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Philip K. Dick: Blade Runner


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50 Antworten in diesem Thema

#1 Rusch

Rusch

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Geschrieben 30 November 2004 - 09:50

Diesen Monat steht auf dem Programm

Philip K. Dick
Blade Runner aka Träumen Androiden von elektrischen Schafen

Kapitel 1 - 12

------------------------------------------------------

Hilfreiche Links
Rezension Buch
Rezension englisches Hörbuch
Rezension zur Fortsetzung : Blade Runner II
Rezension Film
Philip K. Dick: Biographie und Bibliographie

Bearbeitet von Rusch, 03 December 2004 - 19:16.


#2 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 30 November 2004 - 22:37

hi all

1.kapitel

grandios bereitet uns dick hier auf seinen roman vor

- es gibt fast keine echten tiere
- es gibt unterbevölkerung
- deckard hat eine eheproblem
- er ist polizist
- er verdient sein geld in dem er flüchtige androiden von ausserhalb erledigt

handwerklich sehr gut - mit guten dialogen
sowohl D mit seiner frau - als auch D mit dem nachbarn

typisch dick - die stimmungsorgel
sie ist da und es wird viel darüber geredet - man erfährt wozu sie dient
aber man kann sich nicht wirklich vorstellen wie das ding funktioniert ;-)

so stelle ich mir ein erstes kapitel vor - meisterlich!

lg joe http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/cool.png
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#3 Rusch

Rusch

    Phantastonaut

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Geschrieben 30 November 2004 - 22:55

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, auch wenn ich bei dem Buch denk Eindruck habe, als ob sich Dick verzettelt hatte und zuviel hineinpacken wollte. Aber dazu später.

#4 Impala

Impala

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Geschrieben 30 November 2004 - 23:00

Toller Beginn. Das gesamte Setting, die Beschaffenheit der Zukunft, Deckards Job, seine Ehefrau, seine Geldprobleme sind auf noch nicht mal 10 Seiten in groben Zügen gepinselt. Es gibt einen sofortigen Bezug zum Titel, wir erfahren, was es mit Electric Sheep auf sich hat. Außerdem gibt es noch das Mood Organ, ein offensichtlich unerlässlicher Lebensbegleiter, denn wie Deckard meint: "He felt irritable, now, although he hadn’t dialled for it." http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/laugh.png Zum Piepen.
Julius Gaius Baltar!

#5 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 01 December 2004 - 06:23

hi rusch

zuviel hineinpacken wollte



sonst wär es nicht dick - aber dazu später

hi impala

Das gesamte Setting, die Beschaffenheit der Zukunft


sehe ich auch so - ohne es dem leser aufzudrängen und zu künsteln
man erkennt gleich dass es in der zukunft spielt - das ist ja nicht immer so bei SF romanen
(auch bei dick nicht) aber hier hat er es geschafft sofort einen eindruck zu vermitteln welcher den leser ans buch fesselt

PS: da du das buch auf englisch lesen dürftest - können wir uns hoffentlich noch über mehrere original zitate aus dem roman freuen ;)

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#6 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 01 December 2004 - 08:53

Ich werde das Buch auch in englisch lesen und stimme euch zu, das 1. Kapitel ist der perfekte Einstieg in den Roman. Man merkt schon die Spannung zwischen Deckard und seiner Frau und die Stimmungsorgel ist super. So kann es weitergehen. http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/smile2.gif

Sullivan

#7 Dave

Dave

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Geschrieben 01 December 2004 - 13:59

Die Informationsdichte gleich am Anfang ist mir auch aufgefallen. Ist ja nicht so typisch für Dick, glaube ich. Die Stimmungsorgel ist klasse, besonders die organisierte Depression. :) Aber warum sollte man sich die Mühe machen, Gefühle zu erzeugen, die eh schon 'menschlich' sind?

#8 ANUBIS

ANUBIS

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Geschrieben 01 December 2004 - 15:28

Aber warum sollte man sich die Mühe machen, Gefühle zu erzeugen, die eh schon 'menschlich' sind?


Das hab ich mich am Anfang auch gefragt :)

Und es hat mich in eine völlig falsche Richtung geführt ;)

Greetz
" Der erste Trank aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott "

Werner Heisenberg,Atomphysiker
  • (Buch) gerade am lesen:Der Totenerwecker von Wrath James Wright
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  • • (Film) als nächstes geplant: ???
  • • (Film) Neuerwerbung: EUREKA-Season 5

#9 Pogopuschel

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Geschrieben 01 December 2004 - 15:48

Mir hat das erste Kapitel gut gefallen. Es sagt schon viel über die Gesellschaft aus, in der Deckard lebt. Der Sozialneid der zwischen Besitzern von echten und elektrischen Tieren herrscht. Besonders erschreckend fand ich die Stimmungsorgel. Es ist doch eine furchtbare Vorstellung, daß man seine Gefühle programieren kann, und nicht nur seine eigenen sondern auch die der Frau. Damit befindet sich die Gesellschaft doch auf dem besten Weg, selber zu "Androiden" zu werden. Die Menschlichkeit geht dabei jedenfalls verloren. Gruß Markus

#10 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 01 December 2004 - 16:56

hi dave - hi all

Ist ja nicht so typisch für Dick, glaube ich


in der tat - normalerweise dauert es ein wenig länger um zugang zu finden

ab dem zweiten kapitel erfahren wir dann auch schon genaueres über die auswanderungswelle zum mars
sehr gut finde ich dicks darstellung dessen durch das interview im TV, welches isidore nur anlässt weil er auf die uhrzeit wartet
isidore wird ebenfalls (wie sein vorgänger deckard) sehr gut dargestellt
und ein guter cliffhanger - als isidore feststellt dass noch jemand im haus wohnt

mercer tritt zum ersten mal in erscheinung
hier schlägt dicks hang zum religiösen durch

interessant ist bei dieser art der "stimmulation" dass man auch schmerzen zugefügt bekommt

mit dem 3.+4. kapitel will ich noch ein weilchen zuwarten, da ja da auch noch einiges wichtiges kommt

lg joe :)

PS: stimmungsorgel und warum ein mensch das braucht?
na ja - warten wir mal ab was es damit aufsich hat

Bearbeitet von Joe Chip, 01 December 2004 - 17:03.

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#11 Rusch

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Geschrieben 01 December 2004 - 17:16

Wozu man die Stimmungsorgel braucht? Na weil die Welt so scheisse ist. Umweltverschmutzung etc. haben fast alles Leben eingehen lassen. Da wird wohl jeder, aber auch wirklich jeder an Depressionen leiden. Somit hat die Stimmungsorgel einen medizinischen Zweck. Man darf halt nicht den Fehler machen und von der Welt ausgehen wie sie im Film beschrieben wurde.

Bearbeitet von Rusch, 01 December 2004 - 17:16.


#12 Gast_Guest_*

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Geschrieben 01 December 2004 - 17:21

rusch

bist du sicher dass das der grund ist?
aber anbei - ich habe nicht gefragt warum mam das braucht
und die kernfrage die sich stellt
wenn die welt so scheisse ist wie du es formulierst
warum stellt man dann noch depression ein ;)

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#13 Joe Chip

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Geschrieben 01 December 2004 - 17:27

ach ja - und noch was ich orentiere mich nicht am film - ich lese ein buch der film orientiert sich am buch - "eigener thread" der einzige der seit anfang oktober vom film redet bist du, rusch lg joe

Bearbeitet von Joe Chip, 01 December 2004 - 17:28.

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#14 Rusch

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Geschrieben 01 December 2004 - 18:19

ach ja - und noch was

ich orentiere mich nicht am film - ich lese ein buch

der film orientiert sich am buch - "eigener thread"

der einzige der seit anfang oktober vom film redet bist du, rusch

lg joe

Das mit der Depression ist in der Tat ein Sache. Kein Mensch würde freiwillig eine Depression haben wollen. Stimmt.

@Joe: Ich war zwar nicht der einzige, der vom Film gesprochen hat, aber ich für meinen Teil habe ein Problem damit, ein Buch zu lesen, nachdem ich den Film gesehen habe. Und wenn Film und Buch sich so unterscheiden wird es doppelt schwierig. ;) http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/dry.png

#15 Joe Chip

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Geschrieben 01 December 2004 - 18:44

hi all

interessantes detail - isidore konnte tiere wieder zum leben erwecken
doch ist die umkehr der zeit verboten und er machte sich strafbar

die typische dickfigur - ausser dem von ehekrisen gebeutelten deckards - ist isidore

lg joe http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/cool.png
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#16 Impala

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Geschrieben 01 December 2004 - 20:28

So kann es weitergehen.

Und so geht es weiter. Rank und schlank, ohne Umstände, wird die Story vorangetrieben.
Die neue Religion, Mercerism ist abstoßend und auch faszinierend. Mercy = Gnade, Erbarmen.

@Joe:
ich hatte gemeint, Mercer war derjenige, der die Zeit umkehren konnte und die Tiere wieder zum Leben erwecken. Denn Isidore vereint sich nur mit Mercer und spricht dann von "seinen" Eltern, den Mercers.

Deckard beginnt seinen Auftrag und unterzieht Rachael Rosen dem Test. Sehr schlau meistert er doch noch die Lage. Nebenbei erfahren wir eine ganze Menge darüber, was Androiden von Menschen unterscheidet, zumindest im Test. Später bei Pris sehen wir am Beispiel, dass ihr etwas menschliche Wärme, etwas Normalität abgeht. Mir gefällt das ganz gut. So kann sich erstmal keine Sympathie für Androiden aufbauen. Trotzdem ist es reichlich hart, als Rachael wie nebenbei erfährt, dass sie kein Mensch ist.

Ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. So genau kann ich mich gar nicht erinnern. Bislang gefällt es mir immer noch sehr gut und es lohnt sich.

@Rusch
Ich finde es eine ziemlich schlechte Idee, die Links zu Rezensionen gleich am Anfang anzugeben. Für mich kommt es auf den frischen Eindruck an, den jetzt alle beim (erneuten) Lesen/Sehen haben.
Julius Gaius Baltar!

#17 Joe Chip

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Geschrieben 01 December 2004 - 20:55

hi impala ^_^


@Joe:
ich hatte gemeint, Mercer war derjenige, der die Zeit umkehren konnte und die Tiere wieder zum Leben erwecken. Denn Isidore vereint sich nur mit Mercer und spricht dann von "seinen" Eltern, den Mercers.


völlig korrekt - sorry

ich hab heute in der mittagspause in dem buch gelesen und da ist mir das tatsächlich anders aufgefallen

hat eben doch keinen zweck - seiten zu machen wenn man keine ruhe dazu hat ;)

zum glück gibts den lesezirkel ;)
grazie für den hinweis http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/smile2.gif
-------------------------------------------------------------
immer wieder bedient sich dick diverser underdogs der gesellschaft als hauptdarsteller

wieder typisch für einen protagonisten dicks - am revier erfahren wir dass deckard nicht der superstar ist
sondern neben holden, dem besten kopfgeldjäger, nur die zweite geige spielt

auch die szenen wo rick dem sozialen status nachtrauert ein echtes tier zu besitzen zeigen dass er nicht wirklich fest im leben steht

joe ^_^
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#18 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 01 December 2004 - 21:38

Deckard beginnt seinen Auftrag und unterzieht Rachael Rosen dem Test.


ein übrigens ebenfalls sehr gutes kapitel (bin grad durch damit)
dick versteht es hier wieder gut eine stimmung zu erzeugen
die dialoge sind in keiner weise gekünstelt oder lanfgweilig

sehr gut der trick mit der babyhaut - die hätte es ja auch am raumschiff gegeben

frage: die eule - stellt die irgend ein symbol dar
oder - wofür steht die eule in der fabel?

interessant noch am rande - in dicks zukunftswelt gibts noch zwei grossstaaten
USA und die sowietunion - typisch für die zeit in welcher der roman geschrieben wurde

lg joe http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/cool.png
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#19 Rusch

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Geschrieben 01 December 2004 - 23:33

frage: die eule - stellt die irgend ein symbol dar
oder - wofür steht die eule in der fabel?

interessant noch am rande - in dicks zukunftswelt gibts noch zwei grossstaaten
USA und die sowietunion - typisch für die zeit in welcher der roman geschrieben wurde

Die Eule ist das Symbol der Weisheit. Das geht noch auf die alten Griechen zurück. Wie das Wissen allerdings auf diese Szene anzuwenden ist kann ich bei besten willen nicht sagen. (Ich bin glaube ich noch ein wenig von "Der Schnecke am Hang" von den Strugatzkis geschädigt und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr).

Und was Du über die Zeit schreibst stimmt vollkommen. Damals waren fast alle Bücher auf die eine oder andere Weise politisch.

#20 Pogopuschel

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Geschrieben 02 December 2004 - 02:11

Kapitel 5 finde sehr interessant. Deckards Test schlägt Fehl und klassifiziert einen Menschen als Androiden. Das gibt Rosen die Möglichkeit der Polizei vorzuwerfen, sie hätte in der Vergangenheit schon fälschlicherweise Menschen erledigt. In dieser Szene bezieht Dick ganz klar Stellung gegen die Todesstrafe, und zwar wegen der Fehlbarkeit des Systems. Etwas weiter vorne in Kapitel 5, klingt auch seine Abneigung gegen Abtreibung durch. Gibt es nicht auch in "Der unmögliche Planet" eine Kurzgeschichte, in der es um Mercer und das Einswerden geht. Gruß Markus

#21 Rusch

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Geschrieben 02 December 2004 - 09:00

@Rusch
Ich finde es eine ziemlich schlechte Idee, die Links zu Rezensionen gleich am Anfang anzugeben. Für mich kommt es auf den frischen Eindruck an, den jetzt alle beim (erneuten) Lesen/Sehen haben.

Ich hoffe doch, dass die Leute die Links nicht sofort lesen. Mein Rezi ist in diesem Fall schon älter und so habe ich das sofort verlinkt. Normalerweise ist dies immer erst nachdem ich das Buch gelesen und ich die Rezi verfasst habe.

#22 Dave

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Geschrieben 02 December 2004 - 10:51

John Isidore ist auch ein interessanter Charakter, der sich stimmig in diese düstere Atmosphäre einfügt. Bei der Einswerdungsbox musste ich an die Diskussion denken, bei der es darum ging, ob der Roman nun Cyberpunk sei oder eben nicht. Kam mir vor wie eine virtuelle Realität, die Erfahrung mit dieser Box. Bei dem verletzten Arm dachte ich an die ‚Matrix-in-Matrix-Theorie’, die lange diskutiert wurde (Neo’s besondere Kräfte in der wirklichen Welt). Joe hatte aber schon erwähnt, dass dieser Apparat diese Verletzung verursachte, was mir im ersten Moment nicht aufging. Wozu denn auch? Vielleicht klappt es mit dem ‚Spatzenhirn’ von Isidore auch nicht so richtig… Auch im 2. Kapitel wieder sehr viele Informationen rund ums Szenario, einfach tadellos.

#23 Joe Chip

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Geschrieben 02 December 2004 - 16:49

hi all

Kapitel 5 finde sehr interessant. Deckards Test schlägt Fehl und klassifiziert einen Menschen als Androiden.


das stimmt nicht so ganz - die rosens wollten deckard in die irre führen
mit der frage zur babyhauthandtasche hat er rachel enttarnd
doch tötet er sie nicht weil sie eigentum des rosenkonzersns ist

anmerkung: ich hab mal im sutin nachgeschaut was dort zum blade runner steht

im kapitel wo isidore den kater horace abholt gedenkt dick wieder mal seinm kater (welcher tatsächlich horace hieß) - dies tut er auch in valis sowie in seinem kinder roman (den einzigen) nick und der glimmung in welchem es um einen jungen und seinen kater geht

zu erwähnen ist auch noch in dem roman - die buster freundlich show
23 stunden im radio und 23 stunden im TV - logischerweise ein animiertes programm welches mercer ordentlich durch den kakao zieht

isidore ist dadurch in einem konflikt da im beides gut gefällt
die komische freundlich show
und der religiöse mercerismus

ich denke mit dem rest den ich schon gelesen habe warte ich mal zu - bis die anderen nachkommen

lg joe ;)

einfach tadellos.


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#24 Pogopuschel

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Geschrieben 02 December 2004 - 19:31

Kapitel 5 finde sehr interessant. Deckards Test schlägt Fehl und klassifiziert einen Menschen als Androiden.


das stimmt nicht so ganz - die rosens wollten deckard in die irre führen
mit der frage zur babyhauthandtasche hat er rachel enttarnd
doch tötet er sie nicht weil sie eigentum des rosenkonzersns ist

Stimmt, so weit hatte ich noch nicht gelesen.

#25 Gast_Guest_*

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Geschrieben 02 December 2004 - 23:04

Hallo Allerseits,

ich muss auch sagen, das Buch beginnt durch die Fülle an Informationen ein wenig verwirrend, ist aber nichtsdestotrotz fesselnd.
Zu den Eheproblemen: Damit wird wohl die Entfremdung der Menschen untereinander angedeutet. Es scheint ja kein spezielles Problem zu sein, sondern wirkt eher recht allgemeingültig. Daher auch die Stimmungsorgel. Die Menschen sind so "abgestumpft", das manchem sogar (hier Deckhards Frau) eine Depression ein hilfreiches Gefühl zu sein scheint. An dieser Stelle sah ich eindeutige Parallelen zu Bradburys Farenheit 451.

@Joe Chip: Wo siehst du in dem Buch ein politischen Ansatz zum Ostwestkonflikt? Wegen des russischen Agenten?

Und klar, Deckhard ist kein Held, der erste Blade Runner aber auch nicht wirklich, schließlich wurde er abserviert.

Generell wird schön die Illussion des wahren Leben bzw. die Interaktion zwischen lebendig und lebendig wirken dargestellt, egal, ob Schaf oder Androide. Eine moralische Frage im Buch.

Zu Mercer gibt es die Geschichte "Das kleine schwarze Kästchen":
http://www.scifinet....view=getnewpost

#26 Joe Chip

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Geschrieben 02 December 2004 - 23:31

hi guest :lol:

ich hab nichts von einem konflikt erwähnt :devil:

interessant noch am rande - in dicks zukunftswelt gibts noch zwei grossstaaten
USA und die sowietunion - typisch für die zeit in welcher der roman geschrieben wurde


ich erwähnte blos die tatsache das dick annahm dass es diese zwei weltmächte in der zukunft noch gibt
im roman kooperieren die beiden - warum sollte ich da einen konflikt sehen?

der erste Blade Runner aber auch nicht wirklich, schließlich wurde er abserviert

es liegt trotzdem auf der hand dass holden auf dem revier die erste geige spielt
das resultiert schon daraus dass deckard den auftrag nur bekommt weil holden verletzt ist
auch früher schon entschied holden welche jobs deckard bekommt
ob helden nicht sterben dürfen weiss ich nicht -ich denke mal sie dürfen

An dieser Stelle sah ich eindeutige Parallelen zu Bradburys Farenheit 451


gemeint ist aber definitiv nancy! - eine von dicks vier ehefrauen

lg joe :lol:

PS: danke für den link

Bearbeitet von Joe Chip, 02 December 2004 - 23:35.

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#27 Mammut

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    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 03 December 2004 - 14:34

Hallo Joe, der Gast war ich :lol: Ja, das mit Ost/West hatte ich irgendwie falsch gelesen, keine Ahnung warum. :lol: Wegen Helden: Ich wollte eigentlich nur anmerken, dass mir selbst holden kein Held zu sein scheint, obwohl er die Geige vor Deckhard spielt. Bis bald, Michael

#28 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 03 December 2004 - 15:36

Mir kommen die beiden auch eher wie normale Beamte vor, die jeden Morgen ins Büro gehen.

#29 Joe Chip

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Geschrieben 03 December 2004 - 15:53

hi michael

ich dachte schon dass du der gast bist :lol:
----------------------------------------------------
held hin held her - ich sagte eigentlich auch nicht held - sonder nicht der superstar
das tut aber nichts zur sache - wollte nur aufzeigen dass die meisten protagonisten dicks - underdogs sind
------------------------------------------------------
ich selbst lese das buch nicht ganz so schnell - dachte eher wir zerkauen es ein wenig
wer weiss wann es wieder dick gibt im zirkel
------------------------------------------------------
ein interessantes ereignis im 6. kapitel sollte nicht unerwähnt bleiben
die gefühllose pris stellt sich als rachel rosen vor :devil:

ist doch interessant nicht?


lg joe :lol:
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#30 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 03 December 2004 - 15:55

Hallo Joe,

kleine Anmerkung:

gemeint ist aber definitiv nancy! - eine von dicks vier ehefrauen

Dick war 5 mal verheiratet:
  • Mai 1948: Jeanette Marlin (Scheidung nach 6 Monaten)
  • Juni 1950: Kleo Apostolides (Scheidung 1958)
  • 1958: Anne Williams Rubinstein (Scheidung 1964)
  • 1966 oder 1967: Nancy Hackett (Scheidung 1970)
  • April 1973: Tessa Busby (bis zu Phils Tod)
Ich hole euch nächste Woche wieder ein. Nach den ersten Kapiteln würde ich keinen politischen Konflikt reininterpretieren. Die Erde ist nach dem letzten Weltkrieg kein gemütlicher Ort mehr...

Sullivan


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