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Limit


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78 Antworten in diesem Thema

#1 Kopernikus

Kopernikus

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Geschrieben 07 October 2009 - 07:39

Eingefügtes Bild
Limit
Frank Schätzing


Wohl das Phantastik-Buch mit dem größten Medienecho in diesem Herbst und vermutlich auch eines der polarisierendsten. Wie sind eure Meinungen?

#2 Oliver

Oliver

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Geschrieben 07 October 2009 - 09:04

und vermutlich auch eines der polarisierendsten.

Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wo siehst Du denn das Polarisierungs-Potential?

#3 Morn

Morn

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Geschrieben 07 October 2009 - 09:41

Um den Roman (bzw. Besprechungen in der SZ und im Spiegel) geht es auch ab hier.

#4 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 07 October 2009 - 10:05

Mir sind Hardcover einfach zu teuer, daher warte ich auch aufgrund meines prall gefüllten Lesestapels immer auf die Taschenbuchausgabe. Ansonsten läßt die länge ja schon mal vermuten das dieses Buch ein gefundenes Fressen für diverse Kritiker von Schätzing auch in diesem Forum sein wird. Ich erinner mich da an die teilweise heftigen Meinungen zu "Der Schwarm".

Bearbeitet von Amtranik, 07 October 2009 - 10:05.


#5 Kopernikus

Kopernikus

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Geschrieben 07 October 2009 - 10:07

Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wo siehst Du denn das Polarisierungs-Potential?


Das Polarisierungspotential sehe ich genau hier:

Ansonsten läßt die länge ja schon mal vermuten das dieses Buch ein gefundenes Fressen
für diverse Kritiker von Schätzing auch in diesem Forum sein wird. Ich erinner mich da
an die teilweise heftigen Meinungen zu "Der Schwarm".


Schätzing ist ein Autor der oft sehr extreme Standpunkte bei seinen Lesern produziert, zwischen Abscheu und Begeisterung gibt es hier ziemlich wenig Abstufungen. Zumindest war es so beim "Schwarm" und es würde mich nicht überraschen, wenn es hier anders wäre.

#6 Stormking

Stormking

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Geschrieben 09 October 2009 - 08:18

Schätzing ist ein Autor der oft sehr extreme Standpunkte bei seinen Lesern produziert, zwischen Abscheu und Begeisterung gibt es hier ziemlich wenig Abstufungen. Zumindest war es so beim "Schwarm" und es würde mich nicht überraschen, wenn es hier anders wäre.

Das ist nunmal so, wenn wirklich gute Recherche auf wirklich miese Schreibe trifft.

#7 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

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Geschrieben 09 October 2009 - 12:56

Das ist nunmal so, wenn wirklich gute Recherche auf wirklich miese Schreibe trifft.


Ich bin irgendwie immer wieder froh so komisch das klingt, das ich offensichtlich im
Gegensatz zu anderen Lesern weit unsensibler bin was "Sprachliche Ausführung" von
Romanen angeht. So hat mir der Schwarm gut gefallen, eventuell etwas zu lang und ich
konnte keine irgendwie geartete miese Schreibe feststellen.

Den Unterschied zwischen einem Heftroman und einem Roman vermag ich dabei schon
zu bemerken, aber Unterschiede die manche User hier so im Vorbeigehn treffen, wie
zuletzt zb zu Eschbach, zu King, zu Asher und jetzt zu Schätzing lassen mich irgendwie
immer etwas ratlos zurück.

#8 Uwe Post

Uwe Post

    Preisträger'o'naut

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Geschrieben 10 October 2009 - 19:27

Das ist nunmal so, wenn wirklich gute Recherche auf wirklich miese Schreibe trifft.


Ist so billig wie unfair, Stormking, einfach so einen Vorwurf in den Thread zu stellen, ohne ihn zu belegen.

Langatmig, mag sein. Kein Kandidat für den Literaturnobelpreis, von mir aus. Aber "mies"...? Glaub ich nicht, es sei denn, Du beweist es.

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#9 ✝ Christian Weis

✝ Christian Weis

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Geschrieben 11 October 2009 - 09:46

Schätzing ist ein Autor der oft sehr extreme Standpunkte bei seinen Lesern produziert, zwischen Abscheu und Begeisterung gibt es hier ziemlich wenig Abstufungen. Zumindest war es so beim "Schwarm" und es würde mich nicht überraschen, wenn es hier anders wäre.

Also, ich gehöre eher zu den Leuten "zwischendrin". Ich fand den SCHWARM gar nicht mal schlecht, wenn auch deutlich zu lang und teilweise zu klischeehaft.

LIMIT interessiert mich an sich schon, aber dieser dicke, schwere Ziegelstein schreckt mich doch etwas ab, zumal ich von überlangen Romanen zuletzt eher bedient als angetan war. :smokin:

#10 HoudiniNation

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Geschrieben 15 October 2009 - 09:55

Kann mir einer erklären, was es mit den fiesen Zeilenumbrüchen mitten in einer Seite mitten in einem Satz und den Leerzeilen mitten in einem Satz auf sich hat? Stilmittel oder einfach nur verflucht schlechtes Layout? Ich bin da ja ganz gerne pingelig, bei Tippfehlern und fehlenden Worten in einem Satz. Und bis Seite 155 gibt es davon schon so einiges. Scheint mir mit heißer Nadel gestrickt zu sein, oder Herr Schätzing musste noch ein paar aktuelle Bezüge reinbasteln, hm?
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#11 tichy

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Geschrieben 18 October 2009 - 21:14

"Limit" - Frank Schätzing

"Limit" hat alles, was man von Schätzing seit dem "Schwarm" erwartet: einen intelligenten und gelehrten Plot mit viel Spannung; eine stellenweise fast zwanghafte Liebe zum Detail -- speziell bei der Schilderung von Grausamkeiten; die Vermittlung von viel Hintergrundwissen in gelegentlich ausufernd dozierender Form; das Auftreten von sehr vielen, bei aller biographischer Informationsfülle meist hölzern bleibenden Personen.

Beim Lesen hat man über weite Strecken das Gefühl, zwei Bücher abwechselnd zu lesen. Die Geschehnisse an den beiden Schauplätzen (vereinfacht: Mond und Erde) beginnen erst gegen Mitte des Romans erste Verbindungen anzudeuten -- bei einem Umfang von 1.300 Seiten bedeutet das eine ziemlich lange Verwirrung auf Seiten des Lesers.

Dazu kommt, dass die beiden Stränge sehr unterschiedlich gut gelungen sind: Die Schilderung der Geschehnisse auf dem Weg zum und auf dem Mond stellt über weite Strecken eben dies dar: eine weitgehend spannungsfreie Schilderung, insbesondere eine nicht enden wollende Vorstellung von derart vielen Hauptpersonen, dass dem Roman sogar ein Personenregister angefügt wurde. Es füllt neun Seiten.

Etwas ausgeglichen wird dieses Manko durch die in diesem Abschnitt vermittelte Zukunftsvision: Ich bin kein Experte, aber nach meinem Wissen gibt es an keiner anderen Stelle eine so ausgefeilte, offensichtlich auf solidem technischen Wissen basierende, populärwissenschaftliche Darstellung eines Orbitallifts und des Helium-3-Abbaus auf dem Mond. Dennoch muss man dem Autor ankreiden, in dieser Hälfte der Handlung bis zur Mitte des umfangreichen Buches seinen Unterhaltungsauftrag recht stiefmütterlich zu behandeln. Vielleicht wollte er ihn in Form von "sense of wonder" bei der Schilderung seiner technischen Vision erfüllen, aber dafür ist diese bei aller technischen Fundiertheit doch nicht atemberaubend genug.

Zum Glück gibt es auch noch den anderen, den irdischen Handlungsstrang, dank dem gegen Seite 370 die Story dann doch Fahrt aufzunehmen beginnt. Was bei Schätzing freilich üblicherweise bedeutet, dass Leute auf spektakuläre Weise dran glauben müssen. Dieser Teil der Geschichte ist nicht nur von der Spannung her gelungen, sondern bietet eine intelligende Vision der technischen, politisch-gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunftsentwicklung unserer Welt sowie nebenher unter anderem viele interessante Einblicke in die chinesische Mentalität.

Ab Buchmitte laufen die beiden Handlungsstränge dann -- erst zaghaft, dann rasant -- aufeinander zu und auch auf dem Mond steigt die Spannungskurve. Mit anderen Worten: Es gibt oben wie unten Tote am laufenden Band. Einen nach dem anderen erwischt es, detailreich geschildert bis hin zu den letzten Gedanken der Unglücklichen, und nur selten werden zwei auf die gleiche Weise dahingerafft: Sie werden erschossen, zerquetscht, verbrannt, erschlagen, zerrissen, erstickt, überfahren, schockgefroren, in den Abgrund geworfen, in die Luft gesprengt ... wie gewohnt lässt es Schätzing weder an Fantasie noch an Deutlichkeit bei der Schilderung unnatürlicher Todesumstände missen.

Was in der Praxis nichts daran ändert, dass seine Figuren bereits vor ihrem Ableben nur wenig "lebendig" wirken. Er bemüht sich sichtlich, ihnen durch originelle Backstories und charakteristische Marotten Leben einzuhauchen, aber keiner der Personen gelang es während der langen Lektüre, mir ans Herz zu wachsen. Man nimmt ihr Gelingen und Scheitern als Teil der Entwicklung wahr, empfindet aber nur an wenigen gelungenen Stellen wirklich Freude oder Leid mit ihnen. Mit einer, allerdings wichtigen, Ausnahme: Im Gegensatz zum "Schwarm" ist ihm diesmal gelungen, einen wirklich formidablen Bösewicht zu zeichnen, der einen starken und gleichzeitig glaubhaften Gegenpol zur "Heldengruppe" bildet -- die dafür im Fall des Mond-Schauplatzes mangels echter Identifikationsfigur für den Leser wiederum etwas diffus ausfällt.

Etwas übel nehme ich Schätzing auch den ausufernden Einsatz von Autoren-Tricks zum künstlichen Erzeugen, Halten und Steigern der Spannung: "Cliffhanger" durch strategische Ortswechsel und Doziererei an den spannendsten Stellen; willkürliches Vorenthalten von Informationen, die die handelnden Personen bereits kennen ("er nannte ihm den Namen" -- argh!); Hinauszögern der Auflösung durch deus-ex-machina-artig auftretende neue Bedrohungen; nicht enden wollende Ketten von Missgeschicken, Missverständnissen, teils unplausiblen technischen Fehlern und Begriffsstutzigkeiten.

Letzteres, also die Begriffsstutzigkeit, betrifft leider insbesondere die Auflösung des Kern-Plots: Wenn sich der genialische Detektiv, die Sicherheitsabteilung eines angegriffenen Weltkonzerns und obendrein sämtliche Geheimdienste der Erde mit einer so weitreichenden Verschwörung beschäftigen, dann erwarte ich eigentlich schon, dass irgendwann mal jemand "cui bono" fragt, also: "Wem nützt das Ganze eigentlich?", und so etwas schneller darauf kommt, wer wirklich dahinter stecken könnte.

Schließlich noch ein Wort zu der Zeit, in der Schätzing die Handlung ansiedelt: Sie spielt im Jahr 2025. Für wie wahrscheinlich man es hält, dass wir in 15 Jahren nicht nur einen funktionierenden Weltraumaufzug, sondern auch eine gigantische Raumstation sowie ausgedehnte Bergbautätigkeit und Luxustouristik auf dem Mond haben werden, darüber mag sich jeder selbst eine Meinung bilden -- ich persönlich finde einen derart optimistischen Zeitplan für ziemlich schwer verdaulich im Rahmen einer Zukunftsvision, die sonst so viel Wert auf Realismus legt.

Mein Fazit? Ich bin insgesamt recht gut unterhalten worden und habe viel interessante geistige Anregung in vielen verschiedenen Bereichen erhalten. Schriftstellerisch finde ich "Limit" etwas besser gelungen als den "Schwarm", dessen originellere Grundidee mich dafür mehr angesprochen hat. Also gibt's von mir auch diesmal wieder vier von fünf Sternen.

-- tichy

Bearbeitet von tichy, 18 October 2009 - 21:21.

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#12 lapismont

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Geschrieben 19 October 2009 - 08:40

@Tichy Irgendwie liest sich Deine Besprechung eher als Verriss. Seltsam. :D
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Fantasyguide
Saramee
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#13 HoudiniNation

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Geschrieben 20 October 2009 - 07:42

Aha, ich habe die Leerzeichen und Zeilenumbrüche mitten im Satz verstanden. Doch ein Stilmittel. Bin zwar nicht der Meinung, dass es notwendig gewesen wäre, aber bitte, ich gebe meine Begriffsstutzigkeit gerne zu. Nur habe ich jetzt zeitweilig das Gefühl, ein Remake von William Gibson (z.B. Pattern Recognition) vor mir zu haben. Aber der Herr Schätzig baut ja sehr gerne Zitate ein, offensichtliche wie inhaltliche wie stilistische. Was ja dufte ist, weil man sich sofort wie zu Hause fühlt, in seinem Schmöker. Zudem denke ich, kann man ihm die Tatsache nachsehen, dass er uralte SF Themen wieder aufwärmt, denn ein guter Teil seiner Leser wird vermutlich noch nie einen SF Roman gelesen haben. Mir macht es bis dato also Spaß.
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#14 tichy

tichy

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Geschrieben 21 October 2009 - 09:07

Irgendwie liest sich Deine Besprechung eher als Verriss. Seltsam.

Hmja, ich verstehe was Du meinst. Aber das liegt vielleicht an meinen individuellen Vorlieben. Ich habe das schon damals in meiner Besprechung von Schätzings "Schwarm" geschrieben: Ich mag Bücher, in denen ich etwas lerne. Das muss nicht unbedingt etwas technisches sein, sondern auch ein anderer Standpunkt oder eine Mentalität oder Herangehensweise ... halt etwas, das mir sozusagen einen neuen Horizont eröffnet. Das ist auch bei "Limit" der Fall, und das in einer Form, die mich zudem insgesamt gesehen recht gut unterhalten hat.

Trotzdem sind mir während der Lektüre verschiedene Dinge aufgefallen, die entweder mich stören oder von denen ich weiß, dass sie andere Leser stören könnten. Ich persönlich habe beispielsweise kein allzu großes Problem mit der nicht ganz gelungenen Charaktertiefe bei Schätzings Figuren, diesen Mangel teilt er mit vielen anderen Büchern des Genres, die ich trotzdem genießen kann. Andere können dagegen großzügiger über Unplausibilitäten in der Handlung hinwegsehen, was wiederum mir recht schnell den Spaß verderben würde. Wie schon beim Schwarm nehme ich deshalb an, dass die Meinungen über diesen Roman, je nach persönlichen Vorlieben, weit auseinander gehen werden.

-- tichy
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#15 Matthias

Matthias

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Geschrieben 22 October 2009 - 11:07

Ich habe auch mit dem Buch angefangen. Man kann das Buch bisher durchaus als SF bezeichnen. Die Physik ist erstaunlich realistisch, auch wenn sich einige winzige Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen haben.
Lieblingsautoren: Alastair Reynolds, R.C. Wilson, G. Benford

#16 † a3kHH

† a3kHH

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Geschrieben 24 October 2009 - 11:13

Nur habe ich jetzt zeitweilig das Gefühl, ein Remake von William Gibson (z.B. Pattern Recognition) vor mir zu haben. Aber der Herr Schätzig baut ja sehr gerne Zitate ein, offensichtliche wie inhaltliche wie stilistische. Was ja dufte ist, weil man sich sofort wie zu Hause fühlt, in seinem Schmöker.

Zudem denke ich, kann man ihm die Tatsache nachsehen, dass er uralte SF Themen wieder aufwärmt, denn ein guter Teil seiner Leser wird vermutlich noch nie einen SF Roman gelesen haben.

Mir macht es bis dato also Spaß.

Ohne ihn bisher gelesen zu haben, fühle ich mich bei diesen Kommentaren hier im Thread zum neuen Schätzing irgendwie an Simmel erinnert ...
:glare:

Bearbeitet von a3kHH, 24 October 2009 - 11:13.


#17 simifilm

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Geschrieben 24 October 2009 - 14:25

Falls es jemanden interessiert, eine Kritik zu dem Buch aus dem Tages-Anzeiger.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

zfs40cover_klein.jpg ZFS16_Coverkleiner.jpg

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#18 † a3kHH

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Geschrieben 24 October 2009 - 15:36

Interessant.

#19 Holger

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Geschrieben 16 December 2009 - 22:14

Schade, dass die Diskussion so schnell wieder abebbte. Schließlich hat LIMIT doch das Potential zu einem der größten kommerziellen Erfolge waschechter SF der letzten Jahre im deutschen Buchhandel zu werden. Oder nicht?

Ich bin seit einigen Tagen an der Hörbuchfassung dran, anhand der Kapitelaufteilung würde ich mutmaßen, etwa kurz vor der Halbzeit zu stehen. Im Großen und Ganzen deckt sich mein Eindruck stark mit Tichys. Allerdings würde ich die "negativen" Aspekte etwas mehr herausstellen: die Handlung ist unglaublich langatmig. Oder besser: künstlich in die Länge gezogen! Offenbar dienen Lektoren heutzutage nur noch dazu, krumme Satzbauten umzustellen und ortokrafiesche Fehler auszumerzen. Oder von unnützen Ausschmückungen und Wurmfortsetzen der Handlung bei einem Schätzing lässt man gleich die Finger! Denkt denn keiner an das ganze Holz?

Die technischen Beschreibungen und Visionen sind tatsächlich raffiniert ausgearbeitet. Wer sich allerdings bereits in die "Nahe-Zukunft-SF" eingelesen hat, wird nicht gerade vom Hocker fallen. Der Zeitrahmen ist tatsächlich etwas zu optimistisch, Tichy erwähnte das. Andererseits, wäre er das nicht, hätten Motive wie die aktuelle Finanzkrise oder die Figuren des Kurt Cobain, des David Bowie und des alternden Bill Gates nicht mehr in die Handlung gepasst, und damit wären wichtige Bezugspunkte für die breite Leserschaft verloren gegangen.

Gerade den Auftakt des "Mondstranges" fand ich sehr dürftig. Jedes andere Buch bzw. Hörbuch, dem gegenüber ich eine geringere Erwartungshaltung gehabt hätte, wäre vermutlich hier schon aussortiert worden. Die ganze Bagage superreicher Unsympathen , die da minutiös in Szene gesetzt wird, interessierte mich Null Komma Null. Unglaublich aufgepumpt und doch nicht viel dahinter! Mit der Abreise Richtung Mond wird dieser Teil der Handlung jedoch deutlich interessanter.

Ein anderer Handlungsstrang, in China angesiedelt und einen Privatdetektiv begleitend, spricht mich da schon mehr an und entwickelt zeitweise auch einen gewissen Spannungsbogen. Aber auch hier kommt es später zu Kampf- und Verfolgungsszenen, die man gut und gerne auf 1/4 zusammenstreichen hätte können, ohne das die Handlung auch nur ein Quentchen an Substanz verloren hätte.

Fazit bis jetzt also: ganz okay, aber deutlich zu langatmig. Dafür sehr gut ausgearbeitet, gut geschrieben (kann Stormking da nur vehement widersprechen) und alles in allem unterhaltsam. Am Ball bleibe ich, weil ich froher Hoffnung bin, dass es noch richtig gut wird (!), weil ich bei diesem Buch unbedingt mitreden können möchte, und weil ich hoffe, auf die Frage "Was genau ist denn SF, abgesehen von Star Wars und Star Trek?" antworten können möchte: "So wie LIMIT von Frank Schätzing. Kennt doch eigentlich jeder." Abwarten!
"Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt."
(Georg Christoph Lichtenberg)

#20 Armin

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Geschrieben 17 December 2009 - 09:21

Schätzing erreicht auf jeden Fall das Massenpublikum. In der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung ist auf einer überregionalen Seite die Ankündigung (mit Bild des Autors) seiner "multimedialen Lesung" am 28. Februar 2010 im Mannheimer Rosengarten zu finden. (Es werden außerdem drei mal zwei Eintrittskarten und drei Exemplare des Buchs verlost.)

Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert: Üblicherweise werden solche Lesungsankündigungen verschämt in einen Nebensatz auf den Lokalseiten versteckt. Und: Der Mann liest im Rosengarten. Das ist keine kleine Hütte.

#21 Oliver

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Geschrieben 17 December 2009 - 13:17

Ich habe den "Schwarm" ganz gelesen und bin bei "Limit" jetzt dran, bei ungefähr einem Zehntel (diskutiere also weiterhin gerne mit).

Ohne ihn bisher gelesen zu haben, fühle ich mich bei diesen Kommentaren hier im Thread zum neuen Schätzing irgendwie an Simmel erinnert ...

Auch wenn das zunächst absurd klingt: Ich finde Deinen Vergleich keinesfalls abwegig, Alfred. Einiges erinnert mich bei Schätzing tatsächlich an Simmel (der politische Gestus, das Recherche-Thriller-Korsett u.a.), ich kann mich nur nicht entscheiden, ob ich Schätzing als Simmel 2.0 oder, das gefällt mir besser, als Breitwand-Simmel bezeichnen würde. Und ich meine das keinesfalls abschätzi(n)g. Die wenigen Thriller, die ich von Simmel gelesen habe, warum beileibe nicht schlecht.

#22 † a3kHH

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Geschrieben 17 December 2009 - 20:21

Die wenigen Thriller, die ich von Simmel gelesen habe, warum beileibe nicht schlecht.

Aber rein zeitgenössische Literatur, zwanzig Jahre später nur noch als nostalgische Reminiszenz lesbar.
:P

#23 Oliver

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Geschrieben 18 December 2009 - 12:27

Aber rein zeitgenössische Literatur, zwanzig Jahre später nur noch als nostalgische Reminiszenz lesbar.

Klar. Die waren immer sehr "am Puls der Zeit" und würden sich heute eher angestaubt lesen. Das ist aber vielleicht bei Herrn Schätzing in einigen Jahren auch so, wer weiß...

#24 Stefan9

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Geschrieben 18 December 2009 - 13:46

Die technischen Beschreibungen und Visionen sind tatsächlich raffiniert ausgearbeitet. Wer sich allerdings bereits in die "Nahe-Zukunft-SF" eingelesen hat, wird nicht gerade vom Hocker fallen. Der Zeitrahmen ist tatsächlich etwas zu optimistisch, Tichy erwähnte das. Andererseits, wäre er das nicht, hätten Motive wie die aktuelle Finanzkrise oder die Figuren des Kurt Cobain, des David Bowie und des alternden Bill Gates nicht mehr in die Handlung gepasst, und damit wären wichtige Bezugspunkte für die breite Leserschaft verloren gegangen.

Gerade den Auftakt des "Mondstranges" fand ich sehr dürftig. Jedes andere Buch bzw. Hörbuch, dem gegenüber ich eine geringere Erwartungshaltung gehabt hätte, wäre vermutlich hier schon aussortiert worden. Die ganze Bagage superreicher Unsympathen , die da minutiös in Szene gesetzt wird, interessierte mich Null Komma Null. Unglaublich aufgepumpt und doch nicht viel dahinter! Mit der Abreise Richtung Mond wird dieser Teil der Handlung jedoch deutlich interessanter.



Hallo Holger,

schön dich mal wieder hier zu finden.

Ich bin jetzt auf S. 155 und kann bis hierher deiner Einschätzung nur zustimmen. Wäre das Buch nicht ein Geschenk meiner Frau gewesen, hätte ich es sicher schon beiseite gelegt:-))

Die schiere Anzahl der beteiligten Personen und der langatmig erzählte Backround derselben ist waste time und ein wenig ärgerlich.

Ausgesprochen imposant fand ich jedoch den Einstieg in den Kinderschänder-Strang. Sprachlich überaus gelungen.
Überhaupt, seine sprachlichen Qualitäten sind bisher noch überhaupt nicht gewürdigt worden. Ich beneide ihn um sein sprachliches Ausdrucksvermögen, das einen hohen Anteil daran hat, das ich noch bei der Stange bleibe. Allein das ist ein Merkmal für das es sich lohnt darüber zu berichten.

Die Technologie:
Nun, zunächst mal ist Schätzing seinen Lesern verpflichtet. Soll heissen, er schreibt das, wovon er (und sein Verlag) glauben, das es erfolgversprechend ist. Der Autor kommt auf den Leser (Markt) zu. Das haben viele Autoren imho noch gar nicht begriffen.
Nun beginnt für Schätzing der Spagat, einem 0815 SF Leser oder Kundschaft, die noch kaum eine Berührung mit SF hatten genau so in den Bann zu ziehen wie uns, die wir doch ausnehmend differenzierter (vor) eingenommen sind.
Dem geschuldet kommt es zwangsläufig zu verschiedenen Einschätzungen über die Qualität seiner Zukunftsvisionen.
Keinesfalls darf man Schätzing allerdings vorwerfen, sich nicht umfassend und ausreichend über sein Thema informiert zu haben.
In den Danksagungen finden sich Namen, die fundierter kaum zu dem Thema Raumflug hätten beraten können.
Wer seinen Titel: Nachrichten aus einem unbekanntem Universum gelesen hat weiss, das Schätzing in der Lage ist, sich knietief in wissenschaftliche Themen einzuarbeiten.
Zu optimistische Einschätzungen z.B. zur weitern ökonomischen und vor allen Dingen technologischen Entwicklungen sind also der Prosa geschuldet. Es ist mehr als ehrenwert, das sich ein Autor solchen Strapazen unterzieht und sich nicht irgendeinen Mist aus den Fingern saugt.



Grüsse ins Board

------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 

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#25 Vincent Voss

Vincent Voss

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Geschrieben 01 May 2010 - 08:24

Hallo,

ich habe mich jetzt durch 1304 Seiten durchgelesen. Meine Meinung dazu:

Das Buch hinterlässt auf mich einen guten Gesamteindruck. Eine gute Story, sehr gute Recherche und ein guter Schreibstil. Die langen, fast philosophisch anmutenden Innenansichten der Protagonisten oder die ebensolangen gesellschaftskritischen Aussschweifungen zu Orts- oder Szenebeschreibungen füllen die Story mit Leben. So was darf sich aber nur ein Schätzing leisten, ich vermute ansonsten wäre das Buch um ein Drittel gekürzt worden. Beim Schwarm war ich vom Ende angepestet, in Limit fand ich das Ende gelungen.

Störend fand ich die vielen Charaktere auf der Mondreise. Eine Bindung ist mit vielen nicht entstanden und am Ende dienten sie offenbar nur als Tötungsmasse für den Hollywoodeffekt.

Alles in allem: Gut.

#26 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 01 May 2010 - 13:12

Hallo,

ich habe mich jetzt durch 1304 Seiten durchgelesen. Meine Meinung dazu:

Das Buch hinterlässt auf mich einen guten Gesamteindruck. Eine gute Story, sehr gute Recherche und ein guter Schreibstil. Die langen, fast philosophisch anmutenden Innenansichten der Protagonisten oder die ebensolangen gesellschaftskritischen Aussschweifungen zu Orts- oder Szenebeschreibungen füllen die Story mit Leben. So was darf sich aber nur ein Schätzing leisten, ich vermute ansonsten wäre das Buch um ein Drittel gekürzt worden. Beim Schwarm war ich vom Ende angepestet, in Limit fand ich das Ende gelungen.

Störend fand ich die vielen Charaktere auf der Mondreise. Eine Bindung ist mit vielen nicht entstanden und am Ende dienten sie offenbar nur als Tötungsmasse für den Hollywoodeffekt.

Alles in allem: Gut.



Danke für diese Einschätzung B)

Ich freue mich schon auf das Taschenbuch.

#27 Jasper

Jasper

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Geschrieben 12 May 2010 - 10:05

Oh je. Ich musste das Buch für meinen Schreiblehrgang anlesen, weil ich noch Beispiele für kommerziell erfolgreiche SF brauchte. Für mich ist das zu langatmig, sprachlich zu langweilig und vor allem unglaublich nervig, dieser Gestus der politischen Bedeutungshuberei, der nirgendwo eingelöst wird. Das ist doch alles trivial, was da angeblich so großartig recherchiert und kontrovers ist. Ungefähr so "kontrovers" wie eine Talkrunde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Aber vielleicht ist das ja auf den restlichen 1000 Seiten alles ganz anders :devil:.
  • (Buch) gerade am lesen:K.J.Parker-Devices and Desires
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#28 Rusch

Rusch

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Geschrieben 12 May 2010 - 10:30

Wenn ihr gut recherchiert mit gut abgeschrieben meint, dann stimme ich zu. Ich habe jetzt erst 40 Seiten gelesen, aber die Stelle mit dem Orbital Lift ist ja fast 1:1 auf "The Fountains of Paradise" übernommen. Das müsste Herrn Schätzing ja die Schamesröte ins Gesicht treiben. Mal sehen.

#29 Valerie J. Long

Valerie J. Long

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Geschrieben 12 May 2010 - 10:43

Oh je. Ich wollte den Schinken im nächsten Urlaub angehen. Jetzt nehme ich mir doch lieber erstmal David Weber vor. :devil:
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#30 Oliver

Oliver

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Geschrieben 12 May 2010 - 10:46

Das ist doch alles trivial, was da angeblich so großartig recherchiert und kontrovers ist.

Wenn Du da mit falschen Erwartungen herangehst, nimmst Du Dir vielleicht die Freude an dem Buch. Deshalb: Kontrovers ist in "Limit" genau gleich gar nix, man braucht keine Kraft darauf zu verschwenden, danach zu suchen. Wenn man es nicht erwartet, vermisst man es auch nicht.

Wenn Du mit 'trivial' (ja, ich mag das Wort, wie viele, auch nicht) meinst, dass das Buch nicht mehr und/oder nicht weniger als reine Thriller-Unterhaltung sein will, dann liegst Du richtig. So. Wenn Dir diese Eckpunkte zusagen, solltest Du weiterlesen. Wenn nicht, sind noch über 1.000 Seiten zum ausprobieren vielleicht etwas viel.


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