Das ist schon komisch, wenn man selbst früher ein totaler Nerd und für jede neue Technik zu begeistern war, und jetzt das ganze eher kritisch sieht

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So technikaffin ich auch bin, ich sehe das ganze auch kritisch. Google ist nicht der einzige Konzern, der solche Ideen hat. Und in vielen Science Fiction-Szenarien sind solche Ideen realisiert. An für sich klingt das auch toll, dass Technik unsichtbarer werden soll, alles leichter wird, angenehmer zu bedienen, jederzeit verfügbar etc. ...
Aber da gibt es auch einige Probleme ...
Wie verkraftet die Menschheit das psychologisch?
Ich würde mich auch "beobachtet" fühlen, wenn überall Technik ist, jederzeit Nachrichten aus aller Welt hereinflattern, ich quasi jederzeit Werbung für irgendetwas erhalte, was mir gefällt. Mir ist es jetzt schon unangenehm, dass auf Webseiten Werbung von Onlineshops angezeigt wird, die ich häufiger mal besucht habe. Klar, ist auch nett, wenn man passende Werbung bekommt und keinen Müll. Aber wie wärs allgemein mit weniger Werbung? Oder doch mal was anderes? Ich sehe ja gar nicht mehr über meinen Tellerrand hinaus.
Wie wird unsere Privatsphäre zukünftig definiert sein?
Und kontrollieren wir dann überhaupt noch die Technik oder die Technik uns? Werden wir nicht endgültig abhängig?
Viele können ja schon heute ohne Google auf viele Fragen keine Antworten geben. Warum auch nachdenken, wenn man googeln kann.
Und natürlich hat jeder, der anderen irgendwie was Böses will, ein wunderbares Kontrollinstrument zur Hand.
Naja, ich sehe da viele Chancen, aber auch viele Nachteile. Ich liebe Technik, aber ich merke immer mehr, dass ich auch gerne einen technikfreien Raum habe. Mit dem Hund spazieren gehe und das Handy daheimlasse, einfach mal wieder in der Welt sein. Der "echten" Welt - die vielleicht irgendwann noch weniger wert ist als heute? ...