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German Kaiju hrsg. von Markus Heitkamp

Godzilla Anthologie Kaiju Lesezirkel

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18 Antworten in diesem Thema

#1 lapismont

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Geschrieben 31 August 2020 - 21:21

Zerstören – Fressen – Erobern

Elf Autoren entführen Sie in die Welt der Riesenmonster, wo sich verrückte Wissenschaftler abnormer Monstrositäten bedienen, außerirdische Aggressoren mit Hilfe von Giganten nach der Herrschaft streben und sich Mutter Erde mit brachialer Gewalt gegen die Ausbeutung durch den Menschen zur Wehr setzt. Seien Sie dabei, wenn Deutschland in Schutt und Asche gelegt wird und nichts und niemand den Aufmarsch der German Kaiju aufhalten kann.

Eine Hommage an den klassischen japanischen Monsterfilm.

 

German Kaiju hrsg. von Markus Heitkamp

 

Ich hab mir das Buch aus einem spontanen twitter-Moment heraus gekauft. Es sieht großartig aus, roter Seitenschnitt, passendes Cover und Bonus-Story im Extra-Heft.

 

Ich werd’s im September lesen und lade alle ein, mitzumachen. Dank meines Nachwuchses, werde ich parallel eine Godzilla-Filmbox goutieren, dort sind 13 japanische Filme enthalten, die beiden 50er-Jahre Godzilla-Filme sah ich bereits in Vorbereitung auf das Buch.

 

Lasst uns schreien!

 


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#2 lapismont

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Geschrieben 02 September 2020 - 05:40

In seinem Vorwort erzählt Markus Heitkamp, dass er etliche der Kaiju-Filme im Kino sah und dadurch angefixt wurde. Mir ist nicht im Gedächtnis, dass außer den Sindbad-Filmen, westliche Monsterfilme in der DDR auf der großen Leinwand liefen.
Meine Bekanntschaft mit Godzilla begann mit der Filmreihe Mumien, Monster, Mutationen im ndr, präsentiert von Dénes Törzs (was leider in der Wikipedia unerwähnt bleibt).
 
Hier liefen die Genre-Klassiker von Arnold, Harryhausen und eben auch Tsuburaya. Allerdings waren mir damals die japanischen Filme zu sowjetisch. Und das war vielleicht der Grund, warum sie mich nie so in Begeisterung versetzen konnten, wie Sindbads siebte Reise oder Die unglaubliche Geschichte des Mister C..
 
Nun hab ich mir Gojira von 1954 und die Fortsetzung Gojira no gyakushū aus dem Folgejahr noch einmal angesehen, im Original mit englischen Untertiteln.

 

Während sich der erste Film als Parabel auf die Atomattentate der USA begreifen lassen, als Auseinandersetzung mit dem Untergang des klassischen Japans und seiner militärischen Niederlage, vereint der zweite Filme so ziemlich alle Schwächen, die mir aus meiner Jugend im Gedächtnis geblieben waren.

Aber die DVD-Box ist noch prall gefüllt und ich bin gespannt, was ich aus dem Kavji-Universum alles mitnehmen werde, sei es aus den Geschichten der Anthologie oder sei es aus den Filmen.

 

Ich bin gespannt.


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#3 lapismont

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Geschrieben 03 September 2020 - 17:02

Thomas Heidemann: Nakama, der Schrecken vom Mond

 

 

Eine riesige Nazi-Kampf-Maschine, (deshalb Nakama genannt), seit Jahrzehnten auf dem Mond im Schlummermodus, wird erweckt, als sich ein Nazi-Politiker in Frankfurt am Main zum Sieger der Bundestagswahl erklärt. Auf dem Weg zu seinem neuen Führer, den eine GSG9-Einheit unter Führung einer Muslima einkassierte, legt der Roboter die halbe Stadt in Schutt und Asche …

 

Wer da inzwischen nicht gleich an die skurrile »Erstürmung« der Reichstagsstufen denkt, kann zumindest die latente Möglichkeit hinter der Geschichte erkennen. Alte Nazi-Wunderwaffen und ein akutes Nazi-Problem passen ganz hervorragend in eine Kaiju-Story, finde ich. 


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#4 lapismont

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Geschrieben 05 September 2020 - 18:19

Wolfgang Schroeder: Chaodoru – Das Grauen aus der Tiefe
 
Als Berliner hat man seinen ganz eigenen Rochus auf das geldverschlingende Monster namens BER. Kein Wunder, dass sich Wolfgang mit der geplanten Eröffnungsfeier diesen Jahres auseinandersetzt und einen Urzeitwurm auf den Flughafen und gleich ganz Berlin ansetzt.
Pragmatische Lösungen, satirische Einzelschicksale und das übliche militärische Versagen – eine rasante und amüsante Katastrophe.
 
Gestern sah ich mir dann noch Godzilla gegen Mechagodzilla II von 1993 an. Leider fehlte die Originaltonspur und die deutsche Synchro machte aus dem Film eine peinlich alberne Satire, was aber auch am Film selbst liegen mag. Wilde Schnitte und Szenenwechsel, ein sensationell unpassender Score und ein Plot, der zwischen militärischer und wissenschaftlicher Dummheit nur so triefte, Wohl ein frühes Vorbild für Prometheus.

Aber als Kind hätte ich gern so einen Mecha-Godzilla gehabt, an dem man das Garuda-Teil stöpseln kann. Auch wenn das Ding nix konnte. 


Bearbeitet von lapismont, 08 September 2020 - 05:59.

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#5 lapismont

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Geschrieben 07 September 2020 - 05:55

Tom Daut: Der Keim

1977 Die Gebrüder Förster haben komplett konträre Lebenswege eingeschlagen. Wieland Förster betreibt in Duisburg eine Chemiefabrik, sein Bruder Markward hingegen wurde Förster mit Leib und Seele. Die Zerstörung der Natur durch seinen Bruder bringt ihn dazu, das Erbe seines Vaters in sich wachzurufen. In einem geheimen Ritual beschwört er den Naturgeist Kyrillion, um ihn der Fabrik seines Bruders einen Besuch abstatten zu lassen. Doch der entwickelt eigene, zerstörerischere Pläne …

Der Bruderzwist nimmt einigen Raum ein, gefolgt von diversen Einzelschicksalen bis hin zur Gründung einer gewissen Partei. Interessant fand ich die Umsetzung des finalen Kampfes, der letztlich auf den Wesenszügen der Brüder fußte. Insgesamt haute mich der Text aber nicht vom Hocker.

Torsten Scheib: Symbiogenese

Es beginnt auf See vor Wilhelmshaven. An Bord eines Containerschiffes wird eine Flüchtlingsfamilie entdeckt. Mitten in die Auseinandersetzung mit einem fremdenfeindlichen Matrosen bricht die Entdeckung einer Art riesigen Müllstrudels. Schon bald kämpft nicht nur die Besatzung des Containerschiffes um ihr Leben, denn der Müll einer verschwenderischen Zivilisation hat sich zu einer neuen Lebensform transformiert. Sein Weg durch Deutschland hinterlässt leergesaugte Chemieanlagen und jede Menge Tod …

Dass Torsten sich der Aufgabe, ein Megamonster zu errschaffen, auf eine Horror-lastige Weise entledigen würde, verwundert wohl niemand. Sein prägnanter, auf knallharte Situationen fokussierter Stil treibt die Handlung mit hoher Dichte vorran. Dabei schafft er es, typische Charakterfiguren der Kaij-Filme unterzubringen. Den hochnäsigen Militär, der sich der Wissenschaft unterordnen muss, der geniale, aber ohne seine kluge Assistentin lebensunfähige Biologie-Professer, der das Rätsel des Monsters lüftet und viele kleine Episoden mit Menschen, die auf dem Weg des Monsters um ihr Leben kämpfen. Inklusive eines ganz normalen Scheibschlusses. Gefiel mir sehr.


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#6 lapismont

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Geschrieben 08 September 2020 - 05:56

Thomas Williams: Frankensteins Raketenmonster im Blutrausch

 

Die Bundeswehr wird zu einem Evakuierungseinsatz nach Bielefeld gerufen. Dort brach während eines Fußballspieles ein riesiger Wurm aus dem Rasen und saugt seitdem alles Lebende in sich hinein und zerschreddert es im riesigen Maul. Doch der Hubschrauber stürzt ab und der einzige Überlebende wird von einem Verschwörungsfanatriker gerettet, der in dem Monster die Bielefeldverschwörung bestätigt sieht.

 

Die Geschichte lebt vom skurrilen Hintergrund der Bielefeldverschwörung und entwickelt sich zu einer lustigen Buddy-Story, ohne der Kaiju-Idee untreu zu werden. Der Titel ist natürlich ein rein reißerisches Plakat, das an die plumpe Benamsung alter Monsterfilme erinnert. Die Rettung kommt passenderweise aus einem anderen Film-Franchise.

 

Als kleines Zwischenfazit kann ich schon sagen, dass ich die Mischung und den Ideenreichtum bewundere, immerhin erschien mir das Thema doch recht übersichtlich. Und es ist einfach weiterhin ein irres haptisches Gefühl, dieses Buch in der Hand zu halten und drin zu lesen. Der leichte Widerstand den jede neue Seite kurz leistet, wenn mann den Seitenschnitt durchbricht – hach …


Bearbeitet von lapismont, 08 September 2020 - 05:57.

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#7 lapismont

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Geschrieben 09 September 2020 - 06:00

Hanna Nolden und Markus Heitkamp: Hansebiker gegen Mutant X

 

Ein kleiner Teil (500 Tonnen) einer Milliarden Jahre alten außeridischen Lebensform macht sich vom Grund der Norsee auf, im Hamburger Hafen das Brummen zu suchen, was ihm bisher beim Dahindämmern half. Dabei stößt es auf eine Bikergang, die seit 15 Jahren im Juni den Tod eines Clubmitglieds und das darauf folgende Ende ihrer kriminellen Vergangenheit begeht …

 

Die bisher lustigste und vor allem warmherzigste Geschichte der Anthologie. Hanna Nolden und ihrem Mann, Herausgeber Markus Heitkamp, gelingen wunderbar menschliche Dialoge, die sowohl norddeutsche Trockenheit als auch russische Schwere einzufangen wissen. Der Kampf gegen das Monster ist so munter wie albern und trotzdem gibt es die zu erwartenden zerfetzten Menschen. Hamburg-Flair noch obendrauf.

Der Schluss bietet dann noch einen charmanten Schwenker und fast möchte man, dass der MC Hansebiker es in eine Fortsetzung schafft.


Bearbeitet von lapismont, 12 September 2020 - 15:13.

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#8 lapismont

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Geschrieben 10 September 2020 - 06:11

Simona Turini: Flammen über Karlsruhe

 

In Karlsruhe wacht ein kleiner Kreis von Illuminaten über den Heiligen Gral, der unter der Pyramide verborgen wurde. Oder ist es nur der Wächter des Grals? Die Illuminaten führen darüber seit langem Streit. Doch Tunnelbauten in der Innenstadt erwecken einen riesigen Spinnenläufer – doch zum Glück hat gerade Doktor Evermann seine Arbeit am KIT begonnen, mit Zugang zu einem alten Forschungsreaktor …

 

Leider kann Simona aus dem Plot nicht wirklich Spannung generieren. Der Ich-Erzähler bleibt trotz der gewählten Perspektive sehr blass, die Illuminaten wirken aufgesetzt und unglaubwürdig. Auch die Katastrophe selbst gewinnt nicht wirklich Wucht, zumal viele Szenen nur in Berichten auftauchen. Es fehlt der ganzen Geschichte irgendwie das Feuer.


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#9 Nadine

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Geschrieben 10 September 2020 - 09:05

In Karlsruhe wacht ein kleiner Kreis von Illuminaten über den Heiligen Gral, der unter der Pyramide verborgen wurde. Oder ist es nur der Wächter des Grals? Die Illuminaten führen darüber seit langem Streit. Doch Tunnelbauten in der Innenstadt erwecken einen riesigen Spinnenläufer – doch zum Glück hat gerade Doktor Evermann seine Arbeit am KIT begonnen, mit Zugang zu einem alten Forschungsreaktor …

 

Leider kann Simona aus dem Plot nicht wirklich Spannung generieren.

Das klingt danach, als würden zumindest Kennerinnen des sehr unglücklichen Karlsruher Tunnelbaus und des KIT auf ihre Kosten kommen. :aliensmile:

 

Schön, mit wie viel Liebe du diese Anthologie besprichst! Auch, weil ich Hanna und MArkus und deren ARbeit sehr schätze.


Bearbeitet von Nadine, 10 September 2020 - 09:06.

Europa ist nicht nur ein Kontinent.

 


#10 lapismont

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Geschrieben 10 September 2020 - 12:08

Das klingt danach, als würden zumindest Kennerinnen des sehr unglücklichen Karlsruher Tunnelbaus und des KIT auf ihre Kosten kommen. :aliensmile:

 

Schön, mit wie viel Liebe du diese Anthologie besprichst! Auch, weil ich Hanna und MArkus und deren ARbeit sehr schätze.

Danke, aber auch nicht schwer bei dem schönen Buch.

 

Und Gralsruhe sollte ich wohl beizeiten mal besuchen. Scheint arg gefährdet zu sein.


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#11 lapismont

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Geschrieben 12 September 2020 - 13:40

Finnley »Gun« McKinley: Saibotoru greift an

 

Ein geheimes Militärprijekt am Bodensee gerät außer Kontrolle, als ein Lurch-förmiger Cyborg von einiem riesigen Wels gestört wird und daraufhin ein paar Übungsziele in Ludwigshafen aufsucht …

 

Und noch eine neue Variante des Supermonsters, zumindest innerhalb dieser Anthologie: Der Supersoldat. Wir haben hier die typischen Bestandteile, als da wären: ein skrupelloser Militär, der mitlaufende Wissenschaftler und seine hübsche Assistentin und jede Menge sterbender Elitesoldaten. McKinley liefert eine spannende Militärstory mit feindosierten Seitenstichen und einem ungewöhnlichen Endkampf, den man gern verfilmt sähe.


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#12 HMP

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Geschrieben 12 September 2020 - 13:46

Sogar ich, als bekennender Kurzgeschichten-Nichtleser, muss zugeben, dass mir die Geschichten, die ich bislang daraus gelesen habe, sehr gut gefallen und mich mit Spaß unterhalten haben.


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#13 lapismont

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Geschrieben 12 September 2020 - 15:14

Nicht wahr? Muntere Abwechslung und erwähnte ich schon, dass das Buch einfach unglaublich toll aussieht?

:cheers:


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#14 HMP

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Geschrieben 12 September 2020 - 16:35

Nicht wahr? Muntere Abwechslung und erwähnte ich schon, dass das Buch einfach unglaublich toll aussieht?

:cheers:

Das war für mich durchaus mit ein Grund, es zu kaufen. Nicht nur, aber auch. Die Macher haben sich große Mühe gegeben, es nicht wie 0815-ich-mache-alles-gleich zu gestalten. Da merkt man, dass es nicht ein Beliebig-Projekt war, wie es so mancher Verlag alle Nase lang auf den Markt wirft.

 

Und dass die Geschichten dann noch selbst mich ansprechen, der nun nicht gerade zu den bekannten KG-Konsumenten gehört ... aber wenn etwas derart ansprechend aufgemacht ist, verlasse sogar ich meine angestammten Pfade.

 

:cheers:


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#15 lapismont

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Geschrieben 15 September 2020 - 14:45

Markus Kastenholz: Die Großen Alten

 

Im idyllischen Staufen, südlich von Freiburg, führen Erdwärme-Sondierungsbohrungen nicht nur zu Rissen in altehrwürdigen Mauern, sondern in letzter Konsequenz zum Erwachen eines verbannten dunklen Gottes, dessen Name sich am Besten mit Plitsch-Platsch ausdrücken lässt. Er schöpft seine Kraft aus Wasser und somit aus Grundwasser, Fluss und Mensch. Klar, dass Staufen dieses Erwachen nicht weiter überlebt. Nicht weit erwacht, in Bad Krozingen, in der 87jährigen Kunigunde Cieslarczyk eine Fähigkeit, die die unter Demenz leidende schon lange nicht mehr aktiv eingesetz hatte: Sie assimilert Materie. Bei Menschen klappt das auch, nur dass sie dann deren Geist intus hat, so wie den von Horst, dem alten Nazi-Arzt, dem sie ihre Mutation verdankt. Der ist nun ganz erstanut, dass die alte Dame wieder mit dem Aufsaugen beginnt und sich bald beständigwachsend mit ihrem Rollator aufmacht, dem anderen Großen Alten entgegen zu treten …

 

 

Markus Kastenholz gibt sich gar nicht erst große Mühe, seine muntere Genre-Persiflage wissenschaftlich zu unterfüttern. Lovecraft wird ebenso geplündert wie alte Nazimythen von Wundersoldaten. Auch schreibt er sich gleich selbst hinein, mitsamt darbendem Verleger und irreführenden Spoilerwarnungen – und wer da tatsächlich auf Erbarmen für uns und das Universum hoffte, sollte sich mit lieber mit Erdwärme-Sondierungsbohrungen befassen. Die ganze Geschichte ist ein großen Fest des schwarzen Humors.


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Geschrieben 15 September 2020 - 14:59

Klar, dass ich nach einem derart schröcklichen Ende zur Notfall-Story greifen musste:

 

Christian von Aster: Großes grünes Monster oder eine retrojapanische Hausmeisterbeichte

 

Auf der letzten nummerierten Seite des Buches klebt ein Umschlag mit den hilfreichen Worten: Nur im Notfall öffnen. Darin finden sich die zwei doppelseitig mit Schreibmaschine beschrieben Blätter mit der Beichte Ken Kawashimas, in der Übersetzung des Herrn von Aster. Darin offenbart uns der 98jährige, wie das damals tasächlich mit jener Filmgesellschaft ablief, die mit Godzilla einst begann groß zu werden und der er den angenehmen Aufenthalt in einem Luxus-Altersheim verdankt.

 

Gewohnt lakonisch in tolle Sätze gefasst, umreißt der Autor noch einmal kurz die für diese Anthologie so wichtige filmhistorische Geschichte und erweitert sie um ein ganz wichtiges Element: die Fantasie.

Ein perfekter Abschluss dieser so krachend kunterbunten Geschichtensammlung.


Bearbeitet von lapismont, 15 September 2020 - 15:00.

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#17 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 17 September 2020 - 10:19

Einige Stories hören sich spannend an. (Merci, o Monte Petrus!) Ob ich wirklich mal wieder was Deutsches vor die Brille halten sollte? (Nichts gegen die Sprache, aber viele dt. Romantexte "haken" mich leider zu wenig sie zu Ende zu lesen. Leider. Kurzgeschichten ist nat. wieder was Anderes. :thumbup:)


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 17 September 2020 - 10:19.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Dialog im August...

3: (Gewehr im Anschlag) Du bist zurück gekommen und bist kein Mensch mehr. Du solltest dich umbringen damit ich es nicht tun muss.

2: Ich bin genau so menschlich wie du! (denkt an ihren "Glanz") Dies ist eine natürliche Sache.

3: Sag mir wie du heißt! Sag mir deinen Namen! Sag mir deinen gottverdammten Scheiß-Namen!

2: Das macht keinen Unterschied! Was macht das für einen Unterschied? Ich versteh nicht, welchen Unterschied das macht!

(3. Team-Mitglied, Landvermesserin, vs. 2., der Biologin, kurz bevor sie versuchen einander zu erschießen, grob übersetzt, aus der Urfassung von Auslöschung, im Original im 4th-Estate-Verlag, S. 146, by Vandermeer)


#18 lapismont

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Geschrieben 02 October 2020 - 07:10

Markus stellte sich meinen Fragen:

 

Interview mit Markus Heitkamp


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#19 rostig

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Geschrieben 15 October 2020 - 09:17

Ein großes Lob für eine gelungene Anthologie. Es ist lange her, dass ich eine Geschichtensammlung gelesen habe, in der mich keine einzige gelangweilt hat. Unter den Guten die m.E. Besten: Nakama (Nazi-Kampf-Maschinen kommen immer gut, wenn mit ein wenig Humor serviert), Symbiogenese (hätte es verdient für den DSFP nominiert zu werden), Hansebiker (die liebenswertesten Protagonisten) und Die großen Alten (witzige Plünderung der Genre-Versatzstücke und -Vorurteile). Absolute Leseempfehlung (nicht nur, aber auch) wegen der verschiedenen regionalen Bezüge, dem Humor, der Bandbreite, der Abwechslung und und und





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