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AndroSF 114: Gerhard Schneider (Hrsg.), KALTES KLARES WASSER. Story Center


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8 Antworten in diesem Thema

#1 My.

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Geschrieben 11 June 2020 - 13:35

Gerhard Schneider (Hrsg.)
KALTES KLARES WASSER
Story Center
AndroSF 114
p.machinery, Winnert, Mai 2020, 278 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 194 5 – EUR 15,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 894 4 – EUR 7,99 (DE)

 

androSF114cover500.jpg

 

Für uns ist es selbstverständlich, dass wir den Wasserhahn aufdrehen und es kommt klares, vor allem trinkbares Wasser heraus, zu einem Preis, bei dem wir nicht einmal darüber nachdenken, ob wir es auch zum Duschen oder für die WC-Spülung verwenden. Doch das ist nicht überall so. Selbst in manchen EU-Ländern ist ein Zögern durchaus angebracht, wenn es darum geht, Wasserleitungswasser zu trinken.
Und in den meisten Ländern der Dritten Welt ist das definitiv ein utopischer Traum. Als wäre es an sich nicht schon Problem genug, an sauberes Trinkwasser zu kommen, sind diese Länder auch noch die bevorzugte Spielwiese multinationaler Konzerne, die dort um den Besitz der Wasserrechte wetteifern.

Die Autoren der Geschichten haben sich ihre Gedanken über die Zukunft des Wassers gemacht. Es liegt an jedem von uns, dafür zu sorgen, dass sauberes Wasser das bleibt, was es ist: ein Menschenrecht!

Die Geschichten:
Bernd Schmitt: Die City
Gard Spirlin: Aus meiner Träne wird ein Fluss
Enzo Asui: Liisas Lied
Diane Dirt: Terror
Galax Acheronian: Infiziert
Paula Knorr: Selektion
Karsten Lorenz: Schwarzwasser
Tobias Habenicht: Die Lösung
Thomas D. Föller: All In
Nele Sickel: Die Welt gegen Donna-Quinn Schotte
Christian Baumelt: Schnäppchen
Vertigo Stray Cat: Weltenbrand
Sabrina Kirchknopf: 995 nach der Schmelze
Achim Stößer: Das Ende der Regenbogen
Friedhelm Rudolph: Die Wunderwelt der Zewato NV
Christine Prinz: Dehydriert
Johannes Tosin: Wasser!

Das Titelbild stammt von Uli Bendick.

https://www.pmachinery.de/?p=6765
https://www.pmachinery.de/archive/6769
https://www.beckinsale.de/archive/4367

 

 

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Bearbeitet von My., 12 June 2020 - 13:35.

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#2 Jordan

Jordan

    Giganaut

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Geschrieben 12 June 2020 - 10:51

Ey, das ist unfair. Ich bin noch nicht mit dem vorigen Story-Center durch. Das Entschlüsseln von M. A. Ortners Story war doch etwas mühselig. Aber wenn's für die Kunst ist ...  :P

 

Außerdem: Wenn ich beim großen A nach dem Titel suche, krieg' ich als erstes 'ne Anzeige für Badelatschen. Und dann viele Treffer für Songs gleichen Namens. Das Buch taucht erst auf, wenn ich den Namen des Herausgebers mit eintippe. Oder gleich in der Kategorie Bücher suche :blush:


I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-Beams glitter in the dark near the Tannäuser-Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain. Time to Die -- Roy Batty, BLADE RUNNER

Basically ... run.

 

X minus One - Adventures in a million could-be years on a thousand may-be worlds

  • (Buch) gerade am lesen:I am crying all inside - The complete short fiction of Clifford D. Simak Volume 1
  • (Buch) als nächstes geplant:Michael Schmidt (Hrsg.): Fantasyguide präsentiert 6: Alles eine Frage des Stils
  • • (Buch) Neuerwerbung: Kathleen Jennings: Flyaway
  • • (Film) gerade gesehen: The Avengers Season 3
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#3 My.

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Geschrieben 12 June 2020 - 13:37

Ey, das ist unfair. Ich bin noch nicht mit dem vorigen Story-Center durch. Das Entschlüsseln von M. A. Ortners Story war doch etwas mühselig. Aber wenn's für die Kunst ist ...  :P

 

Außerdem: Wenn ich beim großen A nach dem Titel suche, krieg' ich als erstes 'ne Anzeige für Badelatschen. Und dann viele Treffer für Songs gleichen Namens. Das Buch taucht erst auf, wenn ich den Namen des Herausgebers mit eintippe. Oder gleich in der Kategorie Bücher suche :blush:

 

1. Lies schneller. Story Center # 3 / 2020 ist in Arbeit.

2. Ortners Story: Stell dir vor, du musst die Story 3mal lesen. Und korrigieren.

3. Wenn du "Kaltes klares Wasser. Story Center" eingibst, hast du gleich einen Volltreffer.

4. Der Chicks-on-Speed-Remix von Malarias "Kaltes klares Wasser" war der Auslöser für das Buch. Sorry für die Suchergebnisse.

 

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#4 fancy

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    Illuminaut

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Geschrieben 12 June 2020 - 14:30

Watt? Die Nummern sind schon gelesen? Bei mir is noch nix angekommen. :-/


Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach!

Wer wenig denkt, irrt viel (Leonardo da Vinci)
Meinungsverschiedenheiten über ein Kunstwerk beweisen, dass das Werk neu, komplex und lebenswichtig ist. (Oscar Wilde)
Wenn Kritiker uneins sind, befindet sich der Künstler im Einklang mit sich selbst. (Oscar Wilde)

 

www.mluniverse.wordpress.com


#5 My.

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Geschrieben 12 June 2020 - 15:51

Watt? Die Nummern sind schon gelesen? Bei mir is noch nix angekommen. :-/

 

Es gibt Leute, die bei Amazon zuschlagen und sich ein PoD ohne SdL gönnen.

Es soll auch Leute geben, die E-Books lesen :)

 

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#6 Jordan

Jordan

    Giganaut

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Geschrieben 13 June 2020 - 05:49

Letzteres. Ebooks reisen mit Lichtgeschwindigkeit oder so, das Problem ist aber immer noch das andere Ende mit der Lesegeschwindigkeit. Oder eben hyperaktive Verleger :) Die ihre Strafe dann mit strange formatierten Storys (3 mal, brrr) und ihre Belohnung mit dem Laßwitz (Glückwunsch, btw) kriegen.

OT Ende

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#7 My.

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Geschrieben 13 June 2020 - 05:55

Letzteres. Ebooks reisen mit Lichtgeschwindigkeit oder so, das Problem ist aber immer noch das andere Ende mit der Lesegeschwindigkeit. Oder eben hyperaktive Verleger :) Die ihre Strafe dann mit strange formatierten Storys (3 mal, brrr) und ihre Belohnung mit dem Laßwitz (Glückwunsch, btw) kriegen.

OT Ende

 

Das Universum weiß, was man verdient.

Und mehr bekommt man auch nicht.

:)

 

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#8 Jordan

Jordan

    Giganaut

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Geschrieben 19 July 2020 - 19:00

So, gelesen, dass nächste Story Center kann kommen  :D  (btw, kann das sein, dass das Forum heute arg langsam ist? Es ist doch hoffentlich nicht krank?)

 

Statistik: Es sind 17 Geschichten enthalten, eine davon mit über 14.000 Worten mehr als doppelt so lang wie die nächstfolgende und fast zehnmal so lang wie die kürzeste Geschichte der Antho. Die meisten Geschichten kreisen so um drei- bis sechstausend Worte. Illustrationen sind zumindest im ebook keine enthalten. Das Titelbild stammt von Uli Bendick, der ja auch die andere Climate Fiction Antho diesen Jahres, Der Grüne Planet, gestaltet hat. Das Motiv finde ich gelungen, auch wenn die allermeisten Storys nicht in den USA sondern viele davon hierzulande spielen.

 

Inhaltliches (ab hier offensichtlich Spoilerwarnung)

 

Die Ausschreibung (aus dem Jahr 2013, später verlängert bis 2015) verlangt nach Geschichten, die ausschließlich auf der Erde spielen und in denen keine Aliens vorkommen. Den Autoren wird freigestellt, dystopische oder utopische Geschichten einzureichen. Dystopische Geschichten dürfen keine die Wasserknappheit beseitigende Lösungen enthalten, in den utopischen Geschichten ist es erlaubt, ausgehend von heutiger Technologie Erfindungen einzubauen, die Alternativen zur Befriedigung des Bedürfnisses nach Wasser aufzeigen.

 

Das ist also der Rahmen, innerhalb dessen sich die Autoren bewegen (mussten). Wer die SF-Kurzgeschichten-Szene hierzulande ein wenig verfolgt, wird kaum überrascht sein, dass die absolute Mehrheit der Autoren sich für eine Dystopie entschieden hat. Ich würde sagen, das Verhältnis in dieser Antho ist 1 zu 16, mit etwas gutem Willen vielleicht 2 zu 15. Mehrere der Geschichten verströmen Lokalkolorit, handeln also in Deutschland oder zumindest Europa, auch wenn die Gegend sich mitunter deutlich von der heutigen unterscheidet. Es hat mich überrascht, dass China verhältnismäßig oft für die Rolle des Bösewichts, des geldgierigen Konzerns oder der globalen bösen Macht herhalten muss. Überhaupt sind übel wollende, geldgeile Konzerne und die aus dem Untergrund dagegen kämpfenden Rebellen ein mehrmal vorkommendes Motiv.

 

Da ich nun nicht der allergrößte Fan von Gloom and Doom Geschichten bin (obwohl ich seinerzeit Mad Max im Kino gesehen habe - wir hatten ja nichts anderes :P ), hab' ich mich mit dieser Antho (deren Ausschreibung ich mir erst im Nachhinein angesehen habe, sonst hätte ich die vielleicht ausgelassen) etwas schwer getan. Dennoch hab' ich auch hier Geschichten gefunden, die mich begeistert oder die auf andere Weise einen Eindruck hinterlassen haben.

 

Da ist zunächst Infiziert von Galax Acheronian. Die längste Geschichte der Antho ist die Schilderung einer bedingungslosen Liebe, die gibt, ohne zu fordern und ohne dass der Autor ins Schmalzige abgleitet. Zugleich eine der Geschichten dieser Antho, bei der ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte wichtig ist und nicht die Kulisse, vor/in der die Geschichte stattfindet, obwohl ich auch diese als sehr gelungen empfand. Die fügt sich nahtlos und unaufdringlich in die Story ein, bzw. geht mit ihr eine organische Verbindung ein. Außerdem hat hier trotz der Vorgaben ein Raumschiff einen Cameo-Auftritt. :lol:  Ich musste nach zwei Dritteln den Reader aus der Hand legen, weil ich einen Termin hatte und habe das nur widerwillig getan, was immer ein gutes Zeichen dafür ist, dass der Autor mich gepackt hat.

 

Fast ebenso gut gefallen hat mir Die Lösung von Tobias Habenicht. Da habe ich mit Spannung erlesen, was den Jugendlichen wiederfährt, wenn sie mit ihrer Lösung den Abschied vom Dasein als Jugendliche feiern und in die Ränge der Stecher (von Stechuhr, nicht was ihr jetzt wieder denkt) eintreten.

 

Mit Abstand die böseste Geschichte der Antho ist die Rausschmeißer-Story Wasser! von Johannes Tosin. Bei Der grüne Planet fand ich die Storys teilweise zu brav. Das kann man hier weiß Gott nicht sagen, die Geschichte von Nützlingen, Schädlingen, Aus- und Angepressten würde auch gut in eine Horrorsammlung passen.

 

Achim Stößers Das Ende der Regenbogen vermittelt dagegen in der letzten Szene immerhin einen kleinen Hoffnungsschimmer. Gleiches gilt für Enzo Asuis Liisas Lied, auch wenn mir darin zu wenig Geschichte war. Vertigo Stray Cat verlangt vom Leser, aus einigen zunächst isolierten Fragmenten eine Geschichte zusammenzusetzen, den gleichen Kniff hat Christine Prinz für ihre Story Dehydriert gewählt. Christian Baumelt gewinnt einem an sich ernsten Thema humorvolle Züge ab, indem er einen Verkäufer mit einem Sprachtick ins Rennen schickt, der seine Kunden damit zum Wahnsinn treibt - von seinen Angeboten mal ganz abgesehen.

 

Die eine Geschichte, die mich überhaupt nicht abgeholt hat, war Die Wunderwelt der Zewato NV von Friedhelm Rudolph. Und das, obwohl sie geographisch gleich bei mir um die Ecke spielt. Da hatte ich ständig das Gefühl, die Parodie einer Story zu lesen. Die abgehackten Satzfragmente haben mich immer wieder irritiert, der Eigenbrötler, der sich als Ex-Einzelkämpfer-Söldner entpuppt, und sein Gegenspieler, das Geheimnis der Wasserfabrik - too much.

 

All in all: Für mich eine Kann man lesen, muss man aber nicht Anthologie. Es waren Perlen darin, aber auch 'ne Menge Beifang


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#9 Galax

Galax

    Infonaut

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Geschrieben 20 July 2020 - 08:53

Ui, so eine schöne Rezie :D

Vielen Dank!
Das ging runter wie Öl :D

 


Warum auf alte Katastrophen zurückblicken? Es liegen noch unzählige vor einem!

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