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Eine strittige Fahrtkostenabrechnung und Abrechnungen allgemein


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181 Antworten in diesem Thema

#1 Gast_Frank Böhmert_*

Gast_Frank Böhmert_*
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Geschrieben 23 November 2010 - 10:47

1. Worum geht es?

Um eine Reise des SFCD-Kassierers Herbert Thiery am 24.10.2009 zu Marianne Sydow nach Buckau in Brandenburg, deren Fahrtkosten er dem SFCD in Rechnung gestellt und diese auch erstattet bekommen hat.


2. Was ist an der Fahrtkostenabrechnung strittig? -- Alles.

Bei Reisekostenabrechnungen sind in der Regel drei Fragen berührt:
  • Ob ein dienstlicher Auftrag für die Reise bestand.
  • Ob die Umstände der Reise eine Abrechnung als Dienstreise gestatten.
  • Ob die Abrechnung als solche korrekt ist.
Ich will im Folgenden zeigen, warum ich denke, dass alle drei Fragen hier mit Nein beantwortet werden müssen.


3. Hat Herbert Thiery für diese Reise einen Auftrag seitens des Vorstands gehabt? -- Nein.

Diese Frage lässt sich am einfachsten beantworten. Dazu heißt es im Protokoll der Vorstandssitzung vom 30.11.10 ausdrücklich: "Der Vorstand stellt fest, dass es keinen expliziten Auftrag gegeben hat. Dies ist auch so nicht besprochen worden. Es gibt keinen Protokollvermerk und auch in den persönlichen Aufzeichnungen gibt es dafür keine Hinweise." (Beleg hier)

Fazit: Er hatte also keinen Auftrag.


Allerdings stellt der Vorstand auf seiner Sitzung am 30.11.10 weiterhin fest: "Gleichwohl konnte auf der Basis der Diskussion fälschlicherweise ein Auftrag abgeleitet werden." (Beleg hier)

Fehler und Missverständnisse sind natürlich immer möglich. Hier ist jedoch die sachliche Frage zu klären, ob die Satzung überhaupt zulässt, dass Aufträge durch eine "Diskussion" vergeben werden.

Zur Form dieser Diskussion führt Beirat Martin Stricker weiter aus: "Herbert hat die im Vorum (dem internen Forum des SFCD-Vorstands) stattgefundenen Diskussionen als Auftrag verstanden." (Beleg hier)


4. Darf man aus einem Gespräch oder einer Forumsdiskussion einen Auftrag ableiten? -- Nein.

§ 7 der Satzung schreibt vor, dass "[d]ie von den Vereinsgremien gefaßten Beschlüsse [...] schriftlich niederzulegen und vom jeweiligen Versammlungsleiter und dem Verfasser der Niederschrift zu unterzeichnen" sind. (Beleg hier)

Vereinsgremien im Sinne der Satzung sind laut § 9 die Mitgliederversammlung und der Vorstand (Beleg hier).

Daraus folgt: Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und zu unterzeichnen.

Aber, könnte man nun argumentieren, steht denn nicht in § 6 der Satzung eine Kann-Vorschrift: "Vorstandsbeschlüsse können auch schriftlich gefaßt werden"? (Beleg hier)

Nein, nur nach unsauberer Lesart.

In § 6 wird die Beschlussfassung der Organe des Vereins geregelt, das heißt, die Art und Weise, wie Beschlüsse überhaupt zustandekommen. Ich zitiere den eben angeführten Satz einmal im Zusammenhang: "Beschlüsse werden, soweit in dieser Satzung nicht anders vorgesehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefaßt, wobei Stimmenthaltungen als ungültige Stimmen gewertet werden. / Stimmberechtigt sind alle Mitglieder. Ein Mitglied kann bis zu drei weitere Mitglieder mit schriftlicher Stimmvollmacht vertreten; dies gilt nicht bei Vorstandssitzungen. / Vorstandsbeschlüsse können auch schriftlich gefaßt werden." (Beleg hier)

Das heißt nicht mehr, als das der Vorstand seine Beschlüsse im Gegensatz zu den mündlichen Beschlüssen der Mitgliederversammlung auch in Schriftform treffen kann. Die Vorstandsmitglieder können per Brief oder E-Mail oder in ihrem internen Forum beschließen. Eine Vereinfachungsregelung.

Zusammengefasst: Die (mündlichen) Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die (mündlichen oder auch schriftlichen) Beschlüsse des Vorstands sind schriftlich niederzulegen und zu unterzeichnen. Irgendwo in dieser Forumsdiskussion hätte eine deutlich erkennbare Abstimmung und Beschlussfassung stattfinden müssen.

Fazit: Die Satzung verbietet, dass eine bloße Forumsdiskussion als Auftrag gelten kann.


5. Fand die Fahrt im Interesse des Vereins statt? -- Wahrscheinlich nicht.

Was Herbert in Buckau wollte, ist unklar.

In seinem Bericht über den Besuch der Sammlung Ehrig heißt es lapidar, er sei "für den SFCD ins Brandenburgische gereist" (Beleg Andromeda Nachrichten 228, Januar 2010, S. 8).

Marianne Ehrig gegenüber erklärte er sich anders: "In seiner ersten Mail an mich zu diesem Thema schrieb Herbert Thiery (im Januar 2009), er wolle um den Hansecon Ende Oktober herum ein paar Tage Urlaub nehmen und bei dieser Gelegenheit mit Familie die Villa Galactica besuchen. Unter anderem verband er mit dem Besuch die Hoffnung, seine Frau würde angesichts der Sammlung Ehrig mehr Verständnis für Herbert Thierys eigene Sammlung entwickeln können." (Beleg hier)

Sie führt weiter aus: "Hätte ich auch nur den leisesten Grund zu der Annahme gehabt, daß die ganze Aktion nur dazu diente, einen Bericht für AN zu schreiben, hätte ich Herbert entsprechendes Material zur Verfügung gestellt" (Beleg wie oben)

Diese Reise fand also zu einem Zweck statt, der für alle außer dem Reisenden offensichtlich bis heute unklar blieb; es ist davon auszugehen, dass die Reise mindestens teilweise privat motiviert war.

Dafür sprechen auch die Umstände der Reise, denn sie fand ja offenbar gemeinsam mit der Familie statt.

Herbert Thiery erklärte auf der Vorstandssitzung vom 30.11.2010 zwar, dass die Reise nicht im Rahmen eines Familienurlaubs stattfand. Laut seiner Gastgeberin Marianne Sydow stellte er das ihr gegenüber aber anders dar. (Belege siehe oben) Marianne Sydow erwähnt dabei ausdrücklich "das Gasthaus Haug in Rottstock", das ihm eine Rechnung ausgestellt habe (Beleg hier), und erklärt ebenso ausdrücklich: "Er war hier mit Frau und Sohn." (Beleg hier) Dies bestätigt auch Martin Stricker, der gegenüber Marianne Sydow im SFCD-Forum erklärt: "Der Vorstand wußte durch Herberts Postings im Vorum, daß er eine Reise zu Dir mit seiner Familie plante." (Beleg hier)


6. Gestatten die Umstände der Reise eine Abrechnung als Dienstreise? -- Nein.

Bei einer Reise, die ausschließlich zu Dienstzwecken unternommen wird, stellt sich diese Frage nicht. Sie wird erst relevant, wenn eine Reise teils privaten, teils dienstlichen Zwecken diente.

Dann muss sauber abgegrenzt werden zwischen privaten Ausgaben und solchen, die erstattungsfähig sind. Anderenfalls käme man in den Ruch, sich z.B. eine Urlaubsreise von anderen unberechtigterweise (teil)finanzieren zu lassen.

Diese Abgrenzung ist nicht immer einfach. Es empfiehlt sich, auf Nummer sicher zu gehen und sich an dem zu orientieren, was Finanzämter akzeptieren. Das ist auch Grundlage von z.B. haushaltsfähigen Ausgaben, wenn man als e.V. staatliche Zuschüsse erhält.

Bis vor wenigen Jahren war es so, dass gemischte Reisekosten grundsätzlich komplett nicht abgerechnet werden durften.

Der Bundesfinanzhof gestattet inzwischen die Abrechnung von gemischten Reisekosten, also solchen, die zum einen Teil "privat veranlasst", zum anderen jedoch "dienstlich veranlasst" sind. Dazu empfiehlt sich, zum Beispiel einen Zeitschlüssel anzusetzen. Macht man eine siebentägige Reise, während der man an einem Tag dienstlich tätig war, dürfen sämtliche gemischte Kosten, die sich nicht anders aufteilen lassen (z.B. Hin- und Rückflug) zu einem Siebtel abgerechnet werden. (Beleg hier)

Allerdings gilt dabei als Grundsatz, dass die private und die dienstliche Veranlassung nicht zu eng miteinander verflochten sein dürfen: "Greifen die - für sich gesehen jeweils nicht unbedeutenden - beruflichen und privaten Veranlassungsbeiträge (z.B. bei einer beruflich/privaten Doppelmotivation für eine Reise) so ineinander, dass eine Trennung nicht möglich ist, so kommt ein Abzug der Aufwendungen insgesamt nicht in Betracht." (Aus dem Urteil des BFH, Beleg hier)

Wenn jemand zu einem dienstlichen Termin mit seiner Familie erscheint, ist eine Trennung per definitionem nicht möglich; das Finanzamt lehnt die Anerkennung als dienstlich veranlasste Kosten ab.

Fazit: Die Tatsache, dass Herbert bei dem Termin seine Familie dabeigehabt hat, verbietet nach allgemeinen steuer- und zuwendungsrechtlichen Grundsätzen eine Abrechnung selbst dieser Teilfahrt als Dienstreise.


Wir haben jetzt also eine Reise ohne Auftrag per satzungsgemäßem Vorstandsbeschluss, die zu einem unklaren, mindestens teilweise privaten Zweck stattfand und bei der zum "Dienst"termin die Familie mitgenommen wurde, was eine Abrechnung laut höchstrichterlichem Beschluss grundsätzlich verbietet.

Bleibt noch die Frage zu beantworten, ob die Abrechnung als solche den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprach.


7. War die Abrechnung als solche korrekt? -- Vermutlich nein.

Die deutsche Wikipedia erklärt den Begriff der GoB sehr schön als "teils geschriebene, teils ungeschriebene Regeln zur Buchführung und Bilanzierung, die sich vor allem aus Wissenschaft und Praxis, der Rechtsprechung sowie Empfehlungen von Wirtschaftsverbänden ergeben. Ihre Aufgabe ist es, Gläubiger und Unternehmenseigner vor unkorrekten Daten, Informationen und möglichen Verlusten weitestgehend zu schützen." (Quelle hier)

Für einzelne Buchungsvorfälle -- also zum Beispiel diese Reisekostenabrechnung -- gelten insbesondere die Grundsätze der Wahrheit und Klarheit.

Als wahr gilt eine Buchung dann, wenn "alles so gebucht [wird], wie es wirklich vorgefallen ist. Scheinbuchungen über Vorgänge, die nicht tatsächlich stattgefunden haben, sind verbotene Fälschungen." (Quelle: Wikipedia, hier)

Wir müssen also klären,
  • was gebucht wurde und
  • ob dies tatsächlich vorgefallen ist.

Gebucht wurde offensichtlich eine Fahrt von Saarbrücken nach Buckautal und zurück. Ralf Bodemann, ein ehemaliges SFCD-Mitglied, schreibt in seinem Bericht über die letzte Mitgliederversammlung, die er als Gast besucht hat: "Die Kassenprüfer wiesen auf eine abgerechnete Reise von Herbert Thiery zu Marianne Ehrig (Saarbrücken-Buckautal, lt. Google Maps ca. 650 km) hin" (Beleg hier)

Das wird auch durch das Vorstandsprotokoll oben bestätigt, wo es heißt: "Er ist von Saarbrücken nach Buckau und dann wieder nach Saarbrücken gefahren." (Beleg hier)

Tatsächlich vorgefallen scheint jedoch etwas anderes zu sein, denn Herberts offensichtliche Angaben in der Fahrtkostenabrechnung und während der Vorstandssitzung stehen in krassem Widerspruch zu seinem Bericht, den er über den Besuch veröffentlicht hat. Dort steht ausdrücklich: "Von meiner Unterkunft in Rottstock steuerte ich dann [...] ihr Domizil in Buckau an (beides Ortsteile der Gemeinde Buckautal, nahe der A2 Hannover-Berlin)." (Beleg: Andromeda Nachrichten 228, Januar 2010, S. 8)

Ich halte fest: Im Januar 2010 gibt Herbert Thiery an, von Rottstock aus nach Buckau gefahren zu sein. Im Oktober 2010 auf der Vorstandssitzung beharrt er aber darauf, von Saarbrücken aus nach Buckau und auch wieder dorthin zurück gefahren zu sein, und erläutert sogar noch: "Nach seinen Angaben war die Fahrt nach Buckau keine Urlaubsreise oder Teil einer Urlaubsreise." (Beleg hier)

Was schreibt die Frau dazu, die er besucht hat? O-Ton Marianne Sydow: "Herbert schrieb mir zu seiner Reiseroute, er und seine Familie kämen über Hannover, vielleicht auch über Leipzig, von Buckau aus dann weiter über Schwerin nach Lübeck" (Beleg hier) Sie führt weiter aus: "Nach der Reise (am 3.11.09), hat er den Weg, den er mit Frau und Kind konkret genommen hat, angegeben mit: 'Leipzig als Raststation ... dann bei dir und dann nach Schwerin mit Wismar ... schließlich Lübeck zum Hansecon und auf der Rückfahrt 2 Stunden Bremen.'" (Beleg hier)

Martin Stricker: "Herbert und Familie sind am Vortag von Saarbrücken nach Rottstock gefahren, um dort zu übernachten. Hin- und Rückreise sowie Besichtigung der Villa Galactica an einem Tag sind durch die Entfernung nicht möglich." (Beleg hier)

Ich halte also fest: Herbert ist von Rottstock aus nach Buckau gefahren. Saarbrücken liegt ca. 650 km von Buckau entfernt, Rottstock ca. 3 km.

Fazit: Der Grundsatz der wahrheitsgemäßen Buchführung wurde schon in der Schilderung des Geschäftsvorfalles nicht eingehalten.

Wie die Reisekostenabrechnung tatsächlich im Einzelnen ausgesehen hat, lässt sich nur erahnen.

Im Vorstandsprotokoll zur Sitzung am 30.10.10 heißt es: "Er habe nur die reinen Benzinkosten für die Strecke Saarbrücken-Buckau-Saarbrücken abgerechnet." (Beleg hier)

Schon hier sind wir, ohne Kenntnis der genauen Reisekostenabrechnung, bei einer "Scheinbuchung" angelangt, also bei einer "verbotenen Fälschung" angelangt.

Thomas Recktenwald führt in seiner Funktion als Kassenprüfer jedoch aus: "Die vom Kassierer beantragte und vom 1. Vorsitzenden genehmigte Kostenerstattung, wie auf der öffentlichen MV von den Kassenprüfern bekannt gegeben, belief sich auf 445 Euro, von denen der Kassierer anschließend 300 Euro spendete." (Beleg hier)

Spätestens jetzt schwirrt mir als jemandem, der über viele Jahre hinweg sein Geld als Buchhalter, Kalkulator und Assistent der Geschäftsführung verdient hat, endgültig der Kopf: Der 1. Vorsitzende bewilligt dem Kassierer 445 Euro "reine Benzinkosten für die Strecke Saarbrücken-Buckau-Saarbrücken"?

Wie das?


8. Zusammenfassung:
  • Herbert Thiery hatte für seine Reise keinen Auftrag des Vorstands, das ist unstrittig.
  • Die Reise diente mindestens zum Teil privaten Zwecken.
  • Auch bei dem Teil, der vielleicht "dienstlich veranlasst" war, hatte Herbert seine Familie dabei; die Fahrtkosten hätten also nicht als dienstlich anerkannt werden dürfen.
  • Mit der Abrechnung als solcher stimmt auch etwas nicht; sie trägt Merkmale einer Scheinbuchung.


9. Persönliches Fazit

Herbert ist kein einfaches Mitglied, dem zu seinen Gunsten ein gewisses Desinteresse an "Verwaltungskram" unterstellt werden kann. Er ist gewähltes Vorstandsmitglied, zumal in der Funktion des Kassierers. Dies ist mindestens seine zweite Amtszeit -- er nennt sich auf einem Flyer zur Wahl 2008 bereits "Kassierer des SFCD" (Beleg hier)

Darf man von jemandem, der "inzwischen über 10 Jahre ununterbrochen Kassierer sein dürfte" (lt. Martin Stricker, Beleg hier), erwarten, dass er weiß, wie eine ordentliche Beschlussfassung zu erfolgen hat? Dass er weiß, wie ordentliche Reisekostenabrechnungen auszusehen haben? Dass er weiß, wie eine ordnungsmäßige Buchführung aussieht?

Ich meine, ja!

Zu seiner Wiederwahl 2008 ist Herbert mit folgendem Wahlversprechen angetreten; ich zitiere aus seinem Flyer: "Ich stehe für demokratische Strukturen und eine saubere Kasse im SFCD!" (Beleg hier)

Ich habe Herbert damals gewählt. Nun konstatiere ich eine angeschmuddelte Kasse, siehe meine viel zu langen Ausführungen oben, und eine Missachtung der demokratischen Strukturen, die sich im Ignorieren der Art und Weise ausdrückt, wie Vorstandsbeschlüsse zustande zu kommen haben, sowie im weiteren Umgang mit dieser ebenso peinlichen wie ärgerlichen Angelegenheit.



gez. Frank Böhmert
Berlin, 23.11. bis 17.12.2010

Bearbeitet von Frank Böhmert, 17 December 2010 - 10:13.


#2 Mazer Rackham

Mazer Rackham

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Geschrieben 23 November 2010 - 11:45

Moin Frank! Du nervst! (Beleg hier)

Lies dir §6 der SFCD-Satzung noch einmal ganz in Ruhe durch!

Aus welchem Grund machst du deinen Unmut eigentlich öffentlich anstatt ihn intern zu diskutieren?

#3 valgard

valgard

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Geschrieben 23 November 2010 - 12:18

Moin Frank! Du nervst! (Beleg hier)

Lies dir §6 der SFCD-Satzung noch einmal ganz in Ruhe durch!

Aus welchem Grund machst du deinen Unmut eigentlich öffentlich anstatt ihn intern zu diskutieren?


Sorry!
Auch wenn Frank "nervt" ...
dann klärt das endlich im Internen Forum des SFCD ab.

Oder ist dies nicht möglich?
Vielleicht weil "Ottonormal SFCD-Mitglied" es nicht nachvollziehen kann?
Kommt mir irgend wie vor wie manche Äußerungen von gewissen Politikern die auch meinen das "gemeine Volk" wisse ja nicht was für es Gut ist.
Dafür wären Sie ja da.

Eine solche "Vereinspolitik" verleitet mich nicht unbedingt dazu länger in diesem zu bleiben ...

valgard
  • (Buch) gerade am lesen:Biom Alpha 1-3

#4 Gast_Frank Böhmert_*

Gast_Frank Böhmert_*
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Geschrieben 23 November 2010 - 13:07

Moin Frank! Du nervst! (Beleg hier)

Bitte bleib doch sachlich.

Lies dir §6 der SFCD-Satzung noch einmal ganz in Ruhe durch!

Das habe ich getan. Worauf willst du hinaus?

Aus welchem Grund machst du deinen Unmut eigentlich öffentlich anstatt ihn intern zu diskutieren?

Erstens: Ich habe ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen zitiert. Keine Interna.

Zweitens: Ihr hattet Gelegenheit und Zeit genug, das intern zu klären. Was dabei herausgekommen ist, stellt mich nicht zufrieden.

Wenn ich das einzige Mitglied bin, bei dem sich das so verhält, wird sich diese Diskussion rasch im Sand verlaufen bzw. in irgendeinen internen Bereich verlagern. Wenn nicht, dann nicht. Abstimmung mit den Füßen. Wir werden sehen.

#5 Rusch

Rusch

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Geschrieben 23 November 2010 - 14:08

Ich finde mit solchen, öffentlichen Diskussionen schadet ihr in erster Linie dem SFCD.

#6 Starcadet

Starcadet

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Geschrieben 23 November 2010 - 14:19

Ich finde mit solchen, öffentlichen Diskussionen schadet ihr in erster Linie dem SFCD.


Der zuständige Redakteur einer guten Tageszeitung würde das Thema für ausdiskutiert erklären und keine weiteren Leserbriefe mehr dazu veröffentlichen (so halten wirs zumindest bei meinem Arbeitgeber). Leider bin ich nicht der einzige Mod. hier im Forum... :huh:

Ich verstehe nicht, wieso aus Mücken grundsätzlich immer Elefanten gemacht werden. Deshalb beteilige ich mich auch nicht an solchen Mammut-Diskussionen, die eh zu keinem Ergebnis bzw. zu keinem persönlichen Nutzen führen. Das habe ich schon bei der angeblichen Goebbels-Affäre vor zwei Jahren nicht verstanden.

So, ich geh jetzt weiter Con-Organisieren und halte es da (wieder einmal) mit Altkanzler Schröder.

So nebenbei: die letzten Fahrtkosten, die ich abgerechnet habe, waren für eine Fahrt zu einer VS bei Michael Haitel in Murnau. Müsste drei oder vier Jahre her sein. Seitdem betrachte ich meine Nichtabrechnung als Unterstützung des Vereins über den jährlichen Mitgliedsbeitrag hinaus. Das nur zur Info... :unsure:

Bearbeitet von Starcadet, 23 November 2010 - 14:32.


#7 Kaffee-Charly

Kaffee-Charly

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Geschrieben 23 November 2010 - 14:43

1. Worum geht es?
..... (gekürzt)

(Kürzung durch mich)

Lieber Frank.
Es wäre m.E. angebracht, diesen Beitrag auch in SFCD:intern zu veröffentlichen.
(Du brauchst ihn ja nur noch zu kopieren und an den SFCD:intern-Redax zu schicken.)
Denn diese Angelegenheit geht nicht nur die Forums-SFCDler, sondern alle Mitglieder des SFCD an.

Dem Kassierer eines Vereines muss man vertrauen können.
Deshalb sollte besonders der Kassierer immer darum bestrebt sein, dieses Vertrauen nicht zu demontieren.
Diese "Fahrkostenaffäre" aber führt zu einem Vertrauensverlust, deshalb sollte sie schnellstens aus der Welt geschafft werden (und zwar durch Rückzahlung).
Der Verzicht auf eine Rückzahlung führt m.E. nicht dazu, das Vertrauen in die Redlichkeit des Kassierers wiederherzustellen.
(Bei jedem anderen wäre das eine Option, aber nicht bei einem so wichtigen Posten wie dem des Kassierers, denn dies lässt den Verdacht von "Kassen-Schummeleien" entstehen.)

@Mazer Rackham:
Wenn ein langjähriger und damit erfahrener Kassierer so einen Murks verursacht (obwohl er sonst so "pingelig" ist), dann ist jede Nerverei berechtigt.
Da die Diskussion öffentlich begonnen hat, gibt es keinen Grund, sie "heimlich" weiterzuführen.
(Und es gibt auch keinen Grund, dabei unsachlich zu werden.)
Außerdem: Was hat §6 der Satzung mit schlampigem Umgang mit Vereins-Geldern zu tun?

@Starcadet:
Wenn ein langjähriger und erfahrener Kassierer sich so einen Fauxpas leistet und damit das Vertrauen in seinen Posten demontiert, ist das keine Mücke mehr.

So nebenbei: die letzten Fahrtkosten, die ich abgerechnet habe, waren für eine Fahrt zu einer VS bei Michael Haitel in Murnau. Müsste drei oder vier Jahre her sein. Seitdem betrachte ich meine Nichtabrechnung als Unterstützung des Vereins über den jährlichen Mitgliedsbeitrag hinaus. Das nur zur Info... :huh:

Daran sollte sich vielleicht jemand ein Beispiel nehmen.

:unsure:
Kaffee-Charly

Bearbeitet von Kaffee-Charly, 23 November 2010 - 14:48.


#8 Starcadet

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Geschrieben 23 November 2010 - 14:57

@Starcadet:
Wenn ein langjähriger und erfahrener Kassierer sich so einen Fauxpas leistet und damit das Vertrauen in seinen Posten demontiert, ist das keine Mücke mehr.


Das ist das persönliche Problem des Kassierers, wenn er sich selbst demontieren möchte. Die Konsequenzen folgen spätestens bei der nächsten Vorstandswahl...zumindest sollten sie das. :o Für mich bleibt das eine Mücke, die grad explizit aufgeblasen wird. Sorry.

Offensichtlich braucht der SFCD alle paar Jahre eine "Affäre". Wenn ich so in die Vergangenheit blicke, könnte man ein Fanzine daraus machen. Ich möchte aber nicht wissen, was bei anderen Clubs herauskäme, wenn man sich mal die Mühe machen würde, unter der Decke zu kehren. Aber andere Clubs werden auch nicht für ihre Offenheit bestraft... :huh:

An meinem Verhältnis zum Gesamt-SFCD wird diese "Affäre" jedenfalls nichts ändern. :unsure:

#9 Gast_Frank Böhmert_*

Gast_Frank Böhmert_*
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Geschrieben 23 November 2010 - 15:01

Lieber Frank.
Es wäre m.E. angebracht, diesen Beitrag auch in SFCD:intern zu veröffentlichen.

Ich habe vor, ihn für eine Veröffentlichung dort einzureichen. Unter anderem dafür habe ich dieses Memo verfasst.

EDIT: Ich möchte es auf Basis der hiesigen Diskussion evtl. noch überarbeiten. Vielleicht habe ich ja sowohl Fakten und Aussagen als auch Handlungsmöglichkeiten übersehen. Oder Sachen falsch dargestellt. Stefan/Mazer hat ja so etwas angedeutet.

Bearbeitet von Frank Böhmert, 23 November 2010 - 15:11.


#10 Kaffee-Charly

Kaffee-Charly

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Geschrieben 23 November 2010 - 15:15

Das ist das persönliche Problem des Kassierers, wenn er sich selbst demontieren möchte.

So etwas darf dem Geldverwalter eines Vereines aber nicht passieren!
Jedem anderen kann man das verzeihen, aber nicht jemandem, dem das Geld der Mitglieder anvertraut ist.
Hier geht es um das Geld des Vereines und damit ist das kein persönliches Problem des Kassierers mehr.

An meinem Verhältnis zum Gesamt-SFCD wird diese "Affäre" jedenfalls nichts ändern. :huh:

Mit dem "Gesamt-SFCD" habe ich auch kein Problem, sonst wäre ich ja nicht Mitglied geworden.
Aber an der Redlichkeit eines Geldverwalters darf es keinen Zweifel geben - egal, was man sonst von ihm halten mag.
Also muss er das Vertrauen in seine Redlichkeit unbedingt wiederherstellen!

Kaffee-Charly

Bearbeitet von Kaffee-Charly, 23 November 2010 - 15:21.


#11 d'wolf

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Geschrieben 23 November 2010 - 15:41

Zweitens: Ihr hattet Gelegenheit und Zeit genug, das intern zu klären. Was dabei herausgekommen ist, stellt mich nicht zufrieden.

Das ist meiner Ansicht dein gutes Recht.
Nur: Der Vorstand ist nicht die heilige Inquisition, kein formales juristisches Gericht und auch kein "Ehrengericht". Diese Entscheidung ist so getroffen worden. Mit oder ohne Magengrummeln. Ich bin immer noch der Meinung, dass in dubio pro reo gilt und dies nun eine Entscheidung von Herbert fordert.

Ich weiß, wie ich mich an Herberts Stelle entscheiden würde...
(bzw. hätte wie Roger die Reise nicht abgerechnet)

Ralf Boldt

Stellvertr. Vorsitzender des SFCD



Und übrigens: Man kann ohne Hunde leben - es lohnt sich aber nicht! Heinz Rühmann

www.dasistmeinblog.de


#12 d'wolf

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Geschrieben 23 November 2010 - 15:45

Vielleicht weil "Ottonormal SFCD-Mitglied" es nicht nachvollziehen kann?
Kommt mir irgend wie vor wie manche Äußerungen von gewissen Politikern die auch meinen das "gemeine Volk" wisse ja nicht was für es Gut ist.
Dafür wären Sie ja da.

Der Vorstand versucht eine größtmögliche Transparenz. Wenn es noch Vorschläge gibt, wie es besser geht: her damit.

Eine solche "Vereinspolitik" verleitet mich nicht unbedingt dazu länger in diesem zu bleiben ...

Ich bin ja schon eine Weile dabei und mir gingen als SFCD-Mitglied auch viele Sachen gegen den Strich.
Ich versuche für mich aber, mir durch diesen "Formalkram" den Spass an der SF mit all ihren Facetten nicht verderben zu lassen...

Ralf Boldt

Stellvertr. Vorsitzender des SFCD



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#13 Kaffee-Charly

Kaffee-Charly

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Geschrieben 23 November 2010 - 15:59

Noch'n Nachtrag: Eine kleine Erklärung, warum mir diese "Fahrkostenaffäre" besonders quer im Magen liegt: Ich war selbst mal ein Rechnungsführer (für ein ganzes Bataillon) und für Summen von mehreren hunderttausend Mark (war noch vor Euro-Zeiten) verantwortlich. Da musste ich für jeden fehlenden oder überschüssigen Pfennig Rede und Antwort stehen und stand praktisch immer "mit einem Bein im Knast". Darum weiß ich, dass Vertrauen in die Person mit dem Posten eines Geldverwalters unbedingt erforderlich ist. Aus diesem kühlen Grunde bin ich bei solchen Sachen ganz besonders sensibel - vor allem wenn es sich um "Kollegen" handelt. Man möge mir deshalb meine Empfindlichkeit in Sachen Geldverwaltung verzeihen. :huh: Kaffee-Charly

Bearbeitet von Kaffee-Charly, 23 November 2010 - 16:02.


#14 My.

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:17

@ Frank: Danke für deine tolle Faktenzusammenstellung. @ Lothar: Ich würde mich freuen, wenn du nicht immer mit einem Austritt drohen würdest. Nicht, weil ich dir das verwehren möchte. Sondern weil ich dich als SFCD-Mitglied vermissen würde. (Und es dir eh nichts hülfe - du glaubst doch nicht, daß ich auf deine Bilder verzichte, bevor du nicht auf den Mars umgezogen bist? <g>) Diese latente Austrittsdrohung ist ganz eindeutig ein Mittel, das hier so oder so oder so einfach nicht zieht. My.

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#15 Mazer Rackham

Mazer Rackham

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:29

Ich kann dem Thread hier nichts Neues abgewinnen - bis auf die Fehlinformation, dass Vorstandsbeschlüsse schriftlich gefasst werden müssten. Davon abgesehen gab und gibt es im SFCD viel kostspieligere Missverständnisse als die vermeintliche Fahrtkostenaffäre. Ich werde aber einen Teufel tun und sie groß und breit in der Öffentlichkeit diskutieren, da dies für meinen unmaßgeblichen Geschmack die Interessen des Vereins verletzen würde.

#16 Gast_Frank Böhmert_*

Gast_Frank Böhmert_*
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Geschrieben 23 November 2010 - 16:31

@ Frank: Danke für deine tolle Faktenzusammenstellung.

Danke für das Kompliment, Michael.

Ich bitte wie gesagt ausdrücklich um Berichtigungen und Ergänzungen.

Gerne auch, wenn jemand im Hintergrund bleiben möchte, per PN oder E-Mail. Ich halte meine Nase gern dafür hin.

Allerdings: Die Fakten müssen öffentlich einsehbar sein. An Klatsch und vertraulich geäußerten Dingen (z.B. E-Mail-Verkehr) habe ich ausdrücklich kein Interesse.

#17 Martin Stricker

Martin Stricker

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:32

§ 7 der Satzung schreibt vor, dass "[d]ie von den Vereinsgremien gefaßten Beschlüsse [...] schriftlich niederzulegen und vom jeweiligen Versammlungsleiter und dem Verfasser der Niederschrift zu unterzeichnen" sind. (Beleg hier)

Herbert ist kein einfaches Mitglied, dem zu seinen Gunsten ein gewisses Desinteresse an "Verwaltungskram" unterstellt werden kann. Er ist gewähltes Vorstandsmitglied, zumal in der Funktion des Kassierers. Dies ist mindestens seine zweite Amtszeit -- er nennt sich auf einem Flyer zur Wahl 2008 bereits "Kassierer des SFCD" (Beleg hier)

Darf man von jemandem, der mehrere Jahre als Vorstandsmitglied tätig ist, erwarten, dass er weiß, wie eine ordentliche Beschlussfassung zu erfolgen hat? Ich meine, ja!

Herbert dürfte inzwischen über 10 Jahre ununterbrochen Kassierer sein. Zur "ordentlichen Beschlußfassung" ist noch anzumerken, daß es von einigen Vorständen (ich weiß leider nicht welchen) im SFCD-Archiv noch nicht mal Protokolle der Vorstandssitzungen (so denn welche stattgefunden haben) existieren. Außerdem kann ich sagen, daß während meiner Mitgliedschaft im SFCD (seit etwa Mitte der 1990er Jahre) außer dem derzeitigen Vorstand nie die Protokolle von Vorstandssitzungen veröffentlicht wurden. Das haben wir neu eingeführt.

Abgesehen davon: Du hast völlig recht. Daher haben wir auch festgestellt, daß es keinen Auftrag für die Reise gab. Außerdem haben wir festgelegt, in Zukunft darauf zu achten, daß alle Beschlüsse schriftlich niedergelegt werden (z. B. im Vorum, dem internen Forum des Vorstands). Das wird bei Vorliegen einer Kostenabrechnung nun überprüft werden - kein nachweisbarer Auftrag, keine Genehmigung von Kostenerstattungen.

5. An welchem Ort hat die Reise ihren Anfang genommen?

Da differieren die Angaben.

Laut Ralf Bodemann, einem ehemaligen SFCD-Mitglied, das als Gast auf der letzten Mitgliederversammlung anwesend war, in Saarbrücken: "Die Kassenprüfer wiesen auf eine abgerechnete Reise von Herbert Thiery zu Marianne Ehrig (Saarbrücken-Buckautal, lt. Google Maps ca. 650 km) hin" (Beleg hier)

Das wird auch durch das Vorstandsprotokoll oben bestätigt, wo es heißt: "Er ist von Saarbrücken nach Buckau und dann wieder nach Saarbrücken gefahren." (Beleg hier)

Herberts Angaben in der Fahrtkostenabrechnung und während der Vorstandssitzung stehen jedoch in krassem Widerspruch zu seinem Bericht, den er über den Besuch veröffentlicht hat. Dort steht ausdrücklich: "Von meiner Unterkunft in Rottstock steuerte ich dann [...] ihr Domizil in Buckau an (beides Ortsteile der Gemeinde Buckautal, nahe der A2 Hannover-Berlin)." (Beleg: Andromeda Nachrichten 228, Januar 2010, S. 8)

Ich halte fest: Januar 2010 gibt Herbert Thiery an, von Rottstock aus nach Buckau gefahren zu sein. Im Oktober 2010 auf der Vorstandssitzung beharrt er aber darauf, von Saarbrücken aus nach Buckau und auch wieder dorthin zurück gefahren zu sein, und erläutert sogar noch: "Nach seinen Angaben war die Fahrt nach Buckau keine Urlaubsreise oder Teil einer Urlaubsreise." (Beleg hier)

Was schreibt die Frau dazu, die er besucht hat? O-Ton Marianne Sydow: "Herbert schrieb mir zu seiner Reiseroute, er und seine Familie kämen über Hannover, vielleicht auch über Leipzig, von Buckau aus dann weiter über Schwerin nach Lübeck" (Beleg hier)

Ich halte also fest: Was den Ausgangspunkt der abgerechneten Fahrt angeht, hat Herbert Thiery sich in Widersprüche verwickelt. Saarbrücken liegt ca. 650 km von Buckau entfernt, Rottaustock ca. 3 km.

Herbert und Familie sind am Vortag von Saarbrücken nach Rottstock gefahren, um dort zu übernachten. Hin- und Rückreise sowie Besichtigung der Villa Galactica an einem Tag sind durch die Entfernung nicht möglich. Daher halte ich die Abrechnung (wenn ein ordnungsgemäßer Auftrag vorläge) der vollen Entfernung Saarbrücken => Buckau => Saarbrücken für gerechtfertigt, strenggenommen würde sogar die Übernachtung dazukommen, da das Ganze nicht an einem Tag zu bewältigen ist.

6. War die Fahrt Bestandteil einer Urlaubsreise oder nicht?

Herbert Thiery erklärte auf der Vorstandssitzung, dass nein. Laut Marianne Sydow erklärte er ihr gegenüber, dass ja. (Belege siehe oben) EDIT: Marianne Sydow erwähnt außerdem ausdrücklich "das Gasthaus Haug in Rottstock", das ihm eine Rechnung ausgestellt habe (Beleg hier), und erklärt ebenso ausdrücklich: "Er war hier mit Frau und Sohn." (Beleg hier) (Bö. -- 23.11. 14:11)

Für mich ist eine Reise, die mit Frau und Kind unternommen wird, überwiegend privat. Es gibt aber auch die andere Sichtweise (die ich nicht teile), daß nur der Auftrag zählt und die unmittelbar für die Erfüllung dieses Auftrags entstandenen Kosten in jedem Fall erstattungsfähig sind, da man ansonsten ja haarklein darlegen müßte, was man während der Reise alles gemacht hat. Im vorliegenden Fall ist die Frage allerdings irrelevant, da es keinen Auftrag gab.

Die Sachlage ist klar: Es gab keinen Auftrag des Vorstands. Die Reise war also nicht erstattungsfähig, der SFCD hat also das Recht, die zu Unrecht erstatteten 145 Euro zurückzufordern. Der Passus im VS-Protokoll, daß Herbert aus den Diskussionen einen Auftrag herausgelesen hat, dient zur Erklärung, wieso Herbert überhaupt auf die Idee gekommen ist, die Reise abzurechnen. Die Entscheidung des Vorstands, auf eine Rückforderung der zu Unrecht gezahlten Reisekosten zu verzichten, hat nichts mit der Bewertung von Herberts Reise zu tun, sondern geht auf meinen Hinweis zurück, daß in der Vergangenheit bereits rechtmäßige Forderungen gegen Vereinsmitglieder erlassen wurden und daß ich hier um gleiches Recht für alle bitte (3. Absatz im verlinkten Posting). Dem Grundsatz "Gleiches Recht für alle" hat sich der Vorstand angeschlossen und dies einstimmig beschlossen. Einem anderen Grund für die Nichtrückzahlung hätte ich nie zugestimmt. Der Verzicht auf die Rückzahlungsforderung ändert nichts daran, daß die Kosten gar nicht erst hätten abgerechnet werden dürfen.

EDIT: Ich möchte es auf Basis der hiesigen Diskussion evtl. noch überarbeiten. Vielleicht habe ich ja sowohl Fakten und Aussagen als auch Handlungsmöglichkeiten übersehen. Oder Sachen falsch dargestellt. Stefan/Mazer hat ja so etwas angedeutet.

Ich habe oben versucht, ein wenig mehr Licht in einige Dinge zu bringen.

Darum weiß ich, dass Vertrauen in die Person mit dem Posten eines Geldverwalters unbedingt erforderlich ist.
Aus diesem kühlen Grunde bin ich bei solchen Sachen ganz besonders sensibel - vor allem wenn es sich um "Kollegen" handelt.

Sehe ich exakt genauso.

Bearbeitet von shugal, 23 November 2010 - 16:34.

Herzliche Grüße,
Martin Stricker

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#18 valgard

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:33

Das ist das persönliche Problem des Kassierers, wenn er sich selbst demontieren möchte. Die Konsequenzen folgen spätestens bei der nächsten Vorstandswahl...zumindest sollten sie das. :o Für mich bleibt das eine Mücke, die grad explizit aufgeblasen wird. Sorry.

Offensichtlich braucht der SFCD alle paar Jahre eine "Affäre". Wenn ich so in die Vergangenheit blicke, könnte man ein Fanzine daraus machen. Ich möchte aber nicht wissen, was bei anderen Clubs herauskäme, wenn man sich mal die Mühe machen würde, unter der Decke zu kehren. Aber andere Clubs werden auch nicht für ihre Offenheit bestraft... :huh:

An meinem Verhältnis zum Gesamt-SFCD wird diese "Affäre" jedenfalls nichts ändern. :unsure:

Ob die Konsequenzen bei der nächsten Wahl folgen werden sei dahin gestellt!?
Aber jedes Mitglied des SFCD muß Mehrheitsentscheidung/Wahl akzeptieren.
Ob sie einem nun gefällt ode rnicht.
Aber im Gegensatz zu anderen Wahlen, habe ich hier eher die Möglichkeit meine Konsequenzen zu ziehen.

valgard

Bearbeitet von valgard, 23 November 2010 - 16:37.

  • (Buch) gerade am lesen:Biom Alpha 1-3

#19 Gast_Frank Böhmert_*

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:34

die Fehlinformation, dass Vorstandsbeschlüsse schriftlich gefasst werden müssten

Ich bitte dich hiermit förmlich um einen Beleg deiner Behauptung, es handele sich dabei um eine Fehlinformation.

Bearbeitet von Frank Böhmert, 23 November 2010 - 16:45.


#20 valgard

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:35

@ Frank: Danke für deine tolle Faktenzusammenstellung.
@ Lothar: Ich würde mich freuen, wenn du nicht immer mit einem Austritt drohen würdest. Nicht, weil ich dir das verwehren möchte. Sondern weil ich dich als SFCD-Mitglied vermissen würde. (Und es dir eh nichts hülfe - du glaubst doch nicht, daß ich auf deine Bilder verzichte, bevor du nicht auf den Mars umgezogen bist? <g>) Diese latente Austrittsdrohung ist ganz eindeutig ein Mittel, das hier so oder so oder so einfach nicht zieht.

My.

Ich drohe nicht mit einem Austritt!
Der würde eh Keinen interessieren.
Nur meine momentanen Gedankengänge tendieren eher in diese Richtung.

Und Bilder machen kann ich auch so.

lothar
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#21 Mazer Rackham

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:42

Ich bitte dich hiermit förmlich um einen Beleg deiner Behauptung, es handele sich dabei um eine Fehlinformation.

In §6 der SFCD-Satzung steht: "Vorstandsbeschlüsse können auch schriftlich gefaßt werden." Deshalb hatte ich ihn dir auch extra nochmal zur Lektüre empfohlen. (Beleg hier)

#22 My.

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:43

Ich bitte dich hiermit förmlich um einen Beleg deiner Behauptung, es handele sich dabei um eine Fehlinformation.

In der Satzung steht, daß Vorstandsbeschlüsse schriftlich gefaßt werden KÖNNEN, nicht, daß sie schriftlich gefaßt werden MÜSSEN. Das meint Stefan. (Er möchte offensichtlich vermeiden, zu deutlich zu werden, weil das ja Vereinsinterna betreffen könnte <veg>.)

Die Satzung des SFCD ist ein steinalter und miserabel gepflegter Fleckerlteppich, der nichts anderes als die Faulheiten der Vorstände (und indirekt auch - weil abstimmungsunleidigen - Mitglieder) der letzten bald 60 Jahre repräsentiert. Außerdem dient eine solche Satzung zu dem sinnfälligen Zweck, jeden Aktivisten, der überhaupt etwas tut, der Eigenmächtigkeiten zu bezichtigen. Man könnte wohl leicht zu einer Satzung gelangen, die bequem, handhabbar und zweifelsfrei ist, aber das geht ja dann dank derjenigen wieder nicht, die den jetzigen Zustand beibehalten wollen - mit den (ggf. indirekten) Argumentationen, es gäbe für den SFCD ein eigenes Vereinsrecht, weil alle anderen Vereine einem anderen Vereinsrecht unterlägen.

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#23 My.

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:45

Ich drohe nicht mit einem Austritt!

Ja, ich weiß. Meine Bemerkung war die KURZFORM von: "Du denkst darüber nach, möglicherweise eine Entscheidung darüber herbeiführen zu wollen, in Beratungen darüber einzutreten, vielleicht zu der Erkenntnis gelangen zu wollen, daß es sinnvoller sein könnte, wenn es nicht anderweitige Argumente dagegen gäbe, dem SFCD den Rücken zu kehren, sofern er - außer einem Ar*** - überhaupt einen hat!" <g>

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:46

Ich drohe nicht mit einem Austritt!
Der würde eh Keinen interessieren.

Und überhaupt. Das stimmt nicht. MICH würde das brennend interessieren (genau so wie übrigens in jedem anderen Falle - ein paar ganz, ganz wenige Personen ausgenommen <eg>). Und in deinem ganz besonders.

Muff
My.

:)

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#25 Mazer Rackham

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Geschrieben 23 November 2010 - 16:57

Erstens: Ich habe ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen zitiert. Keine Interna.

Ich nehme die Existenz öffentlich zugänglicher Methanquellen auch nicht zum Anlass, wie ein Weltmeister öffentlich rumzupfurzen.

Zweitens: Ihr hattet Gelegenheit und Zeit genug, das intern zu klären. Was dabei herausgekommen ist, stellt mich nicht zufrieden.

Was du hier anzettelst, stellt mich nicht zufrieden.

Was sind das eigentlich für schwachbrüstige Argumente? Kommt da noch was?

#26 Gast_Frank Böhmert_*

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Geschrieben 23 November 2010 - 17:00

In §6 der SFCD-Satzung steht: "Vorstandsbeschlüsse können auch schriftlich gefaßt werden." Deshalb hatte ich ihn dir auch extra nochmal zur Lektüre empfohlen. (Beleg hier)

Die Beschlussfassung der Organe des Vereins wird in § 6 geregelt. Ich zitiere den von dir angeführten Satz hier einmal im Zusammenhang: "Beschlüsse werden, soweit in dieser Satzung nicht anders vorgesehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefaßt, wobei Stimmenthaltungen als ungültige Stimmen gewertet werden. / Stimmberechtigt sind alle Mitglieder. Ein Mitglied kann bis zu drei weitere Mitglieder mit schriftlicher Stimmvollmacht vertreten; dies gilt nicht bei Vorstandssitzungen. / Vorstandsbeschlüsse können auch schriftlich gefaßt werden." (Beleg hier)

Das heißt nicht mehr, als das der Vorstand seine Beschlüsse im Gegensatz zu den mündlichen Beschlüssen der Mitgliederversammlung auch in Schriftform treffen kann. Ihr könnt per Brief oder E-Mail beschließen. Eine Vereinfachungsregelung.

Dass Beschlüsse aber schriftlich beurkundet werden müssen, steht in §7: "Die von den Vereinsgremien gefaßten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom jeweiligen Versammlungsleiter und dem Verfasser der Niederschrift zu unterzeichnen." (Beleg hier)

Zusammengefasst: Die (mündlichen) Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die (mündlichen oder auch schriftlichen) Beschlüsse des Vorstands sind schriftlich niederzulegen und zu unterzeichnen.

#27 Gast_Frank Böhmert_*

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Geschrieben 23 November 2010 - 17:03

Ich nehme die Existenz öffentlich zugänglicher Methanquellen auch nicht zum Anlass, wie ein Weltmeister öffentlich rumzupfurzen.


Was du hier anzettelst, stellt mich nicht zufrieden.

Was sind das eigentlich für schwachbrüstige Argumente? Kommt da noch was?

Ich konstatiere hier einen Versuch, durch Provokation für eine Schließung des Threads zu sorgen.

Ich bitte alle Mitdiskutierenden, sich nicht provozieren zu lassen.

Bleibt sachlich.

#28 Mazer Rackham

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Geschrieben 23 November 2010 - 17:09

Zusammengefasst: Die (mündlichen) Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die (mündlichen oder auch schriftlichen) Beschlüsse des Vorstands sind schriftlich niederzulegen und zu unterzeichnen.

Dass die vermeintliche Affäre auf einem Missverständnis beruht und nicht auf einem Vorstandsbeschluss, hatten wir anno tobak schon festgestellt. Wenn jeder Handgriff eines Vorständlers mehrheitlich beschlossen und schriftlich fixiert werden müsste, wäre Vorstandsarbeit im SFCD so gut wie unmöglich. Dir hat es ja schon zu lange gedauert, auf das Protokoll zu warten.

#29 MoiN

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Geschrieben 23 November 2010 - 17:14

Ich bitte alle Mitdiskutierenden, sich nicht provozieren zu lassen.
Bleibt sachlich.


Keine Sorge.

Ich bin gerade erst hier reingestolpert und muß die Details erst mal verarbeiten, bevor ich meinen Senf (oder was auch immer) dazu abgeben werde. :) :lol:

Bearbeitet von MoiN, 23 November 2010 - 17:14.

πάντα ῥεῖ

 

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#30 Martin Stricker

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Geschrieben 23 November 2010 - 17:38

bis auf die Fehlinformation, dass Vorstandsbeschlüsse schriftlich gefasst werden müssten.

Da muß ich Dir widersprechen: Laut SFCD-Satzung §7 sind "[...]von den Vereinsgremien gefaßten Beschlüsse [...] schriftlich niederzulegen[...]", nach §9 sind Mitgliederversammlung und Vorstand Organe, folglich sind alle Vorstandsbeschlüsse schriftlich niederzulegen (sogar ausgedruckt und unterschrieben!). Das ganze ist etwas antiquiert und basiert offenbar darauf, daß alle Beschlüsse nur auf Versammlungen gefaßt werden können (daher wohl die Unterschrift des Versammlungsleiters). Darauf zielt wohl auf dieser Satz in §6 ab "Vorstandsbeschlüsse können auch schriftlich gefaßt werden." Da wird dem Vorstand erlaubt, nicht nur bei persönlichen Treffen Beschlüsse zu fassen, schriftlich müssen sie in jedem Fall sein.

Ich drohe nicht mit einem Austritt!
Der würde eh Keinen interessieren.
Nur meine momentanen Gedankengänge tendieren eher in diese Richtung.

Ich würde einen Austritt Deinerseits sehr bedauern.

Was du hier anzettelst, stellt mich nicht zufrieden.

Was sind das eigentlich für schwachbrüstige Argumente? Kommt da noch was?

Wo wir grad bei "nicht zufrieden" sind: Mit solch "launigen" Äußerungen bei diesem ernsten Thema bin ich nicht zufrieden.

Dass die vermeintliche Affäre auf einem Missverständnis beruht und nicht auf einem Vorstandsbeschluss, hatten wir anno tobak schon festgestellt. Wenn jeder Handgriff eines Vorständlers mehrheitlich beschlossen und schriftlich fixiert werden müsste, wäre Vorstandsarbeit im SFCD so gut wie unmöglich. Dir hat es ja schon zu lange gedauert, auf das Protokoll zu warten.

Es funktioniert eigentlich recht gut durch das vorstandsinterne Vorum. Allerdings sind da Beschlüsse mitunter schlecht wiederzufinden. Daher ja auch die Initiative, eine Beschlußliste zu erstellen, wenn die dann noch unterschrieben wird, wird §7 Genüge getan. Es muß ja nicht jeder Handgriff beschlossen werden, mann kann auch festlegen, daß sich Person X um Thema Y kümmert und dafür z. B. Z Euro Budget nicht überschreiten darf.

Was nichts daran ändert, daß Michael recht hat, die Satzung dürfte insgesamt mal überarbeitet und auf den heutigen Stand der Technik gebracht werden.

Bearbeitet von shugal, 23 November 2010 - 17:40.

Herzliche Grüße,
Martin Stricker

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