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Hallo,
Nachfolgend die Nominierungen zum diesjährigen Kurd Laßwitz Preis. 38 Autoren, Übersetzer, Graphiker, Herausgeber und Verleger haben 226 Nominierungsvorschläge abgegeben, die nach Überprüfen der Kriterien und einer Vorauswahl durch ein neunköpfiges Gremium zu den nachfolgend aufgelisteten 39 Nominierungen selektiert wurden. Gemäß den Statuten wurden nur mehrfach vorgeschlagene Werke zugelassen, es sei denn das Vorauswahlgremium hat mit deutlicher Mehrheit für oder gegen das Werk votiert. Die Wahlunterlagen sind diese Woche an rund 200 Abstimmungsberechtigte verschickt worden. Die Übersetzungen werden von einer eigenen Jury aus sechs Übersetzern und Lektoren bewertet, die diese Woche ebenfalls ihre Unterlagen erhalten haben. Die Hörspieljury pausiert dieses Jahr, denn in der Kategorie Hörspiel konnte auch von den Juroren in diesem Jahr kein Werk genannt werden, dass einen SF-Preis verdient hätte (und keines der herausragenden Werke konnte der SF zugeordnet werden). Die Wahl endet am 31. Mai, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Elstercon Ende August in Leipzig.
Nominierungen zum Kurd Laßwitz Preis 2008
Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe von 2007
David Dalek, Das versteckte Sternbild, Shayol (SF 1019)
Andreas Eschbach, Ausgebrannt, Lübbe
Frank W. Haubold, Die Schatten des Mars ,EDFC
Michael K. Iwoleit, Psyhack, Fabylon
Karl Olsberg, Das System, Aufbau (2367)
Armin Rößler, Andrade, Wurdack (SF 9)
Thomas Thiemeyer, Magma, Knaur
Beste deutschsprachige SF-Kurzgeschichte mit Erstausgabe von 2007
Marcus Hammerschmitt, Die Lokomotive, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
Frank W. Haubold, Heimkehr, in: Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): S.F.X, Wurdack (SF 10)
Frank W. Haubold, Die Tänzerin, in: Frank W. Haubold: Die Schatten des Mars, EDFC; und in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
Michael K. Iwoleit, Der Moloch, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
Nick Mamatas, Unter meinem Dach, (Under My Roof), Edition Phantasia (SF Paperback 1009)
Cormac McCarthy, Die Straße, (The Road), Rowohlt
Elizabeth Moon, Die Geschwindigkeit des Dunkels (The Speed of Dark), dtv (premium 24598)
Richard Morgan, Skorpion, (Black Man), Heyne (52356)
Boris Strugatzki, Die Ohnmächtigen, (Бессильные мира сего), Klett-Cotta
Robert Charles Wilson, Quarantäne, (Blind Lake), Heyne (52316)
Beste Übersetzung zur SF ins Deutsche, erstmals erschienen 2007 Die Abstimmung in dieser Kategorie erfolgt durch die Übersetzungsjury.
Cornelia Holfelder-von der Tann für die Übersetzung von Justina Robson, Willkommen in Otopia (Keeping It Real), Bastei Lübbe (24467)
Frauke Meier für die Übersetzung von Jack McDevitt, Die Suche (Seeker), Bastei Lübbe (24362)
Hannes Riffel für die Übersetzung von Hal Duncan, Vellum (Vellum), (Das ewige Stundenbuch, Band 1), Shayol
Peter Robert für die Übersetzungen von Stephen Baxter, Imperator (Emperor) + Eroberer (Conqueror), (Die Zeit-Verschwörung, Band 1+2), Heyne (52247 + 52300)
Erik Simon für die Übersetzung von Boris Strugatzki, Die Ohnmächtigen (Бессильные мира сего), Klett-Cotta
Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2007
Volkan Baga für das Titelbild zu Klaus Bollhöfener (Hrsg.), phantastisch! 27 (3/2007), A.Havemann
Michael Hutter für das Titelbild zu Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
Franz Vohwinkel für das Titelbild zu John Meaney: Tristopolis, Heyne (52295)
Ernst Wurdack für das Titelbild zu Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): S.F.X, Wurdack (SF 10)
Bestes deutschsprachiges SF-Hörspiel mit Erstsendung von 2007 Die Abstimmung in dieser Kategorie erfolgt durch die Hörspieljury. In diesem Jahr in Abstimmung mit der Jury keine Nominierungen und keine Wahl.
Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2007
Bernd Behr für 20 Jahre SF-Stories gegen Honorar in der c't und damit eine unverzichtbare Plattform für SF-Autoren, immer mit hohem Niveau und innovativen Werken (Heise Verlag)
Helmuth W. Mommers für seine unermüdlichen Bemühungen um die SF-Kurzgeschichte im allgemeinen und die Visionen-Reihe im besonderen (Shayol Verlag)
Dieter von Reeken für seine konsequente und konzeptionell hochwertige Arbeit an Neu-Editionen historischer SF-Werke (DvR Verlag)
Nessun Saprà [d.i. Klaus Geus] für sein Lexikon der deutschen Science Fiction & Fantasy 1919-1932 (Utopica Verlag)
Ernst Wurdack, Heidrun Jänchen und Armin Rößler für die SF-Reihe im Wurdack Verlag, womit sie der deutschsprachigen SF eine ständig verbreiterte Plattform bieten
Bestes deutschsprachiges SF-Hörspiel mit Erstsendung von 2007 Die Abstimmung in dieser Kategorie erfolgt durch die Hörspieljury. In diesem Jahr in Abstimmung mit der Jury keine Nominierungen und keine Wahl.
Gibt es außerhalb des Radios Produktionen, die dem Kurd Laßwitz Preis vorgeschlagen werden können? Kennt sich jemand bei Hörspielen aus und kann empfehlenswerte Beispiele nennen? Es kann doch nicht sein, dass es qualitativ hohen Hörspiele nur von den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern gibt, oder?
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Anders als beim Deutschen Phantastik Preis kann ich mir vorstellen, dass es beim Kurd Laßwitz Preis eine Kategorie für Sekundärliteratur gibt oder es jährlich sowohl eine Kategorie für eine einmalige herausragende Leistung und eine langjährige Leistung vergeben wird.
Ich denke auch, dass es an uns jüngeren Leuten liegt, uns in Bereichen der Preise zu engagieren, d.h. abzustimmen. Je mehr sich beteiligen, um so klarer wird ein Ergebnis.
Jetzt bin ich gespannt, wer gewonnen hat. Die Abstimmung endete am 31. Mai.
Genauso wie eine Kategorie für einen Ehren-/Sonderpreis, der aber von den Organisatoren verliehen wird. Die haben aber bisher noch nie jemanden gefunden, der es verdient hätte
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"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden." (13. Erwerbsregel)
Nachfolgend die Ergebnisse der diesjährigen Wahl zum Kurd Laßwitz Preis für die besten Science Fiction Werke des Jahres 2007. Es haben sich 81 deutschsprachige SF-Schaffende an der Wahl beteiligt, in der Kategorie Übersetzung bewertete eine Fachjury.
In diesem Jahr wird kein Preis in der Kategorie Hörspiel vergeben, da keines der SF-Hörspiele von der Hörspieljury als preiswürdig erachtet wurde und somit auch keine Nominierung vorlag. In der Kategorie Sonderpreis wurden langjährige und einmalige Leistungen gemeinsam gewertet.
Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 9. ElsterCon, eines dreitägigen literarischen Symposiums zu Science Fiction, Fantasy und Horror, am Samstag, den 30. August 2008 in Leipzig im »Haus des Buches« (siehe auch www.fksfl.de/elstercon2008/elstercon.html).
Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe 2007 Andreas Eschbach, Ausgebrannt, Lübbe (157 Punkte)
weitere Platzierungen 2. Michael K. Iwoleit, Psyhack, Fabylon (130 Punkte) 3. Frank W. Haubold, Die Schatten des Mars ,EDFC (86 Punkte) 4. Armin Rößler, Andrade, Wurdack (SF 9) (68 Punkte) 5. Dirk van den Boom, Tentakelschatten, Atlantis (61 Punkte) 6. Thomas Thiemeyer, Magma, Knaur (56 Punkte) 7. Frank Borsch, Alien Earth – Phase 1 + 2, (Alien Earth - Zyklus), Heyne (52230 + 52251) (49 Punkte) 8. David Dalek, Das versteckte Sternbild, Shayol (SF 1019) (40 Punkte) 9. Karl Olsberg, Das System, Aufbau (2367) (38 Punkte) 10. kein Preis – ich halte in dieser Kategorie keine der Nominierungen für preiswürdig (5 Punkte) 64 Personen haben in dieser Kategorie abgestimmt, 17 Stimmenthaltungen
Beste deutschsprachige SF-Kurzgeschichte mit Erstausgabe 2007 Michael K. Iwoleit, Der Moloch, in: H.W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018) (130 Punkte)
weitere Platzierungen 2. Marcus Hammerschmitt, Die Lokomotive, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018) (127 Punkte) 3. Heidrun Jänchen, Fünfundneunzig Prozent, in: Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): Lazarus, Wurdack (SF 7) (76 Punkte) 4. Frank W. Haubold, Die Tänzerin, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018); und in zwei Teilen als Die Tänzerin und Lenas Garten in: Frank W. Haubold: Die Schatten des Mars, EDFC (74 Punkte) 5. Frank W. Haubold, Heimkehr, in: Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): S.F.X, Wurdack (SF 10) (62 Punkte) 6. Uwe Post, eDead.com, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018) (55 Punkte) 7. Niklas Peinecke, Imago, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018) (38 Punkte) 8. Niklas Peinecke, Die bunten Splitter der Seele, in: c’t Magazin 1/2007, Heise (18 Punkte) 9. kein Preis – ich halte in dieser Kategorie keine der Nominierungen für preiswürdig (17 Punkte) 53 Personen haben in dieser Kategorie abgestimmt, 28 Stimmenthaltungen.
Bestes ausländisches Werk zur SF mit deutschsprachiger Erstausgabe 2007 Sergej Lukianenko, Spektrum, (СПЕКТР), Heyne (52233) (135 Punkte)
weitere Platzierungen 2. Boris Strugatzki, Die Ohnmächtigen, (БЕССИЛЬНЫЕ МИРА СЕГО), Klett-Cotta (132 Punkte) 3. Robert Charles Wilson, Quarantäne, (Blind Lake), Heyne (52316) (89 Punkte) 4. Elizabeth Moon, Die Geschwindigkeit des Dunkels (The Speed of Dark), dtv (premium 24598) (86 Punkte) 5. Cormac McCarthy, Die Straße, (The Road), Rowohlt (68 Punkte) 6. Hal Duncan, Vellum, (Vellum), (Das ewige Stundenbuch, Band 1), Shayol (63 Punkte) 7. Richard Morgan, Skorpion, (Black Man), Heyne (52356) (59 Punkte) 8. Nick Mamatas, Unter meinem Dach, (Under My Roof), Edition Phantasia (SF Paperback 1009) (35 Punkte) 9. kein Preis – ich halte in dieser Kategorie keine der Nominierungen für preiswürdig (10 Punkte) 64 Personen haben in dieser Kategorie abgestimmt, 17 Stimmenthaltungen
Beste Übersetzung zur SF ins Deutsche, erstmals erschienen 2007 Hannes Riffel für die Übersetzung von Hal Duncan, Vellum (Vellum), (Das ewige Stundenbuch, Band 1), Shayol (50 Punkte)
weitere Platzierungen 2. Erik Simon für die Übersetzung von Boris Strugatzki, Die Ohnmächtigen (БЕССИЛЬНЫЕ МИРА СЕГО), Klett-Cotta (42 Punkte) 3. Cornelia Holfelder-von der Tann für die Übersetzung von Justina Robson, Willkommen in Otopia (Keeping It Real), Bastei Lübbe (24467) (40 Punkte) 4. Peter Robert für die Übersetzungen von Stephen Baxter, Imperator (Emperor) + Eroberer (Conqueror), (Die Zeit-Verschwörung, Band 1+2), Heyne (52247 + 52300) (32 Punkte) 5. Frauke Meier für die Übersetzung von Jack McDevitt, Die Suche (Seeker), Bastei Lübbe (24362) (27 Punkte) 6. kein Preis – ich halte in dieser Kategorie keine der Nominierungen für preiswürdig (0 Punkte) Die Abstimmung erfolgte durch eine Jury aus sechs Lektoren und Übersetzern.
Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2007 Franz Vohwinkel für das Titelbild zu John Meaney: Tristopolis, Heyne (52295) (155 Punkte)
weitere Platzierungen 2. Volkan Baga für das Titelbild zu Klaus Bollhöfener (Hrsg.), phantastisch! 27 (3/2007), A.Havemann (144 Punkte) 3. Ernst Wurdack für das Titelbild zu Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): S.F.X, Wurdack (SF 10) (126 Punkte) 4. Michael Hutter für das Titelbild zu Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018) (96 Punkte) 5. kein Preis – ich halte in dieser Kategorie keine der Nominierungen für preiswürdig (34 Punkte) 68 Personen haben in dieser Kategorie abgestimmt, 13 Stimmenthaltungen
Bestes deutschsprachiges SF-Hörspiel mit Erstsendung von 2007 Die Abstimmung erfolgt normalerweise durch eine Jury aus Hörspielautoren und Hörspielkennern. Da in diesem Jahr keine Nominierung vorlag (keines der SF-Hörspiele wurde als preiswürdig erachtet), wird in dieser Kategorie diesmal kein Preis vergeben.
Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2007 Helmuth W. Mommers für seine unermüdlichen Bemühungen um die SF-Kurzgeschichte im Allgemeinen und die Visionen-Reihe im Besonderen (Shayol Verlag) (188 Punkte)
weitere Platzierungen 2. Dieter von Reeken für seine konsequente und konzeptionell hochwertige Arbeit an Neu-Editionen historischer SF-Werke (DvR Verlag) (148 Punkte) 3. Bernd Behr für 20 Jahre SF-Stories gegen Honorar in der c't und damit eine unverzichtbare Plattform für SF-Autoren, immer mit hohem Niveau und innovativen Werken (Heise Verlag) (133 Punkte) 4. Ernst Wurdack, Heidrun Jänchen und Armin Rößler für die SF-Reihe im Wurdack Verlag, womit sie der deutschsprachigen SF eine ständig verbreiterte Plattform bieten (131 Punkte) 5. Nessun Saprà [d.i. Klaus Geus] für sein Lexikon der deutschen Science Fiction & Fantasy 1919-1932 (Utopica Verlag) (128 Punkte) 6. kein Preis – ich halte in dieser Kategorie keine der Nominierungen für preiswürdig (6 Punkte) 70 Personen haben in dieser Kategorie abgestimmt, 11 Stimmenthaltungen
Anmerkung: Der Kurd Laßwitz Preis benennt pro Kategorie nur den Erstplatzierten als Preisträger, es werden keine zweiten oder dritten Preise ausgelobt. Die Nummerierung gibt nur die Reihenfolge aufgrund der Abstimmungspunkte wieder.
Udo Klotz, Treuhänder
PS: Noch eine Anmerkung zur Hörspiel-Diskussion: Zweifellos gab es auch 2007 gute Hörspiele. Doch die wirklich innovativen und kreativen Hörspiele waren keine SF - und die SF-Hörspiele waren teilweise gut gemacht, aber eben "nur" solide Handwerkskunst. Ebensowenig wie bei einer Übersetzung die Qualität des Originaltextes, sondern die Leistung des Übersetzers bewertet wird, ist bei einem Hörspiel nicht die Buchvorlage, sondern die Umsetzung entscheidend. Und hier fehlte eben das Herausragende und Ungewöhnliche, das eine Nominierung gerechtfertigt hätte. Der Hörspieljury lagen somit keine Nominierungsvorschläge vor, die diese Kriterien erfüllt hätten, ebensowenig konnte die Jury selbst geeignete Werke nennen. Damit ist diesmal die Wahl in dieser Kategorie entfallen.
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Mein Kommentar dazu:
In der Kategorie Kurzgeschichten stehen auf Platz 1 bis 4 Novellen (bzw. sogar ein KurzROMAN).
Das ist eine schallende Ohrfeige für alle Autoren "echter" Kurzgeschichten.
Ich sage das auch auf die Gefahr hin, dass ihr mich eines Frustfouls bezichtigt, weil ich selbst betroffen bin. Viele Leute wissen aber, dass ich seit über einem Jahr erfolglos für eine eigene Novellen-Wertung (zumindest für 2007) trommle, übrigens auch beim DSFP.
Nichts gegen Novellen. Ich steh auf Novellen. Aber Novellen sind nun einmal keine Kurzgeschichten, genausowenig wie Romane. Sie in einen Topf zu werfen, ist wie Deutschland gegen England. Alle geben ihr letztes, und am Ende gewinnen (fast immer) die Deutschen. Das ist einfach unfair!
Sprecht mir nach, alle zusammen:
NOVELLEN SIND KEINE KURZGESCHICHTEN. NOVELLEN SIND KEINE KURZGESCHICHTEN. NOVELLEN SIND KEINE KURZGESCHICHTEN.
Der Beitrag wurde von Uwe Post bearbeitet: 23.06.2008, 21:06
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Kröten, Käfer, Knutbälle: SYMBIOSE. Demnächst neu: Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes - der Weltraumdetektivroman für die ganze Familie. post-sf.de.
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ZITAT(Uwe Post @ 23.06.2008, 20:48) [snapback]104933[/snapback]
In der Kategorie Kurzgeschichten stehen auf Platz 1 bis 4 Novellen (bzw. sogar ein KurzROMAN).
Das ist eine schallende Ohrfeige für alle Autoren "echter" Kurzgeschichten.
Ich sage das auch auf die Gefahr hin, dass ihr mich eines Frustfouls bezichtigt, weil ich selbst betroffen bin. Viele Leute wissen aber, dass ich seit über einem Jahr erfolglos für eine eigene Novellen-Wertung (zumindest für 2007) trommle, übrigens auch beim DSFP.
Ich halte diese Vermischung ebenfalls für sehr unglücklich. Sie entspricht nicht der Wahrnehmung der Literaturwissenschaft und sicherlich auch nicht der Leser. Mir sind die Widerstände schleierhaft, hier Ordnung zu schaffen: Eine Kategorie "Kurzgeschichte" und eine Kategorie "Novelle/Erzählung" - das wäre angemessen, finde ich.
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ZITAT(Uwe Post @ 23.06.2008, 20:48) [snapback]104933[/snapback]
NOVELLEN SIND KEINE KURZGESCHICHTEN. NOVELLEN SIND KEINE KURZGESCHICHTEN. NOVELLEN SIND KEINE KURZGESCHICHTEN.
*nachsprech*
Sehe ich auch so. Es gibt ja diesbezüglich nicht nur eine Zeichenlängenbegrenzung, siehe Hugo-Award (http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Award), sondern auch einen Unterschied bei Bearbeitung und Fokusierung von Themen.
Uwe, du hast meine volle Unterstützung. Eine Verwässerung kommt in diesem Fall einer Auflösung gleich. Sprich: Macht euch nicht die Arbeit eine Kurzgeschichte zu schreiben, wenn ihr das gleiche Thema in einer Novelle breittreten könnt. Das geht nicht. Das öffnet dem Geschwafel Tür und Tor.
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Hallo Leute,
nachdem ich nun schon zum vierten Mal einen SF-Preis für eine Novelle erhalten habe und vermuten darf, daß ich einen Trend zur längeren Erzählung mit angestoßen habe, erlaube ich mir eine Anmerkung zu dieser Diskussion:
Uwe hat auch meine Unterstützung, und ich appellliere dringend an die Organisatoren des Kurd Laßwitz Preises und der Deutschen Science Fiction Preises, eine separate Kategorie für die Prämierung von SF-Novellen einzuführen. Die Kategorie Erzählung wurde beim KLP einmal mit dem Argument abgeschafft, die unnatürliche Trennung von Erzählung und Kurzgeschichte aufzuheben. Nun haben wir aber eine Vermischung von sehr kurzen und sehr langen Erzählungen (Uwes und Niklas' Kurzgeschichten im Bereich von etwa 30.000 Anschlägen im Verhältnis zu meinem "Moloch" mit rund 220.000 Anschlägen) in einer Preiskategorie, was von einer Mehrheit der Leser und Autoren - selbst ausgesprochenen Novellenspezialisten wie mir - als ungerecht und sachlich unangemessen empfunden wird.
Beim einem dotierten Preis wie dem DSFP sehe ich natürlich das Problem, daß für das zusätzliche Preisgeld ein Sponsor gefunden werden müßte, was ein verständlicher Hinderungsgrund sein könnte. Beim KLP wäre es aber nur ein etwas höherer Organisationsaufwand, und ich bin mir sicher, daß die Initiatoren einer Novellen-Kategorie Udo Klotz dabei unterstützen würden. Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, würde ich als Ausgleich für die Abschaffung der Hörspiel-Preises plädieren, der einfach keine Grundlage mehr hat. Natürlich gibt es noch ein anderes Problem: Wahrscheinlich werden in nächster Zeit nicht mehr als zehn längere Erzählungen pro Jahr erscheinen. Es wäre sehr leicht, in den Novellen-Kategorie nominiert zu werden. Gelegentlich könnte die bloße Tatsache, daß eine Novelle publiziert wurde, schon für eine Nominierung reichen. Je nach Jahrgang wird abzuwägen sein, ob eine separate Preiskategorie nicht zur Farce gerät. Momentan aber, fürchte ich, ist die Vermischung von kurzen und langen Erzählungen eine größere Farce. Man möchte sich als Novellenautor auf lange Sicht auch nicht fühlen wie ein Preisboxer, der seine Kämpfe nur gewinnt, weil man ihn gegen Fliegengewichtler antreten läßt. Gut boxen können vielleicht beide, aber in der gleichen Klasse bleibt es immer ein ungleicher Kampf.
ZITAT
Uwe, du hast meine volle Unterstützung. Eine Verwässerung kommt in diesem Fall einer Auflösung gleich. Sprich: Macht euch nicht die Arbeit eine Kurzgeschichte zu schreiben, wenn ihr das gleiche Thema in einer Novelle breittreten könnt. Das geht nicht. Das öffnet dem Geschwafel Tür und Tor.
Bei allem Respekt, Flo, aber diese Aussage halte ich doch für unangemessen polemisch. Man muß einem Novellenautor nicht pauschal unterstellen, daß er seinen Stoff mit Absicht breittritt. Ein einigermaßen erfahrener Autor weiß schon, für welche Form sich ein Stoff eignet. Ich habe großen Respekt vor Kurzgeschichtenautoren, von deren Fähigkeit zur Verknappung und Komprimierung ich gern noch etwas lernen würde. Aber Novellen sind eine Kunst für sich, und es ist eine Frage des Naturells und des Materials, wenn ein Autor diese Form bevorzugt.
Nebenbei: die meisten berühmten SF-Geschichten, die wir aus dem englischsprachigen Raum kennen, sind weder Kurzgeschichten noch Novellen, sondern Novelletten (Stories im Bereich von etwa 30 bis 50 Druckseiten). Auch dafür gibt es bei den amerikanischen SF-Preisen eine separate Kategorie. Aber wir wollen mal nicht übertreiben...
Schöne Grüße Michael
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Aufgrund der schwankenden und oft geringen Anzahl an Novellen, die pro Jahr erscheinen, halte ich es für sinnvoll, eine Novellen-Kategorie "bei Bedarf" zu aktivieren. Das kann durchaus nach der Nominierungsrunde geschehen. Nur wenn mehr als 3 Novellen nominiert werden, wird eine eigene Kategorie dafür aufgemacht, ansonsten landen sie in der KG-Kategorie.
Hinweisen möchte ich noch auf die Tatsache, dass so gut wie jede Novelle, die letztes Jahr erschienen ist, auch nominiert wurde.
Man stelle sich das mal im Bereich Kurzgeschichten vor...
Meiner Meinung nach bleiben Novellen aufgrund ihres Umfangs und des allein dadurch intensiveren Leseerlebnisses einfach besser in Erinnerung als Kurzgeschichten.
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ZITAT(Uwe Post @ 24.06.2008, 00:05) [snapback]104948[/snapback]
Hinweisen möchte ich noch auf die Tatsache, dass so gut wie jede Novelle, die letztes Jahr erschienen ist, auch nominiert wurde.
Das stimmt so schon einmal nicht (oder wo sind z. B. die anderen Novellen aus "Lazarus" nominiert?), erst recht nicht, wenn man die längeren Erzählungen mitrechnet.
Dennoch halte auch ich eine Trennung (vielleicht bei 5000 Wörtern?) für sinnvoll, denn es ist völlig klar, daß sich eine längere Erzählung/Novelle beim Leser stärker einprägt als eine Pointenstory von vielleicht 2000 Wörtern. Beim KLP sollte das auch kein Problem sein (auf eine Kategorie mehr oder weniger kommt es da m. E. wirklich nicht an), beim DSFP hat Michael die Problematik ja schon beschrieben.
Gruß
Frank
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Das Problem ist nicht neu und auch den für die Preise Verantwortlichen bekannt. Eine Kurzgeschichte von 10-15 Seiten muss schon mit einer glänzenden Idee aufwarten oder mit aussergewöhnlicher Erzählkunft, um erfolgreich gegen eine ebenfalls hervorragende Novelle von 20-30 Seiten anzutreten. Erst recht gilt das, wenn der Mitbewerber einen veritablen Kurzroman abliefert.
Was aber im englischsprachigen Raum funktioniert, geht hier noch lange nicht. Warum? - Weil wir hier jährlich etwa 200 bis maximal 250 deutschsprachige Kurzgeschichten veröffentlichen, darunter in der Regel aber höchstens 10 umfangreichere Texte . Davon sind bestensfalls eine Handvoll nominierungswürdig; das verschafft jedem, der eine längere Erzählung produziert, bei so wenig Wettbewerb einen gewaltigen Vorteil. Dagegen kommen auf jede kurze Geschichte 20 konkurrierende.
Die VISIONEN waren eine der ganz wenigen Möglichkeiten, einen längeren Text zu veröffentlichen; die fallen jetzt weg. LAZARUS war eine Ausnahme-Anthologie; vielleicht wird es wieder mal eine Novellen-Anthologie geben. In NOVA werden vermutlich höchstens 2 Novellen im Jahr erscheinen - manchmal gar keine. Was bleibt da?
Ein Sturm im Wasserglas! - Wir müssen uns einfach mit der derzeitigen Situation abfinden.
Dass die Preiskategorie "Kurzgeschichten" nur der Form halber so heisst, weiss fast jeder. Ist halt etwas unglücklich formuliert: "Erzählung" wäre vielleicht besser.
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Ich bin zugegebenermaßen Enttäuscht, dass "Das versteckte Sternbild" so weit abgeschlagen ist. Zeigt in meinen Augen mal wieder die Benachteiligung von Szene-Outsidern ... aber ich Trottel habe mir das auch nicht zuletzt selbst zuzuschreiben, weil ich zwar nominiert habe, dann aber die eigentliche Abstimmung verpasst.
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Bei allem Respekt, Flo, aber diese Aussage halte ich doch für unangemessen polemisch. Man muß einem Novellenautor nicht pauschal unterstellen, daß er seinen Stoff mit Absicht breittritt. Ein einigermaßen erfahrener Autor weiß schon, für welche Form sich ein Stoff eignet. Ich habe großen Respekt vor Kurzgeschichtenautoren, von deren Fähigkeit zur Verknappung und Komprimierung ich gern noch etwas lernen würde. Aber Novellen sind eine Kunst für sich, und es ist eine Frage des Naturells und des Materials, wenn ein Autor diese Form bevorzugt.
Nebenbei: die meisten berühmten SF-Geschichten, die wir aus dem englischsprachigen Raum kennen, sind weder Kurzgeschichten noch Novellen, sondern Novelletten (Stories im Bereich von etwa 30 bis 50 Druckseiten). Auch dafür gibt es bei den amerikanischen SF-Preisen eine separate Kategorie. Aber wir wollen mal nicht übertreiben...
Sorry, Michael, ich fürchte das ist dir in den falschen Hals gerutscht. Ich meinte damit nicht, dass sich jemand hinsetzt und eine mickrige Idee zu einer Novelle aufbläst. Da stehe Gott mit seinen vier apokalyptischen Reitern davor. Das "Macht euch nicht die Arbeit eine Kurzgeschichte zu schreiben, wenn ihr das gleiche Thema in einer Novelle breittreten könnt" war sarkastisch gemeint (da hätt ich einen Smiley setzten sollen). Aus dem Off sozusagen oder besser, dem Teufelchen auf der linken Schulter angehender Autoren, die sich damit besser Chancen ausrechnen. Selbstverständlich gibt es Stoff, der nach Novellenlänge schreit und solcher, der den Rahmen einer KG nie sprengen wird. Musste ich schon selbst leidvoll erfahren und jeder der sich schon länger mit dem Schreiben beschäftigt weiß das auch. Da gebe ich dir absolut recht.
Die Veröffentlichungsmöglichkeiten sind ganz bestimmt das andere Problem. Ein Beispiel: Wir haben voriges Jahr für unser Mitglied Helmut Hirsch ein Sonderheft mit der Novelle "Land der HÜGEL" herausgegeben. Dies aber auch nur unter der Auflage, dass er einen gewissen Selbstkostenzuschuss aufbringt und uns die Hefte abnimmt. Denn, wie mein Onkel immer fragt: "Wer kauft das?" und "Wen interessiert das?" Darin liegt die eigentliche Tragödie der Amateur und Semiprofi-Szene, denke ich.
In jedem Fall gratuliere ich dir, lieber Iwoleit, zum Preis, denn "Der Moloch" ist wirklich eine würdige Geschichte dafür! Wäre eine Schande gewesen, wenn die den Weg die Veröffentlichung nicht gefunden hätte.
lg, Flo
Der Beitrag wurde von Flo bearbeitet: 24.06.2008, 13:10
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Helmuth hat ganz Recht: Das Problem ist die kritische Masse an Novellen!
Vor mehr als zehn Jahren gab es noch zwei getrennte Kategorien, Kurzgeschichten und Novellen. Ganz genau so, wie jetzt wieder gewünscht. Doch damals hatte ich das Problem, dass nur zwei, drei Novellen pro Jahr überhaupt veröffentlicht wurden. Also habe ich mit Zustimmung der Abstimmungsberechtigten die beiden Kategorien zusammengelegt. Seit zwei, drei Jahren werden wieder (immer noch sehr wenige) Novellen publiziert. Soweit ich das überblicken kann, werden fast alle Novellen zur Nominierung vorgeschlagen und passieren den Qualitätscheck des Vorauswahlgremiums - im Unterschied zu vielen vorgeschlagenen Kurzgeschichten. Zudem landen die Novellen bei der Wahl weit vorne. Diesmal war es extrem: Vier Novellen, alle vier mehrfach vorgeschlagen und ohne Veto auf den Wahlbogen gelangt, belegen die ersten vier Plätze. Und das ruft natürlich eine Diskussion auf den Plan. (Von den 38 vorgeschlagenen Kurzgeschichten waren nur zwei dreimal vorgeschlagen, zwei weitere wurden vom Vorauswahlgremium gefördert, so dass neben den vier Novellen vier Stories zur Wahl standen Das Problem bei Kurzgeschichten ist, dass fast jede nur einmal vorgeschlagen wird, und das ist nicht ausreichend.)
Ich werde zwei Vorschläge für die Zukunft aufgreifen. Erstens die Umbenennung der Kategorie in ein neutraleres "Beste Erzählung". Zweitens die Option, auf Bedarf eine eigene Kategorie Novelle zu öffnen, falls genügend Nominierungsvorschläge eintreffen, die die Kriterien erfüllen (SF, Erstveröffentlichung, deutschsprachig, professionell publiziert, mehrfach vorgeschlagen). Es sollten aber schon drei bis vier Novellen sein, eine Stichwahl zwischen zwei ist alles andere als spannend und angemessen.
Sollte das mehrere Jahre hintereinander passieren, wird die Kategorie wieder dauerhaft eingeführt (und pausiert mangels Masse ausnahmsweise). Das bringt aber wieder ein damals auch heftig diskutiertes Thema wieder auf den Tisch: Wo grenzt man Novelle gegen Kurzgeschichte ab, und zwar so, dass dies auch handhabbbar ist. Eine Anzahl Anschläge oder Wörter zu definieren, ist nett, aber wie zähle ich das, wenn ich nur einen Ausdruck habe? Und das 42 Mal (so viele Vorschläge gab es diesmal)? Damals waren wir sehr pragmatisch: Bis 10 Seiten ist Kurzgeschichte, 11 bis 100 Seiten ist Novelle, ab 100 Seiten oder eigenständig publiziert (z.B. Heftromane) ist Roman. Inzwischen ist der Satzspiegel gewachsen (d.h. weniger Anschläge pro Seite - der "Großdruck" ist Standard), man müsste also die Seitenzahlen ggf. anpassen, z.B. bei 15 und 150 Seiten die Grenzen ziehen.
Warum eigentlich dieses "professionell publiziert" ? Was bedeutet das? Ist nicht die literarische Qualität ausschlaggebend?
Professionell publiziert heißt:
- der Text hat ein Lektorat durchlaufen - der Text kann über den Buchhandel bezogen werden (ISBN)
Der KLP wurde gegründet als "ein Preis von Profis für Profis" und sollte ganz bewußt weder ein Leserpreis sein (um zu verhindern, dass nicht das beste, sondern das meistgelesene Werk gewinnt) noch ein Fandom-Preis zu Titeln, die außerhalb der Szene keiner kennt, weil sie im Buchhandel nicht erhältlich sind. Das sind formale Kriterien, eine qualitative Prüfung findet durch das Vorauswahlgremium statt.
Ich werde zwei Vorschläge für die Zukunft aufgreifen. Erstens die Umbenennung der Kategorie in ein neutraleres "Beste Erzählung". Zweitens die Option, auf Bedarf eine eigene Kategorie Novelle zu öffnen, falls genügend Nominierungsvorschläge eintreffen, die die Kriterien erfüllen (SF, Erstveröffentlichung, deutschsprachig, professionell publiziert, mehrfach vorgeschlagen). Es sollten aber schon drei bis vier Novellen sein, eine Stichwahl zwischen zwei ist alles andere als spannend und angemessen.
Sollte das mehrere Jahre hintereinander passieren, wird die Kategorie wieder dauerhaft eingeführt (und pausiert mangels Masse ausnahmsweise).
Gute Vorschläge.
ZITAT
Das bringt aber wieder ein damals auch heftig diskutiertes Thema wieder auf den Tisch: Wo grenzt man Novelle gegen Kurzgeschichte ab, und zwar so, dass dies auch handhabbbar ist. Eine Anzahl Anschläge oder Wörter zu definieren, ist nett, aber wie zähle ich das, wenn ich nur einen Ausdruck habe? Und das 42 Mal (so viele Vorschläge gab es diesmal)? Damals waren wir sehr pragmatisch: Bis 10 Seiten ist Kurzgeschichte, 11 bis 100 Seiten ist Novelle, ab 100 Seiten oder eigenständig publiziert (z.B. Heftromane) ist Roman. Inzwischen ist der Satzspiegel gewachsen (d.h. weniger Anschläge pro Seite - der "Großdruck" ist Standard), man müsste also die Seitenzahlen ggf. anpassen, z.B. bei 15 und 150 Seiten die Grenzen ziehen.
Jede rein pragmatische Lösung, die man findet, wird die jetzige Situation deutlich verbessern. Es wird sicher auch dann die eine oder andere unangemessene Rubrizierung geben, was aber - da bin ich mir sicher - nicht zu einem generellen Zweifel daran führen wird, daß - sagen wir etwa - Prosa-Texte von 10 und 80 Seiten in unterschiedliche Kategorien gehören.
Prosa-Texte von 10 und 80 Seiten in unterschiedliche Kategorien gehören.
Texte von gegen 80 Seiten gibt es pro Jahr maximal EINEN. Sollen wir ihn deswegen ausklammern oder eine eigene Kategorie schaffen - etwa auch für den russischen Riesen Valujew? - Sollte, gemessen am Umfang, PSYHACK nicht gegen AUSGEBRANNT angetreten sein?
Ich habe mir die Mühe gemacht, Datenmaterial auszuwerten und in einem eigenen Thread zur Diskussion zu stellen. Nur damit wir wissen, wovon wir reden.
Moderatoren: Ausserdem würde ich vorschlagen, diese Diskussion, die sich um Modalitäten dreht, zu verschieben.
Der Beitrag wurde von Helmuth W. Mommers bearbeitet: 26.06.2008, 14:05
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ZITAT(Helmuth W. Mommers @ 26.06.2008, 15:02) [snapback]105149[/snapback]
Texte von gegen 80 Seiten gibt es pro Jahr maximal EINEN. Sollen wir ihn deswegen ausklammern oder eine eigene Kategorie schaffen
Ich habe die Seitendifferenz von Prosa-Texten, die beim KLP bislang in ein und dieselbe Kategorie fallen, nun besonders plakativ herausgestellt. Sicher ist es aber auch so, daß selbst eine 40-Seiten-Story nur in den seltensten Fällen als Kurzgeschichte bezeichnet werden kann. Aber es gibt ja nun den neuen Thread: Da läßt sich überlegen, wie das Problem differenzierter in den Griff zu bekommen ist. Wie gesagt - ich halte selbst eine pragmatische Lösung, die sich lediglich an der Quantität orientiert, der jetzigen Regelung für überlegen.
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