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Philip K. Dick: Blade Runner


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43 Antworten in diesem Thema

Umfrage: Wie hat Euch das Buch gefallen (25 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Abstimmen Gäste können nicht abstimmen

#1 Rusch

Rusch

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Geschrieben 30 November 2004 - 09:53

Diesen Monat steht auf dem Programm

Philip K. Dick
Blade Runner aka Träumen Androiden von elektrischen Schafen

Kapitel 13 - 22

------------------------------------------------------

Hilfreiche Links
Rezension Buch
Rezension englisches Hörbuch
Rezension zur Fortsetzung : Blade Runner II
Rezension Film
Philip K. Dick: Biographie und Bibliographie

Bearbeitet von Rusch, 03 December 2004 - 19:15.


#2 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 03 December 2004 - 02:06

Tja, ich bin schon durch. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch, es ist zu kurz. Aus diesem Ideenreichtum hätte Dick noch sehr viel mehr machen könne. Aber für Ende der 60er Jahre, hat das Buch ja ein durchaus übliche Länge. Ich möchte gar nicht wissen wie dann die gekürzte deutsche Ausgabe aussieht. Ein zweiter kleiner Kritikpunkt ist für mich die Spannung, die teilweise ein bißchen fehlt. Aber dazu später mehr. Ich gebe dem Buch 8 Punkte, also sehr gut, vor allem ihm Kontext der Zeit, in der es erschien. Gruß Markus

#3 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 03 December 2004 - 16:03

hi pogo :lol:

Tja, ich bin schon durch. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch, es ist zu kurz.


stimme dem zu - in der heutigen zeit wär das buch sicher doppelt so dick - und trotzdemnicht langweilig

wichtig zur kürze

dick schrieb androids 1966 - es erschien dann 68 - im selben jahr schrieb er auch sein meiserwerk ubik, welches 69 erschien
und das von mir erwähnte kinderbuch nick und der glimmung (the glimmung of plowman`s planet) erschien 68
er beendete 1966 auch den roman die invasoren von ganymed (the ganymed takeover) - es erschien dann 67

wir sehen dick schrieb wie ein verrückter und beendete in diesem jahr 4 romane
wovon 2 noch dazu grandios sind
er wurde leider nach stückzahl bezahlt

dh - da er immer von geld abhängig war musste er soviel romane schreiben - ich denk mal er hatte gar nicht die zeit so dicke wälzer zu schreiben wie wir sie heute gewohnt sind
denn heute bekommt ein john clute für ein 1000seiten buch sicher mehr kohle als dick damals für 4 250 seite romane

eigentlich schade :lol:

lg joe :devil:
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#4 ANUBIS

ANUBIS

    Bibliophilus Maximus

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Geschrieben 03 December 2004 - 17:54

Was mir auch noch aufgefallen ist das sich hier bereits seine Paranoia auszuwirken anfängt!!( z.b.zwei verschiedene Polizeistrukturen..die nichts voneinander wissen) Dick glaubte ja das Ihn die CIA überwacht und das der Einbruch mit Brandstiftung der sein Haus zerstörte auf die Kappe der CIA ging!! Greetz
" Der erste Trank aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott "

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  • (Buch) gerade am lesen:Der Totenerwecker von Wrath James Wright
  • (Buch) als nächstes geplant:???
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  • • (Film) Neuerwerbung: EUREKA-Season 5

#5 Joe Chip

Joe Chip

    The Saint

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Geschrieben 05 December 2004 - 14:03

hi all

nun gut - im gegenatz zum andrang hier im lesezirkel herrscht in kapitel 13 und 14 reger betrieb im wohnblock 3967-C
der einfältige john isidore hat seinen kontakt zu pris vertieft (die sich unbeholfen bemüht gefühl zu zeigen ihm gegenüber)und lernt sehr schnell deren freunde kennen

roy und irmgard - erscheinen als das perfekte paar
ich kann mir gut vorstellen dass sich dick etwas dabei gedacht hat als er dieses paar kreierte...
...roy der mann der tat - irmgard die kühle logische denkerin
definitiv erscheint hier das bild eines schweren gegners für rick

wie schon anfang des buches erwähnt - sind sich sonderfälle und androiden ähnlich nach auswertung des VK-tests
isidore erkennt dass sie nicht menschlich sind - aber er ist einsam - er hilft ihnen - eine symbiose entsteht - denn die androiden beschliessen, zuwider roy, bei isidore zu bleiben da sie bei ihm am sichersten aufgehoben sind
isidore ist etwas besonderes -sagt pris - und irmgard ist überzeugt dass er der einzige mensch ist der ihnen hilft

ein guter satz roys: wenn er androide wäre würde er uns spätestens morgen früh um zehn anzeigen

als isidore pris erklärt dass am mars niemand langeweile hat weil ja die androiden da seien - sagt sie: androiden sind auch einsam

dieser satz ist sehr gut auch ausserhalb des blade runner szenarios anwendbar
man sieht speziell in diesem buch das dick mehr bezwecken wollte als action romane zu schreiben

lg joe :D

Bearbeitet von Joe Chip, 05 December 2004 - 14:25.

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#6 Rusch

Rusch

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Geschrieben 05 December 2004 - 14:14

Mir ist die Szene mit der Spinne sehr gut in Erinnerung geblieben. Sie zeigt ganz deutlich auf, wo die Grenzen zwischen menschähnlich und android liegen. Man erkennt, dass die Androiden eben nicht mit den Menschen vergleichbar sind.

#7 Impala

Impala

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Geschrieben 05 December 2004 - 20:01

Hallo?
Ist das hier der Zirkel für Knopfdrücker?
Nachdem ich alle mir zur Verfügung stehenden Informationen miteinander verglichen und abgewogen habe, drücke ich dezidiert einen Knopf?
Mann mann mann. Echt spitzenmäßig.
Genau das ist der Unterschied zwischen Androiden und Menschen. Menschen können eben nicht nur Listen führen, kategorisieren, definieren und abstimmen. Menschen können einen Weg gehen. Und sollte dieser auch mühselig und nutzlos erscheinen, so hinterlässt er doch Spuren und ist ein Ziel an sich.

--------------
Das Buch ist wirklich gut. Keine einzige langweilige Seite. Und locker in 2 oder 3 Tagen durchzulesen.

Die zentrale Frage ist für mich, was den Menschen ausmacht. Es ist recht unsympathisch, dass Pris die Spinne zerstört. Das tun manche Kinder aber auch. Zwar können Androiden noch keine Empathie empfinden oder Sinn für Gemeinschaft, und Tiere gehen bei ihnen ein, doch Fakt ist, dass die Grenze Mensch-Android immer mehr schwindet. Die Nexus 7 und 8 werden noch besser sein. Und Deckard wird, wenn er weitermacht, gefühlloser werden müssen.
Die Frage ist auch, wie man mit den Veränderungen leben kann oder muss, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Menschheit im Allgemeinen und das Individuum im Besonderen stark der Entropie entgegenstreben (-> "kipple"). Deckard kommt zu einer Einschätzung der Wirklichkeit. Er ist Mercer-Sysiphos (wie vermutlich Alle), there is no salvation und Mercer is immortal. Das ist alles ein bisschen tragisch, bis auf die positive Endnote, dass der Unterschied zwischen echt-künstlich im Grunde egal ist. Denn auf der vorvorletzten Seite sagt er: "But it doesn’t matter. The electric things have their lives, too. Paltry (schäbig) as those lives are".
Nein, im Buch ist Deckard ziemlich sicher kein Android, es wird nur damit gespielt, um zu zeigen, dass er es sein könnte.

Der Roman erinnert mich stark an UBIK, der ja anscheinend im gleichen Jahr entstand. Das wirkliche Böse für Dick scheint auch dort die Gleichgültigkeit, Boshaftigkeit, Kälte und Empfindungslosigkeit von Pat Conley, als Joe Chip gen Ende die Treppe erklimmt. Der Umkehrschluss ist, dass Rettung nur von einem warmen Individuum, egal welchen Ursprungs, zu erwarten ist.

roy der mann der tat - .............. definitiv erscheint hier das bild eines schweren gegners für rick

den er letztendlich im Buch doch recht rasch erledigt.

Impala
Julius Gaius Baltar!

#8 Rusch

Rusch

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Geschrieben 06 December 2004 - 10:05

Sagt mal, wie hat Euch die Buster Freundlich Sache gefallen? Ich sage, Dick hat den Fokus auf die Hauptgeschichte verloren und die ganze Buster Geschichte nur eingefügt, weil er alles interessanter machen wollte und wohl weil er alles schon im Kopf hatte. Auch mit dem Schluss war ich unglücklich. Diese "Reise ins innere Selbst" fand nicht mein Gefallen. Bin ich wirklich der einzige, der damit ein Problem hat? PS: Ich habe mich - shame on me - beim Abstimmen verklickt. Ich wollte 7 und nicht 6 Punkte geben.

Bearbeitet von Rusch, 06 December 2004 - 10:07.


#9 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 06 December 2004 - 20:32

hi rusch - hi all

, Dick hat den Fokus auf die Hauptgeschichte verloren und die ganze Buster Geschichte nur eingefügt, weil er alles interessanter machen wollte


frage: ist das der einzige dick welchen du gelesen hast?

der hat da nichts eingefügt der wollte das so

buster freundlich ist ja nicht irgendein fernsehprogramm wie die lindenstrasse
buster - der android - bildet den gegensatz zu mercer, zieht diesen durch den dreck
mercer die symbolik für positive energie - das gute im menschen

iran sagt zB als deckard mit der ziege heim kommt: komm lass uns mercer danken und uns mit allen vereinigen - dass alle an unserer freude teilhaben können
mercer hat die spinne zurückgebracht (zum leben erweckt) - welche pris - symbolik für das böse - zerstörte

wenn mercer das göttliche sybolisiert - brauchte dick den gegenpart aus der hölle wenn man so will - das teuflische - eben den allseitsbeliebten buster freundlich - einen verführer wie er im buche steht

dick ging es 100prozentig darum in BR etwas mehr zu vermitteln als einen bullen der roboter abknallt

ich empfehle dir UBIK oder die drei stigmata des palmer eltrich zu lesen
das sind nicht bloß action romane

lg joe :)

Bearbeitet von Joe Chip, 06 December 2004 - 21:56.

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#10 Rusch

Rusch

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Geschrieben 06 December 2004 - 23:13

hi rusch - hi all

, Dick hat den Fokus auf die Hauptgeschichte verloren und die ganze Buster Geschichte nur eingefügt, weil er alles interessanter machen wollte


frage: ist das der einzige dick welchen du gelesen hast?

Nein, es war der vierte nach "Zeit auf Gegenkurs", "Simulacron" und "Das Orakel vom Berge", aber ich verstehe was Du mir sagen willst. Ich würde sagen: "Dick überfrachtet seine Romane". Du wirst sagen: "Dick schreibt unglaublich dicht." Ich werde noch ein paar Bücher von ihm lesen, aber ich fürchte, ein richtiger Dick Fan werde ich wohl nie werden.

#11 ANUBIS

ANUBIS

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Geschrieben 06 December 2004 - 23:18

@Joe Vielleicht kannst Du mir das erklären! Ich scheine die metaphorik nicht zu verstehen die hinter dem Steinwurf in der Vision( ist es eine?) in der Einswerdungsbox steckt! Ist das eine Analogie auf das Christentum, genauer auf die Worte Jesus" Wer von Euch ohne Schuld ist...etc.." Ja und warum hast Du dann die Wunde( Stigmata??) auch im realen Leben?? Was ruft sie hervor?? Mich würden Deine Interpretationen als Dick Kenner interessieren!!! Greetz
" Der erste Trank aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott "

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#12 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 07 December 2004 - 17:34

hi anubis ich sehe da keine grosse symbolik ausser dass es eine passion an sich hat dass sie schmerzt aus dem neuen testamnet allen bekannt - der kreuzweg aber auch sonst gibt es in diversen kulturen selbstgeißelungen aber auch der jakobsweg zB ist ja nicht ohne schmerzen und da bei der einswerdung mercer begleitet wird - es werden alle eins - haben auch alle die schmerzen lg joe ^_^ lese grad blackbox aus 1964 melde mich zu dem thema dann nochmal es ist auch eine interessante stellungnahme dicks inm meinem buch zum thema mercer
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#13 Impala

Impala

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Geschrieben 07 December 2004 - 20:59

Dave schrieb in einem anderen Thread:

Mir persönlich gefällt die Abstimmung nicht, besonders unangenehm finde ich die Idee, den zweiten Thread damit zu verunstalten. Der Lesezirkel ist der Diskussion und dem geschriebenen Wort gewidmet, und man bekommt dort einen ziemlich genauen Eindruck von einem Buch, denke ich.

So sei es!
Julius Gaius Baltar!

#14 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 07 December 2004 - 21:42

ich bin ebenfalls nicht sicher ob das mit der bewertung sinn macht - stimmen ohnehin wieder mehr ab - als mitlesen

------------------------------

zu mercer - dick gab 1978 ein interview in welchem er stellung zu der geschichte black box (1964) machte - ich gegeb es hier sinn gemäß wieder

in black box ist die religion eine bedrohung für ein poitsches system - daher selbst ein politisches system - das ultimative vielleicht!
das konzept der caritas (oder agape) erscheint in meinen geschichten als der schlüssel zu authentischer menschlichkeit
ein androide - der unauthentische mensch - eine reflexmaschine - wird nie mitgefühl empfinden
in dieser geschichte wird nie eindeutig klar ob mercer ein angreifer aus einer anderen welt ist
aber das muss er sein - in gewissem sinne sind alle religiösen führer angreifer...
...wenn nicht unbedingt von einem anderen planeten (1978)



lg joe ^_^

Bearbeitet von Joe Chip, 07 December 2004 - 21:45.

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#15 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 08 December 2004 - 13:24

So, ich bin durch. Das Buch ist auch beim zweiten Lesen noch gut, aber nicht der Überflieger den ich in Erinnerung hatte. Das Beseitigen der letzten 3 Andys ging fast zu schnell und vergibt viel von der Atmosphäre, die in den Seiten davor aufgebaut wurde. Spannend war das Zusammentreffen mit Rachael, dadurch wurde noch einmal einiges über die Nexus-6 Androiden deutlich.

Mit Mercer konnte ich nicht viel anfangen und ich stimme Rusch zu, dass Buster Freundlich den Fokus von der Geschichte nimmt. Deckard hätte sich ruhig noch ein wenig auf Deckard konzentrieren können, stattdessen ist die Geschichte auf einmal vorbei und es wird, wie schon bei Palmer Eldritch, über Gut und Böse philosophiert. Bei "Palmer" habe ich es noch eingesehen (obwohl auch dort die Metaphysik am Schluss zuviel für mich war), aber hier wirkt es aufgesetzt.

Nach der Lektüre des Buches ist es für mich zumindest eindeutig, dass Deckard kein Androide ist. http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/smile2.gif

Sullivan

#16 Joe Chip

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Geschrieben 09 December 2004 - 15:14

hi sullivan :jumpgrin:

Das Buch ist auch beim zweiten Lesen noch gut, aber nicht der Überflieger den ich in Erinnerung hatte


also bei mir verhielt es sich so - dass mir der roman beim zweiten lesen nun noch besser gefiel als vor 5 jahren

grund: ich wusste schon bescheid - war nicht überrascht in anbetracht des films - und konzentrierte mich viel mehr auf den inhalt als beim ersten lesen - wo ich doch ständig versucht war parallelen zum film herzustellen - was mir nun egal war

ich möchte auch anmerken dass ich obwohl der film fest eingebtannt ist im kopf - eigene bilder habe beim lesen des buches

lg joe :D
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#17 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 09 December 2004 - 16:33

Hallo Joe, bei mir war es anders. Bei vielen Bildern (insbesondere am Schluss) musste ich an den Film denken. Die letzten 3 Androiden und Isidore wären sonst ziemlich blass geblieben. Fasziniert hat mich die Rolle der Tiere. Einerseits sind sie Statussymbole, andererseits machen sie einen Menschen erst zum Menschen und unterscheiden ihn von den Androiden. Sullivan

#18 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 09 December 2004 - 16:58

hi all

habe mittlerweile die kurzgeschichte LITTLE BLACK BOX gelesen aus 1964

PKD verwendete diese story in blade runner - es geht darin um mercer und den gefühlskasten
in dieser geschichte wird mercer quasi zum staatsfeind NR1
niemend weiss wer er ist und wo er sich aufhält - es wird damit spekuliert (wie im BR dass er ain ausserirdischer ist)

der staat zerstört sämtliche gefühlskästen (die schwarzen kästchen)
der staat sieht diese religion als bedrohung - da immer mehr leute sich öffentlich dazu bekennen - in dem fall auch ein namhafter entertainer

lg joe :D

PS:nochmal das ober posting mit dicks aussage zu BLACK BOX
in black box ist die religion eine bedrohung für ein poitsches system - daher selbst ein politisches system - das ultimative vielleicht!
das konzept der caritas (oder agape) erscheint in meinen geschichten als der schlüssel zu authentischer menschlichkeit
ein androide - der unauthentische mensch - eine reflexmaschine - wird nie mitgefühl empfinden
in dieser geschichte wird nie eindeutig klar ob mercer ein angreifer aus einer anderen welt ist
aber das muss er sein - in gewissem sinne sind alle religiösen führer angreifer...
...wenn nicht unbedingt von einem anderen planeten (1978)


editiert: PS

Bearbeitet von Joe Chip, 09 December 2004 - 17:00.

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#19 James G.B.

James G.B.

    Yoginaut

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Geschrieben 11 December 2004 - 10:33

Ich hab Blade Runner auch 2 mal gelesen. Erst die gekürzte Heyne(Die Alte A.), dann die erweiterte Haffmans Ausgabe. Mir gefiel es beim 2 mal auch besser. Überhaupt, Dicks Titel fordern geradezu ein Zweites Mal.

#20 rockmysoul67

rockmysoul67

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Geschrieben 16 December 2004 - 17:50

Ich habe jetzt bis und mit Kapitel 16 gelesen.

Hier gibt's mehr über die Gefühle, Gedanken, Taktiken, Hintergründe der Androiden.
Ich zitiere von der ersten Seite von Kapitel 16:

Träumen Androiden eigentlich? fragte sich Rick. Anscheinend schon. Sonst würden sie nicht gelegentlich ihre Arbeitgeber töten, zur Erde fleihen und ein besseres Leben, ein Leben in Freiheit suchen. .... lieber singen, statt sich auf einem öden felsübersäten Geld in einer im Grunde unbewohnbaren Kolonie abzuplagen.


Ich nehme mal an, dies ist als Schlüsselstelle gedacht.
Die Androiden fühlen. Sie können selbst ihren Weg entscheiden. Sie können einen Umstand mögen oder auch nicht. Sie sind ein Risiko für die Menschen - sie bringen sogar Menschen um. Dies erklärt weshalb sie gejagt werden.

Ich frage mich, ob dies nicht einfach ein 18. Jahrhundert-Szenerio der amerikanischen Sklaverei* ist. Nur halt in die Zukunft verpflanzt. Nette Idee, insbesondere weil viele Kuriositäten einer veränderten Gesellschaft zugefügt wurden. Nett, aber nicht mehr. Wie immer sehe wenigstens ich keinen Tiefgang bei Dick. Wenn immer er (vielleicht um zu beweisen, dass er, Dick, o so tiefgründig ist?) Quasi-Pseudo-Philosophie einführt (nicht in Kapitel 13-16), versagt er kläglich.

In Kapitel 16 geht's endlich an die Wäsche. Androidinnen lassen sich leicht verführen. Nett (erneut), aber wiederum nicht echt erotisch. Dick ist halt auch kein Erotik-Schriftsteller. Hier kommt mein altbekannter 'Anklage'-Vorbehalt gegenüber Dick zum Vorschein: Der Mann hatte zig originelle Ideen, schaffte es manchmal auch sie gut in einer Story einzubinden, aber einen echten Tiefgang oder sogar einen literarischen Höhenpunkt bleibt aus.

Ich bin ja noch nicht durch, aber es sieht ganz so aus, ob Dick einen netten, kleinen, rasanten SF-Pulp Erzählung geschafft hat. Sympatische, ablenkende Leselektüre für den Zug oder für auf dem Strand. Nicht mehr, nicht weniger.

*Der einzige Unterschied zu Menschen ist, dass Androiden nur an sich selbst denken.
Sie sind nicht empatisch, sprich egoistisch, sprich unmenschlich. Aber sind Menschen nicht auch oft recht egoistisch? Und wurden nicht Schwarzen früher oft von den sklavenhaltenden US-Weissen als tiefer stehenden Wesen betrachtet? Eigentlich entspricht Dicks Zukunft-Gesellschaft auch hier das frühere Amerika. Die untoleranten Menschen (= Sklavenhaltergesellschaft) gönnen den selbstbewussten, kulturell anders gearteten Androiden (=Sklaven) den Freiheit nicht.

#21 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 16 December 2004 - 18:14

Hallo rocky, ich weiß nicht ob ein Vergleich mit der Sklaverei zu weit hergeholt ist, obwohl Parallelen vorhanden sind. Die Kernfrage ist, wie du schon richtig bemerkt hast, ob ein Androide das Recht auf ein eigenes Leben hat und selbst bestimmen darf, was er macht. Leider wird dieser Punkt nicht so ausführlich behandelt, wie es vielleicht ein anderer Schriftsteller getan hätte. Deswegen gebe ich dir bei diesem Buch recht, rocky, es fehlt die Tiefgründigkeit. Genau aus diesem Grund war ich auch etwas enttäuscht nach dem zweiten Lesen, ich hatte das Buch viel besser in Erinnerung. Es ist flott geschrieben, keine Frage, aber man hätte mehr draus machen können. Im Film kommt die Tragik viel besser rüber, die Androiden haben nur ein kurzes Leben mit falschen Erinnerungen und werden auf der Erde gejagt. Wo wird im Buch eigentlich deutlich, dass Deckard ein Androide ist? Es wird mit der Idee gespielt, richtig, aber letzten Endes neigt sich die Waage für mich eindeutig in Richtung Mensch. Sullivan

#22 Kopernikus

Kopernikus

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Geschrieben 16 December 2004 - 18:48

Na gut, dann werde ich mich mal aufraffen und ein paar Zeilen zu diesem Buch schreiben, auch auf die Gefahr hin, das mich die zahlreichen PKD-Fans hier anschließend abgrundtief hassen werden..... Die Stimme mit der schlechten Wertung kommt von mir. Aus dem einfachen Grund, das dieses Buch tödlich langweilig ist. Die Grundprämisse (Held jagt böse Roboter) dürfte eine der ältesten in er SF überhaupt sein und ist dementsprechend nicht unbedingt fesselnd. PKD versucht diese etwas dürftige Handlung mit einer einer sehr fantasievollen, in sich stimmigen Beschreibung einer zukünftigen Zivilisation aufzupeppen. Da spricht ja auch eigentlich nichts gegen, das tun viele Autoren und eine Menge davon lese sehr gerne. Aber während andere Autoren, die dieser Schiene folgen, sich hunderte oder teilweise sogar tausende Seiten Zeit nehmen, um dem Leser die Möglichkeit zu geben, in eine ganz neue Welt einzutauchen und sich stundenlang in ihr zu verlieren, kratzt Dick nur an der Oberfläche, so das man sich von Anfang bis ende fremd vorkommt und das sprichwörtliche "In die Stimmung hineintauchen" leider vollkommen ausbleibt. Erschwerend kommt dazu, das er einen grauenhaft penetranten Hang hat, den Leser mit abstrusen philosophischen und religiösen Konstrukten zu malträtieren, die bei mir das dringende Bedürfniß nach einer großen Tasse Kaffe ausgelößt haben. Sicherlich, mit viel gutem Willen (und noch mehr Zeit) könnte man vermutlich eine Unmenge an Dingen in den Text hineininterpretieren, was ja auch fast alle gemacht haben, aber mir fehlt der Drang dazu, einen Text so lange auseinander zu nehmen, bis ich in der Deutung einer Deutung einer Andeutung irgendeine Botschaft entdeckt habe die mich unter Umständen zum Nachdenken anregt. Solche Dinge sind durchaus legitim und können Spaß machen, aber wenn es zu gut verpackt ist und das ganze obendrein auch noch in einer nicht wirklich gelungenen Geschichte eingebettet wurde, dann ist der Autor eindeutig am Ziel vorbeigeschossen. Und genau das ist hier leider geschehen. Frage an die PKD-Spezis: Ist das ein typischer Dick? Wenn nicht, was würde sich den anbieten, um dem Autoren noch eine zweite Chance zu geben? P.S. Wie ist "Blade Runner II" von K.W.Jeter eigentlich? Htte den band eigentlich auf meiner "to-do"-Liste, aber dem Desaster bin ich da äußerst skeptisch.

#23 rockmysoul67

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Geschrieben 16 December 2004 - 20:21

Kopernikus! Mein Gleichgesinnter! Lass mich dich umarmen! ;) Mal im Ernst, ich denke sehr ähnlich wie du über Dick. In einem Punkt fühle ich es aber anders an, dies ist jedoch Geschmacksache. Ich finde Blade Runner nicht langweilig, eben auch wegen der Kürze. Nehmen wir jetzt mal an, Blade Runner hätte tausend Seiten. Diese viele Seiten wären nicht mit Pseudo-Philosophie-Gequatsche gefüllt, sondern voller Ereignissen über diese Zukunftswelt. Dann müsste es z.B. um diesen Krieg gehen. Oder darum weshalb Menschen so auf Tiere fixiert sind. Das würde ich schade finden, es ist nämlich ein Androiden-Roman. Nein, mir reicht es wenn ein Buch "to the point" ist, also einfach das Elementäre erzählt. Dick hat - ich gebe es zu - doch etwas mehr Hintergründe über die Androiden erzählt. Die anderen Faktoren können wir selbst einfüllen: Stimmungsorgel: als Drogen-und Therapie-Ersatz, Krieg: ach ja, der Atomkrieg kommt sicher bald, Tierhype und Mercerismus als Reaktion auf die Leere bzw. auf Schuldgefühle nach dem Krieg. Jetzt nehmen wir auch mal an, dass ein tausendseitiger Blade Runner viel mehr über die Androiden erzählen würde. Zig Fragen müssten beantwortet werden. Weshalb baut man eigentlich menschlichen Androiden? Weshalb baut man die Androiden so, dass sie fliehen möchten? Usw. Dann würde das Buch nicht mehr so richtig stimmen. Bei der Kürze übersieht der Leser schnell unlogisches (z.B. dass Rachael bis zum Treffen glaubt, dass sie ein Mensch ist, während sich später herausstellt, dass sie schon oft mit Prämienjäger das Bett teilte, damit diese ihre Einstellungen gegenüber Androiden ändern) oder akzeptiert der Leser eher Ungeklärtes oder eine schwache Erklärung (z.B. die Frage, weshalb Rosen eigentlich immer menschlicheren Androiden bauen will). Nein, ich finde das gewählte Format das Richtige für Blade Runner. Eigentlich liebe ich sogar meistens kurze Romane, in welcher der Autor es schafft, eine gute Erzählung über eine interessante Thematik zu bringen.

#24 rockmysoul67

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Geschrieben 16 December 2004 - 21:33

Mir ist es ein Rätsel, wie in Kapitel 19 Mercer plötzlich körperlich anwesend ist in der Wohnung. Matrix in der Matrix?

#25 rockmysoul67

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Geschrieben 16 December 2004 - 22:43

So, ich bin durch. Ja, ja, das Buch war nette Unterhaltung. Gerade das Richtige für die stressige Weihnachtszeit. Leider, dass auf KI (was ich für das eigentliche SF-Thema eines Androiden/Roboter-Buches halte) nicht weiter eingegangen wurde. Dann hätte es wohl auch mehr Gesprächsstoff für den Lesezirkel gegeben.

#26 Rusch

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Geschrieben 17 December 2004 - 07:25

Ich hatte ja auch etwas ähnliches geschrieben, in dem ich sagte, dass Dick sich verzettelt. Es hätte besser daran getan, sich auf das Androiden Thema zu konzentrieren, aber das ist wohl geschmackssache. Umso besser, dass Ridley Scott im Film genau diese Schwächen behoben hat.

#27 Sullivan

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Geschrieben 17 December 2004 - 10:53

Tödlich langweilig ist das Buch nun wirklich nicht, Kopernikus. :D

Besonders die Idee mit den Tieren fand ich super, viele sind ausgestorben und man muss eins haben, um als echter Mensch zu gelten. Wie hieß es im Buch? Androiden können keine Tiere halten, weil sie sich nicht genug um sie kümmern.

Wie Deckard dann mit sich ringt, um endlich eine Ziege kaufen zu können, oder wie er die Eule bewundert (übrigens fantastisch im Film umgesetzt) - solche Stellen mag ich bei Dick, sie lassen die Charaktere lebendig werden.

Die Stimmungsorgel ist nett, aber ohne Belang, und mit Mercer und der Buster Friendly Show wurde ich auch nicht richtig warm. Die zweite Polizeistation ist ebenfalls ziemlich merkwürdig.

rks67 meinte:

Weshalb baut man eigentlich menschlichen Androiden? Weshalb baut man die Androiden so, dass sie fliehen möchten?

Man baut die Androiden 1) weil man es kann und 2) weil man sie für die Arbeit auf den Kolonialplaneten anpassen kann. Sie brauchen keine Nahrung, keinen Schlaf, sind kräftiger, eignen sich als Sexualpartner etc. Ich könnte mir viele Möglichkeiten vorstellen, wo man sie gebrauchen könnte. Außerdem, wäre es für dich keine Herausforderung, einen Androiden zu entwickeln, dem man nicht von einem Menschen unterscheiden kann? Ich finde die Idee gut. Später erkennt man vielleicht, dass man einen menschlichen Androiden nicht gebrauchen kann, aber soweit ist "Rosen" ja noch nicht.

Dass die Androiden fliehen wollen, zeigt den Entwicklungsstand bei der KI. Sie empfinden sich als normale (Lebe)wesen mit einem freien Willen und einem eigenen Bewusstsein. Künstliche Erinnerungen machen die Illusion perfekt.

Von der KI Seite betrachtet ist das Buch aber naiv und enttäuschend, da ist z.B. HYPERION (lese ich gerade) überraschend intelligent.

Sullivan

P.S. Vor ein paar Jahren war Dick für mich wie ein Schriftsteller-Gott, mittlerweile relativiert sich der Eindruck. ;)

#28 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 17 December 2004 - 20:20

hi all

also das buch als mies einzustufen ist echt mies
ich erwähnte es bereits an anderer stelle - dass sich kein buch diesen titel tatsächlich verdient

aber bitte :D

dick hat in diesem buch alles zum ausdruck gebracht was sache ist

und natürlich - wer nur ne story lesen will wo ein typ roboter abfetzt
der muss was anderes lesen

aber deshalb ist das buch nicht mies :confused:

mich haben auch schon einige bücher nicht wirklich vom hocker gehauen
aber einen solche titel zu vergeben - alle achtung

da bin ich mal gespannt was für ein buch die ehre haben wird sich meisterwerk zu nennen

und noch etwas - die bücher die heute nicht mies sind sondern bestseller....
....die grossväter dieser bücher sind autoren wie PKD
auch wenn das alles heute veraltet erscheinen mag - das gabs vorher nicht

P.S. Vor ein paar Jahren war Dick für mich wie ein Schriftsteller-Gott, mittlerweile relativiert sich der Eindruck.


hi sullivan ^_^ - warum?
seine ideen sind nach wie vor grandios
vielleicht weil zu viel mittlerweile kopiert (und natürlich auch verbessert) wurde

es kann schon sein dass ein zeitgenössischer autor mit dem BR oder UBIK thema mehr anfängt als dick
doch würden die auf diese ideen nicht kommen

lg joe ;)

Bearbeitet von Joe Chip, 17 December 2004 - 20:23.

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#29 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 17 December 2004 - 21:04

Hallo Joe, nur ganz kurz, ich will die anderen auch noch zu Wort kommen lassen obwohl sich der Lesezirkel langsam dem Ende zuneigt. Zum einen kann ich mit Dicks Philosophie und Metaphysik im Moment nicht viel anfangen (deswegen werde ich wahrscheinlich auch VALIS nie lesen). Zum anderen bleibt die Logik manchmal zu sehr auf der Strecke. Das ist mir früher gar nicht so aufgefallen! Da habe ich mich einfach zurückgelehnt und die Ideen auf mich wirken lassen, mittlerweile bin ich kritischer beim Lesen... :lookaround: Sullivan

#30 Joe Chip

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Geschrieben 17 December 2004 - 21:24

hi sullivan ;)

mittlerweile bin ich kritischer beim Lesen


ich bin auch sehr kritisch - sogar sehr!!!

aber bei dick sehe ich das eher wie bei kafka - da regiert eben die idee
das skurrile und phantastische
und ob da mal was sich nicht ganz reimt - pfeif drauf
das tut es bei 5000 seiten zyklen bestimmt auch nicht immer

mir ist schon klar
dass autoren wie max frisch oder george orwell mehr drauf haben
dass arthur c clarke mehr recherchiert hat
dass bei alistair reynolds die post abgeht


doch das alles ist eben nicht dick und auch schön zu lesen - eh klar
und was mich bei PKD soo fasziniert - ist immer noch die zeit wann er das schrieb
genau unter diesem aspekt lese ich ihn
aber auch andere werke anderer autoren dieser zeit

lg joe :D

obwohl sich der Lesezirkel langsam dem Ende zuneigt.

^_^
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