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Lisa Randall - Verborgene Universen


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9 Antworten in diesem Thema

#1 Sah-Gahn

Sah-Gahn

    Yoginaut

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Geschrieben 06 Juli 2010 - 08:09

Einen schönen guten Morgen zusammen! :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Ist unser Universum auf einer sogenannten Brane untergebracht? Schwimmt diese Brane im Multiversum, zusammen mit anderen Branen? Hängen sie in einer höherdimensionalen Raumzeit? Gibt es paralelle vollkommen anders gestaltete Welten, (oder Branen?), neben der Unseren?

Kein Science-Fiction sondern wissenschaftliche Fragen mit denen sich die Harvard-Professorin Lisa Randall in ihrem Buch - Verborgene Universen - beschäftigt.

Lisa Randall, 1968 geboren, eine seriöse Wissenschaftlerin in Harvard beschreibt in ihrem Buch erfrischend locker, so anschaulich es geht, (das Thema ist nun mal schwierig), was es mit der fünften Dimension, der Stringtheorie, den schon erwähnten Branen auf sich hat.
Sie zeichnet ein gemeinsames Bild von Relativität, Quantenmechanik, Gravitation und Stringtheorie. Sie erklärt die Entstehung verschiedener Theorien dazu, und weist auch auf ihre Widersprüche hin.
Sie wirft die Möglichkeit von sich durchdringenden und überlagernden Multiversen in den Raum.

Lisa Randall zeigt wie man diese unglaublich klingenden Dinge beweisen könnte.
Herausgekommen ist dieses Buch im Jahr 2005 im S. Fischer Verlag, also noch vor Inbetriebnahme des LHC. Lisa Randall setzt große Hoffnungen in die Ergebnisse dieses großen Experiments. Und wer weiß was sich in den kommenden Jahren noch für überraschende Dinge herausstellen werden.

Verborgene Universen ist ein gut lesbares wissenschaftliches Sachbuch und deshalb nur zu empfehlen. Allerdings sollte man sich schon etwas in Physik auskennen, oder zumindest sich dafür interessieren und beim Lesen einen gewissen Starrsinn an den Tag legen. Das heißt man sollte durchhalten, denn einfach ist das Buch trotzdem nicht. Das liegt eben, wie man so schön sagt, in der Natur der Sache. Und die Natur ist ja auch nicht so einfach zu durchschauen, geschweige denn die Physik die ja dazugehört.
Alles in Allem, für Physiker, Astronomen und interessierte Laien ein durchaus lesenswertes, spannendes Buch.
Schöne Grüße von sahgahn. :rolleyes: :cheers: :blush:
Ich schreibe, weil ich eine Geschichte habe.
Schön wenn sie den Lesern gefällt.
Ich schreibe weil es meine Art ist sich auszudrücken, weil ich Zustände kritisieren, weil ich Welten entstehen lassen kann. Für mich, für andere.
Ich schreibe nicht weil ich viel Geld und Ruhm scheffeln will - Anerkennung aber schon. Ich hätte auch nichts dagegen davon leben zu können!
U.M.
http://www.umo.kulturserver-nrw.de
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  • (Buch) gerade am lesen:Dmitry Glukovsky - Metro 2033
  • (Buch) als nächstes geplant:Ted Nield - Superkontinent - Das geheime Leben unseres Planeten. Eine abenteuerliche Reise durch die Erdgeschichte
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#2 Matthias

Matthias

    Illuminaut

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Geschrieben 06 Juli 2010 - 15:49

Das Buch hat doch deutlich Tendenzen, sehr oberflächlich zu sein und ist daher für Personen mit Fachkenntnissen nur bedingt geeignet (auch wenn es sicher zu den komplexeren populärwissenschaftlichen Büchern auf dem Markt zählt). Zudem geht die Autorin stellenweise sehr unkritisch mit dem Thema um.
Lieblingsautoren: Alastair Reynolds, R.C. Wilson, G. Benford

#3 Sah-Gahn

Sah-Gahn

    Yoginaut

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Geschrieben 07 Juli 2010 - 07:10

Hallo Mathias!

Ich habe jetzt ziemlich spontan geantwortet, deswegen weiß ich nicht, ob du ein Leser mit Fachkenntnissen bist, aber ich gehe jetzt mal davon aus.

Mag sein, das dieses Buch für einen studierten Physiker noch viel zu einfach ist, und noch zu wenig in die Tiefe geht. (Gelesen hast du es ja wahrscheinlich).

Obwohl ich der Meinung bin, das Lisa Randall über große Strecken sehr viel fachspezifische Erklärungen, Formeln und rein wissenschaftlich/physikalische Sprache in das Buch hereingebracht hat.

Wenn das Buch an vielen Stellen durch kleine Geschichtchen und durch Plaudereien über andere Wissenschaftler, Kongresse usw. aufgelockert wurde und deshalb auch für interessierte Nicht-Physiker lesbar ist um so besser. Das macht es aber nicht weniger ernsthaft.
Außerdem geht die Autorin durchaus nicht unkritisch mit dem Thema um.
Sie erörtert nur was es an verschiedenen Theorien gibt. Sie vergleicht sie dann miteinander, zeigt ihre Vorteile gegenüber der vorangehenden Theorie auf und kommt aber dann gleichzeitig wieder darauf zu sprechen, welche Lücken und Schwierigkeiten dort auftauchen.
Frau Randall behauptet übrigens auch nie, das diese oder jene Theorie die absolute Wahrheit ist. Sehr oft benutzt sie die Vokabeln, "wenn es denn stimmt", oder könnte so sein.
Meiner Meinung nach bleibt sie dabei immer auf dem Boden der Wissenschaft. Die Begeisterung dafür, das es vielleicht so sein könnte, kann man ihr ja nicht vorwerfen.

Für Leute die keine Fachkenntnisse haben und sich nicht auf die eine oder andere Weise, schon über dieses Thema eingelesen oder anderweitig schlau gemacht haben, ist dieses Buch sogar sehr komplex.

Im Übrigen gibt es meiner Meinung nach an populärwissenschaftlichen Büchern durchaus nichts auszusetzen, fall sie nicht zu oberflächlich daherkommen. Nach Manier von Sendern wie RTL o.Ä., die wenig Inhalt aber viel Spektakuläres zu bieten haben.

Populärwissenschaftliche Bücher oder Sendungen bringen Wissenschaft auch Menschen näher die nicht unbedingt studiert haben und vielleicht noch nicht einmal "interessierte Laien mit Fachkenntnissen sind.
Denn Wissenschaft, heißt Wissenschaft weil sie Wissen schafft.

Noch ein letzter Satz dazu.
Sollte ich mich geirrt haben, und du hast das Buch vielleicht doch nicht gelesen und aus meiner Empfehlung geschlossen, das Buch sei oberflächlich, möchte ich mich dafür entschuldigen. Dann werde ich solche Bücher demnächst ausführlicher besprechen.
Schöne Grüße
von sahgahn.
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#4 Matthias

Matthias

    Illuminaut

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Geschrieben 07 Juli 2010 - 09:23

Hi sahgah, mein Text oben war auch nur als kleine Zusatzanmerkung gedacht, nicht als Kritik. Bei Lee Smolin "Zukunft der Physik" kann man sehen, wie kritisch man das Thema behandeln kann und eigentlich auch muss. O'Sheas "Poincares Vermutung" ist scheinbar einfacher, aber doch komplexer. Ich mag Randalls Buch eigentlich auch gerne; aber es ist schon sehr auf Hype getrimmt: eine gutaussehende, blonde Frau, welche ein reisserisches Thema vorstellt :) Und auf diese Weise eben nicht "Wissen" schafft.

Bearbeitet von Matthias, 07 Juli 2010 - 09:24.

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#5 Stormking

Stormking

    Giganaut

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Geschrieben 07 Juli 2010 - 12:26

Ich mag Randalls Buch eigentlich auch gerne; aber es ist schon sehr auf Hype getrimmt:
eine gutaussehende, blonde Frau, welche ein reisserisches Thema vorstellt :)

Um zu dieser Einschätzung zu gelangen, darf man aber auf gar keinen Fall wissen, daß mit "Randall" in "Randall-Sundrum-Modell" ebenjene gutaussehende, blonde Frau gemeint ist.

#6 Sah-Gahn

Sah-Gahn

    Yoginaut

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Geschrieben 07 Juli 2010 - 13:36

Hi Mathias!

In Ordnung dann sehe ich das mal als Zusatzbemerkung. Aber ich bin mit deiner Zusatzbemerkung trotzdem nicht so ganz einverstanden. Eben aus den schon in meiner vorherigen Antwort genannten Gründen. Außerdem, hier zitiere ich dich jetzt mal.

Ich mag Randalls Buch eigentlich auch gerne; aber es ist schon sehr auf Hype getrimmt:
eine gutaussehende, blonde Frau, welche ein reisserisches Thema vorstellt.


Kann sie was dafür das sie blond ist? Möglich das sie gut aussieht, was bitte soll sie dagegen tun? Ich weiß nicht was du für ein Buch hast, aber mein Buch besteht hauptsächlich aus Buchstaben. Das einzige Bild von Lisa Randall ist auf dem Rückumschlag zu sehen. Und da wirkt sie wie eine normale Frau, die eben nicht häßlich ist.

Das Buch das du erwähnt hast "Zukunft der Physik", kann ich nicht beurteilen da ich es nicht gelesen habe, aber es ist bestimmt interessant und bei Gelegenheit werde ich es mir besorgen. Vielen Dank für den Tipp.
Schöne Grüße
von sahgahn
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#7 Matthias

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Geschrieben 07 Juli 2010 - 13:38

Was willst Du damit sagen? So herausragend ist ihr Lebenslauf nicht. Ich halte übrigens auch die Bücher von Stephen Hawking für Blendwerke.
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#8 Sah-Gahn

Sah-Gahn

    Yoginaut

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Geschrieben 07 Juli 2010 - 14:08

Was willst Du damit sagen? So herausragend ist ihr Lebenslauf nicht. Ich halte übrigens auch die Bücher von Stephen Hawking für Blendwerke.


Ich hoffe wir haben uns jetzt nicht falsch verstanden. Ich kenne Lisa Randall nicht persönlich. Ich kenne auch nicht ihren Lebenslauf.
Aber ich finde das Buch als interessierter Laie, der ich bin, eigentlich gut, (wie du ja auch) .
Und ich lese solche Bücher unabhängig davon, ob diese Fachbücher von Männern oder Frauen geschrieben sind, die blond, rot, oder braunhaarig - gut oder schlecht aussehen.
Ich glaube das viele andere das auch tun, und sich nicht allzuviel vom Aussehen eines Autors/Autorin beeinflussen lassen.
Ich denke auch nicht, das dieses Thema reißerisch ist. Es ist nur gerade aktuell, siehe LHC. In diesem Sinne sind dann auch viele andere Themen in dem Bereich immer wieder reißerisch. Ich denke da an Supernova, Schwarze Löcher, Gammarays usw.
Ach so Stephen Hawking. Stephen Hawking ist sicher ein herausragender Wissenschaftler. Aber ich finde auch, das man darüber nicht seine Kollegen vergessen darf. Als Nicht-Physiker sind mir seine Werke eigentlich etwas zu kompliziert. Er hat wahrscheinlich auch ein paar Bücher zuviel herausgebracht. Aber ich denke nicht alle davon waren Blendwerke.

Es grüßt sahgahn
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#9 Matthias

Matthias

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Geschrieben 07 Juli 2010 - 14:49

Lass es mich noch mal so formulieren: Randall schreibt so über die Themen, wie sich Nicht-Physiker gerne die Physik vorstellen. Und ich bin überzeugt, dieses Buch hätte sich mit einer anderen Überschrift (etwa: Vereinheitlichung der fundamentalen Grundkräfte) und einem anderen Autorenbild weniger gut verkauft. Aber ich finde es schön, wenn hier auch über populärwissenschaftliche Bücher diskutiert wird.
Lieblingsautoren: Alastair Reynolds, R.C. Wilson, G. Benford

#10 Stormking

Stormking

    Giganaut

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Geschrieben 08 Juli 2010 - 13:03

Lass es mich noch mal so formulieren: Randall schreibt so über die Themen, wie sich Nicht-Physiker gerne die Physik vorstellen.

Amerikanische Wissenschaftler schreiben nunmal auch gerne für's normale Volk, welches die Forschung letztlich finanziert. Unter ihren deutschen Kollegen scheint das immer noch verpönt zu sein, auch wenn sich die Situation langsam bessert.

Und was daran schlecht sein soll, eine hohe Anzahl verkaufter Bücher anzustreben, erschließt sich mir auch nicht. Bitte nimm's nicht gleich wieder persönlich aber das kommt mir ein bißchen möchtegern-elitär vor.

Bearbeitet von Stormking, 08 Juli 2010 - 13:05.



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