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SF-Netzwerk-Lesechallenge 2021


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24 Antworten in diesem Thema

#1 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 08 January 2021 - 11:07

Auf vielfachen Wunsch rufe ich hiermit auf zur
SF-Netzwerk-Lesechallenge 2021!
 
Beginn: 1. Januar 2021
Ende: 31. Dezember 2021
 
 
Wie geht's?
Es gibt insgesamt sieben Kategorien.  Jeder Teilnehmer* versucht, im Laufe des Jahres 2021 jeweils ein Science-Fiction-Buch aus jeder Kategorie zu lesen.
Zu jedem beendeten Buch gibt der Teilnehmer in diesem Thread eine Vollzugsmeldung mit ein paar Sätzen über das Buch und über seine Leseeindrücke ab. Diskussionen über die Bücher sind ausdrücklich erwünscht.
Sollte ein Buch in mehrere Kategorien passen, so wählt der Teilnehmer eine Kategorie aus, der er das Buch zuordnet. Eine Umkategorisierung ist bis zum Ende des Jahres 2021 möglich. Es darf jedoch kein Buch mehreren Kategorien zugleich zugeordnet werden.
Heftromane sind von der Challenge ausgeschlossen. Von Heftromanserien abgeleitete Romane (z.B. die Perry-Rhodan-Planetenromane) sind aber ausdrücklich zugelassen.
 
  
Die Preise:
Unter all denjenigen, die bis Ende kommenden Jahres glaubhaft versichern konnten, SÄMTLICHE Kategorien erfüllt zu haben, werden wieder mindestens drei Buchpreise verlost (sofern auch mindestens drei Teilnehmer das Ziel erreichen).
Die genauen Preise werden nachgereicht.
 
 
Die Kategorien:
 
1: ein Nebula-Award-Preisträger
 
 Die Preisträgerliste findet ihr hier.
Ihr könnt wahlweise das Original oder eine Übersetzung lesen.
 
 
2. eine Kurzgeschichtensammlung
 
Das kann eine Collection mit Stories eines einzelnen Autors oder eine Anthologie sein.
Diese Kategorie bleibt! Ich will, dass ihr mehr Kurzgeschichten lest.
 
 
3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde  
 
Die Beschreibung sagt schon alles.  Ein deutschsprachiger SF-Roman, geschrieben von einer Frau. 
 
 
4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde (und deshalb 2021 den 100. Geburtstag bzw. 75. Geburtstag feiert oder feiern würde)
 
Zugelassen sind nur SF-Romane oder -Collections, keine Sachbücher und keine Belletristik aus anderen Genres.
Eine vermutlich unvollständige Liste von SF-Autoren des Geburtsjahrgangs 1921 findet sich hier, der Jahrgang 1946 ist hier aufgelistet.
Autoren, die nicht in den Listen aufgeführt wurden, können auf Antrag zugelassen werden, wenn ihr mir nachweist, dass der Autor bzw. die Autorin 1921 oder 1946 geboren wurde und dass das gewünschte Buch der Science Fiction zugerechnet werden kann.
 
 
5: ein Buch aus einer fernen Zukunft
 
Gemeint sind Bücher, deren Handlung mindestens im Jahr 5000 n. Chr. spielt.
 
 
6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist
 
Die Kategoriebeschreibung sagt es schon. Ein DDR-SF-Buch soll es sein, egal ob Roman oder Anthologie, 
Nicht gemeint sind Übersetzungen aus anderen Sprachen, die in der DDR erschienen sind. Ebensowenig gemeint sind von DDR-Schriftstellern geschriebene Bücher, die nicht in der DDR erschienen sind (z.B. Werke, die nach 1990 entstanden sind).
Zur Orientierung: Eine recht vollständige Liste von Kandidatenbüchern findet ihr hier
 
 
7: ein Roman über den Erstkontakt
 
Hier geht es um Bücher, die den erstmaligen Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen schildern. Das kann auf der Erde (Besuch/Invasion von Aliens), auf einem fremden Planeten oder in den endlosen Weiten des Weltraums geschehen.
 
 
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 
Mein Wunsch an die Teilnehmer für das Jahr 2021: 
Viel Spaß beim Mitlesen!
 
Gruß
Ralf
 
*Der generische Teilnehmer umfasst auch gern die Teilnehmerin.

Bearbeitet von ShockWaveRider, 08 January 2021 - 14:39.

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#2 Weltraumschrott

Weltraumschrott

    Yoginaut

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Geschrieben 08 January 2021 - 13:36

Danke für das Einrichten der Challenge. Ich bin gespannt, was so gelesen wird.



#3 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 09 January 2021 - 10:24

Meine erste Lektüre passt in die Kategorien 5 und 7:

Alastair Reynolds - Himmelssturz
Inhalt: Ihr Job ist eigentlich reine Routine: in den äußeren Bereichen des Sonnensystems die Meteoriten nach verborgenen Schätzen zu durchsuchen und diese zur Erde bringen. Doch als sie auf dem Saturnmond Janus auf ein außerirdisches Artefakt stoßen, beginnt für die Crew des Minenschiffs das Abenteuer ihres Lebens – denn dieses Artefakt ist in der Lage, die Raumzeit zu sprengen und das Universum, wie wir es kennen, völlig zu verändern.
 
Himmelssturz ist ein auf und ab. Zwischendurch wollte ich das Buch aus dem Fenster werfen, dann wieder liest man gefesselt. Aber 780 Seiten sind ein dickes Brett. Der Roman selbst gibt sich den Anschein, ein wissenschaftliches Fundament zu haben, wirkt aber oft wie rein Space Fantasy, wenn Möglichkeiten aus dem Nichts entstehen. Faszinierend ist es aber schon eine Reise vom Jahr 2057 erst in eine 5000 Jahre Zukunft zu unternehmen, dann sogar Millionen Jahre voraus zu reisen und immer wieder Nachrichten aus der zukünftigen Vergangenheit zu bekommen.
 
Die vollständige Besprechung ist hier:

Galactic Pot Healer - die etwas andere Bar
http://defms.blogspo...pot-healer.html


#4 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 09 January 2021 - 14:42

Meine Leseliste ist fast fertig bis auf einige Unklarheiten.

 

 

1: ein Nebula-Award-Preisträger

Samuel Delany – Einstein, Orpheus und andere

 

2. eine Kurzgeschichtensammlung 

Robert Aickman – Glockengeläut

 

3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde  

Ulrike Nolte – Die fünf Seelen des Ahnen

 

4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde

Stanislaw Lem – Der Schnupfen

 

5: ein Buch aus einer fernen Zukunft

Gemeint sind Bücher, deren Handlung mindestens im Jahr 5000 n. Chr. spielt.

 

6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist 

Angela und Karlheinz Steinmüller – Der Traummeister

 

7: ein Roman über den Erstkontakt

Jack McDevitt - Erstkontakt

oder

Nnedi Okorafor - Lagune

 

 

Ist Robert Aickman akzeptabel?

Ebenso "Der Schnupfen" von Lem? Das scheint eher ein Krimi zu  sein.

 

Für die Kategorie 5 brauche ich einige Vorschläge. 



#5 Teddy

Teddy

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Geschrieben 10 January 2021 - 02:29

Kategorie 5 finde ich auch etwas knifflig. Bei Romanen, die so weit in der Zukunft spielen, werden oft gar keine konkreten Zeitangaben gemacht. Auf der sicheren Seite wäre man mit Romanen, die zu einer Zeit spielen, wo sich die Sonne schon verändert hat, wie 

  • Brian Aldiss - Der lange Nachmittag der Erde
  • Gene Wolfe - Buch der neuen Sonne (vier Bände)
  • Michael Moorcock - Am Ende der Zeit (Zyklus)

Die spielen alle viele Millionen Jahre in der Zukunft.



#6 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 10 January 2021 - 03:54

Schöne Liste, liebe Susanne!

Ist Robert Aickman akzeptabel?
Ebenso "Der Schnupfen" von Lem? Das scheint eher ein Krimi zu  sein.


Ach Leute, macht es mir doch nicht so schwer!
In erster Linie möchte ich, dass ihr etwas lest, was euch Spaß macht und was ihr ohne die Challenge vielleicht nicht gelesen hättet.
Aickman ist zumindest phantastische Literatur, also okay.

"Der Schnupfen" - ist wohl tatsächlich ein Krimi. Aber einer mit außergewöhnlicher Konzeption und, vor allem, stammt er von einem distinguierten SF-Schriftsteller. Ich möchte einmal hören, wie sich Lem macht, wenn er ausnahmsweise einen Krimi schreibt.
Also: ausnahmsweise und mit zwei zugedrückten Augen genehmigt.

Für die Kategorie 5 brauche ich einige Vorschläge.


Für mich fällt z.B. "Die Zeitmaschine" von H.G. Wells darunter. Oder "Stern der Ungeborenen" von Franz Werfel.
In der Kategorie bin ich sehr geneigt, großzügig zu sein, wenn es im Roman nur irgendwelche Indizien gibt, dass er in einer "Far Future" spielt.

Gruß
Ralf
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#7 Narrania

Narrania

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Geschrieben 10 January 2021 - 08:44

In der Kategorie 5 gäbe es auch von Brandon Q Morris die Bände zum Sterben des Universums, die m.E. in der uns denkbar fernsten Zukunft spielen und ich weiß nicht genau, aber Brandhorst Romane spielen oft ja auch in einer sehr fernen Zukunft. Die Jahreszahlen merke ich mir nie, aber die Zukunft ist so weit, dass sie mit unserem heutigen Leben und Wissen nichts mehr zu tun haben will.

 

 

Danke für die schöne Liste, mit vielen alten Bekannten für mich, da ist schon die Frage, ob ich die nochmal lese oder das Unbekannte nehme, denn Asprin steht in deutsch vollständig im Regal  und ist ein toller Humor und natürlich Ursula, deren Romane, ich gerade wieder an meine Enkelin verschenkt habe. The Dispossed in neuer Übersetzung, die ich mich nicht traue zu lesen, weil mir schon die Übersetzung des Titels nicht gefällt und The Left Hand of Darkness, welchen ich als Winterplanet gelesen habe. Die beiden Romane sind eigentlich ein "Muss" für SF Fans, finde ich. Und dann ist auch noch das Lieblingsbuch dabei, der Sprecher für die Toten. Naja, ich werde sehen, was ich schaffe. Eine Liste mache ich noch nicht, weil ich erst mal sehen muss, ob ich die beiden Sachen noch lese, die hier aus der anderen Challenge noch liegen. Aber sicher werde ich die Anregungen aufnehmen.



#8 FOX

FOX

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Geschrieben 10 January 2021 - 12:59

Danke für die neue Challenge, die ich hiermit annehme....
Vielleicht schaffe ich es ja in diesem Jahr.
Habe schon mit dem ersten Buch begonnen - Kindle sei dank....

 

Viel Spaß an alle Teilnehmer und berichtet schön.



#9 Narrania

Narrania

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Geschrieben 10 January 2021 - 20:39

Mein IPAD ist seit  zwei Monaten kaputt und das merke ich sehr. Auf dem Handy lesen ist nix für mich,



#10 Amtranik

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Geschrieben 11 January 2021 - 11:35

Mein IPAD ist seit  zwei Monaten kaputt und das merke ich sehr. Auf dem Handy lesen ist nix für mich,

Wie wäre es mit guten alten Bäumen?



#11 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 11 January 2021 - 17:02

Bei der Kategorie 5: ein Buch aus einer fernen Zukunft habe ich mich für das folgende Buch entschieden:

 

Jack Vance – Die sterbende Erde


Bearbeitet von Susanne11, 11 January 2021 - 17:03.


#12 Amtranik

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Geschrieben 13 January 2021 - 17:27

Ok. Hat ein paar Tage gedauert aber ich habe mal meine Bibliothek durchstöbert um zu schauen ob ich mir daraus eine zur Challenge passende Liste zusammenstellen kann ohne auf neu zu erwerbendes Material zurückgreifen zu müssen. Und siehe da. Es hat geklappt. Mein Lesplan für die SF-Netzwerk-Lesechallenge 2021 lautet also wie folgt:

 

 

1. Ein Nebula-Preisträger

 

 

Nicola Griffith - Untiefen

 

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2. eine Kurzgeschichtensammlung:

 

 

Unsere Freunde von Eridani

 

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3. ein original Deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde:

 

 

Ulrike Nolte - Jägerwelten

 

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4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde

 

 

Alan Dean Foster - die denkenden Wälder

 

bild

 

 

5: ein Buch aus einer fernen Zukunft

 

 

Olaf Stapledon - Die ersten und die letzten Menschen

 

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6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist

 

 

Rainer Fuhrmann - Die Untersuchung

 

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7: ein Roman über den Erstkontakt

 

 

Nancy Kress - Kontakt

 

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Bücher wurden zusammen auf einen Stapel gelegt und dann hoffentlich im Laufe des Jahres abgearbeitet. Ist eine schöne Methode mal Bücher zu lesen die einem vermutlich sonst nicht so schnell auf den SUB gerutscht wären. Mal sehn ob ich das noch neben dem anderen Programm das ich vorhabe schaffe.


Bearbeitet von Amtranik, 15 January 2021 - 17:36.


#13 Mammut

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Geschrieben 15 January 2021 - 17:20

3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde  
 
Die Beschreibung sagt schon alles.  Ein deutschsprachiger SF-Roman, geschrieben von einer Frau. 
 
Myra Çakan -When The Music´s Over

https://defms.blogsp...usics-over.html

 

Die Geschichte hat eher was von eine Postapokalypse. Sie ist punkig einerseits, erzählt wird sie aber eher unpunkig und der Cyber ist eher schmückendes Beiwerk als tragende Säule.

Der Anfang ist ein wenig unrund. Viele Parteien treten auf und man sucht den roten Faden, der sich erst entwickelt, als das Geschehen nach Berlin wechselt und richtig Fahrt nimmt sie erst in Freezone auf. Das Konzert der Superlative ist dabei Zwischenhoch und am Ende gleitet es ein wenig ins Nebulöse.

Ein interessanter Roman. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Galactic Pot Healer - die etwas andere Bar
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#14 ShockWaveRider

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Geschrieben 17 January 2021 - 10:51

Schöne Liste, lieber Amtranik!

Würde mich freuen, wenn du mitmachst!

 

Mammut, genau den Roman habe ich auch auf meinem Kandidatenstapel.

 

Gruß
Ralf


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#15 Selma die Sterbliche

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Geschrieben 17 January 2021 - 11:00

Wow! Gute Sache ... Mitmachen werde ich nicht, aber euch gerne im Auge behalten. Sicher finde ich auf diese Weise den einen oder anderen Tipp. Eigentlich lese ich viel zu wenig SF ....


Die Realität ergibt einfach keine gute Story! jottfuchs.de

 

 


#16 Amtranik

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Geschrieben 17 January 2021 - 13:23

Wow! Gute Sache ... Mitmachen werde ich nicht, aber euch gerne im Auge behalten. Sicher finde ich auf diese Weise den einen oder anderen Tipp. Eigentlich lese ich viel zu wenig SF ....

Ach wieso mach doch mit. Bei deinem Lesetempo hast du das doch in 1,5 Wochen abgearteitet.... :bighlaugh: :baloon:



#17 ShockWaveRider

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Geschrieben 17 January 2021 - 13:27

Ach wieso mach doch mit. Bei deinem Lesetempo hast du das doch in 1,5 Wochen abgearteitet.... :bighlaugh: :baloon:

Ich hätte auf 1,5 Tage getippt.

 

Gruß

Ralf


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#18 Susanne11

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Geschrieben 20 January 2021 - 10:00

Kategorie 3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde  

 

Ulrike Nolte – Die fünf Seelen des Ahnen

 

Das Raumschiff ARCHE ist schon jahrhundertelang auf der Suche nach einem Planeten, auf dem sich die Reisenden ansiedeln können. Die Lebensweise auf dem Raumschiff ist eine bunte Mischung aus Bestandteilen irdischer Kulturen, aber die soziale Hierarchie ist streng. Die Passagiere leben zusammengepfercht in einem Bereich, an den sie gebunden sind. Die „’Ober“schicht ist in Gilden organisiert, die formal an verschiedenste irdische Kulturen erinnert. Die Verhaltensweisen haben sich nicht verändert, die Struktur der Konflikte ist gleich geblieben. Betrug, Intrigen, Gewalt, Kampf um Macht und Ansehen ... Das Leben bietet eine Vielzahl virtueller und realer Ablenkungen, ist aber letztendlich festgefahren und die Menschen auf dem Raumschiff sind ihres Daseins überdrüssig.

 

Die Ahnen sind Wesen, die schon sehr sehr lange auf einem erdähnlichen Planeten existiert und sich durch DNA-Verschmelzung mit anderen Lebewesen weiterentwickelt. Aber ihrer Weiterentwicklung sind Grenzen gesetzt, da der Genpool ihrer Welt beschränkt ist.

 

Auf dem Wasserplaneten des Ahnen wollen sich die Menschen ansiedeln. Bei einem ersten Ausflug auf den Planeten übernimmt einer der Ahnen einen Menschen, verschmilzt seine DNA mit der DNA dieses Menschen und eine neue Existenzform entsteht.

 

Und daraus entwickelt die Autorin eine Geschichte mit Irrungen und Wirrungen und immer neuen Schleifen und Wendungen. Sehr spannend fand ich die Gegenüberstellung der sehr unterschiedlichen psychischen Grundkonstellationen der beiden Spezies und der daraus folgenden sehr unterschiedlichen Werte und Persönlichkeitsstrukturen.

 

Und das alles sehr barock erzählt. Ein äußerst buntes, unterhaltsames und phantasievolles Werk, das ich mit großen Vergnügen gelesen habe.

 

 

---------------------------------------------------

 

(  ) 1 : ein Nebula-Award-Preisträger

(  ) 2. eine Kurzgeschichtensammlung 

( x ) 3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde

          Ulrike Nolte – Die fünf Seelen des Ahnen

(  ) 4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde

(  ) 5: ein Buch aus einer fernen Zukunft

(  ) 6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist 

(  ) 7: ein Roman über den Erstkontakt



#19 Amtranik

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Geschrieben 21 January 2021 - 20:48

Kategorie 3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde  

 

Ulrike Nolte – Die fünf Seelen des Ahnen

 

Das Raumschiff ARCHE ist schon jahrhundertelang auf der Suche nach einem Planeten, auf dem sich die Reisenden ansiedeln können. Die Lebensweise auf dem Raumschiff ist eine bunte Mischung aus Bestandteilen irdischer Kulturen, aber die soziale Hierarchie ist streng. Die Passagiere leben zusammengepfercht in einem Bereich, an den sie gebunden sind. Die „’Ober“schicht ist in Gilden organisiert, die formal an verschiedenste irdische Kulturen erinnert. Die Verhaltensweisen haben sich nicht verändert, die Struktur der Konflikte ist gleich geblieben. Betrug, Intrigen, Gewalt, Kampf um Macht und Ansehen ... Das Leben bietet eine Vielzahl virtueller und realer Ablenkungen, ist aber letztendlich festgefahren und die Menschen auf dem Raumschiff sind ihres Daseins überdrüssig.

 

Die Ahnen sind Wesen, die schon sehr sehr lange auf einem erdähnlichen Planeten existiert und sich durch DNA-Verschmelzung mit anderen Lebewesen weiterentwickelt. Aber ihrer Weiterentwicklung sind Grenzen gesetzt, da der Genpool ihrer Welt beschränkt ist.

 

Auf dem Wasserplaneten des Ahnen wollen sich die Menschen ansiedeln. Bei einem ersten Ausflug auf den Planeten übernimmt einer der Ahnen einen Menschen, verschmilzt seine DNA mit der DNA dieses Menschen und eine neue Existenzform entsteht.

 

Und daraus entwickelt die Autorin eine Geschichte mit Irrungen und Wirrungen und immer neuen Schleifen und Wendungen. Sehr spannend fand ich die Gegenüberstellung der sehr unterschiedlichen psychischen Grundkonstellationen der beiden Spezies und der daraus folgenden sehr unterschiedlichen Werte und Persönlichkeitsstrukturen.

 

Und das alles sehr barock erzählt. Ein äußerst buntes, unterhaltsames und phantasievolles Werk, das ich mit großen Vergnügen gelesen habe.

 

 

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(  ) 1 : ein Nebula-Award-Preisträger

(  ) 2. eine Kurzgeschichtensammlung 

( x ) 3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde

          Ulrike Nolte – Die fünf Seelen des Ahnen

(  ) 4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde

(  ) 5: ein Buch aus einer fernen Zukunft

(  ) 6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist 

(  ) 7: ein Roman über den Erstkontakt

An diesen Roman kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Für mich ein "Überraschungshit" damals. Schade das die Autorin nicht mehr weiter SF veröffentlich hat. Na ja ich habe jetzt zumindest den einzig anderen mir bekannten von ihr auch hier auf dem Leseplan. Mal schauen ob er mir ähnlich gut gefällt wie seinerzeit die Fünf Seelen des Ahnen.



#20 Susanne11

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Geschrieben 21 January 2021 - 20:54

An diesen Roman kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Für mich ein "Überraschungshit" damals. Schade das die Autorin nicht mehr weiter SF veröffentlich hat. Na ja ich habe jetzt zumindest den einzig anderen mir bekannten von ihr auch hier auf dem Leseplan. Mal schauen ob er mir ähnlich gut gefällt wie seinerzeit die Fünf Seelen des Ahnen.

 

Wie heißt der Roman? Den will ich lesen.



#21 Amtranik

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Geschrieben 22 January 2021 - 19:32

Wie heißt der Roman? Den will ich lesen.

Schau oben in meine Liste. :)



#22 Susanne11

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Geschrieben 22 January 2021 - 21:06

Schau oben in meine Liste. :)

 

Dann warte ich ab, was du dazu schreibst.



#23 T. Lagemann

T. Lagemann

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Geschrieben 23 January 2021 - 18:25

Hallo zusammen,

 

bin mit von der Party ...

 

Und mit Karsten Kruschels "Das kleinere Weltall" ist das erste Häkchen gesetzt.

 

(  ) 1 : ein Nebula-Award-Preisträger

(  ) 2. eine Kurzgeschichtensammlung 

(  ) 3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde

(  ) 4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde

(  ) 5: ein Buch aus einer fernen Zukunft

(x) 6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist: Karsten Kruschel "Das kleinere Weltall"

(  ) 7: ein Roman über den Erstkontakt

 

Beim Lesen der letzten Erzählung "Die Garnison" hatte ich bei manchen Stellen ein Klingeln im Ohr ... Glasnost, Glasnost, Glasnost klingelte es. Seite 286ff, z.B. "Und wenn du dich auf den Kopf stellst >Papa<, ich werde nicht nicken und sagen, was ihr hören wollt, und nicht still sein, ich würde mir vorkommen wie ..., wie ..., ach, ich weiß nicht." Und dann, schwupps, nach seiner "Beförderung" erklärt Freddy die Fakten um, macht auf "Den Sozialismus in seinem Lauf ..." Okay, Sozialismus ist es nicht, was in der Garnison herrscht, aber die "Flotte" habe ich da und dort als Synonym für den Parteiapparat der SED gesehen. Und dass Miriam den Inhalt der Briefe ans Flottenkommando weiter gereicht hat, Stasi, ich seh' dich horchen.

 

Ach ja, "Die Garnison" gefiel mir neben "Die Schuld" am Besten.

 

Viele Grüße

Tobias


"Wir sind jetzt alle Verräter."
"Ha!", machte die alte Dame. "Nur wenn wir verlieren."

(James Corey, Calibans Krieg)

  • (Buch) gerade am lesen:Pölking/Sackarnd "Der Bruderkrieg 1870/71"
  • • (Film) gerade gesehen: The Expanse Staffel 5 (Folgen 4 und 5)

#24 FOX

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Geschrieben 26 January 2021 - 18:04

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, die Kategorien in der Reihenfolge „abzuarbeiten“.
Ausgenommen Kategorie 2, die Kurzgeschichten streue ich immer mal ein.

 

Also: ein Nebula-Gewinner.

 

Die Liste ist ja lang genug, und die meisten Bücher habe ich noch nicht gelesen.
Genau genommen bisher erst vier.
Aber genug Kandidaten habe ich ausgemacht: mindestens sechs Titel hätte ich gern sofort begonnen.
In die engere Wahl kamen dann noch „Die Jahre des schwarzen Todes“ von Connie Willis und „In einer anderen Welt“ von Jo Walton, aber meine Wahl fiel auf:

„Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novi - es hörte sich interessant an und ist noch relativ „neu „(2015).
Worum geht es:

 

Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss.
Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft.
Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe:
Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen.
Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird:
Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten.
Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.
(Beschreibung auf Amazon)

 

Agnieszka ist nun so gar nicht, wie der Drache es sich vorgestellt hat, bzw. so wie ihre Vorgängerinnen:
sie gehorcht nicht, ist eigenwillig und trifft dementsprechend eigene Entscheidungen, die eine dramatische Entwicklung in Gang bringen.

 

Das ist im ersten Teil doch relativ interessant und auch spannend erzählt, wird dann aber insgesamt etwas zäh und auch langatmig.
Ich bereue es jetzt nicht, dass Buch gelesen zu haben, aber umgehauen hat es mich nicht.
Dass es den Award gewonnen hat wundert mich doch etwas, aber ich kenne auch nicht die anderen Bücher auf der Auswahlliste.

 

Was ich vorher auch nicht wusste, dass Fantasy auch explizit zum Nebula gehört.

 

Und: in Deutschland ist das Buch als „Jugendfantasy“ eingeordnet.
Es gibt im Buch allerdings eine (nicht zu explizite) Liebesszene, die ich trotzdem so nicht unbedingt in einem Jugendbuch erwartet hätte.
(wer hat da mal gesagt, je älter man wird, desto konservativer…)

 

Aber gut.

Insgesamt eine interessante Leseerfahrung, aber nicht so ganz mein Fall….

 

So: eine Kurzgeschichte habe ich schon begonnen, aber die nächste größere Aufgabe ist dann das der deutschsprachige Roman einer Autorin. Ich habe da schon was im Auge….

 

(x ) 1 : ein Nebula-Award-Preisträger: Naomi Novik: Das dunkle Herz des Waldes

(  ) 2. eine Kurzgeschichtensammlung 

(  ) 3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde

(  ) 4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde

(  ) 5: ein Buch aus einer fernen Zukunft

(  ) 6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist: 

(  ) 7: ein Roman über den Erstkontakt



#25 Teddy

Teddy

    Limonaut

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Geschrieben Gestern, 18:29

Ich steig dann mal ein mit Kategorie 2: Eine Kurzgeschichtensammlung
 
Donald A. Wollheim (Hrsg) - World's Best SF 1982

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Von 1965 bis zu seinem Tod 1990 hat Donald A. Wollheim eine Jahresanthologie World's Best SF mit den seiner Meinung nach besten SF-Erzählungen des Jahres herausgegeben. Die letzten 9 Jahrgänge sind auf deutsch bei Bastei erschienen.

Jayge Carr - Blinder Fleck (Blind Spot)
Die berühmteste Künstlerin der Galaxie ist erblindet und behauptet, mit den künstlichen Implantaten nicht sehen zu können. Ihr Arzt fühlt sich verpflichtet, sie trotz gewaltiger Zeitdilatation zu ihrem Heimatplaneten zu begleiten, wo sie verschwindet. Erst später wird den Arzt der Grund für die Heimreise klar.
Geschichte um Kunst und Pflichterfüllung mit mäßiger Pointe. Nichts, was man gelesen haben muss.

C. J. Cherryh - Stadt unter sterbender Sonne (Highliner)
In der Zukunft besteht Manhattan nur noch aus einem gigantischen Turm. Außenarbeiten werden von Highlinern erledigt, die angeseilt über die Fassade gleiten. Eine Gruppe von Highlinern wird in die Machenschaften einer korrupten Baufirma hineingezogen.
Die Geschichte müsste von der Atmosphäre der Arbeit der Highliner leben, was Cherryh aber nicht gelingt rüberzubringen. So bleibt eine leidlich spannende Korruptionsgeschichte.

John Varley - Der Pusher (The Pusher)
Geschichte eines Mannes, der versucht auf einem Spielplatz mit kleinen Mädchen in Kontakt zu kommen.
Was zunächst nach Pädophilie aussieht, entpuppt sich als Geschichte über die Auswirkungen der Zeitdilatation. Bemerkenswerte Erzählung.

Michael Shea - Polyphem (Polyphemus)
Siedler müssen auf einem fremden Planeten die Funktionsweise eines monströsen Lebewesens verstehen, um diesem lebend zu entkommen.
Überaus spannende Geschichte über die Vielfältigkeit von biologischen Organismen und deren Erforschung. Beste Geschichte der Anthologie.

Somtow Sucharitkul - Bleib’ eine Zeit noch fern der Seligkeit (Absent Thee From Felicity Awhile)
Aliens haben die Erde zu Ausbildungszwecken erwählt. Die Menschheit bekommt die Unsterblichkeit, muss aber zuvor sieben Millionen Jahre lang immer den gleichen Tag durchmachen.
Gut geschriebene, sehr nette Variation des Murmeltier-Themas.

James Tiptree Jr. - Jenseits von Irgendwo (Out of the Everywhere)
Astrales Wesen muss auf der Erde notlanden, wobei der eingekapselte Körper in der Arktis eingefroren wird und der Geist auf drei Menschen übergeht. Die Handlung folgt über zehn Jahre diesen Menschen, die oft seltsame Dinge tun, da ihr Tun auf die Wiedervereinigung des Aliens ausgerichtet ist.
Sehr schöne Geschichte, in der Tipptree die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und humorvoller Überdrehtheit findet.

Michael P. Kube-McDowell - Slac // (Slac //)
Forschungsschiff der Erde verliert bei einem Erstkontakt mit Aliens, die sich Semu nennen und Jäger und Sammler sind, sein Außenteam. Bei einer Suchaktion, werden sie von einem Raubvogel, einem Slac// angegriffen. Eine Biologin versucht die Beziehung zwischen Semu und Slac// herauszufinden.
Lesenswerte Geschichte um Linguistik, Verhaltensbiologie und die Frage nach Intelligenz.

S. C. Sykes - Das Cyphertone (The Cyphertone)
Ein neues Computerspiel lässt Kinder völlig darin versinken. Aber offenbar werden sie durch das Spiel intelligenter, zumindest die schulischen Leistungen steigen enorm.
Routinierte Geschichte, deren Pointe man recht bald erahnt. Abzüge gibt es für das Computerspiel, das lediglich das langweilige Spiel "Senso" beschreibt.

Ted Reynolds - Und bin ich Gast in euern Häusern (Through All Your Houses Wandering)
Nach einem Telepathie-Experiment, wird der Geist des Probanden alle zwei Stunden in den Körper einer anderen telepathisch begabten Alienrasse irgendwo in der Galaxie geworfen.
Faszinierende Geschichte, in der der Leser sich im Kopf des Probanden befindet und erst ganz langsam herausfindet, warum es überhaupt geht. Die hanebüchene Schlusspointe schmälert den positiven Gesamteindruck etwas.

David J. Lake - Dreikönigstag (The Last Day of Christmas)
Aliens treten getreu dem Motto "Make Love, Not War" an, um die Menschheit vor sich selbst zu retten. Die will aber nicht und so werden drastischere Maßnahmen getroffen.
Sehr schön erzählte Geschichte, in der es erst um ein neues Parfum geht und dann um viel mehr.
 
Fazit: Insgesamt eine herausragende Sammlung mit vielen guten und sehr guten Geschichten und nur wenigen Erzählungen, die mir nicht so sehr gefallen haben. Ich werde diese Reihe weiter verfolgen.

 

(  ) 1 : ein Nebula-Award-Preisträger
(X) 2: eine Kurzgeschichtensammlung | Donald A. Wollheim (Hrsg) - World's Best SF 1982
(  ) 3: ein original deutschsprachiger Roman, der von einer Autorin geschrieben wurde
(  ) 4: ein SF-Buch einer Autorin oder eines Autors, die oder der im Jahr 1921 oder 1946 geboren wurde
(  ) 5: ein Buch aus einer fernen Zukunft
(  ) 6: ein SF-Buch eines DDR-Schriftstellers, das in der DDR erschienen ist
(  ) 7: ein Roman über den Erstkontakt

 




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