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Philip K. Dick - Sämtliche 118 SF-Geschichten Band 4


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28 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 23 June 2021 - 15:06

Ich öffne schon mal den Ordner für die Leserunde zu Band 4. Ich hatte vorgeschlagen ab 1.8 mit der Lektüre zu beginnen, falls das zu früh oder spät ist, einfach mal Rückmeldung geben.

 

Hier die Info zum Buch:

http://www.isfdb.org...n/pl.cgi?515358

 

 

Ich denke da sind einige interessante Geschichten enthalten.


Galactic Pot Healer - die etwas andere Bar
http://defms.blogspo...pot-healer.html


#2 Teddy

Teddy

    Ufonaut

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Geschrieben 26 June 2021 - 09:41

Alleine würde ich jetzt erstmal eine Pause von mindestens einem halben Jahr machen. Da du und Ralf wahrscheinlich nicht so lange warten wollt, können wir aber auch gleich am 1.8. weitermachen. Notfalls steig ich mittendrin aus. 



#3 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 27 June 2021 - 12:40

Ein halbes Jahr und mehr wäre mir zu lange. Lass uns am 1.8 anfangen und schauen, wie lange wir durchhalten.

Galactic Pot Healer - die etwas andere Bar
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#4 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 02 August 2021 - 08:48

Autofab erschien als Krieg der Automaten das erste Mal auf Deutsch:

http://www.isfdb.org...n/pl.cgi?370695

 

Die Erde nach dem Krieg. Engagierte Bürger wollen die automatische Produktion von Gütern stoppen um ihr Leben selbst wieder in die Hand zu nehmen. Dabei greifen sie auf einen Trick zurück und so kommt es zum Krieg zweier Fabriken um Rohstoffe, im vorliegenden Fall um Wolfram. 

Doch statt die Maschinen damit lahm zu legen, entwickeln die Maschinen eine Strategie, nach dem Krieg der Automaten ihre Fabriken wieder neu aufzubauen.

 

Dick macht da weiter, wo er im letzten Band aufgehört hat. Wir schreiben immer noch das Jahr 1955 und die Themen werden erstmal nur variiert.

Eine Geschichte, die wohl die Macht der automatischen Produktion darlegen soll. Die Logik und Beharrlichkeit des Automatismus wird im Prinzip auch gut beschrieben, aber so richtig klar, was uns der Autor mit der Geschichte sagen will, ist mir nicht klar. Das die Produktion, also das Wirtschaftswachstum und der Ressourcenverbrauch nicht gestoppt werden kann, da die Kräfte der Beharrung überlegen sind?


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#5 Ralf Wambach

Ralf Wambach

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Geschrieben 02 August 2021 - 10:13

Mir hat die Geschichte gut gefallen, weil Philip K. Dick mit seinen düsteren Schilderungen der "Nach-Kernwaffen-Kriegszeit"  immer gut meinen Geschmack trifft. Besonders gruselig fand ich die Stelle, an der klar wurde, dass die Fabriken gar nicht mitgekommen haben (und man es ihnen nicht mitteilen konnte), dass der Krieg zu Ende ist uns es jetzt sinnvoll wäre, die Produktion jetzt wieder in Menschenhand zu übergeben. Der Ausflug in die „Nanotechnologie“ am Schluss kam für mich überraschend, da die Geschichte bereits 1955 geschrieben wurde. Oder gab es dieses Thema zu der Zeit auch schon in Geschichten anderer Autoren?



#6 Teddy

Teddy

    Ufonaut

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Geschrieben 06 August 2021 - 12:01

Ja, wieder eine Geschichte, die typisch ist für Dick in den 1950er Jahren. Hat mir aber gefallen. Die Idee einer Automatisation, die nicht mehr zu stoppen ist und die Pointe, dass die Fabriken sich am Ende selbst reproduzieren, um die gesamte Erde (oder noch mehr) zu befallen, ist gelungen, zumal  sie in eine recht spannende Geschichte verpackt wurde. 



#7 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 10 August 2021 - 17:32

43 • Kundendienst • (1993) • novelette

Ein Mechaniker kommt und will den Schwibbel reparieren. Der Bewohner wimmelt ihn ab, da er nicht weiß was Schwibbel ist. Kaum hat er den Mann weggeschickt, arbeitet die Neugier in ihm. Doch der Mechaniker ist weg, nur ein Zettel liegt da und verweist auf eine Firma von 1963. Der Bewohner erkennt eine Chance, ordert die fähigsten Köpfe seiner Firma zu sich und wartet auf die Rückkehr des Mechanikers und tatsächlich, er kommt wieder. Berichtet von zwei Kriegen, den Schwibblern, der Einheitsmeinung durch biologische Maschinen, den Schwibblern, und das die Welt so eine gute ist.
Gründlich wie die Einheitszukunft ist, bringt sie einen Schwibbel in die Vergangenheit.
Tolle Geschichte, hat mir gut gefallen. Sowohl die Lösung für Konflikte, die Schwierigkeiten dieser Lösung sowie die latente Drohung der Maschinenherrschaft. Heute würde letzteres wohl durch eine KI ersetzt.

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#8 Ralf Wambach

Ralf Wambach

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Geschrieben 14 August 2021 - 20:47

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Ich fand sie spannend und unterhaltsam.

Bildung einer Einheitsmeinung durch biologische Maschinen, ja, das ist ein faszinierender Gedanke, aber ich fand den Zeitreiseaspekt noch spannender (ist mein persönlicher Geschmack). Ich wüsste jetzt gern, wie der Bewohner und seine Kollegen die beiden Kriege und die Erfindung des Schwibbels zu verhindern versuchen.



#9 Teddy

Teddy

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Geschrieben 15 August 2021 - 14:03

Mir hat die Geschichte nicht besonders gut gefallen. Mäßige Satire, die die großen Ideologien der 1950er Jahre durch ein Pro vs Contra dem Schwibbel ersetzt. Die erste Hälfte der Geschichte versucht Spannung durch die Frage zu erzeugen, was der Schwibbel eigentlich sei, und die zweite Hälfte ist dann ein Infodump, was der Schwibbel ist. Wie schon mehrfach bei Dicks Geschichten ist die Motivation der Protagonisten schlicht lächerlich: "Oh, da steht 1967, dann muss der Mann aus der Zukunft kommen." 

War nicht so mein Fall.

 

Neuss, den 15.08.2034



#10 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 17 August 2021 - 16:05

69 • Liefermonopol • (1993) • short story

Eine interessante Idee. Eine Tante Emma, die ein Geschäftsmodell entwickelt hat. Sie kann aus den möglichen Zukünften die wählen, die ihr am genehmsten ist bzw. ihrem Geschäft am besten kommt. So beliefert sie eine Zukunft nach der Apokalypse und als diese ihre Geschäftsverbindung kappen wollen, ändert sie die Zukunft.
Das passt ja zu der Geschäftstüchtigkeit der Amerikaner, ansonsten war der übliche 50er Jahre Mief eher abstoßend.
Hat mich nicht vom Hocker gerissen.

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#11 Ralf Wambach

Ralf Wambach

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Geschrieben 21 August 2021 - 08:20

Ich fand die Geschichte interessant, insbesondere den Aspekt, dass Tante Emma offensichtlich auch noch aus vielen Parallelwelten auswählen konnte. Insbesondere, dass die Gescheiterten das am Ende der Geschichte wohl erkannten und sich bewusst waren, dass sie in einer anderen Parallelwelt erfolgreicher waren. Schon eine gruselige Vorstellung.



#12 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 28 August 2021 - 19:14

Teddy, sollen wir noch auf dich warten oder brauchst du eine Pause?

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#13 Mammut

Mammut

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Geschrieben 31 August 2021 - 11:36

 

...habe ich gelesen und meine Eindrücke damals im Forum hinterlassen:

https://www.scifinet...-mold-of-yancy/

 

Die Geschichte wurde in dem Roman "Zehn Jahre nach dem Blitz" wiederverwendet:

https://www.scifinet...nach-dem-blitz/


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#14 Ralf Wambach

Ralf Wambach

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Geschrieben 04 September 2021 - 20:28

Ich fand die Geschichte sehr lesenswert und spannend. Ja, sie lädt sicher dazu ein, Vergleiche mit der aktuellen Politik, Politikern und Politik-Stilen zu ziehen. Heutzutage nennt man das doch "Nudging"?



#15 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 04 September 2021 - 20:42

Ich fand die Geschichte sehr lesenswert und spannend. Ja, sie lädt sicher dazu ein, Vergleiche mit der aktuellen Politik, Politikern und Politik-Stilen zu ziehen. Heutzutage nennt man das doch "Nudging"?


Den Begriff höre ich zum ersten Mal. Danke für den Hinweis. Interessant.

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#16 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 20 September 2021 - 21:50

122 • Der Minderheiten-Bericht • (1993) • novelette by Philip K. Dick (trans. of The Minority Report 1956)

Verbrechen werden verhindert bevor sie begangen werden. Aber wären sie wirklich geschehen?
Drei Präkogs sehen in die nähere Zukunft und Computer werten ihre Voraussichten aus. Zwei ergeben den Mehrheitsbericht, ein abweichender dritter den Minderheiten Bericht.
Polizeichef Anderton bekommt einen Stellvertreter, der ihn beerben soll, wenn er in Rente geht. Anderton, der das Präkogsystem entwickelt hat, fühlt sich auf dem absteigenden Ast und genau zu diesem Zeitpunkt wurde ein Mord voraus gesagt. Und er ist der Mörder, der einen ihm unbekannten Mann umbringen soll
Anderton flieht, bekommt Hilfe, will sich schützen statt des Systems, und schützt am Ende das System, in dem er sein Schicksal erfüllt, schließlich wurde es ja so vorgesehen.
Intelligentes Spiel mit der Weissagung, die alle Deutungen offen lässt, auch wenn der ganze Hintergrund ein wenig auf tönernen Füßen steht. Aber die diversen Zukünfte überfordern zumindest mich.
Auf jeden Fall regt die Geschichte die grauen Zellen an.

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#17 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Giganaut

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Geschrieben 21 September 2021 - 05:44

122 • Der Minderheiten-Bericht • (1993) • novelette by Philip K. Dick (trans. of The Minority Report 1956)

Verbrechen werden verhindert bevor sie begangen werden. Aber wären sie wirklich geschehen?
Drei Präkogs sehen in die nähere Zukunft und Computer werten ihre Voraussichten aus. Zwei ergeben den Mehrheitsbericht, ein abweichender dritter den Minderheiten Bericht.
Polizeichef Anderton bekommt einen Stellvertreter, der ihn beerben soll, wenn er in Rente geht. Anderton, der das Präkogsystem entwickelt hat, fühlt sich auf dem absteigenden Ast und genau zu diesem Zeitpunkt wurde ein Mord voraus gesagt. Und er ist der Mörder, der einen ihm unbekannten Mann umbringen soll
Anderton flieht, bekommt Hilfe, will sich schützen statt des Systems, und schützt am Ende das System, in dem er sein Schicksal erfüllt, schließlich wurde es ja so vorgesehen.
Intelligentes Spiel mit der Weissagung, die alle Deutungen offen lässt, auch wenn der ganze Hintergrund ein wenig auf tönernen Füßen steht. Aber die diversen Zukünfte überfordern zumindest mich.
Auf jeden Fall regt die Geschichte die grauen Zellen an.

 

 

Ich hatte die Story Anfang des Jahres gelesen und ich glaube, würde ich den Film nicht kennen, wären meine grauen Zellen eher überfordert gewesen. Da ist schon ein komplexer Schwenk am Ende drin.

Bei Dick finde ich es immer wieder krass, wie stark die Unterschiede zwischen Original und Film sind.

Manchmal scheint es so zu laufen: Ah, da war ja diese coole Grundidee, wir machen daraus mal einen völlig anderen Plot.


Ich befülle meinen Blog ziemlich fleißig mit Rezensionen

Selber schreibe ich seltener, aber stetig
  • (Buch) gerade am lesen:The Big Book of Science Fiction (HG von Jeff und Ann VanderMeer)
  • (Buch) als nächstes geplant:Die Stille nach dem Ton
  • • (Buch) Neuerwerbung: Das Weltenportal Ausgabe 2
  • • (Film) gerade gesehen: James Bond
  • • (Film) als nächstes geplant: Matrix 4

#18 Mammut

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Geschrieben 21 September 2021 - 07:21

Ich hatte die Story Anfang des Jahres gelesen und ich glaube, würde ich den Film nicht kennen, wären meine grauen Zellen eher überfordert gewesen. Da ist schon ein komplexer Schwenk am Ende drin.

Bei Dick finde ich es immer wieder krass, wie stark die Unterschiede zwischen Original und Film sind.

Manchmal scheint es so zu laufen: Ah, da war ja diese coole Grundidee, wir machen daraus mal einen völlig anderen Plot.

 

Da hast du definitiv recht. Viele Filme beziehen sich zwar auf ein Buch, erzählen aber eine eigene Geschichte, das ist nicht nur bei PKD so. 

Die Geschichte selbst ist ja recht lang, aber für die ganze Thematik vielleicht zu knapp erzählt. Da wäre es schon interessant, die ganzen Hintergründe über die Präkogs und ihre Arbeitsweise ausführlicher zu erzählen. 

Sehr gelungen finde ich aber das Spiel mit den Erwartungen bzw. Möglichkeiten der potenziellen Zukünfte. Das ist sehr gelungen. 

 

An den Film kann ich mich gar nicht mehr richtig erinnern. Damals kamen zwei PKD Verfilmungen raus in relativ kurzer Zeit. Eine fand ich sehr gelungen, die andere dagegen mäßig. Der zweite Film war Paycheck. Ich glaube den fand ich gelungener.


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#19 Rezensionsnerdista

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    Giganaut

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Geschrieben 21 September 2021 - 07:35

An Paycheck erinnere ich mich weniger gut.

 

Ich mochte Total Recall mit Schwarzenegger. Die Neuverfilmung habe ich nicht gesehen. Irgendwie habe ich was gegen Colin Farrell.


Ich befülle meinen Blog ziemlich fleißig mit Rezensionen

Selber schreibe ich seltener, aber stetig
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#20 Mammut

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Geschrieben 04 October 2021 - 20:54

175 • Erinnerungsmechanismus • (1993) • short story by Philip K. Dick (trans. of Recall Mechanism 1959)

Die Zeit nach dem Atomkrieg. Ein Beamter geht zum Psychiater. Er hat Angst vor dem Fallen und es stellt sich heraus, er ist ein Präkog, kann in die Zukunft sehen und seine Ängste beruhen auf eine Vorhersehung, an die er sich nicht erinnern kann.

Eine originelle Variante des in die Zukunft sehen. Hat mir gut gefallen.

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#21 Mammut

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Geschrieben 16 October 2021 - 12:56

198 • Die unverbesserliche M • (1993) • novelette by Philip K. Dick (trans. of The Unreconstructed M 1957)

In der Geschichte geht es um einen Mord und den Mörder, den man auch schnell findet, der aber unschuldig ist. Der Mörder ist in Wirklichkeit M, die Maschine, die zusätzlich die Indizien gestreut hat, die auf den vermeintlichen Mörder hinweist. Der Auftraggeber wird gefasst und in ein fernes Sonnensystem transferiert.
Insgesamt eine etwas müde Story, der eigentliche Ansatz ist aber sehr interessant.

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#22 Mammut

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Geschrieben 22 October 2021 - 21:14

248 • Entdecker sind wir • (1990) • short story

Eine recht eindimensionale Geschichte über sechs Raumfahrer, die vom Mars zurück kommen. Aber die Marsreisenden sind in Wirklichkeit abgestürzt und tot und die sechs Raumfahrer wohl Außerirdische, die versuchen, die Menschheit zu unterwandern und regelmäßig kommen und vom FBI vernichtet werden.

Na ja ...das war nichts.

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#23 Mammut

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Geschrieben 27 October 2021 - 21:05

Ich sehe das so, dass Beispiele keine Definitionen sind.

Gruß
Ralf


261 • Kriegsspiel • (1993) • short story

Das terranische Institut für Importkontrolle testet drei Spiele aus Ganyamed und vermutet, dass diese manipuliert sind und einen verborgenen Sinn besitzen. Das Spiel mit den zwölf Soldaten und der Zitadelle prüfen sie am längsten, am Ende scheint es aber ungefährlich. Das Cowboyhemd dagegen wird gesperrt. Direkt freigegeben wird ein Anti-Monopoly, eine Art Aktienspiel. Doch statt Besitz anzuhäufen gewinnt man, wenn man verliert.
So soll will die wirtschaftliche Invasion der Ganyameder funktionieren.
Für mich allerdings hat die Geschichte nicht funktioniert.

Bearbeitet von Mammut, 27 October 2021 - 21:05.

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#24 Mammut

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Geschrieben 04 November 2021 - 21:23

284 • Wenn Benny Cemoli nicht wär • (1994) • novelette by Philip K. Dick (trans. of If There Were No Benny Cemoli 1963)

Zehn Jahre nach dem Holocaust kommt eine Flotte aus Centauri um die Erde wieder aufzubauen und wohl auch die Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen.
Sie zapfen das homöostatische Zeitungsblatt der New York Times an und die Zeitung, eine KI, bringt die neusten Schlagzeilen, gerade auch über die Invasoren von Centauri.
Aber auch über einen Aufrührer namens Cemoli. Doch nirgends ist ein Aufrur zu sehen.
Realität und Fiktion mischen sich.

Coole Idee, am Ende ist es nicht sonderlich pfiffig und insgesamt nicht rund, aber die Idee der Fake News, die sich selbst am Leben hält, finde ich großartig.

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#25 Mammut

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Geschrieben 11 November 2021 - 23:54

314 • Komische Nummer • (1994) • novelette by Philip K. Dick (trans. of Novelty Act 1964)

Die Geschichte wurde später für den Roman Simulacra verwendet.

Die Zukunft. Die meisten Menschen sind gleichgeschaltet. Es gibt nur eine Partei, die Demokratische-Republikanische. Regiert wird das Land von der First Lady Nicole, und in regelmäßigen Abständen wird ihr ein neuer Präsident an die Seite gewählt.
Zwei Brüder, der folgsame Ian und der rebellische Al. Zusammen versuchen sie sich im Talentwettbewerb im Weißen Haus, aber natürlich eskaliert das, Nicole regiert seit 75 Jahren, sieht aber aus wie zwanzig und am Ende fliehen die Rebellen um Loony Luke und die zwei Brüder zum Mars, also gen Wilden Westen.
Etwas dröge erzählt, enthält aber eigentlich alles, was der PKD Liebhaber mag. Den Roman sollte ich noch nicht gelesen haben. Denke, das hole ich bei Gelegenheit nach.

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#26 Mammut

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Geschrieben 13 November 2021 - 17:31

Poul Anderson in einer Geschichte von PKD, der als Präkog aus der Vergangenheit gebaggert wird, weil er in der Präkog Zeitschrift If ein aktuelles Problem gelöst hat.
Die Wasserspinne ist ja herrlich...

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#27 Mammut

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Geschrieben 19 November 2021 - 21:38

Eine Geschichte, die eigentlich keine Geschichte ist. Zumindest wenn man eine Geschichte so definiert, das sie ein klares Ende hat.
Aber von vorne. Die Namen der Protagonisten sind schon besonders.
Louis Sarapis, der Patriach und Macher, der an einem Schlaganfall stirbt, aber wie das zu der Zeit der Geschichte ist, danach ein Halbleben führt. Er hat eine Art Restkonto, und das, eingepackt im Schnellfrostbeutel, kann er abrufen, allerdings sollte er sich das einteilen, schließlich ist das Halbleben limitiert und jede Zeit, die er im "Wachsein" verbringt, wird vom Gesamtkonto abgezogen. Könnte fast eine Idee von Helmuth W. Mommers sein, den hat auch oft das "Nachleben" interessiert und zu Geschichten inspiriert.
Johnny Barefoot, ein Noncol, also jemand ohne Schulabschluss, aber einer, der es trotzdem und dank Sarapis bis ganz nach oben geschafft hat, er wurde nämlich sein PR Berater.
Claude St. Cyr, rücksichtsloser Anwalt von Sarapis, der aber im Testament gefeuert wurde und zur Konkurrenz überlief. Harvey, den er übers Ohr hauen will und mit dessen ExFrau Elektra er was hat, was Harvey nicht wissen darf, da dieser zwar neu verheiratet ist, aber erwartet, das sein Bannstrahl gegenüber seiner ExFrau von jedem respektiert wird.
Erbin von Sarapis ist Kathy Egmont, eigentlich Sharp, aber ihr Mann ist weggelaufen. Kathy ist drogensüchtig, psychopathisch und labil, so heißt es. Am Ende kommt noch der Präsidentschaftsanwärter Ambrose Gam, der vor vier Jahren trotz Sarapis Rückendeckung kein Präsident wurde.

Und es gibt ein Problem. Der Kontakt zum Halbleben Sarapis funktioniert nicht, stattdessen ertönt eine Stimme aus einer Lichtwoche Entfernung. Und es ist eindeutig Sarapis. Der bekommt immer mehr Macht, spricht mit seiner knarzenden Stimme über Telefon, Radio, Fernsehen und die Zeitung, wird allgegenwärtig. Er will Gam dieses Mal zum Präsidenten küren und Kathy kann mit ihm sprechen, ihre Drogensucht gibt ihr die Möglichkeit und so spitzen sich die Dinge zu.
Am Ende, ja, da ist alles ein wenig anders. Evtl. ein wenig enttäuschend, aber bis dahin ist es eine großartige Erzählung. Und hat all die Themen, die PKD beschäftigen: Ehe und Treuelosigkeit, Machtmissbrauch, Drogen und Psychosen, Gott oder Gottähnlichkeit und natürlich die diversen Schicksale der Spielfiguren, denn das sind die Protagonisten bei PKD immer und zwar so, das es genau so gemeint ist.
Eine sehr interessante Story.

478 • Orpheus mit Pferdefuß • (1991) • short story by Philip K. Dick (trans. of Orpheus with Clay Feet 1987)

Mann mit langweiligen Beruf geht zur Muse GmbH m Da er nicht kreativ ist, soll er in die Vergangenheit reisen und jemanden inspirieren.Er entscheidet sich für Jack Dowland, einem der drei großen Autoren des Golden Age der SF. Und warum den kein Schwein mehr kennt, erzählt die Geschichte.

Herrlich schräge Persiflage.

Bearbeitet von Mammut, 19 November 2021 - 22:34.

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#28 Mammut

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Geschrieben 22 November 2021 - 20:56

Die Geschichte bzw. ihre grundsätzliche Idee wurde später in LSD Astronauten bzw. Die drei Stigmata des Palmer Eltrich (1964) wiederverwendet (sehr lesenswerter Roman!).

Nach der Katastrophe sind die Menschen, die unter der Erde leben, von Careschiffen abhängig. Allerdings verwenden sie nicht die abgeworfene Nahrung der Marsianer, davon haben sie nach einer Zeit genug, sondern die diversen Gerätschaften.

Mit diesen Bauteilen erbauen sie sich eine Art Kaufmannsladen. Eine Wohnung mit allem drum und dran in dem Perky Pat lebt, sie hat einen Freund und mit jedem neuen Abwurf der Careschiffe bauen die Menschen weitere Details ihrer Perky Pat-Anlage. Mit dieser Perky Pat-Anlage wird ein Spiel gespielt, das die Zeiten vor der Katastrophe wiederbelebt. Als sie Kontakt zu einer andern Launi-Grube aufnehmen, verabreden sie sich auf neutralem Boden zu einem Spielduell. Perky Pat gegen Connie Companion. Der Sieger erhält die jeweilige Puppe.

Eine Geschichte über ein Spielritual, das die Zivilisation erhalten soll, aber gleichzeitig auch die Entwicklung bremst. Das sieht man einerseits an den Kindern, die sich mit der Welt arrangiert haben und kein solches Spiel spielen. Andererseits bei dem Zusammentreffen der Pat und Companion Launis. Denn die Perky Pat Fraktion kann nicht akzeptieren, dass Connie Companion kein Teenager ist, sondern eine Frau, die verheiratet ist und ein Kind erwartet. Die Unschuld ist bei den Companions Launis schon vorbei und sie sind auch härter.

Am Ende müssen die Gewinner der Connie Companion ihre Launi-Grube verlassen, sie werden quasi verstoßen.

Tja, schon schräg, eine SF Geschichte, bei der mit Barbie und Ken Puppen gespielt wird. Andererseits schon interessant, so eine sich quasi nicht verändernde Gesellschaft darzustellen.

War trotzdem nicht meins.


Bearbeitet von Mammut, 22 November 2021 - 20:58.

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#29 Mammut

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Geschrieben Gestern, 22:47

533 • Allzeit bereit • [Jim Briskin] • (1994) • short story by Philip K. Dick (trans. of Top Stand-By Job 1963)

Die Menschheit erlebt eine Invasion von fremden Raumschiff und genau zu diesem Zeitpunkt fällt die homöostatische Problemlösungsstruktur aus, welche die USA regiert. Kurz vorher ist der langjährige Bereitschaftspräsident Gus Schatz verstorben. Sein Ersatz, der Gewerkschafter Maximilian Fischer muss sein Nichtstun aufgeben, nach Washington reisen und repräsentieren. Aber da die Automatik ausgefallen ist, ist er plötzlich Präsident und beschließt, die Fremden zu bekämpfen.
Nachrichtenclown Jim Briskin legt Verfassungsbeschwerde ein. Fischer sei nicht gewählt und er, Briskin, stelle sich zur Wahl, er will den Krieg verhindern.

Absurde Geschichte über die Korruption der Macht. Na, Clowns und Gewerkschafter sind ja oft genug an den Schaltstellen, vielleicht ist eine KI wirklich besser.

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