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Handmaid `s tale auf Amazon Prime


27 Antworten in diesem Thema

#1 Stefan9

Stefan9

    Illuminaut

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Geschrieben 30 March 2020 - 11:26

Info:

Desfred, eine der wenigen noch fruchtbaren Frauen in einer dystopischen Welt, wird zu sexueller Dienerschaft im Hause des Commanders gezwungen, um ihm Nachkommen zu schenken. Sie sucht verzweifelt nach der Tochter, die man ihr genommen hat.

 

Nach drei Folgen kann ich davon berichten, ausnehmend gaflashed zu sein:-) Ich bin selten auf so brutale Weise emotional berührt worden wie hier. Zunächst muss man sich allerdings an den eigentümlichen Look gewöhnen. Und das Erzähltempo ist zu Beginn eher zäh. Aber wenn man diese Durststrecke überwunden hat und eine Ahnung davon bekommt, was hier überhaupt abgeht, ja dann geht die Post ab. Die Bildersprache und die Musik sind exorbitant. Es gibt grandiose Momente. Ich freue mich über diese Entdeckung. Wer kennt es noch? 

 

 

Trailer:


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 


#2 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

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Geschrieben 30 March 2020 - 12:01

Diesmal bist Du aber spät dran.......



#3 Stefan9

Stefan9

    Illuminaut

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Geschrieben 30 March 2020 - 13:03

Ja ich weiss. Dafür bin ich der Erste, der sich die Mühe macht, einen eigenen Thread für dieses bis jetzt für mich grandiosen Stückes zu eröffnen, damit es jeder mitkriegt. Oder gibt es gar schon einen? Hatte auf Schnell nichts gefunden. Und Deine Einschätzung? Zu Handmaid s Tale.

------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 


#4 My.

My.

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Geschrieben 30 March 2020 - 14:05

[OT:] "Brutale emotionale Berührung" kann ich grad gar nicht brauchen.

Ich brauch was zum Abstumpfen. Zum brutalen emotionalen Abstumpfung. [/OT]

 

My.


Kontaktdaten? Hier. Oder hier.

Ohne Hunde leben? Ich bin doch nicht blöd!


#5 Stefan9

Stefan9

    Illuminaut

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Geschrieben 30 March 2020 - 14:27

🍺
Nimmse diesen hiesen würde Jar Jar Bings Dir empfehlen:-)
Vllt hilft ja etwas Humor in diesem Albtraum.

------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 


#6 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

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Geschrieben 30 March 2020 - 16:19

Ja ich weiss. Dafür bin ich der Erste, der sich die Mühe macht, einen eigenen Thread für dieses bis jetzt für mich grandiosen Stückes zu eröffnen, damit es jeder mitkriegt. Oder gibt es gar schon einen? Hatte auf Schnell nichts gefunden. Und Deine Einschätzung? Zu Handmaid s Tale.

Ich kenne bisher die ersten 2 Staffeln. Staffel 1 hat mir besser gefallen. Insgesamt aber eine gute Serie so weit, mit einigen längen in Staffel 2.



#7 Stefan9

Stefan9

    Illuminaut

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Geschrieben 08 April 2020 - 18:24

Ich kenne bisher die ersten 2 Staffeln. Staffel 1 hat mir besser gefallen. Insgesamt aber eine gute Serie so weit, mit einigen längen in Staffel 2.

Ja, gehe ich mit. Gleichsam stelle ich mir die Frage, warum Autoren eine mehr als 10 stündige, die Story tragende Fluchtprämisse aufbauen,

Spoiler
I am not amused würde die Queen dazu sagen. Ich sage, ich bin echt engep.....

 

Edit: Spoiler eingefügt


Bearbeitet von Stefan9, 09 April 2020 - 10:17.

------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

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#8 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 09 April 2020 - 00:55

Vielleicht weil sie im letzten Moment realisiert, dass

Spoiler
?


/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Dialog Ende Juni...

F1: Hast du gut geschlafen?

F2: (nach Pause) Wirst du mit uns reden? [..]

S: Ihr dachtet ihr würdet mir weh tun... Warum?

F2: Wahrahtig, Kind Gottes, wir wollten dir nichts antun.

S: Mein Name ist Sheanna. Wer sind diese Anderen? (um sich sehend)

F2: Sie werden weggeschickt falls du sie nicht hier haben willst... Sheanna. [..]

S: (alle Männer im Raum als Priester an deren Geruch erkennend) Schickt diese weg. (auf die Priester zeigend) Sie sind haram!

(1. Wurmreiterin seit Jahrtausenden erwacht, umgeben von religösen Betreuern, grob übersetzt, aus Heretics of Dune, Ace-Verlag, Sn. 119-121, by Herbert)

 


#9 Stefan9

Stefan9

    Illuminaut

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Geschrieben 09 April 2020 - 06:52

Ja Yip, das habe ich wohl verstanden. Was ich nicht verstanden habe ist,

Spoiler
Oder ich bin zu blöd. Was weiss ich schon wie Frauen ticken. Btw hier merkt man, das die Vorlage von einer Frau stammt. Männer hätten wahrscheinlich eher eine actionreiche Flucht und Rachedrama preferiert als die ambivalente Gefühlslage einer jungen Mutter zu thematisieren.

 

Edit: Spoiler eingesetzt.


Bearbeitet von Stefan9, 09 April 2020 - 10:27.

------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

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#10 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 09 April 2020 - 07:23

(Du hast jetzt schon gespoilert, also...) War der Unterschied nicht dass sie dieses Mal

Spoiler
hatte, auf diesem Riesenhaus im Winter?


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 10 April 2020 - 11:50.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Dialog Ende Juni...

F1: Hast du gut geschlafen?

F2: (nach Pause) Wirst du mit uns reden? [..]

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#11 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 09 April 2020 - 10:59

Du hast Recht.Ich habe noch nachträglich Spoiler Marken gesetzt.

Hmmm, ich hatte das so verstanden, das

Spoiler

 


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

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#12 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 10 April 2020 - 11:51

Naja, einer 3. Staffel wurde wohl kurz vorher zugestimmt... :qdevil:


/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Dialog Ende Juni...

F1: Hast du gut geschlafen?

F2: (nach Pause) Wirst du mit uns reden? [..]

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#13 Stefan9

Stefan9

    Illuminaut

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Geschrieben 11 April 2020 - 13:12

Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich mich über das Konzept des "Happy End" geärgert habe. Macht es viele Stories doch vorhersehbar und wirk deshalb müde und uninspiriert. Bei Handmaids Tale ist es genau anders herum. Hier hätte ich mir so sehr einen allumfassenden guten Ausgang für June gewünscht. Die original Vorlage kenne ich leider nicht. Ist denn die Geschichte nach Staffel zwei schon zu ende erzählt oder ginge es Abseits vom "totreiten" erfolgreicher Serien ohnehin weiter? Kennt wer die Vorlage von Margaret Atwood?


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

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#14 Ender

Ender

    Temponaut

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Geschrieben 11 April 2020 - 13:38

Die Serie hält sich nach meiner Erinnerung nur in den ersten 3-4 Folgen ziemlich dicht an die Romanvorlage, danach kommen schon die ersten Abschweifungen bzw. Zusatz-Handlungsstränge.
Ab da habe ich persönlich - als Nicht-Serienfan, der ich bin - dann auch allmählich das Interesse verloren. Nicht, weil ich mir eine exakte 1:1-Verfilmung gewünscht hätte, sondern weil der spannende Teil der Story damit soweit erzählt war, und ab dann das serienübliche ziellose Dahingeplätscher und In-die-Länge-ziehen begann.

Will sagen: die ersten Folgen fand ich sehr gelungen, danach wurde es mir langweilig, zumal ja klar war, dass es bis auf weiteres keinen Abschluss geben würde. Den Roman finde ich herausragend und ja - er hat für meinen Geschmack auch ein zufriedenstellendes Ende. (Deshalb traue ich mich auch gar nicht so recht an "Die Zeuginnen" heran.)

Bearbeitet von Ender, 11 April 2020 - 14:35.


#15 Time Tunnel

Time Tunnel

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Geschrieben 11 April 2020 - 20:39

Ist denn die Geschichte nach Staffel zwei schon zu ende erzählt oder ginge es Abseits vom "totreiten" erfolgreicher Serien ohnehin weiter? Kennt wer die Vorlage von Margaret Atwood?

 

Die Geschichte ist für mich sogar schon nach Staffel 1 zu Ende erzählt, und weitere werde ich mir nicht angucken. Staffel 1 entspricht ja, bis auf leichte Abweichungen, recht gut der Vorlage, also dem Report der Magd (ohne Die Zeuginnen). Ende Staffel 1 = Ende Der Report der Magd. Und wie Ender oben schon sagte: man konnte da schon das In-die-Länge-ziehen erahnen, das in den Staffeln >= 2  sicherlich zunehmen wird, um die Serie möglichst lange am Laufen und Leben zu halten. Wenn ich wählen müsste zwischen Serie und Vorlage: Vorlage! Das Buch Der Report der Magd ist ein Meisterwerk. Die Serie ist nur... sehr gut in Staffel 1.

 

Ab Staffel 2 weicht meines Wissens nach die Geschichte immer weiter von der Vorlage, also von Die Zeuginnen, ab, weil Serie und Buch parallel entstanden, Atwood und Serienteam sich wohl auch über die Entwicklungen der Geschichte austauschten, aber keine genaue und konsistente 1:1-Entwicklung des Stoffs in beiden Medien beabsichtigten.

 

Deshalb traue ich mich auch gar nicht so recht an "Die Zeuginnen" heran.

Keine Angst! Ich war zuerst auch am zweifeln gewesen, ob eine Fortsetzung überhaupt sinnvoll ist, und ob "Die Zeuginnen" an den Vorgänger anschließen kann. Solange man kein 2. Meisterwerk erwartet, sondern einfach nur ein sehr gutes Buch, das sich schlüssig in den ersten Teil eingliedert, dürfte man nicht enttäuscht werden. Ich fand's jedenfalls großartig.



#16 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 11 April 2020 - 21:19

(Ich seh mir gerade die1. DVD der 3. Staffel an; in den Extras wird von Moss behauptet, ab jetzt hätten Sie die Buchvorlage(n?) verlassen...)


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 11 April 2020 - 21:20.

/KB (blokkt auch auf dt.)

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#17 Stefan9

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Geschrieben 12 April 2020 - 10:46

Frohe Ostern vorweg.

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen zu Handmaids Tale. Vllt lese ich ja noch die Vorlage. Werde auf alle Fälle einen kritischen Blick auf die nächste Staffel werfen und wenn ich, was zu befürchten ist, den Eindruck gewinne, das der Gaul totgeritten wird, dann bin ich zumindest darauf vorbereitet.


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#18 Stefan9

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Geschrieben 27 April 2020 - 09:11

 (Deshalb traue ich mich auch gar nicht so recht an "Die Zeuginnen" heran.)

Solltest du.

 

 

Keine Angst! Ich war zuerst auch am zweifeln gewesen, ob eine Fortsetzung überhaupt sinnvoll ist, und ob "Die Zeuginnen" an den Vorgänger anschließen kann. Solange man kein 2. Meisterwerk erwartet, sondern einfach nur ein sehr gutes Buch, das sich schlüssig in den ersten Teil eingliedert, dürfte man nicht enttäuscht werden. Ich fand's jedenfalls großartig.

Ich habe Die Zeuginnen gestern durch. Und, obschon ich den ersten Teil nur über die Serie kenne, muss ich von einem ganz fabelhaftem Buch berichten. 35 Jahre nach erscheinen des Magdberichtes ein so eigenständiges Buch zu schreiben, das fast allein für sich stehen könnte. Akkurate Charakterbildung, von der ca 70 jährigen Tante Lydia bis zur heranwachsenden pubertierenden Nicole. In der Ich Form. Ich habe Atwood das sowas von abgekauft. Sie ist immer in Gedanken bei ihrem Leser. Spricht ihn teilweise direkt an. Durchdachte Kapitel, an deren Ende oft der Beginn des Kapitels noch einmal aufgenommen wird. Subtile Gesellschafts und Religionskritik im Kleide exorbitanter Lyrik. Also ich fand es herausragend. Auch wenn es den "Bericht der Magd" (und der Magd selbst) nur bedingt zu Ende erzählt. Atwood legt den Focus weiterhin auf Gilead und den Überlebenskampf ihrer Figuren in diesem System.

Ich geh dann mal weiter zur Fernsehserie Teil 3:-)


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#19 Stefan9

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Geschrieben 11 May 2020 - 11:35

So, habe gerade die dritte Staffel hinter mir. Nun, das dramatische Handlungsgerüst ist zwar dünn, und so manches mal bekommt man den Eindruck, hier wird auf Sendeminute komm raus produziert. Allerdings gibt es dafür auch hinreissende Bilder, man kann schon fast von Kompositionen und Choreographien sprechen. Mich hat insgesamt, also das Buch "Die Zeuginnen" , und die Serienadaption gefesselt. Ich bin lange nicht mehr mit so einer Hingabe einer Geschichte gefolgt wie dem Bericht der Magd.


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#20 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 12 May 2020 - 18:47

Ich bin halb durch bisher - ich find's Ok soweit, nicht ganz so herzzerreissend elegisch wie in den 1. 2 Staffeln, aber noch immer sehr gut. Ich finde man merkt, dass sich die DrehbuchschreiberInnen jetzt mehr dem klassischeren action-dichteren modernen TV-Serien-Stil trauen zu nähern.


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S: (alle Männer im Raum als Priester an deren Geruch erkennend) Schickt diese weg. (auf die Priester zeigend) Sie sind haram!

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#21 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 14 May 2020 - 08:20

Ich finde man merkt, dass sich die DrehbuchschreiberInnen jetzt mehr dem klassischeren action-dichteren modernen TV-Serien-Stil trauen zu nähern.

Hallo Yip.

Ich weiss nicht so Recht, ob „trauen“ das richtige Wort ist. Für mich war es gerade die Erfahrung der anderen Herangehensweise an diesen Stoff, den die Serie für mich bislang ausmacht. Der Alptraum Gilead ist der Hauptdarsteller, June nur die Projektionsfläche. Und bisher, in den Staffeln 1+2, ist man auch weitgehend ohne typische dramaturgische Action.- und Rachekonzepte ausgekommen. Obwohl ich mir schon nach Teil 2 gewünscht hätte, Desfred wäre in das Fluchtauto gestiegen. Vllt ist das dem größer werdenden Publikum geschuldet, vielleicht auch einfach nur dem Business, das Wert auf eine hohe Wertschöpfung und weniger auf den „künstlerischen“ Gehalt legt. Es gibt in Staffel 3 eine Folge, die fast ausschließlich in einem Krankenzimmer spielt. Hier gab es ganz großes Kino zu sehen, tolle Einstellungen, tolle Atmo und geradezu lyrische Dialoge und Selbstgespräche von June. Offenbar trauten sich die Produzenten nicht, es dabei zu belassen und mussten, dem Mainstream oder einem „Ach du Scheisse“ Ausruf des Zuschauers wegen noch unbedingt blutigen Bilderporn einbauen. Die so sorgsam und wunderbar aufgebaute Folge wurde leider mit dem Allerwertesten umgehauen, mit der Verwendung von B- Movie Elementen. So schade. Und so unnötig. Aber vielleicht liege ich ja auch falsch und weite Teile des Publikums sind dafür eher empfänglich als ich. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden. Anbei noch ein Trailer, der ein paar schöne Bilder der Serie demonstriert:

 


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#22 simifilm

simifilm

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Geschrieben 03 June 2020 - 09:06

Habe gerade einen Artikel zu Dystopien in Serien abgeschlossen, Handmaid's Tale war da natürlich ein wichtiges Thema. Ich finde die Serie insgesamt sehr schwankend. Sie hat offensichtliche Qualitäten, aber ich finde es wird auch deutlich, dass sich diese Art von klassischer Dystopie nur begrenzt für die serielle Form eignet, da sie nicht genug Plot hergibt. Der typische Dystopie-Plot erzählt die Rebellion eines Mitglieds der dystopischen Gesellschaft, das dessen Schlechtigkeit erkennt und dann gegen diese ankämpft bzw. versucht, ihr zu entkommen. Das eignet sich sehr gut für Spielfilm-Länge, wird aber problematisch, wenn es über mehrere Staffeln ausgedehnt wird. 

 

The Handmaid's Tale zeigt das in meinen Augen exemplarisch. Offred schafft es immer nur fast, Gilead zu verlassen, ihre Tochter zu retten, Aunt Lydia zu töten etc. Auf jeden "Fortschritt" folgt sogleich ein retardierendes Moment. Das kann auch nicht anders sein, denn in dem Moment, in dem Offred Gilead verlassen würde, gäbe es nichts mehr zu erzählen.

 

Das Problem wird auch im Verhalten der Figuren deutlich. Es gibt kaum eine Figur, die wirklich konsistent bzw. es gibt extreme Umschwünge in ihrem Verhalten. Serena ist in einer Folge Offreds Todfeindin, in der nächsten kooperieren sie, dann wieder zurück etc. Auch Offred selbst ist sehr schwankend. Nun sage ich nicht, dass sich Figuren nicht entwickeln dürfen, aber in Handmaid's Tale ist der Wandel der Figuren offensichtlich nur dadurch motiviert, irgendwie eine neue Komplikation zu schaffen. Am Ende der zweiten Staffel sieht Serena ein, dass Offred recht hat und entschliesst sich zu einem drastischen Schritt, zu Beginn der dritten Staffel ist bereits wieder alles anders. Wirklich plausibel ist das nicht, es dient lediglich dazu, die Geschichte in Gang zu halten.


Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

zfs40cover_klein.jpg ZFS16_Coverkleiner.jpg

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#23 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 04 June 2020 - 12:31

Habe gerade einen Artikel zu Dystopien in Serien abgeschlossen, Handmaid's Tale war da natürlich ein wichtiges Thema. Ich finde die Serie insgesamt sehr schwankend. Sie hat offensichtliche Qualitäten, aber ich finde es wird auch deutlich, dass sich diese Art von klassischer Dystopie nur begrenzt für die serielle Form eignet, da sie nicht genug Plot hergibt. Der typische Dystopie-Plot erzählt die Rebellion eines Mitglieds der dystopischen Gesellschaft, das dessen Schlechtigkeit erkennt und dann gegen diese ankämpft bzw. versucht, ihr zu entkommen. Das eignet sich sehr gut für Spielfilm-Länge, wird aber problematisch, wenn es über mehrere Staffeln ausgedehnt wird. 

 

Unter dieser Prämisse ist das sicher richtig. Wenn die Autoren allerdings nicht June sondern Gilead in den Focus gestellt hätten, was für mich ohnehin der interessanteste Aspekt der Story ist, hätte man noch soviel mehr erzählen können. Der Kampf gegen das System respektive das Arrangement mit demselben und der darin handelnden Personen war leider zu sehr auf June und ein paar Nebenfiguren beschränkt. Es herrscht Krieg, es gibt Strafkolonien usw. Gott, da wäre soviel zu erzählen gewesen. Das tragende Handlungsgerüst und die finale Flucht sind zwar eher dünn, aber man hätte deutlichen Spielraum in der Breite gehabt.

 

The Handmaid's Tale zeigt das in meinen Augen exemplarisch. Offred schafft es immer nur fast, Gilead zu verlassen, ihre Tochter zu retten, Aunt Lydia zu töten etc. Auf jeden "Fortschritt" folgt sogleich ein retardierendes Moment. Das kann auch nicht anders sein, denn in dem Moment, in dem Offred Gilead verlassen würde, gäbe es nichts mehr zu erzählen.

 

Dieser Gedanke war auch mein erster Impuls. Aber in Krimiserien überlebt der Chefermittler ja auch jede wilde Verfolgungsjagd oder Schiesserei:-) Das kann ja auch nicht anders sein, sonst fände die Serie ihr rasches Ende. So what? Nein im Ernst. Die Autoren haben wieder und wieder Rache, Erlösung und ein Happy End in Aussicht gestellt und damit gleichsam mit den eingefahrenen Sehgewohnheiten der Rezeptienten gespielt und wieder und wieder haben sie damit gebrochen. Bewusst gebrochen, vermute ich. Denn ich habe jedes Mal mitgelitten, und der Albtraum nahm und nahm kein Ende für June und für mich; habe ich ihr doch so sehr ein gutes Ende gewünscht. Die Autoren stärken damit die Bindung an den Prota; ich halte das für einen ganz grossen Wurf der Autoren. Bei mir hat es ganz ausgezeichnet funktioniert. Und ich bin den Produzenten dankbar, eben nicht die üblichen Konzepte verwendet zu haben.

 

Das Problem wird auch im Verhalten der Figuren deutlich. Es gibt kaum eine Figur, die wirklich konsistent bzw. es gibt extreme Umschwünge in ihrem Verhalten. Serena ist in einer Folge Offreds Todfeindin, in der nächsten kooperieren sie, dann wieder zurück etc. Auch Offred selbst ist sehr schwankend. Nun sage ich nicht, dass sich Figuren nicht entwickeln dürfen, aber in Handmaid's Tale ist der Wandel der Figuren offensichtlich nur dadurch motiviert, irgendwie eine neue Komplikation zu schaffen. Am Ende der zweiten Staffel sieht Serena ein, dass Offred recht hat und entschliesst sich zu einem drastischen Schritt, zu Beginn der dritten Staffel ist bereits wieder alles anders. Wirklich plausibel ist das nicht, es dient lediglich dazu, die Geschichte in Gang zu halten.

 

Ausgerechnet Serena ist ein schlechtes Beispiel. Wer bis zur dritten Staffel schaut, wird die Konsistenz

dieser tragischen Figur erkennen, die noch viel mehr Raum verdient hätte:

 

Spoiler

 

Generell kann ich der Serie nur die ein oder andere Länge und ein überaus langsames Erzähltempo vorwerfen (allerdings auf hohem Niveau). Jedes Kapitel muss mit 45 Minuten oder mehr gefüllt werden. Oder anders: Es wird nach Sendeminuten bezahlt.

 

 

 


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 


#24 simifilm

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Geschrieben 04 June 2020 - 12:58

Dieser Gedanke war auch mein erster Impuls. Aber in Krimiserien überlebt der Chefermittler ja auch jede wilde Verfolgungsjagd oder Schiesserei:-)


Das ist eben der Unterschied zwischen einer Serie mit einer episodischen Struktur und einer mit einem übergreifenden Handlungsbogen.


Ausgerechnet Serena ist ein schlechtes Beispiel. Wer bis zur dritten Staffel schaut, wird die Konsistenz
dieser tragischen Figur erkennen, die noch viel mehr Raum verdient hätte:


Ihr Verhalten am Ende der dritten Staffel steht in vollkommenem Widerspruch zu ihrem Verhalten am Ende der zweiten Staffel.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#25 Stefan9

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Geschrieben 04 June 2020 - 18:30

Ihr Verhalten am Ende der dritten Staffel steht in vollkommenem Widerspruch zu ihrem Verhalten am Ende der zweiten Staffel.

Ja und? Du schreibst doch selbst, das Figuren sich entwickeln. Nur erkennt man die finale Entwicklung Serenas erst am Ende der dritten Staffel. Das macht sie nicht inkonsistent. 

Spoiler

 

Vielleicht bin ich als Fanboy auch zu unkritisch:-)


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#26 simifilm

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Geschrieben 04 June 2020 - 18:36

Ja und? Du schreibst doch selbst, das Figuren sich entwickeln. Nur erkennt man die finale Entwicklung Serenas erst am Ende der dritten Staffel. Das macht sie nicht inkonsistent. 

 

Doch, eigentlich schon. Ich sehe bei Serena keine halbwegs plausible Entwicklung, sondern nur mehrere drastische Umschwünge, die primär dadurch motiviert sind, dass sich daraus eine Geschichte bauen lässt. Mit anderen Worten: Es ist nicht die Figur, die sich entwickelt und die Story, die daraus folgt, sondern die Vorgabe, dass etwas passieren muss, und die Figur, die dann mehr oder weniger ad hoch danach ausgerichtet wird.


Bearbeitet von simifilm, 04 June 2020 - 18:52.

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#27 Stefan9

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Geschrieben 05 June 2020 - 11:43

Habe gerade einen Artikel zu Dystopien in Serien abgeschlossen, ....., aber ich finde es wird auch deutlich, dass sich diese Art von klassischer Dystopie nur begrenzt für die serielle Form eignet, da sie nicht genug Plot hergibt. Der typische Dystopie-Plot erzählt die Rebellion eines Mitglieds der dystopischen Gesellschaft, das dessen Schlechtigkeit erkennt und dann gegen diese ankämpft bzw. versucht, ihr zu entkommen. Das eignet sich sehr gut für Spielfilm-Länge, wird aber problematisch, wenn es über mehrere Staffeln ausgedehnt wird. 

 

 

In einem anderen Zusammenhang, nämlich der jetzt aktuell auf Netflix laufenden Serie Snowpiercer, kommt Michael Meyns zu einem ähnlichen Schluss. Das Dystopien (hier Snowpiercer) nur bedingt serientauglich sind. Ich werde da auf alle Fälle mal reinschauen. Die cineastische Vorlage Bongs fand ich vorzüglich.

 

Lesezeit 3 interessante Minuten:

https://diezukunft.d...senunterschiede

 

 

Ist dein Artikel über Dystopien in Serien online zu finden bzw verlinkbar?


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#28 simifilm

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    Cinematonaut

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Geschrieben 05 June 2020 - 12:33

 

Ist dein Artikel über Dystopien in Serien online zu finden bzw verlinkbar?

 

Das dauert noch eine ganze Weile. Ist für einen Sammelband zum Thema, und bei wissenschaftliche Publikationen, insbesondere Sammelbänden, dauert es immer sehr lange bis zum Erscheinen. Ich wäre sehr überrascht, wenn das Buch noch dieses Jahr erscheint.


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