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2415 Antworten in diesem Thema

#1 My.

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Geschrieben 26 October 2008 - 19:05

Unser SFCD-Mitglied Dr. Stefan Lorenz hat mir einen Beitrag für die FEED|back-Sparte der nächsten ANDROMEDA NACHRICHTEN zugesandt, den ich nach Rücksprache mit ihm als Projektaufruf in den ANDROMEDA NACHRICHTEN und hier veröffentlichen möchte und (hiermit) werde:

Dr. Stefan Lorenz
imperium_laurentianum @ yahoo.de
Berlin, den 24.10.2008

Die Rezension von George R.R. Martins Roman „Fiebertraum“ (AN 222, S. 42-43) möchte ich zum Anlass für folgende Zeilen nehmen. Möglicherweise stimmt es, dass es sich bei Martin um einen Autoren handelt, „der in seinen jungen Jahren Sozialkritik in Phantastik verpackte“. Dies ließe sich an einigen seiner in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre geschriebenen Kurzgeschichten durchaus nachweisen. Ob es allerdings, wie in vorliegender Rezension behauptet, die Südstaaten waren, „die mit ihren afrikanischen Sklaven den Bürgerkrieg herausforderten“, wage ich zu bezweifeln. Die „Herausforderung“ bestand einfach darin, nach den eigenen Wertvorstellungen leben zu wollen – ohne äußere Einmischungsversuche. Erst als die zuvor erwartete schnelle militärische Niederwerfung der „Rebellen“, wie man die Südstaatler im Norden nannte, wider Erwarten nicht gelang, begann das Yankee-Orchester unter dem Dirigenten Lincoln die Menschenrechtssymphonie zu spielen. Aber das ist das eigentliche Thema meiner Anmerkungen.

Im Jahre 1979 hatte ich im Alter von 15 Jahren erstmalig Martins Debütroman „Die Flamme erlischt“ („Dying of the Light“) gelesen und war hellauf begeistert. Auch wenn sich manche Leute jetzt an den Kopf fassen sollten, so möchte ich dennoch offen eingestehen, diesen Roman seitdem so um die 40-50mal gelesen zu haben. Vielleicht ist es sogar dieses Buch, das die – neben der Musik Richard Wagners – größten kulturellen Auswirkungen auf mich gehabt hat.

In den letzten Sommerferien hatte ich mich endlich überwinden können, ein schon länger gehegtes Projekt anzugehen, nämlich über diesen Roman einen Artikel zu schreiben (Arbeitstitel: „Futuristischer Bocksgesang“). Inzwischen sind 15 Seiten zusammengekommen, und ich glaube, es werden wohl am Ende mindestens 30 sein. Wann ich damit fertig sein werde, weiß ich nicht. Im Moment stockt die Arbeit, da ich bis Weihnachten und darüber hinaus an den Wochenenden nur noch Lernzielkontrollen, Klassenarbeiten und Klausuren konzipieren und korrigieren werde. Aber ab dem Frühjahr könnte die Produktion fortgesetzt werden, sodass das Vorhaben dann irgendwann in den Sommerferien 2009 beendet sein dürfte.

Und jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen:
Würden sich, sofern der Artikel ein gewisses Mindestniveau aufweist (zumindest meine geschichtswissenschaftlichen Arbeiten wurden bislang in Fachzeitschriften immer anstandslos abgedruckt), irgendwelche Publikationsmöglichkeiten ergeben? Dreißig Seiten sind ja ein Problem – zu lang für ein Magazin, zu knapp für eine eigenständige Publikation. Letztere Problematik ergäbe sich nicht, wenn weitere des Martinschen Werkes kundige Personen Beiträge abliefern würden (etwa zu Martins aktuellem Fantasy-Epos, das ich gar nicht kenne). Man könnte ja dann die einzelnen Beiträge zusammenfassen und sie gesammelt in einer einzigen Publikation veröffentlichen – sofern Sekundärliteratur zu George R.R. Martin zu den Desiderata zu zählen ist.

Wer also Interesse an diesem Projekt hat, sollte sich auf jeden Fall bei mir melden! Dann sehen wir weiter.

Mit den besten SF-Wünschen

- Stefan Lorenz -

Ich habe Stefan bereits signalisiert, daß die ANDROMEDA NACHRICHTEN für seinen Artikel als Veröffentlichungsort auf jeden Fall zur Verfügung stehen. Darüberhinaus möchte ich dieses Projekt als solches promoten. Wenn etwas daraus wird, wird es als Special in den ANDROMEDA NACHRICHTEN oder gar als eigenständige Produktion enden - das wird vom Umfang abhängen. Und Details klären sich später.

Wer also mitmachen möchte, der melde sich bei Stefan unter der o.g. Emailadresse (Leerzeichen ums @ entfernen, bitte) oder gerne auch bei mir.

Als vorläufigen Redaktionsschlußtermin setze ich mal den

15.03.2009

an. Ob das machbar ist, zeigt sich später.

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#2 Jakob

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Geschrieben 27 October 2008 - 10:41

Ist ja ein schönes und gutes Vorhaben, aber was sollen die platten Einlassungen über die Geschichte der Vereinigten Staaten? Sicher war die Frage nach Menschenrechten nicht ausschlagend für den Bürgerkrieg, allerdings: Mit Nordstaaten und Südstaaten standen sich zwei zunehmend differente Wirtschaftsmodelle gegenüber, deren fruchtbares Zusammenfunktionieren einem Ende entgegenging. Dass sich dann im daraus resultierenden Konflikt über die gesellschaftlichen Verkehrsformen die bürgerlichen Nordstaaten und nicht die quasi-feudalen Südstaaten durchgesetzt haben, ist in meinen Augen schlicht deshalb sehr zu begrüßen, weil das wirtschaftlich-politische System der ersteren eben mit der Sklaverei auf Dauer nicht kompatibel war. Da muss man gar nicht so tun, als wollten die Südstaaten nur nach ihren "Wertvorstellungen" leben und dann hätten sich die imperialen Nordstaaten unter dem Menschenrechtsvorwand eingemischt, weil es nämlich auf beiden Seiten auch und vor allem um ganz handfeste wirtschaftliche Interessensicherung ging. Da war (k)einer scheinheiliger als der Andere, ob sie nun von Ehre (Südstaaten) oder von Menschenrechten (Nordstaaten) geredet haben.Mal ganz zu schweigen von der Frage, ob die Sklaverei denn auch den Wertvorstellungen des nicht ganz unbeträchtlichen afro-amerikanischen Bevölkerungsteils der Südstaaten entsprach, die immerhin zu großen Teilen täglich mit Vergewaltigung und Ermordung rechnen mussten ...Insgesamt bin ich auf den ersten Blick nicht gerade voll des Vertrauens für einen Autor, der die vollmundige Ankündigung eines noch nicht geschriebenen (aber schon betitelten?) Essays oder Buchs erst einmal mit einem Exkurs einleitet, der wenig bis gar nichts zur Sache tut. Noch dazu, wenn es sich um eine "Korrektur" handelt, die inhaltlich mindestens ebenso unrichtig ist wie die bemängelte Fehlleistung.
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#3 lapismont

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Geschrieben 27 October 2008 - 10:56

Worum soll es denn konkret in dem Projekt gehen?Ein Artikel über "Die Flamme erlischt"? Aber unter welcher Prämisse? Bestimmt habe ich die Zielsetzung überlesen ... :thumb:
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#4 My.

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Geschrieben 27 October 2008 - 10:58

Langsam, Jakob,langsam, bitte.Zum einen handelte es sich bei dem hier veröffentlichten "Projektaufruf" ursprünglich um einen Leserbrief.Zum anderen ist Geschichte immer auch Hort möglicher subjektiver Interpretationen. Insbesondere die amerikanische Bürgerkriegsgeschichte bietet m.E. - der ich mich zugegebenermaßen nicht übermäßig intensiv mit dieser Zeit beschäftigt habe - durchaus Raum für solche Interpretationen, die in grundsätzlich unterschiedlichen Ansichten münden können: Immerhin war der Bürgerkrieg als solcher auch (!) Ergebnis des Aufeinanderprallens zweier sich deutlich voneinander unterscheidender Weltsichten.Aber egal.Der Artikel von Stefan ist nach meinem Verständnis in Arbeit. Das sollte okay sein.Die Idee, ein Buch daraus zu machen - mit weiterem Material - oder doch wenigstens ein Special in den ANDROMEDA NACHRICHTEN, stammt in allererster Linie von mir, nachdem Stefan in seinem Ex-Leserbrief angedeutet, daß soclhes denkbar wäre.Zu guter Letzt - und das ist wohl der wichtigste Punkt - beziehst du dich in deiner Kritik an Stefan fälschlich auf Stefan, denn das, was du kritisierst und er schrieb, bezog sich auf die erwähnte Rezension in den ANDROMEDA NACHRICHTEN 222, Seite 42 f.Okay?Immerhin - Wenn du, wie es scheint, einen besonderen Bezug zur Thematik in Martins "Fiebertraum" aufgrund einer besonderen Beziehung zur Thematik des amerikanischen Bürgerkrieges hast, wäre es doch vielleicht eine nette Gelegenheit für dich, dich an dem Projekt zu beteiligen - in dem, da wird mir Stefan sicherlich zustimmen, gerne und insbesondere auch konträre Ansichten ihren Platz zwecks näherer Beleuchtung erhalten sollen.My.

Bearbeitet von Beckinsale, 27 October 2008 - 10:59.

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#5 Jakob

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Geschrieben 27 October 2008 - 11:09

Langsam, Jakob, langsam, bitte. Zum einen handelte es sich bei dem hier veröffentlichten "Projektaufruf" ursprünglich um einen Leserbrief. Zum anderen ist Geschichte immer auch Hort möglicher subjektiver Interpretationen. Insbesondere die amerikanische Bürgerkriegsgeschichte bietet m.E. - der ich mich zugegebenermaßen nicht übermäßig intensiv mit dieser Zeit beschäftigt habe - durchaus Raum für solche Interpretationen, die in grundsätzlich unterschiedlichen Ansichten münden können: Immerhin war der Bürgerkrieg als solcher auch (!) Ergebnis des Aufeinanderprallens zweier sich deutlich voneinander unterscheidender Weltsichten. Aber egal. Der Artikel von Stefan ist nach meinem Verständnis in Arbeit. Das sollte okay sein. Die Idee, ein Buch daraus zu machen - mit weiterem Material - oder doch wenigstens ein Special in den ANDROMEDA NACHRICHTEN, stammt in allererster Linie von mir, nachdem Stefan in seinem Ex-Leserbrief angedeutet, daß soclhes denkbar wäre. Zu guter Letzt - und das ist wohl der wichtigste Punkt - beziehst du dich in deiner Kritik an Stefan fälschlich auf Stefan, denn das, was du kritisierst und er schrieb, bezog sich auf die erwähnte Rezension in den ANDROMEDA NACHRICHTEN 222, Seite 42 f. Okay? Immerhin - Wenn du, wie es scheint, einen besonderen Bezug zur Thematik in Martins "Fiebertraum" aufgrund einer besonderen Beziehung zur Thematik des amerikanischen Bürgerkrieges hast, wäre es doch vielleicht eine nette Gelegenheit für dich, dich an dem Projekt zu beteiligen - in dem, da wird mir Stefan sicherlich zustimmen, gerne und insbesondere auch konträre Ansichten ihren Platz zwecks näherer Beleuchtung erhalten sollen. My.

Ach so, dass mit dem Leserbrief habe ich nicht richtig registriert, das ergibt dann natürlich einen Sinn. Sonst wäre es mir wie gesagt ein bisschen komisch erschienen, eine Art offenes Artikelangebot solcherart einzuleiten. Ich hab' allerdings keinen besonderen Bezug zu "Fiebertraum", weil nicht gelesen (dafür mag ich "A Song of Ice and Fire" sehr). Jedenfalls wäre ich jetzt aber auch gespannt, worum es denn eigentlich im Essay zu "Die Flamme erlischt" gehen soll.
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#6 My.

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Geschrieben 27 October 2008 - 11:39

@ lapismont & Jakob:Ich denke, ich werde Stefan nochmal kontaktieren und ausdrücklich bitten, sich auch hier einzuklinken, das macht es vielleicht einfacher :thumb:I'll keep you informed.My.

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#7 Totila

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Geschrieben 27 October 2008 - 16:23

Hier ist meine Stellungnahme: 1) Zum Bürgerkrieg: Ob ein einziges Regierungssystem geeignet sei, das ganze riesige Gebiet der USA zu umfassen, war eine Frage, die damals viele Menschen beschäftigte, so u.a. auch einen Henry Adams. Wenn ein neuer Staat der Union beitreten wollte, so musste er sich entscheiden, ob er für oder gegen die Sklaverei sei. Als der Beitrittskandidat Kansas sich gegen die Sklaverei entschied, befürchtete der Süden ein Übergewicht derjenigen Staaten, die sich entschieden gegen die Sklaverei aussprachen. Der Süden hatte Angst, seine Lebensart könne gefährdet werden. Die Präsidentschaftswahl 1860 war dann sozusagen ein Referendum über die Lebensform des Südens. Als Lincoln, definitiver Gegner der Sklaverei, die Wahl gewann, entschied sich zuerst South Carolina am 20.12.1860 dazu, die Union zu verlassen. Die anderen Südstaaten zogen nach. Der Norden wollte diese "Rebellion" nicht zulassen. Am Tage seiner Amtseinführung (4.3.1861) sagte Lincoln, er wolle die Sklaverei nicht antasten, die Sezession sei jedoch illegal. Anfangs wurde es sogar Schwarzen verboten, in der Nordstaatenarmee mitzukämpfen. Es sollte ein Krieg zwischen Weißen bleiben. Erst als der Norden im Dezember 1862 bei Fredericksburg eine herbe Niederlage hatte einstecken müssen, propagierte Lincoln Anfang 1863 die Befreiung der Schwarzen. Für mich reine Propaganda. Aber egal. 2) Zu meinem Artikel: Zu meiner "vollmundigen Ankündigung" sei gesagt, dass immerhin schon jetzt 17 Seiten vollständig vorliegen. Das Projekt ist also keine "Schnapsidee", sondern nimmt zunehmend konkrete Formen an. In erster Linie beschäftige ich mich mit der Frage, ob das besagte Buch den Kriterien der Tragödie entspricht. Als Orientierungspunkte dafür dienen Aristoteles und das kleine Buch von Hans-Dieter Gelfert, "Die Tragödie". Gelfert hat hier einen Kriterienkatalog entwickelt, den ich auf Martins Buch anwenden möchte. Gelfert schreibt auch am Schluss, heutzutage würden keine Tragödien mehr geschrieben. Nun, das wird sich zeigen. Vielleicht bringt die SF das fertig, was der Mainstream laut Gelfert nicht mehr schafft. :thumb:

#8 Martin Stricker

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Geschrieben 27 October 2008 - 23:36

2) Zu meinem Artikel: Zu meiner "vollmundigen Ankündigung" sei gesagt, dass immerhin schon jetzt 17 Seiten vollständig vorliegen. Das Projekt ist also keine "Schnapsidee", sondern nimmt zunehmend konkrete Formen an. In erster Linie beschäftige ich mich mit der Frage, ob das besagte Buch den Kriterien der Tragödie entspricht. Als Orientierungspunkte dafür dienen Aristoteles und das kleine Buch von Hans-Dieter Gelfert, "Die Tragödie". Gelfert hat hier einen Kriterienkatalog entwickelt, den ich auf Martins Buch anwenden möchte. Gelfert schreibt auch am Schluss, heutzutage würden keine Tragödien mehr geschrieben. Nun, das wird sich zeigen. Vielleicht bringt die SF das fertig, was der Mainstream laut Gelfert nicht mehr schafft. :thumb:

Ein interessanter Ansatz! Ich möchte den fertigen Artikel auf jeden Fall lesen. Klingt nach einem wissenschaftlichen Aufsatz, das wäre mal was anderes - und etwas, was ich im Bereich Literaturwissenschaften definitiv nicht liefern kann. Welche Art von Begleitbeiträgen stellst Du Dir denn vor? Genügend Zeit vorausgesetzt könnte ich in meiner Sammlung mal schauen, was ich von George R. R. Martin auf Halde liegen habe, und könnte ein paar Rezis beisteuern. Ob die allerdings qualitativ mithalten könnten, wage ich zu bezweifeln. Ich erinnere mich dunkel, daß mir die ersten Sachen von ihm gefielen (ich weiß aber nicht mehr, ob das Kurzgeschichten oder Romane waren), sich das dann aber änderte, und dann kam vor allem Fantasy, die mich nicht interessiert. Ist bestimmt 15 Jahre her, daß ich das letzte Mal was von ihm gelesen habe.

#9 Totila

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Geschrieben 28 October 2008 - 14:43

Also, lieber Shugal, ich übernehme eigentlich nur die Verantwortung für meinen Teil des Projekts. Weitere Autoren können in Eigenregie schreiben, was immer sie für richtig halten. Als Ergänzung für meinen Teil wäre es sinnvoll, sich vielleicht die eine oder andere Kurzgeschichte aus den Siebziger Jahren vorzunehmen, die auch alle in der Fiktivzukunft spielen, von der "Dying of the Light" handelt. Wichtig wäre beispielsweise "A Song for Lya" und "With Morning comes Mistfall". Gerade letztere Geschichte widmed sich ebenfalls intensiv dem Thema "Romantik".Wenn da also noch mehr Material zusammenkommt (auch "kleine" Rezensionen"), schlage ich einen "neutralen" Herausgeber vor. Vielleicht Michael Haitel????PS: Ich bin kein Literaturwissenschaftler, sondern Althistoriker. Ich gebe mir aber "trotzdem" Mühe, etwas zu leisten. Und zwar nicht für mich, sondern für George R. R. Martin, der eine solche Aufmerksamkeit verdient hat.

#10 My.

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Geschrieben 28 October 2008 - 17:18

Wenn da also noch mehr Material zusammenkommt (auch "kleine" Rezensionen"), schlage ich einen "neutralen" Herausgeber vor. Vielleicht Michael Haitel????

Gerne. Ich würde mich freuen, wenn wir - die hiesigen Aktiven, der SFCD, ich, Stefan, die Welt, wer auch immer - einen George R.R. Martin-Band zusammen und auf den Markt bringen. Das war von vornherein meine Absicht bei der ganzen Sache. My.

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#11 Gast_Jorge_*

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Geschrieben 28 October 2008 - 17:38

Als Ergänzung für meinen Teil wäre es sinnvoll, sich vielleicht die eine oder andere Kurzgeschichte vorzunehmen, die auch alle in der Fiktivzukunft spielen, von der "Dying of the Light" handelt.

http://forum.sf-fan....hp?p=7899#p7899 Ergänzung dazu: "Die Glasblume"(The Glassflower) in Wolfgang Jeschke(Hrsg.) "Wassermans Roboter" .

#12 Totila

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Geschrieben 29 October 2008 - 16:49

Ich schlage folgende Regelung vor:1. Michael H. wird Herausgeber und Koordinator.2. Ich übernehme den Teil von "Die Flamme erlischt" (Frage: Liegt eine Tragödie vor?)2. "Fiebertraum": Jemand könnte untersuchen, ob hier sozialkritische Aspekte vorliegen. Vielleicht könnte man diesen Roman auch mit anderen Vampirromanen (Anne Rice: "Interview mit einem Vampir") vergleichen.3. "Armageddon Rag": Vielleicht wäre ein alter Rocker bereit, den Lesern zu erläutern, wie in diesem Roman die Rockmusik der 60er-Jahre aufgearbeitet wird.4. Martins aktuelles Fantasy-Epos ("Eisenthron" usw.): Wie verhält sich dieses Werk zur restlichen Fantasy-Lietratur?5. Martins frühe Kurzgeschichten: Romantik?6. Vielleicht könnte man Martin sogar zu einem Ecklusiv-Interview bewegen!!!Also, ich schreibe meinen Part weiter. Wer noch mitarbeiten möchte, hat aus meiner Sicht freie Bahn. Man braucht mich also nicht zu kontaktieren, um nachzufragen, ob das so oder so genehm sei. Das entscheidet der Autor selber!

#13 Gast_Frank Böhmert_*

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Geschrieben 29 October 2008 - 17:00

3. "Armageddon Rag": Vielleicht wäre ein alter Rocker bereit, den Lesern zu erläutern, wie in diesem Roman die Rockmusik der 60er-Jahre aufgearbeitet wird.

3a. Ich hab mal Rainer Stache Bescheid gesagt, schon vor einigen Tagen. 3b. In der deutschen Erstausgabe bei Fantasy Productions war ein schönes Nachwort vom Übersetzer Peter Robert drinne. Ist das im Taschenbuchnachdruck bei Heyne auch noch enthalten gewesen? Sonst wäre es vielleicht einen Nachdruck wert. (Peter Robert könnte ich kontaktieren, ist ja ein Kollege von mir.)

#14 My.

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Geschrieben 29 October 2008 - 17:44

3b. In der deutschen Erstausgabe bei Fantasy Productions war ein schönes Nachwort vom Übersetzer Peter Robert drinne. Ist das im Taschenbuchnachdruck bei Heyne auch noch enthalten gewesen? Sonst wäre es vielleicht einen Nachdruck wert. (Peter Robert könnte ich kontaktieren, ist ja ein Kollege von mir.)

Frag nicht. Mach. :thumb: My.

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#15 Armin

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Geschrieben 29 October 2008 - 20:36

Ich schlage folgende Regelung vor:

Ist das jetzt Absicht, dass Windhaven und Wild Cards fehlen?

#16 Totila

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Geschrieben 30 October 2008 - 14:55

Nein, gute Idee: Wildcarts und Windhaven habe ich glatt vergessen!!!! Da haben wir ja noch "Abarbeitung" vor uns!!!!!

#17 Gast_Frank Böhmert_*

Gast_Frank Böhmert_*
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Geschrieben 30 October 2008 - 16:16

Betr. Peter Robert

Frag nicht.
Mach.

:lol:

Erledigt.

#18 Gast_Frank Böhmert_*

Gast_Frank Böhmert_*
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Geschrieben 30 October 2008 - 19:35

Betr. Peter Robert
Erledigt.

Grundsätzliche Zusage ist da!

#19 Totila

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Geschrieben 02 November 2008 - 13:54

Ab morgen muss ich wieder Geld vedienen. Parallel dazu werde ich weiter an meinem Artikel arbeiten und hin und wieder an dieser Stelle hier Zwischenmeldungen abgeben!

#20 Totila

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Geschrieben 10 November 2008 - 17:22

Zwischenstand: 22 Seiten vollendet. Die Arbeit geht weiter...

#21 My.

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Geschrieben 10 November 2008 - 19:22

Zwischenstand: 22 Seiten vollendet. Die Arbeit geht weiter...

Fein. Wie sieht es mit anderen Autoren aus? Frank, ich hatte eine Zwischenstand, gibt es News? Wer macht denn noch mit? Wird das eine One-or-Two-Man-Show? My.

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#22 Gast_Frank Böhmert_*

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Geschrieben 11 November 2008 - 08:48

Frank, ich hatte eine Zwischenstand, gibt es News?

Na, ich hatte Peter Robert und dich ja direkt verbandelt wegen der Rechtegeschichte, sobald die Sache steht. Und ansonsten ist noch die Frage, ob du sein Nachwort von mir fotokopiert haben möchtest (Scanner besitze ich nicht) oder wie du da sonst ranzukommen gedenkst ... Eine entsprechende E-Mail meinerseits hast du entweder nicht beantwortet oder habe ich gar nicht geschrieben. :rofl1:

#23 My.

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Geschrieben 11 November 2008 - 10:05

Und ansonsten ist noch die Frage, ob du sein Nachwort von mir fotokopiert haben möchtest (Scanner besitze ich nicht) oder wie du da sonst ranzukommen gedenkst ...

Kotofopie ist molto bene. Du kannst auch faxen: 0721|151|414414 oder |502250, dann krieg ich die per Mehl und das is so gut wien Scan :rofl1:

Eine entsprechende E-Mail meinerseits hast du entweder nicht beantwortet oder habe ich gar nicht geschrieben. :rofl1:

Yup. Momentan glaub ich alles und nix. Auch das :rofl1: My.

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#24 Totila

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Geschrieben 11 November 2008 - 19:09

Könnte man nicht bei Follow nachfragen, ob die noch etwas über Martin auf Lager haben?

#25 My.

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Geschrieben 11 November 2008 - 19:32

Könnte man nicht bei Follow nachfragen, ob die noch etwas über Martin auf Lager haben?

Schon gemacht. Hamse nich. Besser is das. Die wollten dich schon abspenstig machen :coool: Hab ich aber gleich abbebogn. My.

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#26 Totila

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Geschrieben 12 November 2008 - 21:31

Naja, dann arbeiten wir mal weiter.....

#27 Martin Stricker

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Geschrieben 14 November 2008 - 14:25

Auf meiner dieswöchigen USA-Reise ist es mir gelungen, "Tuf Voyaging" antiquarisch erworben zu haben. Es wird im George-R.-R.-Martin-Themenband also wohl auch einen Beitrag von mir geben. :thumb:Eine Bibliographie dürfte auch sinnig sein. Es gibt hier ja schon einige Ansätze, da werde ich mal drauf aufbauen. Also werden es wohl zwei Beiträge von mir. :jump:

Bearbeitet von shugal, 14 November 2008 - 14:29.


#28 Totila

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Geschrieben 16 November 2008 - 15:34

Sehr gut, Shugal!

#29 Gast_Frank Böhmert_*

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Geschrieben 23 November 2008 - 15:07

Kotofopie ist molto bene. Du kannst auch faxen: 0721|151|414414 oder |502250, dann krieg ich die per Mehl und das is so gut wien Scan :)

Untergegangen wegen Arbeitszimmerumzug. Aber jetzt liegt das Buch auf dem Schreibtisch bereit. Nächste Woche!

#30 Totila

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Geschrieben 29 November 2008 - 00:19

Ich habe jetzt noch drei Seiten produziert und werde bis Weihnachten eine Pause einlegen müssen! :)


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