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Leseprobe für die Buchmesse in Wien, aber welche?


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22 Antworten in diesem Thema

#1 Pharo

Pharo

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Geschrieben 05 August 2010 - 15:15

Hallo zusammen,

für einen Hochglanzflyer, der auf der internationalen Buchmesse in Wien (November) verteilt wird, habe ich eine A5-Seite gebucht. Dort habe ich die Möglichkeit, eine Leseprobe aus meinen zwei Hanseapolis-Romanen drucken zu lassen. Nun ist ein A5-Format nicht viel, zieht man noch den Titel und die Cover mit in Betracht. Ich habe vier Leseproben herausgesucht, kann mich aber - vor allem zwischen zwei - nicht entscheiden. Es ist sehr schwer, weil ich halt nicht viel Platz zur Verfügung habe und die zufälligen Leser sofort fesseln muss. Abgesehen davon bin ich nun wirklich nicht sehr objektiv. Am liebsten würde ich die PDFs der Seiten hier publizieren, aber da geht halt technisch nicht, deshalb binde ich die vier Leseproben in unterschiedlichen Farben hier ein. Ist etwas unsexy - zum Glück sind die Texte ja nicht lang -, dennoch würde ich mich über euer Feedback freuen!

Harsche Kritik an den Texten ist müßig, da die Bücher bekanntlich schon längst draußen sind. :coool:

Vielen Dank!

Miriam


A)
„Officer Nolte?“, flüsterte Elias in sein InterCom. „Alles in Ordnung?“
Keine Antwort.
Vorsichtig schlich er den Gang hinunter. Gleich wissen wir, wer unser Mister X ist, dachte er, während seine Augen aufmerksam die Umgebung absuchten. Am Ende des Ganges blieb er unschlüssig vor einer Tür stehen. Container-Deck 45 Süd. Er lauschte. Kein Geräusch, auch keine Container-Roboter. Tiefes Durchatmen. Er öffnete die Tür, blieb aber seitlich im Gang stehen. Als er um die Ecke schielte, machte er einen Schatten aus, der vor einem Terminal an einem geöffneten Frachttor stand.
„Officer Nolte? Sind Sie das?“
Elias ging vorwärts, den Blaster im Anschlag. Hinter ihm schloss sich die Tür automatisch. „Identifizieren Sie sich!“ Mit diesen Worten betrat er die lange Halle und schaute sich um. Auf den markierten Flächen rechts und links von ihm standen ein paar Container in Reih und Glied und warteten offenbar auf Abholung. Die gesamte Außenwand der Etage bestand aus einzelnen Frachttoren mit großen zentrierten Fenstern. Das Tor hinter der unbekannten Gestalt stand weit offen. Von der gleißenden Sonne geblendet, konnte Elias lediglich Schemen erkennen. Die Außen-Antennen für die Robotersteuerung sahen im Gegenlicht wie kleine Lanzen aus.
„Wer sind Sie?“, brüllte Elias gegen den Wind an, der durch die offene Halle peitschte. „Wo ist Officer Nolte?“ Ein mulmiges Gefühl stieg in ihm hoch.
„Detective Kosloff!“, hob der Schatten plötzlich die Stimme und trat ein Stück zur Seite. Die Sonne traf Elias nun ganz und er hob instinktiv seine Hand gegen die Blendung. „Es gibt Dinge, in die man sich nicht einmischt, selbst wenn man ein solch dämlicher sturer Hund ist wie Sie.“
Hatte Elias bislang schon ein mulmiges Gefühl, so war das nun die Bestätigung. Eine Falle.
„Ich bin bewaffnet und Sie vermutlich auch. Eine Patt-Situation also. Was jetzt?“, versuchte er Zeit zu gewinnen.
„Bulle, für wie dumm hältst du mich? In diesem Moment sieht ein äußerst wachsames Augenpaar auf dich und zwar durch eine sündhaft teure Zieloptik.“ Der Schattenmann genoss die Sprechpause sichtlich. „Du solltest also deine berühmten letzten Worte sorgfältig wählen“, belehrte er ihn und zeigte mit dem Daumen hinter sich ins flirrende Nichts, wo sein Scharfschütze Elias aufs Korn nahm.
Wie in einem Tunnel stand der Cop zwischen den Containern, ohne Möglichkeit zur Deckung, geschweige denn zur Flucht. Wut stieg in ihm auf.
„Nun, Kosloff? Doch kein lustiger Macho-Bullen-Spruch?“



Be)
„Diese Scheißkälte hier unten geht mir echt auf den Sack!“, raunzte die vermummte Gestalt in die gekachelte Weite des U6-Tunnels hinein. Sie trat auf der Stelle, denn trotz der Thermopads in ihrer Jacke kroch die unterirdische Kälte langsam aber sicher durch jede Lücke in ihrer Kleidung.
„Nimm doch das nächste Mal einfach ein paar Handwärmer mehr mit oder lass dir von Lena mal ein paar schöne Wollsocken stricken, du Weichei! Oder kann deine Alte das auch nicht?“, antwortete Yari mit gedehnter Stimme.
„Außer Ficken braucht sie nix zu können!“
Die beiden Männer schauten sich kurz ins Gesicht und brachen dann in schalltendes Gelächter aus. Beide hatten nicht viel übrig für tiefsinniges Miteinander, aber deshalb waren sie auch nicht eingestellt worden. Eher wegen ihrer subtil brutalen Art, Frauen und andere Ware davon zu überzeugen, hier unten tief in den Schächten ihren Job zu verrichten.
Yari zog ein letztes Mal genüsslich an seinem Tabacco-Stick und wollte gerade das alte Austrete-Ritual vollziehen, als ihm eine Ratte über den massiven Stiefel rannte.
„Scheiße!“, entfuhr es ihm. Schon hatte Will die Waffe in der Hand und suchte einen imaginären Gegner auf dem Boden ab.
„Was is?“
„So †™ne Scheißratte! Da war so ne dreckscheißverdammte Ratte!“
„Ja und? Willst du mich verarschen? Hätte dich fast weggeblasen!“
„Du mich wegblasen?“ Yari gackerte. „Du triffst doch nicht mal einen ausgewachsenen Yak, wenn er dir auf den Eiern steht!“
„Ja! Aber du bist fetter und stinkst mehr! Deswegen würde ich dich ja auch blind treffen.“
Wieder grinsten sich die beiden dämlich an.
„Keine Ahnung, wo das Mistviech herkam“, sprach Yari und sah sich um. Da erhaschte er auf der gegenüberliegenden Seite eine Bewegung. Im schummrigen Licht der Notstrahler huschten kleine fließende Schatten mit hohen Fiep-Geräuschen über die verdreckten, Müll übersäten Kacheln der Station und verschwanden in der dunklen Röhre.
„Hey! Da sind Ratten, jede Menge Ratten!“, rief Yari. „Wo rennen die hin?“
„Fuck!“ bemerkte Will trocken und richtete seinen Xenon-Handstrahler auf die wimmelnde Ratten-autobahn. Einige der Tiere blieben einen kurzen Moment stehen und rannten dann weiter, andere wichen dem Leuchtkegel aus.
„Jetzt geb†™ ich euch kleinen Seuchenvögeln was zu fressen!“, grunzte Yari und zielte mit seinem Laser-Blaster in die Mitte des kleinen grauen Rinnsals. Plötzlich wechselten die Ratten ihre Richtung und rannten auf Yari und Will zu. Verstört schauten sich die beiden Männer an. Will hörte ein kurzes summendes Geräusch. Dieses Summen kenn ich doch †¦[/color]

C)
„Achtung! Extraktions-Start in fünf Sekunden.“
Brüsk zog Elias seine Partnerin ein Stück zurück, ohne seinen Blick von der Raummitte abzuwenden. Verständnislos schaute Louann zuerst auf Elias, der sie immer noch festhielt, und versuchte dann, seinem Blick ins Nichts zu folgen. Dort, etwa drei Meter vor ihnen, trat eine graue, glänzende Kugel aus dem gleichfarbigen Boden heraus. Wo Louann noch Sekunden vorher gestanden hatte, wirkte der Boden auf einmal flüssig. Wie Wachs, durch das sich die Kugel von unten nach oben schob und das einem Seidentuch gleich langsam von den Wänden der Kugel glitt. Als die Kugel zu fast zwei Dritteln herausgetreten war, stoppte sie. Nahezu geräuschlos bildete sich ein Eingang. Der Effekt hätte nicht filmreifer sein können! Neugierig beugte sich Louann vor - und stand dem seltsamsten Wesen gegenüber, das sie bis dato in Hanseapolis, nein, das sie bislang jemals getroffen hatte.
„Sie suchen jemanden?“, hauchte das Wesen, eine spindeldürre Gestalt mit einem grotesk aussehenden, überdimensionalen Kopf, die Louann aus fahlen Augen anstarrte. Bevor diese sich von ihrem Schrecken erholen konnte, sprach das Wesen weiter. „Ah, ich verstehe †¦ Sie haben die Kleine verloren †¦“ Das schadenfrohe Gekicher verursachte Louann eine Gänsehaut. Wer oder was zum Teufel ist das?
Da vernahm sie hinter sich Elias†˜ spöttische Stimme: „Marino, darf ich vorstellen? Das ist Alfred, ein überaus talentierter Suggestor!“ Er schnaubte. „Halt bloß deine sieben Sinne zusammen! Er könnte dich zwingen, etwas zu denken oder zu tun, was du hinterher bereust.“
„Also wirklich, Detective Kosloff“, wisperte Alfred. „Sie machen Ihrer Freundin Angst †¦ Sie wissen genau wie ich, dass ich ohne gerichtliche Genehmigung nicht in fremde Köpfe schauen darf.“ Dabei fixierte er Louann, die fasziniert zurückstarrte. „Ich interessiere mich eben für meine Mitmenschen. Eine Berufskrankheit, Sie verstehen ...“ Dann drehte er plötzlich seinen hässlichen Schädel und stierte Elias an.
„Lass das!“, schnauzte der den Suggestoren an und zog Louann beinahe gewaltsam aus dem Raum. Beide rannten zurück zum Expressaufzug.
„Der Typ ist ja gruselig! Was genau macht er da unten?“, fragte Louann etwas atemlos, als sie nach oben fuhren.
„Alfred ist unser Suggestor. Er versetzt Zeugen in Trance und bringt sie dazu, die gesehene Tat noch einmal zu durchleben. Dabei werden ihre Gehirnströme gemessen und in holografische Bilder umgesetzt. So erhalten wir detaillierte Tatortbilder und Täteraufnahmen. Eigentlich eine gute Sache.“ Elias knurrte. „Aber irgendwie trau ich dem Kerl nicht †¦“


D)
„Wie sind Sie herein gekommen?“
Zufrieden stellte Aidan fest, dass die verängstigte Stimme in seinem Rücken um eine Oktave nach oben gerutscht war und die Frage mit einem leichten Quieken endete. Langsam drehte er sich um und fixierte seinen Gastgeber wider Willen.
„Dein Killerkommando hat versagt und jetzt sollen wir für dich Elias Kosloff aus dem Verkehr ziehen.“ Es war eine Feststellung, keine Frage.
Paul van Laak blieb nichts anderes übrig als zu nicken, während sein rasendes Herz schmerzhaft in der Brust trommelte.
„Einige von uns haben †¦ sagen wir mal †¦ moralische Bedenken, ein ehemaliges Mitglied der Bruderschaft zu beseitigen.“ Aidan machte eine kurze, aber sehr wirkungsvolle Pause und Paul van Laak spürte, wie ihm trotz der Minustemperaturen der Schweiß ausbrach. „Ich jedoch nicht.“ Demonstrativ blickte sich der schwarz gekleidete Mann um. „Ein schöner Raum.“
„Äh, danke“, keuchte van Laak, der versuchte, die Fassung zu bewahren. „Es ist alles in Ordnung, hoffe ich. Ich habe die Summe an das Konto überwiesen, das mir genannt wurde, wie vereinbart.“
„Ja, damit ist alles in Ordnung“, sprach Aidan und erlaubte sich den Hauch eines Lächelns. In seinen Augen jedoch herrschte Finsternis.
„Aber †¦ aber warum sind Sie dann hier? Hören Sie, wenn Sie wissen wollen, warum Kosloff sterben muss, muss ich Sie enttäuschen.“ Van Laaks Herzschlag hatte sich wieder etwas beruhigt. Er war ein geschickter Verhandlungsführer. „Ich kann es Ihnen nicht sagen.“
Aidans herzhaftes Lachen traf ihn bis ins Mark. „Du Schwachkopf! Ich weiß von eurer kleinen Verschwörung, wenn auch nicht alles.“ Er lehnte sich gegen die Frauen-Skulptur und streichelte sanft über eine ihrer Eisbrüste. Dabei fixierte er van Laak wie die Schlange das Kaninchen. Der Politiker, der leichenblass geworden war, versuchte sich unauffällig rückwärts in Richtung Flügeltür zu bewegen. „Was wollen Sie?“ Sein Versuch, die Haltung zu bewahren, misslang kläglich.
„Was ich will? Dich zuerst mit dem Messer kitzeln und dann †¦“ Aidan verstummte und lächelte.
„Wa†¦as?“ Van Laak spürte, wie er keine Luft bekam.
„†¦ dein verdorbenes, nutzloses Leben auslöschen.“
„Aber †¦“ Van Laak wurde schwarz vor Augen. Er hatte keinen Grund, auch nur eine Sekunde an Aidans finsteren Absichten zu zweifeln. „Das können Sie nicht! Wir †¦ wir zahlen gut!“
„Oh ja, das tut ihr. Aber du hast mein Gesicht gesehen.“ Aidans Augen in dem beulenübersäten Gesicht glitzerten bösartig. „Und es ist, wie ich bescheiden zugeben muss, unverwechselbar.“

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#2 Nina

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Geschrieben 05 August 2010 - 15:40

Also zunächst mal: Überall wörtliche Rede am Anfang, das ist ein ein billiger, aber wirkungsvoller Trick, um den Leser gleich in die Handlung zu werfen und festzuhalten. :coool: Ich finde C am besten. Das hat auch einen phantastischen Anklang und das gefällt mir. B würde ich nicht nehmen. Für einen Flyer, den auch Kinder durchblättern, finde ich das arg derb. Außerdem erweckt das dann den Eindruck, als würdest Du Dich im ganzen Roman solcher sprachlicher Mittel bedienen. (Dabei sind es ja bloß die zwei Männer, die halt so sprechen.)

#3 Pharo

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Geschrieben 06 August 2010 - 09:57

Also zunächst mal: Überall wörtliche Rede am Anfang, das ist ein ein billiger, aber wirkungsvoller Trick, um den Leser gleich in die Handlung zu werfen und festzuhalten. :P

Ich finde C am besten. Das hat auch einen phantastischen Anklang und das gefällt mir.

B würde ich nicht nehmen. Für einen Flyer, den auch Kinder durchblättern, finde ich das arg derb. Außerdem erweckt das dann den Eindruck, als würdest Du Dich im ganzen Roman solcher sprachlicher Mittel bedienen. (Dabei sind es ja bloß die zwei Männer, die halt so sprechen.)


Hallo Nina,

vielen Dank für dein Feedback! Du bist bereits die dritte Frau, die C bevorzugt. Mich würde deshalb interessieren, ob das die Männer hier ähnlich sehen. An die Kinder auf der Messe habe ich jetzt nicht gedacht, das ist natürlich ein nachvollziehbarer Einwand. Ich werde darüber nachdenken. Was die Sprache betrifft: Nun ja, sie ist in bestimmten Passagen schon recht rabiat, das liegt am Thema. Ein Rezensent positionierte wohl nicht umsonst meinen ersten Roman irgendwo zwischen Lem und Bukowski. :P Ich fand das natürlich sehr schmeichelhaft, wenn auch etwas befremdlich ...
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#4 Gast_Dirk_*

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Geschrieben 06 August 2010 - 10:09

Ich tendiere auch zu C.

Schneller Einstieg, keine Zeit zum Luftholen und vor allem keine Worte, für die mir meine Mama früher den Mund mit Kernseife ausgewaschen hätte :D

Denke bei einer Leseprobe für die Öffentlichkeit immer p.c.

Kein Sex, keine Schimpf- oder Fäkalworte, keine gewaltpotenten Konfliktsituationen, nur esoterisch und pädagogisch wertvolle Literturkost, die sich natürlich biologisch abbauen lässt, und über die man trefflich stundenlang bei einem Brennesseltee reflektieren kann ... :P


LG

Dirk :P

Nachtrag:
Ich bin keine Frau und hoffe in deiner Autobiografie eines Tages als der erste Mann einzugehen, der auch für C stimmte (man nennt mich auch den Frauenversteher der Science Fiction ;) ;) :lol: )

Bearbeitet von Dirk, 06 August 2010 - 10:11.


#5 Gallagher

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Geschrieben 06 August 2010 - 10:39

Mir gefallen A und D am besten. B gefällt mir wegen des übermäßigen Gebrauchs an Schimpfworten nicht - und C mag ich gerade wegen des Technobabbels im ersten Satz nicht. „Achtung! Extraktions-Start in fünf Sekunden.“, das klingt so nach Raumschiff Orion.

Gut, daß die Geschmäcker verschieden sind. :P
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#6 Gast_Dirk_*

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Geschrieben 06 August 2010 - 10:56

Ja eben drum, Gallagher :P Ich liebe Raumpatrouille, vor allem die Starts aus der Badewanne mit dem irren Countdown :P Sechs ... fünef ... ;) Aber okay. Das mit dem Technobabble stimmt natürlich. Kann abschreckend wirken. Hm ... (nochmal schnell die Varianten querlesend) ... Also wenn du dir da unsicher bist, Pharo, nimm doch lieber D ;)

#7 Nina

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Geschrieben 07 August 2010 - 14:40

Ich bin auch ein Freund der Raumpartrouille Orion und nebenbei auch noch ein Trekkie. Eingefügtes Bild

Mir wäre das Gebrabbel nicht so negativ aufgefallen. Musst halt überlegen, ob "solche Leute" dann Deine Zielgruppe sind. ;-)

#8 Pharo

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Geschrieben 07 August 2010 - 16:04

Kein Sex, keine Schimpf- oder Fäkalworte, keine gewaltpotenten Konfliktsituationen, nur esoterisch und pädagogisch wertvolle Literturkost, die sich natürlich biologisch abbauen lässt, und über die man trefflich stundenlang bei einem Brennesseltee reflektieren kann ... http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/laugh.png

ok, ok, Frauenversteher der Science Fiction :lol: , B ist definitiv draußen. DAS zumindest ist klar wie Kloßbrühe oder aber ich verteile mit den Broschüren ein Stück Kernseife. Das wäre doch mal ein netter Marketinggag! Aber wo kriege ich bloß 2.500 Kernseifen her?

Gut, daß die Geschmäcker verschieden sind. :lol:

Hat Vorteile ... oder auch Nachteile! Wie in diesem Fall! Ich tendiere eigentlich auch eher zu A oder D, aber jemand, der die Bücher kennt, meinte, darin würde es nicht futuristisch genug zugehen. A könnte genauso gut Jerry Cotton sein. Nix gegen Jerry Cotton, habe ich früher als Kind gern gelesen, aber das ist nicht ganz das, was ich im Sinn habe.

Musst halt überlegen, ob "solche Leute" dann Deine Zielgruppe sind. ;-)

Ach, liebe Nina, wenn ich das wüsste! :huh:

@Dirk, Gallagher und Nina: Technobabble? Gebrabbel? Was denn nu?
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#9 Gast_Dirk_*

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Geschrieben 07 August 2010 - 16:46

@Dirk, Gallagher und Nina: Technobabble? Gebrabbel? Was denn nu?


Wenn du relativ breites Interesse wecken möchtest, sind technische "Soundwords", also die Sci-Fi-Äquivalente zu AAARGH, BOOOM, BOING aus den Comics, nämlich Hydronenfluxkonverter mit doppelseitg angeflanschter Neutronenmatrix im magnetisch quergepolten Deckungsmantel ein echtes NOGO ;)

Solche Wörter stempeln in den Augen der Allgemeinheit einen Text direkt als nerdig und nur für Fans des Genres ab.

Anhand der kurzen Passagen sehe ich aber (oder glaube es zumindest) dass bei dir der Technobabble sehr begrenzt ist. Es scheint mir da anders zur Sache zu gehen, als in der sterilen Gutmenschentechnikwelt einer TNG-Folge.
Da wird geballert, es fallen pöhse Worte ...

Ich finde, du solltest deswegen D nehmen, da es dem Actionanteil deiner Storys gerechter wird, als das die kurze Passage mit Technobabble.

Die mit den Kraftausdrücken (http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/cool.png solltest du deswegen nicht nehmen, um die Brennesselteetrinkerfraktion in ihren Gutmenschenidyllen nicht zu verschrecken. Jedenfalls nicht, solange sie nicht wenigstens ein Exemplar deines Werkes gekauft haben :lol:

A wirkt ein wenig bieder, ja fast schon zu brav. Du willst doch die Weltherrschaft erreichen, oder Brain ... äh ... Pharo?
Also nicht kleckern, klotzen. (sagt dir Pinky, der inzwischen weiß was sein Meister hören möchte :lol: )

Die Passage C hatte ich ja schon ausgeschlossen, weil sie zuviel an technischem Sachverstand erfordert, und mir selbst beim stummen Lesen ein Knoten in der Zunge entsteht, wenn ich das Wort Extraktions-Start sehe.
Erinnert mich irgendwie an einen Besuch bei meinem Zahnarzt.
Der extrahiert gerne Zähne, steht nicht nur auf Sci-Fi und blutige Steaks, nein, er mag auch Tarantino-Filme :o


Ich hoffe, ich habe alle Klarheiten beseitigt? ;)

Lieben Gruß

Dirk :huh:

#10 Pharo

Pharo

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Geschrieben 08 August 2010 - 10:44

Wenn du relativ breites Interesse wecken möchtest, sind technische "Soundwords", also die Sci-Fi-Äquivalente zu AAARGH, BOOOM, BOING aus den Comics, nämlich Hydronenfluxkonverter mit doppelseitg angeflanschter Neutronenmatrix im magnetisch quergepolten Deckungsmantel ein echtes NOGO :o

Solche Wörter stempeln in den Augen der Allgemeinheit einen Text direkt als nerdig und nur für Fans des Genres ab.

Anhand der kurzen Passagen sehe ich aber (oder glaube es zumindest) dass bei dir der Technobabble sehr begrenzt ist. Es scheint mir da anders zur Sache zu gehen, als in der sterilen Gutmenschentechnikwelt einer TNG-Folge.
Da wird geballert, es fallen pöhse Worte ...

Ich finde, du solltest deswegen D nehmen, da es dem Actionanteil deiner Storys gerechter wird, als das die kurze Passage mit Technobabble.

Die mit den Kraftausdrücken (:lol: solltest du deswegen nicht nehmen, um die Brennesselteetrinkerfraktion in ihren Gutmenschenidyllen nicht zu verschrecken. Jedenfalls nicht, solange sie nicht wenigstens ein Exemplar deines Werkes gekauft haben ;)

A wirkt ein wenig bieder, ja fast schon zu brav. Du willst doch die Weltherrschaft erreichen, oder Brain ... äh ... Pharo?
Also nicht kleckern, klotzen. (sagt dir Pinky, der inzwischen weiß was sein Meister hören möchte :huh: )

Die Passage C hatte ich ja schon ausgeschlossen, weil sie zuviel an technischem Sachverstand erfordert, und mir selbst beim stummen Lesen ein Knoten in der Zunge entsteht, wenn ich das Wort Extraktions-Start sehe.
Erinnert mich irgendwie an einen Besuch bei meinem Zahnarzt.
Der extrahiert gerne Zähne, steht nicht nur auf Sci-Fi und blutige Steaks, nein, er mag auch Tarantino-Filme :o


Ich hoffe, ich habe alle Klarheiten beseitigt? ;)

Lieben Gruß

Dirk ;)


KLAAAAR! :lol:
Nein, im Ernst. Vielen Dank für deine Einschätzung. Das hilft mir echt weiter. http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/smile2.gif
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#11 Pharo

Pharo

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Geschrieben 19 August 2010 - 11:12

Hallo zusammen, auf Anraten des Betreibers hin habe ich mein Konzept geändert und die Leseprobe auf ein Minimum reduziert. Das Ganze wird jetzt mehr wie eine Anzeige aussehen inkl. Hintergrundbild, zwei kurzen Kritiken und den Covern. Das kommt layouttechnisch halt besser. Der Text wird jetzt folgendermaßen lauten: "Sein geschärftes Gehör rettete ihm das Leben. Er hatte gerade noch Zeit, einen Leuchtstab und eine Pulle Wasser einzustecken, als sie den Bunker betraten. In gebückter Haltung rannte er auf direktem Weg zum Waschraum, der Schweiß tropfte ihm in die Augen, sein Atem pfiff. Hastig kroch er in das dunkle Loch in der hinteren Kachelwand und zog das Blech wieder vor die Öffnung. Keine Sekunde zu früh. Schon bogen die ersten Häscher um die Ecke, die Laser im Anschlag. Wie es schien, war es eine ganze Truppe. Keine Cops, so viel war sicher, sondern schwer bewaffnete Söldner, deren Head-Up-Displays im Halbdunkel unheilvoll leuchteten." Jedenfalls danke ich euch für eure Unterstützung! :coool: Miriam
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#12 Nina

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Geschrieben 04 September 2010 - 21:32

Na ja, eine Pulle Wasser für Wien??? :devil: Für die meisten meiner Landsleute ist "Piefkinesisch" schlimmer als "Denglisch". :wacko: (Mir ist das relativ egal, solange man einander versteht ...)

#13 Pharo

Pharo

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Geschrieben 05 September 2010 - 10:50

Na ja, eine Pulle Wasser für Wien??? :devil: Für die meisten meiner Landsleute ist "Piefkinesisch" schlimmer als "Denglisch". :wacko:
(Mir ist das relativ egal, solange man einander versteht ...)


Der Roman spielt nun mal in Piefkinesien! (Musste echt nachschauen, was es heißt. Wieder was gelernt!)
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#14 leibowitz

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Geschrieben 08 September 2010 - 16:19

(...) und zog das Blech wieder vor die Öffnung. Keine Sekunde zu früh. Schon bogen die ersten Häscher um die Ecke, die Laser im Anschlag. Wie es schien, war es eine ganze Truppe. Keine Cops, so viel war sicher, sondern schwer bewaffnete Söldner, deren Head-Up-Displays im Halbdunkel unheilvoll leuchteten."


Du hast meine Neugierde geweckt. Kann sich ein menschliches, Wärme ausstrahlendes Objekt vor deinen ultramodernen Söldnern hinter einem einfachen Blech verbergen? Und, noch eine Frage: Sind die inzwischen dann 5 Texte, die du hier vorgestellt hast, alle aus einem, und wenn welchem, Buch (habe ich vielleicht überlesen, wenn ja, dann sorry!) ? Danke!
Realität ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört, daran zu glauben. (P.K.Dick)

#15 Pharo

Pharo

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Geschrieben 08 September 2010 - 18:02

Du hast meine Neugierde geweckt. Kann sich ein menschliches, Wärme ausstrahlendes Objekt vor deinen ultramodernen Söldnern hinter einem einfachen Blech verbergen? Und, noch eine Frage: Sind die inzwischen dann 5 Texte, die du hier vorgestellt hast, alle aus einem, und wenn welchem, Buch (habe ich vielleicht überlesen, wenn ja, dann sorry!) ? Danke!


Die Sache mit den Wärmedetektoren kommt ungefähr vier Sätze später. :lol:

B und C stammen aus Band 1 "Schlangenfutter". A, D und die finale Kurzversion aus der Fortsetzung, nämlich Band 2 "Schattenspiele."
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#16 Nina

Nina

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Geschrieben 10 September 2010 - 15:54

Der Roman spielt nun mal in Piefkinesien! (Musste echt nachschauen, was es heißt. Wieder was gelernt!)


Den Ausdruck gibt es offiziell nicht (wird aber verwendet), Piefke kannst Du aber im Duden nachschauen. Ist aber ein Wort ähnlich polititischer Korrektness wie "Furchenscheißer" andersrum. :thumb:

#17 Pharo

Pharo

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Geschrieben 10 September 2010 - 18:13

Den Ausdruck gibt es offiziell nicht (wird aber verwendet), Piefke kannst Du aber im Duden nachschauen. Ist aber ein Wort ähnlich polititischer Korrektness wie "Furchenscheißer" andersrum. :coool:


Furchenscheißer?! :thumb:
Das kenne ich auch nicht, aber ich bin ja auch nicht gebürtige Deutsche.
Kosenamen zwischen Franzosen und Belgiern, das ist eher mein Ressort. :coool:
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#18 Jaktusch † 

Jaktusch † 

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Geschrieben 10 September 2010 - 22:55

Furchenscheißer?! ;)
Das kenne ich auch nicht


Eigentlich auch eher "Schluchtenscheißer"
(passend zur österreichischen Bergwelt. Denn Furchen gibt's ja überall...)

Jaktusch
Man erwirbt keine Freunde, man erkennt sie.

#19 Harald Giersche

Harald Giersche

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Geschrieben 11 September 2010 - 06:49

Eigentlich auch eher "Schluchtenscheißer"
(passend zur österreichischen Bergwelt. Denn Furchen gibt's ja überall...)

Jaktusch

Jahaaa, aber ... die Landbevölkerung ist ja ständig damit beschäftigt, Furchen in die Erde zu ziehen, nur um sie danach mit Gülle vollzuschütten. Könnte mir vorstellen, dass das damit gemeint ist ... ;) ;)

Grüße
____________________________________
Harald Giersche
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#20 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 11 September 2010 - 08:42

(passend zur österreichischen Bergwelt. Denn Furchen gibt's ja überall...)


;) Wenn ich so an Furchen denke, speziell in diesem Zusammenhang ... ich wäre als Österreicher zutiefst beleidigt, wenn jemand meine Heimat als Ort der tausend Furchen bezeichnen würde ;) Zumal in den von dir gemeinten Furchen ab und an auch thermisch bedingte Böen wehen ... :lol:

Ablachende und nach Luft schnappende Grüße

Dirk :lol: *schenkelklopf und Lachtränen wegwisch*

#21 Pharo

Pharo

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Geschrieben 11 September 2010 - 11:18

Zumal in den von dir gemeinten Furchen ab und an auch thermisch bedingte Böen wehen ...


Dirk, du bist ein Poet. ;)
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#22 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 11 September 2010 - 11:24

Dirk, du bist ein Poet. ;)



Danke dir ;)

Vor allem dafür, dass du mich nicht als Pöht bezeichnet hast, was ein Kumpel von mir gerne tut und in diesem speziellen Zusammenhang doch eine etwas ... hm ... unangenehme Assoziation hervorrufen würde :lol:

Poetische Grüße aus dem windumtosten Flachland

Dirk :lol:

#23 Nina

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Geschrieben 15 September 2010 - 14:51

Ich kenns sowohl mit Furchen (in unserer Hymne heißt es ja auch "Land der Äcker http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/cool.png ) , als auch mit Schluchten. :surprise: Ich muss allerdings sagen, dass ich dermaßen noch nie beschimpft wurde, sondern deutsche Kollegen haben das eher mal erwähnt. Überhaupt scheinen die Deutschen zu Österreichern wesentlich netter zu sein als andersrum ...

Lustig fand ich mal einen Deutschen, der ankam: "Ihr habt ja total viel flaches Land, das hab ich jetzt beim Bahnfahren gesehen!"
Ähm ja, Österreich besteht nicht nur aus den Alpen und Wien liegt nicht am Gipfel des Großglockers. :lol: Und das Schlimmste dabei: Heidi ist nicht aus Österreich. (Habe ich auch schon ein paar Mal als spontane Assoziation zu meiner Herkunft gehört.) War auch nie dort. (In Deutschland war sie aber ...)


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