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Philip K. Dick - Sämtliche 118 SF-Geschichten Band 3


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127 Antworten in diesem Thema

#61 Teddy

Teddy

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Geschrieben 13 March 2021 - 22:36

Die Art, wie Dick seine Geschichte aufbaut ist - wie meistens bei ihm - sehr geschickt. Er setzt mitten in der Handlung ein und der Leser kann sich den Hintergrund nach und nach selber erschließen. Zumindest bei mir führt das dazu, dass ich schnell in der Geschichte drin bin und sofort gespannt bin, um was es geht bzw. wie es weitergeht. Die Kurzgeschichte zeigt einen winzigen Ausschnitt eines galaktischen Kriegs in Form eines Jungen, dessen Alien-Spielgefährten sich über Nacht aufgrund sich wendenden Kriegsverlaufs gegen ihn wenden. Ja, es wird nicht erklärt, warum die Alienkinder handeln, wie sie handeln, aber es ist eine realistische Möglichkeit. (Und eine Erklärung für eine sich ausbreitende Menschheit brauch ich nun wirklich nicht.) Ich musste bei der Geschichte übrigens an Steine-werfende Palästinenser und israelische Siedler denken. Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen.



#62 Ralf Wambach

Ralf Wambach

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Geschrieben 16 March 2021 - 19:44

Die Idee der Geschichte hat mich gepackt. Erde teilweise verwüstet, an anderen Stellen Überbevölkerung, Menschen verlassen die Erde und siedeln sich auf fremden Planeten an, mit allem bekannten Konfliktpotential mit den Einheimischen, die schon da sind und verdrängt werden.

Das macht auch das Zitat am Schluss klar: „ Ich bin hier geboren, aber es ist gestohlenes Land. …Wir sind hier, weil wir stärker waren. Aber jetzt sind wir nicht mehr stärker. Wir werden besiegt.“

Das könnten auch die einleitenden Wort oder die Schlusssätze zu einem Werk über die Geschichte von bestimmten Kriegen/Konflikten der Menschheit hier auf unserer Erde sein.

Als Anstoß/Grundlage für weitergehende Diskussionen, finde ich, ist „Tony und die Käfer“ also eine starke Geschichte.



#63 Mammut

Mammut

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Geschrieben 17 March 2021 - 17:50

Null-O handelt von Menschen ohne Gewissen. Würde man nur logisch denken und Gefühle ausschalten, ergebe sich ein solches Szenario, so liest sich das.
Hm, mit der Geschichte aus If 1958 kann ich ehrlich nichts anfangen.
Der Anfang, Menschen sie anders sind, las sich noch interessant. Aber dann? Hab ich was überlesen?

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#64 Ralf Wambach

Ralf Wambach

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Geschrieben 17 March 2021 - 22:02

Mir erging es beim Lesen ähnlich. Zunächst fand ich die Geschichte interessant. Ein Mensch komplett ohne Gewissen. Bis zu der Stelle, an der Lemuel in die Wohnung von Dr. North einzog. Ok, große Fürsorge (oder fachmännisches Interesse?), klingt aber schon unglaubwürdig, finde ich. Und dann findet auf wenigen Seiten ein großes Epos statt. H-Bombe, E-Bombe, V-Bombe, G- Bombe, U-Bombe. Soll sich das alles in der Realität abgespielt haben? Oder in der Lemuels Vorstellung/Phantasie? Ist mir völlig unklar geblieben. Das wäre ja vielleicht Stoff genug für ein großes Epos, dann wäre Dicks Geschichte der Klappentext dazu.



#65 Teddy

Teddy

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Geschrieben 18 March 2021 - 13:20

Eine seltsame Geschichte. Warum sollte eine Homogenisierung aller Materie ein erstrebenswertes Ziel sein? Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob das eine Persiflage auf die in den vierziger und fünfziger Jahren beliebten Mutanten-Geschichten sein soll, insbesondere auf van Vogt und seine Null-A? Bei Voigt steh Null-A für eine nicht-Aristotelische Logik. Da ich die Null-A-Geschichten nie gelesen habe, kann ich das aber nicht beurteilen.



#66 lapismont

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Geschrieben 28 March 2021 - 19:28

Ging mir auch so. Die Motivation der Figuren erschloss sich mir nicht.


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#67 Mammut

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Geschrieben 29 March 2021 - 13:14

To serve the master/Dem Meister zu dienen erschien 1956 in Imagination:
http://www.isfdb.org...title.cgi?58254

 

Eine im positiven Sinn typische PKD Geschichte. Otto Normal namens Applequist, eingebunden in monotone Tätigkeit, der Obrigkeit untergeordnet, findet einen Roboter. Roboter, die früher Krieg geführt haben sollen und daher seitdem verboten sind. Die Obrigkeit allerdings hält alle Infos in der Hand (vergl. Kirche in frühen Jahren) und als der Roboter von ganz anderen Ereignissen berichtet, wird Applequist hellhörig, und am Ende ist nicht ganz klar, wer die Wahrheit spricht. Ob eine von zwei Menschengruppen den Krieg verursacht haben oder die Roboter. So wie es aussieht, sind aber die Roboter die guten und die "Technik" (Roboter) wird unnötig als böse dargestellt.

Hat mir gut gefallen.


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#68 Ralf Wambach

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Geschrieben 29 March 2021 - 13:30

Ich fand die Geschichte richtig gut und spannend. Spannend vor allem, weil für mich letztlich unklar bleibt, wer denn  nun die Guten und die Bösen sind. Mensch oder Roboter?



#69 Teddy

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Geschrieben 30 March 2021 - 23:27

Gibt es in der Geschichte überhaupt die Guten? Die Company erzählt dem Arbeiter eine Mythos, damit der brav arbeitet und ja nicht selber denkt, der Roboter tut das gleiche, damit er die Ersatzteile bekommt. Der Arbeiter ist beiden Seiten letztendlich völlig egal. Ich bin mit dem Ende nicht ganz zufrieden. Irgendwie dachte ich, Dick haut noch einem Twist raus, aber ich blätterte um und die Geschichte war zu Ende.



#70 lapismont

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Geschrieben 01 April 2021 - 10:59

Eine weitere Bunkergesellschaftsgeschichte mit einer Roboter-Bedrohung. Erneut erweisen sich die Roboter/Androiden als heimtückisch. Neu ist die rigorose Bestrafung am Ende.

Applequist rebelliert gegen die herrschende Gesellschaftsform, indem er versucht eine Traumwelt wiederherzustellen. Nette Idee, aber sehr kurz und wenig fesselnd.

Dass er so problemlos Ersatzteile für einen hundert Jahre alten Andrioden auftreiben kann, deren Technik man eigentlich einst ausrottete, ist ein sehr schwaches deus ex machina und störte mich beim Lesen massiv.

 

Insgesamt eine unausgereifte Variante früherer Stories von ihm.


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#71 Mammut

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Geschrieben 01 April 2021 - 11:03

Eine weitere Bunkergesellschaftsgeschichte mit einer Roboter-Bedrohung. Erneut erweisen sich die Roboter/Androiden als heimtückisch. Neu ist die rigorose Bestrafung am Ende.

Applequist rebelliert gegen die herrschende Gesellschaftsform, indem er versucht eine Traumwelt wiederherzustellen. Nette Idee, aber sehr kurz und wenig fesselnd.

Dass er so problemlos Ersatzteile für einen hundert Jahre alten Andrioden auftreiben kann, deren Technik man eigentlich einst ausrottete, ist ein sehr schwaches deus ex machina und störte mich beim Lesen massiv.

 

Insgesamt eine unausgereifte Variante früherer Stories von ihm.

 

Die Roboter sind zwar die Sündenböcke, aber ich habe die eher als die guten interpretiert.


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#72 lapismont

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Geschrieben 01 April 2021 - 12:44

Es wird nicht ganz klar, da es zwei Versionen der Historie gibt. Es ist ja ein altes Thema der SF, dass für die Zukunft ein tödlicher Kampf Menschheit gegen Maschinen postuliert wird und meist whren sich die Maschinen gegen Unterdrückung oder sehen sich als evolutionär überlegen an.


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#73 Mammut

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Geschrieben 01 April 2021 - 13:36

Es wird nicht ganz klar, da es zwei Versionen der Historie gibt. Es ist ja ein altes Thema der SF, dass für die Zukunft ein tödlicher Kampf Menschheit gegen Maschinen postuliert wird und meist whren sich die Maschinen gegen Unterdrückung oder sehen sich als evolutionär überlegen an.


Genau. Und die Unschärfe zwischen den beiden Versionen ist doch die eigentliche Geschichte: Die Manipulation der Wahrheit. Welche der beiden entspricht der Fake News? Ich habe in der Story eher dem Roboter getraut.

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#74 lapismont

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Geschrieben 01 April 2021 - 13:51

Genau. Und die Unschärfe zwischen den beiden Versionen ist doch die eigentliche Geschichte: Die Manipulation der Wahrheit. Welche der beiden entspricht der Fake News? Ich habe in der Story eher dem Roboter getraut.

ja, man ist eher gegen die Bunkergesellschaft. Wobei der Einblick in sie auch recht schmal ist. Dick beschreibt gern streng hierrarische, patriarchalische Strukturen, denen ich schon rein instinktiv misstraue. Aber ob das Dick auch so sah?


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#75 Mammut

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Geschrieben 01 April 2021 - 14:17

ja, man ist eher gegen die Bunkergesellschaft. Wobei der Einblick in sie auch recht schmal ist. Dick beschreibt gern streng hierrarische, patriarchalische Strukturen, denen ich schon rein instinktiv misstraue. Aber ob das Dick auch so sah?


Er scheint der Struktur, die er beschreibt, zu misstrauen. So habe ich das interpretiert.

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#76 Mammut

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Geschrieben 03 April 2021 - 21:13

Ausstellungsstück

Man könnte meinen, die Geschichte spielt heute. Der Restaurator ist unzufrieden mit seinem Leben im 22.Jhd. Er erschafft ein Exponat aus dem 20.Jhd. und geht vollkommen in der Arbeit auf. So stark, sein Chef kritisiert ihn dafür.
Als er ein Geräusch hört und ins Exponat steigt, befindet er sich in dieser Zeit wieder und zweifelt, welche Welt die wirkliche ist. Ihm gefällt diese Welt soviel besser und als er über ein Zeitloch kontakt zu seinem Zukunftschef bekommt, entscheidet er,in der Vergangenheit zu bleiben.
Aber wie bei Dick gewohnt, bleibt offen, ob das die richtige Entscheidung war.

Hat mir sehr gut gefallen. Was ist echt und was erstrebenswert? Wichtige Fragen.

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#77 Ralf Wambach

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Geschrieben 03 April 2021 - 23:03

Ja, diese Geschichte schreit für mich nach einer Fortsetzung. Ich hätte zu gern gewusst, wie sich der Restaurator nun an seine neue Welt, insbesondere an seine neue Familie, anpasst und ob andere Menschen (Arbeitskollegen ...) merken, dass mit ihm "etwas" nicht stimmt. Outet er sich irgendwann? Dient er sich der Wissenschaft an? Verdient er viel Geld als Hellseher, Wirtschaftweiser ...? Schreibt er SF-Geschichten?  Also schon genug Stoff für eine Fortsetzung. Stark finde ich die Pointe. Der Restaurator weiß ja schon, dass die Welt nicht zerstört wurde.



#78 Teddy

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Geschrieben 06 April 2021 - 15:22

Eine typische Dick-Geschichte, die sich mit seinem Lieblingsthema - was ist Realität? - beschäftigt. Ich habe das Ende als bitterböse wahrgenommen., d.h. die neue Welt ist nicht die Vergangenheit, sondern eine Welt, wie das 20. Jahrhundert und auch die Zeitungsmeldung ist wahr. Der Restaurator ist also in seiner Traumwelt angekommen, nur um zu erfahren, dass diese vernichtet werden wird und damit auch gar nicht so traumhaft, wie gedacht. (Die Zeitungsüberschrift ist eigentlich blöd: Wieso sollten die Russen die Welt vernichten, nur weil sie eine neue Waffe haben? Haben sie ja mit Atom- und Wasserstoffbombe auch nicht gemacht.)



#79 lapismont

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Geschrieben 06 April 2021 - 21:03

Ich habs so gelesen, dass der Typ nur zu gern in die 50er Jahre wechselt, weil seine Zukunft im Vergleich dazu extrem trist ist. Dick konstruiert das so, dass man Hinweise für beide Seiten hat. Der Typ erinnert sich an die 50er-Jahre Welt und auch an das 22. Jahrhundert. Er findet das Zeitportal und redet mit seinen dortigen Chef.

Dessen Drohung, die alte Welt zu vernichten, macht man dann wohl wahr, wie die Zeitung vermuten lassen könnte.

 

Kurz und knappe Ideen-Story, ohne allzu ausgefeilte Figuren. Ja, geht wieder aufwärts.


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#80 Mammut

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Geschrieben 07 April 2021 - 08:51

The Crawlers erschien 1954 in Imagination:

http://www.isfdb.org...in/pl.cgi?58890

 

1981 erschien die Übersetzung Die Kriecher in EIne Handvoll Dunkelheit.

http://www.isfdb.org...n/pl.cgi?364348

 

In der Nähe eines Strahlenlabors werden KInder geboren, de völlig anders sind. Man deportiert sie, wenn sie nicht sofort von den Eltern getötet wurden, auf eine Insel. Dort wachsen und gedeihen sie und bilden selbst eine Gemeinschaft. Sie gebären selbst Kinder, und wenn es welche sind, die sich wieder zu normalen Menschen entwickeln, schlagen sie diese tot.

Na ja, ich finde, das ist eine schwache Geschichte mit interessanten Ansätzen, über die sie nicht hinaus kommt. Die Idee, das durch Strahlung Mutation stattfindet, diese Mutationen von den Menschen abgelehnt werden und die Mutationen später Menschen ablehnen...ist schon arg dünn.


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#81 Ralf Wambach

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Geschrieben 07 April 2021 - 09:30

Also ich fand die Geschichte schön-schaurig-gruselig-spannend, war am Schluss aber enttäuscht, weil ich das Gefühl hatte, sie gar nicht richtig  verstanden zu haben. Erst mit Mammuts Hinweisen habe ich sie nun verstanden, von daher meine ich, dass der Autor sie nicht so gut aufgeschrieben hat. Die Idee der Geschichte an sich finde aber nach wie vor schaurig-gruselig.



#82 lapismont

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Geschrieben 10 April 2021 - 13:00

Mir hat die Geschichte gefallen. Zum einen wird die Kreaturen-Sicht genutzt, was ich wesentlich spannender finde, als die der 50er-Jahre Menschen. Zum anderen untersucht Dick hier in Ansätzen, wie sich eine Dorf-Gesellschaft verhält, wenn sie auf derart schwerwiegende Veränderungen trifft. Hier werden ja nicht nur veränderte Kinder geboren, sie bauen sich auch noch ein komplett anderes Leben auf. Ein Gegerationenkonflikt der ganz anderen Art. Und zum Schluss macht Dick klar, dass sich dieser Konflikt immer wiederholen wird, egal was die eine Generation in ihrer Jugend durch die vorhergehende erlebte. Für mich eine sehr stimmige Parabel. 


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#83 Teddy

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Geschrieben 10 April 2021 - 15:22

Mir hat die Geschichte auch gefallen. Der Leser erfährt zusammen mit dem Regierungsermittler Schritt für Schritt, um was es bei den Kriechern überhaupt geht. Dies wird verbunden mit der Rahmenhandlung aus Sicht der Kriecher und der Pointe, dass die Kriecher wohl die nächste Evolutionsstufe der Menschheit sind, die ein Kollektiv vergleichbar staatenbildender Insekten bilden und die Geburt einer normalen Babys als Rückfall bezeichnen. 



#84 Mammut

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Geschrieben 11 April 2021 - 20:08

Eine todsichere Masche

 

http://www.isfdb.org...n/pl.cgi?242997


Morris ist sowas wie Trucker, er fährt die Strecke zum Ganyamed. Er ist genervt von seiner Arbeit und dem Leben. Am meisten nervt ihn die allgegenwärtige Werbung. Er macht seiner Frau den Vorschlag, nach Proxi auszuwandern, eine Welt, In der die Vergangenheit noch gelebt wird, aber sie will nicht.
Als er heimkommt, klingelt der Vasrah, ein Dienstleistungsroboter, der sich selbst anpreist und droht, so lange zu bleiben bis er gekauft wird.
Morris flieht mit seiner Rakete, doch der Vasrah folgt ihm und Morris muss ihn ertragen, Bis die Rakete explodiert.
Herrlich schräg, mit viel Humor. Hat mir sehr gut gefallen.


Bearbeitet von Mammut, 24 April 2021 - 20:01.

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#85 Ralf Wambach

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Geschrieben 11 April 2021 - 21:27

Ja genau, schräg, humorvoll, kurzweilig. Ansonsten hat sie mich nicht tiefer berührt, aber das muss ja auch nicht bei jeder Geschichte sein.



#86 Teddy

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Geschrieben 12 April 2021 - 03:01

Das soll wohl eine Satire auf das Vorstadtleben in den USA der 50er Jahre sein. Langer Weg zur Arbeit, nervender Verkehr, allgegenwärtige Werbung. Leider wird das kein bisschen interessanter, wenn man sich im Weltraum an Fahrspuren halten muss und auf dem Mars schnell tanken geht. Der Vasrah lässt zuerst hoffen, aber dann fällt Dick auch dazu nicht mehr viel ein. Ich fand's recht öde. 


Bearbeitet von Teddy, 12 April 2021 - 09:30.


#87 Mammut

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Geschrieben 12 April 2021 - 06:33

Ich habe den Titel geändert. Ich fand den Vasrah herrlich. Nimmt die Bude auseinander und folgt dem Morris bis zum Mars. Das war echt schräg. Aber natürlich ist der Rest nicht sonderlich innovativ. Ich schrieb ja oben, das ist ein LKW Fahrer. Die Parallelen sind so extrem, das tut schon weh.

Aber ein Roborter, der sich hinsetzt und sagt ich bleibe, denn ihr kauft mich, das ist echt eine Nummer.


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#88 Teddy

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Geschrieben 12 April 2021 - 09:34

O.k. Da sind wir uns immerhin einig, dass der Vasrah das Highlight der Story ist. Als er auftrat dachte ich auch, jetzt wird's doch noch gut. Aber dann kam mMn halt nix mehr. 



#89 lapismont

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Geschrieben 17 April 2021 - 14:59

Die 50er Jahre Vorstadthölle in den USA werden wir in diesen Kurzgeschichtenbänden nicht verlassen, fürchte ich.

Es ist schon schräg sich vorzustellen, dass Dick eine derartige Entwicklung für möglich hält. Werbeterror in dieser Art bedeutet ja letztlich, dass der Kapitalismus ungehindert wuchern darf. Insofern ist diese groteske Geschichte schon recht witzig.


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#90 Mammut

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Geschrieben 23 April 2021 - 10:14

Verwirrspiel ist von 1954 (http://www.isfdb.org...in/pl.cgi?58646) und wohl eine Geschichte, deren Idee in dem Roman Die Clans des Alpha-Mondes wiederaufgegriffen wurde.
Ein Raumschiff stürzt ab, die Überlebenden und Mutanten der Menschen, fühlen sich aber überlegen. Sie kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind.

Wie sich heraus stellt, sind die Mutanten paranoid und bilden sich die Bedrohung ein
Ihr Schiff war ein Krankentransport und jetzt sind die gefährlichen Irren frei.
Bin ich froh, keine paranoide Züge zu besitzen. Muss ja schlimm sein.


Bearbeitet von Mammut, 24 April 2021 - 20:00.

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