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Andreas Brandhorst - Das Artefakt


66 Antworten in diesem Thema

#31 T. Lagemann

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Geschrieben 26 March 2012 - 20:27

Hallo Trurl,

Traumata wiegen schwer bei denen, die sie haben. Denke nur mal an Friedrich II (Preußen).

Ich kann mich übrigens auch noch gut an meine Kindheit erinnern. Auch an Dinge, die ich mit nicht mal 3 Jahren gesehen habe. Meine Mutter wollte mir das nicht glauben, aber ich habe ihr Skizzen der Wohnung gezeichnet, in der wir damals gelebt haben. Und der Grundriss stimmt Eingefügtes Bild

Viele Grüße
Tobias
"Wir sind jetzt alle Verräter."
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#32 RealS

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Geschrieben 27 March 2012 - 23:11

da hier die Gesamtdiskussion schon voll im Gange ist, gebe ich nur kurz meinen Senf zur zweiten Hälfte des Romans:
Die Rückblende erinnerte mich etwas an einen Jugendroman und passenderweise fand ich die Schuld, die Rahil auf sich geladen hat, nicht so heftig, weil sie zwar kausal auf sein Verhalten zurück zu führen ist, aber er selber für den Tod seiner Schwester konkret nichts kann. Vielleicht bin ich aber einfach schon etwas abgestumpft.
Das Leitmotiv "nicht so heftig" trifft dann auch den Tod des anderen Rahil. Diese Doppelexistenz war es gerade, die ich als Highlight der ersten Hälfte des Romans angesehen hatte und dann endet sie sehr plötzlich und ohne dass Rahil sein anderes Ich auch nur einmal lebend gesehen hat, geschweige denn, dass es zu einer Konfrontation gekommen wäre.
Überhaupt tritt die Ägide im ganzen Roman quasi nie handelnd auf, was etwas schade ist

Die Erklärung für das Artefakt tritt m.E. in die Zeitreisenspannungsfalle, wie es fast jeder Roman tut, der ein solches Thema verwendet: Es wird so getan, als sei die weitere Entwicklung um das Artefakt ganz wichtig, als sei also die Zeitreise einzigartig, wenn doch im Grunde jeder aus jeder Zukunft in diese Vergangenheit reisen kann. Morgen könnte die Super-Superschmiede auftauchen und alles, was bislang geschehen ist, wird bedeutungslos. Das enttäuscht mich bei einer Space Opera immer etwas, diese gegenwärtigen oder zukünftigen Hohen Mächte, dadurch wird alles, was passiert, in meinen Augen irgendwie entwertet.

@andreas: Da jetzt wohl keine Spoiler mehr zu befürchten sind: Zum Thema Hohe = moralische Mächte möchte ich nur auf die Vernichtung diverser Völker durch die Krion hinweisen... Aber ich stimme zu, dass zu Beginn des Romans die Moral der Hohen Mächte eventuell etwas zu früh hinterfragt worden wäre, wenn diese mit der Auslöschung der Menschen drohen würden.

Als Gesamtfazit würde ich sagen, dass ich das Artefakt vom Worldbuilding her nicht schlecht fand, nur hätte es für meinen Geschmack etwas härter zugehen können (auch der Epilog war mir etwas zu naiv und aus der Frage Eingriff ja oder nein herausgewunden) und mich hätten andere Dinge mehr interessiert als Andreas (der natürlich als Autor am längeren Himmel saß :).

#33 Andreas Brandhorst

    Limonaut

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Geschrieben 30 March 2012 - 08:57

Beitrag anzeigenRealS sagte am 27 March 2012 - 23:11:

...
Die Rückblende erinnerte mich etwas an einen Jugendroman...
...


Das wundert mich nicht, immerhin betrifft sie zwei Jugendliche (bzw. Kinder), und die Ereignisse werden aus deren Perspektive geschildert. Eingefügtes Bild

Zeitreise-Angelegenheiten sind, da hast du recht, immer problematisch, da man dabei unweigerlich auf Konfrontationskurs mit der Kausalität geht. Aber ich finde diese Dinge auch sehr interessant und habe einige Ideen und Szenenfragmente gesammelt; vielleicht schreibe ich mal einen Roman, in dem eine Zeitreise (bzw. Zeitreisen) im Mittelpunkt steht.

Viele Grüße
Andreas

#34 Skydiver

    Temponaut

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Geschrieben 01 April 2012 - 12:47

Ist schon ein Weilchen her sei dem ich das Buch ausgelesen habe. Bis auf das abrupte und etwas unbefriedigende Ende fühlte ich mich gut unterhalten. Besonders das Konzept der unterschiedlichen Entwicklungslevel und der Abschottung zu niedrigeren Entwicklungsstufen spricht mich an. Das dies in dem vorgestellten Weltenentwurf genau so wenig funktioniert wie im realen Leben ist zwar schade aber ohne diesen Konflikt würde ein Teil der Handlung halt nicht funktionieren. An manchen Stellen hat man den Eindruck, dass die Handlung in mehreren Anläufen geschrieben wurde. Das das Artefakt Teile des Planeten in Basismasse umwandelt habe ich gefühlte 47 mal gelesen.

Je länger ich über das Buch nachdenke, um so mehr fallen mir Kritikpunkte ein. Wird daher Zeit dies mal aufzuarbeiten...

Der Vater Sohn Konflikt wurde hier ja schon ja ausgiebig behandelt. Für mich stellt es sich so dar: Rahil hatte eine sehr lange Zeit zur Verarbeitung der Erlebnisse mit seinem Vater gehabt. Ansonsten wäre der relativ entspannte Umgang mit seinem Vater nicht erklärbar. Unerklärlich ist für mich das mangelnde Wissen um das Wirken seinen Vaters in all der Zeit. Mit den Mitteln der Ägide wäre dies ein leichtes gewesen. Wurde hier bewusst manipuliert?

Der Konflikt der hohen Mächte: Es handelt sich um teilweise milliarden- Jahre alte Wesen die in die Vergangenheit reisen können und, durch Stase (?), auch wieder in die Zukunft. Und die gefürchteten bösen Krion schalten ihre Widersacher durch Manipulation in der Vergangenheit aus. Die anderen hohen Mächte kriegen das irgendwann mit, trauen sich aber nicht gegen die Bösen vorzugehen... Klingt nicht besonders glaubhaft. Zumal durch die Zeitmanipulation mit der Superschmiede jedweder Status Quo zunichte gemacht wurde. Die Krion können nicht aufhören andere hohe Mächte zu vernichten ohne zu befürchten selbst Opfer von Zeitmanipulationen zu werden.

Noch mal zur Superschmiede: Jede der hohen Mächte kann so eine Superschiede bauen und in die Vergangenheit schicken. Und was hilft gegen Superschmieden? Supersuperschmieden ? Oder Super mal x hoch y Superschmieden?? Sorry, aber so funktioniert keine glaubhafte Lösung. Eine Lösung wäre auf Ebene der hohen Mächte oder der Privilegierten möglich. Vielleicht dadurch den Krion und allen anderen hohen Mächten einen weiteren Entwicklungsschritt zu ermöglichen. Die Flucht in ein anderes oder ein selbstgestrickte Universum ist ja auch keine Lösung. Was soll sich in diesen anderen Universen ändern? Womit sollen sich die hohen Mächte dort beschäftigen? Aufzucht und Pflege junger Rassen? Das hat im alten Universum ja bereits ganz toll funktioniert... Also ab in die Transzendenz ala Kultur Universum mit den hohen Mächten und gut ists...

Trotz diese Ungereimtheiten hat mir das Buch viel Spaß gemacht. Es war kurzweilig und unterhaltsam. Ich glaube der Trick besteht darin dem Leser nicht angestrengt eine Lösung verkaufen zu wollen sondern Raum für Phantasie zu lassen. Bei mir hat es funktioniert.
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#35 Andreas Brandhorst

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Geschrieben 21 April 2012 - 06:31

Liebe Leute,

hier findet eine interessante Leserunde zum "Artefakt" statt:

http://www.leserunde...oard,465.0.html

LG
Andreas

#36 derbenutzer

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Geschrieben 03 February 2013 - 21:18

Spät aber doch habe ich nun auch Das Artefakt gelesen. Meine positive Überraschung war groß, denn ich dachte nicht, dass deutschsprachige Autoren ebenso episch breite wie gelungene Space Operas schreiben können, wie ihre britischen oder amerikanischen Kollegen. Bitte dies nicht falsch zu verstehen, ich weiß sehr wohl, wie stark die deutschsprachige Phantastik ist, nur bei Space Operas der gehobenen Kategorie hatte ich da eher die englischsprachige Welt im Kopf: bisher ...

Meine letzten (deutsche Autoren) Erfahrungen in diesem Sub Genre waren etwas durchwachsen. Ich fand beispielsweise Eschbachs Quest durchaus lesenswert, war aber vom Schluss enttäuscht. Gut, mag sein, dass ich da einige übersehen bzw. noch nicht gelesen habe (Dath ist z.B. noch am SUB). Ich will da auch nicht Pauschalurteile abgeben.

Brandhorsts Roman liest sich ausgesprochen gut, verbreitet sense of wonder, bleibt immer spannend. Er erscheint mir auch im besten Sinn als durchdacht, ohne dass da der Zeigefinger des Erzählers belehrend zwischen den Zeilen fuchtelt.
Ja, gewisse Zusammenhänge des Setting (ganz vorne im Buch) in den Dialogen könnte man -- wenn man unbedingt sehr kritisch sein wollte -- vielleicht eleganter entwickeln. Mir hat es dennoch (so wie es ist) sehr gut gefallen.

Lieber Andreas Brandhorst, schreibe bitte einen nachfolgenden Band.

LG

Jakob

#37 a3kHH

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Geschrieben 04 February 2013 - 17:25

War nicht der erste gute Brandhorst der Moderne : http://a3khh.blogspo...ken-zyklus.html

#38 Herr Schäfer

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Geschrieben 04 February 2013 - 21:04

und auch der Wunsch nach einem Folgeband wurde erhört: Dieses Jahr erscheint mit "Der letzte Regent" ein neuer Roman aus dem Universum. 8. Juli 2013

#39 Herr Schäfer

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Geschrieben 04 February 2013 - 21:09

Beitrag anzeigena3kHH sagte am 04 February 2013 - 17:25:

War nicht der erste gute Brandhorst der Moderne


Wobei ich sagen muss, dass mir die Kantaki-Trilogie fast noch besser gefallen hat. In der Graken-Trilogie geht Andreas noch tiefer hinein, und man erfährt eine deutliche facettenbereicherung des Universums, aber gerade in Teilen des abschließenden Bandes Feuerträume wirkt der Textfluss hart erarbeitet, was letztlich auch der ungemein vielfältigen Ideenkonstruktion angerechnet werden kann.

#40 derbenutzer

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Geschrieben 04 February 2013 - 21:31

Danke a3kHH und Herr Schäfer. Lauter gute Nachrichten. Ich wollte sowieso 2013 mehr deutsche SF lesen.

LG

Jakob

#41 Trurl

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Geschrieben 04 February 2013 - 21:38

Beitrag anzeigenHerr Schäfer sagte am 04 February 2013 - 21:04:

und auch der Wunsch nach einem Folgeband wurde erhört: Dieses Jahr erscheint mit "Der letzte Regent" ein neuer Roman aus dem Universum. 8. Juli 2013

Bist du sicher, dass der Roman im gleichen Universum spielt?

Nach der Roman-Beschreibung von der Verlags-Website

Zitat

Bereits seit über zweitausend Jahren kämpft das Endurium, ein Bündnis aller Menschenwelten, gegen die außerirdischen Ayunn. Als der fünfhundertjährige Regent des Enduriums stirbt, soll der Chronist Xavius herausfinden, wer hinter dem gewaltsamen Tod des Herrschers steckt. Doch schnell entbrennt ein schmutziger Machtkampf um die Nachfolge des Regenten, und Xavius gerät zwischen die Fronten. Und dann greifen auch noch die Ayunn an, denn sie sehen ihre Chance gekommen, die führungslose und geschwächte Menschheit nun endgültig zu zerstören ...


klingt das nach einem völlig anderen Szenario.

LG Trurl
"Die Felizitologie oder Programmierte Eudämonistik gliedert sich im Prinzip in zwei Richtungen, die schlagartige, revolutionäre und die stufenweise, evolutionäre. Die evolutionäre Richtung besteht im wesentlichen darin, keinen Finger zu rühren und voll und ganz darauf zu vertrauen, daß sich jede Zivilisation schon aus eigener Kraft irgendwie durchwursteln wird. Die revolutionäre Richtung arbeitet mit Zuckerbrot und Peitsche. Der Einsatz der Peitsche, d.h. die Schaffung des Glücks mit Gewalt, hat nach unseren Berechnungen zwischen hundert und achthundertmal mehr Unglück zur Folge als der Verzicht auf jegliche Intervention. Bei der Zuckerbrot-Methode sind die Resultate - so unglaublich das auch klingen mag - genau dieselben"

aus Altruizin oder Der wahre Bericht darüber, wie der Eremit Bonhomius das universelle Glück im Kosmos schaffen wollte, und was dabei herauskam, Stanislaw Lem: Kyberiade
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#42 Trurl

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Geschrieben 04 February 2013 - 21:42

Oh je. Korrektur. Gerade entdeckt.

Der neue Brandhorst ist anscheinend der 7. Band im Kantaki-Zyklus. Eingefügtes Bild

LG Trurl
"Die Felizitologie oder Programmierte Eudämonistik gliedert sich im Prinzip in zwei Richtungen, die schlagartige, revolutionäre und die stufenweise, evolutionäre. Die evolutionäre Richtung besteht im wesentlichen darin, keinen Finger zu rühren und voll und ganz darauf zu vertrauen, daß sich jede Zivilisation schon aus eigener Kraft irgendwie durchwursteln wird. Die revolutionäre Richtung arbeitet mit Zuckerbrot und Peitsche. Der Einsatz der Peitsche, d.h. die Schaffung des Glücks mit Gewalt, hat nach unseren Berechnungen zwischen hundert und achthundertmal mehr Unglück zur Folge als der Verzicht auf jegliche Intervention. Bei der Zuckerbrot-Methode sind die Resultate - so unglaublich das auch klingen mag - genau dieselben"

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#43 Amtranik

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Geschrieben 05 February 2013 - 08:30

Beitrag anzeigenHerr Schäfer sagte am 04 February 2013 - 21:09:


Wobei ich sagen muss, dass mir die Kantaki-Trilogie fast noch besser gefallen hat. In der Graken-Trilogie geht Andreas noch tiefer hinein, und man erfährt eine deutliche facettenbereicherung des Universums, aber gerade in Teilen des abschließenden Bandes Feuerträume wirkt der Textfluss hart erarbeitet, was letztlich auch der ungemein vielfältigen Ideenkonstruktion angerechnet werden kann.


Mir auch. Die Graken-Trilogie war für meinen Geschmack dann einen Tick zu metaphysisch.
Mein persönliches Highlight ist allerding "Kinder der Ewigkeit" das ich noch um einiges stärker fand als bspw "Das Artefakt".

#44 vallenton

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Geschrieben 05 February 2013 - 11:20

Dito.

Mit dem Artefakt konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Ich fand Kinder der Ewigkeit auch besser.
Vielleicht weil es für mich etwas bodenständiger daherkam und nicht so viele Logiklöcher aufwies
wie das Artefakt.

#45 Herr Schäfer

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Geschrieben 05 February 2013 - 12:01

die Kinder der Ewigkeit sind tatsächlich sehr gut! Fand ich auch noch besser als das Artefakt.

@Trurl: woher weißt du das? die kantaki .de-seite ist irgendwie weg, und ne andere Seite des Autors kenn ich nicht. Dachte nur mich zu erinnern, dass die "Ayunn" im Artefakt ne Rolle spielen? War es doch das Kantaki-Universum? Wäre ja fast zu schön um wahr zu sein! Das ist ein so komplexer und faszinierender Weltentwurf, dass ich mich sehr freuen würde, wenn Andreas dorthin zurück kehrt!

#46 Trurl

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Geschrieben 05 February 2013 - 12:52

Beitrag anzeigenHerr Schäfer sagte am 05 February 2013 - 12:01:

@Trurl: woher weißt du das? die kantaki .de-seite ist irgendwie weg, und ne andere Seite des Autors kenn ich nicht. Dachte nur mich zu erinnern, dass die "Ayunn" im Artefakt ne Rolle spielen? War es doch das Kantaki-Universum? Wäre ja fast zu schön um wahr zu sein! Das ist ein so komplexer und faszinierender Weltentwurf, dass ich mich sehr freuen würde, wenn Andreas dorthin zurück kehrt!

Auf der Heyne Verlags Seite steht das ganz versteckt bei der Romanbeschreibung unter Reiheninfo. Guckst du hier. Ich habs auch übersehen und nur durch Zufall entdeckt.

Was mich allerdings mehr interessieren würde, wäre eine Fortsetzung von Kinder der Ewigkeit. Habe ich kürzlich gelesen. Der Roman war zwar spannend erzählt, hatte allerdings ein paar Macken, die mir nicht so gefielen. U.a. wie die ganze Unsterblichkeitsthematik behandelt wurde. War für mich unbefriedigend. Außerdem endet der Roman mit einem üblen Cliffhanger. Er hört genau da auf, wo es anfängt richtig interessant zu werden. Das schreit ja geradezu nach einer Fortsetzung.

LG Trurl
"Die Felizitologie oder Programmierte Eudämonistik gliedert sich im Prinzip in zwei Richtungen, die schlagartige, revolutionäre und die stufenweise, evolutionäre. Die evolutionäre Richtung besteht im wesentlichen darin, keinen Finger zu rühren und voll und ganz darauf zu vertrauen, daß sich jede Zivilisation schon aus eigener Kraft irgendwie durchwursteln wird. Die revolutionäre Richtung arbeitet mit Zuckerbrot und Peitsche. Der Einsatz der Peitsche, d.h. die Schaffung des Glücks mit Gewalt, hat nach unseren Berechnungen zwischen hundert und achthundertmal mehr Unglück zur Folge als der Verzicht auf jegliche Intervention. Bei der Zuckerbrot-Methode sind die Resultate - so unglaublich das auch klingen mag - genau dieselben"

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#47 Amtranik

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Geschrieben 05 February 2013 - 14:35

Beitrag anzeigenTrurl sagte am 05 February 2013 - 12:52:

Auf der Heyne Verlags Seite steht das ganz versteckt bei der Romanbeschreibung unter Reiheninfo. Guckst du hier. Ich habs auch übersehen und nur durch Zufall entdeckt.



Toll! Da freu ich mich schon drauf.

#48 a3kHH

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Geschrieben 05 February 2013 - 15:53

Also was die Vorlieben zu einzelnen Trilogien bzw. Einzelbänden bei Brandhorst angeht, habe ich so ein bißchen das Gefühl, dies sei mehr so eine Art "persönliche Geschmacksrichtung".
Wobei wir uns scheinbar alle einig sind, daß sich Brandhorst lesen lohnt.
Und ja, der 2013er-Band ist schon im Visier, der letzte 2012 liegt noch auf meinem Sub.
Wie fandet ihr eigentlich "Äon" ?

#49 Amtranik

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Geschrieben 05 February 2013 - 16:18

Beitrag anzeigena3kHH sagte am 05 February 2013 - 15:53:

Wie fandet ihr eigentlich "Äon" ?


Mir hat der Roman seinerzeit richtig gut gefallen. Und das sage ich, obwohl normalerweise Religions bzw Kirchenthemen nicht die meinen sind. Ich denke mal was Dan Brown kann kann Brandhorst schon lang und vermutlich sogar besser ( ich habe die Brownchen Bücher nicht gelesen und kenne nur die Filme mit Tom Hanks )

#50 Jaktusch

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Geschrieben 05 February 2013 - 22:00

Beitrag anzeigenAmtranik sagte am 05 February 2013 - 08:30:


Mein persönliches Highlight ist allerding "Kinder der Ewigkeit" das ich noch um einiges stärker fand als bspw "Das Artefakt".


Klar, mit einem Auftragskiller als Haupthelden kann man sich ja auch prima identifizieren....

Jaktusch
Man erwirbt keine Freunde, man erkennt sie.

#51 Amtranik

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Geschrieben 05 February 2013 - 23:06

Beitrag anzeigenJaktusch sagte am 05 February 2013 - 22:00:


Klar, mit einem Auftragskiller als Haupthelden kann man sich ja auch prima identifizieren....

Jaktusch


Du hast mich durchschaut.

#52 Herr Schäfer

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Geschrieben 06 February 2013 - 09:15

Äon, Die Stadt und Seelenfänger hab ich nicht gelesen. Mein Tellerrand ist so hoch, da komm ich einfach nicht rüber ;-) zumal es wahrlich viel mehr lesenswerte Science Fiction gibt, als ich schaffe - da mache ich nur selten einen Blick zur Seite. Zum Beispiel will ich noch mehr von Walter Moers lesen.

#53 vallenton

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Geschrieben 06 February 2013 - 11:36

Äon liegt auch noch ungelesen bei mir rum, meine Frau fand ihn aber recht gut.

Seelenfänger wurde mir gegen Ende hin doch zu unübersichtlich. Irgendwie hat mir Brandhorst da
zu viel an Ideen reingepackt (wenn man das so überhaupt sagen darf). Aber dennoch lesenswert,
wie ich finde.

Überhaupt machen die Bücher von Brandhorst einen guten Eindruck auf mich. Richtig enttäuscht
war ich noch von keinem.

#54 derbenutzer

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Geschrieben 06 February 2013 - 16:22

Und was wäre denn Euer Lese-Tipp für einen Brandhorst-Newbie (wie meine Wenigkeit), dem Das Artefakt sehr gut gefallen hat?

Vielen Dank im Voraus!


Jakob

#55 Amtranik

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Geschrieben 06 February 2013 - 17:56

Beitrag anzeigenderbenutzer sagte am 06 February 2013 - 16:22:

Und was wäre denn Euer Lese-Tipp für einen Brandhorst-Newbie (wie meine Wenigkeit), dem Das Artefakt sehr gut gefallen hat?

Vielen Dank im Voraus!


Jakob


Diamant -> Der Metamorph->Der Zeitkrieg (Kantaki)

#56 a3kHH

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Geschrieben 06 February 2013 - 18:43

Ney, ney, die Graken natürlich.



Ernsthaft : Einen der beiden Zyklen, denjenigen, den Du besser bekommst. Ansonsten die (noch) greifbaren Einzelromane, siehe oben.

#57 Jaktusch

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Geschrieben 06 February 2013 - 19:01

Beitrag anzeigenderbenutzer sagte am 06 February 2013 - 16:22:

Und was wäre denn Euer Lese-Tipp für einen Brandhorst-Newbie (wie meine Wenigkeit), dem Das Artefakt sehr gut gefallen hat?



Da du ja nicht völlig "PR-unaffin" bist, käme auch Brandhorsts einziges* Werk im PR-Universum in Frage
("Die Trümmersphäre", Heyne Paperback)

Jaktusch

(*Korrektur: es gibt zwei Brandhorst-Werke im PR-Universum; siehe Folgebeitrag. - Aber die "Trümmersphäre" - das sehe ich anders als Herr Schäfer- ist klar besser...)
Man erwirbt keine Freunde, man erkennt sie.

#58 Herr Schäfer

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Geschrieben 06 February 2013 - 21:37

Also die Trümmersphäre kann ich nicht empfehlen, obwohl in diesem Spin off "PAN-THAU-RA" Brandhorsts Band mit Sicherheit der beste ist. Aber sein Beitrag zum PR-TB-Spin off "Lemuria", nämlich "Exodus der Generationen", ist schon sehr schön.

Ansonsten schließe ich mich den obigen Meinungen an: ob Kantaki (1. Diamant) oder Graken (1. Feuervögel), oder lieber doch "Die Kinder der Ewigkeit" - kannst nix falsch machen :-)

#59 Herr Schäfer

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Geschrieben 06 February 2013 - 21:44

ich muss mich verbessern, scheinbar fand ich damals die "Trümmersphäre" doch auch ganz gut : http://buchwurm.info...hp?id_book=2468

#60 Trurl

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Geschrieben 06 February 2013 - 22:20

Von den Kantaki-Romanen habe ich nur Diamant gelesen. Der Metamorph und Der Zeitkrieg liegen seither immer noch wie Blei im Karton. Liegt vielleicht daran, dass mir der damalige Brandhorst noch ein wenig zu sehr auf der Esoterik-Welle der Terranauten gesegelt ist. Man muss allerdings sagen, dass Andreas seit den Kantaki-Roman in Sachen Science Fiction einen oder zwei Schritte nach vorne gemacht hat und sich von seinen Terranauten-Ursprüngen inzwischen entfernt hat. Das Artefakt und Kinder der Ewigkeit haben immer weniger mit den Terranuten oder PR gemein, und sind auch thematisch inzwischen sehr viel eigenständiger.

LG Trurl
"Die Felizitologie oder Programmierte Eudämonistik gliedert sich im Prinzip in zwei Richtungen, die schlagartige, revolutionäre und die stufenweise, evolutionäre. Die evolutionäre Richtung besteht im wesentlichen darin, keinen Finger zu rühren und voll und ganz darauf zu vertrauen, daß sich jede Zivilisation schon aus eigener Kraft irgendwie durchwursteln wird. Die revolutionäre Richtung arbeitet mit Zuckerbrot und Peitsche. Der Einsatz der Peitsche, d.h. die Schaffung des Glücks mit Gewalt, hat nach unseren Berechnungen zwischen hundert und achthundertmal mehr Unglück zur Folge als der Verzicht auf jegliche Intervention. Bei der Zuckerbrot-Methode sind die Resultate - so unglaublich das auch klingen mag - genau dieselben"

aus Altruizin oder Der wahre Bericht darüber, wie der Eremit Bonhomius das universelle Glück im Kosmos schaffen wollte, und was dabei herauskam, Stanislaw Lem: Kyberiade
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