Ich persönlich wollte so eine Mischung nicht lesen. Die spannende Frage ist ganz allgemein ob man dadurch mehr oder am Ende gar weniger Leser bekäme.

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#89 Michael Iwoleit

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Geschrieben 11 September 2020 - 17:10

 

Beispielsweise erschien ungefähr zeitgleich im ArtSkriptPhantastik - Verlag eine SF-Anthologie namens "Bienen", in der 7 der 10 Storys von weiblichen Autorinnen stammen. Es gibt sie also, die SF-schreibenden Frauen!

Die Verlegerin bewegt sich (soweit ich das auf den Social-Media-Kanälen mitbekomme) in einer eher weiblich/feministisch/divers/jung - orientierten Umgebung. Und ganz offensichtlich hat das auch Einfluss auf die Autorenschaft, die dort Geschichten einreicht 

 

 

Das ist sicher richtig. Und da bin ich auch froh darüber. Mit einem Verlag, der solch illustre Rohrkrepierer wie "Die dunkelbunten Farben des Steampunks" verbrochen hat, möchten wir uns nicht gemein machen. Wenn dilettantische Möchtergern-Autoren lieber dort Geschichten anbieten als bei uns, ist das eine große Arbeitserleichterung. Das erspart uns so manchen Herzklabaster. 



#90 Michael Iwoleit

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Geschrieben 11 September 2020 - 17:54

Idealerweise erhält man eine gesunde Mischung, genau darum geht's doch in dieser Diskussion. Eine bunte Mischung aus - wenn wir schon polemisch werden wollen - 'Teenagergeschichten von dazu passenden Autorinnen' und '70er Jahre-SF von dazu passenden Herren".

 

Nun wird's wirklich albern. Wenn wir eins bestimmt nicht wollen, dann Teenager-Geschichten von Halbwüchsigen, die man eigentlich nochmal in die Grundschule zurückschicken müßte. Es wird bereits viel zu viel auf diesem Niveau veröffentlicht.

 

Wir wollen keine "ausgewogene Mischung". Wir wollen die besten Geschichten veröffentlichen, die wir haben können, und dabei auch Anfängern, Neulingen und weniger bekannten Autoren Platz einräumen. Das ist schwierig genug, erfordert Abwägen und Kompromisse, und daher haben wir Besseres zu tun, als beim Zusammenstellen einer Ausgabe die Geschlechtschromosomen der beteiligten Autoren durchzuzählen.

 

So manch einer scheint zu denken: Ältere Herren machen auch nur langweilige, altmodische Sachen. In den Jahren, als ich für meine Kurzgeschichtenrückblicke im "Science Fiction Jahr" praktisch die gesamte Jahreproduktion neuer deutscher SF-Stories gelesen habe, konnte ich mich vom Gegenteil überzeugen. Es sind eher die etwas älteren Herrschaften, auch einige Frauen, die die Tradition der SF auf eine zeitgemäße Art weiterführen, im Rahmen der bescheidenen Möglichkeiten unserer kleinen Szene. Fast alle Autoren, Anthologisten und Herausgeber, die seit Jahren eine beständige Qualität abliefern, sind mindestens Mitte vierzig. Es sind eher die Jüngeren und die Neueinsteiger in der Szene, die qualitativ in finsterste Zeiten deutscher SF zurückgefallen sind und alle Lehren ignoriert haben, die man aus der SF der Fünfziger- bis Achtzigerjahre und der damit verbundenen dezidierten SF-Kritik (etwa im Science Fiction Jahr, der Science Fiction Times oder dem Quarber Merkur) ziehen könnte. Da muß ich mit Leuten diskutieren, die Autoren sein wollen, aber meinen, daß sie's überhaupt nicht nötig haben, ihre eigene Muttersprache zu beherrschen. Wer gern SF aus dem Kindergarten lesen will, kann das gern tun - aber nicht in Nova.

 

Von daher mag man uns gern in die Ecke der verknöcherten, alten Säcke stellen (auch wenn es Dirk gegenüber, der noch ein wenig nachgrauen muß, etwa unfair ist ;-). In dieser Ecke stehen wir gut.

 

Salute 

MKI 


Bearbeitet von Michael Iwoleit, 11 September 2020 - 17:55.



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