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PetraHartmann



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Darthula auf die Ohren

Geschrieben von Petra , in Darthula 18 July 2010 · 589 Aufrufe
Darthula, Lesung, 1000 Mikes und 1 weitere...
Rena Larf, die Traumstimme von Radio "1000 Mikes", erweckt meinen Darthula-Roman zum Leben. Im Fantasy-Channel liest sie am Dienstag, 20. Juli, aus dem Büchlein vor. Die Lesung beginnt um 10 Uhr und dauert etwa eine halbe Stunde. (Ach ja: Langschläfer wie ich brauchen keine Angst zu haben, dass sie eventuell den Start verpassen. Sie können die Sendung anschließend auch im Achiv "nachhören")
Rena schreibt, sie liest "Auszüge" aus dem Weltenwanderer-Roman. Für welche Stelle oder Stellen sie sich entschieden hat, hat sie mir nicht verraten, es wird also für mich auch eine Überraschung. Soviel nur: Als Musik hat sie "Meadowland" von Fonogeri ausgewählt.

Die Vorschau zur Lesung findet ihr hier.

Nachtrag:
Die Sendung ist jetzt im Archiv zu finden. Hörenswert!


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Hirsch greift Jäger an - und mir fällt ein Stein vom Herzen

Geschrieben von Petra , in Darthula 17 July 2010 · 606 Aufrufe
Darthula, Weltenwanderer, Arcanum und 1 weitere...
Eine der kniffligsten Stellen im Darthula-Roman war die Eingangsszene. Darthula ist auf der Jagd, schießt, und plötzlich wird der angeschossene Hirsch wütend und geht auf sie los. Ich hatte einiges an Bauchschmerzen mit dieser Szene. Ein Hirsch, der den Spieß umdreht und auf seinen Jäger losgeht? Biologisch totaler Blödsinn, dachte ich. Und macht man sich nun lächerlich, wenn man sowas schreibt?
Vielleicht hätte ich sie lieber auf die Wildschweinjagd gehen lassen sollen. Aber im Original verglich sie nun mal ihren bösen Nachbarn Cairbar mit einem Hirsch und versicherte mit Stolz, sie hätte schließlich gelernt, solche Tiere zu jagen.
Zum Glück gibt es das Internet. Und niemand ist so verrückt, dass er dort nicht jemanden findet, der ihm recht gibt.
Dieses hübsche Fundstück hat mich von meinen Skrupeln befreit.

Na dann: Waidmansheil!


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Fußstapfen III

Geschrieben von Petra , in Darthula 30 June 2010 · 977 Aufrufe
Darthula, Fußstapfen und 1 weitere...
Dass man die Darthula-Geschichte nicht nur lesen, sondern auch singen kann, erfuhr ich im Herbst 2004. Ich hatte damals meine Kurzgeschichte über die junge Frau aus Selama auf meine Homepage gestellt und bekam daraufhin eine Mailanfrage vom Jungen Kammerchor Hannover, ob ich weiteres Material zum Stoff hätte. Chorleiter Andreas Mattersteig und seine Sänger studierten nämlich zu dieser Zeit gerade "Darthulas Grabgesang" von Johannes Brahms ein und suchten im Netz Informationen darüber, wer da eigentlich warum zu Grabe getragen wurde. Ich half mit meiner Ossian-Übersetzung und ein paar bibliographischen Hinweisen aus.
Klar, dass ich mir wenig später eine CD anschaffte, auf der ich mir Brahms' Darthula-Interpretation anhörte. Als ich mich im vergangenen Jahr daran machte, meinen Darthula-Roman zu verfassen, war es sehr hilfreich, die Scheibe auf der Autobahn als Begleiter dabei zu haben. So konnte ich mich nach all den Jahren wieder in die rechte Ossian-Stimmung versetzen.
Das Wunderkind aus dem Hamburger Gängeviertel legte für seine Komposition den bereits vorgestellten Text aus Herders "Stimmen der Völker in Liedern" zugrunde, es gibt allerdings einige rhythmische Abweichungen und Wortwiederholungen:


Darthulas Grabgesang

Mädchen von Kola, du schläfst!
Um dich schweigen die blauen Ströme Selmas!
Sie trauren um dich, den letzten Zweig,
den letzten Zwei von Thrutils Stamm!

Wann erstehst du wieder in deiner Schöne?
Schönste der Schönen in Erin!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
dein Morgenroth ist ferne!

O nimmer kommt dir die Sonne
Weckend an deine Ruhestätte:
Wach auf! Wach auf, Darthula! Frühling ist draußen,
Die (lauen) Lüfte säuseln, auf grünen Hügeln,
holdselig, holdseliges Mädchen, weben die Blumen!
Im Hain wallt sprießendes Laub!

Auf immer, so weiche denn, Sonne!
Weiche, Sonne, dem Mädchen von Kola, sie schläft!
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne!
Nie siehst du sie lieblich wandeln mehr.
Mädchen von Kola, sie schläft!

Das Lied ist mit den Stücken "Abendständchen" und "Vineta" später zusammengefasst worden unter dem Titel "Drei Chorgesänge, op. 42", wobei die hohe Opuszahl etwas irreführend ist. Die Lieder stammen aus der gleichen Zeit wie sein Opus 17, verrät das Booklet zur CD, das Abendständchen lässt sich auf 1859 datieren und wurde für den Detmolder Chor verfasst. "Darthulas Grabgesang" stammt aus dem Jahr 1861.
Die drei Lieder sind für einen sechsstimmigen Chor geschrieben und werden a capella vorgetragen. Das Begleitheft zur CD hebt die "vokale Antiphonie zwischen Männer- und Frauenstimmen" hervor und ein "besonders abwechslungsreiches Klangspektrum, das von reinen Unisoni bis hin zu sechsstimmigen Harmonien reicht".
Schade, dass ich selbst nicht allzu viel von Musik verstehe (und wegen meiner Brummstimme im Abi-89-Chor für schlimme Irritationen bei den Tenören gesorgt habe ;-)) Aber schlecht klingt es jedenfalls nicht, nur etwas traurig. War ja zu erwarten bei dem Thema.


Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

Selim Palmgren: Darthulas gravsång / Darthulan hautalaulu
Heinrich Heine: Die Harzreise
Arnold Schönberg: Darthulas Grabgesang
Thomas Linley junior: Darthula
Franz Schubert: Ossians Lied nach dem Falle Nathos'
Herders "Stimmen der Völker in Liedern"
Karoline von Günderrode: Dar-Thula nach Ossian
Ossian/James Macpherson: Darthula



© Petra Hartmann


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"Darthula" zu gewinnen

Geschrieben von Petra , in Darthula 22 June 2010 · 548 Aufrufe
Darthula, Rezension und 2 weitere...
Mein Roman "Darthula" ist heute der Lesetipp auf "Lady's Lit" und wird als Urlaubslektüre empfohlen. Wer bei der Verlosung Glück hat, kann auch ein signiertes Exemplar gewinnen.

Außerdem gibt es in dem Blog eine Rezension von Emilia Jones zu dem Buch. Darin heißt es: "Petra Hartmann hat sich schon immer darauf verstanden, den Leser in ihre fantastischen Welten zu entführen. Sie erzählt von Helden und Bösewichten und von einer Frau, die nicht nur tatenlos daneben steht, sondern selbst in den Kampf eingreift. Auch wenn die Geschichte etwas tragisch daher kommt, überzeugt sie durch den hervorragenden Schreibstil der Autorin."

Zu den literarischen Ladys geht es hier lang.


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Fußstapfen II

Geschrieben von Petra , in Darthula 13 June 2010 · 864 Aufrufe
Darthula, Fußstapfen, Herder
Einer meiner bekanntesten Vorläufer in der Darthula-Tradition ist Johann Gottfried Herder (1744-1803). Nach dem "ossianischen Original" und dem Gedicht Karoline von Günderrodes ist vermutlich das von ihm veröffentlichte Lied "Darthulas Grabgesang" die in Deutschland bekannteste Version des Stoffs, der meinem Kurzroman zugrunde liegt.

"Stimmen der Völker in Liedern" - der Startschuss für die deutsche Volksliedforschung

Herder nahm die Verse in seine Sammlung "Stimmen der Völker in Liedern" auf. Ein Buch, das gewissermaßen den Startschuss für die deutsche Volksliedforschung gab und unter anderem Vorläufer der "Volkslied-Bibel" von Clemens Brentano und Achim von Arnim, "Des Knaben Wunderhorn", war. Der Titel "Stimmen der Völker" stand erst auf der dritten, nach Herders Tod erschienenen Auflage (1807) der zuvor recht schlicht "Alte Volkslieder" (1775) bzw. "Volkslieder" (1778 und 1779) genannten Sammlung. Die erste Ausgabe war noch zweisprachig, doch danach ließ Herder den originalsprachlichen Text der jeweiligen Lieder weg und gab nur noch die deutsche Version heraus.

Herders "Darthula": Zwischen Heideröschen, Erlkönig und grönländischen Totenklagen

Herder nahm es mit der Definition eines Volksliedes übrigens nicht ganz so ernst. Wer die Sammlung durchliest, wird auch auf Bekannte wie Goethes "Erlkönig" und das "Heideröschen" stoßen, Auszüge aus dem Homer oder aus Shakespeares Dramen oder Verse von Matthias Claudius finden. So nahm Herder auch Kostproben aus dem Ossian auf. Außer "Darthula" finden sich ein Auszug aus dem Epos "Fingal" unter dem Titel "Fingals Erscheinung und Fingals Schildklang" und ein Stück aus "Temora" unter der Überschrift "Erinnerung des Gesanges der Vorzeit". Die beiden letztgenannten hat in der Übersetzung wohl zumindest teilweise Goethe beigesteuert, bei "Darthula" legte Herder selbst Hand an.
"Darthulas Grabgesang" ist eine Übersetzung der Schlusspassage aus dem ossianischen Epos. Die 19 Verse stehen im zweiten Buch des zweiten Bandes und folgen auf ein grönländisches Totenlied.
Hier also der Text:

Darthulas Grabgesang

Mädchen von Kola, du schläfst!
Um dich schweigen die blauen Ströme Selmas!
Sie trauren um dich, den letzten Zweig
Von Thrutils Stamm!

Wann erstehst du wieder in deiner Schöne?
Schönste der Mädchen in Erin!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
Dein Morgenroth ist ferne!

Nimmer, o nimmer kommet mehr die Sonne
Weckend an deine Ruhestätte: „Wach auf!
Wach auf, Darthula!
Frühling ist draussen,
Die Lüfte säuseln,
Auf grünen Hügeln, holdseliges Mädchen,
Weben die Blumen! im Hain wallt spriessendes Laub!"

Auf immer, auf immer, so weiche denn, Sonne,
Dem Mädchen von Kola, sie schläft,
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne!
Nie siehst du sie lieblich wandeln mehr.


Weitere "Fußstapfen"-Einträge:

Selim Palmgren: Darthulas gravsång / Darthulan hautalaulu
Heinrich Heine: Die Harzreise
Arnold Schönberg: Darthulas Grabgesang
Thomas Linley junior: Darthula
Franz Schubert: Ossians Lied nach dem Falle Nathos'
Johannes Brahms: Darthulas Grabgesang
Karoline von Günderrode: Dar-Thula nach Ossian
Ossian/James Macpherson: Darthula



© Petra Hartmann


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"Atmosphärisches Heldenepos"

Geschrieben von Petra , in Darthula 08 June 2010 · 582 Aufrufe
Darthula, Rezension
Eine neue Rezension zur "Darthula": Elvira Lauscher nennt den Kurzroman in ihrer Besprechung auf Suite101 ein "atmosphärisches Heldenepos". Sie kommt zu folgendem Urteil:

"Petra Hartmann gelingt es, den Fantasy-Kurzroman atmosphärisch dicht zu erzählen. Als Leser ist man mit dabei, mit allen Sinnen hineingezogen in dieses andere Land: „Es roch nach Salz und feuchter Luft, nach verwesenden Algen und totem Fisch, nach Freiheit und Tod.“ Und auch die wilde Fahrt über das Meer, als Darthula gemeinsam mit ihrem Geliebten Nathos und seinen Brüdern fliehen will, ist atmosphärisch dicht erzählt. Die knapp fünfzig Seiten des Kurzromans sind spannend geschrieben und schnell verschlungen. Man wird hineingezogen in dieses andere Land und die ganz eigene Atmosphäre des Romans. Da verzeiht man auch gerne die manchmal zu schwach skizzierten Charaktere der Figuren, die im Sinne des epochalen Stoffes zurücktreten. Dass die Geschichte kein wirklich gutes Ende nimmt und es vorwiegend um Schlachten, Tod und Verderben geht, ist in sich schlüssig und passt zu der ganzen Atmosphäre des Buches, in dem Darthula als schöne und edle Heldin herausleuchtet."

Die komplette Besprechung findet ihr hier.


Weitere Rezensionen zur "Darthula"
Marc-Florian Wendland auf www.webcritis.de
Ulrike Stegemann in der Elfenschrift
Christel Scheja auf Phantastiknews.de
Maren Frank im Bücher-lesen-Blog
Isabella Benz auf www.avaril.de


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Darthula-Rezension in der Elfenschrift

Geschrieben von Petra , in Darthula 31 May 2010 · 1336 Aufrufe
Darthula, Rezension
Druckfrisch: Heute lag die neue Elfenschrift in meinem Briefkasten. Besonders freue ich mich über die Bücherecke, in der Ulrike Stegemann meinen Roman "Darthula" bespricht. Hier der Text der Rezension:

"Auch wenn mich der Name „Darthula“ zuerst an einen altbekannten Blutsauger erinnerte, hat diese Geschichte absolut nichts mit Vampiren zu tun. Vielmehr steckt dahinter eine sagengleiche Erzählung à la Troja.

Der mächtige König Caibar hat Prinzessin Darthula zu seiner Braut auserkoren. Doch die ist nicht nur schön, sondern auch stolz. Sie denkt gar nicht daran, dem eingebildeten Hünen gefällig zu sein. Sie schlägt seinen Antrag aus und weckt damit seinen Zorn. Er verlässt den Hof von Darthulas Familie, nur um kurze Zeit später zurückzukehren und diesen mit seiner gewaltigen Armee zu überrennen. Alles, was er übrig lässt, sind Tod und Elend – und Darthula, als einzige Überlebende ihrer Familie. Sie flieht mit ihrem Geliebten übers Meer. Doch es dauert nicht lange, ehe es zur alles entscheidenden Gegenüberstellung kommt.

Petra Hartmann hat sich schon immer darauf verstanden, den Leser in ihre fantastischen Welten zu entführen. Sie erzählt von Helden und Bösewichten und von einer Frau, die nicht nur tatenlos daneben steht, sondern selbst in den Kampf eingreift. Auch wenn die Geschichte etwas tragisch daher kommt, überzeugt sie durch den hervorragenden Schreibstil der Autorin.

Um Missverständnissen vorzubeugen, sei erwähnt, dass es sich bei „Darthula“ um den zweiten Band aus der Reihe „Weltenwanderer“ des Arcanum Fantasy Verlages handelt. Dies sind keine Romane in Taschenbuchform, sondern eigenständige Novellen, aufgemacht in stabilem Heftformat. Gute Unterhaltung für zwischendurch und günstig im Preis."


Erschienen in: Elfenschrift, Ausgabe 26, Juni 2010. Das Heft kann für 2,50 Euro (+1 Euro für Porto und Verpackung) auf der Seite www.elfenschrift.de bestellt werden.

Weitere Rezensionen zur "Darthula"
Marc-Florian Wendland auf www.webcritis.de
Elvira Lauscher auf Suite101
Christel Scheja auf Phantastiknews.de
Maren Frank im Bücher-lesen-Blog
Isabella Benz auf www.avaril.de
Bianca Schläger auf www.roterdorn.de


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Fußstapfen I

Geschrieben von Petra , in Darthula 24 May 2010 · 966 Aufrufe
Darthula, Fußstapfen und 1 weitere...
Vor einiger Zeit habe ich hier das alte ossianische Epos, das Grundlage meines Romans "Darthula" war, vorgestellt. Es gibt aber noch einige weitere Bearbeitungen des Stoffs, denen ich mich durchaus verpflichtet fühle. Darum möchte ich die Gelegenheit nutzen und in loser Folge noch ein paar weiteren Bearbeitungen des Stoffs meine Reverenz erweisen. Den Anfang soll eine Verbeugung vor Karoline von Günderrode (1780-1806) machen.

Die erste Darthula meines Lebens

Tatsächlich war Karolines Gedicht die erste "Darthula", die ich je zu Gesicht bekam. Ich hatte die junge Frau, die sich im Alter von 26 Jahren erstach, durch den Briefroman "Die Günderode" von Bettina von Arnim kennen gelernt. Übrigens ein sehr lesenswertes Buch. Bettina, der funkensprühende Koboldsgeist (heutzutage würde man wahrscheinlich von einem ADHS-Kind sprechen) und die eher tiefsinnige und doch zu überschwänglichem Pathos neigende hochgebildete Stiftsdame, das gab einen ganz eigentümlichen Kontrast ab. Eine junge Frau, die davon träumte, in Männerkleidern durchzubrennen und große Taten zu vollbringen, während sie in ihrer klösterlichen Bewahranstalt für unverheiratete adlige Frauenzimmer hockte.
Kein Wunder, dass diese Dichterin sich an der Geschichte von Darthula entzündete. Die Art, wie sie sich später am Fluss das Messer ins Herz jagte, hätte gut auch in einem der ossianischen Gesänge vorkommen können.
Angesichts der Tatsache, dass sich auch der gute Werther kurz nach seiner Ossian-Lesung eine Kugel in den Kopf jagte, sollte ich wohl einigermaßen besorgt um mich sein. Tröstlich immerhin, dass sein Verfasser Goethe steinalt geworden ist.

Karoline von Günderrode: Eine doppelt depresssive Gesamtausgabe

Ich lieh mir kurz nach der Bettina-Lektüre aus der Germanisten-Bibliothek meiner Uni die - ziemlich schmale - Gesamtausgabe Karolines aus. Es war scheußlich. Nicht unbedingt wegen der Texte. Sondern weil ein superkluger Vorbenutzer der drei Bücher jedesmal, wenn im Text das Wort "Tod" vorkam, einen dicken Strich darunter gezogen und ein Ausrufungszeichen an den Rand gemalt hatte. Danke, ich hätte es allein nicht bemerkt. Kurz und gut: Das ohnehin schon hochgradig depressive schmale Oevre der Günderrode wirkte in dieser Ausgabe noch düsterer und depressiver.
Immerhin: Hängengeblieben ist bei mir doch die Erinnerung an ihr Gedicht. Die "Dar-Thula nach Ossian" steht an sehr prominenter Stelle. Der Text eröffnet den Band "Gedichte und Phantasien" (1804), ihr einziges zu Lebzeiten publiziertes Buch, das sie unter dem Pseudonym "Tian" veröffentlichte.

Ein Brief an Bettina von Arnims Schwester

In einem Brief an Bettinas Schwester Gunda schrieb sie (Rechtschreibung und Zeichensetzung original):

"Es ist ein häßlicher Fehler von mir daß ich so leicht in einen Zustand des Nichtempfindens verfallen kann, und ich freue mich über iede Sache die mich aus demselben reißt. Gestern las ich Ossians Darthula, und es wirkte so angenehm auf mich; der alte Wunsch einen Heldentod zu sterben ergrif mich mit groser Heftigkeit; unleidlich war es mir noch zu leben, unleidlicher ruhig und gemein zu sterben. Schon oft hatte ich den unweiblichen Wunsch mich in ein wildes Schlachtgetümmel zu werfen, zu sterben, Warum ward ich kein Mann! ich habe keinen Sinn für weibliche Tugenden, für Weiberglückseligkeit. Nur das Wilde Grose, Glänzende gefällt mir. Es ist ein unseliges aber unverbesserliches Misverhältnis in meiner Seele; und es wird und muß so bleiben, denn ich bin ein Weib, und habe Begierden wie ein Mann, ohne Männerkraft. Darum bin ich so uneins mit mir."

Ein Brief, der zum Psychologisieren herausfordert. Ich möchte es als Nicht-Fachfrau aber lieber bleiben lassen. Jedenfalls liefert er uns ein sehr anschauliches Bild vom Zustand der Erregtheit, in der ihr Gedicht entstand.

Hier nun also der Text - meine erste Begegnung mit dem Darthula-Stoff:


Darthula nach Ossian

Nathos schiffet durch den Strom der Woogen
Ardan, Althos, seine Brüder mit,
Erins König, Caibars Zorn zu meiden,
In geheimnißvolle Schatten kleiden
Dunkle Wolken ihren fliehnden Schritt.

Wer? o Nathos! ist an deiner Seite!
Traurig seufzt im Wind ihr braunes Haar
Lieblich ist sie, wie der Geist der Lüfte,
Eingehüllt in leichte Nebeldüfte;
Schön vor allen Collas Tochter war.

Ach Darthula! deine irren Segel
Eilen nicht dem wald'gen Etha zu.
Seine Berge heben nicht die Rükken
Und die Seeumwogten Küsten bükken
Turas Felsen schon dem Meere zu.

Wo verweiltet ihr des Südes Winde?
Schwelltet Nathos weiße Segel nicht?
Trugt ihn nicht zum heimathlichen Strande?
Lange blieb er in dem fremden Lande
Und der Tag der Rückkehr glänzt ihm nicht.

Schön, o König Ethas! warst du in der Fremde;
Wie des Morgens Strahl dein Angesicht.
Deine Lokken, gleich dem Raben, düster
Deine Stimme, wie des Schilfs Geflüster
Wenn der Mittagswind sich leise wiegt.

Deine Seele glich der Sonne Scheiden,
Doch im Kampfe warst du fürchterlich.
Brausend wie die ungestümen Woogen
Wenn vom Nord die stürm'schen Winde zogen
Stürztest du auf Caibars Krieger dich.

Auf Selamas grau bemoosten Mauern
Sah dich Collas Tochter, und sie sprach:
Warum eilst du so zum Kampf der Speere!
Zahlreich sind des düstern Caibars Heere,
Ach! und meiner Liebe Furcht ist wach.

Freuen wollt ich dein mich, deiner Siege
Aber Caibars Liebe läßt mich nicht.
So sprachst du. Jetzt haben dich die Woogen
Mädchen! und die Stürme dich betrogen,
Nacht umringt dein schönes Angesicht.

Aber schweiget noch ein wenig, Winde!
Ueberbraust Darthulas Stimme nicht!
Fürst von Etha! sind dies Usnoths Hallen?
Jene Ströme die von Felsen fallen
Sind es Ethas blaue Ströme nicht?

Hier empöret Erin seine Berge,
Ethas Felsenströme brüllen nicht.
Dennoch ruh hier an des Ufers Hügel
Denn mein Schwerd umgiebt wie Blitzes Flügel
Dich du Liebliche, du schönes Licht.

Nathos: sagt das braun gelockte Mädchen,
Niemand hat Darthula außer dich,
Denn die Freunde sind mir früh gefallen,
Las um sie noch meine Klage schallen
Hör der Trauer Stimme, höre mich.

Abend ward einst, in der Wehmuth Schatten
Bargen meines Landes Eb'nen sich,
Ueber hoher Wälder Wipfel schritten,
Einzle Lüfte, die aus Wolken glitten,
Da umgaben Trauerschatten mich.

Die Gestalten meiner Freunde gingen,
Traurig, Geistern gleich, an mir dahin.
Da kam Colla mit gesenktem Schwerdte
Seinen Blick geheftet an die Erde,
Brennend glühte noch die Schlacht darin.

»Collas letzte einzige Hoffnung sprach er;
Braungeloktes Mädchen! Truthil fiel.
Siegreich kehrt dir nicht der Bruder wieder,
Zu Selama naht Erins Gebieter,
Mit ihm Tausende im Schlachtgewühl.«

Ist des Kampfes Sohn gefallen? seufzt' ich!
Hat der lange Schlaf sein Aug verhüllt?
O! so schütze mich der Jagden Bogen
Glücklich oftmahls meine Pfeile flogen,
Tödlich für das dunkelbraune Wild.

Freud umstrahlt den Greisen. Ja Darthula!
Deine Seele brennt in Truthils Glut
Geh', ergreif das Schwerdt vergangner Schlachten!
Also Colla: seine Worte fachten,
Höher noch in mir des Kampfes Muth.

Wehmutsvoll vergieng die Nacht; am Morgen
Schimmerte im Stahl der Schlachten ich. -
Caibar saß zum Mahl in Lonas Wüste,
Als Selamas Waffengang ihn grüßte;
Seine Führer rief er da zum Krieg.

Warum soll ich Nathos! dir erzählen
Von des Kampfes schwankendem Geschick?
Ach! umsonst bedeckt von meinem Schilde,
Sank der Vater mir im Schlachtgefilde,
Und in heißen Thränen schwamm mein Blick.

Treulos zeigte da des Mädchens Busen,
Caibar mein zerrissenes Gewand;
Freundlich naht er, sprach der Liebe Worte,
Führte mich zu meiner Väter Pforte,
Aber Trauer meine Stirn umwand.

Da erschienst du, Nathos! meinen Augen,
Freundlich wie ein Abendlich Gestirn.
Caibar schwand vor deines Stahles Sprühen
Wie der Nachtgeist vor des Morgens Glühen,
Doch es wölbte Trauer deine Stirn?

Meine Seele glänzte in Gefahren,
Eh' ich dich, du schönes Licht! gesehn.
Aber unsre Segel sind betrogen,
Wolken, kommen gegen dich gezogen.
Und du wirst in ihrer Nacht vergehn.

Oscar weilest noch an Selmas Küste!
Oscar schiffe durch das dunkle Meer!
O daß Winde deine Segel schwellten!
Zittern würden dann Temoras Helden.
Friede wäre um Darthula her.

Wo wird Nathos deinen Frieden finden?
Wo Darthula! wo ist für dich Ruh?
Geister der Gefallnen! sprach Darthula;
Truthil! Colla! Führer von Selama!
Winkt ihr mir aus euren Wolken zu!

Nathos! reiche mir das Schwerdt der Tapfern,
Vater! ich will deiner würdig seyn,
In des Stahles Treffen werd' ich gehen,
Nimmer Caibars düstre Hallen sehen,
Nein! ihr Geister meiner Liebe! nein!

Freude glänzt in Nathos bei den Worten,
Die das schöngelokte Mädchen sprach:
Caibar, meine Stärke kehret wieder!
Komm mit Tausenden, Erins Gebieter!
Komm zum Kampfe! Meine Kraft ist wach!

Ja er kömmt mit Tausenden! rief Ardan;
Schreckbar tönet ihrer Schwerdter Schall. -
»Laß zehntausend Schwerter sich empören:
Usnoth soll von Nathos Flucht nicht hören,
Ardan! sag ihm; rühmlich war mein Fall.

Winde! warum brausen eure Flügel?
Woogen! warum rauscht ihr so dahin?
Wellen! Stürme! denkt ihr mich zu halten?
Nein, ihr könnts nicht, stürmische Gewalten
Meine Seele läßt mich nicht entfliehn.

Wenn des Herbstes Schatten wiederkehren,
Mädchen! und du bist in Sicherheit,
Dann versammle um dich Ethas Schönen,
Las für Nathos deine Harfe tönen,
Meinem Ruhme sey dein Lied geweiht. -

Nathos blieb gestüzt auf seinem Speere;
Schaurig pfiff der Nachtwind um ihn her
Aber bei des Morgens erstem Strahle,
Drang er vorwärts mit gezücktem Stahle,
Mit dem Führer eilt Darthula her.

Komm zum Zweikampf! ruft er Fürst Temoras!
Für Selamas Mädchen! - Caibar spricht:
Stolzer, du entflohst mir mit der Schönen,
Wähnst du, Caibar kämpft mit Usnoths Söhnen?
Nein, er kämpft mit Unberühmten nicht.

In des königlichen Nathos Augen
Glänzen Thränen; und er wendet sich
Zu den Brüdern, ihre Speere fliegen
Rache dürstend und gewiß zu siegen
Erins Reihn verwirren schwankend sich.

Da ergrimmet Caibars finstre Seele,
Und er winket, tausend Speere fliehn,
Usnoths Söhne sinken wie drei Eichen,
Die zur Erde ihre Wipfel neigen,
Wenn des Nordens Stürme sie umziehn.

Gestern sah sie noch der Wandrer blühen
Ihre stolze Schönheit freute ihn,
Heute beugte sie der Sturm der Wüste,
Sie, die gestern noch die Sonne grüßte,
Sprachlos starret Collas Tochter hin.

Höhnend naht ihr Caibar, Mädchen sahst du
Nathos Land, in fernes Blau gehüllt?
Oder Fingals dunkelbraune Hügel?
Ha! Entrannst du auch des Sturmes Flügel,
Ueber Selma hätte meine Schlacht gebrüllt.

Caibar sprachs. Da rauscht ein Pfeil, getroffen
Sinkt sie, und ihr Schild stürzt vor sie hin.
Wie des Schnees Säule sank sie nieder,
Ueber Ethas schlummernden Gebieter,
Spreiten sich die dunklen Lokken hin.

Da versammelten die hundert Barden
Caibars, um Darthulas Grabmal sich
Ihre Harfen rauschten um den Hügel,
Und es schwang sich des Gesanges Flügel,
Für der Mädchen Erins Schönste! dich!

Trauer schreitet an Selamas Strömen,
Schweigen wohnet in den Hallen nun.
Collas Tochter sank zum Schlafe nieder
O! wann grüßest du den Morgen wieder?
Schöngelockte! wirst du lange ruhn?

Weit entfernet ist dein Morgen, nimmer!
Stehst du mehr in deiner Schönheit auf;
Ach! die Sonne tritt nicht an dein Bette,
Spricht, erwach aus deiner Ruhestätte!
Collas schöne Tochter! steig herauf!

Junges Grün entkeimet schon dem Hügel,
Frühlingslüfte fliegen drüber her.
Sonne birg in Wolken deinen Schimmer!
Denn sie schläft, der Frauen Erste! nimmer
Kehret sie in ihrer Schönheit mehr.


Weitere "Fußstapfen"-Einträge:

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Ossian/James Macpherson: Darthula



© Petra Hartmann


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Netter kleiner Fantasy-Lesehappen für zwischendurch

Geschrieben von Petra , in Darthula 29 April 2010 · 1231 Aufrufe
Darthula, Rezension
Flott erzählt, temporeich und ein gelungenes Ende: Das ist das Fazit, das Maren Frank nach der Lektüre meines Darthula-Romans zog. In ihrer Rezension schreibt sie:

"Darthula ist Prinzessin von Selama, einem kleinen Königreich in den Nebellanden. Cairbar, König eines der anderen reiche, wirbt um sie. Doch Darthula hat gute Gründe, ihn abzuweisen; zum einen gehört ihr Herz bereits einem anderen, zum anderen weiß sie, dass Cairbar ein Widerling ist. Wie niederträchtig er wirklich ist, stellt sich dann auch kurz darauf heraus, denn Cairbar beginnt einen Krieg gegen Selama. Hilflos muss Darthula zusehen, wie geliebte Menschen im Hagel der Pfeile fallen. Ihr selbst bleibt schließlich nur die Flucht, doch Cairbar gibt nicht auf. Er setzt alles daran, Darthula endlich zu besitzen ...

An Petra Hartmanns Heftroman fällt zuerst einmal das sehr stimmungsvolle und schöne Cover auf. Der Roman ist geheftet, im A5-Format und lässt sich so gut in die Hand nehmen und auch prima mitnehmen.

Die Geschichte wird flott erzählt, es ist von Anfang an recht viel Tempo drin, was ein klein wenig auf Kosten der Figuren geht. Dies ist aber auch dem recht geringen Umfang geschuldet und stört nicht weiter.

Das Ende stellt dann eine ziemliche Überraschung dar, ist aber sehr gelungen und gibt der Geschichte etwas Rundes.

So ist „Darthula“ ein netter kleiner Fantasy-Lesehappen für Zwischendurch, der vor allem jenen Lesern gefallen wird, die atmosphärische Fantasy mit Kriegen und Kämpfen mögen. Neben dem Schlachtengetümmel gibt es aber auch sehr schön eingeflochtene Szenen vom Leben in Selama, den Festen und den Gesängen der Barden."

Zum Original-Artikel


Weitere Rezensionen zur "Darthula"

Christel Scheja auf Phantastiknews.de
Marc-Florian Wendland auf www.webcritis.de
Elvira Lauscher auf Suite101
Ulrike Stegemann in der Elfenschrift
Maren Frank im Bücher-lesen-Blog
Isabella Benz auf www.avaril.de
Bianca Schläger auf www.roterdorn.de


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Die erste Rezension zur "Darthula"

Geschrieben von Petra , in Darthula 21 April 2010 · 1298 Aufrufe
Darthula, Rezension
"Ein kleines, aber fein durchkomponiertes Heldenepos" nennt Christel Scheja meine "Darthula": Die erste Rezension zum Roman ist jetzt in den Phantastiknews erschienen. In dem Artikel heißt es:

"Die 1970 geborene Journalistin Petra Hartmann hat sich schriftstellerisch dem phantastischen Genre zugewandt. Vor allem Märchen und Fantasy für Jugendliche und Erwachsene haben es ihr angetan. Ihr neustes Werk, die Novelle "Darthula", entstand für einen Kurzroman-Wettbewerb. Weil so viele interessante Beiträge eintrafen, entschied man sich im Arcanum Verlag, einige der Geschichten zusätzlich in einer eigenen Heftromanreihe unter dem Titel "Weltenwanderer" herauszugeben.

In den Nebellanden geht es vielleicht rau und ungestüm zu, aber bisher herrschte Frieden und Freundschaft zwischen den meisten der unzähligen kleinen Königreiche, die man immer wieder in Festen und Zusammenkünften feiert. Bei einer solchen Gelegenheit wirbt der mächtige König Cairbar um die schöne und stolze Prinzessin Darthula von Selama, doch diese weist ihn höflich, aber entschieden zurück, da sie ihr Herz bereits einem anderen geschenkt hat.

Erbost über die Zurückweisung - und vielleicht auch aus Machtgier -, erklärt Cairbar von Temora dem kleinen Reich den Krieg und überzieht es bald mit Feuer und Schwert. Darthula muss miterleben, wie ihr Bruder Truthil und die jungen Krieger fallen, schließlich auch der Rest des Reiches. Sie wird von Cairbar gefangengenommen. Am Ende bleibt ihr nur die Flucht in den Tod ... Doch genau das ist der Anfang einer abenteuerlichen Reise mit ihrem Geliebten und seinen Brüdern.

"Darthula" ist ein kleines, aber fein durchkomponiertes Heldenepos, das ein wenig an die keltisch-nordischen Sagen und Legenden erinnert, in denen es auch mutige Prinzessinnen gab, welche nicht dazu bereit waren, sich in das klassische Schicksal der Frauen besiegter Reiche zu fügen und viel lieber einen anderen Weg wählten, um Herrin über ihr Leben zu bleiben.

Vielleicht ist die Geschichte für den erfahrenen Leser vorhersehbar, aber sie wird sehr stimmig und atmosphärisch erzählt. Durch immer wieder in die abenteuerliche Handlung eingeflochtene Details erweckt die Autorin die Welt und ihre Bewohner zum Leben und macht sie vorstellbar, erinnert sehr deutlich daran, das Krieg und Kampf auch eine andere Seite haben.

Daher kann man ruhig einmal einen Blick in "Darthula" wagen, vor allem wenn man tragisch-epische Fantasy mag."

Weltenwanderer 2
Darthula
Petra Hartmann
Arcanum Fantasy Verlag, 2010, Heft, 52 Seiten, 4,95 EUR, ISBN 978-3-939139-32-4

Zum Original-Artikel geht es hier lang.

Weitere Rezensionen zur "Darthula"
Marc-Florian Wendland auf www.webcritis.de
Elvira Lauscher auf Suite101
Ulrike Stegemann in der Elfenschrift
Maren Frank im Bücher-lesen-Blog
Isabella Benz auf www.avaril.de
Bianca Schläger auf www.roterdorn.de


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Punktlandung

Geschrieben von Petra , in Darthula 31 March 2010 · 592 Aufrufe
Darthula, Weltenwanderer, Arcanum
Und da ist sie. Kompliment an die Leute von Arcanum: "Darthula" ist tatsächlich am "Ende des Monats" erschienen. Gratuliere, das war eine Punktlandung!


Der Klappentext:

Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Darthula von Petra Hartmann ist der zweite Band der Reihe „Weltenwanderer“.
Werden Sie zu einem Wanderer zwischen den Welten und lassen Sie sich verzaubern von der Vielfalt der unterschiedlichen Einblicke, von dem Ideenreichtum der Autorinnen und Autoren!

Darthula. Petra Hartmann. 4,95 €. 52 Seiten - ISBN 978-3-939139-32-4


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Von Nebeln und Kneipendunst

Geschrieben von Petra , in Darthula 30 March 2010 · 616 Aufrufe
Darthula, Ossian, Petra Hartmann
"Mach endlich das Gejaule aus!" - Als ich mich damals, im Sommer 1996, aufraffte, um nach der Übersetzung nun auch die Erzählung "Darthula" zu verfassen, war das erste, was passierte, dass meine kleine Schwester genervt in mein Zimmer stürmte, meine Schallplatte mit den Gesängen der Buckelwale stoppte und mir stattdessen eine Folk-CD, "The Celts rise again", aufnötigte. Vermutlich hatte das einen gewissen Einfluss auf den Tonfall der Geschichte, zumindest hat sich eine leichte Erinnerung daran in der Rahmenhandlung erhalten.

Im Roman, der jetzt bei Arcanum erscheint, sind die Heldin Petra, die furchtlose Crew der Yacht "Himingläfa" und der Bordhund John Wolf zwar nicht mehr vorhanden, aber damals hatte ich das maritime Quintett bereits dank einer Wasserhose auf den Mond und mit Hilfe des Klabautermanns ins sagenhafte Ostsee-Atlantis Vineta geführt. Da lag es nahe, Kapitänin Petra auch mit Ossian als Reiseführer ins Nebelland zu schicken ... Lest einfach mal rein:

Darthula

Irland. Natürlich, es hatte ja unbedingt Irland sein müssen. Ich für mein Teil war zwar für Griechenland gewesen, aber die anderen drei hatten mich nun einmal überstimmt. Und jetzt schaukelte die Himingläfa irgendwo dort draußen in dieser gottverlassenen Bucht vor Anker, und ich stand mit den Einkäufen am Strand und konnte im Nebel nicht einmal mein Schlauchboot wiederfinden. Typisch. Nicht, daß ich es bei dem Nebel gewagt hätte, zum Schiff zurückzurudern, ich hätte es in jedem Falle verfehlt und wäre aufs offene Meer hinausgetrieben, mutterseelenallein, ganz sicher. Ich hätte das Boot nur gern wiedergefunden.

Ich pfiff. Sofort tauchte vor mir im Nebel ein schwarzes, zottiges Ungeheuer auf und stieß freundlich mit der Schnauze gegen meinen Oberschenkel. John Wolf, unser Bordhund, hatte mich ins Dorf begleitet, und ich war froh, den Schäferhundmischling bei mir zu haben. Das Tier hatte schon immer einen guten Einfluß auf mich gehabt und wirkte auch nun äußerst beruhigend auf mich. Gutmütig ließ er sich das dichte, bockige Nackenfell kraulen, während ich in den Nebel starrte und versuchte, das Schiff auszumachen. Oder zumindest das Schlauchboot. So ein Mist. Wütend kickte ich Steine über den Kiesstrand und ärgerte mich, daß ich schon so weit an der Küste entlanggeirrt war. Denn nun würde ich den schmalen Pfad, der durch die Felsen zum Dorf zurückführte, ganz sicher nicht mehr wiederfinden. Keine Chance also, in irgendeinem dieser folklore- und bierdunstgeschwängerten Pubs zu sitzen und abwarten zu können, bis dieser Nebel sich verzog.

Da saßen sie nun also in der warmen Himingläfa, tranken einen steifen Grog oder auch Tee mit sehr viel Rum, Ludolf, Theodor und Clara, während ich leider ... typisch. Ich setzte mich auf einen der unangenehm klammen Felsen - selbst durch die Ölhose hindurch spürte ich, wie feucht er war - und nahm den schweren Rucksack ab. Wenigstens würde ich nicht verhungern, Brot, Butter und Aufschnitt hatte ich ja dabei, auch ein Päckchen Milch und für meinen persönlichen Gebrauch eine schöne, große, eisgekühlte Flasche Cola. Für Clara hatte ich Postkarten und Briefmarken mitgebracht, und Theodor hatte nach einer Tafel Vollmilchschokolade gejammert. Die beiden waren leicht zufriedenzustellen. "Und was soll ich dir mitbringen, Ludolf, hast du einen Wunsch?" Ludolf hatte die Achseln gezuckt. "Bring mir einfach eine Geschichte mit für heute Abend," hatte er dann gesagt. Er hatte tatsächlich die Unverschämtheit besessen, das Wort "einfach" zu verwenden. Obwohl er doch genau wußte, daß ich mit Irland und seinen Geschichten in keinster Weise klarkam. Soviel also dazu.

Ehrlich, ich hatte es versucht. Drüben, in meiner Koje auf der Himingläfa, lag noch ein Buch mit irischen Märchen, das ich schon angefangen hatte. Aber ich kam damit echt nicht zurande. Weißt du, John Wolf, bei den Grimms, da ist alles so schön einfach. Da hat ein Vater drei Söhne, die ziehen in die Welt hinaus, zwei sind klug aber eingebildet, die scheitern dann, vollkommen zurecht, und dann kommt der dritte, der ist von eher schlichtem Verstand aber herzensgut, der löst dann die Aufgabe, dann kriegt er die Prinzessin, und wenn er am Ende verheiratet ist, dann ist das Märchen fertig. So schön und übersichtlich muß ein richtiges Märchen sein. Aber die Irländer sehen das halt anders. Das irländische Märchen wird geboren im irischen Kneipendunst, da steht ein Märchenerzähler auf und fabuliert munter drauflos über den siebten von zwölf Söhnen, der erlebt ein haarsträubend unlogisches Abenteuer nach dem anderen, und das Märchen ist zu Ende, wenn das Bier alle ist.

Ich nahm einen tüchtigen Schluck aus meiner Colaflasche und kraulte John Wolf hinter dem rechten Ohr. In Griechenland hätte ich ihm schöne Geschichten mitbringen können. Die alten Gesänge von den Inseln, Geschichten um Helden und Schiffe. Weißt du, John Wolf, wer die geschrieben hat? Das ist der alte blinde Mann, er wohnt am felsigen Chios, seine Lieder bleiben für immer die schönsten.

Nebel ist nicht gut für die Seele. Da saß ich nun auf dem Felsen, es war kalt und feucht, von allen Seiten umgab mich dies weißliche Grau, in dem seltsame Satten waberten, und es ist kein Wunder, wenn einen Menschen dort die Schwermut beschleicht. Die weiße Watte hüllt alle Geräusche ein, und nichts klingt mehr so, wie es sich anhören sollte. Die Wellen vom Ufer, kaum zwei Schritte entfernt, brandeten fremdartig gedämpft an mein Ohr. Und als ich nun mit den Händen einen Schalltrichter formte und ins Nichts hinausrief: "Theodor! Clara! Ludolf!! Himingläfa ahoj!", da warf mir der Nebel ein so unheimliches Echo meiner eigenen Stimme zurück, daß ich es kein zweites Mal versuchte. Irgendwo raschelte Laub, doch kein Wind zerteilte die Nebel vor mir. Ich ließ den Kopf hängen.

"Tränen an Darthulas Grab?" Ich schrak zusammen. John Wolf knurrte leise, doch nicht bösartig, das beruhigte mich etwas. Undeutlich tauchte vor uns aus den Nebeln eine Gestalt auf, kam die wenigen Schritte zu uns herüber. Ich erhob mich und bot dem alten Mann meinen Gruß, der, in fließende, helle Gewänder gehüllt, selbst ein Teil des uns umgebenden Nebels zu sein schien. Eine leichte Wanderharfe, die der Fremde mit sich führte, ließ mich an die "Celtic Folk"-CD denken, mit der uns der leicht zu begeisternde Theodor schon seit Tagen bedröhnte. Doch machte der Alte nicht den Eindruck eines typischen Wirtshausmusikers, auch waren einige der Saiten zersprungen und hingen nun traurig herunter. "Es hat schon lange niemand mehr geweint an Darthulas Grab," murmelte er und tastete nach dem Felsen, auf dem ich gesessen hatte. "Ich habe nicht geweint," widersprach ich. "Doch hast du geweint," sagte er.

"Aber ich höre schon," begann er nach einer Weile des Schweigens, "daß du nicht Darthulas wegen hier bist." "Und weshalb sind Sie hier?" fragte ich. "Bei diesem Nebel bleiben die Menschen für gewöhnlich zu Hause." Er lächelt traurig. "Für mich herrscht immer Nebel," sagte er, und erst jetzt, als ich ihm genau in die Augen sah, bemerkte ich, daß er blind war. Ich schwieg betreten und schaute zu, wie er John Wolf den Nacken kraulte. Er hatte geschickte Finger, die alle Stellen fanden, an denen der Schwarze das Kraulen liebte. Der Harfner mochte demnach kein unrechter Kerl sein, und ich beschloß, Vertrauen zu ihm zu haben, auch wenn er sich an Orten wie diesem herumtrieb.

© Petra Hartmann
Die komplette Story findet ihr hier.


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So sieht sie also aus, die Bogenschützin

Geschrieben von Petra , in Darthula 28 March 2010 · 885 Aufrufe
Darthula, Weltenwanderer, Arcanum und 1 weitere...
Heute habe ich vom Arcanum-Verlag das Cover für meinen Roman "Darthula" bekommen. So sieht sie also aus, die schöne Königstochter aus dem nebligen Selama, die mit ihrem Bogen gegen zehntausend Krieger ankommen wollte ... Das Bild gefällt mir sehr gut, vor allem mag ich die hellen Farben und den schlanken Zuschnitt. Die Helligkeit hat mich etwas überrascht, da Arcanum auf seinen Covern meist viel Schwarz verwendet (und es zum melancholischen Stoff ja auch gepasst hätte) - aber die Überraschung war sehr positiv. Auf meine Frage nach dem Cover-Künstler antwortete mit Jens Salzmann, einer der drei Inhaber von Arcanum: "Wir haben es verlagsseitig selber erstellt. Die Bogenschützin haben wir gekauft, das Portal habe ich fotografiert, bzw. aus einer Fotografie herausgearbeitet." Dass das Portal auf eine Fotografie zurückgeht, hätte ich nicht gedacht.

Ich freue mich schon auf das fertige Buch und bin gespannt, ob es wirklich noch zum Monatsende klappt.

Angehängtes Bild: Darthula.jpg



Apropos Bogenschützen: Meine Recherche nach möglichen Materialien für mittelalterliche Bogensehnen (als ich unschuldig fragende Fantasy-Autorin unter die Mediävisten geriet und beinahe für alle Vergehen meiner Zunftgenossen gesteinigt wurde) könnt ihr jetzt auch auf www.literra.info nachlesen - die Illustration dazu schuf Crossvalley Smith:

Angehängtes Bild: verrucht.jpg


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Darthula IV

Geschrieben von Petra , in Darthula 27 March 2010 · 650 Aufrufe
Darthula, Ossian
Das Cover zum "Darthula"-Roman habe ich noch nicht gesehen, aber seit heute ist auf der Homepage des Arcanum-Verlags der Roman "Weißblatt" zu finden, der ja gewissermaßen der "Pilot" zur Reihe "Weltenwanderer" ist, in der auch mein Kurzroman erscheint. Wenn das Bild eine Prognose ist, dann bin ich ganz zufrieden.

Für die Freunde traurig-schöner Tode hier das Finale des ossianischen Kleinepos, am besten lest ihr es beim Licht des fast vollen Mondes und legt euch eine Schallplatte mit Buckelwalgesängen dazu auf.
(Zum Zurückblättern: Teil I, Teil II, Teil III)


Darthula IV



„Ja, der Feind ist nahe,“ sprach Althos voll rauschender Kraft. „Ich hörte das Schlagen ihrer Waffen an der Küste. Ich sah die dunklen Kränze von Erins Feldzeichen. Die Stimme Cairbars ist leicht zu erkennen, laut wie der Wasserfall Cromlas. Er sah das schwarze Schiff auf dem Meer, bevor die Nacht herabsank. Seine Männer halten Wacht auf Lenas Ebene. Sie erheben zehntausend Schwerter.“
„Laß sie doch zehntausend Schwerter heben,“ sprach Nathos lächelnd. „Die Söhne des wagengetragenen Usnoth werden niemals zittern in Gefahr. Was wirfst Du Deine Gischt heran, brüllende See Erins? Was rüttelst Du Deine finsteren Schwingen, pfeifender Sturm des Himmels? Glaubt Ihr, Stürme, Ihr seid es, die Nathos an dieser Küste festhalten? Nein. Es ist seine Seele, die ihn zurückhält. Althos, bring die Waffen meines Vaters herbei. Du siehst sie den Sternen entgegenleuchtend. Bring den Speer Semos. Er ruht im dunkelbauchigen Schiff.“
Er brachte die Waffen. Nathos kleidete sich in den schimmernden Stahl. Lieblich war der Schritt des Helden, furchtbar die Freude seiner Augen. Er blickt dem herannahenden Cairbar entgegen. Der Wind rauscht in seinem Haar. Darthula steht schweigend an seiner Seite. Ihr Blick ist auf den König gerichtet. Sie bemüht sich, ihr heraufdrängendes Seufzen zu verbergen. Zwei Tränen wachsen in ihren strahlenden Augen.
„Althos,“ sprach Ethas König, „ich sehe eine Höhle dort im Felsen. Birg Darthula dort. Laß Deinen Arm erstarken, mein Bruder. Ardan, wir begegnen dem Feind! Ruf zur Schlacht den finsteren Cairbar. O daß er käme in tönendem Stahl, den Sohn Usnoths zu treffen! Darthula, solltest Du entkommen, nicht sieh auf den gefallenen Nathos. Zieh Deine Segel auf, o Althos! Richte sie nach dem widerhallenden Wäldern meines Landes. Sag dem König, sein Sohn fiel ruhmreich, sein Schwert mied nicht den Kampf. Sag ihm, ich fiel inmitten Tausender. Laß die Freude in seinem Jammer erhaben sein. Tochter Collas! Rufe die Mädchen in Ethas widerhallenden Saal. Laß ihre Lieder aufsteigen für Nathos, wenn der schattenreiche Herbst zurückkehrt. O daß die Stimme Conas, daß Ossian gehört werde zu meinem Ruhm! Dann freute sich mein Geist inmitten der rauschenden Winde.“
Und meine Stimme soll Dich preisen, Nathos, König des waldigen Etha. Die Stimme Ossians soll sich erheben zu Deinem Ruhm, Sohn des hochherzigen Usnoth. Warum war ich nicht auf Lenas Ebene, als die Schlacht begann? Dann hätte das Schwert Ossians Dich verteidigt, oder er selbst wäre gefallen. Wir saßen in jener Nacht in Selma um die mächtige Muschel. Der Wind rauschte draußen in den Eichen. Der Geist der Berge schrie. Rauschend fuhr der Wind durch die Halle und griff sanft in meine Harfe. Der Ton war klagend und dunkel wie Grabesgesang. Fingal hörte es als erster. Die Fülle seiner Seufzer erhob sich in seiner Brust. „Einer meiner Helden ist gefallen,“ sprach der grauhaarige König Morvens. „Ich höre den Laut des Todes auf der Harfe. Ossian, berühre die klingende Saite. Laß Klagelieder erklingen, daß ihre Geister fliegen mögen freudenvoll zu Morvens waldigen Hügeln.“
Ich berührte die Harfe vor dem König, der Ton war gramvoll und tief. ‘Neigt Euch von Euren Wolken hernieder,’ sang ich, ‘Geister meiner Väter, neigt Euch. Legt ab den roten Schrecken Eurer Bahn. Nehmt den gefallenen König auf, komme er aus fernen Landen oder von der rollenden See. Laßt sein Kleid aus Nebel nahen, seinen Speer aus Wolken geformt. Heftet einen halberloschenen Meteor an seine Seite wie das Schwert eines Helden. Und - oh! Laßt seine Erscheinung lieblich sein, daß sich Freunde seiner Gegenwart freuen. Neigt Euch von Euren Wolken,’ sprach ich, ‘Geister der Väter, neigt Euch.’
So klang mein Lied in Selma zur leicht erzitternden Harfe. Doch Nathos an Erins Küste war von Nacht umgeben. Er hörte die Stimme des Feindes im Brüllen der stürmenden Wellen. Schweigend hörte er ihren Stimmen zu und rastete auf seinen Speer gelehnt. Der Morgen erhob sich mit seinem Licht. Wie graue Felsen mit ihren Bäumen erschienen die Söhne Erins, sie schwärmten der Küste entlang aus. Cairbar stand in der Mitte. Düster lächelte er, als er den Feind erblickte. Nathos rauschte voran in seiner Kraft, nicht konnte Darthula zurückbleiben. Sie folgte dem Helden und hob ihren schimmernden Speer. „Und wer sind diese in ihren Waffen, im Stolze der Jugend? Wer als die Söhne Usnoths, Althos und der dunkelhaarige Ardan?“ „Komm,“ rief Nathos, „komm, König des hohen Temora! Laß uns kämpfen hier an der Küste um das weißbrüstige Mädchen. Seine Leute sind nicht bei Nathos, sie sind hinter der rollenden See. Was führst Du Deine Tausend gegen Ethas König? Du flohst vor ihm in der Schlacht, als die Freunde um seinen Speer versammelt waren.“ „Junger Mann mit Stolz im Herzen, soll Erins König gegen Dich kämpfen? Deine Väter waren nicht unter den Berühmten noch unter den Königen. Gibt es Waffen besiegter Feinde in Deinem Saal? Oder Schilde als alten Zeiten? Cairbar ist berühmt in Erin, nicht kämpft er mit Schwächlingen.“
Tränen entrannen dem wagengetragenen Nathos. Er wandte den Blick zu seinen Brüdern. Ihre Speere flogen gleichzeitig. Drei Helden lagen am Boden. Hellauf erglänzten ihre Schwerter. Die Reihen Erins wichen wie eine dunkle Wolkenbank dem Windstoß. Da sammelte Cairbar sein Kriegsvolk, und sie spannten tausend Bogen. Tausend Pfeile flogen. Die Söhne Usnoths stürzten blutüberströmt. Sie stürzten wie drei junge Eichen, die auf einem Hügel stehen. Der Wanderer sah die lieblichen Bäume und fragte sich, wie sie allein dort wachsen konnten. Der Wüstenwind kam in der Nacht und warf ihr grünes Haupt nieder. Den nächsten Tag kam er zurück, doch sie waren vergangen, und die Heide war leer.
Darthula stand in stummer Trauer und sah ihren Fall. Keine Träne mehr war in ihrem Auge. Doch ihr Blick ist voll wilder Trauer. Ihre Wange war blaß. Ihre zitternden Lippen brachen ein halbausgesprochenes Wort ab. Ihr dunkles Haar flog im Wind. Der düstere Cairbar kam. „Wo ist Dein Geliebter nun, der wagengetragene König Ethas? Sahst Du die Hallen Usnoths oder die dunklen, braunen Berge Fingals? Meine Schlacht hätte gebrüllt auf Morven, hätten nicht die Winde Darthula getroffen. Fingal selbst wäre erlegen, und Kummer wohnte in Selma.“ Ihr Schild fiel von Darthulas Arm. Ihre weiße Brust wurde sichtbar, doch war sie rot von Blut. Ein Pfeil stak in ihrer Seite. Sie sank auf den gefallenen Nathos wie eine Schneeflocke. Ihr Haar breitete sich über sein Gesicht.
„Tochter Collas, Du bist dahin,“ sangen Cairbars hundert Barden. „Schweigen liegt auf den blauen Strömen Selamas. Truthils Stamm ist erloschen. Wann wirst Du Dich erheben in Deiner Schönheit, erste unter Erins Mädchen? Lang ist Dein Schlaf im Grabe, der Morgen weit entfernt. Nicht wird die Sonne an Dein Bett treten und sprechen: Erwache, Darthula, erwache, erste der Frauen. Der Wind des Frühlings weht draußen im Freien: Die Blümen schütteln ihre Häupter auf den grünen Bergen, die neuergrünten Wipfel des Waldes heben und senken sich wie Meereswellen. Geh heim, o Sonne. Collas Tochter liegt im Schlaf. Nicht wird sie heraustreten in ihrer Schönheit. Nicht mehr wird sie vorwärtsschreiten in Lieblichkeit.“ So war das Lied der Barden, als sie das Grabmal errichteten. Ich selbst sang an dem Grabe, als der König Morvens kam, als er kam ins grüne Erin zur Schlacht gegen den wagengetragenen Cairbar.



© Petra Hartmann


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Warten auf Darthula

Geschrieben von Petra , in Darthula 26 March 2010 · 835 Aufrufe
Darthula, Ossian
Mein Roman Darthula ist noch nicht erschienen, aber ich kann hier schon einmal über die ersten Leserreaktionen berichten.

Stinksauer auf mich war meine Mutter. Ich hatte sie nach Abschluss der Schreibarbeit zum Korrekturlesen des Darthula-Romans verdonnert. Anfangs war sie recht begeistert, da es ja um eine hochromantische Liebesgeschichte geht. Aber ihr glaubt gar nicht, wie sie geschimpft hat, als ich am Ende keinen meiner Helden am Leben ließ. Sagte ich noch nicht, dass es ein Buch ohne Happy End ist?

Etwas freundlicher fiel die Reaktion meiner Betaleserin Charlie aus. Bis zur der Stelle, als die Truppen des abgewiesenen Königs plötzlich vor dem Burgtor standen. "Die haben ja auch wirklich nicht damit gerechnet, aber wirklich überhaupt nicht ...", fand ich als spitze Bemerkung an den Rand gekritzelt. Immerhin, ihre restlichen Kommentare waren recht ermutigend.

Die bisher letzte Meinung zum überarbeiteten Text kam jetzt von meiner Lektorin Marlene: "Ich habe mit Freuden deine Geschichte über Selama und Darthula gelesen! Ich finde sie sehr spannend – sie ist mitreißend, gut strukturiert und logisch aufgebaut. Man kann sich in die Personen hineinversetzen und ein Stück weit ihre Ansichten und Gefühle übernehmen." Das ist doch sehr ermutigend. Sie hatte zwar immer noch ein paar "Gurken" gefunden, aber den Nebelgeistern sei Dank noch vor dem Druck ... Tja, und jetzt sind die Leser dran.

Damit ihr euch schon mal auf das traurige Ende vorbereiten könnt, hier der dritte Teil des alten Ossiantextes (zum Zurückblättern: Teil I und Teil 2).



Darthula III

„Ich begegnete,“ sprach der Held, „dem Kampf in meiner Jugend. Mein Arm konnte den Speer noch nicht heben, als die Gefahr erstmals sich erhob. Meine Seele erstrahlte im Angesicht des Krieges wie ein schmales Tal ergrünt, wenn die Sonne ihr Licht verströmt, bevor sie ihr Haupt im Sturm verbirg. Wer einsam auszieht, erlebt eine traurige Freude dabei. Er sieht Dunkelheit, die langsam herankriecht. Meine Seele erstrahlte in Gefahr wie ein Stern, der nachts über dem Hügel erglänzt. Die Wolke rückt heran und bedroht das liebliche Licht. Wir sind im Land der Feinde. Die Winde betrogen uns, Darthula. Die Macht unserer Freunde ist fern wie die Berge von Etha. Wo finde ich Frieden für Dich, Tochter des mächtigen Colla? Die Brüder Nathos’ sind tapfer, und sein eigenes Schwert ist kampferprobt. Doch was sind Usnoths Söhne gegen das Heer des dunklen, braunen Cairbar. Ach daß die Winde Deine Segel gebracht hätten, Oscar, König der Männer! Du versprachst, zu kommen zu den Schlachten des gefallenen Cormac. Dann wäre meine Hand stark wie der flammende Arm des Todes. Cairbar erzitterte in seinen Hallen, und Fieden wohnte um Darthula. Aber warum sankest Du, meine Seele? Die Söhne Usnoths mögen siegen.“

„Und sie werden siegen, o Nathos!“ sprach sich erhebend die Seele des Mädchens. „Niemals wird Darthula erblicken die Hallen des düsteren Cairbar. Gib mir die kupfernen Waffen, die glänzen vom Licht der fallenden Sterne. Ich sehe sie matt im dunkelbauchigen Schiff liegen. Darthula wird in stählerne Schlachten ziehen. Geist des edlen Collar! Ich erblicke Dich dort auf der Wolke. Wer ist der Betrübte an Deiner Seite? Ist es der wagengetragene Truthil? Soll ich betreten die Hallen dessen, der Selamas König erschlug? Nein, niemals werde ich das tun, Geister meiner Liebe!“

Freude stieg auf in Nathos’ Antlitz, als er das Mädchen mit der weißen Brust hörte. „Tochter Selamas, Du erhellst meine Seele. Komm mit Deinen Tausenden, Cairbar! Die Kraft Nathos’ kehrte zurück. Du, o alter Usnoth, sollst nicht hören, daß Dein Sohn floh. Ich erinnere mich Deiner Worte in Etha, als ich meine Segel setzte zur Fahrt nach Erin, zu den Mauern Turas. ‘Du gehst,’ sprach er, ‘o Nathos, zum König der Schilde. Du gehst zu Cuthullin, dem König der Männer, der niemals floh vor einer Gefahr. Laß Deinen Arm nicht schwach sein, noch richte Dein Denken auf Flucht, daß nicht der Sohn Semos sage, Ethas Stamm sei schwächlich. Seine Worte können zu Usnoth dringen und seine Seele betrüben in der Halle.’ Eine Träne rollte über meines Vaters Wange. Er gab mir sein glänzendes Schwert.

„Ich kam zur Bucht von Tura. Doch Turas Säle waren still. Ich blickte um mich, doch niemand war dort, um mir zu berichten vom Sohne des hochherzigen Semo. Ich trat in die Halle der Muscheln, wo die Waffen seines Vaters hingen. Doch die Waffen waren fort, und der alte Lamhor saß dort in Tränen. ‘Woher kommen die stählernen Waffen?“ sprach Lamhor und erhob sich. ‘Das Leuchten des Speers war lange fort von Turas dunklen Mauern. Kommst Du von der rollenden See? Oder aus Temoras jammervollen Hallen?’ ‘Wir kommen von See,’ sprach ich, ‘von Usnoths aufragenden Türmen. Wir sind die Söhne Slissamas, der Tochter des wagengetragenen Semo. Wo ist Turas König, Sohn des stillen Saales? Doch was soll Nathos fragen? Denn ich sehe Deine Tränen. Wie fiel der Mächtige, der Sohn des einsamen Tura?’ ‘Nicht fiel er,’ entgegnete Lamhor, ‘wie der schweigende Stern der Nacht, wenn er durch die Dunkelheit fliegt und dann nicht mehr ist. Er war wie ein Meteor, der fern ins Land hinabschoß. Der Tod begleitete seinen traurigen Weg. Dies ist ein Zeichen des Krieges. Jammervoll sind die Ufer von Lego und das Brüllen des strömenden Lora. Dort fiel der Held, Sohn des edlen Usnoth.’ ‘Der Held fiel inmitten der Schlacht,’ sprach ich, und ein Seufzer brach aus mir hervor. ‘Seine Hand war stark im Krieg. Dunkel saß der Tod hinter seinem Schwert.’

„Wir kamen zu Legos tönenden Ufern. Wir fanden sein aufragendes Grabmal. Seine Kampfgefährten saßen dort, seine Barden vieler Lieder. Drei Tage klagten wir um den Helden. Am vierten schlug ich an den Schild Caithbats. Die Helden scharten sich freudig um mich und hoben ihre glänzenden Speere. Gorlath war nahe mit seinem Heer, der Freund des wagengetragenen Cairbar. Wir kamen wie ein Strom bei Nacht. Seine Helden fielen vor uns. Als das Volk im Tal erwachte, sah es ihr Blut im Morgenlicht. Wir aber zogen weiter wie Nebelschwaden, zu Cormacs widerhallendem Saal. Unsere Schwerter hoben sich, den König zu verteidigen. Doch Temoras Hallen waren leer. Cormac war gefallen in der Blüte seiner Jugend. Der König Erins war nicht mehr.

„Traurigkeit ergriff die Söhne Erins. Langsam, traurig wichen sie. Wie Wolken, die lange mit Regen drohten hinter den Bergen verschwinden. Die Söhne Usnoths zogen in ihrer Trauer hin zu Turas tönender Bucht. Wir durchquerten Selama. Cairbar wich zurück wie der Nebel von Lena, wenn ihn der Wind verweht. Da war es, als ich Dich erblickte, o Darthula! Wie das Licht der Sonne Ethas. ‘Lieblich ist Dein Glanz,’ sprach ich. Das gedrängte Seufzen meiner Brust erhob sich. Du kamst in Deiner Schönheit, Darthula, zu Ethas gramvollen König. Doch die Winde betrogen uns, Tochter Collas, und der Feind ist nahe.“

(Fortsetzung folgt ...)



© Petra Hartmann


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"Darthula" im Endspurt

Geschrieben von Petra , in Darthula 25 March 2010 · 701 Aufrufe
Darthula, Ossian
Zur Einstimmung auf meinen Darthula-Roman, der in den nächsten Tagen erscheinen soll: Lesestoff zu Darthula, Ossian und Schriftstellersorgen ...

"Daughter of heaven, fair art thou ..." - so schrieb es der gute Ossian, bzw. sein Ghostwriter Macpherson. Das altertümelde Kleinepos, das Grundlage meines Darthula-Romans ist, entpuppte sich als ganz schön verzwickt. Vor allem durch die ständigen Rückblenden ist der Handlungsbogen ziemlich verschachtelt. Das mag damals unheimlich modern gewesen sein. Aber ein Buch, das mir heute permanent mit langen erzählenden Einschüben zur Vorgeschichte der Helden den Lesefluss stört, lässt mich meist an den Fähigkeiten des Autors zweifeln. Mir war ziemlich schnell klar, dass ich die Struktur entwirren und mich lieber an einen einzigen, linearen Erzählfaden halten sollte. Wie kann es denn auch sein, dass Darthula und Nathos nach endlos langer Überfahrt an einer fremden Küste stranden, und plötzlich fühlt sich die Heldin bemüßigt, ihrem Geliebten zu erklären, wieso er sie überhaupt retten und per Schiff entführen musste? Nach dem ersten Teil meiner Übersetzung hier nun also ...


Darthula II

Doch nun ist Nacht um Dich. Die Winde haben Deine Segel betrogen, die Winde betrogen Deine Segel, Darthula. Ihr Brausen tönt in der Höhe. Laß ab eine Weile, o Nordwind! Laß mich hören die Stimme der Lieblichen. Deine Stimme ist lieblich, Darthula, in den heulenden Winden. „Sind dies die Felsen Nathos’?“ sprach sie, „dies das Rauschen Deiner Bergströme? Kommt dies Licht aus Usnoths nächtlichem Saal? Nebel breiten sich aus ringsum, das Licht ist schwach und weit entfernt. Doch das Licht der Seele Darthulas leuchtet im König von Etha. Sohn des hochherzigen Usnoth, warum dieser gebrochene Seufzer? Sind wir im Land der Fremden, König des widerhallenden Etha?“
„Dies sind nicht die Felsen von Nathos,“ erwiderte er, „noch ist dies das Brausen seiner Ströme. Kein Licht scheint aus dem Saale Ethas, denn sie sind weit entfernt. Wir sind im Land der Fremden, im Land des grausamen Cairbar. Die Winde betrogen uns, Darthula. Hier erhebt Erin seine Berge. Geh nach Norden, Althos. Du, Ardan, richte Deine Schritte der Küste entlang, daß der Feind nicht im Dunkel komme und unsere Hoffnung auf Etha scheitere. Ich selbst will dort zu dem bemoosten Turme gehn und nachschaun, wer bei diesem Licht wohnt. Raste, Darthula, am Strand. Raste in Frieden, liebliches Licht. Nathos’ Schwert ist um Dich wie der Blitz des Himmels.“
Er ging. Sie saß allein. Sie hörte das Rollen der Wellen. Eine Träne im Auge, späht sie nach dem rückkehrenden Nathos. Ihre Seele bebt im Wind. Sie wendet ihr Ohr seinen Tritten zu. Seine Tritte sind nicht zu hören. „Wo bist Du, Sohn meiner Liebe! Das Brüllen des Windes umgibt mich. Dunkel ist die wolkenverhangene Nacht. Aber Nathos kehrt nicht zurück. Was hält Dich auf, König von Etha? Trafen Feinde den Helden auf seinem Weg durch die Nacht?“
Er kehrte zurück. Doch seine Miene war dunkel. Er sah seinen dahingegangenen Freund. Es war die Mauer Turas. Einsam wandelte dort der Geist Cuthullins. Das Seufzen seiner Brust verstummte nicht. Die erloschene Flamme seiner Augen war Schrecklich. Sein Speer war eine Säule aus Nebel. Sterne blickten trüb durch seine Gestalt. Seine Stimme klang hohl wie Wind in Felsenhöhlen, sein Auge war wie ein schwaches Licht aus der Ferne. Er erzählte von seiner Begegnung voll Kummer. Die Seele Nathos war traurig wie die Sonne an einem Nebeltag, wenn ihr Antlitz wässrig und trübe blickt. „Warum bist Du traurig, o Nathos,“ sagte die liebliche Tochter Collas. „Du bist wie ein Pfeiler aus Licht für Darthula. Die Freude ihrer Augen ist Ethas König. Wo ist ein Freund für mich, wenn nicht Nathos? Mein Vater, mein Bruder ist gefallen. Schweigen wohnt in Selama. Traurigkeit breitet sich aus über die blauen Ströme meines Landes. Meine Freunde sind gefallen mit Cormac. Die Mächtigen wurden erschlagen in den Schlachten Erins. Höre, Sohn Usnoths! Höre, o Nathos, die Geschichte meines Kummers:
„Der Abend lag dunkel auf der Ebene. Die blauen Ströme wichen vor meinen Augen. Windstöße, auf- und abschwellend, fuhren rauschend durch die Wipfel der Wälder Selamas. Mein Sitz war unter einem Baum auf den Wällen meines Vaters. Truthils Bild zog an meiner Seele vorbei, der Bruder meiner Liebe. Abwesend war er, im Kampf gegen den stolzen Cairbar. Auf seinen Speer gestützt nahte sich mir der grauhaarige Colla. Sein Antlitz war betrübt und dunkel, und Trauer wohnte in seiner Seele. Sein Schwert hing an der Seite des Helden, der Helm seines Vaters saß auf seinem Haupte. In seiner Brust wuchs ein Kampf an. Er suchte, seine Tränen zu verbergen. ‘Darthula, meine Tochter, sprach er, Du bist die letzte von Collas Stamm. Truthil ist im Kampf gefallen. Der König von Selama ist nicht mehr. Cairbar kommt, mit tausend Männern rückt er vor zu Selamas Mauern. Colla wird seinem Stolz begegnen und seinen Sohn rächen. Aber wo soll ich für Dich Schutz finden, Darthula mit dunklem, braunen Haar? Lieblich bist Du wie ein Sonnenstrahl vom Himmel, und Deine Freunde sind schwach.’
‘Ist der Sohn im Kampf gefallen?’ brach ein Seufzer aus mir hervor. ‘Leuchtet die große Seele nicht mehr über das Schlachtfeld? Mein Schutz, Colla, liegt in diesem Bogen. Ich habe gelernt, wilde Tiere zu treffen. Ist nicht Cairbar wie ein Hirsch in der Wüste, Vater des gefallenen Truthil?’
Das alte Gesicht hellte sich auf vor Freude. Die Tränenfülle seiner Augen strömte herab. Die Lippen Collas zitterten. Sein grauer Bart wehte im Wind. ‘Du bist die Schwester Truthils,’ sprach er, ‘in Dir brennt das gleiche Feuer wie in seiner Seele. Nimm, Darthula, nimm diesen Speer, diesen ehernen Schild, den polierten Helm. Sie sind die Beute eines Kriegers, eines Sohns der frühen Jugend. Wenn die Sonne heraufzieht über Selama, ziehen wir aus, den wagengetragenen Cairbar zu treffen. Doch bleib nahe dem Arm Collas, im Schatten meines Schildes. Dein Vater, Darthula, konnte dich einst schützen, doch nun zittert das Alter in seiner Hand. Die Kraft seines Arms ist gewichen. Seine Seele ist verdunkelt von Kummer.’
Wir verbrachten die Nacht in Sorge. Das Morgenlicht erschien. Ich erschien, gerüstet zur Schlacht. Vor mir schritt der grauhaarige Held. Die Söhne Selamas scharten sich um den tönenden Schild Collas. Aber nur noch wenige waren sie auf der Ebene, und ihre Locken waren grau. Die Jugend war gefallen mit Truthil im Kampf des wagengetragenen Cormac. ‘Freunde meiner Jugend,’ sprach Colla, ‘so saht Ihr mich noch nie in Waffen. So zog ich nicht aus zur Schlacht, als der große Confaden fiel. Doch Ihr seid bedrückt von Kummer. Die Dunkelheit des Alters kommt heran wie der Nebel der Wüste. Mein Schild ist schadhaft geworden im Laufe der Jahre. Mein Schwert hing als Schmuck an der Wand. Ich sprach zu meiner Seele: Dein Lebensabend soll ruhig sein, Dein Scheiden wie das Sinken der Sonne. Doch der Sturm kehrte zurück. Ich bog mich wie eine alte Eiche. Meine Äste fielen nieder auf Selama. Ich zitterte an meinem Ort. Wo bist Du mit Deinen gefallenen Helden, o mein geliebter Truthil? Du antwortest nicht aus den rauschenden Stürmen. Die Seele Deines Vaters ist traurig. Doch ich will nun nicht mehr traurig sein. Cairbar oder Colla, einer muß fallen. Ich fühle die Kraft des Armes zurückkehren. Mein Herz schlägt zum Kampfgetöse.’
Der Held zog sein Schwert. Die schimmernden Klingen seines Volkes hoben sich. Sie zogen hinaus aufs Feld. Ihr graues Haar wehte im Wind. Cairbar saß beim Festmahl in der stillen Ebene Lonas. Er sah die Helden heranstürmen. Er rief seine Heerführer. Was soll ich Nathos erzählen, wie die Schlacht anwuchs? Ich sah Dich inmitten Tausender wie den Strahl des Himmelsfeuers. Es ist schön, doch schrecklich. Der Speer Collas flog. Er gedachte der Schlachten seiner Jugend. Ein Pfeil flog sirrend heran. Er bohrte sich in die Flanke des Helden. Er stürzte auf den widerhallenden Schild. Furcht ergriff meine Seele. Ich schirmte ihn mit meinem Schild. Doch meine Brust hob sich und wurde gesehen. Cairbar kam mit dem Speer. Er erkannte das Mädchen von Selama. Freude breitete sich aus über sein dunkles, braunes Gesicht. Er hielt den erhobenen Speer zurück. Er errichtete ein Grabmal für Colla. Er brachte mich Weinende nach Selama. Er sprach von Liebe, doch meine Seele war traurig. Ich sah die Schilde meiner Väter, das Schwert meines Bruders Truthil. Ich sah die Waffen der Toten. Tränen rannen meine Wangen hinab. Dann kamst Du, o Nathos, und der düstere Cairbar floh. Er floh wie ein Geist aus der Wüste vor dem Morgenlicht. Sein Heer war fern, und schwach war sein Arm gegen Deinen Stahl. Was bist Du traurig, o Nathos?“ fragte Collas liebliche Tochter.

(Fortsetzung folgt ...)



© Petra Hartmann


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Countdown für "Darthula"

Geschrieben von Petra , in Darthula 24 March 2010 · 969 Aufrufe
Darthula, Ossian
Mein Roman "Darthula" soll - laut Auskunft des Arcanum-Verlags - zum Ende dieses Monats erscheinen. Als kleine Einstimmung stelle ich in den nächsten Tagen mal ein wenig Quellenmaterial ein.

"Darthula" ist eine Geschichte, die ich schon seit 1996 mit mir herumtrage. Zu der Zeit hing ich gerade zwischen Magisterabschluss und Promotiosstart und hielt es für eine gute Idee, mir endlich einmal die Werke von Ossian zu Gemüte zu führen. Ihr wisst schon, damals, als Goethe seinen Werther schrieb, war die gesamte literarische Welt im Ossianfieber. Die merkwürdigen Gesänge, Epen, rhythmisierte Prosa oder dramatische Dialogszenen, die der Schotte James Macpherson (1736-1796) als angebliche Übersetzungen alter gälischer Urkunden veröffentlichte, begeisterten vor allem die die Deutschen, Ossian wurde gefeiert als "Homer des Nordens" ...
Ich muss gestehen, dass ich mit einer gewissen Arroganz an den alten Wälzer herangegangen bin. Jetzt schaue ich mir mal die geniale Fälschung an, auf die der olle Goethe so schön reingefallen ist (hihi). Ja, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Ich hatte kaum die ersten Gesänge gelesen, da hatte auch mich das Fieber gepackt. Alle Synapsen im Gehirn schienen in Flammen zu stehen, meine Nerven schienen geradezu zu brennen, und plötzlich kapierte ich nicht nur, was in den alten Büchern immer mit "es befiel ihn ein schweres Nervenfieber" gemeint war. Mir war auch völlig klar, warum Werther sich Lotte gegenüber nicht mehr unter Kontrolle hatte, als er ihr seine Ossianübersetzungen vorlas ...
Das Fieber hatte mich gepackt. Mein Hirn glühte. Gedankenfetzen schossen mir durch den Kopf, dass ich kaum noch hinterherkam. Besorgniserregend für einen sonst so ruhigen Denker wie mich ;-) Es gab nur eine Möglichkeit der Selbstheilung: Ich musste eine Geschichte darüber schreiben. Und zwar über das kleine Epos "Darthula", das es mir schon von der ersten Begegnung angetan hatte. Und um eine gute Grundlage dafür zu haben, setzte ich mich hin, um das angestaubte Englisch in mein geliebtes Deutsch zu übertragen. Im Hintergrund nudelte während der ganzen Zeit übrigens eine Schallplatte mit den Gesängen der Buckelwale, um die richtige traurig-schöne Stimmung zu erzeugen. Ich setzte mich also hin und schrieb ...


Darthula

Tochter des Himmels, schön bist Du! Das Schweigen Deines Antlitzes ist freundlich. Du trittst heraus in Lieblichkeit. Die Sterne säumen Deine blaue Bahn im Osten. Die Wolken erfreuen sich in Deiner Gegenwart, o Mond! Sie lassen ihre dunklen, braunen Ränder erglänzen. Wer gleicht Dir im Himmel, Licht der stillen Nacht? Die Sterne stehn beschämt in Deiner Gegenwart. Sie wenden ihre leuchtenden Blicke ab. Wohin gehst Du zur Ruhe von Deiner Bahn, wenn das Dunkel mit Deiner Fortdauer wächst? Hast Du Deine Halle wie Ossian? Wohnst Du im Schatten des Kummers? Fielen Deine Schwestern vom Himmel herab? Sind die sich bei Nacht mit Dir freuten nicht mehr? Ja, sie sind gefallen, schönes Licht. Und Du ziehst dich oft zurück zu klagen. Du selbst wirst verblassen eines Nachts und Deinen blauen Pfad am Himmel verlassen. Dann erheben die Sterne ihr Haupt: Sie, die Deine Gegenwart beschämte, werden sich freuen. Doch noch bist Du gekleidet in Deine Strahlkraft. Schau aus Deinen Toren im Himmel. Jag’ die Wolken auseinander, o Wind! Daß die Töchter der Nacht herausblicken können, daß die zottigen Berge erstrahlen und der Ozean seine weißen Wellen im Lichts kraust.

Nathos ist in der Tiefe, und Althos, das Licht der Jugend. Ardan ist bei seinen Brüdern. Sie irren durch das Dunkel ihres Weges. Die Söhne Usnoths fliehen in der Finsternis vor dem Zorn Cairbars von Erin. Wer ist das, dunkel an ihrer Seite? Die Nacht verhüllt ihre Schönheit. Ihr Haar seufzt im Wind des Meeres. Ihr Kleid fließt nieder in dunklen Ringen. Sie ist wie der helle Geist des Himmels inmitten des schattigen Nebels. Wer anders ist es als Darthula, die erste der Mädchen von Erin? Sie floh vor der Liebe Cairbars mit Nathos, dem Träger des blauen Schildes. Aber die Winde trogen Dich, o Darthula. Sie versagten Deinen Segeln das waldige Etha. Dies sind nicht die Berge Nathos’, noch ist dies das Brüllen seiner Brandung. Die Hallen Cairbars sind nahe: Die Türme des Feindes erheben ihr Haupt. Erin schiebt seine grüne Landzunge weit ins Meer hinaus. Turas Bucht nimmt auf das Schiff. Wo wart ihr, Südwinde, als die Söhne meiner Liebe betrogen wurden? Aber ihr spieltet in den Ebenen, verwehtet die Bärte von Disteln. O daß ihr gerauscht hättet in Nathos’ Segeln, bis die Hügel Ethas sich erhoben! Bis sie aufragten in ihren Wolken und ihren heimkehrenden König sahen! Lange warst Du fort, Nathos. Der Tag Deiner Heimkehr ist dahin.

Doch das Land der Fremden sah Dich, Lieblicher! Lieblich warst Du in den Augen Darthulas. Dein Antlitz war wie das Morgenlicht, Dein Haar wie die Schwinge des Raben. Deine Seele war freigebig und mild wie die Stunde des Sonnenuntergangs. Deine Worte waren wie der Wind im Schilf, wie der fließende Strom von Lora. Doch wenn sich Schlachtgetöse erhob, warst Du wie das Meer bei Sturm. Das Dröhnen Deiner Waffen war schrecklich. Das Heer zerstob beim Laut Deines Heranstürmens. Da war es, als Darthula Dich erblickte von der Höhe ihres bemoosten Turmes, vom Turme Selamas, wo ihre Väter wohnten. „Lieblich bist Du, o Fremder,“ sprach sie, denn ihre bebende Seele erwachte. „Schön bist Du in Deinen Schlachten, Freund des gefallenen Cormac. Warum stürmst Du vorwärts in Deiner Tapferkeit, junger Krieger mit gerötetem Antlitz? Wenig sind Deine Hände im Kampf gegen den dunklen, braunen Cairbar. O daß ich frei wäre von seiner Liebe! Daß ich mich freuen dürfte der Gegenwart Nathos’! Glücklich sind die Felsen Ethas. Sie werden seine Wege sehen auf der Jagd, sie werden seine weiße Brust sehen, wenn die Winde sein fließendes Haar wehen lassen.“ So waren Deine Worte, Darthula, auf den moosigen Türmen Selamas.

Doch nun ist Nacht um Dich. Die Winde haben Deine Segel betrogen, die Winde betrogen Deine Segel, Darthula. Ihr Brausen tönt in der Höhe. Laß ab eine Weile, o Nordwind! Laß mich hören die Stimme der Lieblichen. Deine Stimme ist lieblich, Darthula, in den heulenden Winden. „Sind dies die Felsen Nathos’?“ sprach sie, „dies das Rauschen Deiner Bergströme? Kommt dies Licht aus Usnoths nächtlichem Saal? Nebel breiten sich aus ringsum, das Licht ist schwach und weit entfernt. Doch das Licht der Seele Darthulas leuchtet im König von Etha. Sohn des hochherzigen Usnoth, warum dieser gebrochene Seufzer? Sind wir im Land der Fremden, König des widerhallenden Etha?“ „Dies sind nicht die Felsen von Nathos,“ erwiderte er, „noch ist dies das Brausen seiner Ströme. Kein Licht scheint aus dem Saale Ethas, denn sie sind weit entfernt. Wir sind im Land der Fremden, im Land des grausamen Cairbar. Die Winde betrogen uns, Darthula. Hier erhebt Erin seine Berge. Geh nach Norden, Althos. Du, Ardan, richte Deine Schritte der Küste entlang, daß der Feind nicht im Dunkel komme und unsere Hoffnung auf Etha scheitere. Ich selbst will dort zu dem bemoosten Turme gehn und nachschaun, wer bei diesem Licht wohnt. Raste, Darthula, am Strand. Raste in Frieden, liebliches Licht. Nathos’ Schwert ist um Dich wie der Blitz des Himmels.“

(Fortsetzung folgt)



© Petra Hartmann


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Neu im März: "Darthula"

Geschrieben von Petra , in Darthula 16 February 2010 · 748 Aufrufe
Darthula, Weltenwanderer, Arcanum
Der Klappentext für meinen Roman "Darthula, Tochter der Nebel" ist fertig:

"Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Kairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ..."

Der alte ossianische Gesang von Darthula und Nathos inspirierte Dichter wie Herder und Karoline von Günderode, begeisterte Komponisten wie Brahms und Schubert oder Thomas Linley junior und forderte Heinrich Heine zu beißendem Spott heraus. Und jetzt bin ich halt auch dabei ;-)

(... und nein, der Roman hat absolut nichts mit einem pfeilwerfenden Vampir zu tun.)

Der Roman erscheint im März im Arcanum-Verlag und gehört zu den ersten drei Titeln der Reihe "Weltenwanderer", die insgesamt 18 Kurzromane umfasst. Es handelt sich übrigens um keine Serie, sondern um 18 völlig selbstständige, unter einander nicht verbundene Geschichten, die vor rund einem Jahr als Beiträge zu einem Wettbewerb des Verlags eingereicht wurden.

Hier der vorläufige Zeitplan:

März 2010:
Engelsgesang - Sina Geiß
Darthula - Petra Hartmann
Joie de la Curt - Perrudja

April 2010:
Einhornjagd - Nathalie Gnann ---> Veröffentlicht unter dem Titel "Einhornblut"
Verbotene Stadt - Tanja Rast ---> Veröffentlicht unter dem Titel "Stadt im Schnee"

Mai 2010:
Bund der Schatten - Wolfgang Tanke
Esther S. Schmidt: Der Trollring

Juli 2010:
Kinder der Dunkelheit - Lilith Kirchner
Das Turnier von Eskendrion - Steffen Gaiser

August 2010:
Spiralmond - Margareta Simari

September 2010:
Rabenfeder - Barbara Schinko
Kun - im Auftrag der Göttin - Sascha Menghin

Oktober 2010:
Zwischen den Toren - Susanne Nort
Königin der verlorenen Stadt - Andrea Sondermann

November 2010:
Der Weg der Macht - Paul Wimmer
Chimaera - Stefan Wernert ---> Veröffentlicht unter dem Titel "Chimaerenrache"

Dezember 2010:
Die vierte Macht - Astrid Pabst ---> Veröffentlicht unter dem Titel "Der Drachensucher"
Drachenzeit - Jakob Schrumpf






Falkenblut, 2020

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Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Widar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …
Es ist eine schaurige Welt, in der sich die junge Walküre behaupten muss. Doch Valkrys wäre keine echte Falkin, wenn sie einem Kampf aus dem Weg gehen würde. Todesmutig und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor stürzt sie sich in die Begegnungen mit Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfen, Berserkern, Hexen, Meerungeheuern und dem furchtbaren Totenschiff Naglfari.

 

 

Petra Hartmann: Falkenblut.

Sibbesse: Hottenstein, 2020.

Broschiert, 247 S., Euro 11.

ISBN 978-3935928991

 

Bestellen im Hottenstein-Verlags-Shop

 

Bestellbar unter anderem bei Amazon

Hörbuch: Drachen! Drachen! 2020

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Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren. Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren: Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.

 

Herausgeber: Petra Hartmann, Frank G. Gerigk

Sprecher: Tim Schmidt

Blitz-Verlag

Ungekürzte Lesung

mp3-Download

611 Minuten, 495.91 MB

9783991093435

 

Zu bestellen unter anderem bei Thalia oder bei Amazon.

Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 14,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

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Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Nächste Lesungen / Termine

Lesungen

 

Samstag, 17. Juli: Radio-Lesung aus "Geisterreiter" in der Sendung "High Noon" auf Radio Tonkuhle. Beginn: 12 Uhr. Livestream: https://stream.tonku...de/tonkuhle.mp3

 

Samstag, 14. August: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke". Freibad Rhüden, Wilhelm-Busch-Straße 1, 38723 Seesen – OT Rhüden. Beginn: 15 Uhr.

 
Samstag, 14. August: Lesung aus "Falkenblut". Freibad Rhüden, Wilhelm-Busch-Straße 1, 38723 Seesen – OT Rhüden. Beginn: 20 Uhr.
 
Samstag, 4. September: Lesung aus "Falkenblut" in der Kneipe "Zum Trollmönch", Trollmönch 2, 38640 Goslar. Beginn: 19.30 Uhr.

 

Samstag, 18. September 2021: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke". Buchmesse "Buch im Wald" in Leimen/Pfalz.  Beginn: 14.30 Uhr.

 

Samstag, 18. Dezember: Weihnachtsmärchen in der Goslarer Kneipe "Zum Trollmönch", Trollmönch 2, 38640 Goslar. Beginn: 19.30 Uhr.

 

Sonntag, 19. Dezember: Weihnachtsmärchen in der Goslarer Kneipe "Zum Trollmönch", Trollmönch 2, 38640 Goslar. Beginn: 19.30 Uhr.

 

 

 

 

Buchmessen, Cons, Büchertische

 

Samstag und Sonntag, 18. und 19. September 2021: Buch im Wald

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher:

www.twitter.com/PetraHartmann

 

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www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

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Nestis auf Twitter:

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Die Falkin auf Facebook:

https://www.facebook.com/FalkinValkrys

 

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

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Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms: http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl: http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

 

Leserunde zu "Falkenblut" auf Lovelybooks: https://www.lovelybo...263/2687604262/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.
Falkenblut. Sibbesse: Hottenstein-Verlag, Sommer 2020.

eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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