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"Aliens sind zum Töten da!"


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32 Antworten in diesem Thema

#1 Beverly

Beverly

    Temponaut

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Geschrieben 07 February 2008 - 14:43

Der Satz im Strangtitel ist der Lieblingsspruch von Investigator Frost aus dem Todtsteltzer-Zyklus von Simon R. Green. Frost ist als Investigatorin Mitglied einer bei Freund und Feind gefürchteten Elitentruppe und sie lässt ihren Worten reichlich Untaten folgen.

Womit wir beim Strangthema sind:

Grenzüberschreitungen in Science Fiction und Phantastik.

Gemeint sind Werke, wo moralische und ethische oder auch kulturell bedingte Normen mehr oder weniger stark missachtet, überschritten oder gar provokant verletzt werden. Man bracht nur im Satz von Frau Frost das Wort "Aliens" durch "Juden" ersetzen, dann würde auch der letzte hochschrecken. Hier geht es um Völkermord, im Fall des "Imperiums", dem Frost dient, um die Ausrottung von Außerirdischen, die sich ihm nicht bedingungslos unterwerfen.

In der SF und anderen Sparten der Phantastik dürfte es da aber Grenzüberschreitungen zu Hauf geben. Ich denke nur an Horror und Splatter, an die Diskussionen um Gewalt verherrlichende Video-Spiele und dergleichen.

So kann ich mich an eine Kurzgeschichte - meines Wissens von Theodore Sturgeon - erinnern. Da landet ein Raumfahrer auf einem abgelegenen Planeten, wo es schon eine kleine, aber florierende menschliche Kolonie gibt. Er reist ohne "Auf Wiedersehen" zu sagen, wieder ab, als er erfährt, dass es in dieser Kolonie als entwicklungsfördernd gilt, wenn der Vater mit der Tochter ein Kind zeugt ...
In einer anderen Fantasiewelt gilt ein gewaltsamer Tod als das höchste Glück. Beim Ableben müssen zwar Regeln eingehalten werden, doch wenn die beachtet werden, ist alles Prima. Unfallopfer sind in dieser Gesellschaft die reinsten Glückskinder, denn auch der Unfalltod zählt als gewaltsamer Tod.

#2 Stormking

Stormking

    Giganaut

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Geschrieben 07 February 2008 - 15:03

In einer anderen Fantasiewelt gilt ein gewaltsamer Tod als das höchste Glück. Beim Ableben müssen zwar Regeln eingehalten werden, doch wenn die beachtet werden, ist alles Prima. Unfallopfer sind in dieser Gesellschaft die reinsten Glückskinder, denn auch der Unfalltod zählt als gewaltsamer Tod.

Ich könnte mir vorstellen, daß der deutsche TÜV dort ein Akzeptanzproblem hätte.

#3 Beverly

Beverly

    Temponaut

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Geschrieben 07 February 2008 - 16:46

Ich könnte mir vorstellen, daß der deutsche TÜV dort ein Akzeptanzproblem hätte.


Ich warte da immer auf den Mega-Virus, der in der mir bekannten dt. Forenlandschaft Worte wie "Erwerbslose", "Ausländer", "Moslems" und "Schwule" durch duweißtschon ersetzt. Dann dürften viele Foristen ihre Posts nicht mehr wieder erkennen ...

Warte auch ab, bis dem Alien-TÜV die "netten" Sprüche von Investigator Frost auffallen ...


... es gab mal eine Kurzgeschichte, wo sich ein Alienraumschiff der Erde näherte und unglückseligerweise empfingen die Außerirdischen als Erstes die Fernsehausstrahlung eines Films in der Art von "Independence Day". Fiese und als eigentlich subhame Kreaturen dargestellte Aliens also. Die Aliens waren darüber so erbost, dass sie die Erde vernichteten :lol:

#4 Stormking

Stormking

    Giganaut

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Geschrieben 07 February 2008 - 18:31

Ich warte da immer auf den Mega-Virus, der in der mir bekannten dt. Forenlandschaft Worte wie "Erwerbslose", "Ausländer", "Moslems" und "Schwule" durch duweißtschon ersetzt. Dann dürften viele Foristen ihre Posts nicht mehr wieder erkennen ...

Sorry, aber den Zusammenhang erkenne ich jetzt nicht ...

#5 Stormking

Stormking

    Giganaut

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Geschrieben 07 February 2008 - 18:45

Lies dir einschlägige Kommentare zum Beispiel über "Sozialschmarotzer" durch, dann verstehst du schon.

Hä? Was hat das mit meinem Beitrag zu tun?

#6 Neo Tokyo

Neo Tokyo

    Yoginaut

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Geschrieben 07 February 2008 - 19:29

Geschichten mit Aliens sind der totale Unsinn und verursachen nur Hirntumore. :)
I want the club sandwich, I want the cold Mexican beer, I want a $10,000-a-night hooker! I want my shirts laundered... like they do... at the Imperial Hotel... in Tokyo.

#7 pirandot

pirandot

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Geschrieben 07 February 2008 - 19:33

Geschichten mit Aliens sind der totale Unsinn und verursachen nur Hirntumore. :lol:

Ah, ja – und von welchem Planeten kommst Du? :)
An schlechten Tagen, wenn es regnet, glaubst du, du hättest Magengeschwüre. Nur an schönen Tagen, wenn die Sonne scheint, da denkst du, du hättest Krebs. (Die MAD-Fibel des Lebens)
You, especially, I like. Passionate, sincere… …goofball. (Three to Tango)

#8 Gast_Gast_Steve_*_*

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Geschrieben 07 February 2008 - 19:46

Ah, ja – und von welchem Planeten kommst Du? :)


Dazu müsste man zuerst die Frage beantworten: Woher kommt das Leben?

Und überhaupt: Geschichten mit ausserirdischen Wesen fehlt es meistens einfach an Mysterien und Tiefgründigkeit. Ausnahmen sind Filme wie "Alien".
Ist eigentlich schon mal irgendwem aufgefallen, dass kein Film von den Menschen handelt, die eine noch recht unterentwickelte ausserirdische Zivilisation besuchen?

#9 Gast_Jorge_*

Gast_Jorge_*
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Geschrieben 07 February 2008 - 19:56

Es gibt bis dato keinen Film der von den Menschen handelt, die eine noch recht unterentwickelte ausserirdische Zivilisation besuchen.


:)

Zwar grottenschlecht(das Buch ist weitaus besser): Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein
Von den unzähligen Star Trek/Gate-Episoden dieser Thematik will ich erst gar nicht anfangen...

:lol:

Bearbeitet von Jorge, 07 February 2008 - 19:57.


#10 pirandot

pirandot

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Geschrieben 07 February 2008 - 20:01

Nur als Anmerkung: Es gibt bis dato keinen Film der von den Menschen handelt, die eine noch recht unterentwickelte ausserirdische Zivilisation besuchen.

Ähhhmmm, wenn auch unfreiwillig und sehr unterentwickelt: Alien, Red Planet … :)

Bearbeitet von pirandot, 07 February 2008 - 20:20.

An schlechten Tagen, wenn es regnet, glaubst du, du hättest Magengeschwüre. Nur an schönen Tagen, wenn die Sonne scheint, da denkst du, du hättest Krebs. (Die MAD-Fibel des Lebens)
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#11 Neo Tokyo

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Geschrieben 07 February 2008 - 20:02

:)

Zwar grottenschlecht(das Buch ist weitaus besser): Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein
Von den unzähligen Star Trek/Gate-Episoden dieser Thematik will ich erst gar nicht anfangen...

:lol:


Da ich Star Trek und die gesamte Star Gate Serie für unzumutbar halte, habe ich wohl recht mit meiner Aussage.
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#12 pirandot

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Geschrieben 07 February 2008 - 20:54

Walter H. Hunt: Die dunkle Schwinge
In diesem Werk wird logisch überzeugend begründet die vollständige Auslöschung einer fremden Rasse in Angriff genommen … :)

Bearbeitet von pirandot, 07 February 2008 - 21:01.

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#13 pirandot

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Geschrieben 07 February 2008 - 21:03

John Meaney: Tristopolis
Willkommen im siebten Jahrtausend! Willkommen in TRISTOPOLIS, der Stadt, die ihre Energie aus Knochen Verstorbener bezieht! :)

Bearbeitet von pirandot, 08 February 2008 - 18:56.

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#14 pirandot

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Geschrieben 07 February 2008 - 21:26

Kristine Kathryn Rusch: Die Verschollenen
Zwecks Förderung der interstellaren Handelsbeziehungen haben sich die verschiedenen Völker der Galaxis darauf geeinigt, dass das Rechtssystem des Volkes anzuwenden ist, auf dessen Gebiet das Verbrechen verübt wurde. Die Rechtsauffassungen sind jedoch sehr verschieden. Was auf einigen Planeten als Verbrechen angesehen wird, ist auf der Erde teils weniger als ein Schulterzucken wert. Umgekehrt sind die Strafen der fremden Völker im Vergleich dazu teils drakonisch – speziell kann sogar schon mal ein Kind des "Verbrechers" eingefordert werden. :blink:

Überträgt man den Plot 1:1 auf Amerika und den Rest der Welt, ist die Geschichte mehr als nur ein bisschen fragwürdig … :lol:

Eigentlich sagenhaft ist die Idee mit dem Volk, dass zwei verschiedene Gerichte kennt, eines für die Schuldigen und eines für die Unschuldigen. Die Anwälte haben vorab die Schuld oder Unschuld ihrer Klienten abzuklären und müssen dann vor das entsprechende Gericht. Wer einen Schuldigen vor dem Gericht für die Unschuldigen verteidigt, hat die selbe Strafe wie der Angeklagte zu erwarten! Dies scheint auf den ersten Blick ein satirischer Seitenhieb gegen das gängige Rechtssystem zu sein. Der Meinung des Helden (Miles Flint) zufolge, hätte ein solcher Anwalt allerdings lediglich seinen Job getan. :)

Bearbeitet von pirandot, 07 February 2008 - 21:46.

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#15 pirandot

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Geschrieben 08 February 2008 - 18:56

Nekrofusionsmeiler! :rofl1: „Für die kritische Masse eines einzigen Meilers”, sagte er, „braucht man die Gebeine von zweitausend Leichen. Wir reden von einem resonanten Hohlraum, in dem stehende Nekroflux-Wellen vibrieren und stärker werden und eine Fülle von Obertönen abgeben.”

Bearbeitet von pirandot, 09 February 2008 - 13:24.

An schlechten Tagen, wenn es regnet, glaubst du, du hättest Magengeschwüre. Nur an schönen Tagen, wenn die Sonne scheint, da denkst du, du hättest Krebs. (Die MAD-Fibel des Lebens)
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#16 Stormking

Stormking

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Geschrieben 09 February 2008 - 10:51

Da ich Star Trek und die gesamte Star Gate Serie für unzumutbar halte, habe ich wohl recht mit meiner Aussage.

Was ist das denn für eine Argumentation?

Ach übrigens, ist Euch schonmal aufgefallen, daß es keine Science-Fiction gibt, in der Raumschiffe vorkommen? Da ich alle Werke, in denen doch Raumschiffe vorkommen, für unzumutbar halte, habe ich mit meiner Aussage wohl recht!

#17 Oliver

Oliver

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Geschrieben 09 February 2008 - 11:02

Ist eigentlich schon mal irgendwem aufgefallen, dass kein Film von den Menschen handelt, die eine noch recht unterentwickelte ausserirdische Zivilisation besuchen?

Kein Film? Och. Und was ist mit Hitchcocks "Torn Curtain"?

Bearbeitet von Oliver, 09 February 2008 - 11:03.


#18 Diboo

Diboo

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Geschrieben 09 February 2008 - 11:40

Walter H. Hunt: Die dunkle Schwinge
In diesem Werk wird logisch überzeugend begründet die vollständige Auslöschung einer fremden Rasse in Angriff genommen … :)


Aber nur im ersten Band. Im zweiten kuscheln sie schon.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
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#19 Beverly

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Geschrieben 11 February 2008 - 16:21

Walter H. Hunt: Die dunkle Schwinge
In diesem Werk wird logisch überzeugend begründet die vollständige Auslöschung einer fremden Rasse in Angriff genommen … :)

Nicht die der Menschheit? Vielleicht verbirgt sich hinter dem Autornamen ein Außerirdischer und ... äh ... :rofl1:

#20 pirandot

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Geschrieben 11 February 2008 - 20:07

Nicht die der Menschheit? Vielleicht verbirgt sich hinter dem Autornamen ein Außerirdischer und ... äh ... :rofl1:

Nein, es geht dabei um eine Alienrasse, die sich als DIE von ihrer Gottheit ausgewählte Spezies betrachtet. Die Menschen bedrohen dieses Weltbild, weil sie sich immer wieder als überlegen erweisen. Auf der anderen Seite verstehen die Aliens die Friedensangebote der Menschen lediglich als Möglichkeit, sich für ihren nächsten Feldzug gegen die Menschen zu rüsten.

Nach einem Pyrrhus-Sieg, wird Admiral Marais, der dieses Verhalten der Aliens in seinem Buch vorausgesagt hatte, zum Oberbefehlshaber ernannt. Die in seinem Buch ebenfalls beschriebene Absicht, dass man die Aliens konsequent auslöschen müsse, weil diese das Existenzrecht der Menschen nicht anerkennen, hatte man wohl nicht ganz Ernst genommen.

Da ist denn auch der kleine logische Schwachpunkt des Buchs: Dass Menschen durchaus gewillt sind, ganze Völkergruppen auszumerzen, sollte dem Autor doch bekannt gewesen sein …
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#21 Beverly

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Geschrieben 12 February 2008 - 19:18

Nein, es geht dabei um eine Alienrasse, die sich als DIE von ihrer Gottheit ausgewählte Spezies betrachtet. Die Menschen bedrohen dieses Weltbild, weil sie sich immer wieder als überlegen erweisen. Auf der anderen Seite verstehen die Aliens die Friedensangebote der Menschen lediglich als Möglichkeit, sich für ihren nächsten Feldzug gegen die Menschen zu rüsten.

Nach einem Pyrrhus-Sieg, wird Admiral Marais, der dieses Verhalten der Aliens in seinem Buch vorausgesagt hatte, zum Oberbefehlshaber ernannt. Die in seinem Buch ebenfalls beschriebene Absicht, dass man die Aliens konsequent auslöschen müsse, weil diese das Existenzrecht der Menschen nicht anerkennen, hatte man wohl nicht ganz Ernst genommen.

Da ist denn auch der kleine logische Schwachpunkt des Buchs: Dass Menschen durchaus gewillt sind, ganze Völkergruppen auszumerzen, sollte dem Autor doch bekannt gewesen sein


Ja, aber meines Erachtens nicht alle Menschen. Die Zeiten, wo von den Mongolen bis zu Nazi-Deutschland mehr oder weniger straff durchorganisierte und durchmilitarisierte Systeme Massaker und Völkermord in großem Stil verüben konnten, sind meines Erachtens bald vorbei. Das liegt nicht daran, dass die Menschen unbedingt besser geworden sind, sondern dass ihr Zivilisation komplexer und v. a. die Informationsmöglichkeiten immer besser werden. Die böse Seite kann zwar durchaus die Auslöschung einer außerirdischen Zivilisation veranlassen, aber sie riskiert dann einen Konflikt mit denjenigen Kräften, die so etwas nicht gut heißen. Statt Genozid am Ende Bürgerkrieg ... und zu so straffen Strukturen zurück zu kehren, dass auch Völkermordbefehl widerspruchslos ausgeführt wird, scheint mir kaum möglich und solche Strukturen wären IMHO auch nicht stabil. Siehe Nazi-Deutschland, siehe das Imperium, dem Investigator Frost diente.

#22 pirandot

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Geschrieben 14 February 2008 - 14:24

Norman Spinrad: Die Bruderschaft der Schmerzen
Dieser Roman steht in Deutschland auf dem Index, wohl wegen der exzessiven Gewaltdarstellungen. Wie der Klappentext es schon sagt: einer der kompromisslosesten Romane der Science Fiction.
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#23 Diboo

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Geschrieben 14 February 2008 - 16:08

Ja, aber meines Erachtens nicht alle Menschen. Die Zeiten, wo von den Mongolen bis zu Nazi-Deutschland mehr oder weniger straff durchorganisierte und durchmilitarisierte Systeme Massaker und Völkermord in großem Stil verüben konnten, sind meines Erachtens bald vorbei. Das liegt nicht daran, dass die Menschen unbedingt besser geworden sind, sondern dass ihr Zivilisation komplexer und v. a. die Informationsmöglichkeiten immer besser werden. Die böse Seite kann zwar durchaus die Auslöschung einer außerirdischen Zivilisation veranlassen, aber sie riskiert dann einen Konflikt mit denjenigen Kräften, die so etwas nicht gut heißen. Statt Genozid am Ende Bürgerkrieg ... und zu so straffen Strukturen zurück zu kehren, dass auch Völkermordbefehl widerspruchslos ausgeführt wird, scheint mir kaum möglich und solche Strukturen wären IMHO auch nicht stabil. Siehe Nazi-Deutschland, siehe das Imperium, dem Investigator Frost diente.


Wann haben denn die Mongolen Völkermord begangen??

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#24 Beverly

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Geschrieben 14 February 2008 - 17:17

Wann haben denn die Mongolen Völkermord begangen??


Im 13. Jahrhundert in ganz Eurasien von Ungarn bis China.
Peking, Kiew, Bagdad ... alles Städte, die sie zerstört und deren Einwohner sie umgebracht haben. Die Schätzungen für ihre Opfer gehen von 3 bis 10 Millionen.

#25 MartinHoyer

MartinHoyer

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Geschrieben 15 February 2008 - 13:05

Im 13. Jahrhundert in ganz Eurasien von Ungarn bis China.
Peking, Kiew, Bagdad ... alles Städte, die sie zerstört und deren Einwohner sie umgebracht haben. Die Schätzungen für ihre Opfer gehen von 3 bis 10 Millionen.

Gratulation. Soeben hast Du sämtliche Völkerschaften, die jemals Eroberungen im großen Stil durchgeführt haben, des Völkermords bezichtigt.

Zur Erklärung: Als Völkermord, bzw. Genozid, bezeichnet man Gewalthandlungen, die in der Absicht begangen werden, "eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören".
Man kann den Mongolen ja eine ganze Menge vorwerfen, aber ganz sicher keinen Völkermord, da ihren Feldzügen nicht diese Absicht zugrunde lag. Sie forderten ja noch nicht einmal kulturelle Unterwerfung, sondern gingen "lediglich" mit aller Härte gegen Widerstand vor und hatten einen Katalog drakonischer Maßnahmen, wenn man ihnen Gehorsam oder Tribut verweigerte.

Solche Nettigkeiten lassen sich allerdings über alle größeren und kleineren Reiche sagen, die ihre Vergrößerung durch Eroberung erreichten, denn sie alle gingen wenig feinfühlig mit ihren Gegnern um. Aber erst in der jüngeren Geschichte (Beginn der Neuzeit) findet man gehäuft Fälle, wo tatsächlich Völkermord betrieben wurde.

Schätzungen, deren geringer Wert schon durch die nicht vorhandene Präzision, wie z.B. "3 bis 10 Millionen" zustande kommt, sollte man übrigens gleich ad acta legen. Umgerechnet könnte man den Mongolen dann nämlich "0 bis 7 Millionen" Opfer zur Last legen, ohne das Intervall zu verletzen. Aber schon für drei Millionen Opfer hätten sich die Mongolen gewaltig ins Zeug legen müssen, berücksichtigt man die Bevölkerungsdichte in den von ihnen eroberten Gebieten und die Tatsache, dass sie "Peking, Kiew, Bagdad" keineswegs zerstört und ihre Einwohner gezielt umgebracht haben. Sie haben diese Städte erobert und gebrandschatzt, wie es auch bei anderen Eroberern bei Städten üblich war, die nicht kapitulierten.

Um die Sache abzukürzen: Gerade in Sachen "Mongolensturm" überwiegt leider immer noch eine Meinung, die im vorletzten Jahrhundert durch Philologen geprägt wurde. Nichts gegen Philologen, ich bin selbst gewissermaßen einer, aber man muss sich eben immer darüber im Klaren sein, dass rein intradiziplinär zeitgenössische Texte herangezogen wurden, die weniger durch Fakten als durch (berechtigte) Entrüstung und (an)klagenden Pathos' geprägt sind.
Though my soul may set in darkness, it will rise in perfect light;
I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
(Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)

#26 Diboo

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Geschrieben 19 February 2008 - 11:42

Um die Sache abzukürzen: Gerade in Sachen "Mongolensturm" überwiegt leider immer noch eine Meinung, die im vorletzten Jahrhundert durch Philologen geprägt wurde. Nichts gegen Philologen, ich bin selbst gewissermaßen einer, aber man muss sich eben immer darüber im Klaren sein, dass rein intradiziplinär zeitgenössische Texte herangezogen wurden, die weniger durch Fakten als durch (berechtigte) Entrüstung und (an)klagenden Pathos' geprägt sind.


Danke. Von dem höchst segensreichen Einfluss des mongolischen Großreiches, das durch die Sicherung der Handelswege Ost und West zusammengebracht hat und damit wesentlich zur gegenseitigen vor allem wissenschaftlichen Befruchtung beitrug, mal ganz zu schweigen. Nicht umsonst hat das Time-Magazine deswegen Dschingis Khan beim Ranking zum "Man of the millennium" ziemlich weit oben auf die Liste gesetzt...

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#27 Gast_Jorge_*

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Geschrieben 19 February 2008 - 16:44

Von dem höchst segensreichen Einfluss des mongolischen Großreiches
Dschingis Khan zum "Man of the millennium"


VERRÄTER!!!!

HANDLANGER DES BÖSEN!!!!

Bist wohl auch von den Gelben gekauft oder bei deiner letzten Reise dorthin einer Gehirnwäsche unterzogen worden - sonst wüßtest du dank solch genialer Autoren wie Hans Dominik(Befehl aus dem Dunkel) oder James Spencer(Aktion...Gelbe Gefahr http://www.sf-leihbu...tic/buch374.htm ), das die Schlitzaugen allesamt immer schon eine niederträchtige Teufelsbrut waren, sind und werden werden, die es -soll die weiße Rasse überleben- allesamt auszumerzen/tilgen gilt... :thumb:

Bearbeitet von Jorge, 19 February 2008 - 16:50.


#28 Diboo

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Geschrieben 19 February 2008 - 17:46

VERRTER!!!!

HANDLANGER DES BSEN!!!!


Und die mongolischen Schneckis erst, echt lecker. Da will man gerne mal handlangen.

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(13. Erwerbsregel)

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#29 † a3kHH

† a3kHH

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Geschrieben 19 February 2008 - 19:24

Und die mongolischen Schneckis erst, echt lecker. Da will man gerne mal handlangen.


Details, bitte
:thumb:

#30 Diboo

Diboo

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Geschrieben 19 February 2008 - 19:52

Details, bitte
:thumb:


Nein, dann schimpfen mich die Moderatoren wieder aus, weil ich Frauen nur als sexuelle Objekte wahrnehme und so.

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