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Umfrage Nr. 09: Hat sich Euer Leseverhalten innerhalb der letzten 10 Jahre verändert?


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44 Antworten in diesem Thema

Umfrage: Umfrage Nr. 09 (41 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Hat sich Euer Leseverhalten innerhalb der letzten 10 Jahre verändert?

  1. ich lese mehr als doppelt so viel (7 Stimmen [17.07%])

    Prozentsatz der Stimmen: 17.07%

  2. ich lese etwa doppelt so viel (6 Stimmen [14.63%])

    Prozentsatz der Stimmen: 14.63%

  3. nein, keine Veränderung (14 Stimmen [34.15%])

    Prozentsatz der Stimmen: 34.15%

  4. ich lese etwa halb so viel (10 Stimmen [24.39%])

    Prozentsatz der Stimmen: 24.39%

  5. ich lese weniger als halb so viel (4 Stimmen [9.76%])

    Prozentsatz der Stimmen: 9.76%

Grund für die Veränderung

  1. Berufliche Veränderung (8 Stimmen [16.33%])

    Prozentsatz der Stimmen: 16.33%

  2. Weniger Interesse am Genre bzw. gesteigertes Interesse am Genre (8 Stimmen [16.33%])

    Prozentsatz der Stimmen: 16.33%

  3. Generelles Desinteresse am Lesen bzw. neu erwecktes Interesse (5 Stimmen [10.20%])

    Prozentsatz der Stimmen: 10.20%

  4. weniger bzw. mehr Zeit (11 Stimmen [22.45%])

    Prozentsatz der Stimmen: 22.45%

  5. ganz andere Antwort, bitte angeben (17 Stimmen [34.69%])

    Prozentsatz der Stimmen: 34.69%

Abstimmen

#1 Matthias

Matthias

    Illuminaut

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Geschrieben 13 September 2009 - 23:24

Hat sich Euer Leseverhalten hinsichtlich der Quantität gelesener SF-Romane innerhalb der letzten 10 Jahre verändert? Angesprochen sind ausschließlich SF-Romane oder SF-Sekundärliteratur. Der Zeitraum von etwa 10 Jahren soll nur eine grobe Richtlinie sein und kann vom eigenen Alter abhängig gemacht werden. Im Thread könnt Ihr angeben, ob auch qualitative Unterschiede bei Eurem Leseverhalten bemerkbar sind.

Bearbeitet von t.sebesta, 29 September 2009 - 09:31.

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#2 Jaktusch †

Jaktusch †

    Andronaut

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Geschrieben 14 September 2009 - 01:26

Wenn man im 1.Frageblock "keine Veränderung" angibt, kann man im 2. (Grund für Veränderung) nichts mehr ankreuzen - und die Antwort wird dann nicht registriert. (deshalb notgedrungen "ganz andere Antwort" angeklickt) Jaktusch
Man erwirbt keine Freunde, man erkennt sie.

#3 Henrik Fisch

Henrik Fisch

    Soeinnaut

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Geschrieben 14 September 2009 - 05:56

Bei mir zeigt der Daumen bezüglich Lesemenge - früher rund 50 Bücher im Jahr, jetzt nur noch 5 - deutlich nach unten. Dewr Grund: Für meinen Geschmack kenne ich irgendwie alle Bücher schon. Die Schreiber wiederholen sich und die Verlage - allen voran Heyne - haben keinen Mut zu Experimenten mehr. Ich sehe Parallelen zur Musik-Industrie, wo auch nur noch der gleiche Einheits-Mist veröffentlicht wird. Parallel dazu merke ich allerdings, dass sich mein Interesse durchaus immer öfter auf kleine Verlage richtet. Bis dennen, Henrik
Gerade fertig gelesen
Gregory Benford, Larry Niven, "Himmelsjäger"
Gerade am Lesen
Gregory Benford, Larry Niven, "Sternenflüge"
Gerade gesehen
Serie "Mad Men"

#4 Harald Giersche

Harald Giersche

    Begedianaut

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Geschrieben 14 September 2009 - 07:12

Es ist leider deutlich weniger geworden, und das aus durchaus positiv zu bewertenden beruflichen Gründen. Seit ich regelmäßig schreibe, ist es sogar noch weniger geworden, aber das nehme ich dann gerne in Kauf. Im Augenblick versuche ich, die immemr wieder auftretenden kleinen Zeitinseln konsequent mit Lesen auszufüllen. Grüße
____________________________________
Harald Giersche
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#5 Gallagher

Gallagher

    TI 29501

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Geschrieben 14 September 2009 - 08:16

Halb so viel. Weniger Zeit.
  • • (Film) gerade gesehen: „Spider-Man: Homecoming" (Blu-ray)
  • • (Film) als nächstes geplant: „Star Wars: The Last Jedi“
  • • (Film) Neuerwerbung: „Spider-Man: Homecoming" (Blu-ray)

#6 lapismont

lapismont

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Geschrieben 14 September 2009 - 08:55

Mehr, liegt zum einen am Umstieg vom Heft zum Buch und zum anderen am Schreiben von Rezis. Wobei die Quantität auch kaum etwas über das Leseverhalten aussagt. So etwas wie "Vellum" etwa frisst Zeit von drei normalen Büchern. ;)
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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  • (Buch) gerade am lesen:Sternentod hrsg. von Frederic Brake

#7 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 14 September 2009 - 09:29

Bei mir zeigt der Daumen bezüglich Lesemenge - früher rund 50 Bücher im Jahr, jetzt nur noch 5 - deutlich nach unten. Dewr Grund: Für meinen Geschmack kenne ich irgendwie alle Bücher schon. Die Schreiber wiederholen sich und die Verlage - allen voran Heyne - haben keinen Mut zu Experimenten mehr. Ich sehe Parallelen zur Musik-Industrie, wo auch nur noch der gleiche Einheits-Mist veröffentlicht wird.

Parallel dazu merke ich allerdings, dass sich mein Interesse durchaus immer öfter auf kleine Verlage richtet.

Bis dennen,
Henrik


Das ist bei mir ähnlich. Ich lese zwar noch genausoviel, lege aber viele Bücher halb- oder nur angelesen wieder weg - aus Langeweile.

Mein Interesse an kleinen Verlagen ist gestiegen. Früher kannte ich diese Verlage garnicht. Heute sehe ich mir regelmäßig die Internetseiten von Atlantis, Blitz, Shayol und Festa an.

Vor 10 Jahren war ich allerdings eine "Allein-Leserin". Dadurch, dass ich vor ca. 2 Jahren angefangen habe, mich in einschlägigen Diskussionsforen herumzutreiben, habe ich mehr Leseauswahl. Viele Bücher, die ich heute lese, hätte ich vor 10 Jahren garnicht kennengelernt. Gleiches gilt für die Kleinverlage; die meisten kannte ich vor 10 Jahren nicht.

#8 Thomas Sebesta

Thomas Sebesta

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Geschrieben 14 September 2009 - 10:11

Hmm, schwierig - sagen wir so: Ich lese immer. Immer dann, wenn ich nichts anderes in Bezug auf auf das Genre erledige (in der Freizeit natürlich - ohne Berufs- und Familienzeit). Manchmal ist das sehr viel, manchmal sehr wenig. Danach richtet sich mein Lesekonsum und das seit dreissig Jahren. Also - keine Änderung - eine Veränderung ist in absoluten Zahlen nicht ausdrückbar. Gruß Thomas

Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria<br />

Blog zur Sekundärliteratur: http://sebesta-seklit.net/

Online-Bibliothek zur Sekundärliteratur: http://www.librarything.de/catalog/t.sebesta

Facebook-Gruppe: https://www.facebook...tik.ge/members/


#9 Oliver

Oliver

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Geschrieben 14 September 2009 - 10:31

Im Vergleich zu vor zehn Jahren lese ich deutlich mehr. Die Zeit dafür rührt daher, weil zwei wichtige Freizeitbeschäftigungen seitdem wegfielen: Computerspiele (der Patch- und Aufrüstewahn hatte mich schließlich mürbe gemacht) und Fernsehen (finde im TV-Programm nichts mehr für mich, Sport und Shows interessieren mich nicht, sehr selektiv ausgewälte Serien nur noch auf DVD). Das setzte, trotz Beruf, Familie und Ehrenämtern, doch gewaltige zeitliche Reserven frei. SF lese ich aber insgesamt trotzdem nicht mehr bzw. eher weniger, weil ich auch viele andere Sachen lese. Aber natürlich hat die SF bei mir noch einen festen, wichtigen Platz.

#10 proxi

proxi

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Geschrieben 14 September 2009 - 10:38

Ich lese nur noch wenig SF, da die heutigen Romane mAn. (auch durch Segmentierung des Genres) inovationsfeindlich, konservativ, unoriginell, flach und durchweg schwer lesbar sind. Natürlich mag es auch heute den einen oder anderen Autor geben, der aus dem SF-Einheitsbrei herausragen würde, aber in der Masse der Duckerzeugnisse verschwinden solche Einzelerscheinungen, sofern sie überhaupt veröffentlicht werden. So zugetan ich dem Genre grundsätzlich auch bin, habe ich weder Zeit noch Nerven in den Müllbergen nach solitären Perlen zu graben. Die neueren SF-Sachen, die auch als Literatur was taugen und den anspruchsvollen Leser nicht beleidigen, tragen das Label ohnehin nicht (z.B. "24" (?) oder "Die Möglichkeit einer Insel"). Die sind zwar als SF gesehen auch meist völlig schwachsinnig, aber als Versuch der literarischen Behandlung eines technologischen Themas zumindest nicht so grenzdebil, wie die "Mainstream-SF".

#11 Matthias

Matthias

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Geschrieben 14 September 2009 - 11:02

Insgesamt lese ich aus zeitmangel deutlich weniger als vor 10 Jahren. SF-lese ich aber aber gegenwärtig etwas mehr. Bei anderen Genres ist die ungeheure Massenmarktorientierung im Moment derart stark ausgeprägt, dass man fast nichts anderes mehr lesen kann. Im Fantasy-Genre herrschen entweder die Elfen-Zwergen-Orks, George Martin Plagiate, Vampirladies, in anderen Bereichen kirchliche Verschwörungenstheorien. Vielleicht wäre diese Problematik ein eigenes Umfragethema wert.
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#12 raps

raps

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Geschrieben 14 September 2009 - 11:53

Ich glaube ganz gewiss nicht, dass die heutige SF schlechter ist als in meiner Jugend. Allerdings liest der Mensch vermutlich statistisch stetig weniger Bücher, je älter er wird (?). Das könnte mir auch eines Tages passieren. Momentan merke ich nur, dass bei mir bei Genre-SF-Büchern der "Sense of Wonder" regelmäßig ausbleibt. Ich weiche öfters auf Mainstream-Bücher aus, weil die guten stilistisch meist besser sind selbst als herausragende Genre-SF und weil mir etwa ein japanischer Roman, der vor 100 Jahren spielt, auch nicht weniger exotisch vorkommt als die meisten Planetary Romances. Dass bei Kleinverlagen wichtige 'Perlen' zu finden sind, wäre mir noch nicht aufgefallen (kann sich natürlich noch ändern). Dieses Jahr lese ich 'ne ganze Menge deutschsprachige SF und bisher habe ich mich dabei überwiegend sehr gelangweilt: immer die gleiche Schreibe, die jeder zweite von uns auch hinkriegen würde, wenn er/sie sich nur die Mühe machte. Hm, vielleicht wird man automatisch so nölig, wenn man schon 30 Jahre SF liest? Vielleicht ist das aber auch nur eine temporäre Frustrationsphase bei mir :thumb: . Klar scheint mir auf jeden Fall: Die hundertste Raumschlacht ist fast immer langweiliger als die erste, über die man je gelesen hat. Grüße, Rainer

#13 Oliver

Oliver

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Geschrieben 14 September 2009 - 11:56

Hm, vielleicht wird man automatisch so nölig, wenn man schon 30 Jahre SF liest? Vielleicht ist das aber auch nur eine temporäre Frustrationsphase bei mir :thumb: .

Funktioniert dann auch ein Ausweichen auf "Ränder" nicht bzw. Autoren, die etwas schräger und ungewöhnlicher schreiben?

Klar scheint mir auf jeden Fall: Die hundertste Raumschlacht ist fast immer langweiliger als die erste, über die man je gelesen hat.

Da wird Dir wohl niemand widersprechen. Außer Dirk.

#14 Diboo

Diboo

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Geschrieben 14 September 2009 - 12:04

Funktioniert dann auch ein Ausweichen auf "Ränder" nicht bzw. Autoren, die etwas schräger und ungewöhnlicher schreiben?


Da wird Dir wohl niemand widersprechen. Außer Dirk.


Genau. Gut geschriebenes Kabumm macht mir heute noch genauso viel Freude wie vor 10 Jahren :thumb:

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)

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#15 raps

raps

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Geschrieben 14 September 2009 - 12:18

@ Oliver: Es gibt durchaus schon noch SF, die mir gefällt. Nur bin ich mittlerweile das Paradebeispiel für "Sturgeon's Law": Gefühlte 90 % empfinde ich als Mist (eigentlich bei jeder Gattung, nur dass im Laufe der Literaturgeschichte viel mehr Mainstream-Texte geschrieben wurden als SF und daher wohl noch ein größeres Reservoir an interessanter Lektüre dort auf mich wartet). Fast zwangsläufig breche ich nur heute viel mehr Bücher ab als noch mit 15. Letzte Woche habe ich bei Alan Burt Akers' 11. Dray-Prescott-Roman sowie bei Sue Townsends "Queen Camilla" nach jeweils 60 Seiten aufgegeben. Als Teenie hätte ich da wohl noch durchgehalten. Jetzt im 'hohen Alter' seufze ich nur: 'Das hatten wir doch schon ein paar dutzend Mal.' Ich sehe gerade, dass Diboo sich zwischenzeitlich gemeldet hat. Ich habe auch nichts Prinzipielles gegen Kabumm. Nur sollte das für meinen Geschmack mit einem realitätsnahen Quantum "Blut, Schweiß und Tränen" getränkt sein. Einer von vielen, vielen Gründen, warum ich etwa mit unserem Mann im All nichts anfangen kann, ist, dass der Kerl seit nun 3000 Jahren von einer Todesgefahr zur nächsten hüpft - und ständig ungeschoren davonkommt. So etwas könnte ich bei einer klamaukigen Comicserie akzeptieren, aber nicht bei sich ernst gebender SF. Wenn ich mir nur vorstelle, wie sehr sich Perry realistischerweise nach 3 Jahrtausenden in die Hose scheißen müsste, jedesmal wenn er nur den Kopf aus der Bürotür oder dem gigantisch abgesicherten Palast herausschiebt. Und was für Psychosen der Mann angehäuft haben müsste. Puh! Grüße, Rainer

#16 Diboo

Diboo

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Geschrieben 14 September 2009 - 12:27

Ich sehe gerade, dass Diboo sich zwischenzeitlich gemeldet hat. Ich habe auch nichts Prinzipielles gegen Kabumm. Nur sollte das für meinen Geschmack mit einem realitätsnahen Quantum "Blut, Schweiß und Tränen" getränkt sein.



Absolut Deiner Meinung. Wenn Gedärme fliegen, dann bitte die aller Beteiligten :thumb:

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
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#17 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 14 September 2009 - 14:11

Insgesamt lese ich noch genausoviel, der SF Anteil ist aber gestiegen. Vor allem seit ich mich vor fünf Jahren hier im Forum angemeldet habe, und hier wiederum durch den Lesezirkel, der mir manches Buch beschert hat, dass ich sonst nie gelesen hätte. Z. B. Bernhard Schneiders "Das Ardennen Artefakt". Vor zehn Jahren war der Fantasyanteil erheblich höher. Da habe ich aber inzwischen so viel gelesen, dass dort der "Sense of Wonder" etwas verschwunden ist, während er bei der SF immer noch da ist. Es gibt noch so viele Klassiker die ich noch nicht gelesen habe. Seit ich hier im Forum bin, ist mein Auswahlverfahren auch anspruchsvoller geworden wobei ich ab und zu immer noch "blind" in der Buchhandlung zugreife.

#18 Lucardus

Lucardus

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Geschrieben 14 September 2009 - 15:21

So, ich hab jetzt "weniger" angekreuzt wegen weniger Zeit und weil ich auch weiter schweife mit meiner Lektüre als früher, als ich z. B. noch jeden DSA-Roman gelesen habe, obwohl ich schon damals mindestens 50% nicht sonderlich gut fand. Mittlerweile lese ich die gar nicht mehr. Ich lese überhaupt sehr gezielt, ich habe so meine Favoriten wie Stephenson, Simmons und Banks, und versuche die Randbereiche zu kosten, den SF-Mainstream meide ich eher bis auf einen Ausrutscher zum Armageddon-Zyklus, der mir zwar über große Strecken gut gefallen hat, aber zu lang war und für so viel Aufwand ein zu maues Finale hatte. Kurz gesagt, ich lese (gefühlt, gemessen hab ich es nicht) weniger, streue mehr und selektiere sorgfältiger. Die Ansprüche sind gestiegen, es sind eher der Stil, der Inhalt, das Können des Autors als das Genre, die mich dabei leiten.
Goodreads: Ich lese gerade" (sorry, nur für "Mitglieder" sichtbar)
Wer mal reinschauen will: http://www.goodreads.com/

#19 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 14 September 2009 - 15:48

Vor 10 Jahren war ich gerade nach Berlin gezogen - da hatte ich relativ viel Stress und nicht soviel Zeit wie heute; heute lese ich ggü. damals etwa 50%-70% mehr SF. Also habe ich mal aufs Doppelte gerundet, und "mehr Zeit" angeklickt. Der eigentliche Grund ist aber, dass ich das Mehr an Zeit mit SF-Lesen fülle weil ich in den ersten Jahren in Berlin eine kleine Erleuchtung zu vielen klassichen SF-AutorInnen erlebte, bei Gesprächen mit den Leuten vom UFO-Buchladen (heute Otherland), u.a. in meinen Augen physikalisches Heim des Shayol-Verlags, und mit Alan u.A. im engl. Gebrauchtladen Another Country, beide um die Ecke. Besonders letzterer Ort hat eine wahnsinnige Sammlung von alten (und inzwischen auch neueren) SF-Büchern. Da kam dann noch Epilog.de (damals virtuelles Heim von Shayol u.a.) und das SFN dazu, welche mich anfangs insbes. zum Mehrlesen von SF-Kurzgeschichten animierten.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Monolog Ende Mai...

‘Maulkorb-Gen.’ Vielleicht, in eurem Zeitalter, sanftmütige Leser, hat sich die Menschen-Art verbessert, ausreichend um so ein schlimmes Werkzeug nicht mehr zu benötigen? Der Universalkatalog der DNS, unser größter Schutz gegen Krankheit und Kriminalität, beendete auch die Herkunfts-Anonmyität von Findelkindern, deren Eltern ja genetische Unterschriften in jeder Zelle hinterlassen hatten.

(Diensklave & Ich-Erzähler, grob übersetzt, aus Too Like the Lightning, Tor-Books-Verlag, Kap. 1, by Palmer)

 


#20 Crashlander

Crashlander

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Geschrieben 14 September 2009 - 16:13

Ich habe zwar aus technischen gründen "keine Veränderung" angekreuzt, auch wenndas nur bedingt richtig ist. In den letzten 25 Jahren schwankt mein Leseverhalten stark, im wesentlichen aus beruflichen Gründen. Das war in der Zeit seit Mitte 2005 besonders stark der Fall, da ich zwei Drittel meiner Arbeitszeit damit verbringen durfte, den Mist, den andere verzapft hatten, wieder geradezubiegen und im restlichen Drittel meine eigene (auf hundert Prozent bemessene) Arbeit schaffen mußte, und häufig nicht mehr die Nerven zum Lesen hatte (daher habe ich sozusagen eine Lücke ca. fünf Jahren in der SF-Entwicklung), in letzter Zeit wurde es aber wieder ruhiger, so daß ich auch wieder mehr lese. Wie lange diese Phase anhalten wird, vermag ich aber nicht zu sagen. Insofern ist das schon "keine Veränderung", weil eben weiterhin schwankend, eine Quantifizierung ist mir nicht möglich. Wenn ich aber Schulzeit und Studium einschließe, dann ist mein Lesevolumen auf weniger als ein Viertel dessen geschrumpft, was ich damals verschlungen hatte (Rekordphase waren so 6-7 Romanhefte und ein Taschenbuch pro Woche als Schüler), heute sind das ca. 1 Buch auf 14 Tage im Schnitt.

#21 Gast_stolle_*

Gast_stolle_*
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Geschrieben 14 September 2009 - 17:53

Bei mir keine Veränderung... aaaaaaaaaber: Wenn man 33 Jahre SF gelesen hat, kriegt man solangsam das Gefühl, schon alles zu kennen... also hat bei mir in den 90ern das Interesse innerhalb der Phantastik stark nachgelassen und sich mehr dem Mainstream zugewandt. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte - aber Baxter, Reynolds, Hamilton haben bei mir nicht mehr gehookt. Dafür hat mich auf dem Gebiet der Fantasy George RR Martin nochmal so richtig gepackt, und Haruki Murakami würde ich als meinen neuesten Favoriten bezeichnen, und den kenn ich auch schon 10 Jahre... So hab ich viele meiner alten Lieblinge, die irgendwie kaum mehr in Deutschland veröffentlicht wurden (Bishop! McDonald! Crowley!), dank Amazon im Original komplettiert, also schon aktuelle SF gelesen, aber von alten Autoren :thumb: .

#22 Nina

Nina

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Geschrieben 14 September 2009 - 18:14

Also ich kann da echt nicht abstimmen, weil nichts so recht zutrifft. Es gibt ja auch sehr wenige Abstufungen, immerhin kann jemand ja auch "ein wenig" mehr/weniger als früher lesen, das muss ja nicht gleich das doppelte mehr/weniger sein. Ich lese eventuell insgesamt etwas weniger, allerdings wesentlich mehr Science-Fiction, da ich vor zehn Jahren auch noch viele Klassiker gelesen habe und natürlich viel Fantasy und noch eher wenig SF. Allerdings weiß ich erst nicht, was ich antworten soll, weil ich viele Anthologien lese, die ja auch nicht Teil der Umfrage sind ...

#23 Matthias

Matthias

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Geschrieben 14 September 2009 - 19:17

Es gibt ja auch sehr wenige Abstufungen, immerhin kann jemand ja auch "ein wenig" mehr/weniger als früher lesen, das muss ja nicht gleich das doppelte mehr/weniger sein.

Das stimmt, die Zwischenoptionen habe ich aber weggelassen, da eine derartige Einschätzung doch eigentlich nur sehr grob sein kann. Einfach bei der Antwort großzügig runden :thumb:
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#24 Morn

Morn

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Geschrieben 14 September 2009 - 21:26

Allerdings weiß ich erst nicht, was ich antworten soll, weil ich viele Anthologien lese, die ja auch nicht Teil der Umfrage sind ...


Aber es wird in der Frage doch gar nicht zwischen Roman und KG unterschieden?

#25 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 14 September 2009 - 21:45

Hi All!

hab mal doppelt so viel markiert

aber was wichtiger ist: die Qualität steigt ständig

ich habs endlich geschnallt dass man nihct jeden Mist fertig lesen muss
zudem ich ein besseres Händchen Habe von Jahr zu Jahr
und weiss von wem ich mir ein Buchempfehlen lass und von wem nicht

Zeit hab ich immer - nur den Kopf dazu - das ist das Problem
manchmal hat man halt ne Phase da geht nichts - und dann kommt wieder eine Zeit da frisst man die Bücher

beste Grüsse
Joe
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#26 proxi

proxi

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Geschrieben 15 September 2009 - 15:13

aber was wichtiger ist: die Qualität steigt ständig

Du Glücklicher!
Gute SF suche ich verzweifelt. Bin immer für Tips dankbar.

#27 Joe Chip

Joe Chip

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Geschrieben 15 September 2009 - 18:47

Hi Proxi!

nun ja - es ist eben nicht nur SF bei meiner Leseauswahl dabei.

Aber wenn ich dir von mir ein paar echt Tipps gebeb kann was ich unter gute Literatur einstufe (unabhängig obs SF ist) und trotzdem der SF zugeodnet wird mach ich das gern, in der Hoffnung dass nun keine Grundsatzdiskussion losbricht ;-)

Arkadi & Boris Strugatzki
Picknick am Wegesrand
Das Experiment

Stanislaw Lem
Solaris

James Tiptree Jr.
Sternenkrone (Erzählungen)
Warme Welten und andere (Erzählungen)

Philip K. Dick
Ubik
Eine andere Welt
Nach der Bombe
Blade Runner
Zeit aus den Fugen
Das Orakel vom Berge
Der dunkle Schirm
Die Lincoln Maschine
Marsianische Zeitsturz
Valis

Ken Grimwood
Replay

Die Dystopien:

Fredrick Pohl & C.M. Kornbluth
Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute

Ray Bradbury
Fahrenheit 451

Jewgenji Samjatin (kann sein dass der Name falsch geschrieben ist)
Wir

George Orwell
1984

Aldous Huxley [nacheditiert]
Schöne neue Welt

Anthony Burgess
A Clockwork Orange (danach guckst Du gleich A Clockwork Orange von Stanley Kubrick)

Kurt Vonnegut Jr.
Das höllische System


beste Grüsse
Joe

PS: hat wieder mal Spass gemacht ein paar gute Sachen aufzuzählen

PPS: und wenns nihct unbedingt SF sein soll Du aber was echt gutes lesen willst

Vladimir Nabokov - Lolita (danach guckst Du gleich Lolita von Stanley Kubrick)
Steven Millhauser - Das kurze Leben des Edwin Mulhouse
Kurt Vonnegut Jr. - Blaubart
Franz Kafka - Der Process
Arthur Schnitzler - Die Traumnovelle (danach guckst Du gleich Eyes Wide Shut von Stanley Kubrick)
Jan Kjaerstad - Rand & Der Verführer (danch willst Du auch die Bücher Der Eroberer & Der Entdecker lesen)
W. Somerset Maugham - Der Menschen Hörigkeit
Michael Ondaatje - Der englische Patient (und immer wieder den Film)

;) EDIT: wie konnte ich´s nur vergessen:
Oder Du bestellst dir beim Link in meinder Signatur >>>>
Julio Cortázar Fantomas gegen die multinationalen Vampire
und andere Erzählungen aus und über Lateinamerika
versandkostenfrei.

Bearbeitet von Joe Chip, 16 September 2009 - 21:50.

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#28 proxi

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Geschrieben 16 September 2009 - 10:22

Hi Joe, das ist sehr freundlich von Dir, allerdings ist Deine Leseliste nicht das, was ich suche. Von den aufgeführten Werken habe ich so ziemlich alles gelesen. Die Strugatzkis, Lem und Dick schätze ich seit Jahren, allerdings würde ich von Lem nie "Solaris" empfehlen (das Buch ist als Literatur nicht erstklassig und im SF-Teil zu deskriptiv). Da sind Die Stimme des Herrn", der "Golem" und der "Lokaltermin" deutlich besser. Bei Dick ist auch nicht alles Gold, was da glänzt, das "Orakel" halte ich z.B. für nur mäßig gelungen und die "Valis-Triologie" ist steckenweise wirr. Bei den Dystopien "Schöne neue Welt" nicht zu erwähnen ist fahrläßig. Ich hätte F 451 unter den Tisch fallen lassen, dieses noch erträglich geschriebene, aber völlig an der Realität vorbei gehende und maßlos überbewertete Buch. Im Bereich der "klassischen Literatur" sollte man unbedingt den "Untertan" von Mann, den "Grischa" von Zweig und das "Totenschiff" von Traven aufführen. Kaffka und Schnitzler zählen ohnehin zu meinen Favoriten. Und für jeden, der SF als Literatur lesen will ist Borges ein MUSS. Die wenigen Bücher Deiner Liste, die mir unbekannt sind, werde ich mir bei meinem nächsten Deutschlandaufenthalt besorgen. Und wenn Dir im Bereich der SF inovative Werke neueren Datums unterkommen sollten (dies war ja mein eigentliches Anliegen) bin ich immerganz Ohr (oder Auge...) LG aus Lanzarote Proxi

#29 Susanne11

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Geschrieben 16 September 2009 - 10:32

Die wenigen Bücher Deiner Liste, die mir unbekannt sind, werde ich mir bei meinem nächsten Deutschlandaufenthalt besorgen.
Und wenn Dir im Bereich der SF inovative Werke neueren Datums unterkommen sollten (dies war ja mein eigentliches Anliegen) bin ich immerganz Ohr (oder Auge...)

LG aus Lanzarote
Proxi

Da mach ich doch gleich mal off-topic weiter: :(

Hallo Proxi,

Wie wäre es mit "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners" von Heinz von Foerster.

Wenn es nach mir ginge, dann wäre das Pflichtlektüre für jeden der Lesen kann. :D

#30 proxi

proxi

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Geschrieben 16 September 2009 - 10:50

Wie wäre es mit "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners" von Heinz von Foerster.

Ich habe mir die Kurzrezis bei Amazon angesehen. Klingt wie alter Wein (Solipsismus, Bishop Berkeley, Lems futurologischer Kongreß) in neunen Schläuchen.
Aber anlesen werde ich es sicher mal. Vielleicht "fängt" es mich ein...


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