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Umfrage: Lesegewohnheiten


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127 Antworten in diesem Thema

Umfrage: SF-Leser: Was lest ihr? (165 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Lest ihr lieber Romane oder Kurzgeschichten (KGs)?

  1. Ich lese fast keine KGs, weil ich sie nicht besonders mag (27 Stimmen [16.67%])

    Prozentsatz der Stimmen: 16.67%

  2. Ich lese fast keine KGs, weil ich mich nie dafür interessiert habe (21 Stimmen [12.96%])

    Prozentsatz der Stimmen: 12.96%

  3. Ich lese vor allem KGs, weil ich sie lieber als Romane habe (3 Stimmen [1.85%])

    Prozentsatz der Stimmen: 1.85%

  4. Ich lese vor allem KGs, weil ich sie lieber habe und KGs schreibe (6 Stimmen [3.70%])

    Prozentsatz der Stimmen: 3.70%

  5. Ich lese beides (Romane und KGs) gleich gerne, weil ich beides mag (61 Stimmen [37.65%])

    Prozentsatz der Stimmen: 37.65%

  6. Ich lese beides gleich gerne, weil ich beides mag und KGs schreibe (22 Stimmen [13.58%])

    Prozentsatz der Stimmen: 13.58%

  7. Ich lese beides gleich gerne, weil ich beides mag und Romane und KGs schreibe (22 Stimmen [13.58%])

    Prozentsatz der Stimmen: 13.58%

Ich lese (keine) Kurzgeschichten, weil ...

  1. Ich lese KGs schon sehr lange (viele, viele Jahre), aber keine von deutschen Autoren, weil ich sie nicht kenne (1 Stimmen [0.62%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.62%

  2. ... aber keine von deutschen Autoren, weil ich sie nicht so gut finde (4 Stimmen [2.47%])

    Prozentsatz der Stimmen: 2.47%

  3. ... nur von deutschen Autoren, weil ich nur die kenne (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  4. ... nur von deutschen Autoren, weil ich sie lieber lese (1 Stimmen [0.62%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.62%

  5. ... eher von deutschen als von fremdsprachigen Autoren (18 Stimmen [11.11%])

    Prozentsatz der Stimmen: 11.11%

  6. ... eher von fremdsprachigen als von deutschen Autoren (13 Stimmen [8.02%])

    Prozentsatz der Stimmen: 8.02%

  7. egal ob von deutschen oder fremdsprachigen Autoren (61 Stimmen [37.65%])

    Prozentsatz der Stimmen: 37.65%

  8. Ich lese KGs noch nicht sehr lange (erst seit kurzem/wenigen Jahren), aber keine von deutschen Autoren, weil ich sie nicht kenne (2 Stimmen [1.23%])

    Prozentsatz der Stimmen: 1.23%

  9. ... aber keine von deutschen Autoren, weil ich sie nicht so gut finde (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  10. ... nur von deutschen Autoren, weil ich nur die kenne (2 Stimmen [1.23%])

    Prozentsatz der Stimmen: 1.23%

  11. ... nur von deutschen Autoren, weil ich sie lieber lese (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  12. ... eher von deutschen als von fremdsprachigen Autoren (4 Stimmen [2.47%])

    Prozentsatz der Stimmen: 2.47%

  13. ... eher von fremdsprachigen als von deutschen Autoren (2 Stimmen [1.23%])

    Prozentsatz der Stimmen: 1.23%

  14. egal ob von deutschen oder fremdsprachigen Autoren (26 Stimmen [16.05%])

    Prozentsatz der Stimmen: 16.05%

  15. Ich lese keine Kurzgeschichten. (28 Stimmen [17.28%])

    Prozentsatz der Stimmen: 17.28%

Abstimmen Gäste können nicht abstimmen

#31 toms23

toms23

    Infonaut

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Geschrieben 14 June 2008 - 10:57

Ich behaupte u.a für Leute wie mich (kein Profi, kein Native-Speaker), dass ich beides gleich schnell lese. Ich beweise Dir das auf einem Con gerne mal im 'Lebend-Versuch'. :blink:
Das stelle ich in Abrede. Ich behaupte, dass man kein Übersetzungsprofi oder Native-Speaker sein muss, um die Sprache würdigen oder genießen zu können. (Und ich meine wahrlich nicht nur Bücher von Kevin J. Anderson) Ich beweise Dir auch das auf einem Con gerne mal im 'Lebend-Versuch'. :lol:


Also, zumindest in einem (zugegeben) speziellen Fall würde es den meisten schwer fallen, so einfach alles englisch lesend zu übersetzen: So ein John Ringo schmeißt wirklich mit Paratrooper-Slang und entsprechenden US-Militär-Bezeichnungen um sich. Da braucht man schon ein bisschen "tactical english" ... :blink: (Klar: Man kann die entsprechenden Passagen natürlich auch quer lesen, zum Schluss gewinnen die Menschen ...) :devil:
Ähnliches gilt partiell für David Weber und alte Pournelle-Bände.
Da ist es sicher leichter, Übersetzungen zu lesen. Aber wie gesagt Das sind natürlich sehr spezielle Fälle.

#32 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 14 June 2008 - 11:50

Also ich behaupte mal, englische Bücher genauso schnell lesen zu könne wie deutsche. Es ist immer wieder ein Wort dabei das ich noch nicht kenne, aber daraus lerne ich immer weiter. Bei Büchern von Autoren wie Thomas Pynchon, China Mievielle, oder Gene Wolf brauche ich durchaus noch etwas länger, finde mich aber nach zwei bish dreihundert Seiten gut rein. Ich denke, nicht ganz so schwierige Autoren, wie oben genannte, könnte ich auch ganz gut übersetzen. Ich habe meine Englischkenntnisse immer dadurch fit gehalten, dass ich Bücher und Filme auf englisch gelesen bzw. gesehen habe. Allerdings lese ich immer noch 70% auf deutsch. Gruß Markus

#33 Thomas Sebesta

Thomas Sebesta

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Geschrieben 20 June 2008 - 15:36

Ich habe hier keine Möglichkeit gefunden kundzutun warum ich (fast) keine Kurzgeschichten lese. Das hat nichts mit mögen (ich mag sie gerne) oder in- und ausländischen Autoren zu tun. Ich lese keine Kurzgeschichten, weil ich keine Zeit dafür habe (leider). Bei der Entscheidung soll ich einen Roman lesen oder Kurzgeschichten entscheide ich mich zu 99% für den Roman, weil mir die Zeit zu kostbar ist, sie mit Kurzgeschichten zu verbringen (weil ich schon mit den Romanen nicht nachkomme - geschweige denn mit dem Ausstoß der Kurzgeschichten). Einzige Ausnahme - sekundärliterarische Artikel - die haben immer Vorrang - vor allem. :wub: That's it Gruß Thomas

Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria<br />

Blog zur Sekundärliteratur: http://sebesta-seklit.net/

Online-Bibliothek zur Sekundärliteratur: http://www.librarything.de/catalog/t.sebesta

Facebook-Gruppe: https://www.facebook...tik.ge/members/


#34 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 21 June 2008 - 08:12

Ich habe hier keine Möglichkeit gefunden kundzutun warum ich (fast) keine Kurzgeschichten lese. Das hat nichts mit mögen (ich mag sie gerne) oder in- und ausländischen Autoren zu tun. Ich lese keine Kurzgeschichten, weil ich keine Zeit dafür habe (leider).

An diese Möglichkeit hatte ich nicht gedacht, sie gehört wohl zu den Ausnahmen - wie auch der Einwand eines Lesers, er kenne gar keine KGs, weil er nicht wisse, wo er sie kaufen solle ... :rofl1: - Leider kann man nicht alles in eine solche Umfrage packen.

Ich würde aber vorschlagen, du markierst "fast keine KGs, weil ich sie nicht besonders mag", jedenfalls nicht so sehr wie Romane... Für manche ist es eine Zeitfrage, für manche eine Geldfrage, für andere einfach nur eine Präferenz.

#35 Heidrun

Heidrun

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Geschrieben 22 June 2008 - 21:28

Gerade die alten Übersetzungen von Heyne, Goldmann usw. haben mich dazu gebracht, englischsprachige Bücher fast nur noch im Original zu lesen, weil ich mich sonst nur aufgeregt habe über den Blödsinn, der da oft zusammengeschustert wurde. Mit Schönheit der Sprache genießen war da nicht viel, weil das Deutsch zum Teil haarsträubend war. Und ganz ehrlich - nach den ersten zwanzig Büchern wird es einfacher. Ich glaube, ich brauche für englische Bücher etwa 25 % mehr Zeit. Bei Französisch brauche ich sicher das drei- bis vierfache, aber es fängt auch da langsam an, Spaß zu machen. Rasend gern würde ich mal wieder was aus anderen Teilen der Welt lesen, etwa aus Rußland. Leider werde ich wohl meine Russischkenntnisse abstauben müssen, um das hinzukriegen ...
  • (Buch) gerade am lesen:Gene Wolfe "Sword and Citadel"

#36 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 26 June 2008 - 14:10

Nur registrierte Mitglieder können abstimmen? - Ich habe von abstimmungswilligen Personen vernommen, dass sie das abgehalten habe. Ist das ein Software-Problem oder Politik?

#37 Armin

Armin

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Geschrieben 26 June 2008 - 14:12

Nur registrierte Mitglieder können abstimmen? - Ich habe von abstimmungswilligen Personen vernommen, dass sie das abgehalten habe. Ist das ein Software-Problem oder Politik?


Das ist Absicht. Sonst könnte ja - theoretisch - auch jeder mehrfach abstimmen.

#38 raps

raps

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Geschrieben 27 June 2008 - 11:58

Heidrun schrieb hier die Tage: "Gerade die alten Übersetzungen von Heyne, Goldmann usw. haben mich dazu gebracht, englischsprachige Bücher fast nur noch im Original zu lesen, weil ich mich sonst nur aufgeregt habe über den Blödsinn, der da oft zusammengeschustert wurde. Mit Schönheit der Sprache genießen war da nicht viel, weil das Deutsch zum Teil haarsträubend war. Und ganz ehrlich - nach den ersten zwanzig Büchern wird es einfacher. Ich glaube, ich brauche für englische Bücher etwa 25 % mehr Zeit. Bei Französisch brauche ich sicher das drei- bis vierfache ..." Dem möchte ich mich hiermit anschließen (und womöglich vom eigentlichen Thema ablenken, sorry). Außerdem sind englischsprachige TB zwar häufig hässlich und auf miesem Papier gedruckt, früher oder später aber oft neuwertig für 4-6 Euro zu erwerben. Und: Eine Menge SF, die mich interessiert, wird schon lange nicht mehr übersetzt. Ich habe mir z. B. neulich Romane von Ken MacLeod, Adam Roberts und Liz Williams gekauft, von denen es gar keine deutsche Version gibt. Gruß, Rainer

#39 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 27 June 2008 - 13:23

Das ist Absicht. Sonst könnte ja - theoretisch - auch jeder mehrfach abstimmen.

Daran hatte ich auch gedacht. Aber das ist ein reines Softwareproblem und leicht zu verhindern, jedenfalls wenn es ums Abstimmen via ein- und desselben PCs geht. Natürlich kann man "campaigning" betreiben, aber das ist hier ja witzlos.

#40 Diboo

Diboo

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Geschrieben 28 June 2008 - 06:23

Außerdem sind englischsprachige TB zwar häufig hässlich und auf miesem Papier gedruckt, früher oder später aber oft neuwertig für 4-6 Euro zu erwerben.



Wozu sich quälen? Angesichts des aktuellen Dollarkurses bekommt man US-HCs und Trade Paperbacks für den Preis hiesiger Taschenbücher. Wenn nicht jetzt zugreifen, wann dann?

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(13. Erwerbsregel)

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#41 Martin Stricker

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Geschrieben 30 June 2008 - 02:19

Wozu sich quälen? Angesichts des aktuellen Dollarkurses bekommt man US-HCs und Trade Paperbacks für den Preis hiesiger Taschenbücher. Wenn nicht jetzt zugreifen, wann dann?

Ebent. :lol: Taschenbücher kosten meist etwa 8 Dollar, das sind beim augenblicklichen Kurs von etwa 1,50 Dollar pro Euro 5,30 Euro, "Hardcover" (falls man die heutzutage bloß noch geleimten Dinger so nennen kann) liegen bei etwa 25 Dollar, also 16,70 Euro. Das würde ich nicht gerade als Taschenbuchpreis bezeichnen :lol: (es sei denn, es sind die Paperbacks einiger Kleinverlage gemeint), ist aber trotzdem sehr günstig. Mich stört allerdings die miese Papierqualität, die aber immerhin zur ebenso miesen buchbinderischen Qualität paßt. Und natürlich erscheint auf Englich ein vergleichbarer Anteil an Mist wie auch Deutsch, man muß bei der Auswahl also aufpassen. Immerhin ist der Ausstoß höher, so daß auch einiges Gutes dabei ist.

Ich lese inzwischen etwa ebensoviel SF in englischer wie in deutscher Sprache, wobei die in deutscher Sprache fast ausschließlich durch meine Arbeit für den DSFP verursacht wird. Obwohl, bloß englischer Stoff wäre auch nichts, also wäre wohl immer noch etwas deutsches mit dabei. Für englische Lektüre brauche ich immer noch etwa ein Drittel mehr Zeit als im deutschen (etwa 90 Seiten pro Stunde deutsch, etwa 60 Seiten pro Stunde englisch). Mit dem Verständnis klappt es gut, 8 Jahre in einer Amifirma und etliche Aufenthalte in Amiland und etliche englische Bücher sind eine gute Übungsgrundlage. :thumb: Nicht daß ich in Englisch so gut wäre wie in Deutsch, aber zum Genießen der üblichen SF-Kost reicht es allemal.

Bei den Kurzgeschichten geht es mir ähnlich wie Thomas Sebesta: Ich brauche immer einige Zeit, um in ein neues Universum zu kommen (und auch hinterher, um wieder rauszukommen). Daher würde ich ohne meine Arbeit für den DSFP vermutlich gar keine Kurzgeschichten mehr lesen, schon gar nicht die ganz kurzen (die liegen mir nicht, mir gefallen eher die Längeren, die auch als Novelle bezeichnet werden). Ich weiß, daß ich dadurch viel verpassen würde (z. B. Edgar Güttge, Michael K. Iwoleit, Thorsten Küper), aber in der Zeit, in der ich mich durch eine Kurzgeschichtensammlung kämpfe, habe ich zwei bis drei Romane vertilgt. Das ist einfach effizienter. :rolleyes:
Herzliche Grüße,
Martin Stricker

Mitglied im Komitee zur Vergabe des Deutschen Science Fiction Preises
verliehen vom Science Fiction Club Deutschland e. V. (SFCD)
Deutsche Science Fiction
Science Fiction Rezensionen

#42 Heidrun

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Geschrieben 30 June 2008 - 02:37

Da ich gerade in einem Dutzend amerikanischer Buchläden war: die $8 stimmen für die meisten Paperbacks, aber es gibt auch welche für $14, die weder besseres Papier haben, noch aus der Untergrundpresse stammen, weil es zum Teil sehr bekannte Autoren sind. Hardcover sind nur billig, wenn sie in der Bargain-Ecke liegen. Second Hand kriegt man auch schon Bücher für 1 bis 3 Dollar ... Und was das wirklich Faszinierende ist: jeder verdammte Buchladen hat mehrere Meter SF rumstehen, unendliche Weiten. Da wird man von der schieren Menge verrückt. Dagegen weiß ich schon gar nicht mehr, wann ich in Deutschland ein SF-Buch schlicht gefunden habe, weil es im Laden rumlag. Ich glaube, das war der dicke orange Dick-Ziegel.
  • (Buch) gerade am lesen:Gene Wolfe "Sword and Citadel"

#43 raps

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    Scoobynaut

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Geschrieben 30 June 2008 - 09:02

@ shugal: Wow, 90 Seiten/h! Ich schaffe vielleicht dreißig (auf Englisch noch weniger - und auf Französisch vielleicht zehn). Allgemein zum Thread-Thema: Eigentlich finde ich die Novellenlänge sehr angenehm. Bei Kurzgeschichten [Vorsicht, es folgt ein Vorurteil!] reicht es bei SF-Autoren häufig nur zu einer Story mit (arrrg, die Finger sträuben sich, weiter zu tippen) Schlusspointe* plus: SF-Autoren schreiben stilistisch nun mal meist (also nicht immer) schlechter als XXXXXX (hier bitte irgendeinen dem Leser sympathischen Vertreter der E-Literatur einfügen) und brauchen mehr 'Platz', um Wirkung zu erzielen. Romane dagegen arten ihnen allzu oft in Geschwafel aus und sind zu lang. - Herr Rrreich-Rrranicki sagte vor Ewigkeiten mal sinngemäß, es gebe kaum Romane, die länger als 300 Seiten sein müssten - und meistens würde ich ihm da zustimmen. (Natürlich weiß ich auch, dass es Bücher gibt, die schon deshalb länger sein müssen, weil sie in einer Sprache verfasst sind, die dem Leser gestattet, in den "Schmöker"- bzw. "Überflieger"-Modus hochzuschalten. Und manchmal lassen solche Bücher ja auch wirklich die Zeit angenehm an einem vorbeifliegen.) Und noch mal allgemein zum ewigen Fragebogenproblem: Schon dadurch, dass ich nicht zwischen Kurzgeschichten und Novellen unterscheiden konnte, war ich mit meinen Antwortmöglichkeiten nicht so recht zufrieden. Gruß, Rainer Ach ja, das Sternchen: * Zeigt der Gebrauch einer Schlusspointe nicht fast immer, dass dem Autor alles, was ebendieser Pointe vorausging, nicht wirklich wichtig war? (Ausnahmen bestätigen nur die Regel, finde ich.)

#44 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 12 July 2008 - 11:00

Versuch einer Auswertung

Nach sehr holprigen, einige Male verunglücktem Start kann – und muss wohl - die Umfrage jetzt für abgeschlossen gelten, zumal sich seit fast 10 Tagen keine Änderung ergeben hat.

Innert 3-4 Wochen haben 76 Personen daran teilgenommen. Dazu berechtigt waren insgesamt 1729 registrierte Mitglieder dieses Forums, von denen vielleicht – ich schätze mal wild drauf los – nicht viel mehr als 30% aktiv sind. Dann kommen wir auf eine Beteiligung von rund 10%. Traurig genug. Und natürlich keineswegs repräsentativ.

Trotzdem meinen herzlichen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, etwas Licht in dieses Thema zu bringen. Speziell an Armin, der meine Fragen – noch etwas erweitert – schlussendlich in das erforderliche Format gebracht hat.

Noch etwas zu den Zahlen: Eine kleine, marginale Fehlerquote von ein paar Stimmen hat sich eingeschlichen; die sind vernachlässigbar.

Zusammenfassung

18 lesen keine oder fast keine KGs
34 lesen sowohl Romane wie KGs gleich gerne
21 sind KG-Autoren (5 davon lesen lieber KGs)

Gut jeder Dritte unter den Teilnehmern schreibt selbst KGs. Von den restlichen Lesern sind rund ein Drittel KGs abgeneigt, zwei Drittel neutral eingestellt.

Können wir daraus einen – vorsichtigen – Schluss ziehen?

Dass sich Romane besser verkaufen, ist klar; möglicherweise im Verhältnis 3 : 2. Ich vermute 4 : 2, also doppelt so gut wie Kurzgeschichten. Ein Verlag wüsste mehr, speziell ein großer, ein etablierter.

Kurzgeschichtenfreunde

48 und damit die überwiegende Mehrheit liest schon sehr lange KGs, nur 7 erst seit einiger Zeit. Das bedeutet, dass die meisten schon sehr viele Übersetzungen gelesen haben, während eine Minderheit eher die deutschen Storys aus jüngster Zeit kennt.

Egal, wie erfahren der Leser ist, die Präferenzen sind nicht eindeutig:

11 lesen keine oder kaum deutsche KGs
19 lesen eher deutsche KGs (das sind vor allem die Autoren)
25 haben keine Präferenz

Deutsche Autoren neigen eher zu deutschen Geschichten, Langzeitleser tendieren etwas Richtung Übersetzungen. Die Hälfte ist unentschieden. Die Autoren ausgeklammert, ist eine leichte Bevorzugung fremdsprachiger Storys herauszulesen.

Können wir daraus Schlüsse für den breiten Markt ziehen?

Nur sehr bedingt. Ich vermute, dass der nicht so engagierte Leser, wie hier vertreten, über die gewaltige Produktion von deutschen Kurzgeschichten während der letzten Jahre nicht informiert ist und ihm in erster Linie angelsächsische Autoren bekannt sind, nebst einigen wenigen deutschen. Von denen sind es wieder einige wenige Romanautoren, die ihm in Erinnerung geblieben sind. Es gibt also nur eine Handvoll „Zugpferde“, während es bei den fremdsprachigen Autoren Dutzende und mehr gibt. – Konfrontiert mit beiden, deutschen und ausländischen Texten, wird der Leser sich über den relativ hohen Standard deutscher KG-Autoren nicht zu beklagen haben.

Mal sehen, ob die Umfrage in einem nächsten Schritt vertieft werden kann. Das einfachste und aussagefähigste wäre natürlich ein Fragebogen, bei dem viele Punkte angekreuzt werden können, aber wie und wo veröffentlichen?

#45 † a3kHH

† a3kHH

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Geschrieben 12 July 2008 - 11:32

Das einfachste und aussagefähigste wäre natürlich ein Fragebogen, bei dem viele Punkte angekreuzt werden können, aber wie und wo veröffentlichen?

AN (SFCD)
phantastisch!
& diverse elektronische Fanzines (TERRACOM, FANDOM-Observer etc..pp)

Bearbeitet von a3kHH, 12 July 2008 - 11:32.


#46 ✝ Christian Weis

✝ Christian Weis

    Temponaut

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Geschrieben 12 July 2008 - 13:05

AN (SFCD)
phantastisch!

Hm, denkst du, bei der Trägheit der Leute brächte das so viel mehr Resonanz? Zumal bei einer Beilage in Papierform die Kostenfrage der Rücksendungen noch eine Rolle spielen würde.

Aber dadurch könnte man sicherlich Leute erreichen, die hier noch nicht mit abgestimmt haben.

& diverse elektronische Fanzines (TERRACOM, FANDOM-Observer etc..pp)

Eine Rücksendung auf elektronischem Weg würde die Kostenfrage lösen.

#47 Jakob

Jakob

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Geschrieben 13 July 2008 - 11:40

Wäre nicht eine Veröffentlichung eines (nicht zu umfangreichen) Fragebogens auf möglichst vielen Online-Plattformen sinnvoll? Das hier ist nur ein Forum, es gibt ja noch SF-Fan und wahrscheinlich eine Haufen andere. Am besten mit einem gut sichtbaren Banner verlinkt ... Ich glaube, das ist erfolgversprechender als Beilagen in gedruckten Zeitschriften.
"If the ideology you read is invisible to you, it usually means that it’s your ideology, by and large."

R. Scott Bakker

"We have failed to uphold Brannigan's Law. However I did make it with a hot alien babe. And in the end, is that not what man has dreamt of since first he looked up at the stars?" - Zapp Brannigan in Futurama

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#48 Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 14 July 2008 - 10:25

Danke. Das sind ein paar interessante Ideen. Anders als auf elektronischem Wege ist das wohl auch nicht zu machen. Ich könnte den Fragebogen in PDF-Format auf meine Homepage stellen, von dort abrufbar und ausgefüllt wieder an die HP-Email-Anschrift absendbar. Oder hattet ihr euch das anders gedacht?

#49 Diboo

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Geschrieben 14 July 2008 - 11:33

Danke. Das sind ein paar interessante Ideen. Anders als auf elektronischem Wege ist das wohl auch nicht zu machen. Ich könnte den Fragebogen in PDF-Format auf meine Homepage stellen, von dort abrufbar und ausgefüllt wieder an die HP-Email-Anschrift absendbar. Oder hattet ihr euch das anders gedacht?


Wenn Du ihn nur auf DEINE Homepage stellst, dürfte der Rücklauf eher moderat sein. Gott, ich habe Deine Homepage noch nie besucht, ich wusste bis eben noch nicht einmal, dass sie überhaupt existiert.

Du solltest Dir daher Multiplikatoren suchen. Corona-SF oder phantastik-news.de oder sf-fan.de oder oder oder. Die verlinken dann auf ein Formular, dass Du gerne auf Deinem Webspace ablegen kannst, und vielleicht besteht Hoffnung, dass Du noch etwas mehr Rücklauf erhälst (10 % ist übrigens ein völlig normales Ergebnis, Helmuth...).

Am besten verlost Du noch was dabei :thumb: Eine Nacht mit Helmuth unter dem klaren Sternenhimmel von Mallorca oder so.

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#50 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 15 July 2008 - 10:33

Du solltest Dir daher Multiplikatoren suchen. Corona-SF oder phantastik-news.de oder sf-fan.de oder oder oder. Die verlinken dann auf ein Formular, dass Du gerne auf Deinem Webspace ablegen kannst

Genau so hatte ich mir das gedacht. Irgendwo muss das Formular ja abgelegt werden, ergo auf meiner eigenen HP. Und dann Links dazu auf mehreren einschlägigen Sites.

#51 Diboo

Diboo

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Geschrieben 15 July 2008 - 10:51

Genau so hatte ich mir das gedacht.


Du meinst, aus dem Wochenende auf Mallorca wird auch noch was?
:thumb:

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
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#52 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 16 July 2008 - 10:23

Du meinst, aus dem Wochenende auf Mallorca wird auch noch was?
:)

Eine Nacht mir mir - unter dem Sternenhimmel... :whistling: Ob meine Frau damit einverstanden wäre? :bigcry:

#53 Martin Stricker

Martin Stricker

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Geschrieben 16 July 2008 - 17:27

Da ich gerade in einem Dutzend amerikanischer Buchläden war: die $8 stimmen für die meisten Paperbacks, aber es gibt auch welche für $14, die weder besseres Papier haben, noch aus der Untergrundpresse stammen, weil es zum Teil sehr bekannte Autoren sind. Hardcover sind nur billig, wenn sie in der Bargain-Ecke liegen. Second Hand kriegt man auch schon Bücher für 1 bis 3 Dollar ...

In den USA gibt es im Großen und Ganzen 3 Buchsorten:
1) Hardcover, eigentlich immer mit Schutzumschlag, ohne Lesebändchen und geleimt wie ein Taschenbuch (also Mogelpackung), um 25 $.
2) Trade Paperback, das entspricht dem, was ich in Deutschland als Paperback bezeichne, also ein überformatiges Taschenbuch. Warum die teurer sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber sie kosten meist um 15 $.
3) Mass Market Paperback, die Taschenbücher im etwas kleinerern US-Oktav-Format, um 8 $.
Fast alle Hardcover und Trade Paperbacks erscheinen ein Jahr später als Mass Market Paperback, wer also wie ich häufig in die USA kommt, kann mit etwas Geduld viel Geld sparen. :fun: Die Papierqualität ist kaum von der Buchart abhängig, sondern hauptsächlich vom Verlag (ich hatte schon Hardcover in der Hand, deren Papier und handwerkliche Verarbeitung schlechter war als das von US-Taschenbüchern). es gibt einige Anthologien und andere Sonderbände, die aus dem Schema herausfallen, aber die meisten Bücher der Großverlage passen in dieses Bild.

Und was das wirklich Faszinierende ist: jeder verdammte Buchladen hat mehrere Meter SF rumstehen, unendliche Weiten. Da wird man von der schieren Menge verrückt. Dagegen weiß ich schon gar nicht mehr, wann ich in Deutschland ein SF-Buch schlicht gefunden habe, weil es im Laden rumlag. Ich glaube, das war der dicke orange Dick-Ziegel.

Ja, SF-Bücher in den USA zu kaufen macht echt mehr Spaß als in Deutschland. In den USA ist SF (und auch Fantasy und Horror) als ganz normales Literaturgenre anerkannt, SF-Bücher schaffen es immer wieder bis ganz oben auf die Bestsellerlisten, Master- und Doktorarbeiten über SF sind ganz normal. Da haben wir iun Deutschland noch einen weiten Weg zurückzulegen... Ich kaufe allerdings oft Bücher, die ich im Buchladen liegen sehe. Ich blättere gern erstmal in Büchern, um zu schauen, ob sie mir tatsächlich zusagen. Daher verwende ich Online-Buchläden nur selten.

Können wir daraus einen – vorsichtigen – Schluss ziehen?

Dass sich Romane besser verkaufen, ist klar; möglicherweise im Verhältnis 3 : 2. Ich vermute 4 : 2, also doppelt so gut wie Kurzgeschichten. Ein Verlag wüsste mehr, speziell ein großer, ein etablierter.

Dieser Schlußfolgerung stimme ich zu. Es ist schon auffällig, daß in den großen Verlagen praktisch keine Kurzgeschichten erscheinen. Heyne hatte mal welche, aber das hatte wohl eher mit dem Wunsch von Verleger Rolf Heyne und Herausgeber Wolfgang Jeschke zu tun, die Kurzgeschichte zu fördern. Ich erinnere mich dunkel, mal einen Bericht von Jeschke gelesen zu haben, in der die übliche Anfangsauflage der SF-Romane 8.000 war, die der Kurzgeschichtenbände (Jeschkes Anthologien, Asimov's und F&SF) 4.000 und das Heyne SF-Jahr 2.000. Bei den Zahlen bin ich mir aber nicht sicher, ich weiß auch nicht mehr, wann das war. Bei Bastei gab es die Novellensammlungen zu Honor Harrington sowie, wohl als Versuchsballon, "Eine Trillion Euro", herausgegeben von Zugpferd Andreas Eschbach. Ansheinend hat das nicht die gewünschten Verkaufszahlen gebracht, jedenfalls kam nichts mehr nach.

Können wir daraus Schlüsse für den breiten Markt ziehen?

Nur sehr bedingt. Ich vermute, dass der nicht so engagierte Leser, wie hier vertreten, über die gewaltige Produktion von deutschen Kurzgeschichten während der letzten Jahre nicht informiert ist und ihm in erster Linie angelsächsische Autoren bekannt sind, nebst einigen wenigen deutschen. Von denen sind es wieder einige wenige Romanautoren, die ihm in Erinnerung geblieben sind. Es gibt also nur eine Handvoll „Zugpferde“, während es bei den fremdsprachigen Autoren Dutzende und mehr gibt. – Konfrontiert mit beiden, deutschen und ausländischen Texten, wird der Leser sich über den relativ hohen Standard deutscher KG-Autoren nicht zu beklagen haben.

Genau das ist meiner Meinung nach das Problem der deutschen Autoren: Sie haben kein massenwirksames Forum, um bekanntzuwerden. Die Reichweite der zum Teil sehr gute Qualität liefernden Kleinverlage ist leider sehr begrenzt, das weißt Du selbst besser als ich. :thumbup: Es gibt leider keinen großen Verlag mehr, in dem man bereit ist, deutschen SF-Autoren und der SF-Kurzgeschichte eine Chance zu geben. Man müßte versuchen, gute SF-titel aus Kleinverlagen in großen Buchläden ausliegen zu haben. Da stellen sich freilich viele Probleme (siehe auch in diesem Thread).

Mal sehen, ob die Umfrage in einem nächsten Schritt vertieft werden kann. Das einfachste und aussagefähigste wäre natürlich ein Fragebogen, bei dem viele Punkte angekreuzt werden können, aber wie und wo veröffentlichen?

Als direkten Online-Fragebogen, den man am Bildschirm ausfüllt und abschickt. Um einfach nur Rohdaten zu erlangen, ist das recht einfach (wenn man ein bisserl CGI programmieren kann). Ich biete Dir gerne an, den Fragebogen auf meiner Homepage laufenzulassen, wenn Du auf Deiner keine CGIs laufenlasen kannst. Ein PDF ist ungeeignet, da sich PDF-Formulare nicht ausgefüllt speichern lassen, außerdem würde das die Übertragung der Antworten in eine Datenbank, Excel-Sheet oder sonstwas erfordern. Bist Du am Wochenende auf der SFCD-Con in Mühltal? Wenn ja, sollten wir und da zusammensetzen. Den Fragebogfen entwerfe ich Dir gerne, sowas zählt zu meinen beruflichen Aufgaben (auch wenn es da um medizinisch-pharmazeutische Daten geht). Ich habe vielleicht auch eine Idee, wie man an einige Nur-Papier-SFCDler rankommt.
Herzliche Grüße,
Martin Stricker

Mitglied im Komitee zur Vergabe des Deutschen Science Fiction Preises
verliehen vom Science Fiction Club Deutschland e. V. (SFCD)
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#54 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 19 July 2008 - 08:17

Als direkten Online-Fragebogen, den man am Bildschirm ausfüllt und abschickt. Um einfach nur Rohdaten zu erlangen, ist das recht einfach (wenn man ein bisserl CGI programmieren kann). Ich biete Dir gerne an, den Fragebogen auf meiner Homepage laufenzulassen, wenn Du auf Deiner keine CGIs laufenlasen kannst. (....) Bist Du am Wochenende auf der SFCD-Con in Mühltal? Wenn ja, sollten wir und da zusammensetzen.

Nein, wie Du siehst, bin ich nicht in Mühltal. Werde aber den BuCon besuchen. Auf Dein Angebot komme ich gerne zurück, wenn es soweit ist. Grüsse!

#55 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 19 July 2008 - 08:20

An alle Nachzügler (5 bis jetzt): herzlichen Dank! Ich werde diese Stimmen demnächst in meiner Auswertung berücksichtigen und auf aventuelle Abweichungen hinweisen. Grüsse aus dem sonnigen Mallorca, Helmuth

#56 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 13 September 2008 - 09:15

Neuester Stand: Inzwischen sind noch 6 Stimmen dazugekommen - 3 von Lesern, die sich nicht für KGs interessieren, 3 von KG-Autoren. Was am Resumee nichts ändert, wenn man von der weiter zunehmenden, gewichtigen Präsenz der (naturgemäss an KGs interessierten) Autoren absieht. Von den 82 Stimmen kommen bereits 19 gleich 23% von Autoren. Die Abstimmung scheint damit gelaufen zu sein. Das soll aber niemanden davon abhalten, doch noch seine Stimme abzugeben! Ich bleibe am Ball.

#57 Helmuth W. Mommers

Helmuth W. Mommers

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Geschrieben 05 October 2008 - 15:16

Nein, nein, die Abstimmung ist doch nicht gelaufen. In den letzten 3 Wochen kamen fünf neue Stimmen hinzu, allesamt als Befürworter der Kurzgeschichte, darunter - man höre und staune! - 4 weitere Autoren, die sowohl KGs als auch Romane schreiben. Wenn´s so weitergeht, schaffen wir noch die Schallmauer von 100 Stimmen! - :smokin: Nur zu. Und DANKE!

#58 BStumpf

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Geschrieben 06 October 2008 - 20:26

Ich habe mich eben in der Umfrage als Nicht- bzw. Kaum-Leser von Kurzgeschichten geoutet, mir fehlte da aber die Möglichkeit, mich differenzierter zu äußern. Deswegen hier noch ein etwas ausführlicheres Statement:

Früher, in den Siebzigern und frühen Achtzigern, habe ich viel SF in Kurzformen (KG und Erzählungen) gelesen, was schlicht an meinen damaligen Vorlieben lag (Franke, Ballard, Bradbury, Lem, Dick, Asimov u.a.m.). Damals mochte ich die kurze Form, die schnell zum Kern des Themas kommt und es konzentriert bearbeitet.

Heute bevorzuge ich ganz klar die Langform des Romans, und es dürfen auch gerne umfangreichere Romane sein. Ich mag es, wenn sich Geschichten mit einem gewissen Atem in größeren Spannungsbögen entwickeln und auch die Figuren Zeit zur Entwicklung haben. Eine Vorliebe für ausufernde Detailversessenheit habe ich dabei allerdings nicht unbedingt.

Und habe ich zu Recht den Eindruck, dass die kurzen literarischen Formen in der SF auf dem Buchmarkt inzwischen kaum noch nennenswert vertreten sind und es einen klaren Trend zum dicken Schinken gibt? Möglichst in Serien-Form?
  • (Buch) gerade am lesen:Breakers-Serie von Edward W. Robertson

#59 raps

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Geschrieben 07 October 2008 - 07:36

BStumpf schrieb: "Und habe ich zu Recht den Eindruck, dass die kurzen literarischen Formen in der SF auf dem Buchmarkt inzwischen kaum noch nennenswert vertreten sind und es einen klaren Trend zum dicken Schinken gibt? Möglichst in Serien-Form?" Ich glaube schon. Aus marktwirtschaftlichen Gründen ist es sicher einfacher, gleich ganze Serien an den Leser zu bringen, da das Produkt schon eingeführt ist usw. Ich habe mittlerweile selbst bei anspruchsvolleren Autoren das Gefühl, dass jeder zweite Roman Teil einer Trilogie/Tetralogie/Serie ist, eine Tendenz, die mich eher nervt. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn ein Autor eine Art Future History schreibt (ich habe z. B. zeitweise jede Menge Bücher aus C. J. Cherryhs Union/Alliance-Universum gelesen), aber Romane um immer dieselbe Hauptfigur herum? - Gääähn! Und "dicke Schinken" mag ich eigentlich auch nicht (ich durchleide gerade Robinsons "Antarktika" - gütiger Himmel!). Reich-Ranicki hat mal vor ein paar Zeitaltern im "literarischen Quartett" geäußert, seit Thomas Mann schreibe im deutschen Sprachraum praktisch niemand mehr Romane, die zu Recht länger als 300 Seiten sind. Die Aussage kann ich nicht beurteilen - sie ist mir aber sehr sympathisch. Ich finde (überspitzt ausgedrückt): Je kürzer, desto besser. Ich habe lieber weniger Seiten, bei denen sich der Autor mehr Mühe mit dem einzelnen Satz gegeben hat. Wenn man - wie etwa Stephen King - täglich 2000 Wörter schreibt, kann eben das Ergebnis am Ende nur das literarische Gegenstück zu einem Big Mac mit Pommes sein. Ab und zu ist das ja mal nett, aber auf die Dauer ...? Anscheinend ist ja die regeste Lesergruppe überhaupt die der Leute zwischen 30 und 39 (und natürlich lesen Frauen mehr als Männer). Bei Menschen wie uns (?), also über 40, scheint mir, tritt oft der Fall auf, dass wir nicht mehr so nachsichtig mit Büchern sind (weil wir halt schon mehr kennen) und deshalb letztlich weniger lesen. Neulich schrieb Adam Roberts in einer Rezension, er habe zuweilen so seine Probleme mit "the glut [Schwemme] of (just) competent novels" unserer Tage. So ergeht's mir häufig auch. Angesichts all dessen, was ich soeben geschrieben habe, finde ich Kurzprosa im Prinzip sehr reizvoll. Allerdings habe ich auch da schon länger die Nase voll von Storys, die im Wesentlichen dazu da sind, irgendeine Schlusspointe vorzubereiten. Außerdem habe ich mir dieses Jahr mal alle kürzeren Texte durchgelesen, die für den HUGO nominiert waren, und was da mitunter nominiert wurde ... argh! Trotzdem: Gute Storys lese ich immer wieder gern. (Wenn man sich nur nicht immer erst durch neun "kompetente" hindurchwühlen müsste, um endlich ein Aha-Erlebnis zu haben, schluchz.) Grüße, Rainer

#60 Oliver

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Geschrieben 16 November 2008 - 12:11

Und "dicke Schinken" mag ich eigentlich auch nicht (ich durchleide gerade Robinsons "Antarktika" - gütiger Himmel!). Reich-Ranicki hat mal vor ein paar Zeitaltern im "literarischen Quartett" geäußert, seit Thomas Mann schreibe im deutschen Sprachraum praktisch niemand mehr Romane, die zu Recht länger als 300 Seiten sind. Die Aussage kann ich nicht beurteilen - sie ist mir aber sehr sympathisch. Ich finde (überspitzt ausgedrückt): Je kürzer, desto besser.

Bei professionellen Kritikern gebe ich auf diese Aussage gar nix, denn: Für Leute, die mit Buchkritiken ihr Geld verdienen, sind natürlich dickere Bücher ein Graus, da sie dann rein quantitativ weniger Bücher rezensieren können und länger mit einem Werk aufgehalten werden. Man achte einmal darauf, wieviel Wut und Hass immer in den Rezensionen in Feulletons mitschwingt, wenn die werten Damen und Herren dort längere Schinken rezensieren müssen (gutes Beispiel 2008: Die Wohlgesinnten). Da ist das Gestöhne immer groß. ;)
Deshalb lieben die 200-300 Seiten Bücher, etwas, was wir Genre-Fans fast noch als Kurzgeschichte bezeichnen. :)

Bearbeitet von Oliver, 16 November 2008 - 12:14.



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