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Der beste phantastische Film 2020

Phantastischer Film

47 Antworten in diesem Thema

#31 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 11 February 2021 - 18:02

Hey, Tifflor, wir sind uns also in Einigem "näher" als ich wusste! q:D q:)d

 

@yip: Da ich die Comicvorlagen allesamt nicht kenne, beurteile ich die Filme völlig "unbelastet". Natürlich ist "Birds of Prey" überzogen und albern, [..] So finde ich z.B., dass diese Frauen-Gang eben nicht - wie sonst meistens üblich - einfach nur männlich-tough dargestellt wird, sondern durchaus eine eigene Dynamik entwickelt.

Gegen Überzogenheit & Albernheit hab ich wenig, aber ich möchte doch irgendwie von einem Plot, oder zumindest einigen Strängen darin, überrascht oder beeindruckt sein können. Das fehlte mir bei Birds of Prey mehr als bei Suicide Squad. Das mit der (nicht-)männlichen Taffheit in deinem letzten Satz unterschreibe ich aber :thumbup: ; ich kenne auch einige Frauen, die dem Film mehr abgewinnen konnten als meiner Einer...


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 11 February 2021 - 18:04.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Dialog im Dezember...
S: Deine Fähigkeiten sind [seit wir uns das letzte Mal sahen] erstärkt.
C: Ja. Was ist mit deinen?
S: Unverändert, denke ich.
C: Wirst du dann mein Schwert, mein Rad, meinen Bogen, annehmen, im Namen des Akzelerationismus?
S: Nein.
C: Warum nicht?
S: Dir fällt das Brechen deiner Versprechen zu leicht. Du brichst sie so leicht, wie du sie machst; deswegen kann ich dir nie vertrauen. [..]
C: [..] Soll ich mich dir zeigen in einer attraktiveren Form, um dich zu überzeugen dass ich Wahres rede? Soll ich dich mit einem Körper umarmen, der das Siegel der Jungfräulichkeit trägt? Vertraust du dann meinem Wort?
S: Zweifel, meine Dame, ist die Keuschheit des Verstands, und ich trage deren Siegel auf meinem.
(Kämpfer-Philosoph Fürst Kalkin, auch genannt Mahasamatman, bzw. Gautama, bzw. Der Buddha, vs. Göttin der Zerstörung, grob übersetzt, aus der Urfassung von Herr des Lichts, im Original im Gollancz-Verlag, S. 175, by Zelazny)

#32 Ender

Ender

    Temponaut

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Geschrieben 12 February 2021 - 10:01

Ich gestehe, dass ich mit "Aniara" nicht viel anfangen konnte und sogar nach der Hälfte abgebrochen habe.
Hmmm, demnach habe ich das Beste womöglich verpasst. Vielleicht schaue ich noch mal ...

Nun habe ich tatsächlich noch mal weitergeschaut, aber es bleibt dabei: nix für mich.
Schon die Figuren bzw. ihre Interaktionen gehen mir auf die Nerven. Und eine wichtige Sache hatte ich noch gar nicht erwähnt: Wackelkamera! Es gibt keinen Grund, Filme mit Wackelkamera zu schauen. Eigentlich dachte ich, dieser dämliche Trend wäre mittlerweile überwunden ...

#33 simifilm

simifilm

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Geschrieben 12 February 2021 - 10:06

Nun habe ich tatsächlich noch mal weitergeschaut, aber es bleibt dabei: nix für mich.
Schon die Figuren bzw. ihre Interaktionen gehen mir auf die Nerven. Und eine wichtige Sache hatte ich noch gar nicht erwähnt: Wackelkamera! Es gibt keinen Grund, Filme mit Wackelkamera zu schauen. Eigentlich dachte ich, dieser dämliche Trend wäre mittlerweile überwunden ...

 

Mmmh … Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Kamera ist in Aniara oft sehr nah dran, es gibt verhältnismässig wenig weite Einstellungen; dadurch ist die Kamera zwangsläufig viel in Bewegung und dadurch fallen kleine Bewegungen stärker ins Gewicht. Eine bewegte Kamera ist aber nicht das gleiche wie eine wackelige; die Beschreibung "Wackelkamera" scheint mir für Aniara überhaupt nicht passend. Verglichen mit Filmen mit wirklicher unruhiger Kamera wie The Blair Witch Project, den späteren Bourne-Filmen oder den Dogma-Produktionen ist die Kamera in Aniara nicht sonderlich unruhig.


Bearbeitet von simifilm, 12 February 2021 - 10:09.

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Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#34 Ender

Ender

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Geschrieben 12 February 2021 - 10:17

Wenn selbst statische Szenen, Dialoge o.ä. mit unruhiger Handkamera gefilmt werden, dann bin ich raus. Das nervt und ist völlig unnötig - und kommt hier andauernd vor.
Ich habe schon oft festgestellt, dass ich da offensichtlich besonders empfindlich bin. Aber für mich war sowas schon mehrfach ein Grund, den Kinosaal zu verlassen.

#35 simifilm

simifilm

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Geschrieben 12 February 2021 - 10:28

Wenn selbst statische Szenen, Dialoge o.ä. mit unruhiger Handkamera gefilmt werden, dann bin ich raus. Das nervt und ist völlig unnötig - und kommt hier andauernd vor.
 

Ich bin jetzt spasseshalber kurz durch den Film gesprungen und habe an diversen Stellen reingeschaut, um zu überprüfen, ob meine Erinnerung so falsch ist. Ergebnis: Eine besonders unruhige Kamera kann ich in dem Film nicht ausmachen. Das Bild ist, wie bereits geschrieben, oft sehr eng kadriert, und da ist die Kamera, wenn sich die Figuren bewegen, dann zwangsläufig in Bewegung. Sonderlich wackelig ist die Kamera hier aber dennoch nicht; zudem gibt es daneben diverse sehr ruhige Momente. Da ist jede Fernsehreportage und auch jeder aktuelle Actionfilm deutlich unruhiger. 


Bearbeitet von simifilm, 12 February 2021 - 10:29.

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#36 Ender

Ender

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Geschrieben 12 February 2021 - 10:42

Tja, was soll ich sagen? Da ist unsere Wahrnehmung von "unruhig" wohl unterschiedlich. Ich würde behaupten, dass 70% des Films mit unruhiger Handkamera gedreht wurden - und eben nicht nur in den Szenen mit Aktion, sondern auch z.B. beim Blick in einen Flur oder auf zwei sich gegenübersitzende Menschen ... das Bild ist fast permanent in Bewegung. Lästig und unnötig.

 

Ansonsten: Ja, ich kann durchaus nachvollziehen, was einem an dem Film gefallen kann. Die Grundidee fand ich hochspannend, das Ende sehr beeindruckend - nur der Weg dorthin war in mehrfacher Hinsicht einfach nicht mein Geschmack.


Bearbeitet von Ender, 12 February 2021 - 10:43.


#37 simifilm

simifilm

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Geschrieben 12 February 2021 - 10:52

Tja, was soll ich sagen? Da ist unsere Wahrnehmung von "unruhig" wohl unterschiedlich.

 

Es besteht ja schon ein grosser Unterschied zwischen unruhig und wackelig. Eine Kamera, die immer in Bewegung ist, kann man vielleicht als unruhig bezeichnen (obwohl ich tatsächlich zwischen ruhiger und unruhiger Bewegung unterschieden würde. In 1917 ist die Kamera fast konstant in Bewegung, sie ist aber nicht unruhig); unruhig ist aber definitiv nicht das Gleiche wie wackelig. In Aniara ist die Kamera stellenweise unruhig, sie ist aber nicht wackelig.

 

Wenn dir Aniara zu unruhig ist, frage ich mich, welche Filme du dann überhaupt noch schauen kannst. Das Mainstreamkino ist zwar mittlerweile etwas vom hysterischen Michael-Bay/Paul-Greengrass-Stil abgekommen, der nach der Jahrtausendwende dominiert hat, aber auch im Vergleich mit aktuellen Kino kann Aniara kaum als besonders unruhig gelten.


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#38 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 12 February 2021 - 10:56

Ich bin wie Ender ebenfalls besonders anfällig für Wackelkameraufnahmen. Ich halte sie darüber hinaus auch mittlerweile für überflüssig. Jede Gopro kann das mittlerweile herausrechnen bzw kleine Gyro Handhalterungen kosten fast nichts mehr. Deshalb gehe ich in den meisten Fällen von einem gewollten Wackel Effekt aus, der besondere Nähe und Authenzitität und Intensität in Anlehnung des vom Zuschauer eintrainierten Dokustils vermitteln soll. 

@Simi lernt man das so in der Filmschule?

Mich nervt das jedenfalls auch. Bei Aniara ist mir das nicht soooo schlimm vorgekommen, vllt aber doch unterschwellig, weil meinen Geschmack, abseits des ggf künstlerischen Gehaltes hat er nicht getroffen.


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 


#39 Stefan9

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Geschrieben 12 February 2021 - 11:12

Archive

 

4 Punkte

 

Sunny Boy Theo James, bekannt als Sexy Boy aus den Divergent Reihen, will so gar nicht ins Setting passen. Deshalb hat er sich wohl auch selbst besetzt. Die Ein Mann Show mit frankenstein´ schen Zügen 2.0 will nicht zünden.

 

 

Spoiler


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

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#40 simifilm

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Geschrieben 12 February 2021 - 11:19

Ich bin wie Ender ebenfalls besonders anfällig für Wackelkameraufnahmen. Ich halte sie darüber hinaus auch mittlerweile für überflüssig. Jede Gopro kann das mittlerweile herausrechnen bzw kleine Gyro Handhalterungen kosten fast nichts mehr. Deshalb gehe ich in den meisten Fällen von einem gewollten Wackel Effekt aus, der besondere Nähe und Authenzitität und Intensität in Anlehnung des vom Zuschauer eintrainierten Dokustils vermitteln soll. 

@Simi lernt man das so in der Filmschule?

Mich nervt das jedenfalls auch. Bei Aniara ist mir das nicht soooo schlimm vorgekommen, vllt aber doch unterschwellig, weil meinen Geschmack, abseits des ggf künstlerischen Gehaltes hat er nicht getroffen.

 

Was man in der Filmschule lernt, weiss ich nicht, da sich das von Schule zu Schule, wenn nicht sogar von DozentIn zu DozentIn unterscheiden dürfte. Grundsätzlich kann man bei einem von halbwegs kompetenten Filmemachern gedrehten Film aber davon ausgehen, dass der Kamera-Stil Folge eines bewussten Entscheids respektive eines Konzepts ist. Sei es, weil man einen bestimmten ästhetischen Effekt – wie z.B. einen reportagehaften Stil oder bei Michael Bay ein ständiges Hochpushen der Zuschauer-Affekte – erreichen will, oder sei es, weil das Setting bestimmte Dinge verlangt.

 

Wenn man für einen Dokfilm ein Live-Ereignis filmt, gibt es keine Möglichkeit zu proben; dann muss der Kameramann je nach Situation sehr schnell reagieren. Genau abgezirkelte Kamerabewegungen sind unter diesen Bedingungen nicht möglich. Ähnliches kann es auch bei Spielfilmen geben: Wenn der Fokus auf spontanem, improvisierten Spiel liegt (wie etwa bei Dogma 95 oder Mumblecore). Etwas ganz anderes, was in Actionfilmen oft vorkommt: Um zu vertuschen, dass der Star gar kein grosser Martial-Arts-Künstler ist, schneidet man sehr nahe Aufnahmen schnell hintereinander; dann hat man als Zuschauer das Gefühl, dass ganz viel geschieht, obwohl nur rumgefuchtelt wird.

 

Bei Aniara hat man sich offenbar bewusst dazu entschieden, sehr nahe an den Figuren zu bleiben. In so einem Fall ist die Kamera automatisch mehr in Bewegung, da Menschen nur in Ausnahmefällen über längere Zeit ganz ruhig stehen; entsprechend muss der Bildausschnitt immer wieder angepasst werden. Das schafft eine gewisse Unruhe; die Bewegungen gehen hier aber kaum ja über Ausschnittkorrekturen hinaus. Das ist aber etwas ganz anderes als z.B. bei einem reportagehafter Stil, bei dem es zu wilden Reissschwenks kommen kann und manchmal nicht einmal klar ist, was eigentlich im Bild zu sehen sein soll, da sich der Kameramann neu orientieren muss.

 

Ich nehme mal an, dass man bei Aniara betonen wollte, dass es um die "innere Reise" der Figuren geht und nicht um das Zelebrieren von Technik und Gadgets. Im Gegenzug sind übrigens alle Aufnahmen des Alls und des Schiffs sehr ruhig.


Bearbeitet von simifilm, 12 February 2021 - 12:00.

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#41 Ender

Ender

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Geschrieben 12 February 2021 - 11:20

Wenn dir Aniara zu unruhig ist, frage ich mich, welche Filme du dann überhaupt noch schauen kannst. Das Mainstreamkino ist zwar mittlerweile etwas vom hysterischen Michael-Bay/Paul-Greengrass-Stil abgekommen, der nach der Jahrtausendwende dominiert hat, aber auch im Vergleich mit aktuellen Kino kann Aniara kaum als besonders unruhig gelten.

 

Bei einem "Found Footage"-Film wie "Blair Witch Project", bei dem es ja eben genau darum geht, oder auch in einer Transformers- oder Bourne- Actionszene, also bei Explosionen, Verfolgungsjagden o.ä. kann ich sowas ja akzeptieren, weil es da wenigstens passt. (Wenngleich es zeitweise mächtig übertrieben wird.)

Wie gesagt: Viel störender finde ich es, wenn bei einer eigentlich statischen Einstellung (wie z.B. in einer ruhigen Dialogszene) die Kamera permanent "schwimmt", weil dabei ja gar keine Bewegung simuliert werden muss, keine Dynamik erforderlich ist und es somit an der Stelle überhaupt keinen Sinn ergibt.

 

Dass ich so etwas kritisiere, während es anderen gar nicht aufgefallen ist, passiert mir aber durchaus häufiger. Da bin ich wirklich extrem empfindlich. Manchmal wird mir bei sowas nach einiger Zeit sogar richtig übel - spätestens daran merke ich dann, dass das Bild permanent in Bewegung ist. (Bei einem "Dogma"-Film wird mir eher schlecht als bei "Transformers".) Aber selbst wenn mir nicht übel wird -- nervig finde ich es allemal.

Und ja, das kommt häufiger vor, als mir lieb ist, aber trotzdem nur bei <5% aller Filme.


Bearbeitet von Ender, 12 February 2021 - 11:44.


#42 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 12 February 2021 - 13:47

@Simi,

Danke für deine ausführliche Einlassung.

@Ender:

Empfinde ich ähnlich wie du. Es werden sogar Tatort oder andere Krimis und Fernsehfilme ohne Not, Sinn und Verstand

verwackelt, um einen vermeintlich tieferen, intensiveren Gehalt zu transportieren. Mit dem inflationären Gebrauch hat sich dieses Stilmittel selbst überholt. Ich schalte dann meist auch weg.


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#43 Ender

Ender

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Geschrieben 22 February 2021 - 14:14

Mal wieder Zeit für eine Aktualisierung: HIER entlang.

 

Interessant: Der an der Kinokasse erfolgreichste phantastische Film des Jahres liegt in unserer Abstimmung derzeit auf dem letzten Platz ...



#44 My.

My.

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Geschrieben 22 February 2021 - 17:00

Mal wieder Zeit für eine Aktualisierung: HIER entlang.

 

"Little Joe" auf Platz 5? Ich glaube, ich schaue mir jetzt die alten Erler-Sachen an - die waren besser "schlecht".

 

My.


Kontaktdaten? Hier. Oder hier.

Mitglied im Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS www.vds-ev.de)

Mitglied im Verband der freien Lektorinnen und Lektoren e.V. (VFLL www.vfll.de)
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Ohne Hunde leben? Ich bin doch nicht blöd!


#45 ShockWaveRider

ShockWaveRider

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Geschrieben 24 February 2021 - 16:04

Tenet    5

 

Ja, das war der einzige Kinofilm (nicht nur der einzige phantastische Film), den ich im vergangenen Jahr angeschaut habe.

Spannende, solide gemachte Unterhaltung, aber nicht mehr. Keine tiefschürfende Philosophie, keine wirklich weiterführenden Spekulationen über die Konsequenzen von Zeitreisen etc.

Und genau das hatte ich nach einigen irreführenden Kritiken erwartet.  

 

Gruß

Ralf


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möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
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#46 simifilm

simifilm

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Geschrieben 24 February 2021 - 16:08

Spannende, solide gemachte Unterhaltung, aber nicht mehr. 

 

Ein meinen Augen nicht einmal das (respektive: wenn der Film solide Unterhaltung wäre, hätte ich ihm eine deutlich höhere Wertung gegeben). Die ersten ca. 40 Minuten sind in meinen Augen geradezu ein Lehrbuchbeispiel für stümperische Exposition. Da wird die Hauptfigur um die halbe Welt gehetzt und es wird unglaublich viel geredet, ohne dass wirklich etwas passiert.


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#47 Ender

Ender

    Temponaut

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Geschrieben 25 February 2021 - 16:26

Meine bisherige Ausbeute:

Aniara ---------- 3
Birds of Prey ---------- 8
Bloodshot ---------- 5
Der Unsichtbare ---------- 7
Dr. Dolittle ---------- 4
Hexen hexen ---------- 2
Sonic the Hedgehog ---------- 5
The Old Guard ---------- 7

#48 Tifflor

Tifflor

    Giganaut

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Geschrieben Gestern, 19:45

Heute nachgeholt: Sonic, the Hedgehog.
Ohne große Erwartungen ran gegangen und bin gut unterhalten worden. Ich schwanke zwischen 6 und 7 Punkten. Ach was soll's: 7 Punkte.

"Es kam nicht von oben, von der Regierung. Es fing nicht mit Verordnung und Zensur an, nein! Technik, Massenkultur und Minderheitendruck brachten es ganz von allein fertig."

Ray Bradbury - Fahrenheit 451

  • (Buch) gerade am lesen:Constantin Gillies - Systemabstürz
  • (Buch) als nächstes geplant:Keith Laumer - Diplomat der Galaxis
  • • (Buch) Neuerwerbung: Kurt Busiek, Alex Ross "Marvels - Platinum Edition"
  • • (Film) gerade gesehen: Sonic the Hedgehog
  • • (Film) als nächstes geplant: Lucifer Staffel 5
  • • (Film) Neuerwerbung: Blut für Dracula



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