Amtranik sagte am 06.09.2011, 17:24:
Aber das allein ist, ich bleibe dabei, doch arg dünn für einen vernünftigen Roman. Da fehlt so einiges.
Ich fand eine Notgemeinschaft, die eine grundlegend eingeschworene Gemeinschaft wurde.
Hier: es musste im Vorfeld bei den Teilnehmern eine diesbezüglichen Auswahlverfahren stattgefunden haben. Und Danke, es hat wohl geklappt: sie wurden so ausgesucht, dass sie für den Fall der Fälle geeignet waren, auch in Stresssituationen.
Ich fand zwischenmenschliche Beziehungen und die Akzeptanz in der Gruppe. Die Gruppe bildet sich und akzeptiert jeden, nutzt jeden und gibt ab – sehr menschlich!
Niemand spricht von: ne, du nicht, so wie du aussiehst. (Sehr Sinnvoll für ein solches Schiff)
Ich fand eine nach und nach Aufdeckung, was denn hier los ist. – Auch spannend.
Ich fand nicht nur die Idee: ein Schiff fliegt los und kommt an und dort klappt nichts, bis die Rettung von der Erde kommt!
Nein, die Variante: ein Schiff fliegt los, dass alle denkbaren Konzepte an Board hat, tankt noch mal auf und fliegt los, wird vor dem Ziel leider in die falsche Richtung geleitet (Irren ist menschlich), dann das Erwecken der Helfer – doch hier das Problem, dass es nicht klappt im technisch entarteten Raumschiff – doch die Helfer müssen Qualitäten besitzen, die den persönlichen Fähigkeiten für die eigentliche Mission entsprechen. Und siehe, da lenkt doch jemand im Hintergrund! Wider spannend, wie Bear das denn löst.
Besonders, weil das Klonen oder die Vervielfachung der gerufenen Helfer die Waffe gegen technische Probleme an Board ist!
Ich fand Hartnäckigkeit von Menschen in einer technischen Umgebung. Die Technik gaukelt Natürlichkeit vor, doch im feindseligen Weltraum ist die technische Welt die Bessere!
Eigentlich ein markerschütternder Widerspruch, dass eine künstliche Welt die Natürliche ersetzen kann.
Und doch, das Konzept geht auf, die Erweckten kennen ihr individuelles Schicksal, nehmen es an in der Erkenntnis, dem Ziel gedient zu haben und das „Klonen“ ist später ihre innere Zufriedenheit, denn über das Kollektive Erinnerungsvermögen werden sie in 200 Jahren neu geweckt, auch wenn die erweckten Körper der momentanen Situation sterben werden und die Erweckten oder Neuen nur eine körperliche Kopie sind.
Ist das ein Generationenschiff!
Der erste optimistische Roman über ein Generationen gelöstes Problem nach der
Flucht von der Erde!
Hier klingt das erste mal der Tenor an, dass Klone oder Chimäre oder Ähnliches, gekoppelt sind mit einer generellen Bewusstseinsweitergabe an den neuen Organismus. – Mit Genetik kennt der sich aus, dass habe ich auch in dem Glossar seines Bestsellers gelesen. Bei den Stichworten wird Bear nämlich exakt und wissenschaftlich. Also ist Bear eher biologisch versiert, als pysikalisch oder Chemisch oder Astronomisch.
Jetzt ist Klonen doch sinnvoll. Nebensätze geben sogar Auskunft, was die Lösungen für alle Probleme im Raumschiff sind : Strahlungsakkumulation, also das Aufladen der Schiffshülle mit Gammastrahlen: Lösung: das Plasmaprallfeld aus genial einfachem Material, quasi Abfall des Weltraums!
Ich habe mich stets gefragt, wie Schutzschirme an Raumschiffen funktionieren.