Kritikaster sagte am 21 April 2012 - 18:16:
Zumal unklar bleibt, wer den Toten so gefoltert haben sollte. Der TLD kannte dank der stillen Ve bereits alle seine Geheimnisse und die Fagesy wollen zwar mehr Härte zeigen, um die Attentate auf ihre Soldaten zu stoppen, sind aber bisher eigentlich nicht für sinnlose Grausamkeit bekannt.
Ich tippe auf Riordan, zumindest gibt es im Roman mehrere Andeutungen in diese Richtung.
Seine Versetzung von Außen- in den Innendienst seiner 'Gefühllosigkeit' wegen.
Als Kind läßt er Schnecken über die Planke gehen und übt Fechten mit halb gelähmten Vögeln.
Auf Seite 45 sinniert er ja darüber nach, dass er über Chakt-Vachtor ins Visier geraten könne. Was er jetzt nicht gebrauchen könne. Und er da niemand vertrauen würde, müsse er die Sache selbst in die Hand nehmen.
Riordan hat definitiv eine psychotische Ader. An Ves Stelle würde ich mich nicht sehr wohl fühlen.
Der Roman war gut zu lesen. Mir gefiel besonders die Darstellung der Personen. Die Gruppe um Barisch war so 'normal'. Und Riordan gibt einen prima Opportunisten ab.
Der Versuch, einen gefangenen Fagesi gegen ein entführtes Kind zu tauschen, macht für mich durchaus Sinn: das sind eigentlich Ottonormal-Terraner (Sharoun? Hat angeblich kurz nach der Ausbildung den TLD verlassen -- könnte aber genauso gut rausgeworfen worden sein), die verzweifelt ihre Verwandten retten wollen.
Meiner Meinung nach happerte es nur etwas an der Konstruktion: Riordan will von Anfang an von Stratkowitz am Leder flicken -- was für ein unwahrscheinliches Glück, dass sich die Terroristen dann ausgerechnet an den Wissenschaftsminister wenden. (Wie hätte man diesen Teil besser machen können? Z.B. Sharoun wird von Riordan erwischt und hat auf das Versprechen hin, Dweezil zurückzubekommen, mit diesem zusammen gearbeitet und Stratkowitz in die Sache verwickelt.)
Bearbeitet von Günther Drach, 22 April 2012 - 14:54.