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SF beim "Bachmann"-Preis


13 Antworten in diesem Thema

#1 T. Lagemann

T. Lagemann

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Geschrieben 18 June 2020 - 12:45

Hallo zusammen,

 

Lisa Krusche hat bei den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur mit ihrem Text  "Für bestimmte Welten kämpfen und gegen andere" dystopisches ausgebreitet.

 

https://bachmannprei...tories/3053745/

 

Juror Philipp Tingler ist eine ungeheure Bereicherung. Der streitet sich schnell, ist dabei trotzig und quatscht unentwegt dazwischen. Das verspricht bei den noch anstehenden Lesungen sehr unterhaltsam zu bleiben. 

 

Viele Grüße

Tobias


"Wir sind jetzt alle Verräter."
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  • • (Film) gerade gesehen: Öhm, die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur sind zwar kein Film, aber waren dennoch unterhaltsam.

#2 ShockWaveRider

ShockWaveRider

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Geschrieben 18 June 2020 - 13:48

Juror Philipp Tingler ist eine ungeheure Bereicherung. Der streitet sich schnell, ist dabei trotzig und quatscht unentwegt dazwischen.

Danke für die Warnung!
Damit brauche ich den Ingeborg-Bachmann-Preis noch weniger als zuvor.

Gruß
Ralf

Bearbeitet von ShockWaveRider, 18 June 2020 - 13:50.

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#3 My.

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Geschrieben 18 June 2020 - 13:55

Danke für die Warnung!
Damit brauche ich den Ingeborg-Bachmann-Preis noch weniger als zuvor.

Gruß
Ralf

 

Zustimmung.

Vor allem weiß ich nicht, was die sich so als SF einbilden.

 

My.


Kontaktdaten? Hier. Oder hier.

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#4 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 18 June 2020 - 14:00

Grundsätzlich ist es ja erfreulich, das SF - nach wieviel Jahrzehnten eigentlich? - in der Hochkultur erwähnt wird. Das ist sicherlich auch solch guten Schriftstellern in der unsererseits goûtierten Bandbreite zu verdanken, und auch die Qualität des DSFP (m. E. besonders in der Vergabe 2019 bemerkbar).

 

Bleibt nur die Frage, ob unser Literaturgenre nicht wieder lediglich zur allgemeinen Erheiterung dienen soll.

 

Dann wäre der ganze Aufwand wieder umsonst.


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

Galilei


#5 T. Lagemann

T. Lagemann

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Geschrieben 18 June 2020 - 18:27

Hallo Peter,

Grundsätzlich ist es ja erfreulich, das SF - nach wieviel Jahrzehnten eigentlich? - in der Hochkultur erwähnt wird. Das ist sicherlich auch solch guten Schriftstellern in der unsererseits goûtierten Bandbreite zu verdanken, und auch die Qualität des DSFP (m. E. besonders in der Vergabe 2019 bemerkbar).

 

Bleibt nur die Frage, ob unser Literaturgenre nicht wieder lediglich zur allgemeinen Erheiterung dienen soll.

 

Dann wäre der ganze Aufwand wieder umsonst.

der Text kam recht gut weg, da war niemand wegen des Genres erheitert oder äußerte sich gar despektierlich über SF (aka U-Literatur).

 

Viele Grüße

Tobias


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#6 Peter-in-Space

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Geschrieben 18 June 2020 - 19:48

Ich bin jetzt mal genauso dystopisch wie die in Deutschland favorisierte SF und unke:

 

was nicht ist, kann ja noch werden.

 

nostra-damisch

Peter


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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#7 Nina

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Geschrieben 18 June 2020 - 21:22

 

 

Die Liebesgeschichte gehe ein bisschen unter, sie sei begraben unter Schutt und Müll der dystopischen Welt. 

Das finde ich mal interessant. Normalerweise wird ja gerade bei SF, geschrieben von einer Autorin, wo noch glatt eine Liebesgeschichte vorkommt, das gleich als "Frauenliteratur" abgetan. Aber hier ist es offenbar nicht genug, ja, gib mir mehr, Baby! 

 

Insgesamt frag ich mich aber auch, das ist ja keine Vorrunde beliebiger Bewerber, das sind vorab ausgewählte Texte, die also so schlecht nicht sein können. Dass sich dann Autoren so was antun müssen - da hört man ja weniger harte Kritik von Dieter Bohlen bei DSDS, der sich in der Vorrunde doch eine höhere Zahl weitgehend talentfreier Menschen ansieht. 



#8 Peter-in-Space

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Geschrieben 18 June 2020 - 21:28

Ich dachte bei DSDS wären alle von Talent befreit...

 

... und wer ist eigentlich dieser Dieter Bohlen?


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

Galilei


#9 T. Lagemann

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Geschrieben 19 June 2020 - 05:16

Hallo Nina,

Das finde ich mal interessant. Normalerweise wird ja gerade bei SF, geschrieben von einer Autorin, wo noch glatt eine Liebesgeschichte vorkommt, das gleich als "Frauenliteratur" abgetan. Aber hier ist es offenbar nicht genug, ja, gib mir mehr, Baby! 

 

Insgesamt frag ich mich aber auch, das ist ja keine Vorrunde beliebiger Bewerber, das sind vorab ausgewählte Texte, die also so schlecht nicht sein können. Dass sich dann Autoren so was antun müssen - da hört man ja weniger harte Kritik von Dieter Bohlen bei DSDS, der sich in der Vorrunde doch eine höhere Zahl weitgehend talentfreier Menschen ansieht. 

wo bekommt man denn sonst auf die Schnelle so deutlich formulierte Kritik - positive/negative - zu (s)einem Text? Und zwar nicht nur aus einer Perspektive - wie z.B. von (s)einem Lektor -, sondern gleich aus vielen, sich teils sogar gegenüberstehenden, Blickwinkeln. Und dann sind das ja auch noch Fachleute. Die entgegen früherer Zeiten nicht ad hoc auf die Texte reagieren, sondern sie bereits vor der Lesung durch die AutorInnen gelesen haben. Dass Beurteilungen unterschiedlich(st) ausfallen, sollte man als AutorIn wissen und man sollte damit auch leben können. Ja, in Klagenfurt hört man das dann geballt. Teils auch unschön verpackt. Aber man hört sie. Die Gefahr ist natürlich sehr, sehr gering, aber würde ich nach Klagenfurt eingeladen, ich würde hin. Sonst laufen Wettbewerbstexte ja in die Leere hinein, ich schreibe sie, ich sende sie ein, aber selbst wenn sie auf einer Longlist landen, höre ich dazu nichts. Und wenn ein Text preisgekürt wird, gibt es nur eine Laudatio. Aber von Schweigen und vom Lob, da kann ich nichts lernen. Wird ein Text für eine Anthologie ausgewählt, gibt es zumeist Fehlerkorrekturen oder Wünsche hinsichtlich Satzbau. Aber grundsätzliches zum Aufbau eines Textes, zu den Bezügen, zur Sprache an sich etc. pp. gibt es zumeist nicht. Okay, um so etwas (vom Lektorat) zu bekommen, müsste ich wohl ein paar Ligen aufsteigen.

 

Viele Grüße

Tobias


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#10 ShockWaveRider

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Geschrieben 19 June 2020 - 05:35

[...] da hört man ja weniger harte Kritik von Dieter Bohlen bei DSDS, [...] 

 

1. Grundsätzlich finde ich es arg problematisch, den Bachmann-Preis mit DSDS zu vergleichen.

2. Wenn das Kriterium für zu akzeptierende Kritik "weniger hart als die von Dieter Bohlen" ist, dann müsste man auch einen Mord, der "weniger hart als die von Charles Manson" ist, noch straffrei durchgehen lassen.

 

Gruß

Ralf


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#11 Nina

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Geschrieben 19 June 2020 - 23:39

 

 

wo bekommt man denn sonst auf die Schnelle so deutlich formulierte Kritik - positive/negative - zu (s)einem Text? Und zwar nicht nur aus einer Perspektive - wie z.B. von (s)einem Lektor -, sondern gleich aus vielen, sich teils sogar gegenüberstehenden, Blickwinkeln. Und dann sind das ja auch noch Fachleute. Die entgegen früherer Zeiten nicht ad hoc auf die Texte reagieren, sondern sie bereits vor der Lesung durch die AutorInnen gelesen haben. Dass Beurteilungen unterschiedlich(st) ausfallen, sollte man als AutorIn wissen und man sollte damit auch leben können.1. Grundsätzlich finde ich es arg problematisch, den Bachmann-Preis mit DSDS zu vergleichen.
1. Grundsätzlich finde ich es arg problematisch, den Bachmann-Preis mit DSDS zu vergleichen.

Grundsätzlich kann man das schon vergleichen, es treten Künstler auf, eine Jury formuliert die Kritik. Und die fällt oft sehr hart aus. - Beim Bachmannpreis hört der "Normalo" auch nichts. Zum einen muss man vorgeschlagen werden, aber das schafft man vielleicht, wenn der Verleger dahinter ist. Aber es kriegt auch da nicht jeder ein Feedback. Im Grunde genommen werden die, die eh schon total toll schreiben können, noch eine öffentliche Demütigung ausgesetzt. 

 

 

2. Wenn das Kriterium für zu akzeptierende Kritik "weniger hart als die von Dieter Bohlen" ist, dann müsste man auch einen Mord, der "weniger hart als die von Charles Manson" ist, noch straffrei durchgehen lassen.

So weit ich weiß, hat Charles Manson gar niemanden ermordet. - Aber wie dem auch sei, ich finde die Kritik da wirklich grenzwertig bis grenzüberschreitend, so was sagt man einem Menschen, der sich bemüht, nicht. Doch die Leute können ja was beim Bachmannpreis und sind vorausgewählt, da finde ich es eine regelrechte Frechheit. 



#12 Dyrnberg

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Geschrieben 20 June 2020 - 10:30

Der erwähnte Text gehörte für mich leider nicht zu den besseren. Aber trotzdem erfreulich, dass das Setting eine Rolle spielte beim Bachmannpreis. Und natürlich rümpfen die Jurymitglieder darüber nicht elitär die Nase... genau das wollen sie ja vermeiden, dass sie als "konventionell" abgestempelt werden. Als "elitär". Als Leute, die "alten Standesdünkeln" nachhängen. Genau damit kritisieren sie sich ja gegenseitig. ;)



#13 Peter-in-Space

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Geschrieben 21 June 2020 - 11:29

Dann bleibt nur noch die Hoffnung, das es keine Eintagsfliege bleibt.

 

Manche sagen dazu auch Erwartung.


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

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#14 T. Lagemann

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Geschrieben 21 June 2020 - 13:47

Hallo zusammen,

 

für den Text von Lisa Krusche hat es zum Deutschlandfunk-Preis gereicht (12.500,-). Mir ist leider entfallen (wurde das überhaupt erwähnt?), ob es sich bei dem Text um einen Auszug aus einem längeren Werk handelt, wenn ja, dann kann ja demnächst das Fandom klären, ob das überhaupt SF ist.

 

Der von mir wegen seiner verbalen Wucht und Wut sehr gemochte Text (Der große Gruß) von Lydia Haider hat den Publikumspreis (auch BKS-Preis genannt) und damit verbunden ein halbjähriges Aufenthaltsstipendium in Klagenfurt gewonnen.

 

So, und nun genug online geglotzt, ich kehre in die Normalität zurück.

 

Viele Grüße

Tobias


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