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AndroSF 110: Marianne Labisch & Galax Acheronian (Hrsg.), NUMMERN. Story Center


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5 Antworten in diesem Thema

#1 My.

My.

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Geschrieben 01 June 2020 - 15:37

Marianne Labisch & Galax Acheronian (Hrsg.)
NUMMERN
Story Center
AndroSF 110
p.machinery, Winnert, Juni 2020, 292 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 193 8 – EUR 15,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 896 8 – EUR 7,99 (DE)
 
androSF110cover500.jpg

1, 9, 11, 20, 300 und 2020!
Diese Zahlen spielen in jeder einzelnen Geschichte eine tragende Rolle.
Warum?
Weil genau das die Aufgabe war, die der Verleger seinen Autoren stellte. Dabei durften sie es sich nicht so einfach machen, 9 Raumgleiter durchs Jahr 2020 fliegen zu lassen.
Warum er genau diese Zahlenfolge wählte, wissen wir nicht. Wir können nur sagen, dass die Autoren in diesem Buch sich der Herausforderung stellten und die Vorgabe auf unterschiedlichste Art und Weise meisterten. Heraus kamen Geschichten aus der Zukunft, die alle lesenswert sind. Überzeugen Sie sich selbst.

Die Geschichten:
Paul Sanker: Es hat dich nie gegeben
Enzo Asui: Die Smileys von Triangel
Galax Acheronian: Nur das Beste
Peter Stohl: Consumwelt
Werner Karl: 1 – 9 – 11 – 20 – 300 – 2020
Marianne Labisch: Verbannung
Michael Alois Ortner: Für das Rïjch, allein für das Rïjch
Jeanine Lefèvre: Identität: Unbekannt

Das Titelbild schuf Galax Acheronian.

Details zum Buch:
https://www.pmachinery.de/?p=6750

Mehr zum Buch:
https://www.pmachinery.de/archive/6755
https://www.beckinsale.de/archive/4358
 
 
My.


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#2 Jordan

Jordan

    Giganaut

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Geschrieben 03 July 2020 - 08:45

Eindrücke. Mild Spoilers inside, reader beware.

 

 

 

Für mich eine Ausgabe, die von der Verschiedenheit ihrer Texte lebt. Ich fand es interessant, zu sehen, auf welch unterschiedliche Weise die Autoren ihre Geschichten angelegt haben, um die Aufgabe, von der My oben schreibt, zu erfüllen.  Außerdem gefiel mir die Mischung der Textlängen mit zwei sehr langen, vier mittleren und zwei eher kurzen Texten.

 

Für meinen Geschmack war die Story von Michael Alois Ortner, Für das Rïjch, allein für das Rïjch, der Höhepunkt dieses Story Centers. Die Hauptfigur und das um sie versammelte Ensemble hat sehr gut harmoniert und war mir sympathisch, seine Motivation nachvollziehbar. Die Story spielt sich im Gegensatz zu allen anderen Geschichten des Buchs space opera-mäßig in der gesamten Milchstraße und sogar darüber hinaus ab. Hat mir ein wohliges Gefühl von Weite vermittelt. Das "Abklappern" verschiedener Handlungsorte und die Vorstellung der dortigen Gegebenheiten hat mich in positivem Sinn an die alten Flash Gordon Comics erinnert, in denen der Held auf Mongo von Ort zu Ort gelangt und immer neues entdeckt. Es hätte vielleicht eine Etappe weniger sein können.

Zur Form wäre zu sagen, dass der Autor sich entschlossen hat, in seinem Text alle Namen und Bezeichnungen durch zahlreiche Sonderzeichen und verfremdete Schreibweisen zu "verschlüsseln". Dadurch entsteht ein Gefühl, einen Text in einer zukünftigen Sprache zu lesen, die sich aus der unseren entwickelt hat. Es ist nicht sonderlich schwierig, die im Kopf wieder in normale Worte umzuwandeln, aber zeitaufwendig schon. Zumindest, solange man sich die Mühe macht. Ich hab irgendwann damit angefangen, die einfach zu überspringen. Ob das im Sinn des Autors lag? Immerhin prägt sich der Text dadurch nicht nur durch den Inhalt ein.

 

Die zweile Langgeschichte, Nur das Beste von Galax Acheronian, fand ich persönlich zu ausgedehnt erzählt und etwas zu aufdringlich auf die "Zahlenmystik" ausgerichtet. Der Hintergrund um das religiöse Zwangsparadies Erde und die geflohenen "Ketzer", denen man seine Häscher nachschickt, gefiel mir dagegen gut. Auch LeSolda und sein "Kampf" um die Seele seines jungen Assistenten hat mir gefallen.

 

Von den übrigen Geschichten mochte ich Cosumwelt von Peter Stohl, eine kleine Story, zu der man im Kopf ziemlich gut eine ganze Welt entstehen lassen kann, die Sprache ist passend bonbonsüß-klebrig. 1 – 9 – 11 – 20 – 300 – 2020 von Werner Karl fand ich gelungen, weil sie auf kürzestem Raum einen kompletten Epos erzählt, nicht so sehr wegen der Originalität der Idee. Bei Verbannung von Marianne Labisch hat mir nicht gefallen, dass sie mit sechs Sätzen Exposition startet, mit tell statt show. Der Plotpunkt der Schuldgefühl-Endlosreise hat mich allerdings überrascht.

 

Bei Paul Sankers Es hat dich nie gegeben fand ich das Thema Kindersoldaten etwas brachial in die Story eingebaut, Enzu Asuis Die Smileys von Triangel hat für mich mit mehreren Wtf-Momenten die Das kann ich gerade noch ernst nehmen-Barriere gerissen, auch wenn die harmoniebedürftige Mineralintelligenz originell war. Identität unbekannt von Jeanine Lefèvre war mir wieder etwas zu sehr auf die Zahlenkombination und nicht genug auf eine eigenständige Geschichte konzentriert

 

Alles in allem eine Ausgabe, die ich gern gelesen habe, von denen ich aber bei den meisten Geschichten schon nach einigen Wochen auf meine Aufzeichnungen gucken musste, um mich zu erinnern. Das mag aber auch an meinem Siebgedächtnis liegen :P

 


I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-Beams glitter in the dark near the Tannäuser-Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain. Time to Die -- Roy Batty, BLADE RUNNER

Basically ... run.

 

X minus One - Adventures in a million could-be years on a thousand may-be worlds

  • (Buch) gerade am lesen:I am crying all inside - The complete short fiction of Clifford D. Simak Volume 1
  • (Buch) als nächstes geplant:Michael Schmidt (Hrsg.): Fantasyguide präsentiert 6: Alles eine Frage des Stils
  • • (Buch) Neuerwerbung: Kathleen Jennings: Flyaway
  • • (Film) gerade gesehen: The Avengers Season 3
  • • (Film) Neuerwerbung: Doctor Who The Collection Season 14

#3 Galax

Galax

    Infonaut

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Geschrieben 12 July 2020 - 20:40

Vielen Dank.

Diese Rezi freut mich enorm, da ich bzgl der Story von Michael Alois Ortner genau deiner Meinung bin. Als ich die damals angelesen hatte sagte ich nur "wow" :)

Auch freut mich deine Meinung zu meiner Story, auch wenn ich sie als "ruhig erzählt" darstellen wollte. Man sollte diese triste Welt und auch das gemütliche Wesen der Hauptfigur mitfühlen können.
Letztendlich aber bleibt vieles eine Geschmacksfrage, weshalb ich deine Meinung sehr wohl zur Kenntnis nehme. Danke sehr :D
(btw: Die Story ist eine Auskopplung aus meinen "Koloniewelten" ;) )


Warum auf alte Katastrophen zurückblicken? Es liegen noch unzählige vor einem!

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#4 Jordan

Jordan

    Giganaut

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Geschrieben 16 July 2020 - 06:04

...
(btw: Die Story ist eine Auskopplung aus meinen "Koloniewelten" ;) )

 

 

Na toll, noch mehr Futter für Mount Toread :P

Nee, ernsthaft: Werd' ich mal 'reinlesen, der Weltentwurf hat mir gefallen. Aber nagel mich nicht auf das Jahr fest :lol:


I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-Beams glitter in the dark near the Tannäuser-Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain. Time to Die -- Roy Batty, BLADE RUNNER

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#5 Narrania

Narrania

    Illuminaut

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Geschrieben 16 July 2020 - 06:28

Liest sich schnell weg und lohnt sich. Sind aber mehrere Bände :)



#6 Galax

Galax

    Infonaut

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Geschrieben 16 July 2020 - 19:05

Na toll, noch mehr Futter für Mount Toread :P

Nee, ernsthaft: Werd' ich mal 'reinlesen, der Weltentwurf hat mir gefallen. Aber nagel mich nicht auf das Jahr fest :lol:

Ich bin mir nicht sicher, aber die Bücher halten ne Weile. :bighlaugh: :bighlaugh: :bighlaugh: :bighlaugh:

Aber im Ernst:
Keines der Bücher übt einen Druck aus, da jedes in sich geschlossen und jederzeit lesbar ist.
Zum Verständnis benötigt man nicht mal die korrekte Reihenfolge, es sei, man möchte sich überraschen lassen :D
Daher kannst du dir viel Zeit lassen ;)

Ich empfehle übrigens die E-Books, da die erste Auflage der Prints diverse Rechtschreibfehler enthält, da ich mir damals einfach kein Korrektorat leisten konnte ... das wurde zwar nachgeholt, die Shops haben aber halt noch die Erstauflagen vorrätig.
 


Bearbeitet von Galax, 16 July 2020 - 19:06.

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