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> NOVA 5
Robert Kerber
Beitrag 03.04.2004, 15:16
Beitrag #1


Ufonaut
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Während auf der Nova-HP noch die Vorankündigung der Ausgabe 5 ohne konkrete Nennung der Beiträge steht, erfährt man auf Ronnie Hahns Verlags-HP bereits Genaueres:

Ronald M. Hahn/Michael K. Iwoleit/Olaf G. Hilscher
NOVA 5
Mit einem Cover von Michael Fehst. Erscheint Ende April/Anfang Mai 2004.
Bernhard Brunner: Die verbesserte Universal-Fernbedienung
Ralph Doege: Die letzten Tage des Yah W.
Viktor Farkas: Die letzte Runde
Klaus N. Frick: Testfall
Marcus Gebelein: Rendezvous mit Charon
Reinhard Kleindl: Das Fraktal
Marina Jadrejcic: Am anderen Ende des Stroms
Sven Klöpping: Unser täglich Brot
Hermann Ritter: Kontrafaktische Geschichte
Aleksandar Ziljak:Science Fiction in Kroatien

Ein bisserl erstaunt war ich zu lesen, dass Helmuth Mommers nicht mehr als Mitherausgeber genannt ist. Vielleicht erfährt man in Kürze mehr ...

Robert Kerber


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"Trau keinem Buch über 300 Seiten."

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Helmuth W. Momme...
Beitrag 04.04.2004, 10:41
Beitrag #2


Giganaut
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Bevor die Gerüchteküche überkocht: Ja, ich widme mich einem neuen Projekt. Schon in den nächsten Tagen werden ausgewählte Autoren davon erfahren. Du auch smile.gif


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Guido Latz
Beitrag 04.04.2004, 11:17
Beitrag #3


Giganaut
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Immer diese Warterei ;-)
Wann und wo (bei welchem Verlag)?


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Michael Schmidt
Beitrag 12.04.2004, 20:40
Beitrag #4


DerErnstFall Michael Schmidt
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http://www.nova-sf.de/presse/news.htm#060404_2

Wenn es stimmt, Shayol, nennt sich Visionen und erscheint im November ( einmal jährlich ). Na dann, viel Erfolg, Helmuth.


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Der ErnstFall Michael Schmidt
http://defms.blogspot.com/

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Ronni
Beitrag 13.04.2004, 20:44
Beitrag #5


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ZITAT(Michael Schmidt @ 12.04.2004, 21:40)
Wenn es stimmt, Shayol, nennt sich Visionen und erscheint im November ( einmal jährlich ).

ja, es stimmt, Infos unter www.visionen.shayol.net

Gruß Ronni


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misc
Beitrag 13.05.2004, 12:58
Beitrag #6


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ZITAT(Robert Kerber @ 03.04.2004, 16:16)
Während auf der Nova-HP noch die Vorankündigung der Ausgabe 5 ohne konkrete Nennung der Beiträge steht (...)

Mittlerweile sind die Informationen zu Nova 5 auch auf der Nova-Website online, eine vollständige Beitragsübersicht findet sich hier. Auch eine Vorschau auf Nummer 6 steht bereits im Netz; hier bin ich besonders auf die Beiträge zur SF in Israel schon sehr gespannt.

Ad Astra,
Marc-Ivo

Der Beitrag wurde von misc bearbeitet: 13.05.2004, 12:58

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Sven
Beitrag 15.05.2004, 05:26
Beitrag #7


Limonaut
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Ich habe weiter oben gelesen, dass
Bernhard Brunner: Die verbesserte Universal-Fernbedienung
in Nova 5 erscheinen soll. Genau diese Story ist doch gerade erst in Deus ex Machina erschienen.
Handelt es sich um ein Versehen oder ist das Story-Recycling?
In letzterem Fall spare ich mir das Geld und kaufe mir den Band nicht.

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misc
Beitrag 15.05.2004, 08:25
Beitrag #8


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ZITAT(Sven @ 15.05.2004, 06:26)
Handelt es sich um ein Versehen oder ist das Story-Recycling?

Hallo Sven,

"Story-Recycling" ist gut wink.gif
Ich hatte bei Michael Iwoleit nachgefragt, nachdem ich mir DEM bestellt hatte und mir wie Dir aufgefallen war, daß der Titel auch in der Ankündigung für Nova 5 aufgeführt ist: es ist einfach nur eine zeitliche Überschneidung. Nova wird sich weiterhin darauf konzentrieren, deutschsprachige Erstveröffentlichungen zu bringen.

Ad Astra,
Marc-Ivo

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Helmuth W. Momme...
Beitrag 15.05.2004, 09:27
Beitrag #9


Giganaut
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ZITAT(Sven @ 15.05.2004, 06:26)
Handelt es sich um ein Versehen oder ist das Story-Recycling?
In letzterem Fall spare ich mir das Geld und kaufe mir den Band nicht.

Ich weiss, das ist ärgerlich. Bestimmt aber hat die NOVA-Redaktion die Story im guten Glauben aufgenommen, es sei eine Erstveröffentlichung - einerseits in Unkenntnis der Anthologie DEUS EX MACHINA, die ja schon Anfang Februar ausgeliefert wurde; andererseits vom Autor, der schon viel früher informiert war, darüber in Unkenntnis gelassen... Klar, dass sowas dem Verhältnis Verlag/Autor nicht förderlich ist (meine persönliche Meinung, ich spreche nicht mehr für die Redaktion).

Aber solche Dinge passieren immer wieder, nicht nur bei NOVA.

Dagegen gibt es nur ein probates Mittel: Klare Information des Autors vor/bei Entgegennahme des Manuskripts - und nochmalige Klarstellung bei Annahme desselben.

ALIEN CONTACT macht das - und ich gehe bei den VISIONEN noch einen Schritt weiter, wie es auch bei anderen Verlagen üblich ist, und bedinge mir aus, dass die in VISIONEN erscheinenden Erzählungen während eines Jahres nach Veröffentlichung in keiner Weise (auf Deutsch) anderweitig publiziert werden dürfen.

Schade nur, wenn man erst Lehrgeld zahlen muss.

Also, lieber Sven, schluck´s runter (es war nur ein Ausrutscher) und bleibe NOVA treu.

Übrigens: Ausnahmen bestätigen die Regel. Nur sollten sie dann gewollt sein.


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rockmysoul67
Beitrag 15.05.2004, 11:39
Beitrag #10


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Ich habe Svens Posting schon vor ein paar Stunden gelesen und mich gefragt, ob ich mich erneut in die Brennnessel setzen soll oder nicht. Vor einiger Zeit habe ich mich in einem anderen Thread darüber ausgelassen, dass ich das Fehlen des Autorenhonorars für ein kommerzielles Blatt als völlig falsches Geschäftsgebaren empfinde. Nach dem Thread entschied ich das Thema ruhen zu lassen - ich hatte meine Meinung gesagt, was konnte ich auch noch mehr tun.

...


Ich weiss nicht, wie es in Deutschland genau funktioniert, aber wahrscheinlich ist die rechtliche Grundlage ähnlich wie in den englischsprachigen Ländern.

Wenn ein Autor eine Short Story an einem SF-Blatt im englischen Sprachraum verkauft, gibt man ein gewisses Recht ab. Dieses Recht hat Namen wie: "First North American Serial Rights" oder "First English-Language Publication Rights".
Dies bedeutet, dass das Magazin das Recht hat als Erster die Short Story im betreffenden Sprachraum zu publizieren. Und das war's dann eigentlich auch schon.

Nach der Publikation ist die Recht-Situation vorüber und kann der Autor wieder über seine Geschichte verfügen wie vorhin. Er kann sie z.B. in einer eigenen Kurzgeschichten-Sammlung erscheinen lassen.

Aber er hat auch Publikations-Rechte bevor die Short Story im Magazin erscheint.
So könnte er bei der Formulierung "North American" seine Story bei einem australischen Magazin anbieten (rechtlich gesehen natürlich, in Wirklichkeit wird er wohl kaum so etwas machen, denn er möchte sich nicht mit dem Magazin verkrachen).
Im Fall von "English-Language" könnte - wenn der Autor zweisprachig ist - seine Erzählung in einem anderssprachigen Heft erscheinen, also noch vor der englischen Publikation.

So wie ich es rechtlich sehe - ich bin ja kein Anwalt, doch so daneben werde ich nicht liegen - bezahlt Nova die Kurzgeschichten nicht, also kauft dieses Heft die Produkte nicht, also hat der Autor jedes Recht mit seiner Kurzgeschichte zu tun, was er will.

Worauf ich hinaus will, ist: Nova begibt sich auf rechtliches Glatteis, wenn er seine Autoren nicht ordnungsgemäss bezahlt! Und so können halt solche Patzer passieren wie bei der erwähnten Doppelerscheinung ...

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich bin Nova nicht böse. Wir sind nur unterschiedlicher Meinung und mit diesem Posting will ich die mitlesenden Nova-Leute nur zeigen, wie sie sich ins eigene Fleisch schneiden.

Übrigens hatte sich mein beklemmendes Gefühl gegenüber Nova sich einigermassen gelegt, weil aus der Nova- und Shayol/AC-Ecke ein neues Produkt entsteht, bei welchem Autoren wohl bezahlt werden. Ich rede natürlich von "Visionen". (Bei AC habe ich übrigens eher Verständnis für das Fehlen von Honorar, denn die Kurzgeschichten sind gratis lesbar über das Netz, somit fehlt AC der kommerzielle Charakter.)

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Ronni
Beitrag 15.05.2004, 12:27
Beitrag #11


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@rockmysoul67
Eigentlich ist die Sache relativ einfach, da in Deutschland Vertragsfreiheit herrscht und diese nur Kraft Gesetz oder bei Sittenwidrigkeit durchbrochen wird.
Am Beispiel AC sieht es so aus, daß bei der Veröffentlichung einer Story sich der Autor damit einverstanden erklärt, daß selbige in den nächsten drei Monaten nicht woanders erscheint. Die Abmachung wird nicht dadurch ungültig, nur weil AC kein Honorar zahlt. Anders sähe es aus, wenn der Autor z.B. seine Rechte für drei Jahre abtreten müßte, weil damit m.E. eine Sittenwidrigkeit gegeben ist.
Praktisch ist die Drei-Monats-Vereinbarung natürlich rein rechtlich nicht durchsetzbar, weil die Kosten der Rechtsverfolgung im Verhältnis zum Schadenersatz (ein guter Richter würde den Autoren dazu verurteilen, den Verleger zu einem Bier einzuladen) in keinem Verhältnis steht.
Auch würden wir natürlich niemals eine Story blockieren, wenn der Autor freundlich anfragt. Sollte er das aber nicht tun, wären wir ziemlich sauer, und das ist das eigentliche Problem für den Autoren. Zum einen ist die deutsche SF-Verlags- und Magazin-Szene recht übersichtlich und zum anderen hat eine gute handvoll Leute, die z.B. bei Shayol/AC oder Nova arbeiten, ihre Finger in so gut wie jedem kommerziellen SF-Produkt drin. Und die Zuverlässigkeit bzw. Unzuverlässigkeit hat neben der Qualität einen nicht unerheblichen Einfluß darauf, ob ein Autor auch mal woanders, evtl. eben auch kommerziell veröffentlichen kann.

Gruß Ronni


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misc
Beitrag 15.05.2004, 12:28
Beitrag #12


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ZITAT(rockmysoul67 @ 15.05.2004, 12:39)
Worauf ich hinaus will, ist: Nova begibt sich auf rechtliches Glatteis, wenn er seine Autoren nicht ordnungsgemäss bezahlt! Und so können halt solche Patzer passieren  wie bei der erwähnten Doppelerscheinung ...

Hi Rock,

ganz prinzipiell kann zwischen zwei Parteien ein Vertrag geschlossen werden, ohne daß dafür Geld fließen muß. Insofern hat dieser Fall mit der "Honorar oder nicht Honorar"-Diskussion im Sinne einer Rechtsfrage nicht viel zu tun, da lag die Ursache wohl eher in der "Logistik" wink.gif

Ad Astra,
Marc-Ivo

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Guido Latz
Beitrag 15.05.2004, 13:07
Beitrag #13


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Vielleicht werde ich das Zitieren in diesem Forum später mal begreifen :-(

"So wie ich es rechtlich sehe - ich bin ja kein Anwalt, doch so daneben werde ich nicht liegen - bezahlt Nova die Kurzgeschichten nicht, also kauft dieses Heft die Produkte nicht, also hat der Autor jedes Recht mit seiner Kurzgeschichte zu tun, was er will."

Man schließt mit dem Autor aber dennoch einen Vertrag. Egal, ob Geld fließt oder nicht.

"Und so können halt solche Patzer passieren wie bei der erwähnten Doppelerscheinung ..."

Sowas sollte dann halt im Vertrag stehen.

"Übrigens hatte sich mein beklemmendes Gefühl gegenüber Nova sich einigermassen gelegt, weil aus der Nova- und Shayol/AC-Ecke ein neues Produkt entsteht, bei welchem Autoren wohl bezahlt werden."

Von "hier" hat das den Anschein, als sortierst Du Bücher nach dem Kriterium "Autor hat Geld bekommen = Okay, wird gekauft, ist gut" und "Autor hat kein Geld bekommen = Nicht okay". Damit habe ich ein Problem. Natürlich soll ein Autor von mir aus reich werden (und sein Verleger gleich mit...). Aber kann es dem _Leser_ nicht egal sein, welchen Deal Autor und Verlag ausgehandelt haben, ob und wann wieviel Geld (ich setze noch einen drauf: in welche Richtung) fließt? Natürlich interessiert es mich schon, in welchem Verlag welcher Titel erscheint. Aber ist das wirklich wichtig?


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rockmysoul67
Beitrag 15.05.2004, 13:23
Beitrag #14


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Ronni und Misc, ihr habt natürlich Recht. Ein Vertrag ist auch gültig, wenn keine Bezahlung vorliegt.
Mit "rechtliches Glatteis" meinte ich aber nicht, dass eine Partei gleich eine Klage bei einem Gericht einreichen soll, sondern dass es sowohl für den Verleger als für den Autor eine unklare Situation entsteht.

Wir haben hier ja gerade ein Beispiel zur Hand: Die verbesserte Universal-Fernbedienung von Bernhard Brunner wird doppelt und fast zeitgleich publiziert. Dies geschieht, weil aus irgendeinen Grund beim Autor ein Unwissen über die Publikationsmöglichkeiten besteht.

Was wird dieser Grund nun sein? Ich gehe mal von der nächsten Situation aus:
Wenn der Autor einen klaren Vertrag mit Bezahlung (!) abgeschlossen hätte, dann hätte er auch das Gefühl gehabt, er hätte tatsächlich die Story mit dem dazugehörigen Publikationsrecht verkauft.
Aber dieses Gefühl kam ja gar nicht bei ihm auf, nicht wahr? Weshalb auch: Er ist so nett und erlaubt ein paar Hefte seine Geschichte zu drucken - sogar ohne Bezahlung.


Man sieht: Hier können schnell Missverständnisse entstehen. Meiner Meinung nach sind die Verleger genau so 'schuldig' an der Doppelerscheinung als der Autor.

Vielleicht möchte Bernard Brunner sich hier selbst äussern und erklären, wie ein solches Missverständnis entstehen konnte.

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rockmysoul67
Beitrag 15.05.2004, 13:50
Beitrag #15


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ZITAT
... als sortierst Du Bücher nach dem Kriterium "Autor hat Geld bekommen = Okay, wird gekauft, ist gut" und "Autor hat kein Geld bekommen = Nicht okay". Damit habe ich ein Problem. ... Aber kann es dem _Leser_ nicht egal sein, welchen Deal Autor und Verlag ausgehandelt haben, ob und wann wieviel Geld ... fließt? ... ist das wirklich wichtig?


Guido, du hast Recht. Natürlich kauft man ein Magazin oder ein Buch ohne viel Nachzudenken und der Käufer geht unbewusst davon aus, dass zwischen Autor und Verlag Übereinstimmung herrscht. Und in der Tat ist das auch hier der Fall. Die Autoren haben ja ihr Einverständnis unter den vorliegenden Bedingungen gegeben. Soweit gibt es kein Problem.

Aber als Möchtegern-Autor und als baldiger Berufsverleger mache ich mir Gedanken und leider auch Sorgen über das SF-Verlagsfeld im deutschen Sprachraum. Und hier im Forum sprechen wir darüber.
Übrigens will ich mit meinen Postings kein Magazin "anklagen", sondern HELFEN.

Kommen wir zur Lage des Autors ... Er hat nicht viele Möglichkeiten - der Verlag zahlt nicht, aber er möchte seine Geschichte trotzdem gerne publiziert sehen. Der Verlag nutzt aber eine Art von Monopol aus - der Autor hat keine Ausweichmöglichkeit. Dann resigniert der Schriftsteller halt und gibt seufzend sein Einverständnis - es geht hier ja nur um ein paar Euros. Leider geschieht dies auf Kosten des Berufsverständnises. Bezahlung heisst in unserer Kultur "Beruf", keine Bezahlung heisst "Hobby".

Und ehrlich gesagt, liebe SF-Verleger, ich verstehe immer noch nicht (ich wusste, ich würde mich in die Brennnessel setzen), weshalb ihr nicht ordentlich für Arbeit bezahlt. Es geht um 10 bis 20 Euro, vielleicht um einen Cent pro Wort. Wenn ich eine Schreibkraft anheuere, muss ich sie auch bezahlen. Wenn eine Firma einen Flyer drucken lässt, bezahlt sie auch die Druckerei. Weshalb ist die Formel "Professionelle Arbeit = Bezahlung" für euch nicht eine Selbstverständlichkeit?

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Ronni
Beitrag 15.05.2004, 13:56
Beitrag #16


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ZITAT(rockmysoul67 @ 15.05.2004, 14:23)
Was wird dieser Grund nun sein? Ich gehe mal von der nächsten Situation aus:
Wenn der Autor einen klaren Vertrag mit Bezahlung (!) abgeschlossen hätte, dann hätte er auch das Gefühl gehabt, er hätte tatsächlich die Story mit dem dazugehörigen Publikationsrecht verkauft.
Aber dieses Gefühl kam ja gar nicht bei ihm auf, nicht wahr? Weshalb auch: Er ist so nett und erlaubt ein paar Hefte seine Geschichte zu drucken - sogar ohne Bezahlung.

wahrscheinlich hat schlicht und ergreifend eine eMail gefehlt, in der sinngemäß drin stand "Wir nehmen Deine Story, bitte biete sie jetzt keinen anderen an und falls doch, informiere uns darüber". Ein Vorabveröffentlichung in einem Magazin kann ja durchaus einen werbewirksamen Sinn haben, bringt nur nicht viel, wenn einer nicht von anderen weiß.

Gruß Ronni


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Guido Latz
Beitrag 15.05.2004, 14:05
Beitrag #17


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ZITAT(rockmysoul67 @ 15.05.2004, 14:50)
Kommen wir zur Lage des Autors ... Er hat nicht viele Möglichkeiten - der Verlag zahlt nicht, aber er möchte seine Geschichte trotzdem gerne publiziert sehen. Der Verlag nutzt aber eine Art von Monopol aus - der Autor hat keine Ausweichmöglichkeit. Dann resigniert der Schriftsteller halt und gibt seufzend sein Einverständnis - es geht hier ja nur um ein paar Euros. Leider geschieht dies auf Kosten des Berufsverständnises. Bezahlung heisst in unserer Kultur "Beruf", keine Bezahlung heisst "Hobby".

Und ehrlich gesagt, liebe SF-Verleger, ich verstehe immer noch nicht (ich wusste, ich würde mich in die Brennnessel setzen), weshalb ihr nicht ordentlich für Arbeit bezahlt. Es geht um 10 bis 20 Euro, vielleicht um einen Cent pro Wort. Wenn ich eine Schreibkraft anheuere, muss ich sie auch bezahlen. Wenn eine Firma einen Flyer drucken lässt, bezahlt sie auch die Druckerei. Weshalb ist die Formel "Professionelle Arbeit = Bezahlung" für euch nicht eine Selbstverständlichkeit?

Zunächst mal: Du sitzt nicht in den Brennesseln, wir sind hier doch alle furchtbar nett...

Ist es nicht so, dass die SF-"Szene" so vielschichtig ist, dass die Bedingungen in jedem Verlag anders sind? WENN Du Honorar zahlst, kannst Du schlecht dem "Hobby"-Autor 10-20 EUR bezahlen, und dem "Profi"-Autor dasselbe anbieten. Wenn Du aber dem "Profi"-Autor ein "richtiges" Honorar zahlst, musst Du dem "Hobby"-Autor das gleiche zahlen. Zahlst Du allen ein gleich hohes Honorar dürften die Autoren nach Erscheinen zufrieden sein, nur der Verleger dürfte ganz neu kalkulieren, den Preis kräftig nach oben setzen und die Leser allen den Vogel zeigen. Gerade im Mikrokosmos der SF-"Szene" habe ich manchmal den Eindruck, dass Wunsch und Wirklichkeit was Auflagen, verkaufte Stückzahlen, Absatzwege und Gewinne weit auseinander liegen. In Sachen Anthologien/Magazine kann ich nicht allzuviel sagen, eine prozentuale Beteiligung am verkauften Exemplar sollte bei Romanen nach Möglichkeit aber immer drin sein. Aber das grundsätzliche Problem scheint zu sein, dass man bisweilen die Größe der Szene, das Potenzial der möglichen Kunden überschätzt.


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Ronni
Beitrag 15.05.2004, 14:14
Beitrag #18


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ZITAT(rockmysoul67 @ 15.05.2004, 14:50)
Und ehrlich gesagt, liebe SF-Verleger, ich verstehe immer noch nicht (ich wusste, ich würde mich in die Brennnessel setzen), weshalb ihr nicht ordentlich für Arbeit bezahlt. Es geht um 10 bis 20 Euro, vielleicht um einen Cent pro Wort. Wenn ich eine Schreibkraft anheuere, muss ich sie auch bezahlen. Wenn eine Firma einen Flyer drucken lässt, bezahlt sie auch die Druckerei. Weshalb ist die Formel "Professionelle Arbeit = Bezahlung" für euch nicht eine Selbstverständlichkeit?

wer sagt denn das? Und als Verleger kann ich natürlich locker den Schwarzen Peter an die Leser weitergeben, die ja die Honorare über den Verkaufspreis finanzieren müssen. Im Endeffekt ist es aber schlicht eine Frage von Angebot und Nachfrage, bzw. der Kalkulation.
Bei Shayol (bitte Entschuldige, aber ich kann nun mal nur für "meinen" Verlag sprechen) zahlen wir für gut die Hälfte der Bücher Honorare. Im Normalfall wird das vorher mit dem Autor abgeklärt, nach dem Motto "Wenn Du Honorar haben möchtest, wird das Buch um zwei Euro teurer und verkauft sich deswegen wahrscheinlich schlechter. Jetzt mußt Du entscheiden, ob Dir ein Honorar oder hohe Verkaufszahlen wichtiger sind".
AC und das Jahrbuch sind natürlich ein Sonderfall. Hier bekommen entweder alle oder keiner ein Honorar. Wenn alle eins bekommen, ist das Projekt nicht mehr machbar, womit die Entscheidung klar ist.

Gruß Ronni


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misc
Beitrag 15.05.2004, 15:28
Beitrag #19


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ZITAT(rockmysoul67 @ 15.05.2004, 14:23)
Man sieht: Hier können schnell Missverständnisse entstehen. Meiner Meinung nach sind die Verleger genau so 'schuldig' an der Doppelerscheinung als der Autor.

Vielleicht möchte Bernard Brunner sich hier selbst äussern und erklären, wie ein solches Missverständnis entstehen konnte.

Hi rms,

das ist ein guter Punkt: wir können hier nur Mutmaßungen anstellen, was da "schief gelaufen ist".
Und Du hast durchaus recht, wenn Du sagst, daß eine (wie auch immer geartete) schriftliche Übereinkunft zwischen Autor und (hier: den) Verlagen geholfen hätte, eine solche Doppelpublikation zu vermeiden.

ZITAT
Weshalb ist die Formel "Professionelle Arbeit = Bezahlung" für euch nicht eine Selbstverständlichkeit?

Weil sie in diesem Zusammenhang nicht stimmt. Da ich kein Verleger bin, will ich das Pferd mal von der anderen Seite her aufzäumen: die "professionelle Arbeit" beim Schreiben ist beim Schreiben zu leisten, egal, ob man nachher Geld dafür bekommt oder nicht. Hinzu kommt, daß - wie Guido und Ronni ja schon ausgeführt haben - die deutschsprachige SF ein Nischenmarkt ist, ganz besonders im Bereich der Kurzgeschichte. Da die Autorin oder der Autor dabei das erste Glied in der Kette sind, dürfte wohl für 99% Prozent der Kurzgeschichtenautoren gelten: wer das ernsthaft betreiben will und die damit verbundene Mühe und Arbeit unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchkalkuliert, der legt Stift oder Tastatur beiseite und geht beim Nachbarn für'n Euro die Stunde Rasen mähen, das bringt mehr ein.

Ad Astra,
Marc-Ivo

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Armin
Beitrag 16.05.2004, 08:57
Beitrag #20


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Das ist eine - für alle Beteiligten - richtig ärgerliche Geschichte.

Ich muss mich im Moment noch hüten, jemandem den Schwarzen Peter zuzuschieben, da ich nicht weiß, wie die Kommunikation der NOVA-Redaktion mit ihren Autoren abläuft.

Für die Herausgeber von Deus Ex Machina kann ich folgendes sagen:
Bernhard Brunner hat uns seine Story (zusammen mit zwei anderen) am 1. Oktober 2003 geschickt. Wir haben uns dann relativ schnell für die "Fernbedienung" entschieden und den Autor selbstverständlich darüber informiert, dass die Geschichte in DEM erscheinen soll. Das Lektorat (das kann ich anhand der noch vorhandenen Dateien auf meiner Festplatte ganz gut nachvollziehen) hat um den 7. Oktober eingesetzt, den letzten kniffligen Fall hatten wir dann am 18. Oktober 2003 gelöst.

Alle beteiligten Autoren (mit denen wir zuvor schon in intensivem Mail-Kontakt standen) wurden in einer Rundmail Ende November noch einmal über alle Details rund um die Anthologie informiert.

So viel dazu erstmal aus meiner Sicht.
Armin


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Sven
Beitrag 16.05.2004, 09:41
Beitrag #21


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Mir lag es fern, mit meinem Beitrag so eine Lawine loszutreten. Für mich war es einfach ärgerlich als Leser, in so kurzer zeitlicher Abfolge zweimal die selbe Geschichte veröffentlicht zu sehen. Ich bin noch einige Wochen Schüler und dann Student, und muß mir deswegen zwei mal überlegen, wofür ich mein Geld ausgebe.
Das Problem ist auch nicht dadurch zu lösen, dass man über Rechtliches oder Autorenverträge im Forum diskutiert. Die Szene ist doch so klein und überschaubar, warum reden denn die Herausgeber nicht einfach miteinander?

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Ronni
Beitrag 16.05.2004, 10:13
Beitrag #22


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ZITAT(Sven @ 16.05.2004, 10:41)
Das Problem ist auch nicht dadurch zu lösen, dass man über Rechtliches oder Autorenverträge im Forum diskutiert. Die Szene ist doch so klein und überschaubar, warum reden denn die Herausgeber nicht einfach miteinander?

Die Diskussion im Forum kann sehr wohl dazu beitragen, daß solche Probleme in Zukunft weniger häufig vorkommen. Es wird ja auf keiner Seite irgend eine böse Absicht dahinter gesteckt haben, eher Schußligkeit, und da kann die Diskussion einfach helfen, daran zu denken.
Die Szene mag zwar klein sein, aber so klein ist sie nun nicht, daß sich die Herausgeber untereinander groß informieren könnten. Im Endeffekt dürften doch 40-50 Herausgeber zusammen kommen, und da müßte jeder mit jedem telefonieren. Mal abgesehen davon, daß dann keine Zeit mehr fürs Büchermachen übrig ist, hält sich mein Interesse daran, daß der mir unbekannte Autor xy in dem Buch yz erscheint, in recht übersichtlichen Grenzen.

Gruß Ronni


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Robert Kerber
Beitrag 16.05.2004, 10:59
Beitrag #23


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ZITAT
Die Szene ist doch so klein und überschaubar, warum reden denn die Herausgeber nicht einfach miteinander?

Das Problem liegt wohl eher in der Kommunikation Herausgeber - Autor begründet als in der Absprache Herausgeber - Herausgeber.

ZITAT
Mal abgesehen davon, daß dann keine Zeit mehr fürs Büchermachen übrig ist, hält sich mein Interesse daran, daß der mir unbekannte Autor xy in dem Buch yz erscheint, in recht übersichtlichen Grenzen.

Genau eine solche Einstellung führt u.U. zu einem Fall wie dem hier vorliegenden.

Wobei man sich fragen kann, ob sich die Aufregung wegen einer Geschichte lohnt, die im Falle von NOVA ein Zehntel und im Falle von DEUS EX MACHINA ein Vierundzwanzigstel des Umfangs ausmacht. (Oder eher weniger, wenn man ihre Kürze berücksichtigt.)

Robert Kerber


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Gast_Michael Iwoleit_*
Beitrag 16.05.2004, 16:27
Beitrag #24





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Hallo zusammen,

Fehler macht man ja, um daraus zu lernen, und so darf sich die NOVA-
Redaktion, was die Story von Bernhard Brunner angeht, durchaus ein
Versäumnis an die Backe kleben und für künftige Fälle Besserung geloben.

Wir haben zwar von Anfang an darauf hingewiesen, daß wir, von Gast-
stories und Klassikernachdrucken abgesehen, nur an Erstveröffentlichungen
interessiert sind, aber offensichtlich ist das noch nicht zu allen Autoren durch-
gedrungen. Wir werden künftig jeden Autor explizit darauf hinweisen. Scheint
nötig zu sein, denn kürzlich ist ein ähnlicher Fall vorgekommen, ich habe aber
noch rechtzeitig bemerkt, daß die Story bereits anderweitig veröffentlicht
wurde. Natürlich haben unsere Leser bei einem Verkaufspreis von 12,80 Euro
ein Anrecht darauf, neues Material präsentiert zu bekommen. Es ist auch schon
vorgekommen, daß Autoren uns auf eine andere Veröffentlichungsmöglichkeit
aufmerksam gemacht haben, und dann versuchen wir die Dinge so zu arrangieren,
daß sich nichts überschneit. Im Falle z.B. des Kroaten Aleksandar Ziljaks, dessen
für Nova geschriebener Artikel einige Wochen vor Nova 5 in seinem Heimatland
erscheint, war das ja auch kein Problem.

Einige Anmerkungen in diesem Thread, muß ich gestehen, haben mich ein klein
wenig geärgert. Hier und da hörte es sich so an, als würden die bösen Nova-
Redakteure nach Jahrzehnten des Bestsellerdaseins störrisch auf Ihren Millionen
hocken und seien nur zu knauserig, um ihre Autoren anständig zu bezahlen. Dem
steht eine traurige Wahrheit gegenüber: Auf dem deutschen Buchmarkt gibt es
nur eine Handvoll Leser, die sich für deutsche Science Fiction interessieren. Wir
verkaufen gegenwärtig stabil zwischen 400 bis 500 Exemplaren von Nova, und
es sieht fast so aus, als sei damit das Potential für ein deutsches SF-Storymagazin
schon fast erschöpft (was nicht heißen sollen, daß wir nicht weiter versuchen werden,
neue Käuferkreise zu erschließen). Das liegt 300 bis 400 Exemplare unter der Grenze,
die es ermöglichen würde, unseren Autoren Honorare zu zahlen. Das läuft auf eine
ganz einfache Entscheidung hinaus: Entweder machen wir Nova so, wie es zur Zeit
läuft, oder wir lassen es ganz bleiben.

Natürlich wäre es wünschenswert, wenn professionelle Qualität professionell entlohnt
wird, aber in einer Zeit, in der selbst hochqualifizierte Ingenieure zum Brötchenver-
dienen Taxi fahren müssen, sind anständige Honorare auf kulturellem Sektor (und
erst recht in einem kleinen Segment wie der deutschen SF) reine Phantasterei.
Ich empfehle, sich mal mit freischaffenden Musikern oder bildenden Künstlern zu
unterhalten - verglichen mit denen geht's uns Schreiberlingen noch richtig gut. In
wirtschaftlich finsteren Zeiten ist es nun einmal so: Eigeninitiative oder Untergang.
(Ronni mag mich korrigieren, aber ich nehme an, daß die Shayol-Bücher, die bezahlt
werden, ihren Autoren auch nicht unbedingt einen Zweitwohnsitz auf den Seychellen
einbringen - mehr als Anerkennungshonorare werden dabei sicher nicht zusammen-
kommen).

Aber seien wir optimistisch. Bei den Konzentrationsbewegungen auf dem Buchmarkt,
dem immer kurzsichtigeren Zusammenstreichen der Verlagsprogramme auf den
schnellen, sicheren Erfolg ist nicht auszuschließen, daß aus der Szene der Klein-
verleger und BoD-Projekte irgendwann ein eigener Markt auch mit kommerziellen
Perspektiven wird. Wer jetzt die Ärmel hochkrempelt und gegen alle Widerstände die
Fahne der deutschen SF hochhält, wird irgendwann, wenn die kommerziellen SF-Taschen-
buchreihen den Weg alles Irdischen gegangen sind, vielleicht noch einmal froh darüber sein.

Gruß
Michael Iwoleit

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Ronni
Beitrag 16.05.2004, 17:04
Beitrag #25


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ZITAT(Michael Iwoleit @ 16.05.2004, 17:27)
(Ronni mag mich korrigieren, aber ich nehme an, daß die Shayol-Bücher, die bezahlt werden, ihren Autoren auch nicht unbedingt einen Zweitwohnsitz auf den Seychellen einbringen - mehr als Anerkennungshonorare werden dabei sicher nicht zusammenkommen).

Zitat Karlheinz Steinmüller zur Werkausgabe: "Müßte ich davon leben, würde ich sie nicht machen".

Gruß Ronni

P.S. wir halten die Honorar aber auch sehr niedrig, schließlich ist die Vergoldung der Kronleuchter unseres Verlagszentrale auf den Bermudas noch nicht bezahlt. wink.gif


--------------------
Die Schlauheit des Fuchses basiert zu 90% auf der Dummheit der Hühner.

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Gast_Michael Iwoleit_*
Beitrag 16.05.2004, 18:33
Beitrag #26





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ZITAT(Ronni @ 16.05.2004, 17:04)
P.S. wir halten die Honorar aber auch sehr niedrig, schließlich ist die Vergoldung der Kronleuchter unseres Verlagszentrale auf den Bermudas noch nicht bezahlt. wink.gif

Ojottejott...

Jetzt, wo Du's erwähnst, fällt mir ein, daß ich die letzte Nova-
Redaktionsorgie in der Pizzaria "El Mafiosi" in Neu-Oberschwalmbach
noch nicht bezahlt habe. Abonnenten, wir brauchen Abonnenten!

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rockmysoul67
Beitrag 16.05.2004, 18:52
Beitrag #27


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Mitglied seit: 16.01.03
Mitglieds-Nr.: 359



Hallo Michael

Ein paar Bemerkungen von meiner Seite:

Du schreibst:

ZITAT
so darf sich die NOVA-
Redaktion ... durchaus ein
Versäumnis an die Backe kleben und für künftige Fälle Besserung geloben.

und
ZITAT
nur an Erstveröffentlichungen
interessiert sind, aber offensichtlich ist das noch nicht zu allen Autoren durch-
gedrungen. Wir werden künftig jeden Autor explizit darauf hinweisen.


Ich freue mich, dass die Nova-Redaktion einsieht, dass die Ursachen solcher Fehler meistens bei allen Parteien zu finden sind. Euer künftiges Vorhaben ist sehr gut. Klare Verabredungen schaffen ein gutes Klima, schaffen Misverständnisse aus der Welt und eliminieren Verärgerungen.

Du schreibst auch:

ZITAT
Einige Anmerkungen in diesem Thread, muß ich gestehen, haben mich ein klein
wenig geärgert. Hier und da hörte es sich so an


Kann es sein, dass du mit "hier und da" mich persönlich ansprichst? Ich habe bis jetzt in diesem Thread nirgendwo Unterstützung erhalten (niemand hat gesagt: 'och, RMS67 hat nicht mal so unrecht'). Mit Ronni als Vertreter eurer Konkurrenz und mit Misc als die Seite der Autoren, wird euch sonst aus jeder Ecke Recht gegeben.

Auch ich bin etwas verärgert über die Sache, doch ich versuche meine Meinung klar und höflich darzustellen. Falls mein Ton nicht gut ankommt, möchte ich mich dafür entschuldigen, aber ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich mich noch freundlicher ausdrücken kann.
Im Übrigen akzeptiere ich andere Meinungen, doch ich erwarte, dass auch ich meine Meinung kundtun darf (wie verrückt diese Meinung auch tönen mag).

Weiter schreibst du:

ZITAT
als würden die bösen Nova-Redakteure nach Jahrzehnten des Bestsellerdaseins störrisch auf Ihren Millionenhocken und seien nur zu knauserig, um ihre Autoren anständig zu bezahlen. ... Natürlich wäre es wünschenswert, wenn professionelle Qualität professionell entlohnt wird, aber in einer Zeit, in der selbst hochqualifizierte Ingenieure zum Brötchenverdienen Taxi fahren müssen, sind anständige Honorare auf kulturellem Sektor ...  reine Phantasterei.


Etwas früher schrieb ich: "ich verstehe immer noch nicht, ... weshalb ihr nicht ordentlich für Arbeit bezahlt."

Hier liegt ein Schnelligkeitsfehler meinerseits vor, denn dieser Satz lässt sich auf zwei Weisen interpretieren.
Mit "ordentlich bezahlen" meine ich NICHT, dass die Summe der Bezahlung hoch oder der Arbeitsaufwand entsprechend sein soll; ich meine, dass der Verlag sich ordentlich benimmt und überhaupt etwas bezahlt.

Der folgende Satz "es geht um 10 bis 20 Euro, vielleicht um einen Cent pro Wort" hätte das eigentlich klar machen sollen.

Somit hoffe ich nicht auf "anständige Honorare", wie du schreibst, sondern nur auf eine kleine Bezahlung für Autoren wegen der Berufsanerkennung.

---

Ich wiederhole jetzt - stur, wie ich bin - ein letztes Mal meine Meinung. Ich akzeptiere die anderen Meinungen des Boards; sie konnten mich jedoch nicht überzeugen.

Ich habe - vielleicht weil ich aus einer anderen Kultur stamme - ein gewisses Berufsverständnis. Dies beinhaltet, dass man für berufliche Arbeit eine Belohnung erhält und auf jeden Fall verlangen sollte. Im Berufsleben heisst diese Belohnung: Geld. Man muss diesen Lohn entweder erhalten oder bezahlen, denn sonst - so geht meine Lehre weiter - findet gar kein berufliches Ereignis statt. ES GEHT HIER ABER NICHT UM DAS EIGENTLICHE GELD AN SICH! Es geht um die Bestätigung, um die Steuererklärung, um Freunde und Familien zu sagen: 'im Nebenberuf bin ich noch Schriftsteller'.
Es gibt auch eine andere Seite: Ausserhalb des Berufs kann man auch gratis arbeiten, als Hobby oder aus Freundschaft. Wir alle machen das, ich auch. Aber wenn ich beruflich tätig bin, habe ich immer bezahlt (so an Korrekturen und Übersetzungen).

Irgendwo habe ich geschrieben: Ich möchte helfen. Dies meinte ich sehr ernst. Soll ich den Mund halten?
Ich scheine alleine mit meiner Meinung zu stehen, aber vielleicht bin ich nicht der Einzige, der ein kommerzielles Magazin - das nicht mal magere 10 Euro für den professionellen Touch übrig hat - nicht ernst nimmt. Weshalb glaubst du, Michael, dass Nova nie eine Story von mir empfangen hat? Weshalb sende ich nur an englischsprachigen Magazinen? Hmm? (okay, okay, dort wird mein Mist auch nicht publiziert, wohl weil ich noch nicht gut genug bin, aber das ist eine andere Geschichte) Wenn ich etwas in der Richtung sage wie: "Eigentlich sollten SF-Verlage für Kurzgeschichten einen minimalen Lohn ausbezahlen, denn dann wird die SF-Verlagsszene eher als seriöser Literaturbetrieb ernst genommen" ist das ein TIPP, nicht ein Befehl o.ä. Ich möchte mit meiner Meinungsäusserung in diesem Forum dazu beitragen, dass die SF-Literatur-Szene sich steigert, als ernsthafte Richtung wahrgenommen wird. Schade, dass dies nicht so gesehen wird.

---

Brennnessel, Babettchen, weisst du nicht, was Brennnessel sind?
(wenigstens weiss ich nun für immer, dass man jetzt Brennnessel mit drei N's schreibt)

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Gast_Michael Iwoleit_*
Beitrag 16.05.2004, 19:44
Beitrag #28





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ZITAT(rockmysoul67 @ 16.05.2004, 18:52)
Etwas früher schrieb ich: "ich verstehe immer noch nicht, ... weshalb ihr nicht ordentlich für Arbeit bezahlt."

Hier liegt ein Schnelligkeitsfehler meinerseits vor, denn dieser Satz lässt sich auf zwei Weisen interpretieren.
Mit "ordentlich bezahlen" meine ich NICHT, dass die Summe der Bezahlung hoch oder der Arbeitsaufwand entsprechend sein soll; ich meine, dass der Verlag sich ordentlich benimmt und überhaupt etwas bezahlt.

Der folgende Satz "es geht um 10 bis 20 Euro, vielleicht um einen Cent pro Wort" hätte das eigentlich klar machen sollen.

Somit hoffe ich nicht auf "anständige Honorare", wie du schreibst, sondern nur auf eine kleine Bezahlung für Autoren wegen der Berufsanerkennung.

Hallo rockmysoul,

(klär mich auf, wer sich hinter Deinem Pseudonym verbirgt - ich bin
nur sporadisch in diesem Forum, deshalb weiß ich's nicht).

Es steht Dir völlig frei, ein Magazin nicht ernst zu nehmen, das keine
Honorare zahlen kann. Es steht Dir auch völlig frei, in einem solchen
Magazin nicht zu veröffentlichen. Ich kann Deine Position verstehen,
und es war uns von Anfang an klar, daß es Autoren geben wird, die
aus eben diesem Grund an Nova nicht mitarbeiten werden. Ist völlig
ok, kann man verstehen.

Ich fürchte aber, Du hast mich nicht richtig verstanden, deshalb noch
mal ganz ausdrücklich: Nova setzt gerade genug Geld um, damit die
Produktionskosten und Kleinigkeiten wie die Website etc. bezahlt werden
können. Mehr ist zur Zeit nicht drin. Punkt, aus.

Die Seriösität eines Projekts wie Nova hängt nicht davon ab, ob und was
bezahlt werden kann. Es gibt renommierte Literaturzeitschriften wie etwa
"Die Horen", die trotz staatlicher Zuschüsse keine Honorare zahlen. Eine
Story in Nova oder Alien Contact oder wer weiß wo ist nicht erst dann
ernst zu nehmen, wenn sie bezahlt wurde. Über Fragen der Qualität laß
ich gern mit mir diskutieren - aber für eine wirtschaftliche Situation, die
wir nicht verursacht, sondern vorgefunden haben und mit der wir irgend-
wie leben müssen, können wir schwerlich verantwortlich gemacht werden.

Du möchtest helfen, schön. Dann mach doch einfach mal einen konkreten
Vorschlag, woher die Kohle kommen sollen, um deutsche Science Fiction zu
bezahlen. Über die Verkaufszahlen läßt sich das Geld in der Regel nicht
reinholen, das hat Wolfgang Jeschke schon vor zwanzig Jahren festgestellt.
Also woher? Ein konstruktiver Vorschlag bitte - und wir setzen ihn sofort in
die Tat. Die Shayol-Jungs, da bin ich mir sicher, werden auch aufs äußerste
die Ohren spitzen.

Eines sei auch mal am Rande erwähnt: Nova wird von einem vierköpfigen Team
gemacht, das eine Menge Arbeit in das Projekt steckt, ohne damit auch nur den
kleinsten Heller zu verdienen. Davon mag man halten was man will, es ist eben
ein idealistisches Projekt - aber daß wir uns deshalb unseren Autoren gegenüber
auf irgendeine Weise unanständig verhalten, weise ich entschieden zurück.

Im übrigen lassen wir die Honorarfrage nicht einfach auf sich beruhen. Ein Neben-
gedanke bei der Einführung der internationalen Ausgabe, von der wir uns ein
Verkaufspotential von einigen tausend Exemplaren erhoffen, ist auch der, kleine
Überschüsse zu erwirtschaften, die in Honorare für die deutsche Ausgabe zurück-
fließen können. Ob's klappt, werden wir sehen. Heute erst habe ich Bescheid
bekommen, daß zwei chinesische SF-Magazine (darunter SF World, das auflagen-
stärkste SF-Magazin der Welt) Interesse an einer Zusammenarbeit haben. Wir
bleiben am Ball, drück uns doch einfach mal die Daumen.

No offence intended ;-)

Gruß
Michael

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Gast_Gast_Bernhard_*
Beitrag 16.05.2004, 21:20
Beitrag #29





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Hallo Leute,
Hier bin ich, der böse zweimal Geschichteneinsender:
Folgendermaßen hat es sich zugetragen:
Soweit ich mich erinnere habe ich ziemlich zeitgleich meine bis dahin unveröffentlichte Fernbedienung an Nova zum und an Story Olympiade im Rahmen eines dreier Vorschlages geschickt.
Und wie es der Zufall so wollte hat Nova die Geschichte genommen und auch DEUS EX MACHINA wollte sie.

Zu Novas Ehrenrettung muss ich sagen, dass zu dem Zeitpunkt, als ich die Fernbedienung an Nova gab, nicht wußte, dass sie auch im DEUS EX MACHINA erscheinen würde.

Als nicht verdienender Schriftsteller, der sich darum bemüht seine Geschichten überhaupt zu veröffentlichen und dem das nicht immer gelingt, war es für mich bei der Einsendung nicht absehbar, dass die Fernbedienung zweimal genommen wurde - die hatte schon einige Ablehnungen hinter sich- und im nachhinein hätte ich Armin Rössler von DEUS EX MACHINA drauf hinweisen sollen. Hab ich nicht gemacht - Schlagt mich dafür- Obwohl vorher publiziert hat er sich erst nachher gemeldet und wollte die Story dann eigentlich als zweiter haben.

Warum hab ich nichts gesagt? Ehrlich gesagt dachte ich bei der geringen Auflage von beiden Reihen nicht drann, dass eben dies zu Doppelgleisigkeiten führt. Wie hoch mag die Chance sein, dass von großzügig geschätzten 1 Mill SF Lesern jeweils einer ein Heft aus einer Auflage von 300 und - schätze einfach mal- 500 für Nova beim gleichen Leser landet?
Ist die "Szene" wirklich so klein?? Ich will es nicht glauben bigcry.gif

Zur allgemeinen Diskussion möchte ich nur sagen, dass, solange jeder Autor der kein Honorar erhält bzw. nicht andersweitig einen Vertrag eingeht, seine Geschichten an jeden beliebigen weiteren Verlag senden darf und auch muss.
Wer eine Geschichte haben will, muss dafür bezahlen. Auch wenns nur eine Kleinigkeit ist. Er kann sich dafür ja gewisse Rechte, wie Nichtveröffentlichung innerhalb eines Jahres oder so sichern.

Und ich verstehe auch nicht ganz, warum es in einer Anthologie derartig störend sein sollte, dass eine Geschichte auch in einer zweiten erscheint.


Bernhard

PS: Vorschlag an Nova &co: Formuliert die Klausel klar und groß - darf nirgends wo anders erscheinen innerhalb eines Jahres - oder so und bezahlt eine Kleinigkeit dafür rolleyes.gif

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rockmysoul67
Beitrag 16.05.2004, 21:21
Beitrag #30


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Gruppe: Mitglieder
Beiträge: 2003
Mitglied seit: 16.01.03
Mitglieds-Nr.: 359



ZITAT
Du möchtest helfen, schön. Dann mach doch einfach mal einen konkreten
Vorschlag, woher die Kohle kommen sollen, um deutsche Science Fiction zu
bezahlen. Über die Verkaufszahlen läßt sich das Geld in der Regel nicht
reinholen, das hat Wolfgang Jeschke schon vor zwanzig Jahren festgestellt.
Also woher? Ein konstruktiver Vorschlag bitte - und wir setzen ihn sofort in
die Tat. Die Shayol-Jungs, da bin ich mir sicher, werden auch aufs äußerste
die Ohren spitzen.


Aber gerne doch.

Ein paar Zahlen zuerst:

Nova hat etwa 10 Stories die Ausgabe.
Nova verkauft etwa 400 Stück Magazine die Ausgabe.

Sehe ich das so richtig?

Ein Minimumlohn wäre 10 Euro.


Okay, dann hätten wir 10 X 10 = 100 Euro. Das ist nicht sehr viel Geld. Ich habe es (in einer anderen Währung) im Portemonnaie.

Ihr seid vier Leute bei Nova, 25 Euro pro Person. Werden eure Familien hungern, wenn dieses Geld dreimal im Jahr (also 75 Euro) fehlen würde?


Aber nehmen wir mal an, dass das Magazin sich selbst finanzieren muss.
Ihr verlangt Euro 12.80 das Teil.
Da Nova keinen Umsatz macht, geht dieses Geld auf an Druck (BOD?) und Werbung u.ä.
Okay, dann führt Nova halt unter wirtschaftlichem Augenpunkt und macht einen Aufpreis von 30 Euro-Cents, dann kostet das gute Teil künftig Euro 13.10 *
Wie viel ist 30 Cents X 400? 120 Euro! Ihr habt somit einen Gewinn von 20 Euro erwirtschaftet.

Jeschke hat anscheinend an einer anderen Schule wie ich Buchhaltung gelernt. Oder könnte es sein, dass er einfach meinte, man wird nicht reich als Verleger? Das ist nämlich etwas anderes als die tatsächlichen Kosten wieder reinzuholen, was sehr wohl möglich ist.


* Wer 12.80 für ein Heft zahlt, wird auch 13.10 oder auch 13.50 bezahlen. Jetzt geht ein Aufschrei durchs Board, aber ich würde knallhart einen Festpreis von 14 oder 15 Euro festsetzen.

ZITAT
(klär mich auf, wer sich hinter Deinem Pseudonym verbirgt - ich bin
nur sporadisch in diesem Forum, deshalb weiß ich's nicht)


Zu meiner Person: Ich heisse Henk de Jong, wohnhaft in Zürich, Schweiz. Ich bin Eigentümer der Firma de jong publications zurich, mit welcher ich Ende dieses Jahres einen ersten grossen Beitrag an die deutschsprachige SF-Welt liefern werde (und nein, es handelt hier nicht um eine selbstgeschriebene Arbeit). Mit jenem Projekt werde auch ich nicht reich, doch die Kosten bleiben im Griff - trotz Korrektur/Lektorat, Druck und Werbung.

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RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 03.09.2010 - 10:39


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