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Achtung Übernachtung! Das Geheimnis um das blaue Gespenst (Rezension, #63)

Geschrieben von Sierra , 15 July 2021 · 127 Aufrufe

Achtung Übernachtung! Das Geheimnis um das blaue Gespenst (Rezension, #63) Achtung Übernachtung! Das Geheimnis um das blaue Gespenst (Rezension)
Einmal auf eine Party gehen, zu der nur Erwachsene Zutritt haben? Diesen Wunsch würden wohl viele Kinder mit Matz und Hühnchen teilen, den beiden Protagonisten in Sabine Städings Kinderroman Achtung Übernachtung. Die Art und Weise, wie es den beiden Protagonisten gelingt, eine solche Feier verbotenerweise zu besuchen, dürfte gerade jüngere Leser*innen interessieren, für die die Welt der Erwachsenen noch ein Faszinosum darstellt. Und auch Kostüme und Verkleidungen sind Elemente, die die Fantasie von Kindern anregen, erlauben sie es den Protagonisten doch, auf heimliche Weise zu ihrem Ziel zu gelangen. Wie die Jungen einen Plan aushecken, um sich auf die Party einzuschleichen, und es auch tatsächlich dorthin schaffen, führt auf der Handlungsebene zu vielen spannenden Situationen. Viel Teamgeist und ein ausgeklügeltes Gespensterkostüm – dank Sehschlitzen können sie beim Laufen sogar Hindernissen ausweichen – kommen den Jungen dabei zugute. Spannend ist auch das Handlungsende: Matz und Hühnchen beobachten einen als Känguru verkleideten Dieb und vermögen ihn sogar zu überführen. Dieser überraschende Handlungsausgang ist eine Kriminalgeschichte im Kleinen und wird viele junge Leser gut unterhalten.

Die Handlung ist abwechslungsreich und originell – etwa mit Blick auf die Idee, dass sich die beiden Jungen ihr Kostüm von einem anderen Jungen nähen lassen, der Modedesigner werden will. Dass der Leser bis zum Schluss weiterlesen will, hat aber auch viel mit den sympathischen Hauptfiguren zu tun, die die jungen Leser*innen im Hinblick auf deren Lebenswelten ansprechen: Viele Kinder können sicher Hühnchens Enttäuschung darüber gut nachempfinden, dass ihn seine Eltern nicht auf die Feier mitnehmen wollen. Ähnliche Auseinandersetzungen um eigene Freiheiten sind ihnen auch aus dem eigenen familiären Alltag bekannt. Dementsprechend handeln Matz und Hühnchen vertraut, was gerade jungen Lesern die Identifikation mit dem Freunde-Duo und den Nachvollzug ihrer Entscheidungen erleichtert.

Abschließend lässt sich folgendes Fazit ziehen: Städings Kinderroman ist nicht nur durchweg spannend und witzig, sondern spart sich – typisch Abenteuerroman – die größte Überraschung für den Handlungsausgang auf. Dass Hühnchen und Matz zu ‚Gespensterdetektiven‘ werden und einen Dieb überführen müssen, verleiht der Kostümparty eine neue Dimension und schafft weitere Leseanreize. Hervorzuheben sind schließlich das ansprechende Coverbild – Matz und Hühnchen öffnen einen Vorhang in der Form einer riesigen Gespenstermaske und verschaffen sich Zugang zur Party – und die gelungenen Innenillustrationen. Dank des witzigen Zeichenstils von Anna-Lena Kühler werden so auch ungeübte Leser*innen ‚mitgenommen‘ und zum Weiterlesen motiviert. (bf)


Gesamteindruck: ++++ (4 / 5)

Bibliographische Angaben:
Sabine Städing: Achtung Übernachtung! Das Geheimnis um das blaue Gespenst. Stuttgart: Thienemann-Esslinger. 2020. 114 S. 11,00 EUR.

Diese Rezension ist erstmals erschienen auf den Seiten von boys & books: klick!



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Unter 'Augenblicks-Sonnen' - eine kurze Notiz zu Lems SF-Roman "Transfer / Powrót z gwiazd" (#58)

Geschrieben von Sierra , 07 March 2021 · 535 Aufrufe
Science Fiction, Stanislaw Lem und 1 weitere...
Unter 'Augenblicks-Sonnen' - eine kurze Notiz zu Lems SF-Roman "Transfer / Powrót z gwiazd" (#58) Normalerweise geht es in Erst-Kontakt-Szenarien eher um Begegnungen von Astronaut*innen mit Außerirdischen im Weltall oder auf anderen Planeten. Und das geht ja dann bekanntlich mal besser oder schlechter aus.
Ungewöhnlich ist Stanislaw Lems Roman "Transfer" (poln. "Powrót z gwiazd", 1961), weil er eine Situation beschreibt, in der sich die Menschen selbst so fremd geworden sind, dass ihre Wiederbegegnung ebenfalls einem Erstkontakt ähnelt. Als Hal Bregg, Lems Protagonist, von einer zehnjährigen Weltraumexpedition auf die Erde zurückkehrt, sind hier aufgrund des Einsteinschen Zeitparadoxons bereits 127 Jahre vergangen. Die Menschen nehmen Bregg als unheimlichen Außerirdischen wahr, der 'anders' ist. Gleichermaßen wirkt die Erde auf ihn (und die Leser*innen) wie ein fremdartiger Planet.
Besonders spannend finde ich den Handlungsbeginn, als sich Bregg durch ein überdimensioniertes und ziemlich phantastisch anmutendes Bahnhofsareal hindurchkämpfen muss, um zu seinem 'Sozialhelfer' zu gelangen, der seine Wiedereingliederung auf der Erde begleiten soll. Ein Zitat:

...Beinahe war ich schon überzeugt, daß ich auf diese Art nie zu einem Ausgang gelangen würde. Wenn ich die ungefähre Fahrtdauer nach oben berechnete, mußte ich mich noch in dem freischwebenden Bahnhofsteil befinden: ich behielt auf alle Fälle weiter dieselbe Richtung.
Plötzlich war Leere um mich. Himbeerfarbene Platten mit funkelnden Sternchen, Reihen von Türen. Die nächste war nur angelehnt. Ich sah hinein: irgendein großer breitschultriger Mann tat im selben Moment dasselbe, bloß von der entgegengesetzten Seite aus, ich war es selbst — im Spiegel. Ich öffnete die Tür etwas weiter: Porzellan, silbrige Rohre, Nickel — Toiletten.
Fast hätte ich gelacht, aber im Grunde war ich eher benommen.
Ich drehte mich schnell um: ein anderer Gang, milchweiße vertikal fließende Streifen. Die Lehne der Rolltreppe war weich und warm, ich zählte die abwärts gleitenden Stockwerke nicht. Immer mehr Menschen fuhren mit mir aufwärts. Sie hielten bei emaillierten Kästen an, die bei jedem Schritt aus der Wand wuchsen: ein Druck mit dem Finger, irgend etwas fiel in die Hand, sie steckten es in die Taschen und gingen weiter. Ich weiß selbst nicht, warum ich genau dasselbe tat wie der Mann im weiten lila Anzug vor mir: eine Taste mit einer kleinen Vertiefung für die Fingerkuppe, ein Druck, und direkt in die vorgehaltene Hand fiel mir ein farbiges, halb durchsichtiges Röhrchen, das angewärmt schien. Ich schüttelte es, brachte es mir vor die Augen — irgendwelche Pillen? Nein. Ein Korken? Es hatte keinen Korken, überhaupt keinen Verschluß. Wozu diente es? Was machten die anderen damit? Sie steckten es in ihre Taschen. Die Aufschrift auf dem Automaten: LARGAN. Ich stand, wurde geschubst. Urplötzlich kam ich mir vor wie ein Affe, dem man eine Füllfeder oder ein Feuerzeug gibt; für eine Zehntelsekunde überkam mich blinde Wut, ich biß die Zähne zusammen. Blinzelnd und leicht gebeugt schloß ich mich dem Strom der Gehenden an. Der Gang erweiterte sich, war jetzt schon ein Saal. Feurige Lettern: REAL AMMO REAL AMMO.
Zwischen den Weitereilenden, über ihren Köpfen, erblickte ich ganz fern ein Fenster. Das erste Fenster. Panoramisch, riesig.
Wie ein flachgelegtes Nachtfirmament. Bis zum Horizont von einem glühenden Nebel erfüllt — farbige Galaxien, dichtgedrängte spiralige Lichter, Feuerscheine zitternd über Wolkenkratzern, Straßen: eine wurmartige Bewegung der Leuchtperlen und darüber, senkrecht, das Wimmeln der Neone, Federbüsche und Blitze, Räder, Flugzeuge und Flaschen aus Feuer, rote Pusteblumen der Signallichter auf Türmen, Augenblicks-Sonnen und Blutstürze von Reklamen, mechanisch, gewaltig.
Ich stand und schaute, hörte hinter mir die rhythmische Bewegung Hunderter von Füßen. Plötzlich verschwand die Stadt, und ein riesiges, drei Meter großes Gesicht erschien.... (Stanislaw Lem: Transfer. München: dtv, 1995. S. 20 f.)

Warum erinnere ich hier an "Transfer"? Ich musste vor Kurzem an die Lektüre des Romans zurückdenken, als ich einige sehr gelungene Bilder von Joanna Karpowicz zu Lems Roman gesehen habe. Ihre Online-Galerie findet sich hier: https://roklema.pl/w...anny-karpowicz/ (bf)


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"Boys & Books" – eine neue Buchempfehlungsseite für Jungen (Top-Titel 09/16 – 2/2017), #47

Jugendliteratur, Kinderliteratur und 3 weitere...
"Boys & Books" – eine neue Buchempfehlungsseite für Jungen (Top-Titel 09/16 – 2/2017)

Der Verein boys & books hat eine gleichnamige Buchempfehlungsseite ins Leben gerufen, die zweimal im Jahr aus den Neuerscheinungen des deutschsprachigen Buchmarkts je fünf Top-Titel für die vier Altersgruppen (8+, 10+, 12+, 14) präsentiert. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der Literaturwissenschaftlerin Professorin Dr. Christine Garbe und ihren MitarbeiterInnen an der Universität Köln. Nachdem die Webpage nach ihrer Erstellung im Jahr 2012 zunächst ein reines Rezensionsportal war – mit dem Ziel der Leseförderung von Jungen –, hat sie nun mehr den Charakter eines Literaturpreises.

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Die Jury-Mitglieder sichten die Neuerscheinungen für ihre Altergruppe und wählen ihre Favoriten anhand eines kriteriengeleiteten Bewertungsbogens aus, in zweimal jährlich stattfindenden Treffen wird die Vorauswahl diskutiert und es werden dann endgültig die "Top-Titel" festgelegt.
Ich habe im Frühjahr dieses Jahres mit viel Spaß an der Sache bei dem Auswahlprozess in der Jury der Altersgruppe 10 + mitgearbeitet. Trotz der vielen Neuerscheinungen haben wir uns sehr einvernehmlich – Christian Dudas Roman "Gar nichts von allem" bildete die Ausnahme von der Regel :devil: – auf unsere "Top-Liste" festgelegt:

So überlebte ich das Schuljahr trotz Aliens, Robotern und der grausamen Missy
Jennifer Brown >>mehr

Broccoli-Boy rettet die Welt
Frank Cottrell Boyce >>mehr


Jack, der Monsterschreck. Band 1: Den Letzten beißen die Zombies,
Max Brallier >>mehr


Der Blackthorn-Code. Band 1: Das Vermächtnis des Alchemisten
Kevin Sands >>mehr

Game Over. Wir retten die Welt
Susanne Rauchhaus>>mehr

Zu meiner "Vorgeschichte" mit dem Projekt: Als ich gefragt wurde, ob ich an einer Mitarbeit Interesse hätte, habe ich gar nicht lange gefackelt und sogleich zugesagt. Ich finde es sympathisch, dass boys & books – im Unterschied zu manchen anderen Literaturpreisen – keine Berührungsängste mit Genre- und Unterhaltungsliteratur für junge Leser hat. Ganz im Gegenteil erkennt boys & books ihr Potential für die Leseförderung von Jungen an, sieht aber angesichts der Vielzahl der Neuerscheinungen auch die Notwendigkeit der Orientierung und Auswahl.
Ich erhoffe mir zudem von dem Projekt Impulse für eine Neubewertung der phantastischen Literatur im Rahmen der Leseförderung, etwa in Schulen oder Bibliotheken. Dass bei unserem ersten Durchgang u.a. neben Rauchhaus' SF-Comicroman "Game Over – Wir retten die Welt" auch die Anti-(Super)heldengeschichte "Broccoli Boy", die Dystopie "Stone Rider" mit Anklängen an "Mad Max" und Morton Rhues dystopisches Seefahrerabenteuer "Creature – Gefahr aus der Tiefe" eine Empfehlung bekamen, nehme ich als positives Signal wahr. Kinder und Jugendliche selbst müssen von diesen phantastischen Lesestoffen wohl kaum überzeugt werden, schließlich sind Phantastik und Science Fiction (Collins' "Tribute von Panem", Dashners "Maze Runner" etc.) nach wie vor recht beliebt bei jungen Lesern. (bf)


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Bonn-Anthologie "Tanz der Kirschblüten" im Erscheinen (#37)

Geschrieben von Sierra , in In eigener Sache, Phantastik, Unkategorisiert 25 March 2017 · 1210 Aufrufe
Bonn, Stories, Kurzgeschichten und 2 weitere...

In Kürze erscheint im Kid-Verlag die von mir herausgegebene Bonn-Anthologie "Tanz der Kirschblüten", die auf einer Ausschreibung aus dem vergangenen Jahr beruht. Anmerkung zum Titel: Die Bonner Altstadt ist für ihre Kirschbäume bekannt, die jedes Jahr im April aufblühen und zum Spazierengehen und Fotografieren einladen. (bf)

Klappentext des Verlags:

Ehemalige Kurfürstenresidenz und Bundeshauptstadt, heute Sitz der Vereinten Nationen, Campus City mit großzügigen Parkanlagen – Bonn ist großstädtisch und ruhig zugleich. Manch einer sagt: Heimelig. Doch auch hier gibt es Geschichten über Ereignisse, die sich nicht immer rational auflösen lassen.
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Der von Bartholomäus Figatowski herausgegebene Band enthält 12 Erzählungen über solche Ereignisse. In „Die Glocken von Beuel“ werden ebendort die Einwohner von dem Glockenspiel der Pfarrkirche St. Josef aus dem Schlaf gerissen, obwohl kein Glöckner im Kirchturm zugegen ist. Jahrzehnte später versuchen akribische Wissenschaftler dieses ‚Wunder‘ aufzuklären. In „Tanz der Kirschblüten“ wird die Altstadt zu einem Schicksalsort, an dem das Leben eines Kindes eine phantastische Wende nimmt. Am Rheinufer in Castell wird eine Leiche gefunden, die aus der Römerzeit stammt und doch kaum gealtert zu sein scheint. Und immer wieder taucht ein Namen auf: Ludwig van Beethoven.

AutorInnen und Texte: Jörg Weigand Die Glocken von Beuel / Günter Vollmer: Das Bonnzelmännchen / Monika Niehaus: Die schöne Else / Jessica Findling: Tanz der Kirschblüten / Rainer Schorm: Wasser / Karla Weigand: Ad majorem Dei gloriam/ Udo Weinbörner: Das Dornbusch Phänomen / Hans-Dieter Furrer:Sehsucht / Karsten Beuchert: Die Lanze des Mauricius / Silke Vogt: Himmel und Hölle / Diana-Isabel Scheffen: Kunst am Brückenmännchen / Jörg Weigand: Es war einmal

Bibliografische Angabe: (Hrsg.): Tanz der Kirschblüten - Phantastische Geschichten aus Bonn
Titelbild: Martin Welzel. 165 Seiten, Preis: 12,80 €, ISBN 978-3-929386-73-8.


Link zur Verlagsankündigung.




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#25 Merry Christmas!

Geschrieben von Sierra , in Unkategorisiert, Verschiedenes, In eigener Sache 24 December 2016 · 1016 Aufrufe
Weihnachten, Jazz, Köln, Krippe
Zum Glück hat sich gestern auch im Rheinland das Dimensionstor ( :thumb:) geöffnet und es ist kurz vor knapp doch noch so etwas wie Weihnachtsstimmung bei mir aufgekommen. "Schuld" daran hatte auch der Kölner Weihnachtsmarkt auf dem Roncalliplatz am Dom: Wie jedes Jahr versuche ich es dorthin zum Konzert der TroJazz Bigband zu schaffen. Gestern gelang es und ich hatte zwischen den Weihnachtsmarktständen und unter einem imposanten Lichterzelt viel Spaß mit den hiesigen Jazz-Interpretationen von "Swinging Christmas"....

Allen Boardlern und Blog-KollegInnen auch von mir Frohe Weihnachten!


Ein von mir geknipstes Motiv der Kölner Stadtkrippe am Dom:

Angehängte Grafiken

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#7 Susanne Rihas und Eva Rudofskys »Schätze der Erde« (Besprechung)

Geschrieben von Sierra , 03 July 2016 · 612 Aufrufe
Sachbilderbuch, Biologie und 5 weitere...

Das Sachbilderbuch von Susanne Riha und Eva Rudofsky widmet sich zwanzig bedeutenden »Schätzen der Erde«: von Wasser, Holz und Steinen, über Obst-, Gemüse- und Getreidesorten bis hin zu Baumwolle, Zucker und Salz. Neben zentralen Sachinformationen zu den einzelnen Schätzen werden Bastel- und Experimentiervorschläge sowie Koch- und Backideen vermittelt. Eingefügtes Bild

Riha (Texte und Bilder) und Rudofsky (Vektorgrafiken) ging es nicht nur darum, ein Sachbuch über wichtige »Schätze der Erde« zu verfassen. Dass sie den Titel ihres Buches in einem doppelten Sinn auch als Aufforderung verstehen, die Erde wertzuschätzen, ist bereits beim ersten Durchblättern ihres Werks zu spüren. Bei der Vermittlung dieses Anliegens kommen die Autorinnen ohne moralische Unterweisung oder dem Entwurf apokalyptischer Bedrohungsszenarien aus. Ganz im Gegenteil: Ihre Botschaft kommt indirekt und kindgerecht zum Ausdruck. Sie spiegelt sich in den liebevollen und detailgetreuen Illustrationen der Schätze, in spannenden Informationen, die den kindlichen Leser staunen lassen und in den Bastelanleitungen, Rezepten und Experimenten, die zum Selbermachen einladen und gleichzeitig vor Augen führen, zu welch schönen und nützlichen Dingen die Schätze Verwendung finden können. Sie reichen von Klecksbildern (Wasser), über Nistkästen (Holz) und Pizzasternen (Tomate) bis hin zu Popkorn (Mais), Zitronenigel gegen Wespen (Zitronen) oder einer Schale aus Wollfäden (Baumwolle) - um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Die Sachinformationen sind sehr pointiert und in einfacher Sprache dargestellt, so dass die Texte bereits Vorschulkindern vorgelesen werden können und von ihrem Umfang her nicht überfordern. Der Textzugang wird zudem durch die Bilder unterstützt, die wichtige Aspekte aufgreifen und veranschaulichen. Begrüßenswert ist auch, dass Fakten ausgewählt wurden, die mit der Lebenswelt kindlicher Leser in Beziehung stehen bzw. für sie besonders interessant erscheinen. Dies gilt für Hinweise zu Wasserverbrauch, Fair-Trade-Schokolade, nachhaltige Forstwirtschaft, Vollkorn, Heilpflanzen - zu denen auch die Zwiebel gehört -, die Notwendigkeit des Waschens von Obst vor dem Verzehr und ähnliches. Sie alle beinhalten Verhaltenstipps, die konkret im Alltag umgesetzt werden können.

Gelungen sind auch der Aufbau und die Struktur der dargestellten Inhalte. Jedem Schatz ist eine Doppelseite gewidmet, die stets gleich aufgebaut ist und dadurch gerade für Kinder sehr überschaubar ist: Links befinden sich Sachtext, farblich hervorgehobene Details und die Aktionsvorschläge. Rechts sind die Illustrationen zum Sachtext zu sehen sowie eine kurze Anmerkung zu einem herausragenden statistischen Faktum, Erntezeit und Herkunft des Schatzes. Leider gibt es kein Inhaltsverzeichnis, das ein schnelles, gezieltes Nachschlagen erleichtern würde. Die Anzahl von insgesamt zwanzig Schätzen macht andererseits aber auch kein langes Suchen erforderlich. Aufgrund vieler praktischer Ideen und einer leserfreundlichen Textgestaltung eignet sich das Werk auch für den Einsatz in der Grundschule, etwa im Sachunterricht oder als Grundlage für ein umweltpädagogisches Projekt. (sb)

 

Bibliografische Angaben: Susanne Riha und Eva Rudofsky: Schätze der Welt. Innsbruck: Tyrolia, 2015. 48 Seiten. ISBN-10: 370223487X.

[Rezension zuerst erschienen in: Datenbank der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW. Für den vorliegenden Blog-Beitrag leicht überarbeitet.]




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#3 Nick Mamatas' »Northern Gothic« (Besprechung)

Geschrieben von Sierra , in Phantastik, Rezension, Unkategorisiert 17 May 2016 · 581 Aufrufe
Rezension, new york, phantastik

Zu meinen Lieblingsautoren gehört der New Yorker Autor Nick Mamatas, der in Romanform zuletzt 2014 eine Zombi-Dystopie namens »The Last Weekend« veröffentlichte. Hier eine ältere Besprechung seiner Schauergeschichte »Northern Gothic«, die deutschsprachig als Liebhaberausgabe in der Edition Phantasia (2007) erschienen ist, aber auch nach wie vor preisgünstig im englischspr. Original bei Soft Skull Press lieferbar ist.


Beurteilung

Wenn es um die kulturelle Bedeutung der amerikanischen Freiheitsstatue geht, wird immer wieder ein dem irischen Dramatiker George Bernard Shaw zugeschriebenes Zitat kolportiert. »Man nennt mich allenthalben einen Meister der Ironie, aber auf die Idee, ausgerechnet im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre nicht einmal ich gekommen.« Alles andere als abwegig ist es, eine Rezension von Nick Mamatas’ »Northern Gothic«, eine New Yorker Schauergeschichte, mit Shaws Ausspruch zu beginnen. Denn Mamatas’ timeslip-Roman erzählt eine wenig ruhmreiche Geschichte New Yorks, die Shaw wohl nicht nur in ihren schroffer Ablehnung des amerikanischen Freiheitsmythos und der Mär vom selfmade man gefallen hätte.
Die beiden Handlungsstränge der Geschichte, die alternierend auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen, werden von Mamatas in phantastischer Manier miteinander verwoben. Der erste Handlungsstrang spielt im Sommer des Jahres 1863, also 23 Jahre vor der Einweihung der Freiheitsstatue, und schildert den verhängnisvollen Amoklauf eines jungen irischen Dockarbeiters. Wie viel sein Leben wert ist, erfährt William Patten von einem Aushang der amerikanischen Regierung in New York, die alle waffentauglichen jungen Männer zum Wehrdienst ruft: brutale 300 Dollar, seinen ganzen Jahresgehalt, müsste er berappen, um den Bürgerkrieg zu verweigern. Den drohenden Fronttod vor Augen, machen die Hafenarbeiter den Sündenbock im eigenen Lager aus und rotten sich unter Pattens Anführerschaft zusammen, um gegen den Einsatz farbiger Arbeiter zu protestieren, die dieselbe Arbeit für noch weniger Gehalt machen und so angeblich die Löhne kaputtmachen. Der Streik gerät außer Kontrolle und wird zur Lynchjagd, die schließlich in die Brandsetzung eines Waisenhauses für farbige Kinder und in die Schändung und Tötung farbiger Arbeitskollegen mündet. Schließlich greift die Armee ein und Patten wird standrechtlich erschossen, um noch im Moment seines Todes seine Rechte als freier und weißer Amerikaner zu beschwören.
Die zweite Handlungsebene spielt im Juli 1998: Ahmadi Jenkins, ein schwuler Afro-Amerikaner, zieht aus South Carolina nach New York und nimmt zufällig eine Wohnung in dem Haus, in dem Patten vor hundertvierzig Jahren gelebt hat. Jenkins scheitert sowohl in seinem Versuchen, als Tänzer in New York Fuß zu fassen, als auch Freundschaften zu knüpfen – so wird er von seinem Freund Sammy ausgenutzt und brutal vergewaltigt. Die Erzählebenen vermischen sich und die Geschehnisse aus dem 19. Jahrhundert werfen ihren Schatten bis in Jenkins’ Gegenwart. Bei einem Spaziergang zum Hudson River begegnet ihm ein Afro-Amerikaner, der, in panischer Angst gelyncht zu werden, in den Fluss springt. Jenkins rettet ihn vor den Augen von Sammy, der im Wasser jedoch nichts erkennen kann. Zudem plagen Jenkins »böse Gedanken«: »Daß ich ein Sklave war, daß ich vergewaltigt wurde, daß man mir die Eier abgeschnitten hat. Nichts Unterbewußtes, weißt Du, nur... Terror, aber auch wie eine Erinnerung.« Jenkins’ Pechsträhne geht weiter, als dann ausgerechnet noch seine Wohnung abbrennt und er zu persona non grata und einem öffentlichen Ärgernis wird: »In den vergangenen Tagen hatten Ahmadis harmlose Gutmütiger-Trottel-Schwingungen nachgelassen und waren einer zunehmend ausgeprägteren Wilder-Negerstamm-Aura gewichen. Der Mann im Kiosk wusste schon, daß er ihn besser nicht anlächeln oder allzu aufdringlich anstarren sollte, wenn er zum Geldautomaten ging und sich ohne Geld herauszunehmen wieder entfernte. Gestern konnte er noch alten Damen zulächeln und die lächelten zurück. Heute hasteten sie wie auf einer Pfütze voll Murmeln an ihm vorbei und hielten schützend ihre Handtaschen fest. Gestern hatte er dazugehört. Heute bildete er die Vorhut einer Armee von Straßenräubern, Heroinsüchtigen und obdachlosen, zahnlosen Bürgersteigpissern und verkommenen Subjekten. […] Ein Stupser der Stiefelspitze eines Polizisten und er war keine quietschvergnügte Schwuchtel mehr, sondern ein muskulöser und möglicherweise derangierter analphabetischer Nigger.« Bei dem Versuch, die Stadt zu verlassen, wird Jenkins schließlich von einem Taxifahrer überfahren und muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden. In einem Schlafsaal, den er sich mit acht älteren Patienten teilt, wird er in einer letzten Traumvision von William und seinem weißen Lynchmob aufgesucht.
Meisterhaft bedient sich Mamatas den Konventionen des timeslip-Romans, wie etwa der geisterhaften Kommunikation zwischen Jenkins und Patten, um Kontinuitäten von Rassismus in den USA aufzuzeigen, die Anschließbarkeit der Jetzt-Zeit an den blindwütigen Rassenhass der ›Gründungsväter‹ von New York. Die Darstellung des Gewaltausbruchs im New Yorker Hafen ist nicht nur ein minutiös recherchiertes und historisch verbürgtes Beispiel, wie Gewalt entsteht, wenn die Abstraktion empirischer Realität in schizophrene Phantasmagorie mündet und sich Unterbewusstes in eruptiver Gewalt entlädt, der Roman ist nicht nur Krankengeschichte, sondern auch Gesellschaftskritik: Wenn etwa bei Pattens Erschießung ein junger Soldat, noch fast ein Kind, an ihm vorbeischießt und sich mit ihm solidarisiert, wird deutlich, dass die Beseitigung des Rassenhasses dem Kampf mit der Hydra in der griechischen Mythologie ähnelt.

Eingefügtes Bild Und fast mühelos gelingt Mamatas am Beispiel Jenkins die Vermittlung der Erkenntnis, dass Afro-Amerikaner auch noch im vermeintlich liberalsten Umfeld enormen Zwängen und Abhängigkeiten ausgeliefert sind. New York wird dabei als eine Stadt der Illusionen sichtbar, die nur mangelhaft ihre weiterhin schwelenden Kämpfe, die Galgenbäume und sozialen Widersprüche kaschiert. Den Leser erschaudern lässt also weniger die phantastische Geistergeschichte als die dargestellte Fremdbestimmung, Leere und Verlogenheit der metropolitanen und metrosexuellen Gesellschaft, die immer feinere Methoden entwickelt, Schwächere auszugrenzen und zu beherrschen. Zusätzlich verstörend wirkt dabei die Teilnahmslosigkeit und blutleere Lethargie Jenkins, die etwa an die Figur Karl Rossmanns in Kafkas »Amerika«-Roman erinnert.
Der edlen Aufmachung des Romans in einer limitierten und durch ansprechende Zeichnungen von Thomas Franke und Reinhard Kleist bereicherten Sonderedition zum Trotz ist »Northern Gothic« kein Sammlerstück, das im Regal verstauben darf. Ganz im Gegenteil: Dass Literatur und Subversion heutzutage durchaus noch eine Menge miteinander zu tun haben, brachte Mamatas in einem Interview mit Joachim Körber (phantastisch! Nr. 28) selbst auf den Punkt: »Für mich sind Bücher und die amerikanische Kultur schon längst nicht mehr ein und dasselbe; Lesen, besonders Science Fiction und Fantasy ist Gegenkultur in den USA.« Wer sich von der Gültigkeit dieser Selbstauskunft überzeugen will, greife zu »Northern Gothic«. (bf)

Gesamteindruck: +++++ (5/5)

Bibliografische Angaben: Dt. Erstausgabe: Nick Mamatas: »Northern Gothic«. Eine New Yorker Schauergeschichte. Aus dem Amerikanischen von Joachim Körber. Mit je fünf Illustrationen von Thomas Franke und Reinhard Kleist. Edition Phantasia 2007, 154 Seiten, ISBN 978-3-924959-78-4

[Rezension zuerst erschienen in: phantastisch! 30. April 2008. ISSN 1616-8437. Für den vorliegenden Blog-Beitrag leicht überarbeitet.]







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Zitat des Monats

„All judgment of literature by genre is tripe. All judgment of a category of literature as inherently superior or inferior is tripe. […] There are many bad books. There are no bad genres.“ (Ursula K. Le Guin)

 

[Ursula K. Le Guin: Genre: A Word Only the French Could Love. In: The James Tiptree Award Anthology 1. Tachyon Publications, 2005, S. 68.]

 

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(Quelle: Wikipedia: Le Guin in 2009. Ursula Le Guin. Photo by Marian Wood Kolisch. CC BY-SA 2.0)

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