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> Diskussionsrunde zu EBQUIZEON
Andreas Bulgarop...
Beitrag 16.07.2009, 12:57
Beitrag #1


Limonaut
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Im Folgenden möchte ich mich kritisch zu meinem eigenen Roman, aber auch zu Kritik an sich äußern. Oder … halt … ich glaube, ich lasse das lieber meine Romanfiguren tun. Viel Spaß wink.gif



Diskussionsrunde zum neu erschienenen Science-Fiction-Fantasy-Roman »EBQUIZEON - Die Welt hinter der Welt« von Andreas Bulgaropulos.

Thema: Ist die Geschichte des Buches zu komplex? Enthält sie zu viele Ideen, die der Autor besser auf mehrere einzelne Romane aufgeteilt hätte? Und bleiben die Charaktere zu blass und unglaubwürdig, sodass der Leser keinen Bezug zu ihnen herstellen kann?

Ort: Saal des Studio 2 der Space Broadcasting-News (SBN), zweitausend Zuschauer, Live-Anbindung an das CrossStellarNet, transparentes Kuppelschiff im Erdorbit, 22.15 Uhr.

Unparteiische Moderation: Mona, leitendes Computerprogramm der Schutzfirma Sol Guard, Kap Rosa.



Teilnehmer der Runde:

- John McGloominter, Hochenergiephysiker und ehemaliger Mitarbeiter der Gyronics Tech Corporation

- Nyla Singer, ebenfalls Angestellte von Gyronics, verschleppt durch die KI Ambrosia und durch technische Experimente in das Wesen ›Esokylith‹ umgewandelt

- Lester Benx, Chief Officer der Sol Guard

- Edwin Duquette, Sicherheitsinspektor der Skyrock Corporation

- Trick Damage, Rock-Musiker

- Jayzee Tannhauser, Teenager und Opfer des Bombenattentats auf das Gershwin-Building

- Nevis Korvalinski, Chef der Sol Guard

- Cy-Ykron, Humoid, anwesend in Vertretung für die Künstliche Intelligenz Ambrosia



Die Übertragung wird eingeleitet durch die Erkennungsmelodie von SBN. Das Hologramm der dunkelhaarigen Moderatorin Mona – gekleidet in den üblichen grau-blauen Sol Guard Dress – erscheint in der Mitte der kleinen Bühne, auf welcher die Diskussionsteilnehmer im Halbkreis auf Schwebestühlen sitzen.



Mona (dem Publikum zugewandt): »Guten Abend meine Damen und Herren. Im Namen der Skyrock Corporation heiße ich Sie ganz herzlich im Studio 2 von Space Broadcasting-News zu unserer Sonderdiskussionsrunde willkommen. Wir wollen heute versuchen zu klären, ob der Autor des Buches ›EBQUIZEON - Die Welt hinter der Welt‹ seinen Debüt-Roman durch zu viele Plots überfrachtet hat, die zudem den Leser nicht erreichen, und ob seine Hauptfiguren« (mit präsentierender Handbewegung dreht sich die Moderatorin zu den Teilnehmern) »nicht fähig sind, sich dem Leser auf eine Art zu nähern, die es ihm ermöglicht, seitens der Handlung mitzufiebern.« (Mona wendet sich an den rechts außen sitzenden, braunhaarigen Mann Ende dreißig, dessen schmale Gesichtszüge erschöpft wirken) »Mr. McGloominter, glauben Sie, dass der Leser Ihnen die Rolle des unschuldigen Wissenschaftlers abkauft, dem durch die Pläne einer übermächtigen KI der Part des Opfers aufgezwungen wird?« (Alle Augen richten sich auf den Ingenieur, der sich nervös die schweißfeuchten Hände an der Hose abreibt)

John McGloominter: »Ich … weiß nicht genau, ob ich mich tatsächlich in dieser Rolle sehe, die Sie beschreiben. Vielmehr war es … war es mein eigenes Verschulden, dass ich in jener Lage gelandet bin … ich habe schließlich die Ereignisse ausgelöst.«

Mona: »Mag sein. Aber nimmt Ihnen der Leser diese Situation ab? Kann er sie für authentisch halten und mit Ihnen fühlen, während Sie sich mit den Daten Ihrer eigenen Erfindung auf der Flucht befinden? Das ist meine Frage.«

McGloominter: »Der Meinung bin ich schon … ja. Es ist vielleicht nicht gerade sehr … ähm … schmeichelhaft für mich zu wissen, dass ich als zweifelnder Physiker dargestellt werde, der eine gewisse Schuld am weiteren Verlauf der Handlung trägt. Dennoch denke ich, gerade im Bezug auf den Realismus überzeugen zu kön…« (Er wird unterbrochen von dem Anzug tragenden, unsympathisch aussehenden Mann direkt neben ihm, der durch seine leicht gebeugte Körperhaltung und die zurückgekämmten schwarzen Haare an einen Raubvogel erinnert)

Edwin Duquette (mit verächtlicher Mimik): »Eine ›gewisse Schuld‹! Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Sie tragen die Verantwortung an allem, das sich ereignete! Und nicht nur das. Ihr unglaublicher Dilettantismus stand so ziemlich jedem im Weg, mit dem Sie zu tun hatten … sogar Ihnen selbst!«

McGloominter: »Das will ich ja gar nicht bestreiten … wirklich. Es ist nur …«

Mona: »Mr. Duquette … Was werfen Sie Mr. McGloominter vor?«

Duquette: »Dieser Mann ist keinen Funken glaubwürdig. Weder für den Leser, noch überzeugt er irgendwen durch sein unwissendes Auftreten oder dieses Memmengeschwafel! Er ist einfach nur ein Ärgernis, das im Endeffekt vor allem meinen Arbeitgeber, die Skyrock Corporation, viel Geld gekostet hat.«

Mona: »Aber ist es nicht gerade die Rollenverteilung, sprich die Unterschiedlichkeit der Figuren, die einen interessanten Roman ausmachen? Tragen sie in ihrer Vielfältigkeit nicht zur Nähe des Lesers bei?«

Duquette: »Möglich. Aber man kann durch die falsche Charakterwahl auch viel kaputt machen. Wenn sie meine ehrliche Meinung hören wollen: Der Schreiberling … dieser Bulgaropulos … der ist ebenfalls ein Stümper. Denn von dem ganzen blass wirkenden Haufen hier überzeugt nur einer, und der bin ich selbst!« (Am anderen Ende der in verärgertes Gemurmel ausbrechenden Runde erhebt sich eine hübsche Frau mit silbrigem Haar, deren nackte, blau schimmernde Haut nur von einem notdürftig übergeworfenen Tuch verhüllt wird)

Nyla Singer (wütend): »Wundert mich gar nicht, dass Sie der Ansicht sind, Sie hätten alleinige Hauptfigur werden sollen, Sie arrogantes Mistschwein! Wen glauben Sie eigentlich, hier täuschen zu können?! Sie arbeiten in Wahrheit für Ambrosia … und Sie stecken nicht nur mit meiner fehlgeleiteten Mutter unter einer Decke, sondern auch mit dem da!« (Sie deutet auf den Humoid. Der Menschdroide sitzt in der perfekt imitierten Gestalt eines chinesischen Küchengehilfen neben Duquette) »Sehen sie das hier?« (Demonstrativ zieht die junge Frau an der blauen Haut ihres Armes) »Das habe ich ihr zu verdanken … und solchen Kerlen wie Ihnen beiden, die für die schrecklichen Ziele meiner Mutter alles tun würden. Für mich steht jedenfalls fest, dass der Autor des Buches sich den Plot mit Gesindel wie Ihnen hätte sparen können!«

Mona: »Bitte mäßigen Sie sich in Ihrer Ausdrucksweise, Ms. Singer. Wir wollen doch sachlich bleiben.« (Die holografische Darstellung der Moderatorin flackert kurz) »Fragen wir den Angesprochenen … Cy-Ykron, Menschdroide, von der KI Ambrosia bevollmächtigt, für sie zu sprechen. Wie verhält sich die Sachlage für Sie und besagte Intelligenz? Sind Sie ebenso der Meinung, der Schriftsteller hätte auf gewisse Handlungsstränge verzichten können, ja sogar müssen, um die gesamte Geschichte zu straffen?«

Cy-Ykron (mit hoher Stimme und Akzent): »Natürlich. Weniger ist oft mehr. Zehn bis fünfzehn Prozent hätten der Schere zum Opfer fallen müssen. Doch für mich ist der Roman sowieso nur ein verleumderisches Machwerk, welches meine Herrin als Tyrannin darstellt. Das ist völlig inakzeptabel! Hätte der Autor auf die Ausschweifungen dieser infamen Lügen verzichtet, oder darauf, allzu ausführlich Nebensächlichkeiten wie die Besiedlung des Mondes oder den Arbeitsalltag dieser überbezahlten Pseudo-Schutzfirma Sol Guard zu beschreiben, wäre es dem ganzen Werk zugute gekommen.«

Mona: »Würden Sie nicht zustimmen, dass solche Details der Geschichte Tiefe verleihen?«

Cy-Ykron: »Von Tiefe kann hier kaum die Rede sein … es handelt sich eher um fanatisches World-Building sowie ausufernde Bodenlosigkeit, die meines Erachtens die geistige Gesundheit des Autors in Frage stellen.« (Ein großer Mann Ende sechzig mit Glatze und kantigem Gesicht springt in der Rundenmitte auf und hebt drohend die Faust gegen den Humoid, der sich sofort in einen Polizeibeamten verwandelt)

Nevis Korvalinski (brüllend): »Die einzigen, deren geistiger Zustand in Frage gestellt werden sollte, ist der von Q-Bot-Pack wie Ihresgleichen! Sie verfluchter, fehlfunktionierender Blechkopf!« (Ein Raunen geht durch das Publikum)

Mona (sehr sachlich): »Zügeln Sie sich bitte ebenfalls, Mr. Korvalinski. Auch von Ihrem Unternehmen, der Sol Guard, wurden schließlich Fehler gemacht, welche die Minenstadt Kap Rosa auf dem Mond nahe an den Rand der Zerstörung brachten.« (Der ältere Mann schnaubt verächtlich) »Dies behauptet jedenfalls die Minengesellschaft Skyrock.«

Korvalinski: »Ach, das ist doch alles dummes Geschwätz! Jeder von uns hier weiß mittlerweile ganz genau, dass meine Firma das Opfer übernatürlicher Widrigkeiten war, gegen die niemand eine wirkliche Chance gehabt hätte. Und wem haben wir das alles zu verdanken? Dieser wahnsinnigen Computerintelligenz und ihrer kriecherischen Anhängerschaft, die mit der Existenz der gesamten Menschheit spielt!« (Der Chef der Sol Guard wischt sich den Schweiß aus dem zerfurchten Gesicht und von der Glatze)

Duquette (eiskalt lächelnd): »Sie unfähiger alter Narr! Sie sind schlicht völlig überfordert an der Spitze Ihres Unternehmens und sollten schleunigst den Ruhestand antreten … sonst hilft vielleicht schon bald jemand nach.« (Die Moderatorin schreitet tadelnd ein)

Mona: »Mr. Duquette, bitte! Morddrohungen kann ich in dieser Runde nicht tolerieren.«

Duquette: »Glauben Sie, ich lasse mir hier den Mund verbieten?! Ich arbeite für die Skyrock Corporation … wir finanzieren diese Sendung! Wenn ich Lust habe, dann drohe ich sogar Ihnen. Ich könnte anordnen, dass Ihre Schaltkreise perforiert werden. Wie wäre das?!«

Mona: »Ich erteile Ihnen hiermit Redeverbot, Mr. Duquette. So wäre das. (Das Hologramm beachtet nicht das lautstarke Fluchen des feindseligen Mannes) »Stattdessen möchte ich von Chief Officer Benx wissen, wie sich die Situation für ihn darstellt. Als einem durch den Einfluss der KI Betroffenen, hatten Sie direkten Kontakt zu fremdartigen Mächten. Sind es diese Mächte, die Ihr Boss, Mr. Korvalinski, mit ›übernatürliche Widrigkeiten‹ meint?« (Lester Benx, gekleidet in einen eng anliegenden goldfarbenen Sicherheitsanzug, wirkt konzentriert und strahlt eine gewisse Kompetenz aus)

Benx: »Ich denke ja. Für mich, der sich zum Teil in eine Kreatur der KI Ambrosia verwandelt hat, war es sehr schwierig, angemessen auf die Bedrohung zu reagieren … und meinen Kollegen erging es genauso. Unsere Arbeit ist normalerweise von Sachlichkeit geprägt, doch die Fähigkeit der Q-Bots, einen Uplink zu einer fremdartigen Dimension herzustellen, hat mir zum ersten Mal die Grenzen unseres Könnens aufgezeigt.«

Mona: »Zeigen die Kritiker dem Autor des Romans die Grenzen auf?«

Benx: »Ich würde auf jeden Fall bestätigen, dass der Autor am Anfang seiner Karriere steht und somit noch viel zu lernen hat, er jedoch interessant schreibt, einen großen Wortschatz und eigenen Stil hat. Kritiker sind Kritiker, wissen Sie. Was der Leser denkt, darauf kommt’s an.«

Mona: »Sind Kritiker nicht auch Leser?«

Benx (fährt sich über den Stoppelkopf): »Kritiker sind Analysten, die Kunst in irgendeine Schublade zu stecken versuchen. Misslingt ihnen das, sind sie schnell überfordert.«

Mona: »Aber ist Kritik denn nicht etwas Positives, das Anfängern weiterhelfen kann?«

Benx: »Dem möchte ich grundsätzlich zustimmen, ja. Nur ich denke, jeder muss sich mit einem komplexen Kunstwerk ebenso angemessen intensiv auseinandersetzen. Manch einem mag der Story-Gehalt zu hoch sein … das nennt man Geschmackssache. Aber die meisten werden von der packenden Inszenierung infiziert wie von den Q-Bots.«

Mona: »Beim Stichwort ›Quantumbots‹ hätte ich eine kurze Frage an deren Erfinder Mr. McGloominter … Sie als Ingenieur haben den größten Nutzen aus der Existenz jener mikroskopisch kleinen Maschinen gezogen. Immerhin konnten Sie mit ihrer Hilfe auf die andere Seite unseres Universums gelangen, nach Ebquizeon, und haben dort eine völlig neue Seite Ihres Ichs entdeckt. War das nicht ein vorteilhafter Nebeneffekt?«

McGloominter (wirkt schockiert): »Hören Sie … ich habe ja schon viel gehört, aber das ist schlicht eine Verdrehung der Tatsachen. Schließlich war das Ganze keine Vergnügungsfahrt, bei der ich therapiert und glücklich in den Sonnenuntergang spaziert bin! Dieser Q-Bot-Virus ist sehr gefährlich und verschlingt alles, was mit ihm in Berührung kommt. Ich hatte Glück.«

Mona: »Ja, Sie hatten das Glück, zu neuer Stärke zu finden. Und überhaupt scheint mir, dass nicht nur Ihr Charakter sehr viel Potential für den Autor bot, ihm neue Facetten zu verleihen, sondern dass er insgesamt Figuren erschuf, die irgendeine Art der Entwicklung durchmachen und sich verändern. Möglicherweise sind es jene zusätzlichen Veränderungen, die beim Leser Verwirrung auslösen könnten und er sich mit dem Geschehen nicht verbunden fühlt.« (Die Moderatorin dreht sich einem jungen Mann Anfang zwanzig zu, dessen lässiges Schlangenlederimitat-Outfit als das eines Musikers zu identifizieren ist) »Mr. Damage … welchen Eindruck hatten Sie? Konnten Sie mitfiebern?«

Trick Damage (spontan): »Yeah, Mann, absolut! Die Action kommt hammermäßig! Außerdem sind die Veränderungen der Figuren spannend. Vor allem mein eigener Part, und der meiner Band natürlich, waren affenartig geil. Hat mich echt in den Sitz gepresst und mir beinah die Rübe weggeblasen … wie’n Gig bei voller Lautstärke!«

Mona: »Denken Sie, ebenfalls wie Officer Benx, dass man sich zuerst intensiv mit dem Buch auseinandersetzen muss, um es richtig zu verstehen?«

Damage: »No way! Klaro könntest du das tun, wenn du willst. Aber du kannst beim ersten Mal auch einfach lesen und deinen Spaß haben. Am Ende denkst du dann: ›Krass verzwickt … aber Alter, saucoole Story!‹. Denn das isses ja gerade eben … Das Ding ist so abgefahren, dass du es dir sofort wieder reinziehen kannst, und dann schnallst du die Hintergründe noch besser. Ist wie mit ’nem Musik-Album. Je öfter du es hörst, desto tiefer tauchst du ein und desto süchtiger wirst du. Und spätestens dann weißt du: ›Shit, Mann! Diese Story muss sich erst mal einer ausdenken und all die Handlungsstränge so easy wieder zusammenführen … megastark!« (Der Musiker macht sich aus seinen schulterlangen Haaren einen Zopf) »Mich hat’s jedenfalls astrein geflasht!« (Dann dreht er sich zu dem dreizehnjährigen Mädchen neben ihm, deren rotblonde Löckchen in alle Richtungen abstehen) »Und dich auch, was Lady? So wie du hier auf deinem Stuhl abgehst?!« (Mona wendet sich an Jayzee Tannhauser)

Mona: »Die unruhige junge Dame, die schon die ganze Zeit etwas sagen möchte. Stimmt das Jayzee? Hat dir der Roman gefallen?«

Jayzee (strahlt): »Yeppo! Also, ich hab das Buch geradezu verschlungen und finde zwar auch, das ist alles viel Material, aber Andreas der Autor … ich hab ihn nämlich mal getroffen und wir duzen uns, müssen Sie wissen …« (verhaltenes Gelächter unter den Zuschauern) »… Andreas hat mir jedenfalls mal erzählt, dass er so viele Ideen zu seiner Geschichte hatte und er auf jeden Fall diese beiden Welten verbinden wollte … das ging im ersten Buch nicht anders. Ich halte ihn da für angenehm stur. Kann ich irgendwie auch verstehen. Der lässt sich schon was sagen, logisch, und er ist sehr dankbar für Tipps. Aber er zieht das auch durch, was er vorhat. Das würde bestimmt jeder von uns tun … Sie doch auch, oder? Und er hat die unterschiedlichen Themen und Welten wirklich cool verschmolzen.«

Mona: »Wie kommst du denn damit klar, nur eine von mehreren Hauptfiguren zu sein und nicht die einzige?«

Jayzee: »Ich find’s total ignition! Ich wollte sowieso immer mal in einem Buch oder Film vorkommen, und es macht mir gar nix aus, dass es noch andere wichtige Charaktere gibt. Andreas erzählt nun mal gerne die vielschichtige Handlung aus mehreren Perspektiven. Doch wir haben alle unsere Berechtigung, besitzen alle soviel Tiefgang, dass sich keiner überflüssig vorzukommen braucht. Finde ich.«

Duquette (sichtlich angewidert): »Man kann selbst für die größten Pfuschereien Verständnis aufbringen, stimmt’s, du kleine Nervensäge?!«

Jayzee: »Was man an der Ausarbeitung Ihres miesen Charakters dann wohl am deutlichsten sehen müsste. Ich werde mal mit Andreas reden. Der soll Sie Ekel im nächsten Teil einfach sterben lassen!« (Gelächter und donnernder Applaus im Publikum)

Mona (lächelnd): »Mit dieser schlagfertigen Aussage eines Teenagers, meine Damen und Herren, möchten wir uns von Ihnen verabschieden und hoffen, auch Ihr Interesse für den Roman ›Ebquizeon - Die Welt hinter der Welt‹ von Andreas Bulgaropulos geweckt zu haben. Für eine weitere, nicht ganz unrelevante Meinung zum Thema lösen Sie bitte mit einem Gedankenbefehl den Holo-Link aus. Danke, dass Sie eingeschaltet haben.«



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Andreas Bulgaropulos
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Uwe Post
Beitrag 17.07.2009, 07:49
Beitrag #2


Illuminaut
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Wirklich nette Idee! Aber kaum verständlich, wenn man den Roman nicht kennt.

Gibt's eigentlich inzwischen irgendwo (unabhängige) Rezensionen?



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  • (Buch) zuletzt gefeiert: Uwe Post - Symbiose - Platz 2 beim Deutschen Science Fiction Preis 2010!

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Diboo
Beitrag 17.07.2009, 08:15
Beitrag #3


Tentakelnaut
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ZITAT(Uwe Post @ 17.07.2009, 08:49) *
Wirklich nette Idee! Aber kaum verständlich, wenn man den Roman nicht kennt.

Gibt's eigentlich inzwischen irgendwo (unabhängige) Rezensionen?


Felix hat in dem anderen Thread zu diesem Buch sein gewonnenes Exemplar besprochen.


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Andreas Bulgarop...
Beitrag 17.07.2009, 09:46
Beitrag #4


Limonaut
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Danke für das Lob, Uwe.
Die Idee, eine solche Unterhaltung von meinen Romanfiguren führen zu lassen, hatte ich schon länger. Aber der Auslöser, es endlich zu Papier zu bringen, war die Rezension von Felix.
Allerdings ist die Rezension auf Hugendubel ebenso eine unabhänige: Ich war nicht dort, habe denen ein Buch in die Hände gedrückt und gesagt: "Schreibt doch mal was Tolles darüber." Sondern ich war dort, habe in der Abteilung Sci-Fi/Fantasy ein Buch gelassen, mit der Bitte, es dem Menschen zukommen zu lassen, der am meisten damit anfangen kann. Drei Wochen später (ich hatte eigentlich gar nicht mit einer Reaktion gerechnet) kam eine Antwort jenes Rezensenten, dass er begeistert sei und gerne eine Kritik einstellen würde. Hey, wer sagt dazu schon nein?
Andere Rezensionen (ca. 4) stehen noch aus.


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Andreas Bulgaropulos
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Ulrich
Beitrag 17.07.2009, 11:37
Beitrag #5


Temponaut
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Habe das Thema in den Diskussionsthread "Romane" verschoben. Viel Spaß weiterhin bei der Besprechung!


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Felix
Beitrag 17.07.2009, 13:12
Beitrag #6


Mikronaut
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Hierher passt es auch besser.

Nette Idee, so ein Dialog. Natürlich habe ich die Kritikerschelte (in meine Richtung) nicht übersehen und sie kommen mir ein wenig unpassend vor, Andreas. Aber was solls.

Zur Vollständigkeit: Hier findet sich der Thread im Neuerscheinungen-Bereich, in dem Jakobs erste Leseindrücke und meine Rezension nachzulesen sind.

Nun bin ich gespannt auf die vier weiteren Rezensionen.

Gruß, Felix

Der Beitrag wurde von Felix bearbeitet: 17.07.2009, 13:14

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Andreas Bulgarop...
Beitrag 17.07.2009, 19:13
Beitrag #7


Limonaut
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Mensch, Felix, ich bin dir nach wie vor sehr dankbar für die äußerst detaillierte Rezension ... zumal ich ausdrücklich darum gebeten habe (auch wenn ich als Autor natürlich gerne etwas anderes gelesen hätte und irgendwie darauf reagieren musste). Aber du siehst ja: ALLES hat einen Sinn, denn es kann nur etwas Kreatives dabei herauskommen. wink.gif
Gruß, Andreas


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shugal
Beitrag 07.08.2009, 14:59
Beitrag #8


Jawasdennjetztfüreinnaut
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So, ich hab den "Ziegelstein" durch. Sehr hohe Personen- und Ideendichte! Ein Personen- und Bezeichnungsregister am Ende wäre hilfreich gewesen. Ich bin schon ein bischen "erschlagen", und ohne mein selbstgemachtes Register wäre ich vermutlich auch verwirrt. wink.gif Ich muß das jetzt erstmal sacken lassen und dann nochmal lesen,bevor ich mich an die Rezi traue. Immerhin: Gute Sprache, ordentlicher Stil, und das Buch läßt sich trotz allem gut lesen und hat mich zum Weiterlesen animiert - und das trotz des erheblichen Fantasyanteils (Fantasy ist nicht mein Ding). Respekt!

Ich habe die Diskussionsrunde (erstes Posting) jetzt nochmal gelesen - sehr schön! Erschließt sich aber wirklich erst, wenn man das Buch gelesen hat.

Wann kommt Teil 2? biggrin.gif


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Andreas Bulgarop...
Beitrag 11.08.2009, 17:34
Beitrag #9


Limonaut
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Danke Martin, dass du deine Idee mit dem Register erwähnst - so etwas in der Art wollte ich eigentlich schon längst auf meine Homepage als zusätzliche Info stellen, hab's in dem ganzen Trubel aber vergessen! Werde ich so bald wie möglich nachholen.
Schön, dass dir mein Roman im großen und ganzen zu gefallen scheint, denn ich sehe ihn ebenso als ganz schönen "Brocken", den man erstmal verdauen muss. Für Teil 2 habe ich mir mehr Transparenz und weniger Handlungsstränge vorgenommen, und hoffentlich gelingt mir das auch, da ich die Welt weiterhin "realistisch" dicht darstellen möchte. Wenn ich mir so meine Notizen und die losen Enden von Teil 1 ansehe, wird das eine Herausforderung. Aber die Arbeiten am nächsten Teil laufen so langsam an, samt Übersicht schaffendem Storyboard.
Herzliche Grüße,
Andreas


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shugal
Beitrag 04.09.2009, 18:37
Beitrag #10


Jawasdennjetztfüreinnaut
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Gelesen habe ich den Roman ja schon vor fast einem Monat - endlich habe ich auch meine Rezension fertiggestellt. Ist passend zum Buch ein bißchen lang geworden. wink.gif


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Andreas Bulgarop...
Beitrag 08.09.2009, 08:54
Beitrag #11


Limonaut
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Hallo zusammen,

Das Charakter-Register zu meinem Roman steht nun auf meiner Homepage zum Download bereit (.rtf-Datei für Word). Es ist farbcodiert und enthält auch Firmen und Fachbegriffe.

Gruß,
Andreas

Der Beitrag wurde von Andreas Bulgaropulos bearbeitet: 08.09.2009, 08:57


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lapismont
Beitrag 08.09.2009, 11:12
Beitrag #12


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Eine unabhängige und trotzdem freundliche Rezi gibt es auch bei uns im Fantasyguide:
EBQUIZEON-Rezi
rolleyes.gif

Der Beitrag wurde von lapismont bearbeitet: 08.09.2009, 11:13

• (Buch) gerade am lesen: Defoe - Crusoe / Pynchon - Gegen den Tag
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shugal
Beitrag 15.09.2009, 17:49
Beitrag #13


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ZITAT(lapismont @ 08.09.2009, 12:12) *
Eine unabhängige und trotzdem freundliche Rezi gibt es auch bei uns im Fantasyguide:
EBQUIZEON-Rezi
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Danke, zeigt mir, daß ich mit meiner Einschätzung nicht ganz danebenliege. smile.gif

Mein Exemplar hatte keine leeren Seiten, wird wohl ein Produktionsfehler gewesen sein.


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