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NOVA 28


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49 Antworten in diesem Thema

#31 lapismont

lapismont

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Geschrieben 19 May 2020 - 06:30

Die 27 ging ja an Mammut und der besprach die Ausgabe hier. Aber über interessante SF-Bücher berichte ich hier eigentlich immer und eröffne Threads, wie letztens zu »Shape Me«.

 

Mir ging es aber eher darum, dass die Tutschi-Story doch noch mehr Leute gelesen haben müssen. Der DSFP ist Teil des SFNs. Etliche Jurymitglieder also hier angemeldet. Warum reicht es euch, einmal im Jahr zwei Werke an die Wand zu pinnen und die restliche Zeit in einer stillen Ecke im eigenen Saft zu braten? 

 

Nova 28 liegt auf meinem SUB und wird, wie schon die anderen Ausgaben auch besprochen, aber man muss auch Lust dazu haben.


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#32 My.

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Geschrieben 19 May 2020 - 07:07

Natürlich gehe ich davon aus, dass du Lust auf NOVA hast :)

Immer :) :) :)

 

Aber ich gehe eigentlich ebenso davon aus, dass die Leute bei fantasyguide.de nach der aktuellen NOVA-Rezi aus eurem "Stall" suchen - nicht hier im SF-Netzwerk. Letzteres ist auch okay - aber ein Link auf eurer Seite wäre möglicherweise hilfreich gewesen.

Aber gut ...

 

Wir braten im Komitee ganz sicher nicht - auch nicht im eigenen Saft. Aber wir sind wenig Leute, haben viel zu lesen - und mir z.B. fehlt einfach die Zeit, zu lesen, zu texten, zu posten usw. usf. Mir graust es schon, wenn ich mir meine eigenen Blogs (privat, Verlag, Nova usw.) anschaue. Und ich bin sicher, dass das nicht nur mir so geht. (Wobei eh klar ist, warum ich mich bei Texten in eigenen Produktionen zurückhalte.)

 

My.


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#33 Mammut

Mammut

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Geschrieben 19 May 2020 - 10:06

Die 27 ging ja an Mammut und der besprach die Ausgabe hier. 

 

Ausgabe 27 ging ja an Uwe Post, der sie für Deutsche Science Fiction besprechen wollte:

http://www.scifinet....e-2#entry383371


Galactic Pot Healer - die etwas andere Bar
http://defms.blogspo...pot-healer.html


#34 Narrania

Narrania

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Geschrieben 19 May 2020 - 19:13

Ich kann auch nur bedauern, dass wenig diskutiert wird. ich habe dieses Jahr eigentlich das Bestreben gehabt, alle Kurzgescichten zu lesen, aber natürlich nicht alle geschafft. Aber sehr viele. Ich hätte gern über die eine oder andere GEschichte diskutiert. Ich weiß auch nicht, warum es so still ist. Gerade Corona, sollte eigentlich dazu führen, dass man mehr ins internet geht, dachte ich. Aber vielleicht ist es einfach die Menge an verschiedenen Blogs. Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen.  

 

Hier wird ja auch nicht diskutiert. Die Nominierten standen fest. Habe nicht gesehen, dass sich jemand hier mit den Inhalten der nominierten Geschichten beschäftigt hätte. Also die Frage, wer liest denn außer uns die nominierten GEschichten, oder Romane? Logischer Weise diskutieren die Jury-Mitglieder vor der Preisveleihung nicht hier. 

 

Aber ich schaue jeden Tag hier ins Forum, um zu sehen, ob zu den deutschen Romanen etwas erscheint. Sehr viel ist das nicht. 

 

 

Zur Siegergeschichte: Für mich war es eher Horror, was ja Krieg immer ist. Aber ich mag diese ständigen Warnungen vor den KIs nicht, die selbst nicht böse sind (davon bin ich überzeugt) sondern es ist immer der Mensch, der sie dafür nutzt und dann die Geister eventuell nicht beherrschen kann, die er gerufen hat. Es ist wichtig, sich zu überlegen, wie wir damit umgehen. Vielleicht muss man die Frage stellen, ob die profitorientierte Gesellschaft wirklich damit "gesegnet" ist. 

Bei der Geschichte hat mir nicht gefallen, dass es notwendig war, über Seiten die Brutalität des Krieges zu schildern (in zugegeben starken Bildern) und am meisten hat mich dieses Thrillerschema, der Einzelne gegen die Welt. Papier gegen KI geärgert. Für mich reicht es nicht, wenn eine Geschichte starke Bilder hat und gut geschrieben ist und vielleicht noch politisch aktuell, ich muss sie auch a) gern lesen und b) sollte sie zum Diskutieren anregen, Lösungen aufzeigen oder auf Dinge aufmerksam machen, die neu sind. Das waren sie für mich bei "Kill" nicht und hier auch nicht. Ich habe einfach genug von den ständigen Untergangsstimmungen, die helfen kein Stück weiter. Wir wissen doch inzwischen, dass es x Wege gibt, auf denen wir uns bewegen und die unsere Lebensgrundlage vernichten. Was wir nicht wissen, ist der Ausweg aus allem, denn dazu gibt es sich widerspechende Aussagen von Wissenschaftlern und gerade alle Autoren, die ich befragen konnte, haben gesagt, sie sehen keinen Ansatzpunkt für eine menschliche Lösung. 

Es ist, scheinbar, einfacher, über Probleme Spannung zu erzeugen, wie Krieg, Pandemien, Verschwörungstheorien u.ä. als sich vorzustellen, dass allein die menschliche Neugier, Unwissen oder einfach unterschiedliche Interessen zu Konflikten führen. Galax hat das in seinem dritten Band der Koloniewelten ganz toll gemacht. auch wenn er eine äußerliche Bedrohung durch Fanatiker als Hintergrund stellt, ist der eigetliche Konflikt einfach nur die Frage wie man es schaffen soll, zusammenzuleben, ohne jemandem zu schaden. Hat mir sehr gut gefallen.

 

"Der Würfel" ist ein Roman, dessen Stärke ich in der Inspiration  zu Diskussionen sehe.

Er ist für mich (es war nicht mein Favorit) gerade darin so gut, dass er nicht wirklich wertet. Er stellt nur dar, wie die KI so wirken könnte, dass es sich für die meisten Menschen wie ein PAradies anfühlt und daneben stellt er Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen dies anders empfinden. Wer hat recht? Gibt es das Überhaupt? Ist die Mehrheit zu respektieren, auch wenn sie den Untergang herbeiführt? Ist es der Untergang oder sieht man es als Verweigerer nur anders? Fragen, die brennend aktuell sind. Deshalb kann ich gut damit leben, dass dieser Roman den Preis gewonnen hat.


Bearbeitet von Narrania, 19 May 2020 - 19:17.


#35 My.

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Geschrieben 24 May 2020 - 14:40

Tom Turtschi hat noch etwas zu seiner DSFP-2020-Siegergeschichte geschrieben:

 

Josefson in DerStandard hat ganz richtig festgestellt: Die Story referenziert  "Second Variety" von  Philip K. Dick. Ich fand dies immer eine der stärksten Geschichten von Dick: Sie entstand Anfang Fünfzigerjahre unter dem Eindruck der nuklearen Bedrohung und dem sich formierenden Blockdenken. Ich wollte versuchen, das Thema in die Gegenwart zu transportieren. Ein grässliches Szenario heute besteht darin, wenn sich die KI mit der Militärtechnologie verbindet. (Du wirst dich erinnern, das Pentagon schrieb ein Milliardenprojekt aus, um das sich Google, Facebook und Microsoft bewarben. Google zog sich schließlich zurück, nach dem Protest der Mitarbeiter - und Microsoft hat den Auftrag im letzen Jahr an Land gezogen.)

Die Neubearbeitung alter SF birgt ja immer eine gewisse Gefahr in sich - gelingt es ihr, dem Thema neue Aspekte abzuringen? Ich denke, dass es mir hier gelungen ist: Einige Motive bleiben übrig (die Camouflage des Jungen), einige Anspielungen setzen die Referenz, aber der Plot ist derart anders, dass er mit dem Original wenig mehr zu tun hat.

Die Geschichtet gerettet und weiter getrieben hat schließlich die Location. Auf einer Urlaubsreise in Jordanien wurde mir klar, das die Handlung nicht im All angesiedelt werden kann: Es entsteht eine ganz andere atmosphärische Dichte und Dringlichkeit, wenn das Geschehen in einer wirklichen Landschaft spielt. Das Museum, Mount Nebo, das Ressort, Betanien - Hendrys Reise ist im Prinzip Reportage und nicht Fiction. Zusätzlich entsteht eine historische Tiefe, im "Gelobten Land" dockt der Plot fast ein wenig an der biblischen Apokalyptik an.

 

My.


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#36 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

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Geschrieben 03 June 2020 - 22:25

Hallo, 

 

eine Anmerkung zu Narranias letztem Diskussionsbeitrag, etwas off-topic:

 

Für einen neuen Verlag, der nicht direkt mit Nova zu tun, aber einige personelle Überschneidungen 

hat, arbeite ich gerade an einer kleinen Solarpunk-Buchreihe, die genau dem von vielen Kollegen 

geäußerten Bedürfnis entsprechen will, nicht immer nur auf der pessimistischen, dystopischen 

Schiene der SF zu fahren, sondern auch einmal optimistische, zukunftsweisende und utopische 

Konzepte zu präsentieren, wobei die Reihe für Romane, Erzählungen und auch Sachbücher und 

Essays/Essaysammlungen offen sein soll.

 

Wer hierzu Ideen oder konkrete Angebote hat, kann sich gern unter nova-fiction@iwoleit.de 

bei mir melden.

 

Schöne Grüße 

Michael 



#37 Uwe Post

Uwe Post

    Preisträger'o'naut

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Geschrieben 05 June 2020 - 13:56

Da ich erwähnt wurde:

Seit ich bei deutsche-science-fiction.de Alleinunterhalter bin, fehlt für Rezensionen meist die Zeit. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Wenn nur die Hälfte der Selfpublisher, die bei uns ihre Werke vorstellen möchten, auch mal eine Rezension schreiben würde, sähe das ganz anders aus. Aber ich will nicht vom Thema ablenken. Ehrlich gesagt habe ich nicht einmal Nova 28 ganz gelesen, und das lag tatsächlich (auch) an Corona, denn nicht jeder hat deswegen mehr Freizeit. Wer Kinder hat, die normalerweise vormittags in Kita bzw. Schule wären, ganz sicher nicht.

 

Die Siegergeschichte von Tom Turtschi ist zwar alles andere als spaßig, aber zweifellos sehr gut geschrieben. Übrigens sage ich das ohne vorherige Kenntnis des Bezugs auf das Dicksche Original, das mir von gaaanz früher vage in Erinnerung ist, aber der Zusammenhang war mir nicht aufgefallen. Im Gegensatz zu häufig sehr oberflächlichen "böse-KI-übernimmt-Weltherrschaft"-Szenarios (eine starke KI ist nicht in Sichtweite; das heutzutage euphemistisch als KI bezeichnete "deep learning" hat damit soviel zu tun wie weganische Vegetarier mit hannoverschen Hamburgern) stehen die menschlichen Aspekte im Mittelpunkt sowie die Macht über die Wahrheit durch Fälschung. Dass, wie Narrania bemängelt, keine Lösung angeboten wird, dürfte damit zu tun haben, dass es keine gibt, und diesen Mangel teilt die Siegerstory übrigens mit so ungefähr 99% aller je erschienenen Kurzgeschichten und ist damit in bester Gesellschaft. Wäre mir auch neu, dass es grundsätzlich eine solche Anforderung an Kurzgeschichten (oder Romane) gibt.

 

Das Preiskommittee hat zweifellos schon fragwürdigere Entscheidungen getroffen. Um es positiv auszudrücken: Gratulation an den Autor und an Nova, das, was das Niveau der Texte angeht, mal wieder seine Ausnahmeposition in der deutschen SF bestätigt hat. Wie viele Preise haben Storys aus Nova inzwischen eigentlich gewonnen, Michael?


Bearbeitet von Uwe Post, 05 June 2020 - 14:59.

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#38 Mammut

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Geschrieben 05 June 2020 - 16:44

Uwe, bei der Rezension ging es um Nova 27.

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#39 Uwe Post

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Geschrieben 05 June 2020 - 17:03

Ja, meine Aussage bezog sich auf beide Ausgaben. Tut mir leid, wenn ich das nicht deutlich gemacht habe.


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#40 Mammut

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Geschrieben 07 June 2020 - 16:03

Da ich erwähnt wurde:

Seit ich bei deutsche-science-fiction.de Alleinunterhalter bin, fehlt für Rezensionen meist die Zeit. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Wenn nur die Hälfte der Selfpublisher, die bei uns ihre Werke vorstellen möchten, auch mal eine Rezension schreiben würde, sähe das ganz anders aus. Aber ich will nicht vom Thema ablenken. Ehrlich gesagt habe ich nicht einmal Nova 28 ganz gelesen, und das lag tatsächlich (auch) an Corona, denn nicht jeder hat deswegen mehr Freizeit. Wer Kinder hat, die normalerweise vormittags in Kita bzw. Schule wären, ganz sicher nicht.

 

Der Trend geht wie überall dahin, das jeder sein eigenes Ding macht statt sich gemeinsam einer Sache zu widmen. Aber das muss ja jeder selbst wissen.


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#41 Narrania

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Geschrieben 07 June 2020 - 22:35

Fandest Du, dass Kriegsbeschreibungen im Zentrum der Story standen? Für mich war es eher eine Beschreibung des Prozesses, sich vom Einfluss der Technik zu befreien, die mit Filterblasen, Autovervollständigung und Korrektur eine egen wirklichkeit zu schaffen versucht. Der Kampf gegen die KI kommt ev. nach der Story, oder kennst du schon die Fortsetzung?

 

 

Also vielleicht oder sicher habe ich die Geschichte nicht verstanden, denn für mich ist es ein Kriegsberichterstatter oder zumindest ein engagierter Journalist, der merkt, dass statt dem angkündigten Frieden der perfektionierte Krieg stattfindet. Wer dahinter steckt ist nicht klar, es scheint so, als ob sich wiedermal eine "KI" selbständig gemacht hat und nun den totalen Krieg führt. So habe ich die Geschichte verstanden und ja, leider erst sehr spät sind andere drauf gekommen, die Geschichte zu nominieren.

 

Übrigens schön, dass hier noch eine Meinung zur Geschichte auftaucht. Bisher scheint sich ja nur Mammut für Nova 28 interessiert zu haben. Diese Story fällt für mich völlig vorankündigungslos auf das Siegertreppchen des DSFP. Obwohl hier neben Dir, Narrania noch einige Jury-Mitglieder im Bord angemeldet sind, wird die Begeisterung für eine Geschichte nicht geteilt. Ich verstehe das nicht. Ist das SFN tot? Gibt es mir unbekannte Orte, an denen über die Perlen der SF diskutiert wird?

 

 

 

Es ist wohl verständlich, dass Jury-Mitglieder nicht über die Romane und Geschichten öffentlich miteinander diskutieren. Wir haben ca. 130 Romane auf der Liste und dazu noch die Anthos und GEschichten. Da wäre es wohl kaum zu schaffen, auch noch hier im Forum die Diskussionen zu führen. Und da ich von Lapismond hauptsächlich internationale SF  hier angeboten bekommen habe, konnte ich da wenig dazu schreiben, weil ich mit der deutschen genut zu tun habe und mir dann noch Zeit nehme, um ein wenig deutsche Fantasy zu lesen. 



#42 Narrania

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Geschrieben 07 June 2020 - 22:40

Der Trend geht wie überall dahin, das jeder sein eigenes Ding macht statt sich gemeinsam einer Sache zu widmen. Aber das muss ja jeder selbst wissen.

Vielleicht gibt es einfach zuviele Blogs. ich höre immermal wieder, man hätte keine Zeit, weil man ja seinen Blog bedienen muss. Ich habe mich von den Blogs weitgehend verabschiedet. Es sind einfach zu viele. Warum es den SF Fans nicht reicht in einem Forum zu schreiben verstehe ich auch nicht. Hier gibt es doch genug Themen und Möglichkeiten. Eine Rezension zu streuen kostet auch Zeit (hat mich tatsache mal ein Autor gefragt, ob es wirklich Zeit kosten würde), davon abgesehen, dass diese blöde Marotte alles mit Sternen oder Ähnlichem zu versehen für mich das Ganze sehr unschön macht. 


Bearbeitet von Narrania, 07 June 2020 - 22:42.


#43 Narrania

Narrania

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Geschrieben 07 June 2020 - 22:47

. Dass, wie Narrania bemängelt, keine Lösung angeboten wird, dürfte damit zu tun haben, dass es keine gibt, und diesen Mangel teilt die Siegerstory übrigens mit so ungefähr 99% aller je erschienenen Kurzgeschichten und ist damit in bester Gesellschaft. Wäre mir auch neu, dass es grundsätzlich eine solche Anforderung an Kurzgeschichten (oder Romane) gibt.

 

 

 

Ich habe vor allem geschrieben, dass sich Autoren einfach machen, wenn sie über die üblichen Mittel Spannung erzeugen. Wenn etwas zur Masse gehört (also zu 99%) heißt das nicht, dass es gut ist. Ich freue mich über jede Geschichte, die es schafft, anders zu sein, mich zu überraschen, und das sind eben sehr wenige.



#44 lapismont

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Geschrieben 08 June 2020 - 06:45

Es ist wohl verständlich, dass Jury-Mitglieder nicht über die Romane und Geschichten öffentlich miteinander diskutieren. Wir haben ca. 130 Romane auf der Liste und dazu noch die Anthos und GEschichten. Da wäre es wohl kaum zu schaffen, auch noch hier im Forum die Diskussionen zu führen. Und da ich von Lapismond hauptsächlich internationale SF  hier angeboten bekommen habe, konnte ich da wenig dazu schreiben, weil ich mit der deutschen genut zu tun habe und mir dann noch Zeit nehme, um ein wenig deutsche Fantasy zu lesen. 

Mein Unverständnis habe ich doch bereits geäußert. Internationale SF lese ich eher seltener.

 

Letztlich könnt ihr es ja halten wir ihr wollt, nur erscheint mir der DSFP immer losgelöster von der deutschsprachigen SF. Dadurch, dass ihr euch aus dem Diskurs heraushaltet, verliert der Preis in meinen Augen an Bedeutung.


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#45 Narrania

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Geschrieben 08 June 2020 - 07:45

Wir halten uns ja nicht raus, wenn hier diskutiert wird machen wir ja auch mit, aber es scheint eher andersherum, hier wird eher über internationale SF diskutiert, wenn überhaupt. Uns den schwarzen Peter zuzuschieben finde ich nun nicht gerade nett. Wie du siehst habe ich sehr wohl meinen Kommentar hier auch gelassen (wo er eigentlich nicht hingehört). Ich habe nicht gesehen, dass jemand ein Thema eröffnet hätte, um über die preisträger zu diskutieren. Inhaltlich haben hier auch nur wenige was dazu gesagt.



#46 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 08 June 2020 - 08:49

Ich habe nicht gesehen, dass jemand ein Thema eröffnet hätte, um über die preisträger zu diskutieren. Inhaltlich haben hier auch nur wenige was dazu gesagt.

Ja, dafür könnte man sicher einen eigenen Thread eröffnen.

Und deswegen hat die Diskussion hier eigentlich nix verloren.

Allerdings halte ich sowieso wenig von nachträglichen Bewertungen, warum die Jury (das Komitee) sich so entschieden hat und warum das wohl aus anderer Sicht sicherlich falsch ist.

Jeder hat seine Meinung und es allen recht zu machen, ist eine Kunst, die niemand beherrscht.

Mit dem Komitee haben wir ein Team, dass sich sozusagen Vollzeit mit deutscher SF beschäftigt, was ich per se schon einmal klasse finde.

Wenn ich ein Buch oder eine Story gut finde, dann poste ich das hier und stelle es gerne zu Diskussion. 

Normalerweise lese ich auch alle nominierten Kurzgeschichten (für Romane fehlt mir die Zeit), aber ich muss gestehen (und damit antworte ich auch auf eine der oben angesprochenen Fragen, warum zu Corona-Zeiten nicht hier extra stark die Post abgeht), dass ich mit der Doppelbelastung, die Kinder zu lehren (noch immer sind 4 Tage Homeschooling) und selbst im Homeoffice zu arbeiten, komplett ausgelastet bin. 

Aber Toms Siegerstory werde ich mir auf jeden Fall noch gönnen ... um zurück zum Thread NOVA 28 zu finden  ;)


 In memoriam Christian Weis & Alfred Kruse  


#47 Mammut

Mammut

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Geschrieben 08 June 2020 - 10:48

Wir halten uns ja nicht raus, wenn hier diskutiert wird machen wir ja auch mit, aber es scheint eher andersherum, hier wird eher über internationale SF diskutiert, wenn überhaupt. Uns den schwarzen Peter zuzuschieben finde ich nun nicht gerade nett. Wie du siehst habe ich sehr wohl meinen Kommentar hier auch gelassen (wo er eigentlich nicht hingehört). Ich habe nicht gesehen, dass jemand ein Thema eröffnet hätte, um über die preisträger zu diskutieren. Inhaltlich haben hier auch nur wenige was dazu gesagt.


Fest steht, über deutschsprachige SF Werke wird generell wenig diskutiert und in diesem Forum halten sich generelle Diskussionen über Bücher in Grenzen, es sind halt nur eine Handvoll User aktiv in der Richtung.
Lapismont hat nur die Anregung gebracht, das seitens DSFP da auch mehr Input gebracht werden könnte und ich kann seine Argumentation nachvollziehen, auch wenn das natürlich kein exklusives Problem eures Preises ist.
Die Leute tummeln sich da wohl lieber auf Facebook und Twitter und ich glaube, der Trend wird sich so schnell nicht umkehren.

Bei Kurzgeschichten handelt es sich wohl um einen reinen Produzentenmarkt, aber das wird ja schon Jahrzehnte bemängelt und wird sich nicht ändern.

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#48 Narrania

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Geschrieben 08 June 2020 - 19:52

Tja, wenn es sich nicht ändert.....  Ich finde es schade. Diskussionen über Bücher finde ich eigentlich toll und gerade über den "Würfel" kann man sicher viel diskutieren. Nun fällt auch aus, den Autor live auf dem Wetzcon treffen zu können. Schade....



#49 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 13 June 2020 - 10:15

 

 

Der Trend geht wie überall dahin, das jeder sein eigenes Ding macht statt sich gemeinsam einer Sache zu widmen. Aber das muss ja jeder selbst wissen.

 

Es ist alles stark zerfasert. Da gibt's eine Facebook-Gruppe (oder zwei, weiß nicht genau), diese Seite hier und zahlreiche Blogs und nicht zuletzt deutsche-science-fiction.de. Alle buhlen um Aufmerksamkeit. Für jede einzelne Plattform bleibt dann nix halbes und nix ganzes.

 

Gerade bei einem Nischenthema wie SF-Kurzgeschichten ist dann recht schnell die kritische Grenze an Diskussionsteilnehmern unterschritten. 0,3 Personen pro Woche können keine Diskussion führen.

 

Dass sich Leute über den Inhalt einer Geschichte (nicht über deren Qualität!) die Köppe heiß reden, ist äußerst selten. Das steht in keinem Verhältnis zur Anzahl der Veröffentlichungen. Ich denke, das meinst Du mit "Produzentenmarkt". Man bringt Kurzgeschichten (und -sammlungen) heraus, weil man es kann. Nicht, weil Unmengen Leute das Zeug unbedingt lesen möchten.

 

Dementsprechend relativ ist dann auch die Bedeutung eines Preises. Man muss wegen der Zerfaserung davon ausgehen, dass der Zufall einen großen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Es genügt ja schon, dass ein Fan von z.B. Mammuts Storys den Nominierungstermin verpasst, und schon hat der Kandidat beim KLP nur 2 statt 3 Nennungen und ist unter der Grenze, die für eine Nominierung nötig ist. Damit nicht nur drei oder vier Storys nominiert sind, ist die Grenze ja recht niedrig angesetzt. Locker in dem Bereich, wo es auf eine Nennung mehr oder weniger ankommt. Und wer nicht nominiert ist, kann auch nicht gewählt werden. Ganz ähnlich ist es beim DSFP. Da schafft auch nicht jeder, alles zu lesen, und wenn rein zufällig nur Dein Fan Deine Story liest und niemand sonst sie besonders doll findet, wirste nicht nominiert. Die Vorlieben sind nun einmal verschieden, und da es keine klar nachvollziehbaren Kriterien gibt (Idee, Sprache, Spannungsbogen, wasweißich), würde auch eine mehr oder weniger öffentliche Debatte der Komiteemitglieder nicht viel bringen. Du würdest nie alle dazu kriegen, ihre Entscheidungen nachvollziehbar öffentlich zu erklären, das klappte ja zu meiner Zeit im Komitee nichtmal intern. Es ist und bleibt daher ein stückweit eine Wundertüte.

 

Demnächst erscheint Nova 29. Vielleicht schaffen wir da ja mal einen inoffiziellen Lesezirkel. Es sind mehrere Debütanten dabei sowie ein aktueller Preisträger. Das sollte ein guter Grund sein, genau hinzuschauen.


Bearbeitet von Uwe Post, 13 June 2020 - 10:20.

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#50 Mammut

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Geschrieben 17 June 2020 - 18:56

Ich bin ja der Meinung, dass die Seite, die die Nominierungen ausgibt auch die Geschichten zum Lesen als Download anbieten sollte. Nicht nur auf den KLP bezogen.
Denn:
N Cover kann man sich ansehen und Entscheiden.
Aber 10 Anthos und 12 Romane kaufen ... genau das ist nämlich der Grund, warum ich nie alles lese. Und das geht vermutlich vielen so.
Blöderweise muss das mit Verlagen abgesprochen werden, und die werden bestimmt nicht mehr als eine kurze Leseprobe rausrücken.

  

Es ist alles stark zerfasert. Da gibt's eine Facebook-Gruppe (oder zwei, weiß nicht genau), diese Seite hier und zahlreiche Blogs und nicht zuletzt deutsche-science-fiction.de. Alle buhlen um Aufmerksamkeit. Für jede einzelne Plattform bleibt dann nix halbes und nix ganzes.
 
Gerade bei einem Nischenthema wie SF-Kurzgeschichten ist dann recht schnell die kritische Grenze an Diskussionsteilnehmern unterschritten. 0,3 Personen pro Woche können keine Diskussion führen.
 
Dass sich Leute über den Inhalt einer Geschichte (nicht über deren Qualität!) die Köppe heiß reden, ist äußerst selten. Das steht in keinem Verhältnis zur Anzahl der Veröffentlichungen. Ich denke, das meinst Du mit "Produzentenmarkt". Man bringt Kurzgeschichten (und -sammlungen) heraus, weil man es kann. Nicht, weil Unmengen Leute das Zeug unbedingt lesen möchten.
 
Dementsprechend relativ ist dann auch die Bedeutung eines Preises. Man muss wegen der Zerfaserung davon ausgehen, dass der Zufall einen großen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Es genügt ja schon, dass ein Fan von z.B. Mammuts Storys den Nominierungstermin verpasst, und schon hat der Kandidat beim KLP nur 2 statt 3 Nennungen und ist unter der Grenze, die für eine Nominierung nötig ist. Damit nicht nur drei oder vier Storys nominiert sind, ist die Grenze ja recht niedrig angesetzt. Locker in dem Bereich, wo es auf eine Nennung mehr oder weniger ankommt. Und wer nicht nominiert ist, kann auch nicht gewählt werden. Ganz ähnlich ist es beim DSFP. Da schafft auch nicht jeder, alles zu lesen, und wenn rein zufällig nur Dein Fan Deine Story liest und niemand sonst sie besonders doll findet, wirste nicht nominiert. Die Vorlieben sind nun einmal verschieden, und da es keine klar nachvollziehbaren Kriterien gibt (Idee, Sprache, Spannungsbogen, wasweißich), würde auch eine mehr oder weniger öffentliche Debatte der Komiteemitglieder nicht viel bringen. Du würdest nie alle dazu kriegen, ihre Entscheidungen nachvollziehbar öffentlich zu erklären, das klappte ja zu meiner Zeit im Komitee nichtmal intern. Es ist und bleibt daher ein stückweit eine Wundertüte.
 
Demnächst erscheint Nova 29. Vielleicht schaffen wir da ja mal einen inoffiziellen Lesezirkel. Es sind mehrere Debütanten dabei sowie ein aktueller Preisträger. Das sollte ein guter Grund sein, genau hinzuschauen.


Eine Titelliste ist bisher leider nur Eingeweihten zugänglich.

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