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James Tiptree Jr. - Helligkeit fällt vom Himmel

Lesezirkel Klassiker James Tiptree Jr. Helligkeit fällt vom Himmel 2019

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Stil und Sprache fand ich:

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Story und Plot fand ich:

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Figuren und Charakterisierung fand ich:

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Setting und Hintergrund fand ich:

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Grundidee und Thema fand ich:

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#1 Trace

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Geschrieben 29 September 2019 - 21:49

Ab dem 1. Oktober lesen wir hier gemeinsam:

 

James Tiptree Jr. - Helligkeit fällt vom Himmel

 

Ich wünsche allen viel Spaß.



#2 lapismont

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Geschrieben 01 October 2019 - 17:51

Erstes Kapitel gelesen. Verbreitet gleich eine ungemütliche Stimmung. Man ahnt, dass die Touristen einiges durcheinander bringen werden. Etliche sexuelle Anmerkungen und Untertöne.

Das Duo Cory und Kip erinnert mich sehr an Alice und Ting, wie ich sie aus der Biographie in Erinnerung habe.

 

Mein Plan ist, jeden Tag ein Kapitel zu lesen, bei 22 Kapiteln passt das in den Monat. 


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#3 Mammut

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Geschrieben 01 October 2019 - 18:40

Mein Exemplar ist noch unterwegs☺

#4 lapismont

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Geschrieben 01 October 2019 - 22:02

Ja, euch fehlt da so ein cooler Laden wie das Otherland :D


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#5 lapismont

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Geschrieben 02 October 2019 - 19:57

Kapitel 2.
Ein Unheilsomen und der deutliche Hinweis auf die Gefährlichkeit von Rauch und Feuer.
Die beiden Unterwasserforscher werden als mysteriös und potentiell gefährlich dargestellt.
Die ausführliche Beschreibung der Lage der Räume lässt mich an einen Krimi von Agatga Christie denken.
Da dräut sich was zusammen. Bisher sehr spannungsaufbauend inszeniert.

Bearbeitet von lapismont, 02 October 2019 - 19:57.

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#6 T. Lagemann

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Geschrieben 03 October 2019 - 06:29

Hallo,

 

bin dann auch mal eingestiegen (1. Kapitel gelesen). Meine coole Buchhandlung hatte das Buch zwar nicht vorrätig, aber natürlich war es nach der telefonischen 18h Bestellung am nächsten Vormittag da (gestern).

 

@lapismont Danke. Agatha Christie trifft es. Begrenzte Räumlichkeiten und ein begrenztes Personal. Das uns vorgestellt wird. Bin ganz gespannt, wer Miss Poirot spielen darf ... Und noch gespannter, was Tiptree aus dem sattsam bekannten Setting a la Christie macht.

 

Störend: Es haben sich recht viele Alltagsformulierungen in den Text geschlichen. Schon auf der ersten Textseite (Seite 17) heißt es "Offenbar schicken sie das große Shuttle runter", sagt Cory Estreél. "Ich frage mich, wie viele wir kriegen." Nee, bitte nicht! Über runter und kriegen stolpere ich beim Lesen. Und wenn ich stolpere, beginne ich mich zu ärgern.

 

Viele Grüße

Tobias


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#7 lapismont

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Geschrieben 03 October 2019 - 10:02

Ich denke, sie will mit der Sprechweise die betont abgeschliffene und nicht hochoffiziellen Umgangsformen dort betonen. Ein ferner Außenposten, Ranger mit langer Erfahrung … So etwas in der Art.


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#8 Trace

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Geschrieben 03 October 2019 - 11:57

Ich habe bis Kapitel 6 gelesen.

 

Lässt sich angenehm lesen. Ist eine unterhaltsame "Space Opera".

Beim Lesen ist mir die Frage "Wer ist der Täter/Mörder?" auch schon durch den Kopf gegangen, obwohl noch niemand gestorben ist. :happy:  :unsure:



#9 lapismont

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Geschrieben 03 October 2019 - 18:25

Kapitel 3

Erste Eindrücke vom Leben der Dameii. Die bedrohliche Atmo bleibt. Besonders Mordecai Yule scheint finstere Absichten zu haben. Mal sehen, ob der biblische Name mit Grund gewählt wurde.


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#10 T. Lagemann

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Geschrieben 04 October 2019 - 05:22

Hallo,

 

ich mache es wie lapismont - jeden Tag ein Kapitel.

 

Kapitel 2: Naja, die laaaaange Rede des einen ach so wichtigen Herrn muss später bedeutsam werden, denn allein um sein Ego zu beschreiben ist das Ding zu ausgewalzt.

 

Ansonsten: Die Rollen werden weiter munter verteilt, nach der eher in Sachen Optik mitteilsamen Vorstellungsrunde des 1. Kapitels, geht es nun mehr um das, was die Personen zu sagen haben.

 

Und die Alltagssprache bleibt. Ich tippe da mehr auf eine etwas holprige Übersetzung als auf ein bewusstes Stilmittel.

 

Prinzipielles: Mich wundert schön, dass ein so dolles Ereignis wie das Vorbeiziehen eines Novarestes nicht mehr Aufmerksamkeit nach sich zieht. Soooo häufig dürfte ein solches Ereignis in der von Menschen besiedelten Galaxis doch nicht sein? Okay, es gibt Nova-Forscher, also kann man sich derlei häufiger anschauen. Aber wenn es heutzutage bei uns eine totale Sonnenfinstermnis gibt, dann sind doch alle total aus dem Häuschen. Da fahren manche auch ein gutes Stück, um in den Genuss des Vollschatten zu kommen. Und dann naht ein Eeignis wie in dem Roman und bis auf ein Filmteam und Forscher und zwei Zufallsgäste kommt niemand? Das kann kaum an der Quarantäne für den Planeten liegen? So einen Durchgang kann man sich auch aus dem All anschauen. Oder man landet heimlich auf dem Planeten ... Die Maßnahmen zum Schutz der Quarantäne sind ja eher lächerlich. Aber vielleicht wird das noch erklärt ...

 

Viele Grüße

Tobias


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#11 lapismont

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Geschrieben 04 October 2019 - 07:04

Ich weiß nicht, die Sprache finde ich angemessen. Ist ja kein Buch aus den 1880ern sondern 1980ern.

 

Das sich der Nova-Tourismus in Grenzen hält, wird an dem Schutzstatus liegen und an der doch recht abgelegenen Ecke. So kam das zumindest bei mir heraus. Für mich scheicht das auch nicht im Epizentrum des Romans zu liegen. Das wird wohl eher ein Psycho-Kammerspiel.


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#12 T. Lagemann

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Geschrieben 05 October 2019 - 02:26

Hallo zusammen,

 

gestern zwei Kapitel gelesen, damit ich mit dem Monat im Takt bleibe.

 

Passiert ist nichts, bis auf das Mitteilen der Leidensgeschichte der Dameii.

 

Gepackt hat mich "Helligkeit fällt vom Himmel" bislang nicht. Die Figuren sind mir zu blass und es passiert nichts bis auf viel Gequatsche. Das alles ist mir dann auch noch mit Adjektiven überladen, die mir brav alles sagen, aber nichts zeigen.

 

Etwas missvergnügt grüßt

Tobias


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#13 lapismont

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Geschrieben 05 October 2019 - 08:00

Kapitel 4
Die Geschichte der Folterungen und der Ausbeutung war schon heftig.
Ich komme mit dem Stil gut klar. Vielleicht liegt es daran, dass ich Adjektive noch nie störend fand.
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#14 lapismont

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Geschrieben 05 October 2019 - 17:33

Kapitel 5.

Linnix und Bram kommen sich näher. Vielleicht gefällt Dir ja diese Charaktervertiefung etwas mehr, Tobias.


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#15 T. Lagemann

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Geschrieben 06 October 2019 - 04:06

Hallo zusammen,

 

und weiter "Sweet Nothing". Das "Sweet" gilt den benutzten Adjektiven, denn was, bitte, sagt mir eine "schön(er)"? Und derlei nichtssagende Umschreibungen sind auch in Kapitel fünf unterwegs. Subtil geht anders.

 

@lapismont Öhm, ja, Charaktervertiefung a la Roman mit langhaariger Frau in chicem Kleid auf dem Cover, im Hintergrund ein Schloss oder ein Herrenhaus oder eine prachtvolle Villa. Natürlich ist der Himmel blau und die Bäume sind grün und die Blumen blühen. Die Charaktere kleben entsprechend süßlich. Es wird dramatisch werden, oh ja, aber am Ende wird jeder das Bekommen haben, was sie verdient haben. Die Bösen sind im Orkus, die Guten reisen in die Flitterwochen, ach ja, und Papa ist tot, was sooooo traurig ist. Vielleicht ist die Fabrik zwischenzeitlich abgebrannt oder der Reitstall, aber der Wiederaufbau wird kommen.

 

Natürlich ist es voll dramatisch, dass Linnix ach so schrecklich abgelehnt wurde in Kindheit und Jugend. Aber verleiht das der Figur Tiefe? Für mich nicht, denn all das wird nur behauptet, ich erfahre es von den Person selbst, nicht durch die Person, durch die Art, wie sie redet, wie sie sich verhält. Da bleibt Tiptree weit unter ihren Möglichkeiten.

 

Bislang bin ich schwer enttäuscht.

 

Viele Grüße

Tobias


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#16 lapismont

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Geschrieben 06 October 2019 - 09:05

Sieht echt so aus, als ob dir der stil des buches gar nicht liegt. Ich werde beim nächsten Kapitel mal auf die Punkte Deiner Stilkritik achten.

 

Das Problem des Dogmas Show, don't tell ist meiner Meinung nach, dass sehr von der Aufmerksamkeit und Fantasie des oder der Lesenden abhängt. 

 

Nehmen wir hier mal Bram. Cory und Kip äußern sich zu Beginn über seinen sexuellen Druck. Es gibt eine Rückblende, wo Cory ihn abweist. Später beobachten sie, dass er bei der einen Schwester war. Erst danach erfahren wir von ihm, dass er tatsächlich mit ihr schlief.

Die Szene selbst fehlt.

Wenn wir hier einen Roman von Agatha Christie hätten, wäre der Krimileser hellwach. Da es keinen objektiven Erzähler gibt, könnte die reale Szene durchaus ganz anders gelaufen sein. Oder etwas wesentliches, wie ein entwendetes Messer, könnte ausgelassen worden sein.

 

Mal sehn, wie das Alice hier handhabt.


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#17 T. Lagemann

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Geschrieben 07 October 2019 - 04:54

Hallo zusammen,

 

Kapitel 6 abgehakt.

 

O weh, da hat jemand Vorahnungen und kommt darauf, dass da jemand nicht das ist, was er vorzugeben behauptet. Und die beiden, denen er davon erzählen möchte, haben keine Zeit ... Hochdramatisch! :ph34r:

 

Ich werde dennoch zu Ende lesen ...

 

@lapismont Ich bin momentan AU geschrieben, also habe ich viel Zeit zum aufmerksamen Lesen. Irgendwie muss ich ja all die Zeit herum kriegen (das "kriegen" deshalb, weil sich das so oft im Roman findet).

 

Viele Grüße

Tobias


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#18 lapismont

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Geschrieben 07 October 2019 - 08:08

Hallo zusammen,

 

Kapitel 6 abgehakt.

 

O weh, da hat jemand Vorahnungen und kommt darauf, dass da jemand nicht das ist, was er vorzugeben behauptet. Und die beiden, denen er davon erzählen möchte, haben keine Zeit ... Hochdramatisch! :ph34r:

 

Ich werde dennoch zu Ende lesen ...

 

@lapismont Ich bin momentan AU geschrieben, also habe ich viel Zeit zum aufmerksamen Lesen. Irgendwie muss ich ja all die Zeit herum kriegen (das "kriegen" deshalb, weil sich das so oft im Roman findet).

 

Viele Grüße

Tobias

Zunächst: Das mit der Aufmerksamkeit bezog sich nicht auf Dich, sondern auf mein Verständnis von Show, don't tell.

Sorry, wenn das falsch ankam. Bin aber auch grad AU: Gute Besserung uns!

 

Zu Kapitel 6

Ja, das mit den Vorahnungen nahm ich ähnlich wahr. Ein aus Katastrophenfilmen etwa sattsam bekanntes dramaturgisches Mittel. Und es ist ja nicht das erste Vorzeichen. Wenn da also wirklich etwas passiert, ging Alice dafür ordentlich mit dem Holzhammer unter ihre Leserschaft. Allerdings kenne ich zuwenig ihrer Texte, um hier in ihrem letzten Roman typische Schreibstandards zu entdecken. Es ist ja ein Spätwerk, wenn ich das richtig sehe.

 

Was ich gar nicht fand, war eine übertriebene Nutzung von Adjektiven. Stilistisch fühle ich mich weiterhin wohl, wobei es schwer zu sagen ist, ob wir hier eher Andrea Stumpf lesen als Alice Sheldon.

 

Interessant war das Kapitel aber auch wegen des darin beschriebenen Umgangs mit Kinderpornographie. Alice macht hier ganz nebenbei ein weiteres düsteres Kapitel ihres Buch-Universums auf.


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#19 T. Lagemann

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Geschrieben 08 October 2019 - 05:59

Hallo zusammen,

 

Kapitel 7. Die Vorahnungen sind mitgeteilt worden. Das erfahren wir aber erst viel später.

 

Ansonsten: Etwas Verschwörungsgedöns vonwegen Totmannschalter ...

 

Ich frage mich übrigens permanent, wie das gehen soll, also dass eine 3-Mensch-Station einen ganzen Planeten davor bewahren soll, von Sternentränen-Dealern heimgesucht zu werden ...?

 

@lapismont Es sind weniger die Adjektive an sich, die mich stören, als die Art der Beschreibungen (und die dabei benutzten Adjektive etc. pp.)... Das rutscht übelst ins kitschige ab. Satz 1: "Sanft geht die Mörgendämmerung in Tageslicht über, das die wunderschöne kleine Welt namens Damien erhellt."

 

Wie im Märchen ... wunderschöne kleine Welt.

 

Derlei Beschreibungen gibt es zuhauf ...

 

Puh ... "gertenschlanke, glücklich wirkende Frau in der Blüte ihres Lebens"

"Kip ist der attraktivste Mann"

"vereint alle Merkmale eines Models für eine Raumfahrt-Rekrutierungskampagne in sich - groß, schlank, ein gebräuntes, scharf geschnittenes Gesicht mit heiteren grauen Augen, die Ehrlichkeit ausstrahlen, ein freundliches, breites Grinsen und ein Schopf schwarzer Locken." Boah, Heidi Klum würde sich freuen!

"das Herz in den wunderbaren Augen"

"könnte ... zu wahrer Liebe führen"

 

Der Kitschfaktor ist arg hoch.

 

"... die sich Damien mit enormer Geschwindigkeit annähert und beim Näherkommen immer größer wird. Im Laufe der letzten Jahre ist sie von einem Lichpunkt auf Edelsteingröße angeschwollen und jetzt ist sie ein riesiger Lichtkomplex, der über den halben Himmel ausfranst."

 

"enormer", "immer größer", "angeschwollen", "riesiger", "halber Himmel ausfranst" ... Nix für ungut, aber das ist mir zu platt beschrieben.

 

Und noch mal zu Satz 1:

Tageslicht erhellt nur den Teil einer Welt, die von der Sonne beschienen ist, die andere Seite liegt im Dunkeln, also ist nicht Damien erhellt, sondern nur ein Teil Damiens. 

"kleine" Welt? Nun ja, da all die Besucher kein Problem mit der Schwerkraft Damiens haben, wird sie etwa so groß sein wie die Erde. Warum also "kleine Welt"?

 

Derlei m.E. schlechte - weil flach und kitschig - Be- und Umschreibungen ziehen sich durch den Roman ... Mal willkürlich Seite 25 aufgeschlagen ... "mit geschickten, raschen Handgriffen", "Aus der Luke tritt der silberblonde Traum eines jungen jungen Mädchens", "ein gut aussehender blauschwarzer Jüngling", "ein wunderschönes schwarzhaariges Mädchen"

 

Gleich betritt der Herr Fabrikdirektor die Szenerie und wir erfahren, dass die Tochter dem unsympathischen Sohn des Nahcbarfabrikdorektors versprochen ist (weil damit Papas Fabrik gerettet werden köntne), sie aber lieber einer Karriere als Malerin beginnen würde und unverheiratet bleiben möchte ...

 

Viele Grüße

Tobias


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#20 lapismont

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Geschrieben 08 October 2019 - 07:45

Hallo zusammen,
 
Kapitel 7. Die Vorahnungen sind mitgeteilt worden. Das erfahren wir aber erst viel später.


ja, eine seltsame Konstruktion.Erst macht sie uns scharf auf diese szene und dann wird das in so einer Glücklicksein-Szene abgearbeitet.
Sehr seltsam und unbefriedigend.
 

Ansonsten: Etwas Verschwörungsgedöns vonwegen Totmannschalter ...
 
Ich frage mich übrigens permanent, wie das gehen soll, also dass eine 3-Mensch-Station einen ganzen Planeten davor bewahren soll, von Sternentränen-Dealern heimgesucht zu werden ...?


Soll wohl an eine Ranger-Station erinnern. Dort steht ja auch keine Garnision bereit, um Wilderer zu fangen. Sie können ja jederzeit militärische Hilfe holen und der Zugang zum Planeten ist stark begrenzt.
 

@lapismont Es sind weniger die Adjektive an sich, die mich stören, als die Art der Beschreibungen (und die dabei benutzten Adjektive etc. pp.)... Das rutscht übelst ins kitschige ab. Satz 1: "Sanft geht die Mörgendämmerung in Tageslicht über, das die wunderschöne kleine Welt namens Damien erhellt."
[ …]
Der Kitschfaktor ist arg hoch.

 
Danke für die Beispiele. Ich kann Dir dahin leider nicht folgen, da ich mit Deiner daraus erkennbaren Kitsch-Definition nichts anfangen kann. Für mich sind die bunten asiatischen Wackelkatzen Kitsch.
Wäre ganz schön, wenn du mal Gegenbeispiele von Werken nennen könntest, deren Stil Dir gefiel.
Für mich sticht »Helligkeit fällt vom Himmel« bisher weder im positiven, noch im negativen Sinne stilistisch hervor. Es liest sich gut und ich hab klare Bilder im Kopf. Bei einem »wunderschönen« Mädchen habe ich eine sehr konkrete Vorstellung davon, aber eine sehr subjektive. Hätte Alice hier das Wort anders vermitteln wollen, wäre die Passage viel länger und bestimmt nicht eindeutiger geworden.
Aber da kann jetzt auch der Lyriker in mir sprechen, der das Umsetzen von Wörtern in Bildern im Kopf der Lesenden verortet.
 

Und noch mal zu Satz 1:
Tageslicht erhellt nur den Teil einer Welt, die von der Sonne beschienen ist, die andere Seite liegt im Dunkeln, also ist nicht Damien erhellt, sondern nur ein Teil Damiens. 
"kleine" Welt? Nun ja, da all die Besucher kein Problem mit der Schwerkraft Damiens haben, wird sie etwa so groß sein wie die Erde. Warum also "kleine Welt"?


Um die Schutzbedürftigkeit anzudeuten? Welt bedeutet nicht unbedingt auch Planet. Es kann den bewohnten Teil meinen. Unsere Erde ist ürigens kein sonderlich großer Planet.
Und bezüglich des Lichts. Jetzt plötzlich forderst Du genauere Beschreibungen. Nein, nicht der ganze Planet wird erhellt, in die Schatten hinter den sieben Bergen dringt kein einziger Lichtstrahl.
Alice schreibt hier übrigens nicht, das alles erhellt wird. Es gibt dort kein Adverb, kein Adjektiv, kein Nebensatz, der das erweitert oder einschränkt.
Ich persönlich finde das etwas überkritisch. Im Original lautet der Satz so:
»Dawn is tenderly brightening to daylight over the beatiful small world called Damiem.« Ich vermute, dass hier die Basis dargestellt werden soll, von der aus sich der Roman entwickelt. Und zudem bezieht es sich auch auf den Originaltitel.
 
Aber noch etwas zu Kapitel 7.

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#21 Felix

Felix

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Geschrieben 08 October 2019 - 10:51

Kapitel 2.
[...]
Die ausführliche Beschreibung der Lage der Räume lässt mich an einen Krimi von Agatga Christie denken.

Ich hänge etwas zurück, bin jetzt aber auch in Kapitel 2 angekommen und hatte dieselbe Assoziation. Hoffentlich wird dieses Poetenzial nicht verschenkt.



#22 T. Lagemann

T. Lagemann

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Geschrieben 09 October 2019 - 05:16

Hallo zusammen,

 

Kapitel 8 ist kurz und macht mehr als das, was in der Überschrift steht, nämlich Lady Lormas Ritt beschreiben, es wird auch der Kampf der "kleinen" Lady Pardalianches um ihre Zwillingsschwester beschrieben. Das gibt endlich mal was her ...

 

@lapislamont Ich wähle dann mal ein anders Wort als "Kitsch", um mein Missfallen an den Beschreibungen in dem Roman auszudrücken. Sie sind simpel, sie sind flach. Und die benutzten Worte finden sich dann eben ach so oft in kitschigen Romanen. Dabei kann Tiptree doch ganz anders. Beispiel: "Die dunkle Veranda, auf der er steht, wirkt wie eine schmale Feststoffbrücke in einem Meer aus Licht." (1. Absatz Kapitel 9) Da entsteht die Szene in mir. Aber bei "wunderbaren Augen", da ist alles möglich und nichts, das ist einfach nur entsetzlich flache Beliebigkeit, die ein jeder mit dem füllen mag, was er unter "wunderbar" versteht. Kunst ist das nicht.

 

Hier mal ein Beispiel (aus Philip Kerrs "Kalter Frieden"), wie man Personen auch beschreiben kann: "Sie öffnete ihre krokodillederne Handtasche und zeigte mir ein Buch: Der stille Amerikaner von Graham Greene. Mein geschulter Blick fiel auf eine Flasche Mystikum, ein Bündel französischer Franc und eine kleine rote Blechdose, die eine Puderquaste hätte enthalten können, wahrscheinlicher aber der Aufbewahrungsbehälter für ihr Pessar war."

 

Das nimmt mich als Leser mit, da erfahre ich nicht nur sehr viel über die Frau viel, da erfahre ich auch etwas über den Mann, der in die Handtasche schauen darf. Mich stört hier nur das "mein geschulter Blick", denn a) weiß ich als Leser, dass der Mann (Bernie Gunther) Ex-Polizist, Ex-Privatdetektiv, Ex-SD-Mann ist und entsprechend "geschult" blicken kann, b) belegt die Genauigkeit seiner Beobachtung seinen geschulten Blick. Da hat Kerr doppelgemoppelt ;-)

 

Apropos Rangerstation. Eine Rangerstation für eine ganze "kleine" Welt?

 

Viele Grüße

Tobias


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#23 lapismont

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Geschrieben 09 October 2019 - 08:28

@lapislamont Ich wähle dann mal ein anders Wort als "Kitsch", um mein Missfallen an den Beschreibungen in dem Roman auszudrücken. Sie sind simpel, sie sind flach. Und die benutzten Worte finden sich dann eben ach so oft in kitschigen Romanen. Dabei kann Tiptree doch ganz anders. Beispiel: "Die dunkle Veranda, auf der er steht, wirkt wie eine schmale Feststoffbrücke in einem Meer aus Licht." (1. Absatz Kapitel 9) Da entsteht die Szene in mir. Aber bei "wunderbaren Augen", da ist alles möglich und nichts, das ist einfach nur entsetzlich flache Beliebigkeit, die ein jeder mit dem füllen mag, was er unter "wunderbar" versteht. Kunst ist das nicht.

Ich verstehe dass so, dass Du Opulenz schätzt. Barocke Beschreibungen. Da würde ich dann allerdings schon wieder an Kitsch denken.
Unter einer Feststoffbrücke kann ich mir nichts vorstellen. Flache Beschreibungen finde ich per se nicht schlecht, wenn mir damit effektiv ein Bild vermittelt wird. Als Lyriker mag ich bildgewaltige Darstellungen, es muss aber in den Kontext passen. Und gerade die Beschreibung von Schönheit ist etwas für die literarische Meisterklasse. Ich denke da an Madame Bovary.
 

Hier mal ein Beispiel (aus Philip Kerrs "Kalter Frieden"), wie man Personen auch beschreiben kann: "Sie öffnete ihre krokodillederne Handtasche und zeigte mir ein Buch: Der stille Amerikaner von Graham Greene. Mein geschulter Blick fiel auf eine Flasche Mystikum, ein Bündel französischer Franc und eine kleine rote Blechdose, die eine Puderquaste hätte enthalten können, wahrscheinlicher aber der Aufbewahrungsbehälter für ihr Pessar war."
 
Das nimmt mich als Leser mit, da erfahre ich nicht nur sehr viel über die Frau viel, da erfahre ich auch etwas über den Mann, der in die Handtasche schauen darf. Mich stört hier nur das "mein geschulter Blick", denn a) weiß ich als Leser, dass der Mann (Bernie Gunther) Ex-Polizist, Ex-Privatdetektiv, Ex-SD-Mann ist und entsprechend "geschult" blicken kann, b) belegt die Genauigkeit seiner Beobachtung seinen geschulten Blick. Da hat Kerr doppelgemoppelt ;-)

Ganz ehrlich, dass ist für mich ein typisches Beispiel von übergenauer Beschreibung von Dingen, die mich nicht interessieren. Ich weiß nicht einmal was ein Pessar ist. Dass sie Greene eventuell liest, mag gut oder auch nur in sein, eine Krokodilledertasche zeugt von sehr schlechtem Geschmack. Falls ich jemand wäre, der von Handtaschen auf die Person schlösse, käme hier ein negatives Urteil heraus. Dass sich der Protagonist hierfür interessiert, sagt mir ohne Kontext auch noch nichts. Sucht er etwas bestimmtes? Hat er einen Handtaschenfetisch? So eine indirekte Charakterisierung lässt sich meiner Meinung nach kaum mit einer subjektiven und sugestiven Beschreibung wie »schön« oder »ehrenhaft« vergleichen. Es sind unterschiedliche Tools.
Ich denke, Du magst eindimensionale und unscharfe Darstellungen im Allgemeinen nicht und das ist okay.
 

Apropos Rangerstation. Eine Rangerstation für eine ganze "kleine" Welt?


Tja, das sind Dinge, die ich mich bei sehr vielen SF-Serien und Filmen frage. Star-Trek-Planetenabenteuer sind voll davon. Drei Rebellen, ein Dorf, ein Institut.
Letztlich wissen wir noch zu wenig über das Schutzprogramm auf Damiem. Ich glaube, dass auch die Größe der Population noch nicht genannt wurde. Alles an Infos vermittelte bisher den Eindruck, dass es hier nur diese eine Ansiedlung und dazu noch die der Verbannten, gibt.

Kapitel 8 war wirklich kurz. Innensicht einer Komapatientin.

Spoiler
Keine Ahnung, was das noch für die Handlung bringt.


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#24 Mammut

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Geschrieben 09 October 2019 - 08:32

Mein Buch kam jetzt auch an. Die Aufmachung ist sehr schön, das Buch liegt gut in der Hand. Das erste Kapitel lässt sich flüssig lesen und macht Lust auf mehr. 



#25 lapismont

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Geschrieben 09 October 2019 - 11:53

Ha, schön Mammut!
 
Gerade Kapitel 10 gelesen. Die Dameii-Familie besucht die Beobacher des Hüllendurchganges. Sehr viele opulente Beschreibungen, für mich sehr gelungen und vorstellbar.
 
Weitere Hinweise auf eine sich anbahnende Katastrophe. Das nervt. 

 

 

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#26 Trace

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Geschrieben 09 October 2019 - 20:00

Ich habe auch Kapitel 10 durch.

 

Das was T. Lagemann moniert, ist mir gar nicht so aufgefallen und stört mich auch nicht sonderlich.

 

Ja, dass Problem das ein Planet oder eine ganze Zivilisation von nur einem Dorf repräsentiert wird, weil dort gerade das Tor steht oder das Raumschiff gelandet ist. Ist halt blöd aber vielleicht gibt es jede Menge Satelliten die alles überwachen und vielleicht "erholen" Ökosystem sich ja auch von selbst oder gerade weil es keinen Eingriff durch Menschen/andere Lebewesen gibt.

 

Das stört mich nicht so aber ich habe mich schon gefragt, wie die Körper der Dameii beschaffen sein müssen, damit sie fliegen können.



#27 T. Lagemann

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Geschrieben 10 October 2019 - 04:58

Hallo zusammen,

 

Kapitel 9 ... die wechselnden Lichtverhältnisse verwirren mich. Feuer - Dunkelheit ...?

 

@lapismont Ich habe keine Präferenzen bezüglich Beschreibungen. Wenn sie passen, dann passen sie. Was ich nicht mag, das sind schlechte Beschreibungen. Und davon gibt es für mich im Roman zu viele.

 

@Trace Yepp. Nur eine (geteilte) Ansiedlung, nur eine Station. Ich dachte auch spontan an Kirk & Co. An Satelliten zum Schutz glaube ich nicht, die Technik scheint sehr rückständig. Es wird ja noch mächtig viel gelötet. Und dass die Dameii fliegen können, müssen wir einfach glauben. Und ich würde es auch glauben, wenn der Text märchenhaft angelegt wäre, dann hätte ich auch kein Problem mit all den simplen Beschreibungen, denn dann passen Flachheiten wie schön, attraktiv etc. pp. Aber der Rest des Textes läuft quer zum Märchengenre. Und, nein, ich glaube nicht, dass Tiptree mit "Helligkeit fällt ..." Science Fiction und Märchen verbinden wollte ...

 

Viele Grüße

Tobias


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#28 Mammut

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Geschrieben 10 October 2019 - 06:24

Hallo zusammen,
 
gestern zwei Kapitel gelesen, damit ich mit dem Monat im Takt bleibe.
 
Passiert ist nichts, bis auf das Mitteilen der Leidensgeschichte der Dameii.
 
Gepackt hat mich "Helligkeit fällt vom Himmel" bislang nicht. Die Figuren sind mir zu blass und es passiert nichts bis auf viel Gequatsche. Das alles ist mir dann auch noch mit Adjektiven überladen, die mir brav alles sagen, aber nichts zeigen.
 
Etwas missvergnügt grüßt
Tobias


Ich bin jetzt auch mit Kapitel 4 fertig. Liest sich ganz nett, wirkt aber alles arg seicht. Ich bin bisher auch alles andere als begeistert.

#29 lapismont

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Geschrieben 10 October 2019 - 09:26

Ich denke, Alice versucht hier eine Art von Gesellschaftspanorama. Viele Teile des Hintergrundes erinnern an ihre Erfahrungen als Kind in Afrika. Auch dort traf sie auf die grauenvollen Spuren der menschlichen Gier und knüpfte Freundschaft zu Überlebenden. Safaris, Großwildjagden - ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass sie hier ganz breit aus diesen Erfahrungen und Erinnerungen schöpft.

 

Sie scheint das auf eine SF-Umgebung zu übertragen, so mein Eindruck. Kein Hard-SF, sondern Social-Fiction. Ob das alles zu einem guten Roman zusammenführt, weiß ich noch nicht. Als Stoff ist es spannend.


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#30 lapismont

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Geschrieben 10 October 2019 - 13:41

Kaptel X

 

Es beginnt. Alles etwas unübersichtlich. Welche Funktionen haben der Prinz und Ochter? Füe einen echten Schutz der Dameii erscheint mir das jetzt alles ziemlich unprofessionell.


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