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John Scalzi - Krieg der Klone


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32 Antworten in diesem Thema

#1 Holger

Holger

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Geschrieben 30 April 2007 - 21:10

John Scalzi
Krieg der Klone

Eingefügtes Bild

Postet hier eure Eindrücke zum dritten Teil des Romans.

Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!
"Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt."
(Georg Christoph Lichtenberg)

#2 Scotty

Scotty

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Geschrieben 07 May 2007 - 08:01

Was noch kein Posting bisher? DAnn fang ich mal an. Das Buch nimmt eine interessante Wendung, allerdings ohne die Fahrbahn der "reinen Unterhaltung" zu verlassen. Aus meiner Sicht gibt es (Stand S. 310) ein paar offene Fragen/Ungereimtheiten: 1. Woher wissen Harry und Jesse, wie John Perrys Frau aussah? Das lässt sich vielleicht irgendwie erklären, erscheint mir allerdings niucht plausibel. 2. Die Aneinanderreihung von Zufällen ist schon starker Tobak: Erst rettet ausgerechnet Johns Frau ihm das Leben und als nächstes trifft er sie zufällig am Hamburger Stand!!! 3. Die Einführung der Geister-Soldaten wirft auch eine ganz andere Frage auf: Wenn es möglich ist, einen "fremden Geist" in einen geklonten Körper zu transferieren bzw. einen reinen "Army Geist" zu züchten, was soll dann der ganze Aufwand, die Orginal Erinnerungen und Körper zusammenzuführen? 4. Ob es überhaupt möglich ist, einen Geist nur mit Wissen aber nicht mit Erinnerungen zu füttern? Wie wäre wohl die Selbstwahrnehmumg und das Sozialverhalten? 5. Ein bißchen verwunderlich ist auch, dass die Geisterarmee zunächst total Top Secret ist und dann auf einmal alle Infoprs wie selbstverständlich preisgegeben werden. 6. Wenn die Geistersoldaten so an den "normalen" Menschen intersssiert sind, warum haben sie dann nicht früher schon Kontakt aufgenommen? Fragen über Fragen, allerdings ändert das alles nichts daran, dass ich bestens unterhalten werde.

#3 Axel

Axel

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Geschrieben 07 May 2007 - 18:31

1. Von einem Foto? 2. Er wurde gerettet und dann zu einer Station gebracht. Das Schiff der Geisterbrigade ist noch nicht wieder abgeflogen und es gibt wohl nicht allzu viele Kantinen. Man kann es aber auch als Notwendigkeit des Plots ansehen. 3. Die Soldaten sollten einen Grund haben für die Menschheit in den Krieg zu ziehen. Die Geisterbrigade hat aber keinen außer, dass sie nichts anderes kennt. Außerdem spielen Kreativität und so eine Rolle. 4. Wer weiß? Scalzis zweites Buch (heißt auch gleich "The Ghost Brigades") dürfte das behandeln. 5. John und Konsorten sind erst seit kurzer Zeit bei der Armee (ein Jahr oder so). Es existieren Gerüchte aber keine offizielle Stellungsnahmen 6. Weil sie nicht wissen wie? Vielleicht weil nur wenige wirklich Interesse haben? Letztlich kommt es auf die Unterhaltung an.
Die Zukunft hat begonnen, wenn Geräte intelligent genug sind, um die Dummheit ihrer Nutzer auszugleichen.
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#4 Scotty

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Geschrieben 08 May 2007 - 16:37

1. Von einem Foto?
2. Er wurde gerettet und dann zu einer Station gebracht. Das Schiff der Geisterbrigade ist noch nicht wieder abgeflogen und es gibt wohl nicht allzu viele Kantinen. Man kann es aber auch als Notwendigkeit des Plots ansehen.
3. Die Soldaten sollten einen Grund haben für die Menschheit in den Krieg zu ziehen. Die Geisterbrigade hat aber keinen außer, dass sie nichts anderes kennt. Außerdem spielen Kreativität und so eine Rolle.
4. Wer weiß? Scalzis zweites Buch (heißt auch gleich "The Ghost Brigades") dürfte das behandeln.
5. John und Konsorten sind erst seit kurzer Zeit bei der Armee (ein Jahr oder so). Es existieren Gerüchte aber keine offizielle Stellungsnahmen
6. Weil sie nicht wissen wie? Vielleicht weil nur wenige wirklich Interesse haben?

Letztlich kommt es auf die Unterhaltung an.


Ich bin jetzt durch und bestens unterhalten worden. Betrachtet die Diskussionen um die Details bitte nicht als Haarspalterei sondern als "Stammtischgespräche" um ein Buch das Spass gemacht hat!

1. Genau das ist eine Erklärung, die ich mir zusammenreimen konnte, mir aber etwas fragwürdig erschien. Es wurde nie erwähnt, daher wirkt es ein wenig wie "ist dem Autor durchgegangen". Warum sollte Perry seinen Freunden ein Foto zeigen? Er hat ja keine physische Version, er müsste es also elektronisch transferieren. Aber warum der ganze Aufwand? Aber selbst wenn Perry seinen Freunden ein Foto gezeigt hätte, so wäre das Foto eines gewesen, dass seine Frau in einem anderen Alter, in anderen Lebensumständen und auch in einer "hässlicheren" Variante gezeigt hätte. Hätten es sich seine Freunde genau eingeprägt? Wahrscheinlich hätten sie es flüchtig begutachtet. Reicht das aus, um jemanden spontan wiederzuerkennen, wenn man nicht auf die Situation vorbereitet ist? Ich glaube eher nicht! SPielt aber auch keine Rolle, ist nur ein unwichtiges Detail.
2. Wir sprechen hier von mindestens hunderten von Personen! (Also ein ganzer Schulhof voll). Nicht unmöglich, dass sich die beiden erneut wiedergetroffen haben, aber zumindest ein ganz schöner Zufall!
3. Das ändert aber nichts daran, dass die Geister-Fighter eine größere Durchschlagskraft haben. 80%Geisterfighter und 20% "Köpfe" aus der KVA wäre wohl ein besseres Verhältnis, oder?
4. Hab ich noch gar nicht gewusst, dass die Kulisse wieder aufgegriffen wird!! Das find ich wirklich gut. Echte Zyklen sind ja nicht so mein Fall, jedoch finde ich eine Reihe abgeschlossener Romane, die im gleichen Universum spielen, richtig gut. Hast du eine Ahnung, ob das Buch auch bei Heyne aufgelegt wird? Falls nicht schätze ich das Buch aber auch im Original als "einfach verdaulich" ein.
5. erscheint mir trotzdem ziemlich unglaubwürdig dargestellt. Vorher ist es die heilige Kuh und dann ist nichts wirklich geheim.
6. Och, die sollten alle mehr in die Gemeinschaftskantine gehen! :D

Wie gesagt, das alles ändert nichts daran: Hat mächtig Spass gemacht. Eines hat Scalzi beweisen: Er kann unterhalten! Ich freue mich schon auf The Ghost Brigades".

#5 Gevo

Gevo

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Geschrieben 08 May 2007 - 18:03

Photo: Am Anfang wird erwähnt, dass er seine gespeicherten Fotos dabei hat, und später, dass er froh war, sie auf sein BrainPal geladen zu haben, als das Raumschiff explodierte. Sich Photos zu zeigen ist bei verlinkten Gehirnen ganz einfach. Und was macht man wohl, wenn man Heimweh hat, als alter Sack, Lichtjahre von zu Hause? Stimmt, man zeigt sich Photos! Gevo

#6 Scotty

Scotty

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Geschrieben 08 May 2007 - 20:18

Photo:
Am Anfang wird erwähnt, dass er seine gespeicherten Fotos dabei hat, und später, dass er froh war, sie auf sein BrainPal geladen zu haben, als das Raumschiff explodierte.

Sich Photos zu zeigen ist bei verlinkten Gehirnen ganz einfach. Und was macht man wohl, wenn man Heimweh hat, als alter Sack, Lichtjahre von zu Hause? Stimmt, man zeigt sich Photos!

Gevo


Wenn mir heute jemand ein Foto seiner Frau zeigen würde und ich würde Tage später in irgendeiner Großstadt einer Person begegnen, die dieser Frau sehr ähnlich sähe...ich würde sie wohl nicht erkennen.

#7 Gevo

Gevo

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Geschrieben 09 May 2007 - 00:43

Wenn mir heute jemand ein Foto seiner Frau zeigen würde und ich würde Tage später in irgendeiner Großstadt einer Person begegnen, die dieser Frau sehr ähnlich sähe...ich würde sie wohl nicht erkennen.


Geht mir ja genauso ...
Vielleicht sollte ich mir auch ein aufgebrezeltes, generalüberholtes neues Hirn zulegen?


Eine Anmerkung noch zu dem RolliRoller-Tattoo.
Das ist meines Erachtens der einzige echte Fehler im Roman. Ein Klon hat doch keine Narben mehr!? Wie soll dann so ein Tattoo das Klonen überleben?

Gevo

#8 Rusch

Rusch

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Geschrieben 09 May 2007 - 07:20

Vielleicht hat er sich das Tatoo erst nach dem Transfer machen lassen oder es sich an der selben stelle erneut anbringen lassen? Ich denke nicht, dass es verboten ist, die Klonkörper mit Tatoos zu versehen. Ich bin jetzt bei Seite 340. Der Vergleich zu Starship Troppers hält nur für die ersten beiden Teile. Teil 3 ist sehr eigenständig und Scalzi führt die Geschichte weiter als Heinlein es gemacht hat. Die Sache mit dem Klon seiner Frau fand ich interessant und das ist eine gut Wendung zu richtigen Zeit. Aber eines an der ganzen Geschichte ist doch seltsam: Wie kommt es zur Bewustseinsbildung. Ich meine, es ist eine Sache einen Klon per Schnellwachstum zu "züchten" aber eine andere eine drei Jahre passiven Klumpen Fleisch eine Seele einzuhauchen. Aber gut, wir haben alle gemerkt, dass Scalzi eher auf der Soft als auf der Hard Linie fährt. Er will in technischen Dingen nicht ins letzte Detail gehen sondern primär eine Geschichte erzählen. Auf der anderen Seite vernachlässigt er auch die Soft Seite, denn über die Kolonien und deren Verhältnis zu Erde erfährt manch auch nicht so viel. Ich hätte mir gewünscht, und das ist nun die erste echte Kritik an dem Buch, dass Scalzi seinem Werk mehr Substanz gegeben hätte. Der Unterbau ist ein wenig dürftig.

#9 Scotty

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Geschrieben 09 May 2007 - 08:42

Rupert, da sind wir uns ja einig. Mir kommt der ganze Text ein wenig schnell hingepfeffert vor. Wenn sich Scalzi hinsetzen würde, dem Text noch 30-40 Seiten spendieren und unsere Anmerkungen einarbeiten würde, dann hätte das Buch abgesehen vom Unterhaltungswert deutlich mehr Substanz!

#10 Axel

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Geschrieben 10 May 2007 - 10:12

3. Das ändert aber nichts daran, dass die Geister-Fighter eine größere Durchschlagskraft haben. 80%Geisterfighter und 20% "Köpfe" aus der KVA wäre wohl ein besseres Verhältnis, oder?

Da ist immer noch die Sache mit dem Vertrauen. Die Geister könnten sich ja entscheiden, gegen die normalen Menschen vorzugehen. Und bei einem 80/20 Verhältnis ist das nicht gerade wünschenswert für die Menschheit.


Zu den Nachfolgern:
"The Ghost Brigades" handelt wie gesagt von den Ghost Brigades.
"The Last Colony" ist soweit ich es verstanden habe eine Rückkehr Perrys.
"The Sagan Diary" ist eine Novelle geschrieben aus der Sicht Jane Sagans.

Daneben hat Scalzi noch zwei eher lustige Romane geschrieben. Der erste ist "Agent to the Stars" und lässt sich hier kostenlos lesen. Das andere Buch ist "The Android's Dream" der überhaupt nichts mit P.K. Dicks Buch zu tun hat, außer, dass es um ein künstliches Schaf geht. Es fängt einem ein Kapitel langem Pfurzwitz an.

Wie die Chancen stehen, dass die Bücher auf Deutsch erscheinen? Keine Ahnung.
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#11 Rusch

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Geschrieben 10 May 2007 - 10:38

Da ist immer noch die Sache mit dem Vertrauen. Die Geister könnten sich ja entscheiden, gegen die normalen Menschen vorzugehen. Und bei einem 80/20 Verhältnis ist das nicht gerade wünschenswert für die Menschheit.


Gut, die Gefahr besteht natürlich, aber die Frage bleibt trotzdem: Warum sollten man Menschen klonen und aufwendig den Geist transferieren, wenn man für weniger Geld einen besseren Krieger haben könnte. Imperator Palpatine hat das vollkommen richtig erkannt. :coool:

Ich bin jetzt übrigens durch. Der Schluss war ein gelungener Ausklang, auch wenn es ein wenig unglaubwürdig war, dass Perry immer wieder zum Helden des Tages wurde.

#12 Scotty

Scotty

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Geschrieben 10 May 2007 - 10:46

... auch wenn es ein wenig unglaubwürdig war, dass Perry immer wieder zum Helden des Tages wurde.


...der hat ja sogar noch den Joshua Calvert übertrumpft, oder?

Mir macht es allerdings auch mal Spass, wenn die "Guten" mal nicht die Naiven und die "Bösen" die Gewitzteren sind.

Vielleicht könnten wir ja in einem kleinen Sonderlesezirkel den 2. Teil auf Englisch lesen?

#13 Scotty

Scotty

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Geschrieben 10 May 2007 - 11:34

Vielleicht könnten wir ja in einem kleinen Sonderlesezirkel den 2. Teil auf Englisch lesen?


...hab ich mir übrigens gerade versandkostenfrei bei Amazon für 6,95 EUR bestellt.

#14 lapismont

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Geschrieben 10 May 2007 - 13:29

Das mit Kathy fand ich auch komisch. Keine wäre in der Lage sie von einem Foto aus zu erkennen, der sie nicht auch kannte. Ansonsten fand ich es sehr trivial. Aliens, die sich gottgleich geben und die jungen Rassen beglücken oder zum Wettkampf animieren... Perry der Superheld, der seine Jane findet... :coool:

#15 Rusch

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Geschrieben 10 May 2007 - 15:50

Ich Perry, Du Jane! :coool: Übrigens: Hat einer von Euch das Kolonial Tour Interview am Ende des Romans gelesen? Der Text war recht amüsant.

Bearbeitet von Rusch, 10 May 2007 - 15:52.


#16 Kopernikus

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Geschrieben 11 May 2007 - 18:57

Übrigens: Hat einer von Euch das Kolonial Tour Interview am Ende des Romans gelesen? Der Text war recht amüsant.


Ja, der war in der Tat recht amüsant, ein netter Bonus und ein gelungener Abschluss des Buches. Definitv einer der besseren MilitarySF-Bände, der mir bisher untergekommen ist.

Auf er Homepage von Scalzi ist übrigens zu lesen, das der zweite Teil bereits nach Deutschland verkauft wurde, ich denke, mit dem wird Heyne uns im kommenden Winterhalbjahr beglücken, das Programm müsste ja eigentlich jetzt täglich rauskommen (oder hat das schon einer?)

#17 Holger

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Geschrieben 11 May 2007 - 21:32

Rupert, da sind wir uns ja einig. Mir kommt der ganze Text ein wenig schnell hingepfeffert vor. Wenn sich Scalzi hinsetzen würde, dem Text noch 30-40 Seiten spendieren und unsere Anmerkungen einarbeiten würde, dann hätte das Buch abgesehen vom Unterhaltungswert deutlich mehr Substanz!

Mag ja sein. Aber durch die schnellen Szenenwechsel, Zeitsprünge und die (möglicherweise) oberflächliche Abhandlung entwickelt der Roman doch ein gutes Tempo. Mir gefiel das (zur Abwechslung) sehr gut.

Ich bin jetzt übrigens durch. Der Schluss war ein gelungener Ausklang, auch wenn es ein wenig unglaubwürdig war, dass Perry immer wieder zum Helden des Tages wurde.

Stimmt. Ist aber auch nicht so schlimm, war der Handlung doch sehr dienlich. Und hey, wir diskutieren über einen 75-jährigen Sternenkrieger mit grüner Haut!
:blink:

Vielleicht könnten wir ja in einem kleinen Sonderlesezirkel den 2. Teil auf Englisch lesen?

Würde ich gerne mitmachen. Dieses Buch hat mir richtig Spaß gemacht. Hoffentlich ist der zweite Teil ebenso "schnell". Ich kann bloß nicht sagen, wie es um meine Zeit bestellt sein wird.

Ich Perry, Du Jane!
:thumb:

Ja, seltsam. Alle heißen John, Jane, Allan. So richtig einfallslos. Möchte nochmal nörgeln: Wieso sind in der KVA nur Amis? *Grmpf*

@Rusch: Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Gab es bei Starship Troopers nicht auch eine Szene, in der die Soldaten einen Atmosphärensprung hatten?

Scalzi sprichts im Epilog übrigens selbst nochmal an. Und er dankt einer ganzen Reihe von prominenten SF-Schreiberspezis. Darunter auch Westerfeld. Passt ja!

= = =

Noch ein paar eigene Eindrücke:
- Witzig: Perrys Begegnungen mit Kathy/Jane beginnen immer mit einer Schlägerei!
- Den Wettkampf mit den Consu fand ich faszinierend. Eine starke Stelle!
- Sehr vorhersehbar: Janes Verletzung auf Coral.
- Irgendwie ist Perry so eine Art Forrest Gump der KVA, oder?

Fazit:
Ein klasse Lesehappen! In der Kürze liegt die Würze, und Scalzi ist eindeutig ein Autor, der die kurze Romanform im Griff hat. Sein Humor und sein Gefühl für gute Szenen sind bemerkenswert und auch in romantischen Momenten trifft er den richtigen Ton. (Und im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen lässt er sich nicht zu lächerlichen oder total übertriebenen Sexszenen hinreißen).
Einen weiteren dicken Pluspunkt erhält Scalzi dafür, dass er sich von dem lästigen und unkreativen Anthropozentrismus vieler seiner Zeitgenossen freischwimmt: einige seine Außerirdischen sind uns Menschen sowohl biologisch als auch ethologisch vollkommen fremd. Nur konsequent, dass seine These lautet, die einzige Verständigung mit solchen Kreaturen könne der Krieg um Terretorium sein.

9/10 Punkten
"Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt."
(Georg Christoph Lichtenberg)

#18 lapismont

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Geschrieben 12 May 2007 - 10:28

ui 9/10 Punkten. In der Kategorie Military-Sf oder global? :D
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Fantasyguide
Saramee
Montbron-Blog
  • (Buch) gerade am lesen:Carl Amery – Das Königsprojekt; Waldtraut Lewin – Federico

#19 Holger

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Geschrieben 12 May 2007 - 11:09

ui 9/10 Punkten.

In der Kategorie Military-Sf oder global? :D

Als Buch an sich. Ich hatte wirklich meinen Spaß und es war irgendwie "so unkompliziert"!

Das fällt mir besonders im Vergleich mit meiner neuen Lektüre auf: bitte klicken.
"Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt."
(Georg Christoph Lichtenberg)

#20 Scotty

Scotty

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Geschrieben 12 May 2007 - 14:55

Ich finde die 9/10 Punkten vertretbar, obwohl ich selber nur 8/10 vergeben würde. Es ist kein Meilenstein der SF und wahrscheinlich können wir uns in 2 Jahren an kaum etwas inhaltliches mehr erinnern. Allerdings muss man das Buch als das bewerten, als das es konzipiert war: Als Unterhaltung. Und die wurde wirklich geboten!

#21 Scotty

Scotty

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Geschrieben 12 May 2007 - 14:58

Würde ich gerne mitmachen. Dieses Buch hat mir richtig Spaß gemacht. Hoffentlich ist der zweite Teil ebenso "schnell". Ich kann bloß nicht sagen, wie es um meine Zeit bestellt sein wird.


Ich werde mal kurz reinlesen und posten, wie es angeht und wie leicht es im Original zu lesen ist.

#22 Rusch

Rusch

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Geschrieben 12 May 2007 - 19:11

Bei mir sind es wohl 7 von 10 Punkten. Scalzi hätte was ganz großes schreiben können, wenn er der Geschichte mehr Fleisch gegeben hätte. Der Roman war mir ein wenig zu geradlinig. Aber es sind gut 7 Punkte und keine schlechten. :D Überigens ist der Anhang oder Bonus eine Geschichte, die Scalzi erst später geschrieben hat und die im Original Roman nicht enthalten ist. Das war eine nette Idee von Heyne.

#23 Mammut

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Geschrieben 13 May 2007 - 11:53

Für mich hat der Roman auch 9 von 10 Punkten verdient. Klar, alles kann man nicht so richtig ernst nehmen und stellenweise wirkt der Roman auch wie eine Parodie. Aber das war eine wirklich lesenswerte Unterhaltung, spritzig und flott, ich freu mich schon auf den nächsten Teil. Solche Bücher gibt es leider viel zu wenige.

#24 Dave

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Geschrieben 13 May 2007 - 16:44

Klar, alles kann man nicht so richtig ernst nehmen und stellenweise wirkt der Roman auch wie eine Parodie.

Yep.

Solche Bücher gibt es leider viel zu wenige.

Viel zu viele!
Nehmen wir alleine einmal Heyne, dort erscheinen in Sachen SF fast nur noch Romane, die in diese Kategorie passen, habe ich den Eindruck.

#25 lapismont

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Geschrieben 13 May 2007 - 17:09

Im Bereich nette Bücher würde ich den Roman auch ansiedeln, 6/10.

#26 Holger

Holger

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Geschrieben 13 May 2007 - 17:18

Klar, alles kann man nicht so richtig ernst nehmen und stellenweise wirkt der Roman auch wie eine Parodie.

Hm? Das habe ich nicht so gelesen. Hast Du da ein paar Beispiele?
"Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt."
(Georg Christoph Lichtenberg)

#27 Mammut

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    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 13 May 2007 - 17:30

Der Umgang mit dem Krieg erschien mir eher flapsig. Der Protagonist ist recht pragmatisch, nimmt es wie es kommt, dabei sollte er doch ordentlich Schrecken empfinden, bei allem was passiert. Das wirkt auf mich ein wenig ironisch. Erinnert mich manchmal an den Film Starschip Trooper.

#28 Dave

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Geschrieben 13 May 2007 - 18:03

Der Umgang mit dem Krieg erschien mir eher flapsig. Der Protagonist ist recht pragmatisch, nimmt es wie es kommt, dabei sollte er doch ordentlich Schrecken empfinden, bei allem was passiert. Das wirkt auf mich ein wenig ironisch. Erinnert mich manchmal an den Film Starschip Trooper.

Absolut.
Insgesamt auch sehr in der Stimmung von Men in Black, habe ich das Gefühl.

#29 Skydiver

Skydiver

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Geschrieben 13 May 2007 - 19:30

Unterhaltsamer Roman. Aufgrund guter Ideen gut zum Zeittotschlagen geeignet. Über das grundlegende Thema des Überlebenskampfes diverser Rassen darf man sich jedoch wieder mal keine Gedanken machen. Warum haben diese Rassen nicht schon längst die Erde entdeckt und zur Kolonie gemacht? Wieso wird das Wissenschaftliche Potential der Erde nicht genutzt? Von dem riesigen Armeen ganz zu schweigen? Hart an der Grenze zu einer „Hurrah“ Militärklamotte. Rüstige Rentner ziehen ins All um sich ein zweites Leben durch das Militär zu verdienen. Na ja…. 6 von 10 VZ Punkte :thumb:

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It's all fun and game until someone loses an eye

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#30 Gast_Gast_Michael Birke_*_*

Gast_Gast_Michael Birke_*_*
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Geschrieben 29 May 2007 - 18:09

Ich vergebe 8/10. Der Grund ist bei mir nicht die mangelnde "Tiefe", vielmehr der Humor. Stellenweise ist das einfach zu platt. Zwar schätze ich diese Art von Humor, leider kam er in Monokultur vor. Scalzi kann kurzweilig und unterhaltsam schreiben, etwas, dass ich z.B. bei Peter F. Hamilton im Commonwealth- (Pandora) Zyklus schmerzlich vermisst habe. Ich habe danach im Original "Ghost Brigades" gelesen, hier schlägt Scalzi in dieselbe Kerbe. Sein Repertoire ist scheinbar recht begrenzt. In Erinnerung geblieben ist mir von dem Roman auch herzlich wenig, trotzdem war er sehr unterhaltsam zu lesen... Heyne buddelt derzeit wieder einmal David Weber aus, und mir ist Scalzi doch wesentlich lieber als John Ringo oder Weber. Den nächsten großen Meilenstein der Science-Fiction hat Scalzi sicher nicht geschaffen, von bleibendem Wert ist "Old Man's War" sicher auch nicht. Dafür hat er mal wieder einen unterhaltsamen und lesbaren SciFi-Roman geschaffen. "Spin" von Wilson hat verdientermaßen den Hugo gewonnen, doch Scalzi ist mir immer noch lieber als Charles Stross, "Accelerando" dürfte das genaue Gegenteil von "Old Man's War" darstellen: Viel tiefer, aber furchtbar zu lesen - zumindest für mich.




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