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The Dark Knight


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44 Antworten in diesem Thema

#1 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 13 September 2008 - 18:53

Gerade läuft in meinem MP3-Programm U2s "Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me", und da fällt mir wieder der neue Batman ein, den ich vor einigen Tagen endlich im Kino sah. ("Da wollte ich doch was zu posten...") Bevor ich hinein ging, fragte ich mich allerdings ob Regisseur Nolan die Chance wahrnehmen würde, und einen Bezug zu Frank Millers Comic

The Dark Knight
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Returns
herstellen würde. Das Comic ist heuer 22 Jahre alt, und beschreibt die Zukunft von Batman, in der Batman, weißbehaart, nach längerer Abstinenz eine härtere Gangart geschaltet hat, und u.a. wenn auch mächtigeren dann blauäugigeren Kollegen (u.a. aus Metropolis) entgegen treten muss. Mit diesem mehrteiligen "graphic novel" gab Miller dem maskierten Rächer eine wesentlich zynischere Seele, und mischte m.E. das damalige Novum in der SF-Szene kräftig ins Comic-Gewerbe hinein: Cyberpunk. (Die CP'ler wählen nebenan gerade den besten "CP-Realfilm" - evtl. erwägen sie ja diese Batman-Umsetzung, rein um der Belebung der Diskussion willen? devil.gif) Diese neue Darstellung war so erfolgreich dass manch einer der diesen Post liest sich wahrscheinlich den Kopf kratzt und fragt, wieso, war denn Batman nicht immer Zyniker / gebrochene Psyche / Killer-wenn-es-sein-muss? Nein, bis Millers Neudeutung eher nicht; der Begriff "dunkler Ritter" kam davor auch so gut wie nie vor.

Also, zum Film (2008; Regie: C. Nolan, mit u.a. Heath Ledger) - ich erspare mir eine Zusammenfassung, denn ich denke jeder hier kennt im Groben das Thema des Drehbuchs - und meiner Antwort auf die Bezugsfrage: Ja. Zum Einen hebt sich der Film angenehm deutlich von der etablierten Formel der meisten Superheldenfilme ab ("Gut" und "Böse" treffen sich mit steigender Frequenz bis zum großen Kampf gen Ende, den das "Böse" verliert), zum Anderen, für einen Batman-Fan wichtiger, ist Batman am Ende ein geächtetes Freak wie alle anderen gesichts-gezeichneten Kriminellen. Aus Letzterem, kann man sich durchaus vorstellen, wächst evtl. ein zynischer, von der Bourgeoisie geschasster, alter Mann, auf der Suche nach dem symbolischen Schwertfisch der ihn erlöst, wie Miller ihn vor 20 Jahren präsentierte...

Das Drehbuch dreht fast alles Ethische auf den Kopf, und, obwohl das an sich nichts Neues ist, gehen die Nolan-Brüder hier ernsthafter vor als andere Comicverfilmer. Der Joker belustigt sich nicht über die Gesellschaft und zockt sie lustvoll ab wie beim 1. Burtonschen Batman, sondern hier ist er ein "missionary man", der fast alle mit durchdachter nihilistischer (Un-)Logik in den Tod manipuliert. (Habe ich mich verhört oder lügt der Joker ALLE an, nur nicht Bruce Wayne?) Er ist hier fast ein Gott der Zerstörung, der rasenden Verrottung - die "Guten" genau wie seine Komplizen können nur noch reagieren, und bleiben dabei gelegentlich auf der Strecke.

Ledger (bekannterweise in seiner letzten Rolle) spielt neben großartigen Leistungen seiner MitspielerInnen (insbes. Bale/Eckhart/Gyllenhaal/Oldman!) den Joker manisch-intensiv gut, und in seiner Motivation dem Miller-Joker sehr nahe (er BRAUCHT Batman, er tötet alle Anderen); wenn ich nicht gewusst hätte, wer sich hinter der Fratze versteckt, hätte ich gleich nach dem Film diverse Online-Register gezogen um es heraus zu finden. Mir wäre vor dem Film nicht im Traum eingefallen ihn zu nennen, wenn mich jemand gefragt hätte, wer wohl als Joker gecastet wurde. M.E. hätte er einen posthumen Oscar verdient.

Im Gegensatz zu einem anderen Boardler fühlte ich mich den ganzen Film lang hingerissen, und, wohl weil in der 2. Hälfte praktisch alle Erwartungen nacheinander umgestülpt werden, beschäftigte dieser Film mich noch lange nach dem Sehen. Man hofft also dass die Verfilmung der anderen hoch-subversiven Comicserie der 80er, Watchmen, ähnlich gut wird, und damit Comic-Filme als Subgenre endlich auch die größte Popcorntüte verlassen haben.

Den Millerschen Titel hat sich dieser Batman auf jeden Fall verdient.

BTW: Nein, ich meine NICHT dass der Film Bush Junior hommagiert, um zu erklären warum dieser diese "paar unangenehmen Dinge" tun musste in seiner Amtszeit. tongue.png

(Das 1. Bild rührt aus dem engl. Wikipedia-Eintrag zum Comic, und verlinkt dorthin. -- Kleine Bitte noch an Armin: Hast du Lust deine Rezi aus deinem Blog hierhin zu kopieren?)


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 28 February 2017 - 23:46.

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Yay! SF-Monolog Ende Mai...

‘Maulkorb-Gen.’ Vielleicht, in eurem Zeitalter, sanftmütige Leser, hat sich die Menschen-Art verbessert, ausreichend um so ein schlimmes Werkzeug nicht mehr zu benötigen? Der Universalkatalog der DNS, unser größter Schutz gegen Krankheit und Kriminalität, beendete auch die Herkunfts-Anonmyität von Findelkindern, deren Eltern ja genetische Unterschriften in jeder Zelle hinterlassen hatten.

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#2 ✝ Christian Weis

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Geschrieben 13 September 2008 - 19:24

Im Gegensatz zu einem anderen Boardler fühlte ich mich den ganzen Film lang hingerissen,

Ging mir genauso, aus ähnlichen Gründen. Meine Eindrücke hab ich hier zusammengefasst.

#3 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 13 September 2008 - 19:35

Interessante Rezi, CW, und ein bisschen mehr auf den Film eingehend, danke!

Dass Nolan aber ein weiteres Sequel dirigiert, wage ich zu bezweifeln. Er hat angeblich keine Lust die Rolle des Jokers zu "reinterpretieren". Werimmer den Joker (dann wohl vor Gericht) darstellt, wird's nicht leicht haben...

Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 13 September 2008 - 19:36.

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#4 ✝ Christian Weis

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Geschrieben 14 September 2008 - 09:00

Dass Nolan aber ein weiteres Sequel dirigiert, wage ich zu bezweifeln. Er hat angeblich keine Lust die Rolle des Jokers zu "reinterpretieren". Werimmer den Joker (dann wohl vor Gericht) darstellt, wird's nicht leicht haben...

Aaron Eckhart hat sich in einem Interview ähnlich geäußert.

Stoff für einen dritten Film im "Nolan-Stil" gäbe es sicherlich (keine Ahnung, ob Angelina Jolie wirklich Interesse hätte, Catwoman zu spielen ...), auch ohne den Joker. Wenn Nolan einen weiteren Batman-Film machen würde, könnte man zumindest einigermaßen sicher sein, dass er den Joker nicht als computergeneriertes Abbild von Heath Ledger einbauen würde. Denn das wäre :( :lol: .

Andererseits gab es in 19 Jahren nun 6 Batman-Filme - vielleicht sollte man es damit auch erst mal gut sein lassen. The Dark Knight bildet als Höhepunkt einen würdigen Abschluss.

Bearbeitet von ChristianW, 14 September 2008 - 09:01.


#5 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 14 September 2008 - 11:33

Andererseits gab es in 19 Jahren nun 6 Batman-Filme - vielleicht sollte man es damit auch erst mal gut sein lassen. The Dark Knight bildet als Höhepunkt einen würdigen Abschluss.

Ja, beide neuen Filme endeten eigentlich immer "endgültig", ohne dass ein Sequel sein müsste. (Ok, im 1. Film gab's diese Spielkarte gen Ende, aber die ist ja nun bedient worden.)

Danke fürs Interview! Jolie als Catwoman wäre natürlich was Besonderes - miau. :(

Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 14 September 2008 - 11:33.

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#6 MartinHoyer

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Geschrieben 14 September 2008 - 17:43

Danke fürs Interview! Jolie als Catwoman wäre natürlich was Besonderes - miau. :(

Wobei sie im Moment wie 'ne halbverhungerte Straßenkatze aussieht und ich prinzipiell nichts davon halte, auf Krampf Rollen mit den Darstellern/Darstellerinnen zu besetzen, die gerade besonders prominent sind.
Though my soul may set in darkness, it will rise in perfect light;
I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
(Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)

#7 Nina

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Geschrieben 14 September 2008 - 21:22

Also ich war ehrlich froh, als der Film endlich vorbei war. (Gestern gesehen.) Vor allem hat mich das alles nicht so recht fesseln können und vor allem hat mir eine Person gefehlt, mit der ich mich hätte identifizieren können. Action habe ich zwar so ganz gerne, aber mir waren die ganzen Kamerawechsel zu schnell. Batman selbst fand ich insbesondere nicht so toll. Warum hatte der eigentlich so eine komische Stimme? - Sollte vermutlich cool sein, wo er in den Stimmverzerrer reinspricht oder ob er einen Fledermauszauber angewandt hat, frage ich mich aber wirklich. (Als verstellte Stimme eines Bruce Wayne geht das nicht mehr durch.) Beim Joker hat mich halt extrem gestört, dass diese Figur ja eine Geschichte hat, z.B. wie sie an die Narben gekommen ist. Und nun war alles doch ganz anders. Es ist also eine Figur mit einem anderen Hintergrund, einer anderen Vergangenheit und auch mit einem anderen Charakter, wie ich finde - da wäre es meiner Ansicht nach besser gewesen, gleich einen anderen Gegenspieler zu Batman zu erfinden und nicht einen alten so weit recyclen wie es gerade passt (ist ja praktisch, da muss man sich nicht so viel extra ausdenken) und wenn es unbequem wird, einfach alles ignorieren. Und an dem kann auch Heath Ledger nichts mehr ändern, der noch erstaunlich viel herausgeholt hat. Am interessantesten war noch das Ende vom Film ... na ja.

#8 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 14 September 2008 - 21:31

Dass nach einem Neubeginn die bekannten Rollen auch neu erfunden werden, ist doch (leider?) im Comic-Genre inzwischen gang und gäbe. Peter Parker wird z.B. nicht mehr durch eine radioaktive Spinne gebissen, sondern durch eine gentechnisch veränderte... :smokin:

Wer die Comics kennt, weiß außerdem, dass sich die Nolans ziemlich gut an berühmte Vorlagen wie das ursprüngliche Erscheinen bei den Zeitungsstrips von Bob Kane, und neueren "graphic novels" wie das oben genannte und auch The Killing Joke, erschienen '88 & getextet von Watchmen-Erfinder Alan Moore, hält. Der TV-Joker und der von Nicholson gespielte u.a. waren eben auch nur Variationen...

Das mit der Stimme beklagen viele Leute, aber mich störte es überhaupt nicht. Schließlich ist dies der neue Batman im 21. Jahrhundert. Er muss annehmen, dass irgendwann irgendjemand ein Aufnahmegerät an hat, wenn er als Batman spricht, und dann wäre es nicht all zu schwer den Mensch hinter der Maske an der Stimme zu erkennen. Also muss die Technik in seiner Maske seine Stimme genauso "maskieren" wie sein Gesicht, ist doch klar. Ich empfand das schon im 1. Nolan-Film als einen weiteren Glaubwürdigkeitsdreh der neuen Interpretation, und daher positiv. (Klar ist die Stimme nicht "nett"! Aber das Erscheinungsbild des Batman soll ja eh erschrecken, nicht erbauen.)

Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 14 September 2008 - 21:41.

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#9 Rusch

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Geschrieben 14 September 2008 - 21:35

Den Millerschen Titel hat sich dieser Batman auf jeden Fall verdient.


Einspruch: Der Titel des Millerschen Comics war "The Dark Knight returns". Die Geschichte spielte nicht zu Beginn der Batman Karriere sondern am Ende, als ein alternder Batman sich nach vielen Jahren des Ruhestands aufmacht um in einem total verfallenen Gotham den diabolischen Joker zur Strecke zu bringen. Der Comic, der wohl die Anleihe war war "Batman: Year One". Ich glaube auch nicht, dass Miller den Titel "The Dark Knight" geprägt hat. Der müsste älter sein, aber nagelt mich nicht fest.

Aber natürlich: "The Dark Knight Returns" und "Watchmen" sind Perlen der amerikanischen Comic Literatur.

Ich habe den Film jetzt auch gesehen: Großartig und neben dem Joker sieht Hanibal Lektor wie ein Waisenknabe aus.

Und was die Kontinuität betrifft zum Comic und zu den vorangegangenen Filmen: Ich sage "Scheiß drauf". Warum soll man sich gute Geschichten entgehen lassen, nur weil man ich in ein Korsett aus alten Geschichten zwängt. Nein, das ist der richtige Weg und keiner kann sagen, dass Batman nicht Batman und der Joker nicht der Joker war.

Bearbeitet von Rusch, 14 September 2008 - 21:38.


#10 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 14 September 2008 - 21:56

D'accord zu über 90%, aber ich behaupte ja nicht dass der Film eine Umsetzung des Miller-Comics ist, sondern dass ich mir ihn als "prequel" fürs Comic ("(Filmtitel) Returns") vorstellen kann, und dass u.a. erklärt wird, wie Batman zur extremen Außenseiterrolle kam, in der er sich im Comic zu Beginn befindet. Das Comic thematisiert u.a. Batman-als-Kriminellen, und so endet der Film auch...

Klar hat Year One einen großen Einfluss auf die Nolan-Filme, keine Frage. Aber die Nolans lasen wohl auch noch andere Heftreihen. In Killing Joke ist z.B. die These dass jeder zu einem "Joker" gemacht werden kann, zentrales Thema, und dies kommt auch gelegentlich im neuen Film vor...

Den Begriff "dunkler Ritter" hatte es vorher ein paar Mal gegeben, aber Miller füllte das m.E. erst richtig mit "borderline" psychotischem Inhalt. Seitdem wurde Batman viel "gebrochener" und bipolarer dargestellt, wie auch in allen 6 Filmen.

Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 15 September 2008 - 00:03.

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#11 Rusch

Rusch

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Geschrieben 15 September 2008 - 07:17

Das fing ja schon mit dem ersten Tim Burton Film an: Michael Keaton gab einen sehr düsteren, fanatischen Batman zum besten. Ich bin mal gespannt, wie sie die Geschichte weitererzählen wollen. Eigentlich wäre es Zeit für die Knightfall Geschichte, oder was denkst Du? Aber kann man das in nur einem Film verarbeiten?

#12 Uschi Zietsch

Uschi Zietsch

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Geschrieben 15 September 2008 - 08:12

Das fing ja schon mit dem ersten Tim Burton Film an: Michael Keaton gab einen sehr düsteren, fanatischen Batman zum besten. Ich bin mal gespannt, wie sie die Geschichte weitererzählen wollen. Eigentlich wäre es Zeit für die Knightfall Geschichte, oder was denkst Du? Aber kann man das in nur einem Film verarbeiten?

Knightfall wäre cooool ... und ich finde schon, dass man das gut in einem Film unterbringen kann. Außerdem gibt es ja zwei Möglichkeiten - "Blinde Gerechtigkeit" (Hethke-Zweiteiler) hat das erste Mal das "Knightfall"-Thema behandelt.

#13 ✝ Christian Weis

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Geschrieben 15 September 2008 - 20:26

Um die Gerüchteküche noch etwas anzuheizen ...

#14 molosovsky

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Geschrieben 16 September 2008 - 04:13

Ich kann der These, dass Nolans Batman-Filme eine gute Umsetzung/Homage der Miller’schen Comics sind, nicht zustimmen. Nebenbei: Hat sich außer mir irgendjemand an den Kindern gestört? Mich haben die Jungens, die begeistert gucken, wie das Batman-Auto ballert enorm genervt. Überhaupt bin ich so gar nicht einhellig begeistert von »The Dark Knight«. Aber ich fand schon »Batman Begins« im Kino eher so lala und wurde erst auf DVD mit dem Film warm (mit der Möglichkeit, bei gewissen Szenen vor zu spuhlen). — Ich habe »Batman Begins« einst eine 7 gegeben (auf der SFN-DB-Skala von 0 bis 9) und ich würde mal sagen, dass »Dark Knight« wohl auch eine 7 ist, wenn nicht gar eine 6. Zur genaueren Wertung, müsst ich den Film aber noch mal gucken. Als nervig fiel mir desweiteren auf: Melodien-Wiederholung. Zimmer klaut wieder mal sehr mekrlich bei sich selbst. Ich habe drauf gewartet, dass sich einer der Karibik-Piraten ins Bild schwingt. Grüße Alex / molo

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#15 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 16 September 2008 - 08:25

Ich kann der These, dass Nolans Batman-Filme eine gute Umsetzung/Homage der Miller’schen Comics sind, nicht zustimmen.

Schade. Und warum nicht? Die These ist ja (hab ich wahrscheinlich undeutlich 'rüber gebracht), dass wir hier zum 1. Mal filmisch einen "dunklen Ritter" sehen, der ähnlich komplex und begründet verbittert werden könnte, auf glaubwürdige Weise, wie es Millers 55-jähriger Bruce Wayne dann war. Der erste Film-Batman, der wirklich "dunkel" ist, ohne dabei lächerlich zu wirken.

P.S.: Welche Kinder meinst du? Die im Kino?

Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 16 September 2008 - 08:28.

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#16 Rusch

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Geschrieben 16 September 2008 - 10:36

Nebenbei: Hat sich außer mir irgendjemand an den Kindern gestört? Mich haben die Jungens, die begeistert gucken, wie das Batman-Auto ballert enorm genervt.


Mich haben an dieser Szene die Kinder eigentlich weniger gestört, den Jungen sind halt manchmal so. Du wirst mir doch nicht glaubhaft versichern wollen, dass Du niemals als Kind so ein Spiel gespielt hast, oder?
Was mich gestört hat, war die Tatsache, dass Batman Autos in die Luft gejagt hat, um durchzukommen. Hallo?

#17 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 16 September 2008 - 10:57

Hm, die Kinderszene habe ich wohl gleich wieder verdrängt. :lol: Gebe jedenfalls Rusch Recht: Ich erinnere mich noch wie sehr ich mein Matchbox-Batmobile damals vergöttert habe!

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#18 molosovsky

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Geschrieben 17 September 2008 - 03:58

Also. Ich halte zwar Nolans Batman-Franchise für ziemlich geschicktes und ungewöhnliches Superheldenkino. Auch sehe ich durchaus, dass er sich an den modernen Batman-Stoffen gütlich tut. ABER ich finde nicht, dass Nolan so nahe z.B. an Millers »Dark Knight« rannkommt (oder sich so sehr an dem orientiert), dass man seinen »The Dark Knight«-Film als Umsetzung von Millers Comic betrachten sollte. Wegen der nervenden Kinder: die gibts auch schon in »Batman Begins«. Bei einem angeblich erwachseneren, düsteren AB16-Film verkrafte ich solche komischen Kiddies nicht, sorry. (Ich meine nicht Kinder, die im Kino sitzen, sondern ›Identifikations-Snack‹-Kinder, die im Film auftauchen, um staunend zu gucken, wenn Batman und sein Auto autreten). In Teil 1, »Batman Begins«, war meine Liebelingsszene der junge Bruce im Restaurant am Tisch zusammen mit Gangsterboss Falcone. Ich versuche mich, seit ich im Kino »Dark Knight« war, zu erinnern, welche Szene dort meine Lieblingsszene war. Ich komme auf keine. Vielleicht der Joker in Krankenschwesternkleidung beim verlassen des Krankenhauses. Vielleicht lief mir »Dark Knight« zu glatt. Ich habe den Film gerne gesehen, aber spannend fand ich ihn gar nicht. Grüße Alex / molo

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#19 eRDe7

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Geschrieben 17 September 2008 - 10:10

Vielleicht der Joker in Krankenschwesternkleidung beim verlassen des Krankenhauses.


Das wäre meine "Lieblingsszene" des Films - und die einzige, die mich wirklich überzeugt hat und wenigstens ein wenig in Richtung "Wahnsinn" ging.
(Dummerweise habe ich mir beim Joker, durch die Narben am Mund, eher eine Figur wie die, die Asano in ICHI - THE KILLER darstellt, gewünscht. Okay, das wäre vermutlich zu düster gewesen ...)

Vielleicht lief mir »Dark Knight« zu glatt.


Was bleibt ist halt ein "netter" Unterhaltungsfilm, aber wer erwartet schon mehr?
Am meisten gestört hat mich das Gelaber ganz zum Schluss, das Gary Oldman da ablässt. Ich habe den Inhalt sofort wieder verdrängt (und möchte ihn auch nicht noch einmal hören ...).

Gelangweilt habe ich mich eigentlich nur in der Action-Sequenz mit den Autos. Ansonsten wurde ich nett berieselt. Viel mehr kann/sollte man von einem amerikanischen Blockbuster wohl auch nicht erwarten.

Grüße
Ralph

#20 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 17 September 2008 - 10:37

Oje, R.D., immer wieder diese Ächtung des hohen Imago des Kommerziellen - des "amerikanischen Blockbusters"! ;) Die Nolan-Filme sind m.E. die ersten, die Batman ERNST nehmen, und in eine angehend "echte" Welt platzieren, nicht nur in einem simulierten New York der vorletzten Jahrhundertwende bzw. der damals aufkommenden Zeitungsstrips. Und genau das tat Miller vor 22 Jahren übrigens auch. Hm, vielleicht ist das ja doch nur ein Film für Comic-Fans und frühe Teenager... :blink::)

Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 17 September 2008 - 10:38.

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#21 eRDe7

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Geschrieben 17 September 2008 - 11:03

Oje, R.D., immer wieder diese Ächtung des hohen Imago des Kommerziellen - des "amerikanischen Blockbusters"!


Weniger Ächtung. Eher rationaler Blick: Die Leute müssen darauf achten, dass sie mit ihren Millionenausgaben Geld einspielen. Also können sie auch nicht zu "abgefahrene" oder verstörende Sachen machen.
Also wird alles auf ein gewisses Mittelmaß gedrückt: Hier und da ein wenig leicht verstörende Dinge zum Würzen, aber bloß nichts, wonach man sich unwohl fühlen könnte.
(Hah, ich beginne gerade, doch drauf rumzuhacken ...)

Was ich eigentlich sagen wollte: Jungs und Mädels, das ist ein Blockbuster und als ein solcher gedreht.

Abgesehen davon mag ich Comics und Comicverfilmungen, aber dabei sind es immer seltener us-amerikanische Produkte, die mir positiv auffallen. Vermutlich weil ich mich so lange damit zugeballert habe, bis ich dem ganzen ein wenig überdrüssig wurde.
Mein Ding ist nun einmal seit Jahren "Asien". ;-)

Wobei ich Nolan übrigens mag (zumindest Memento und Prestige).
Und um das auch noch klar zu stellen: Ich halte Nolans Batman-Filme für die besten Batman-Verfilmungen bisher. Aber das macht sie nicht zu aufregenden Filmerlebnissen für mich ...

Grüße,
Ralph

#22 molosovsky

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Geschrieben 17 September 2008 - 14:37

Also, dass ich (im Geiste und Gemüt) vielleicht schon ein zu alter Sack bin, um dem Nolan seinen Pathos-Batman für kleine Jungs zu mögen, gestehe ich ja umstandswiese. Aber kein Comic-Fan zu sein, nein, dass geht zu weit. Grüße Alex / molo, heulend.

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#23 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 17 September 2008 - 14:42

Nein, ich mag hier nicht noch mal schreiben, was mir an TDK alles nicht gefallen hat.
Deshalb mein Verweis auf das hier und den Grund für die weitere Herabstufung von 4 auf 3 von 10 zerschlagenen Bat-Scheinwerfern.

Gruß
Ralf

Bearbeitet von ShockWaveRider, 17 September 2008 - 14:44.

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ShockWaveRiders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
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#24 yiyippeeyippeeyay

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    Interstellargestein

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Geschrieben 17 September 2008 - 15:28

@molo: He, alter Mit-Kämpe, tut mir Leid, dass ich dir auf die gezeichneten Füße trat. Soll nicht wieder gescheh'n! Auch nicht ironisch. Sorry. :) @SWR: Nun, dass Bruce Wayne nicht so der Dandy ist, ist ja gerade ein Bruch hindurch zu mehr "reality". Millers Wayne war, genau wie sein kostümiertes Ich, auf jeden Fall keine Gestalt mehr über die d. LeserIn schmunzeln konnte. Deine Continuity-Fragen beim 2. Film wären einigermaßen beantwortet gewesen, wenn du den 1. Film (kurz?) vorher gesehen hättest; natürlich muss man die "poetic license"-Pille schlucken dass Rachel im 2. Film etwas anders aussieht (in meinen Augen eine Verbesserung, übrigens). Aber wie du schon schriebst - eh Geschmackssache. Jedenfalls ist Batman schon seit einiger Zeit kein Magnet mehr für politisch korrekte Themen - deshalb fährt er ja auch mit quietschenden Reifen am Ende politisch/juristisch inkorrekt von dannen.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Monolog Ende Mai...

‘Maulkorb-Gen.’ Vielleicht, in eurem Zeitalter, sanftmütige Leser, hat sich die Menschen-Art verbessert, ausreichend um so ein schlimmes Werkzeug nicht mehr zu benötigen? Der Universalkatalog der DNS, unser größter Schutz gegen Krankheit und Kriminalität, beendete auch die Herkunfts-Anonmyität von Findelkindern, deren Eltern ja genetische Unterschriften in jeder Zelle hinterlassen hatten.

(Diensklave & Ich-Erzähler, grob übersetzt, aus Too Like the Lightning, Tor-Books-Verlag, Kap. 1, by Palmer)

 


#25 Uschi Zietsch

Uschi Zietsch

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Geschrieben 17 September 2008 - 17:55

Ich hab mich andernorts (wohin Ralf schon verwiesen hat) ausführlich geäußert, aber jetzt sag ich hier mal kurz und knapp: Ich fand den Film geil. Und freu mich auf die DVD zur Sammlung im Regal. So. Doch noch was: Meine beiden Lieblingsszenen sind der Zaubertrick mit dem Bleistift und die Krankenschwester.

Bearbeitet von Uschi Zietsch, 17 September 2008 - 17:56.


#26 Uschi Zietsch

Uschi Zietsch

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Geschrieben 17 September 2008 - 17:58

Alex / molo, heulend.

*tröst*-Smiley, den's hier leider nicht gibt ...

#27 Amidala

Amidala

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Geschrieben 19 September 2008 - 14:42

Ich fand den auch superklasse !!! Auch wenn es ein paar Parts gab, die sich in die Länge gezogen haben, war der Film im Großen und Ganzen ein toller Erfolg! :-) Ich bin begeistert ...!!!!

Bearbeitet von Amidala, 09 August 2013 - 14:26.


#28 simifilm

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Geschrieben 20 September 2008 - 15:39

So, jetzt habe ich den Film endlich auch gesehen. Dass sich der Film an Millers Comic orientiert, ist offensichtlich. Das wird schon ganz zu Beginn deutlich, als da Batman-Nachahmer mit Maschinengewehren unterwegs sind. Eine Umsetzung des Comics ist der Film allerdings nicht. Zu viele klare Unterschiede. So ist Millers Batman deutlich brutaler – den Joker bringt er zum Beispiel um. Insgesamt hat mir der Film sehr gut gefallen. Schön düster. Am besten gefiel mir aber, dass nicht – wie so oft – im letzten Drittel einfach nur Actionszene auf Actionszene folgt, sondern dass die Story weitergeht und neue Wendungen kommen. Zwei Dinge haben mich hingegen sehr gestört: Twoface. Den hat man Design-/Makeup-mässig in meinen Augen komplett verhauen. Das abgefackelte Gesicht sah einfach lächerlich aus. Auch sonst wurde für meinen Geschmack zu wenig aus dieser Figur gemacht, nachdem sie so lange vorbereitet wurde. Was mich auch gestört hat, ist dass das "Schiff-Experiment" so wunderbar harmonisch endete. Klar, Hollywoodfilm, Massenunterhaltung etc., aber mein Menschenbild ist eben pessimistischer, und mir hätte es gefallen, wenn da nicht beide Parteien so nobel gehandelt hätten. Am verstörendsten fand ich, dass bei uns im Kino – bin gerade in Salt Lake City – Eltern mit kleinen Kindern sassen. Das ist nun definitiv kein Film, den ich einem Sechsjährigen zeigen würde ...

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Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#29 ✝ Christian Weis

✝ Christian Weis

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Geschrieben 20 September 2008 - 15:57

Insgesamt hat mir der Film sehr gut gefallen. Schön düster. Am besten gefiel mir aber, dass nicht – wie so oft – im letzten Drittel einfach nur Actionszene auf Actionszene folgt, sondern dass die Story weitergeht und neue Wendungen kommen.

Zwei Dinge haben mich hingegen sehr gestört: Twoface. Den hat man Design-/Makeup-mässig in meinen Augen komplett verhauen. Das abgefackelte Gesicht sah einfach lächerlich aus. Auch sonst wurde für meinen Geschmack zu wenig aus dieser Figur gemacht, nachdem sie so lange vorbereitet wurde.

Zustimmung. Auch wenn die Wendungen teilweise schlicht und einfach bekannt waren, blieb die Story doch bis zum Schluss spannend. Und was Two-Face betrifft: Als man Dent im Krankenhausbett liegen und nur die heile Gesichtshälfte sah, hat es bei mir gekribbelt (ich hatte vorher kein Foto der anderen Gesichtsseite gesehen). Den Effekt, als dann die andere Seite gezeigt wurde, hat man verschenkt, und das Gesicht hat mich dann doch sehr an einige Fratzen aus Horrorkomödien erinnert - eher was zum drüber schmunzeln als zum erschrecken.

Am verstörendsten fand ich, dass bei uns im Kino – bin gerade in Salt Lake City – Eltern mit kleinen Kindern sassen. Das ist nun definitiv kein Film, den ich einem Sechsjährigen zeigen würde ...

In Deutschland hat der Film eine FSK-16-Freigabe (als einziger von den Batman-Verfilmungen seit 1989) - welche Freigabe gilt denn in den USA?

Bearbeitet von ChristianW, 20 September 2008 - 15:59.


#30 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 20 September 2008 - 16:25

In Deutschland hat der Film eine FSK-16-Freigabe (als einziger von den Batman-Verfilmungen seit 1989) - welche Freigabe gilt denn in den USA?


Die Altersfreigaben in den USA sind ja etwas seltsam. Der Film hat PG-13: "Parents are strongly cautioned to give special guidance for attendance of children under 13 - Some material may be inappropriate for children under 13". Grundsätzlich kannst Du mit Erwachsenenbegleitung in den USA so ziemlich alles anschauen.

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