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Timo Bader ∙ Nina Horvath ∙ Bernhard Weißbecker (Hg.) Darwins Schildkröte Anthologie
Philip K. Dick sagte: »Ich habe immer befürchtet, dass mein eigener Fernseher, mein Bügeleisen oder Toaster, in der Abgeschiedenheit meiner Wohnung, wenn niemand sonst da war mir zu helfen, erklären würden, dass sie die Macht übernommen haben und mir eine Liste mit Regeln präsentierten, die ich zu befolgen habe.« 31 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz widmen sich in humorvollen, satirischen und bitterbösen Science Fiction-Geschichten diesem Thema.
Rainer Innreiter ∙ Andreas Flögel ∙ Uwe Hermann ∙ Thomas Melerowicz ∙ Henning Pfeifer ∙ Olaf Trint ∙ Martin Skerhut ∙ Werner Vogel ∙ Markus Niebios ∙ Arnold H. Bucher ∙ Manuel Bianchi ∙ Saven van Dorf ∙ Sabine Y. Wolperth ∙ Angelika Pauly ∙ Uwe Post ∙ W. Berner ∙ Christian. von Aster ∙ Claudia Hornung ∙ Melanie Metzenthin ∙ Eiko Lajcsak ∙ Timo Bader ∙ Ralf Noetzel ∙ Christian Künne ∙ Andreas Gruber ∙ David Kerper ∙ Niklas Peinecke ∙ Thomas Backus ∙ Heidrun Jänchen ∙ Nina Horvath ∙ Bernhard Weißbecker ∙ Frank Hebben
Cover und Illustrationen: Stefan Lechner
ISBN: 978-3-927071-24-7 248 Seiten Paperback € 10,00 bei uns im Fabylon-Shop oder auf amazon & Co.
Im Rahmen einer Literaturveranstaltung liest Nina Horvath aus ihrer Story in diesem Band: Bibliothekslesung des Alumniverbandes der Universität Wien Science-Fiction & Fantasy: "Zukunftsliteratur" in der UB Zeit: Mittwoch 12.11.2008, 18.00 Uhr Ort: Kleiner Lesesaal der Universitätsbibliothek, Dr. Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien Mehr dazu hier im Forum.
Eine Leseprobe (Ausschnitt aus der Story "Kreise im Kornfeld" von Bernhard Weißbecker) gibt's auf LITERRA Da findet sich auch das Storyverzeichnis: Info Buch Rainer Innreiter Mitnehmen verboten!
Andreas Flögel Amazon 3
Uwe Hermann Der Gesundheitswächter
Thomas Melerowicz Rentner Leo Spar und die moderne Physik
Henning Pfeifer Kamikos bedrohen die Welt
Olaf Trint Konstruktionsfehler
Martin Skerhut Elfriede
Werner Vogel Besuch bei Rabinger
Markus Niebios Einsatz für Zack Hodan
Arnold H. Bucher Fehlfunktion
Manuel Bianchi Aleph Null
Saven van Dorf Die Erfindungen des Mr. White
Sabine Y. Wolperth Technik, die begeistert
Angelika Pauly Erwin, mein Androide
Uwe Post Wotan
W. Berner Nur mein Toaster hat mich lieb!
Christian von Aster Endstation Charybdis III
Claudia Hornung Kurzschluss
Melanie Metzenthin Kostengünstig
Eiko Lajcsak Retro
Timo Bader Mambo ist verliebt
Ralf Noetzel Die Goliath SX Sache
Christian Künne Wir wollen nach ERCP/7139!
Andreas Gruber Holotec Services
David Kerper Blechschaden
Niklas Peinecke Toaster aus dem Weltraum
Thomas Backus Der perfekte Mensch
Heidrun Jänchen Invasion
Nina Horvath Darwins Schildkröte
Bernhard Weißbecker Kreise im Kornfeld
Frank Hebben Fromme Küchengeräte
Der Beitrag wurde von Uschi Zietsch bearbeitet: 02.10.2008, 18:31
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Na ja, ich gewöhne mich langsam ans A5 (sieht man immer häufiger), aber ich freue mich immer noch, wenn ich an einem Buchprojekt beteiligt bin, wo das Format kleiner ist. Aber bei dem hier habe ich ohnehin nicht gezweifelt, nachdem ich ja schon eine Anthologie des Verlags zu Hause habe, da habe ich einfach mal angenommen, dass die Aufmachung ähnlich sein wird.
Bei mir war der Mann vom Paketdienst erst vor ca. einer Stunde da. Jetzt habe ich ausgepackt - da sind ja Illustrationen drin!
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• (Buch) gerade am lesen: Anne Lise Wolff: Tod und Unsterblichkeit
• (Buch) als nächstes geplant: Stanislaw Lem: Eden
Bei mir war der Mann vom Paketdienst erst vor ca. einer Stunde da. Jetzt habe ich ausgepackt - da sind ja Illustrationen drin!
Und die Illustrationen sind auch noch gut! Die Anthologie ist wirklich schön geworden, danke Uschi Und natürlich auch ein Dankeschön an den Illustrator Stefan Lechner!
Und die Illustrationen sind auch noch gut! Die Anthologie ist wirklich schön geworden, danke Uschi Und natürlich auch ein Dankeschön an den Illustrator Stefan Lechner!
Wir haben uns auch wirklich Mühe gegeben mit allem - und ich hoffe, das Logo ist euch groß genug *gg* Mein bester Ehemann, der normalerweise keine Short Stories mag, liest gerade mit Vergnügen. Den Dank an Stefan werd ich weiterleiten.
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»31 Autoren (...) widmen sich in humorvollen, satirischen und bitterbösen Science Fiction Geschichten diesem Thema.« heißt es im Begleittext.
Nun, satirische und bitterböse sind darunter nur eine Handvoll, der Rest beschränkt sich darauf, humorvoll sein zu wollen. Und tatsächlich witzig zu sein, gelingt nur wenigen.
Ich weiß, Humor ist ein dehnbarer Begriff, er reicht von Witz über Kalauer über Parodie über Zote bis zu Kabarett, mit vielen Zwischentönen. Es ist etwas, das uns lachen lässt, oder wenigstens schmunzeln. Aber das – im geschriebenen Wort - zu vermitteln, ist eine hohe Kunst, die nur wenige beherrschen.
Es war daher sehr mutig von den drei Herausgebern, sich einem solchen Thema zu widmen. Übermütig.
Ich ließ mich von dem halben Dutzend klangvoller Namen verleiten, obwohl ich es eigentlich hätte besser wissen müssen. Wie viele – oder besser wie wenige - haben´s in der SF zum Nimbus des Humoristen gebracht? Ein Fredric Brown fällt mir spontan ein, ein Avram Davidson, Harry Harrison, Terry Pratchett, Douglas Adams, um einige der bekannteren zu nennen, u.a. Was zeichnet/e sie aus? – Neben Ideenreichtum verstanden/verstehen sie es, uns mit Sprachwitz und/oder Situationskomik zum Lachen zu bringen.
Wer beherrscht das im deutschsprachigen Raum? – Uwe Hermann (Situationskomik), Uwe Post (Satire und Sprachwitz), Andreas Winterer (Klamauk aus beiden), Ronald Hahn (Satire) und einige andere wie J. & G. Braun, Uwe Anton, Boris Koch, etc.
Wer nicht dieses natürliche Talent besitzt, scheitert meistens kläglich. So auch hier, zumal die meisten Mitwirkenden eher wenig in publizistische Erscheinung getreten und mithin nicht sehr erfahren in „humorvoller SF“ sind.
Kurzum: Keine einzige Story hat mich aus den Socken gehauen. Zum Schmunzeln gebracht, das schon: Hermann (das schafft er fast jedes Mal, darin ist er großer Meister!), Vogel, Post, von Aster, Metzenthin, Gruber, Backus, Weißbecker – und ganz nett fand ich noch Skerhut, Jänchen und Horvath.
Geärgert haben mich Bianchi (edit: den hatte ich übersehen), Berner, Lajsak, Künne und Kerper, und mit dem großen Rest habe ich, es sei geklagt, nur meine Zeit verloren. Aber vielleicht fehlt mir ein Quäntchen kindliches Gemüt.
Ausführung, Druck, Layout (mit Ausnahme der Titelüberschriften und Autorennamen), Papier, Satz (sehr lesefreundlich!), Korrektorat und schließlich der Preis (Euro 10 für rund 250 Seiten) sind sehr gut. Das Cover geht so (aber am Thema vorbei), die Innenillus sind, gelinde gesagt, sehr mittelprächtig – Lechner kann das besser.
Der Beitrag wurde von Helmuth W. Mommers bearbeitet: 25.10.2008, 11:56
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Ich lese normalerweise keine Kurzgeschichten, aber mit diesen habe ich mich köstlich amüsiert, und sie haben mir meine kostbare schmale fast nicht vorhandene Freizeit eher erheitert und stimmungsmäßig aufgebessert denn "verschwendet". Die Stories sind kurz, unterhaltsam, flüssig und daher schnell gelesen; sogar mein bester Ehemann, der Kurzgeschichten *hasst* (<- seine Aussage) hatte das (fertige) Buch in einem Rutsch durch, was mich ziemlich verblüfft hat. Es müssen ja nicht immer preisverdächtige Hits sein, oder? Manchmal ist eine Geschichte auch einfach nur eine Geschichte, will kurzweilig und unterhaltsam sein. Und bei der Vielzahl an AutorInnen ist sicherlich für jeden Geschmack was dabei - natürlich nicht alles, und das muss auch gar nicht sein. Und übrigens finde ich es seitens der Herausgeber durchaus anerkennenswert, dass es eben nicht durchgängig superbekannte Bestsellerautoren sind, die hier eine Plattform haben, um auch einmal "einfache" Geschichten zu publizieren, ohne den allerhöchsten Anspruch und die ständige Hetzjagd nach irgendwelchen Literaturpreisen. Auch die Leser wollen manchmal einfach nur unterhalten werden. Die Ausgewogenheit auf dem Buchmarkt macht es aus.
Es gibt übrigens auch ab November einige Lesungen dazu, die Autoren werden sie sicherlich noch mit allen Infos reinstellen.
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ZITAT(Helmuth W. Mommers @ 24.10.2008, 10:24) [snapback]112623[/snapback]
Geärgert haben mich Berner, Lajsak, Künne und Kerper
Da muss ich schon ein wenig schmunzeln. Das sind sämtlich moderne Geschichten im modernen Stil, was vielleicht nicht dein Geschmack sein mag, aber völlig den heutigen Zeitgeist trifft. Gerade die Geschichte von Kerper hat mir persönlich viel Vergnügen bereitet, ich finde diese Auseinandersetzung mit Mensch und Maschine herrlich. Also betitelte Tincan mich die nächsten zwei Spiele nicht mehr mit "Sie Loser", sondern mit "Du Loser". 0:4.
Ähnlich verhält es sich auch mit Hebbens frommen Küchengeräten, was eine gelungene Parodie ist. Kurz und knapp. So mag ich das.
Noch'n edit und PS: Vielleicht bin ich auch nur zu schlichten Gemüts für die Ansprüche der SF. Ich lese eben gern. Aber das sagte ich schon.
Der Beitrag wurde von Uschi Zietsch bearbeitet: 24.10.2008, 12:15
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Lieber Helmuth, ich denke das Schreiben allgemein ist eine hohe Kunst, egal ob SF oder etwas anderes, egal ob lustig oder ernst. Insofern finde ich es zunächst schon einmal interessant, dass Du speziell für die humorvolle SF eine so hohe Messlatte anlegst. Von anderen eingefleischten SF-Fans hört man ja eher, dass man von lustigen Geschichten sowieso nicht so viel erwartet.
Dass Du auch unter diesen verschärften Erwartungen noch 11 von 31 Geschichten zumindest "ganz nett" findest, halte ich jetzt für keinen so schlechten Schnitt.
Es ist auch richtig, dass einige der Autoren in "Darwins Schildkröte" ihre erste Publikation vorlegen - trotzdem sind auch darunter einige sehr schöne Geschichten (so denken wir zumindest) und ich hoffe, dass man von diesen Autoren noch mehr hören wird. Wobei ich auch gestehen muss, dass darunter auch solche vertreten sind, deren Geschichten Dich geärgert haben.
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Jeder lacht über was anderes. Wer das noch nicht wusste, kann mal hier nachlesen.
Ich zum Beispiel falle an folgender Stelle von Stuhl:
ZITAT
"Ich möchte Euer Leben bereichern, o Herr", informierte mich der Toaster. "Das ist meine Bestimmung."
Dafür muss ich mich an folgender Stelle zum Weiterlesen zwingen:
ZITAT
...nach Ziegenstall, Erbrochenem und faulen Eiern roch... bla ... Jill Bates ...
Ja, ich sehe das laut blinkende "lach gefälligst". Nää. Verwurschtelte Promi-Namen fand ich vor etwa 25 Jahren witzig, und Fäkalhumor ist halt für Leute, die über Scheiße lachen.
Jede Wette, dass mindestens n Leser das genau umgekehrt empfinden!
Der Vorteil einer Anthologie ist, dass für jeden etwas dabei ist. Umgekehrt ist es insbesondere bei einer Humor-Anthologie unvermeidlich, dass Texte dabei sind, die man überhaupt nicht witzig oder sogar total daneben findet. Es hängt dann von der Mischung ab, ob mehr als p% gefallen oder weniger, und ob damit die gesamte Antho durchfällt oder nicht.
Humor bedeutet für viele Autoren (aber auch Leser) oft den gleichzeitigen Verzicht auf Tiefgang. Ohne das zu bewerten, stelle ich fest, dass dies für einige Texte in "Darwins Schildkröte" klar zutrifft. Wer tolle Ideen oder schlaue Wendungen erwartet, wird mehrere Male bitter enttäuscht. Dementsprechend bleiben viele Geschichten kaum im Gedächtnis. Umso erfreulicher, dass praktisch alle Geschichten sehr kurz sind. So kann ich einer "Niete" keinesfalls vorwerfen, meine Zeit verschwendet zu haben.
Der Beitrag wurde von Uwe Post bearbeitet: 26.10.2008, 08:55
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Kröten, Käfer, Knutbälle: SYMBIOSE. Demnächst neu: Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes - der Weltraumdetektivroman für die ganze Familie. post-sf.de.
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Ich bin gerade aus dem Urlaub zurück und melde mich deshalb erst jetzt. Das Cover gefällt mir schon einmal sehr gut. Zu den Geschichten kann ich noch nichts sagen, aber da ja einige große Namen mitgeschrieben haben, erwarte ich einiges.
Gruß, Uwe
@Helmuth: Danke für die Kritik.
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Och, nun seid mal nich so. Ich jedenfalls finde es schon mal nett von Helmuth, dass er seine (auch mal unpopuläre) Meinung hier äußert.
Ich persönlich finde es sehr gut, daß sich Helmuth hier extremst kritisch äußert. Und ebenso gut, daß Uschi hier energisch antwortet. Mir als Leser hilft das mehr, als jede political correct Wischiwaschi-Kritik. Ich stehe eben auf These + Antithese = Synthese ...
• (Buch) gerade am lesen: Bad Earth
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Ich persönlich finde es sehr gut, daß sich Helmuth hier extremst kritisch äußert.
Extremst kritisch? Keineswegs. Das einzig Extreme daran ist, dass ich dezitiert meine Meinung äussere und Gehversuche auf dem glatten Parkett des Humors nicht schönrede.
@Bernhard: Dass Schreiben eine Kunst ist (oder wenigstens sein sollte), muss nicht eigens konstatiert werden. Hohe Kunst ist, sehr gut zu schreiben. Davon sind wir alle (oder fast alle) weit entfernt. Umso höher ist die Kunst, geistreich, witzig, spassig zu schreiben. Schon einen Witz gut rüberzubringen, gelingt nicht jedem. Erst recht nicht schriftlich. Wie ich schon sagte, dazu braucht es natürliches Talent. Eine normale Geschichte zu erzählen, dazu braucht es gutes Handwerk. Dies nur, damit wir uns verstehen.
Ich weiss, humorvolle Geschichten haben es nicht leicht, gegen ernsthafte, kritische zu bestehen. Das müssen sie auch nicht. Sie sollen ja nur gut unterhalten; wenn´s zu mehr reicht, wunderbar! Meine Messlatte lege ich gar nicht so hoch, wie mancher hier meint. Ich kann immer noch herzhaft über allerlei lachen, und ich tu´s auch gerne. Ich habe versucht, in jeder meiner Anthologien eine oder zwei humorvolle/satirische Storys unterzubringen. Mehr wäre mangels Angebot vermessen gewesen.
Aber bitte schön, ich erwarte von einer humorvollen Geschichte mehr als Derbheit, Plattheit, Dümmlichkeit oder billige Pointen. Dazu tendieren gerne Anfänger, die sich in Humor versuchen. Es Ãst deshalb ungemein schwierig - und mutig, so viele dem Thema gerecht werdende Storys in einem Band zu versammeln. Daher nannte ich das Unterfangen auch übermütig.
Nichts für ungut, damit will ich keinen verletzen. Der Leser wird sich selbst ein Bild von den Geschichten machen können. Vorgewarnt ist er ja.
Und noch ein Letztes: Bei einer humorvollen Anthologie, einer, die sowieso nicht ernst genommen werden will, und noch dazu bei vielen Newcomern, drückt man bekanntlich beide Augen zu. Bei einer anderen hätte man sie in der Luft zerpflückt. Das zu "zweierlei Massstab".
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ZITAT(Helmuth W. Mommers @ 26.10.2008, 11:14) [snapback]112759[/snapback]
Bei einer anderen hätte man sie in der Luft zerpflückt.
Hast du doch getan ...
(Und andre tuns vermutlich auch noch ... Die Meinungen gehen doch immer und bei allem auseinander. Der eine lobt himmelhoch, der andere verteufelt in Grund und Boden. Das nennt man Meinungsvielfalt. Deine Meinung sei dir auch unbenommen, ebensowenig wie die meine, auch wenn sie positiv ist. Mich stört nur, wenn man es schlecht findet, dass Newcomern eine Chance gegeben wird) (Ich äußere mich auch nur deswegen, weil ich in dem Fall Leser bin)
Der Beitrag wurde von Uschi Zietsch bearbeitet: 26.10.2008, 14:00
ZITAT(Helmuth W. Mommers @ 26.10.2008, 12:14) [snapback]112759[/snapback]
Nichts für ungut, damit will ich keinen verletzen.
Tust Du mir einen Gefallen, Helmuth?
Sollte kommendes Jahr die geplante und von mir herausgegebene Military-SF-Anthologie erscheinen und solltest Du sie lesen und Scheiße finden und das auch sagen, bitte vermeide es, Dich jemals für Deine Meinung zu entschuldigen.
Danke
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Mich stört nur, wenn man es schlecht findet, dass Newcomern eine Chance gegeben wird
Im Gegenteil, das finde ich lobenswert, das habe ich selbst auch praktiziert - aber mit sehr viel Augenmaß. Newcomer haben ein wunderbares Experimentierfeld im Internet, dazu kommen noch diverse Fanzines - und, gelegentlich, die eine und andere Veröffentlichung zwischen "Buchdeckeln". Bis aus dem Newcomern echte Nachwuchsautoren (ja ja, ein kontroverser Ausdruck; sofort denken manche ans Kinderkriegen) werden und vielleicht eines Tages sogar Profis. Nur muss man dann halt sehr selektiv vorgehen, denn eine schwache oder gar miese Story hilft nicht weiter, schadet nur.
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ZITAT(Helmuth W. Mommers @ 27.10.2008, 11:03) [snapback]112828[/snapback]
Im Gegenteil, das finde ich lobenswert, das habe ich selbst auch praktiziert - aber mit sehr viel Augenmaß. Newcomer haben ein wunderbares Experimentierfeld im Internet, dazu kommen noch diverse Fanzines - und, gelegentlich, die eine und andere Veröffentlichung zwischen "Buchdeckeln". Bis aus dem Newcomern echte Nachwuchsautoren (ja ja, ein kontroverser Ausdruck; sofort denken manche ans Kinderkriegen) werden und vielleicht eines Tages sogar Profis. Nur muss man dann halt sehr selektiv vorgehen, denn eine schwache oder gar miese Story hilft nicht weiter, schadet nur.
Ok, dann habe ich dich missverstanden. Inwiefern das nun auf Darwin zutrifft muss ich ehrlich gestehen - da muss ich passen, da ich nicht Herausgeber bin und mich nicht darum gekümmert habe, wer dabei ist (ok, einige Namen kenne ich natürlich schon, aber eben nur einen Bruchteil). Ob es schadet, wenn man eine miese Story publiziert hat, denke ich nicht - andere finden die ja vielleicht gut *g*, und ich habe in den vergangenen 27 Jahren die wunderlichsten Dinge erlebt. Und nicht zuletzt "schämen" sich ja so manche (nationalen wie internationalen) mittlerweile sehr bekannten Autoren ihrer ersten Story-Publikation(en) sowieso Ein Profi erkennt ja trotzdem zumeist, ob dahinter Talent steckt oder nicht. Ein Anfang ist es allemal. Und was das selektive Vorgehen betrifft, so entscheidet doch letztendlich auch die subjektive Meinung, da müssen wir zu uns ganz ehrlich sein. Die eine Geschichte trifft den Geschmack beispielsweise dieses Lektors zu 100%, die seines Kollegen gar nicht. Keiner von uns ist wirklich objektiv. So unterscheiden sich entsprechend auch die Selektionskriterien.
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ZITAT(Helmuth W. Mommers @ 24.10.2008, 10:24) [snapback]112623[/snapback]
Aber vielleicht fehlt mir ein Quäntchen kindliches Gemüt.
Ich habe Dich ja schon einige Male "Live" erlebt - mir war zuvor noch kein Mann in deinem Alter begegnet, der sich so viel kindliche Begeisterungsfähigkeit und Humor bewahrt hat. Mit dir und Uwe Hermann in der Kantine irgendeines SF-Fan Treffens zu sitzen, hat mir den ganzen Tag das Grinsen nicht mehr aus dem Geischt weichen lassen. (Und ich erinnere mich noch genau, wie du mir bei einem dieser freitaglichen "nach der Buchmesse Treffen" im Galaktischen Forum lautstark erklärt hast, warum du so schlecht hörst - ich bin fast rot geworden!) Nein - wenn jemand beurteilen kann, ob eine SF-Kurzgeschichte tatsächlich humorvoll und niveauvoll ist, dann bist Du das! Ich vertraue Deinem Urteil vorbehaltlos, zumal ich mich für humorvolle Geschichten weder begeistern, noch selber eine schreiben kann. Ich finde im übrigen auch, dass witzige Geschichten professionell sein müssen, um nicht albern oder gewollt lustig zu wirken. Leute, die ein weniger kompliziertes Verhältnis zum Witz haben, sehen das aber vermutlich unverkrampfter und sind schon zufrieden, wenn ihnen ein Schmunzeln entlockt wird.
Ok, dann habe ich dich missverstanden. Inwiefern das nun auf Darwin zutrifft muss ich ehrlich gestehen - da muss ich passen, da ich nicht Herausgeber bin und mich nicht darum gekümmert habe, wer dabei ist (ok, einige Namen kenne ich natürlich schon, aber eben nur einen Bruchteil).
Also es ging in dieser Anthologie sicher nicht darum, unerfahrenen Autoren zu ihrer ersten Veröffentlichung zu verhelfen, sondern darum, aus den eingesandten Geschichten - ohne Ansehen der Autoren - die besten auszuwählen. Das ist natürlich eine subjektive Auswahl, aber immerhin hatten wir ca. 180 Geschichten, aus denen wir wählen konnten. Eine andere Jury hätte sicherlich eine andere Auswahl getroffen, aber wir stehen zu unserer Entscheidung und den gewählten Geschichten. Dass unter den erwählten Geschichten einige von "namhafteren" Autoren stammen, war insofern auch keine Absicht der Juroren, natürlich war es aber auch kein Zufall, denn tatsächlich sind manche der beteiligten Autoren quasi schon Garanten für gute Qualität. Trotzdem haben auch etliche "unbekannte" Teilnehmer sich wacker geschlagen und sind mit Recht in dieser Anthologie vertreten.
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Wie ich nach der Lektüre der ersten 150 Seiten dieser Anthologie feststellen musste, hat sich Hellmuth ja offenbar wirklich noch zurückhaltend und deutlich zu positiv geäußert. Mir liegen da Ausdrücke wie auf dem untersten Niveau von Fanzines unlektoriertes Anfängergeschreibsel trauriger Brechstangenhumor, gegen den sogar meine Uralt-Witze komisch sind Kurzgeschichtenband zum Abgewöhnen Wer das liest, liest nie wieder deutsche SF oder schlicht und einfach Schade um die Bäume, die für diese Buch gefällt wurden auf der Zunge. Wie man vielleicht sieht, bin ich von der Qualität dieser Anthologie nicht wirklich überzeugt.
Der Beitrag wurde von a3kHH bearbeitet: 06.11.2008, 17:56
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OK, das Attribut „unlektoriert“ trifft vor allem uns Herausgeber, dazu sag ich jetzt mal nichts. Aber das „Anfängergeschreibsel“ lässt ja nun kein gutes Haar an unseren Autorinnen und Autoren, und dagegen muss ich doch entschieden protestieren. Wer auf den ersten 150 Seiten dieses Buches nicht wenigstens ein bisschen Spaß hatte, dem kann wohl nicht geholfen werden. Natürlich ist die Art des Humors von Autor zu Autor verschieden und sicher auch die Qualität der Geschichten. Aber immerhin sind darunter Namen wie Uwe Post, Uwe Herrmann und Christian von Aster vertreten und noch etliche andere, die nicht zum ersten Mal ein paar Zeilen aufs Papier gebracht haben.
Ich kann den beteiligten Autorinnen und Autoren jedenfalls versichern: Ich liebe Euch alle!
Ich kann den beteiligten Autorinnen und Autoren jedenfalls versichern: Ich liebe Euch alle!
OK, das ist legitim; wer würde es Dir, als Mitherausgeber, verdenken. Aber das posaunt doch jeder, der seinen Auftritt vor Publikum hat, von der Bühne. Selbst dann, wenn er sie alle zum Teufel schicken möchte... nachdem sie bezahlt haben.
Ähm: Klitzekleiner Hinweis in eigener Sache. Ich schreibe mich mit einem "l" - obwohl immer wieder mit "ll" verschönert.
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