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Zwischenbuchhändler libri schmeißt Kleinverlags-Bücher aus dem Katalog

Kleinverlage

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28 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 19 August 2019 - 07:45

...so steht es bei phantanews:

https://phantanews.d...us-dem-katalog/

 

[color=rgb(28,30,33);font-family:Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:13px;background-color:rgb(242,243,245);] [/color][font="Helvetica, Arial, sans-serif;color:rgb(28,30,33);font-size:13px;background-color:rgb(242,243,245);"][font="inherit;"][font="inherit;"]Laut dieser Meldung sind aber nur Bücher ausgelistet worden die sich seit 2 Jahren überhaupt nicht verkauft hatten:[/font][/font][/font]

https://www.boersenb...LiPII4vi_PHk-mQ

 

Eine Stellungsnahme findet sich hier:

https://www.boersenb...ri.1707455.html

 

Kennt sich jemand mit dem Thema aus? Mir ist jetzt nicht klar, wie an vielen Stellen diskutiert, warum Amazon daran gewinnt bzw. Kleinverlage leiden, wenn Bücher, die sich seit 2 Jahren nicht verkauft haben, ausgelistet werden. 

 


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#2 Thomas Sebesta

Thomas Sebesta

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Geschrieben 19 August 2019 - 08:27

In meinem Blog heute das Thema "Libri und die Kleinverlage"

 

Zwischenbuchhändler libri schmeißt Kleinverlags-Bücher aus dem Katalog

 

 

Was bedeutet das?

Es ist ein Schlag gegen die Kleinverlagsszene und damit auch gegen viele Verlage die phantastische Literatur und Sekundärliteratur zur Phantastik veröffentlichen. Die Vorgangweise könnte dazu führen, dass Verlage an den Rand des Bankrotts gedrängt werden.

 

Das Thema lässt momentan die Wogen, in der Kleinverlegerszene, auch etwas höher gehen. Das betrifft natürlich auch uns im Fandom schlußendlich.


Bearbeitet von Thomas Sebesta, 19 August 2019 - 08:33.

Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria<br />

Blog zur Sekundärliteratur: http://sebesta-seklit.net/

Online-Bibliothek zur Sekundärliteratur: http://www.librarything.de/catalog/t.sebesta

Facebook-Gruppe: https://www.facebook...tik.ge/members/


#3 Powerschnute

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Geschrieben 19 August 2019 - 08:31

Amazon gewinnt dadurch, weil die Leute automatisch dann dort eher Bücher kaufen statt bei Buchhandlungen, die Libri nutzen. Für mich persönlich ist es ziemlich scheiße, weil ich grundsätzlich über Genialokal bestelle, um meine lokale unabhängige Buchhandlung zu unterstützen, und die mit Libri arbeiten. Mir war schon aufgefallen, dass einige Titel in letzter Zeit nicht lieferbar waren. Die offizielle Stellungnahme von Seiten Libri hat das dann erklärt. 

 

Sinn und Zweck ist ja, dass Bücher lieferbar sind, auch wenn sie eigentlich nicht mehr neu sind. Gerade bei Titeln, die unter dem von Libri genannten Preis von 4,50 Euro liegen, ist das ätzend, weil diese dann fast nur noch über Amazon zu beziehen sind. Und ich bin mittlerweile Amazonverweigerer. 


~~ The problem with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and putting things in it. - Terry Pratchett ~~

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#4 My.

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Geschrieben 19 August 2019 - 08:39

Warum brauchen wir das Thema jetzt zwei Mal?

Siehe auch http://www.scifinet....us-dem-katalog/.

 

My.


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#5 Peter-in-Space

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Geschrieben 19 August 2019 - 08:41

Mann, da nutzt aber jemand seine Marktmacht schamlos aus.

 

Um dann in dem Statement zu behaupten, man "könne ja über BoD" drucken lassen, erst dann kümmere man sich - vielleicht, vielleicht auch nicht... - um die Weitervermarktung.

 

Aber zuerst setzt man die Klein- und Kleinstverlage mit ruinösen Preisen unter Druck - die Frage ist ja, was da noch beim Autor hängen bleibt.

 

Sorry, ich kann gar nicht so viel essen, wie ich gerade erbrechen muss.

 

Ich hoffe - und denke - der "Coup" geht nach hinten los.


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#6 My.

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Geschrieben 19 August 2019 - 08:49

Erstens:

Es heißt "Barsortiment", nicht "Zwischenbuchhandel".

 

Zweitens:

Das Problem entsteht durch Vereinfachung der Arbeit beim lokalen Buchhändler. Es gibt nur noch wenige solche, die mehrere Quellen zur Prüfung der Lieferbarkeit nutzen. Immer mehr bzw. viele verlassen sich auf ein (!) Barsortiment.

Libri hat nun entschieden, Bücher aus dem Katalog zu streichen (statt sie drin zu lassen, aber auf einen Bestand null zu setzen). Dadurch sind die Bücher in entsprechend auf Libri aufbauenden Buchhandlungen nicht mehr sichtbar. Antwort des Buchhändlers: "Das Buch gibt es nicht" oder so ähnlich. Würde Libri die Bücher mit Bestand null im Katalog lassen, würde der Buchhändler das Buch sehen und bestellen können. Libri hat aber Bestand null und leitet die Bestellung über eine sogenannte H3-Mail an den Verlag (!) weiter. Der führt die Bestellung das aus. (Genau so macht das übrigens auch der andere Barsortimenter KNV, der nach der Insolvenz inzwischen in neuen Händen weitergeführt wird.)

Libris Vorgehen geht auf Kosten des Buchhandels und der Verlage, hier vor allem natürlich der Kleinverlage.

 

Drittens:

Dass Amazon davon profitiert, ist so sicher noch nicht. Es wird sicherlich ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen, aber der Rest muss sich zeigen. Immerhin wird Amazon auch von Libri (und KNV) beliefert.

Sicher ist immerhin, dass auch die Titel, für die es keinen Bestand gibt, im Amazon-Katalog bleiben.

Sicher ist auch, dass die Marketplace-Angebote weiterhin funktionieren.

 

Viertens:

Es gibt eine konzertierte Aktion zahlreicher deutscher Kleinverlage (organisiert auch via Facebook) und der IGUV mit dem BöV, nach der Libri quasi aufgefordert wird, seine Handlungsweise zu überdenken und Entscheidungen zu revidieren. Das Ganze ist am Anfang, wie es weiter geht, wird sich zeigen.

 

My.


Bearbeitet von My., 19 August 2019 - 08:49.

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#7 My.

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Geschrieben 19 August 2019 - 08:54

Amazon gewinnt dadurch, weil die Leute automatisch dann dort eher Bücher kaufen statt bei Buchhandlungen, die Libri nutzen. Für mich persönlich ist es ziemlich scheiße, weil ich grundsätzlich über Genialokal bestelle, um meine lokale unabhängige Buchhandlung zu unterstützen, und die mit Libri arbeiten. Mir war schon aufgefallen, dass einige Titel in letzter Zeit nicht lieferbar waren. Die offizielle Stellungnahme von Seiten Libri hat das dann erklärt. 

 

Sinn und Zweck ist ja, dass Bücher lieferbar sind, auch wenn sie eigentlich nicht mehr neu sind. Gerade bei Titeln, die unter dem von Libri genannten Preis von 4,50 Euro liegen, ist das ätzend, weil diese dann fast nur noch über Amazon zu beziehen sind. Und ich bin mittlerweile Amazonverweigerer. 

 

Man könnte Genialokal darauf hinweisen, dass es noch einen zweiten großen Barsortimenter gibt: KNV.

Man könnte Genialokal auch darauf hinweisen, dass es definitiv sinnvoll(er) ist, über das VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) zu arbeiten, denn das VLB heißt VLB, weil es die lieferbaren Bücher verzeichnet.

 

My.


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#8 Mammut

Mammut

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Geschrieben 19 August 2019 - 09:09

@My., na, endlich bekommt man es mal erklärt. Der Aufruf der Kleinverlage ist da ja eher populistisch angehaucht und widerspricht ja ziemlich dem Statement von libri. Ich hatte vor Jahrzehnten auch mal beim lokalen Buchhändler versucht ein Buch zu bestellen, der hat es auch nicht bekommen (wollen). Seitdem erspare ich mir da.

Was aber noch unklar ist: Libri schreibt, es werden nur Titel ausgelistet, die zwei Jahre nicht bestellt wurden, die Stellungsnahme der IG unabhängige Verlage behauptet das Gegenteil. Was stimmt jetzt?

 

Generell scheint mir das Wort Sichtbarkeit ein wenig optimistisch. Bücher, die scheinbar nur einige wenige Leute interessiert, werden ja nicht wirklich sichtbarer, nur weil sie über das System bestellbar sind. 


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#9 Powerschnute

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Geschrieben 19 August 2019 - 09:34

Man könnte Genialokal darauf hinweisen, dass es noch einen zweiten großen Barsortimenter gibt: KNV.

Man könnte Genialokal auch darauf hinweisen, dass es definitiv sinnvoll(er) ist, über das VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) zu arbeiten, denn das VLB heißt VLB, weil es die lieferbaren Bücher verzeichnet.

 

My.

 

das hab ich doch bereits gemacht :) Die Antwort war, man sei an der Sache dran. Mehr kann ich da vorerst auch nicht tun. 


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#10 Diboo

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Geschrieben 19 August 2019 - 12:12

Bei all dem Gejammer über amazon wird gerne übersehen, dass gerade Kleinverlage sehr von der Gründung amazons profitiert haben, da dies ihre Sichtbarkeit deutlich erhöht hat. In einem Großteil der Buchhandlungen finden Kleinverlage doch grundsätzlich nicht statt, Libri hin oder her.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
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#11 My.

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Geschrieben 19 August 2019 - 12:21

@My., na, endlich bekommt man es mal erklärt. Der Aufruf der Kleinverlage ist da ja eher populistisch angehaucht und widerspricht ja ziemlich dem Statement von libri. Ich hatte vor Jahrzehnten auch mal beim lokalen Buchhändler versucht ein Buch zu bestellen, der hat es auch nicht bekommen (wollen). Seitdem erspare ich mir da.

Was aber noch unklar ist: Libri schreibt, es werden nur Titel ausgelistet, die zwei Jahre nicht bestellt wurden, die Stellungsnahme der IG unabhängige Verlage behauptet das Gegenteil. Was stimmt jetzt?

 

Generell scheint mir das Wort Sichtbarkeit ein wenig optimistisch. Bücher, die scheinbar nur einige wenige Leute interessiert, werden ja nicht wirklich sichtbarer, nur weil sie über das System bestellbar sind. 

 

Das Kleinverlagsstatement ist ganz sicher nicht populistisch, sondern allenfalls emotional angehaucht. Es geht hier mitunter auch um Existenzen (und das übrigens nicht nur bei Kleinverlagen, sondern auch bei Buchhändlern).

Die Buchhändler machen sicher einen Fehler, wenn sie sich an die Informationen aus nur einer Quelle binden. Schon die zusätzliche Verwendung des VLB erweitert quasi das Programm des Händlers. Auch KNV plus Libri ist ein hilfreiches Mehr, um dem Kunden Service zu bieten. Kunden, die erwarten, dass der Buchhändler alle Bücher auf Lager hat, haben keine Vorstellung von dem, was realistisch machbar ist. Kunden, die meinen, die müssten ihr Buch am nächsten Tag haben, werden auch bei Amazon nicht glücklich. Es ist heutzutage quasi ein Zwang, auf mehreren Schienen zu arbeiten: Recherche, Lieferbarkeit, Beschaffung.

Ich selbst kenne alle möglichen Arten von Buchhändlern, und es sind nicht nur die ganz Kleinen, sondern auch die Ketten, die sich nicht scheuen, direkten Kontakt mit den Kleinverlagen zu halten (zu meinen Kunden gehört auch Hugendubel, Thalia, Osiander und andere). Und ich kenne Buchhändler, denen die Recherche nach einer Lieferbarkeit zu viel Arbeit ist, wie ich auch solche kenne, die mich anrufen und mich schon nach Büchern von Verlegerkollegen gefragt haben, weil sie bei ihrer Recherche nicht weitergekommen sind.

 

In der Tat scheint die Aussage von Libri - ich arbeite nicht mit dem Barsortiment, kann also nur die Statements von Kollegen weitergeben - falsch, dass es nur um Titel geht, die mehr als zwei Jahre nicht verkauft wurden. Es geht eben auch um Titel, die günstiger als EUR 4,50 sind. Und es geht sogar um neue Titel aus Kleinverlagen, und es geht auch darum, dass ganze Reihen auseinandergerissen werden (aus einer zehnbändigen Reihe wurde Band 4 ausgelistet). Libri muss sich leider den Vorwurf machen lassen, hier nicht marktgerecht vorgegangen zu sein und vorzugehen. Und vor allem auch nicht kollegial, informativ und transparent. Aus meiner Facebookgruppe "Unabhängiger Kleinverlage" hat so mancher zuletzt recht überrascht, auf die Remittendenpalette vor seiner Haustür reagiert. (Und die sind auch das Problem, diese unangekündigten Rücksendungen - Libris Zahlungsfristen sind leider nicht immer so großzügig, wie sie selbst abgerechnet werden möchten.)

 

Und es ist genau die systemische Sichtbarkeit, die relevant ist (nicht etwa die "Sichtbarkeit" auf einer Internetseite, bei Facebook oder Lovelybooks). Findet der Buchhändler ein Buch in seinem System, kann er es immer bestellen, sogar antiquarisch, wenn er entsprechend engagiert ist. Ein Buch, das Libri, KNV & Co. aus ihren Katalogen nehmen, ist allenfalls noch im VLB zu finden - und bei Amazon (die so weit ich weiß auch nicht auslisten, egal, ob das Buch noch lieferbar ist oder nicht). Wie ich schrieb: So lange das Buch in den Katalogen ist, kann es bestellt werden; die Barsortimenter, die die Bestellung nicht bedienen können, sind verpflichtet (!), die Bestellung an den Verlag weiterzuleiten, der sich dann darum kümmert. Ist das Buch nicht mehr in den Katalogen, kann der Buchhändler nicht mehr so ohne weiteres den Verlag ausfindig machen, es sei denn, er ist sehr bemüht.

 

My.


Bearbeitet von My., 19 August 2019 - 12:21.

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Geschrieben 19 August 2019 - 12:27

Aber zuerst setzt man die Klein- und Kleinstverlage mit ruinösen Preisen unter Druck - die Frage ist ja, was da noch beim Autor hängen bleibt.

 

Das ist in diesem Fall überhaupt kein Thema.

 

Bei all dem Gejammer über amazon wird gerne übersehen, dass gerade Kleinverlage sehr von der Gründung amazons profitiert haben, da dies ihre Sichtbarkeit deutlich erhöht hat. In einem Großteil der Buchhandlungen finden Kleinverlage doch grundsätzlich nicht statt, Libri hin oder her.

 

Und auch das ist in dieser Sache überhaupt kein Thema. Es wird hier nicht über Amazon gejammert. Es geht um das Verhalten eines Barsortimenters (vulgo: Großhändlers), unnötigerweise zu Lasten von Kleinverlagen und Buchhändlern (und nicht zugunsten von Amazon). Libris Verhalten ist umso unfairer, als dass die Speicherung von nicht auf eigenem Lager befindlichen Titeln im System im Grunde kein Geld kostet.

 

My.


Bearbeitet von My., 19 August 2019 - 12:28.

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#13 Diboo

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Geschrieben 19 August 2019 - 12:40

Doch, es wird durchaus "gejammert". Auch in diesem Thread wurde die amazon-Keule ausgepackt, etwa von Powerschnute.

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#14 Peter-in-Space

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Geschrieben 19 August 2019 - 12:50

Das ist in diesem Fall überhaupt kein Thema.

Assklar... :blink:


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#15 Powerschnute

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:03

Doch, es wird durchaus "gejammert". Auch in diesem Thread wurde die amazon-Keule ausgepackt, etwa von Powerschnute.

 

hm, als Jammern hätte ich meine Aussage eigentlich nicht interpretiert, aber ok. Ich bin am Ende nur Kundin. Ich veröffentliche nix. Ich verkaufe nix. Ich bin reiner Konsument. Und da weigere ich mich nunmal, bei Amazon einzukaufen, weil ich mit vielen ihrer Praktiken nicht einverstanden bin. Zumal ich nunmal Wert auf meine kleine Buchhandlung ums Eck lege. Ich sehe nicht, was daran falsch sein sollte oder Gejammer wäre. Nunja. Ich hol mir mal noch einen Kaffee. 


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#16 Peter-in-Space

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:03

könnte man die Threads in den beiden Unterforen nicht einfach zusammenlegen?

 

Es wäre doch sinnvoll.


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#17 Mammut

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:05

Und es ist genau die systemische Sichtbarkeit, die relevant ist (nicht etwa die "Sichtbarkeit" auf einer Internetseite, bei Facebook oder Lovelybooks). Findet der Buchhändler ein Buch in seinem System, kann er es immer bestellen, sogar antiquarisch, wenn er entsprechend engagiert ist. Ein Buch, das Libri, KNV & Co. aus ihren Katalogen nehmen, ist allenfalls noch im VLB zu finden - und bei Amazon (die so weit ich weiß auch nicht auslisten, egal, ob das Buch noch lieferbar ist oder nicht). Wie ich schrieb: So lange das Buch in den Katalogen ist, kann es bestellt werden; die Barsortimenter, die die Bestellung nicht bedienen können, sind verpflichtet (!), die Bestellung an den Verlag weiterzuleiten, der sich dann darum kümmert. Ist das Buch nicht mehr in den Katalogen, kann der Buchhändler nicht mehr so ohne weiteres den Verlag ausfindig machen, es sei denn, er ist sehr bemüht.

 

My.

 

Na ja, relevant. Erst muss überhaupt der potenzielle Käufer wissen, das es das Buch gibt. Das ist schon relevant. 

Die Frage ist halt, wie viele Käufer von Kleinverlagsbüchern, die dann von den Büchern wissen, den Weg über den Buchhändler gehen und ob sie diesen Weg für alternativlos halten oder auch direkt bestellen können.

Das ist bestimmt bei jedem Verlag anders gewichtet, aber ob das wirklich existenzbedrohend ist? Und man darf natürlich ketzerisch auch die Frage stellen, ob eine Marktbereinigung manchmal langfristig nicht auch was gutes hat. 


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#18 Powerschnute

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:08

Na ja, relevant. Erst muss überhaupt der potenzielle Käufer wissen, das es das Buch gibt. Das ist schon relevant. 

Die Frage ist halt, wie viele Käufer von Kleinverlagsbüchern, die dann von den Büchern wissen, den Weg über den Buchhändler gehen und ob sie diesen Weg für alternativlos halten oder auch direkt bestellen können.

Das ist bestimmt bei jedem Verlag anders gewichtet, aber ob das wirklich existenzbedrohend ist? Und man darf natürlich ketzerisch auch die Frage stellen, ob eine Marktbereinigung manchmal langfristig nicht auch was gutes hat. 

 

again, aus reiner Konsumentensicht bevorzuge ich es natürlich, bei einem Händler zu bleiben aus purem Komfort heraus. (bzw. 3 in meinem Fall, weil es drei Konzepte gibt, die ich unterstütze). Hat halt den Vorteil, dass von vielen Verlagen alles in einem Warenkorb landet, während man sonst gezielt bei den Verlagen selbst kaufen gehen muss. Sicherlich alles eine Frage, der Gewöhnung. Ich bin halt auch manchmal einfach nur faul und bequem. 

 

Danke für die Ausführungen @My


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#19 My.

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:11

Na ja, relevant. Erst muss überhaupt der potenzielle Käufer wissen, das es das Buch gibt. Das ist schon relevant. 

Die Frage ist halt, wie viele Käufer von Kleinverlagsbüchern, die dann von den Büchern wissen, den Weg über den Buchhändler gehen und ob sie diesen Weg für alternativlos halten oder auch direkt bestellen können.

Das ist bestimmt bei jedem Verlag anders gewichtet, aber ob das wirklich existenzbedrohend ist? Und man darf natürlich ketzerisch auch die Frage stellen, ob eine Marktbereinigung manchmal langfristig nicht auch was gutes hat. 

 

Diskussionsfähige Aspekte, haben aber nichts mit dem Libri-Problem zu tun. Zur Frage, ob Kleinverlagsbücher über den Buchhandel laufen, ein Beispiel: Dirk C. Flecks "Feuer am Fuß" ist bislang 4stellig verkauft worden. Davon entfielen ca. 40 % auf Verkäufe über Dirks Webshop, weitere 40 % über Buchhandlungen, die restlichen 20 % verteilen sich auf Amazon und Verkäufe bei Lesungen und Veranstaltungen.

40 % über Buchhandlungen. Von einem Kleinverlag namens p.machinery.

 

Und nehmen wir an, du bist Kleinverleger. Hast Libri 200 Exemplare eines Titels à 10 Euro geliefert. Bekommst nun ohne Vorwarnung, ohne Begründung (warum bestellt Libri 200 Ex., wenn die sich nicht verkaufen?) 180 Stück zurück, mit der Forderung, deren Gegenwert (180 x 10 Euro) innerhalb von z.B. 14 Tagen zurückzuzahlen.

Kannst du das?

 

My.


Bearbeitet von My., 19 August 2019 - 13:13.

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#20 Mammut

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:15

Ist "Feuer am Fluss" denn ausgelistet worden?

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#21 Mammut

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:42

again, aus reiner Konsumentensicht bevorzuge ich es natürlich, bei einem Händler zu bleiben aus purem Komfort heraus. (bzw. 3 in meinem Fall, weil es drei Konzepte gibt, die ich unterstütze). Hat halt den Vorteil, dass von vielen Verlagen alles in einem Warenkorb landet, während man sonst gezielt bei den Verlagen selbst kaufen gehen muss. Sicherlich alles eine Frage, der Gewöhnung. Ich bin halt auch manchmal einfach nur faul und bequem. 

 

Deswegen bestelle ich entweder bei Amazon/booklooker oder direkt beim Verlag. Das ich mal spontan in einer Buchhandlung fündig werde hat echt Seltenheitswert.

Und nehmen wir an, du bist Kleinverleger. Hast Libri 200 Exemplare eines Titels à 10 Euro geliefert. Bekommst nun ohne Vorwarnung, ohne Begründung (warum bestellt Libri 200 Ex., wenn die sich nicht verkaufen?) 180 Stück zurück, mit der Forderung, deren Gegenwert (180 x 10 Euro) innerhalb von z.B. 14 Tagen zurückzuzahlen.

Kannst du das?

 

My.

 

Diskussionsfähige Aspekte, haben aber nichts mit dem Libri-Problem zu tun. Es geht doch um Bücher, die sich seit 2 Jahren nicht verkauft haben, oder?


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#22 ShockWaveRider

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:46

Warum brauchen wir das Thema jetzt zwei Mal?

Siehe auch http://www.scifinet....us-dem-katalog/.

 

My.

 

Wer kann die denn zusammen legen?

Vielleicht mal bei denen anfragen...

 

Gruß

Ralf,

ist mit libri noch nicht unmittelbar(!) in Berührung gekommen


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#23 Powerschnute

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:49

Deswegen bestelle ich entweder bei Amazon/booklooker oder direkt beim Verlag. Das ich mal spontan in einer Buchhandlung fündig werde hat echt Seltenheitswert.

 

Genialokal ist mein Amazon. 


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#24 ShockWaveRider

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Geschrieben 19 August 2019 - 13:52

Deswegen bestelle ich entweder bei Amazon/booklooker oder direkt beim Verlag. Das ich mal spontan in einer Buchhandlung fündig werde hat echt Seltenheitswert.

 

Entspricht genau meiner Erfahrung. Wozu extra die Reise zu einer Buchhandlung auf sich nehmen (bei mir um die Ecke (= Radius 1,3 km) gibt es genau KEINE Buchhandlung!), wenn man dort eh nicht fündig wird? Dann muss man erst noch mehr oder weniger mürrische Verkäufer davon überzeugen, dass sie mein Wunschbuch bestellen. Und dann muss ich einige Tage später noch mal auf den Weg machen...

 

Wie gut, dass es das Internet gibt!

 

Gruß

Ralf


Bearbeitet von ShockWaveRider, 19 August 2019 - 13:55.

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#25 ShockWaveRider

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Geschrieben 19 August 2019 - 14:00

Genialokal ist mein Amazon. 

 

Kenne ich noch gar nicht.

Ich habe eben mal spasseshalber meine PLZ eingegeben (mir wurden sogar Buchhändler in Poing gelistet, das ist mehr als 14 km entfernt, für mich deutlich jenseits von "lokal") und nach Dirk van den Booms Roman "Aume reist" gesucht. Ich bekam genau eine Antwort - das e-book.

Ehrlich: Dafür brauche ich kein genialokal.

 

Gruß

Ralf


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#26 Powerschnute

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Geschrieben 19 August 2019 - 14:06

Kenne ich noch gar nicht.

Ich habe eben mal spasseshalber meine PLZ eingegeben (mir wurden sogar Buchhändler in Poing gelistet, das ist mehr als 14 km entfernt, für mich deutlich jenseits von "lokal") und nach Dirk van den Booms Roman "Aume reist" gesucht. Ich bekam genau eine Antwort - das e-book.

Ehrlich: Dafür brauche ich kein genialokal.

 

Gruß

Ralf

 

die liefern genauso wie Amazon. Hängen aber nur an Libri. Das meinte ich damit, wenn ich sage, dass mir in letzter Zeit schon aufgefallen ist, das bestimmte Titel dort nicht verfügbar sind. Meine Buchhandlung ist für mich direkt auf'm Arbeitsweg. Da lohnt es sich für mich. Und notfalls lasse ich liefern. 

 

Plus, meine eBooks sind nicht aufs Kindleformat beschränkt. Das finde ich sehr positiv. 


Bearbeitet von Powerschnute, 19 August 2019 - 14:06.

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#27 My.

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Geschrieben 19 August 2019 - 15:00

Ist "Feuer am Fluss" denn ausgelistet worden?

Nein, natürlich nicht. Ich arbeite nicht mit dem Barsortiment. Und es ging ja nicht um die Frage, ob "FaF" ausgelistet worden wäre, sondern ob Kleinverlagsbücher im Buchhandel überhaupt wahrgenommen werden. Und witzigerweise wurde das Buch auch deutlich mehr als einmal von Libri bestellt, über Libri von Buchhandlungen bestellt und via KNV - dem anderen großen Barsortimenter - über H3-Mails von Buchhandlungen bestellt. Das Buch heißt übrigens "Feuer am Fuß", nicht "Feuer am Fluss".  

Diskussionsfähige Aspekte, haben aber nichts mit dem Libri-Problem zu tun. Es geht doch um Bücher, die sich seit 2 Jahren nicht verkauft haben, oder?

Nein. Wenn du Libri irgendwann 200 Ex. eines Buches zu 10 Euro geliefert hast, hast du eine Rechnung an Libri geschrieben und von denen 2000 Euro als Bezahlung erhalten. Wenn dann nach einem Zeitraum X 180 Ex. = 1800 Euro zurückkommen, dann ist das Problem, dass du irgendwoher diese 1800 Euro beschaffen musst (die aus der ursprünglichen Zahlung längst in anderen Projekten stecken). Es geht hier eindeutig um die Kommunikation seitens Libri, die kritik- und verbesserungswürdig ist.  

Plus, meine eBooks sind nicht aufs Kindleformat beschränkt. Das finde ich sehr positiv.

Das hat mit deinem "Genialokal" nichts zu tun. Es gibt (Klein-) Verleger, die arbeiten ausschließlich über KDP; deshalb gibt es deren E-Books nur bei Amazon. Ich arbeite bislang mit Bookrix und stelle gerade auf Bookwire um: Meine E-Books gibt es überall. My.


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#28 My.

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Geschrieben 19 August 2019 - 15:03

Unter https://www.buchrepo...ennisch-handeln findet sich ein Interview mit dem Libri-Chef Südmersen (sprachlich ausgesprochen bedenklich, nebenbei bemerkt), dazu erste Stellungnahmen von die IGUV-Kritik unterstützenden Kleinverlegern.

 

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#29 Powerschnute

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Geschrieben 19 August 2019 - 15:12

 

Das hat mit deinem "Genialokal" nichts zu tun. Es gibt (Klein-) Verleger, die arbeiten ausschließlich über KDP; deshalb gibt es deren E-Books nur bei Amazon. Ich arbeite bislang mit Bookrix und stelle gerade auf Bookwire um: Meine E-Books gibt es überall. My.

 

War auch eher darauf bezogen, dass ich bei Amazon die Kindle-Bindung nicht mag. 


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