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Nova 5 - Die Stories


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55 Antworten in diesem Thema

#31 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 05 July 2004 - 12:56

Das Lob aus dem letzten Satz gebe ich gerne zurück. Ich denke, ein öffentliches Forum bzw. eine Leserreaktion sollte doch ehrlich sein, und auch den Herausgebern als Inhaltspunkt dienen. Wenn ich dies mache, und dazu in dieser Deutlichkeit, dient das doch als Lesermeinung. Dies als Drohung zu interpretieren, ist die von dir genannte Erstsemester-Dialektik. Ich meine, der Unterschied dürfte doch klar auszumachen sein. Wenn auch das Resultat auf das Gleiche abzieht. Nun, scheinbar gelingt dir diese Überlegung nicht. Wegen der detailliertern Kritik : Ich schrieb, das mir die Auswahl der Autoren nicht gefällt. Natürlich nicht, weil sie mir als Person mißfallen, sondern wegen ihrer Texte. Ich fand die ersten vier Ausgaben auch gemischt, diese aber recht durchgängig nicht nach meinem Geschmack, eine Tendenz, die sich schon in der vierten Ausgabe abgezeichnet hat. Und natürlich kann ein starkes Gefälle zwischen einzelnen Ausgaben entstehen, gerade da teilweise die Autoren sehr variieren.

Bearbeitet von Michael Schmidt, 05 July 2004 - 13:00.


#32 Sullivan

Sullivan

    Autarchonaut

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Geschrieben 05 July 2004 - 14:59

Hallo Robert, ich verstehe nicht wieso du dich so auf die Füße getreten fühlst?! Es ist völlig legitim wenn Michael für sich erkennt, dass NOVA in der jetzigen Form bzw. mit der jetzigen Auswahl nicht seinen Geschmack trifft. Das als Drohung zu interpretieren ist ziemlich hart. Da "deutsche SF Kurzgeschichten" eine Nische ist, denke ich mal, die Anzahl der Leser wird ungefähr konstant sein. Und diese Leser werden auch Experimente akzeptieren, ob ins "phantastische" hinein oder "Starthilfe" für Newcomer. Das noch nicht mehr Feedback gekommen ist wundert mich auch etwas, insbesondere nach der Diskussion über NOVA 4. Sullivan

#33 Robert Kerber

Robert Kerber

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Geschrieben 18 July 2004 - 22:58

Uff, es führt eben kein Weg dran vorbei - NOVA 5 liegt hier auf meinen Knien und ist zu zwei Dritteln durchgelesen. Bislang war keine wirklich schlechte (höchstens eine ziemlich schlechte) Story dabei, aber auch keine, die mich vom Hocker gerissen hätte. Ein bisserl so wie die Nummer 3, aber immerhin thematisch wieder bunter als die 4. Detaillierte Kritik folgt, kann aber noch ein paar Takte dauern. Ahoj, Robert Kerber
"Trau keinem Buch über 300 Seiten."

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#34 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 19 July 2004 - 10:01

Ich habe heute in der S-Bahn noch einmal "Unser täglich Brot" gelesen. Stilistisch ist die Geschichte sehr gut geschrieben, ein paar Feinheiten sind mir erst jetzt aufgefallen. Inhaltlich kann sie mich aber immer noch nicht überzeugen. Das liegt nicht so sehr am (Horror) Thema sondern an der Handlung, die mich etwas ratlos zurücklässt. Sullivan

#35 Robert Kerber

Robert Kerber

    Ufonaut

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Geschrieben 19 July 2004 - 17:15

So, dank Sonnenscheins in Ffm. habe ich NOVA 5 im Güntersburgpark bei mir um die Ecke fertig lesen können. Hier mein kurzes und bündiges Resumee:

Die verbesserte Universalfernbedienung Dank cleverer Doppelplatzierung ("Deus ex machina") seitens des Autors eine bereits bekannte und ausreichend diskutierte Story. (Die übrigens auch schon seit Monaten online im Netz eines österreichischen Uni-Servers steht.)

Unser täglich Brot Anders als Helmuth empfinde ich diese Story durchaus als SF, genauer als (schreckliches Modewort) "Social Fiction", und auch von der Idee her interessant. Sven schreibt eloquent wie gewohnt, allerdings scheinen ihm hier etwas die Gäule durchgegangen zu sein. An mehr als einer Stelle wurde ein unpassender Ausdruck verwendet - da hätte das Lektorat unter die Arme greifen müssen. Im Ernst: welcher Amerikaner würde "bei Odin" sagen?

Die letzten Tage des Yah W. Gute Ansätze, wenngleich etwas holprig in der Ausführung. Auch hätten einige Kürzungen nicht geschadet. Wie sagte Arthur C. Clarke so schön? "Jeder gute Autor weiß mehr als er schreibt." Ein Credo, das auch Ralphs Vorbild P.K. Dick gerne missachtet hat.

Rendezvous mit Charon Inhaltlich nicht gerade neu, dafür stilistisch die sicherste Geschichte dieser Anthologie: Geradlinig geschrieben, ohne ins Triviale oder Manieristische abzugleiten. Dramaturgisch etwas schwierig finde ich, dass die Exposition drei Viertel der Geschichte einnimmt - kaum kommt der eigentliche Konflikt auf, ist die Story auch schon zu Ende.

Das Fraktal Die einzige Story dieses Bandes, die ich auf halber Länge abgebrochen habe. Nicht, weil sie so fürchterlich schlecht wäre, sondern weil mich diese Spielart der SF nicht im Geringsten interessiert. Problematisch wie immer bei dieser Art Geschichten: Die seitenlangen Erklärungen. Technisch interessierte und vorgebildete Leser bedürfen dieser expliziten Ausführungen nicht, wogegen technische Laien (wie ich) trotz aller Ausführungen die Kurve nicht kriegen. Womit der Autor sich zwischen alle Stühle setzt. Anders als Gebelein hat Kleindl übrigens der Versuchung, "literarisch" zu schreiben, nicht widerstehen können - mit nicht immer überzeugendem Ergebnis.

Testfall Stereotype Charaktere stolpern durch ein klischeebeladenes Endzeitszenario. Der stakkatoartige Heftchenromanstil tut ein Übriges. Hätte ich diese Geschichte auf einer Fandomseite im Internet gefunden, würde mein Urteil vielleicht milder ausfallen. Der Tiefpunkt dieser NOVA-Ausgabe.

Die letzte Runde Etwas besser als "Testfall", aber nicht allzu sehr. Wieso meinen eigentlich so viele Autoren, Klischees und halbseidene Ideen durch "witzige" Wortwendungen ausgleichen zu können? Ein alter Hase wie Farkas hätte es besser wissen müssen - nur in diesem Falle offenbar nicht. Seine Reporter-Hauptfigur wirkt übrigens weniger wie von der "New York Times" geschickt als vom "People Magazine".

Am anderen Ende des Stroms Eine Abenteuergeschichte für Jugendliche im SF-Gewand. Vielleicht hatte die Autorin etwas in der Art der "Mars-Chroniken" im Sinn. Mir fällt dabei J.G. Ballards ironische Bemerkung über Kurt Vonnegut ein: "Für einen Autor, der über die Zukunft schreibt, ist er ziemlich auf die Vergangenheit fixiert".

Die beiden Essays sind zwar prinzipiell interessant, kratzen aber aufgrund des begrenzten Raums ihr Thema nur an der Oberfläche. Und anders als die Nummer 4 enthält die 5 wieder einige technisch mangelhafte Zeichnungen, die leider zu Lasten des Gesamteindrucks gehen. Selbiges gilt für die Rechtschreibfehler. NOVA scheint sich mehr und mehr zu einer Spielwiese für Nachwuchs und Exoten zu mausern. Prinzipiell keine schlechte Idee - umso wichtiger sind da der optische Gesamteindruck und ein sorgfältiges Korrektorat und Lektorat.

Ahoj,
Robert Kerber
"Trau keinem Buch über 300 Seiten."

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#36 Uwe Post

Uwe Post

    Preisträger'o'naut

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Geschrieben 27 July 2004 - 15:18

Mehr zufällig habe ich diesen Thread gefunden - ein Link auf der Nova-Homepage wäre cool, oder ich habe ihn übersehen. Meine Meinung zu den Storys: Die verbesserte Universalfernbedienung: Trivialhumor mit der Brechstange auf Kosten der Logik. Nicht mein Ding, und humorvolle SF habe ich schon bessere gelesen, wobei dieses Subgenre in Nova relativ wenig vorkommt. Unser täglich Brot: Habe nach ein paar Seiten gelangweilt aufgegeben, weil ich nicht wusste, was der Autor von mir will. Sven schreibt gut - aber manchmal vergisst er darüber, eine Geschichte zu erzählen. Die letzten Tage des Yah W.: Gefiel mir thematisch dem Ansatz nach gut, aber die Ausführung hätte noch ein oder zwei Wochen Überarbeitung bedurft. Rendezvous mit Charon: Gut geschrieben, inhaltlich aber ein ziemlich alter Hut. Das Fraktal: Als Physiker habe ich grundsätzlich nichts gegen Hard SF, deshalb ist diese Story für mich ein Highlight. Aber sie wirkt konstruiert, zu oft höre ich quasi nur den Autor, der mir seitenlang seine Idee erklärt, statt eine spannende Geschichte zu erzählen. Das ist halt die Gefahr bei Hard SF. Testfall: Routiniert geschrieben aber nicht besonders spannend oder neuartig. Die letzte Runde: Konstruiert und aufgrund des Dialogstils recht langatmig. Am anderen Ende des Stroms: Sehr unterhaltsame und plausible Geschichte, die allerdings nach meinem Geschmack nur knapp am Kitsch vorbei schrammt. Vater rettet Sohn und kommt selbst dabei um - ein überaus altbackenes Motiv. Hinzu kommt ein nach meinem Maßstab veraltetes Frauenbild. Interessant finde ich, dass mehrmals deutlich die kroatische Herkunft der Siedler hervorgehoben wird, die ihnen von besonderem Nutzen sein soll. Abseits allen nationalistischen Denkens ist das ein wohltuender Gegensatz zu der in der SF verbreiteten, realitätsfernen Pauschalisierung "die Terraner". Fazit: Nicht das beste Nova.

Bearbeitet von Uwe Post, 02 August 2004 - 11:06.

RETTE SICH WER KANN! WALPAR IST WIEDER DA!  Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili |||  uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#37 Holger

Holger

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Geschrieben 27 July 2004 - 16:04

ein Link auf der Nova-Homepage wäre cool


Ihr Macher von Nova, das wäre mal eine gute Idee !!
:blink:
"Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt."
(Georg Christoph Lichtenberg)

#38 Robert Kerber

Robert Kerber

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Geschrieben 04 August 2004 - 07:49

So unterschiedlich können die Resumees ausfallen - hier die Meinung der jüngsten Ausgabe (182) des Fandom Observer:

NOVA 5 präsentiert eine Mischung aus SF-Stories und Kurzgeschichten, die mehr auf wissenschaftliche Thesen beruhen. Während erstere den Erwartungen der Leser am ehesten entsprechen dürften und allesamt durchweg gut verfaßt sind, sind es die Stories von Doege und Klöpping, die die Grenzen des Genres überschreiten bzw. nur schwerlich der SF zuzurechnen sind. Gerade diese Geschichten fordern aber den Leser und zeigen im Vergleich mit den konventionellen SF-Stories welche Möglichkeiten das Genre bietet und das es darüber hinaus ebenfalls lesenswerte Kurzgeschichten zu entdecken gibt. Von allen Ausgaben bietet diese die größte Bandbreite von den Ideen und der schriftstellerischen Ausarbeitung her und entspricht am wenigsten den Erwartungen von SF-Lesern.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen (wenn auch mein Urteil in Einzelfällen abweichen mag). Die Gesamtausgabe des FO 182 kann man hier als PDF herunterladen.

Ahoj,
RK
"Trau keinem Buch über 300 Seiten."

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#39 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 03 September 2004 - 08:20

Weiß jemand, wann NOVA 6 erscheint?

#40 Gast_Michael Iwoleit_*

Gast_Michael Iwoleit_*
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Geschrieben 10 September 2004 - 17:47

Weiß jemand, wann NOVA 6 erscheint?

Nova 6 ist gerade im Layout. Einige Beiträge müssen noch gesetzt werden,
bis zum 20. dürfte die Nummer bei BoD sein. Erfahrungsgemäß dauert es 3-4
Wochen, bis BoD eine Ausgabe lieferbar hat.
Gruß
Michael Iwoleit

#41 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 07 December 2004 - 17:39

Was ist das für ein Thread? Nennt sich "NOVA 5", erstreckt sich lang und breit über ärgerliche Doppelveröffentlichungen und und noch ärgerlichere Nullhonorare - und sobald es zum eigentlichen Threadthema kommt, herrscht eisiges Schweigen. Nun, dann will ich mal meinen Senf ablassen: Was ist los? Stumpfe ich langsam ab ob der Vielzahl der Stories, die ich derzeit inkorporiere? Nervt mich die pure Menge, die zu bewältigen ist? Oder ist NOVA 5 tatsächlich eine eher schwache Ausgabe? Die beste Story in NOVA 5 ist noch "Das Ende des Stroms" von Marina Jadrejcic. Rasant im Abenteuerstil geschrieben. Aber weit von einem Meisterwerk entfernt. Ganz nett und bösartig fand ich auch Jürgen Nowaks Gedicht "Ein Botenschicksal". Die 7 originär deutschsprachigen Stories sind überwiegend solide und lesbar geschrieben. Allerdings reisst keine davon wirklich vom Hocker. Am relativ besten sind noch die Beiträge von Klöpping und Doege. NOVA 5 ist vermutlich die bislang schwächste Ausgabe. Als einmaligen Ausrutscher kann man sie angesichts der bisherigen Qualität des Magazins noch entschuldigen. Wenn das aber das neue Niveau werden sollte - na denn prost! Einen Tag, nachdem ich NOVA 5 ausgelesen hatte, flatterte auch schon NOVA 6 ins Haus. Zum Glück knüpft die Ausgabe wieder an altes Niveau an. Gruß Ralf Bernhard Brunner: Die verbesserte Universalfernbedienung Inhalt: Die neue Fernbedienung reagiert gekränkt auf die Beleidigungen ihres Besitzers. Zur Rache integriert sie ihn als „System Mensch“ in den Haushalt. Fazit: Witzige Glosse! Aber eben nicht mehr. Bewertung: Befriedigend. Sven Klöpping: Unser täglich Brot Inhalt: John bemerkt Änderungen an seinem Freund Pete. Der isst plötzlich Unmengen. John trifft ihn erst fett und speckig in einem schlechten Viertel und schließlich total abgemagert als einbeinigen Obdachlosen wieder. Hat er sein Bein aufgegessen? Und wer steckt hinter anderen kannibalistischen Umtrieben? Fazit: John, José, Pete: 3 lebensechte Personen. Das Innenleben von John und Pete: hervorragend wiedergegeben. Schöne Schreibe. Aber der Schluß erscheint aufgesetzt und ungenügend. Bewertung: Gut plus. Ralf Doege: Die letzten Tage des Yah W. Inhalt: Eine Sekte will den Menschen durch Lobotomie zur Erleuchtung verhelfen. Yah W. flüchtet vor ihnen. Doch als er erfährt, dass seine alte Flamme Escora sich dort aufhält, dringt er zum Hauptquartier der Sekte vor. Auf dem Weg dorthin begegnen sie Mystiker Möbius. Fazit: Nette Satire auf religiöse Abstrusitäten, viele Anspielungen auf Mystik-Traditionen. Aber insgesamt etwas zu platt. Bewertung: Gut. Persönliche Anmerkung: Wann hört RD endlich auf, seine Belesenheit zur Schau zu stellen und erzählt stattdessen einfach Geschichten? Marcus Gebelein: Rendezvous mit Charon Inhalt: Ein Meteoritenschauer bringt eine Plutomission auf Kollisionskurs mit dem Plutomond Charon. Die römischen Münzen, die ein Astronaut mitgenommen hat, bekommen eine neue Bedeutung. Fazit: Gut geschrieben, Atmosphäre dicht und schön eingefangen. Aber Idee platt. Eine gelungene Fingerübung, aber letztlich nicht mehr. Bewertung: Befriedigend plus. Reinhard Kleindl: Das Fraktal Inhalt: Ein Mathematiker entdeckt in einer fraktalen Funktion ein Paralleluniversum mit menschenähnlichen Wesen. Die Kontaktaufnahme hat Rückwirkungen auf das „echte“ Universum. Fazit: Interessante Variante der „Simulacron“-Idee. Aber Ausführung mangelhaft. Personen schlampig gezeichnet. Ende unbefriedigend. Bewertung: Gerade noch ausreichend. Klaus N. Frick: Testfall Inhalt: 2 Reporter dringen in eine chemisch verseuchte Sperrzone im Schwarzwald ein. Sie treffen auf verstümmelte Menschen, die die Katastrophe überlebten. Und auf Sträflinge. Und verrückte Wissenschaftler. Und Mutanten. Fazit: Fängt spannend und stimmungsvoll an. Am Ende nimmt er aber einige Wendungen zu viel. Frick überstrapaziert die Story-Form. Bewertung: Befriedigend minus. Viktor Farkas: Die letzte Runde Inhalt: Ein Biochemiker hat 20% der Menschheit mit einem Giftstoff getötet. Bei einem Interview erzählt er, dass die Menschheit ein Experiment Außerirdischer sei. Nur so erklärt sich die hohe Aggressivität. Der Wissenschaftler will deshalb das Exeperiment stoppen, indem er die Menschheit ausrottet. Fazit: Der misanthrope Wissenschaftler, der extraterrestrische Ursprung der Menschheit: alles wohlbekannte Motive. Die Schlussszene ist überflüssig. Bewertung: Ausreichend plus.
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#42 eRDe7

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Geschrieben 07 December 2004 - 18:32

Persönliche Anmerkung: Wann hört RD endlich auf, seine Belesenheit zur Schau zu stellen und erzählt stattdessen einfach Geschichten?


Wenn "er" an Alzheimer zu leiden beginnt und sich Texte nur noch wegen einer öden Story heruntertippt, nicht, weil er etwas aussagen will.

Ralph

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#43 Sullivan

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Geschrieben 08 December 2004 - 09:30

Hallo Ralf,

es gab einen neuen Thread für die Nova 5 Stories, ich habe deinen Beitrag entsprechend verschoben.

Komisch, irgendwie bin ich fast der einzige, dem die Ausgabe 5 gefallen hat. ^_^ Insbesondere die Story "Das Fraktal" fand ich ganz gut, erzählerisch hätte sie eine Spur besser sein können aber der Inhalt war originell.

Die Geschmäcker sind halt verschieden. http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/smile2.gif

#44 ShockWaveRider

ShockWaveRider

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Geschrieben 08 December 2004 - 10:18

es gab einen neuen Thread für die Nova 5 Stories, ich habe deinen Beitrag entsprechend verschoben.

Das habe ich leider erst nach meinem Eintrag bemerkt.
Danke für die Schiebung! http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/wink.png

Gruß
Ralf
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#45 ShockWaveRider

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    verwarnter Querulant

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Geschrieben 08 December 2004 - 10:34

Wenn "er" an Alzheimer zu leiden beginnt und sich Texte nur noch wegen einer öden Story heruntertippt, nicht, weil er etwas aussagen will.

Wenn Dir an der Aussage gelegen ist - wozu dann der Umweg über eine Story?

"Willst Du eine Botschaft übermitteln, dann verschicke sie mit der Post."
aus: Woody Allen "Gott"


Gruß
Ralf
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#46 eRDe7

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Geschrieben 08 December 2004 - 18:10

Weil bestimmte Dinge nur über Geschichten zu vermitteln sind - oder sagen wir: Belletristik im Gegensatz zum Satztext. Eco singgemäß: Ich würde keinen dicken Bücher schreiben, wenn ich das, was ich aussagen möchte, in einem Satz zusammenfassen könnte. Grüße, Ralph

Bearbeitet von eRDe7, 08 December 2004 - 18:12.

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#47 Joe Chip

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Geschrieben 09 December 2004 - 15:27

hi ralf / SWR

Wenn Dir an der Aussage gelegen ist - wozu dann der Umweg über eine Story?


meinst du das ernst oder willst du nur nicht nachgeben?

ich für meine person mag es wenn in einer geschichte mehr vermittelt wird als in einer folge von GZSZ

ich denke auch dass das der sinn des schreiben ist - seine gadanken weiterzugeben
wenn das einer gut kann ist das sehr schön zu lesen

und vielleicht geben die autoren welche du gern liest nur nicht mit belesenheit an - weil sie nicht belesen sind

dein beitrag klingt ja fast als ob es eine schande wäre wenn man was gelesen hat

interessant in einem forum wo es hauptsächlich um bücher geht

joe :D
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#48 Theophrastus

Theophrastus

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Geschrieben 09 December 2004 - 18:44

Herr Doege, kann schon gut erzählen, wenn ich da an sein "Alter Ego" in "Der Atem Gottes" denke. Diese Belesenheit oder Interesse an vielfältigen Dingen (was sich nicht so negativ anhört) ist manchmal zu viel des Guten und manche Passagen sind überfrachtet. (kleines Kompliment:)"Alter Ego" hätte auch gut beim bekannten Ingeborg-Bachmann-Preis vorgelesen werden können.

#49 eRDe7

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Geschrieben 09 December 2004 - 19:22

Oh ha. Danke für das Kompliment, Theophrastus, ich werde ganz rot... Aber bitte nenn mich doch nicht "Herr Doege", da fühle ich mich schon wieder so alt... Beste Grüße, Ralph ps: Ich muss sagen, dass in der Story in NOVA ein paar Dinge nicht so hinhauten, wie sie sollten; zu meiner "Verteidigung" ;) sollte ich aber darauf hinweisen, dass es mein erster Versuch war, eine etwas komplexere Geschichte zu schreiben (soll heißen mit komplexerem Unterbau).

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#50 Gast_Frank W. Haubold_*

Gast_Frank W. Haubold_*
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Geschrieben 09 December 2004 - 21:01

(kleines Kompliment:)"Alter Ego" hätte auch gut beim bekannten Ingeborg-Bachmann-Preis vorgelesen werden können.


Ist das ein Kompliment? ;)

T.

#51 eRDe7

eRDe7

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Geschrieben 09 December 2004 - 22:55

Hi. Also, ich empfinde es als wahnsinnig großes Kompliment---- Andererseits, dort vorlesen und dort gewinnen, sind leider zwei unterschiedliche Dinge...

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#52 Gast_Guest_*

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Geschrieben 10 December 2004 - 09:22

hi ralf / SWR

Wenn Dir an der Aussage gelegen ist - wozu dann der Umweg über eine Story?


meinst du das ernst oder willst du nur nicht nachgeben?

ich für meine person mag es wenn in einer geschichte mehr vermittelt wird als in einer folge von GZSZ

ich denke auch dass das der sinn des schreiben ist - seine gadanken weiterzugeben
wenn das einer gut kann ist das sehr schön zu lesen

und vielleicht geben die autoren welche du gern liest nur nicht mit belesenheit an - weil sie nicht belesen sind

dein beitrag klingt ja fast als ob es eine schande wäre wenn man was gelesen hat

interessant in einem forum wo es hauptsächlich um bücher geht

joe ;)

Hi Joe

meinst du das ernst oder willst du nur nicht nachgeben?


Ich verstehe die Frage nicht.
Insbesondere das "oder". Ist das exklusiv gemeint? Im Sinne eines "entweder/oder"?

Falls ja, lebst du in einer seltsamen Tunnelrealität, die sich von meiner deutlich unterscheidet.

Falls nein, beantworte ich deine zwei Teilfragen mal separat:
1. Ja, ich meine es ernst.
2. Wieso nachgeben? Gegen wen oder was? Wieso führst du hier plötzlich die Kategorie des "Nachgebens" an?

ich für meine person mag es wenn in einer geschichte mehr vermittelt wird als in einer folge von GZSZ

Ich auch.

ich denke auch dass das der sinn des schreiben ist - seine gadanken weiterzugeben wenn das einer gut kann ist das sehr schön zu lesen

Definiere bitte, was für dich alles unter "Gedanken" fällt. Vielleicht meinen wir sogar dasselbe.
Bei einem belletristischen Text ist für mich allerdings das Lese*erlebnis* das Wichtigste.

und vielleicht geben die autoren welche du gern liest nur nicht mit belesenheit an - weil sie nicht belesen sind

Mag sein, mag auch nicht sein. Ist jedenfalls pure Spekulation.
Und weshalb du das an dieser Stelle anführst, verstehe ich nicht.
Ich sehe in dieser Aussage keinerlei Relevanz für das diskutierte Thema.

dein beitrag klingt ja fast als ob es eine schande wäre wenn man was gelesen hat

Wenn es für dich so klingt, dann ist das *dein* Problem.

Offenbar hast in diesem Fall *du* zu wenig, bzw. nicht richtig gelesen.
Deshalb zitiere ich noch mal meine Bemerkung, die zum Stein des Anstoßes wurde:

Persönliche Anmerkung: Wann hört RD endlich auf, seine Belesenheit zur Schau zu stellen und erzählt stattdessen einfach Geschichten?


Lies das noch mal aufmerksam durch.
Und achte beim zweiten Versuch darauf, was da NICHT drin steht.

Wenn du Wert darauf legst, dass dir eine Lektüre Gedanken vermittelt, solltest du das Gelesene auch verstehen können.

Gruß
Ralf

"Und die Botschaft? Was ist mit der Botschaft?"
Obelix in einer amüsanten Episode aus "Asterix als Gladiator"
Es ging da um modernes Theater.


#53 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 10 December 2004 - 09:26

Der obige Erguss ist von mir. Und: Ja, das Obelix-Zitat stammt natürlich aus "Asterix und der Kupferkessel". :lookaround: Gruß Ralf

Bearbeitet von ShockWaveRider, 10 December 2004 - 09:47.

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#54 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 10 December 2004 - 10:51

hi ralf

in der tat - du hast recht und vielleicht liegt hier ein missverständnis vor

es ist deine meinung und die akzeptiere ich selbstverständlich!

meine meinung unterscheidet sich in dem fall von deiner - da mich soetwas nicht stört - obwohl ich dir recht gebe dass es auch schön ist nur eine geschichte zu lesen
das schließt aber die rechtfertigung tiefer gehender arbeiten nicht aus

ich versuche ja selbst zu schreiben - und kann das leider nicht
um so mehr bewundere ich die arbeit von ralph doege

lg joe ;)
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#55 ShockWaveRider

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Geschrieben 10 December 2004 - 11:18

Hi Joe, Schwamm drüber! Ich weiß nicht, ob das hier die beste Stelle ist, um es zu sagen. Aber es passt einfach. Auch wenn es aus meinen bisherigen Kommentaren vielleicht nicht so rauskam: Ralph Doege und Robert Kerber zählen für mich zu den vielversprechendsten Talenten auf dem deutschen SF-Story-Sektor. Ich mag Ralphs Ideen und die Art, wie er philosophische, theologische und religiöse Themen durchdringt und ihnen überraschende Aspekte abgewinnt. Und ich mag Roberts mitfühlende Art, seine nur zu menschlichen Helden in mehr oder minder schöne Welten der Zukunft zu stellen und ihr Seelenleben zu entrollen. Gerade wegen dieser ungewöhnlichen und deshalb bereichernden Qualitäten tut es mir etwas weh, wenn sie ihr Potenzial nicht voll ausspielen. Gruß Ralf

Bearbeitet von ShockWaveRider, 10 December 2004 - 11:19.

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ShockWaveRiders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten -
einen Kerl wie den sollte man lynchen!
  • (Buch) gerade am lesen:phantastisch! Nr. 75; D.v.d.Boom "Aszendenz - Die Reise der Scythe 1"
  • • (Buch) Neuerwerbung: Sebastian Schaefer "Der letzte Kolonist"; phantastisch! Nr. 75

#56 eRDe7

eRDe7

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Geschrieben 10 December 2004 - 18:32

Hallo Ralf. Wir alle "üben" ja noch und versuchen besser zu werden. Ich sehe eigentlich jede fertig Geschichte als einen Schritt voran an, wenn ich nicht das Gefühl habe, dass ich irgendetwas besser gemacht habe, als bei den Geschichten davor, dann schreibe ich sie nicht zuende. Ich hoffe, dass das so bleibt. Vielen Dank für Deine netten Worte! Grüße, Ralph

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Thread zum Buch
Neueste Veröffentlichung: LEERE HÄUSER in: VISIONARIUM 5 (ET: 5/2015) / Engl. Übersetzung in: MARKED TO DIE (ET: 6/2016) / "Streifzug durch die japanische Fantastik" in: Quarber Merkur 117 (ET: 01/2017)

 



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