Zum Inhalt wechseln






Foto

Jahresrückblick IV: Oktober bis Dezember 2019

Geschrieben von Petra , in Jahresrückblick 31 December 2019 · 304 Aufrufe

Jahresrückblick
Vierter Teil meines Lese-Rückblicks auf das Jahr 2019. Es ist wieder viel Haskala-Literatur dabei, Bücher über Goslar, Phantastik, etwas über Luftfahrt-Pioniere. Viel Spaß beim Lesen!

Die andere Quartale: Januar bis März, April bis Juni, Juli bis September

Oktober

Christoph Marz: Charing Cross

Alexandra Kui: Der Nebelfelsen
Die Verfasserin hat vor meiner Zeit bei der Goslarschen Zeitung gearbeitet und im vorliegenden Buch den Redaktionsalltag geschildert und ein paar Kollegen abkonterfeit. Als mir eine Kollegin das erzählte, war natürlich klar, dass ich mir den Roman anschaffen musste. Wobei es nicht um die Goslar-Redaktion ging, in der ich sitze, sondern um eine Außenredaktion, die in dem fiktiven Harzort "Grauen" angesiedelt ist.
Das Buch hat mir hat eine sehr schöne, eingängige Sprache und einen guten Erzählfluss, und auch wenn ich nicht viel aus meiner aktuellen Umgebung wiedererkannte, kann ich mir doch vorstellen, dass sie die Kollegen gut getroffen hat. Es geht um eine neblige Klippe, von der sich immer mal wieder ein Selbstmörder hinabstürzt. Ein zwiespältiges Besitztum der Gemeinde Grauen. Denn einerseits will natürlich niemand Menschenleben in Gefahr bringen, doch andererseits lebt fast die gesamte Bevölkerung vom Tourismus, und die regelmäßigen Berichte über die unheimliche Sogwirkung, die von diesem nebligen Felsen ausgeht, erweisen sich als grandioser Besuchermagnet. Busladungen vor Touristen strömen regelmäßig nach Grauen, um den Grusel der Klippe hautnah zu spüren. Als die Heldin des Romans erfährt, dass sich ihre Freundin hier umgebracht haben soll, reist sie nach Grauen. Es geht nicht nur um Spurensuche. Die hochqualifizierte Starfotografin, deren Aufnahmen sonst in Hochglanzmagazinen abgedruckt werden, befindet sich offenbar in einer massiven Midlife-Crisis. Gerade hat sie ihrem Freund den Laufpass gegeben, und im Job kriselt es. Da kommt ihr das Angebot eines Grauener Zeitungsredakteurs, für ihn als Fotografin zu arbeiten, gerade recht. Zwischen Fotografin und Redakteur beginnt es zu knistern. Was eine kriminaltechnische Ermittlung hätte werden sollen, wird zur Liebesgeschichte. Aber dann erfährt die Frau doch noch, was an der Nebelklippe geschah.
Wie gesagt: Eine echt gut geschriebene Story. Einen halben Punkt Abzug gibts für den Etikettenschwindel: Es steht "Krimi" auf dem Buch. Dabei ist es eine waschechte Liebesgeschichte, in der am Rande auch gestorben wird. Ansonsten: Empfehlenswert, nicht nur für GZ-Redakteure.

Hans Baumann: Redleg. Der Piratenjunge im Schottenrock
Ein antiquarisches Buch, gefunden bei Amazon Marketplace. Redleg, der Titelheld, ist ein Junge aus Schottland, der stets einen Schottenrock trägt, auch im Winter. Weil die nackten Beine dann der Kälte und dem Wind ausgesetzt sind, frieren sie rot, daher der Name. Redleg ist Waisenkind und träumt eigentlich davon, eine Mühle zu besitzen. Aber dann wird er von Piraten gefangen und verschleppt. Fliehen kann der rotbeinige Schiffsjunge von dem Schiff nicht. Aber ein gleichfalls verschleppter Schiffsarzt gibt ihm einen Tipp: Der Weg nach draußen führt über die Karriereleiter. Nach und nach arbeitet sich der gewitzte Schottenjunge in der Hierarchie des Schiffs nach oben, wird Ausguck, Proviantpirat, Pulverfachmann, Kassenchef. Schließlich bringt er es bis zum Kapitän. Aber auch das ist nur ein weiterer Zwischenschritt auf seinem Weg zu seinem Lebensziel: Müller zu werden. Heiteres, amüsantes Kinderbuch, nett geschrieben. Hat mir Spaß gemacht. Wenn ich auch die Bemerkung im Klappentext, das Buch sei darum erst so spät fertig geworden, weil der Illustrator sich immer wieder halbtot gelacht hat, doch etwas übertrieben finde.

Gerd Bedszent: Im Auge des Chaac, Teil 1 und 2 (BunTES Abenteuer 23 und 24)
Mich hatte im vergangenen Jahr in der Anthologie "Heimkehr - Thüringen morgen und übermorgen" die Geschichte "Finklbergs Plan" von Gerd Bedszent sehr beeindruckt. Darum musste ich mir auf dem BuCon unbedingt die beiden TES-Hefte des Autors anschaffen. Wobei es nicht zwei Heftromane sind, sondern eine Geschichte, die wegen ihres Umfangs auf zwei Hefte verteilt ist.
Der Ich-Erzähler ist derselbe Journalist wie in "Finklbergs Plan", zu dem dieser Roman gewissermaßen die Vorgeschichte bildet. Es geht um illegalen Handel mit Maya-Artefakten, um brandgefährliche Banditenbanden und skrupellose Kunsthändler, außerdem um eine junge indigene Widerstandskämpferin und ihren Kampf für den Erhalt ihrer Kultur und gegen den Ausverkauf archäologischer Schätze. Als die Banditen ein steinernes Relief einer bisher unbekannte Maya-Pyramide verscherbeln wollen, sind die junge Frau und der Journalist vor Ort und dokumentieren den Fall - eine todgefährliche Reportage ... Sehr spannend und gut geschrieben. Daumen hoch.

Bergrat Dr. Ing. Hans-Hermann von Scotti
Biografie eines für Goslar bedeutenden Menschen, der den Bergbau im Rammelsberg - und nicht nur dort - geprägt hat. Das Buch erschien als Jahresgabe des Fördervereins Weltkulturerbe Rammelsberg. Ich habe es für meine Zeitung gelesen, rezensiert und ziemlich böse verrissen. Ziemlich fragwürdig fand ich das Kapitel über von Scotti als Chef des Rammelsberges in der Nazizeit, über den Einsatz von Zwangsarbeitern in den Bergwerken und die Art, wie er im Zweiten Weltkrieg in eroberten Ländern kriegsnotwendige Rohstoffe requirierte. Im Artikel habe ich geschrieben:
"Erschütternd undistanziert schildert der Autor die Probleme bei der Beschaffung der Arbeitskräfte. 200.000 Jugoslawen waren als Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter nach Deutschland gebracht worden. 'Dadurch war das Arbeitskräftereservoir in dieser Gegend eigentlich bereits erschöpft' (S.132), heißt es im Tonfall eines modernen Managers, der den Fachkräftemangel beklagt. Eichhorn erwähnt die 'Bereitstellung von 10.000 ungarischen Juden' (S.133). Man könnte fast Mitleid haben mit den Bergbau-Organisatoren, wenn es heißt: 'Die Inbetriebnahme der Werke, die an der Grenze zu Kroatien und Albanien lagen, wurde von Anfang an durch Sabotageakte der Partisanen erschwert. Trotz dieser starken Beeinträchtigungen schaffte es die Preußag, nahezu den gesamten deutschen Antimonbedarf zu decken.'
Beinahe zynisch klingt die Beschreibung, wie Deutschland lange versuchte, die Gruben und Hüttenbetriebe im jugoslawischen Bor zu erlangen: 'Trotzdem waren die französischen Eigentümer erst nach der Kapitulation Frankreichs bereit, ihre Aktien an deutsche Interessenten zu verkaufen', notiert Eichhorn (S. 130). Auch wenn er nachschiebt, dieser Verkauf sei nicht auf politischen Druck geschehen – ein bitterer Nachgeschmack bleibt."
Zum Thema Zwangsarbeiter:
"In einem Bericht aus dem Jahr 1942 heißt es: 'Nachdem jedoch eine Anzahl hartnäckiger Bummelanten der Geheimen Staatspolizei gemeldet und von dieser in ein Arbeitserziehungslager oder Konzentrationslager gebracht worden war, haben die pflichtwidrigen Arbeitsverhältnisse fast völlig aufgehört.' Was er selbst damals dachte, bleibt weitgehend außen vor." (...)
"Erst im Schlusswort stellt Eichhorn die Fragen, die sich anlässlich des NS-Kapitels dem Leser stellen. Was dachte der Bergrat? Was sagte sein Gewissen? Der Mann wurde nach dem Krieg bald entnazifiziert, war wieder in leitender Position im Bergbau tätig. Er starb erst 1966, eine kritische Aufarbeitung scheint es nicht gegeben zu haben. Eichhorn versucht, von Scottis Handeln aus soldatischer Tradition und preußischer Pflichterfüllung zu erklären. Im Prinzip sei er Technokrat gewesen. Es sei ihm um das Erfüllen von Aufgaben, die technische Abwicklung, das Funktionieren des Betriebs gegangen. Das klingt logisch. Doch hätte man sich gewünscht, dass der Autor in der Technokraten-Eigenschaft dem Forschungs-Objekt nicht gefolgt wäre."
Meine vollständige Rezension zum Buch findet ihr hier (allerdings hinter der Bezahlschranke). Wer sich für das Buch selbst interessiert, findet eine kostenlosen Download hier.

November

Fabienne Siegmund: MoonBird

Manas. Dargestellt von Theodor Herzen. Erzählt von Samar Mussajew. Russische bearbeitet von Michail Rudow.
Den "Manas" wollte ich schon seit mindestens 20, wohl eher seit 30 Jahren lesen, aber bisher habe ich keine ordentliche Textausgabe die riesigen Epos gefunden (gibt es die überhaupt?).
Auch dies ist keine Ausgabe des Epentextes, sondern ein sehr schönes Kunstbuch. Es enthält die Illustrationen, die Theodor Herzen gemacht hat. Sehr beeindruckende Bilder in unterschiedlichen Techniken und aus unterschiedlichen Schaffensperioden, ein Lebenswerk. Dazu gibt es eine kurze Inhaltsangabe, jeweils auf Russisch und Deutsch, in der die einzelnen dargestellten Stationen der Geschichte kurz erläutert werden. Optisch grandios. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, einmal den kompletten Manas in einer deutschen Übersetzung zu lesen.

George Saunders: Fuchs 8
Ein liebenswürdiges, herzerwärmendes Büchlein über einen Fuchs, der die Sprache der Menschen so wunderschön findet, dass er sie lernt und dann auch zu schreiben beginnt. Fuchs 8, wie der kleine Held dieser Geschichte heißt, hat nicht nur einen freundlichen, naiven Blick auf alles, was die Menschen tun, sondern er hat auch eine Rechtschreibung, die man geradezu als rührend bezeichnen kann. Getreu dem Motto: "Schreib, was du hörst" setzt er seine Gedanken in Buchstaben um. Er erzählt von seinen ersten Begegnungen mit Menschen, vom Zauber ihrer Sprache, die in seine Ohren wie eine wunderschöne Musik klingt. Aber auch von dem schweren Leid, das die Menschen über die Fuchsfamilie gebracht haben, als sie den Wald zerstörten, um ein Einkaufszentrum zu bauen. In der Sprache von Fuchs 8 klingt das so:
"Wenn ir oich so schlecht fülen wollt wi di Fükse jezz dann 1) Wochen lang kaum was fressen, 2) seen, wi vile Froinde, du auch, jeden Tag dünner und dünner werden, 3) seen, wi merere von deinen gelibten Froinden immer dünner werden, bis si sterben."
Fuchs 8 fasst sich ein Herz: Zusammen mit seinem Freund Fuchs 7 schleicht er sich in die "Mall", um etwas zu essen zu finden. Beide sind begeistert. Doch dann passiert das Schreckliche, Undenkbare: Die von Fuchs 8 geliebten und verehrten Menschen entpuppen sich als blutrünstige Mörder und bringen seinen Freund Fuchs 7 um. Fuchs 8 kann fliehen. Lange braucht er, um seinen Schock zu überwinden. Aber dann schreibt er den Menschen einen Brief und fragt sie, warum sie so böse und gemein sind und warum sein Freund sterben musste.
Ganz große kleine Literatur. Wer an diesen Fuchs 8 nicht sein Herz verliert, der hat keines zu verlieren.

Maja Nielsen: Abenteuer! Pioniere der Lüfte
Ich liebe ja Maja Nielsens Abenteuer-Reihe. Bisher habe ich mir die einzelnen Teile immer als Hörbücher beziehungsweise Hörspiele im Auto gegönnt. Dieses hier war Urlaubslektüre und obendrein als Hintergrundmaterial für einen Flieger-Roman bestimmt, da war dann mal die Print-Ausgabe fällig. Erzählt wird darin die Geschichte der Brüder Wright und ihres Flyers. Sehr lehrreich und pädagogisch gut und lebendig aufgebaut. Man kommt gut in die Gedankenwelt der Brüder und die technischen Fragen hinein, und durch die großzügige Bebilderung wird das Ganze auch sehr fasslich. Wie immer bei Maja Nielsen ist auch in diesem Abenteuer die Historie nicht abgeschlossen. Die Autorin erzählt auch über einen aktuellen Pionier der Luftfahrt. Sie stellt den Schweizer Bertrand Piccard vor, der über energiesparende Flugmaschinen nachdenkt und der mit seiner solarbetriebenen Flugmaschine "Solar Impulse" die Erde umrundete. Sehr beeindruckend.

Sabine Fitz: Die bedeutendsten Pioniere der Lüfte
Noch ein Buch über Luftfahrt-Pioniere, diesmal nicht speziell über die Wrights, sondern in jeweils ca. achtseitigen Kapiteln über sehr unterschiedliche Flieger und Konstrukteure. Darunter sind Otto Lilienthal und Graf Zeppelin, aber auch der Schneider von Ulm und Leonardo da Vinci. Es geht um Charles Lindbergh, die Brüder Montgolfier, um Fockes Hubschrauber, um die Rekordpilotin Amelia Earhart und die Langstreckenfliegerin Amy Johnson. Das Ganze reich bebildert, optisch sehr gut und übersichtlich aufgemacht, mit Skizzen, Steckbriefen und mit einem kleinen pädagogisch wertvollen Multiple-Choice-Test nach jedem Kapitel. Sehr lehrreich, ich werde es gern wieder zu Rate ziehen für meinen Roman.

Andreas Zwengel: Panoptikum
Eine Sammlung mit zwölf Kurzgeschichten des Autors. Die Storys sind, bis auf zwei Ausnahmen, bereits in Anthologien veröffentlicht worden und entstammen den unterschiedlichsten Subgenres der Phantastik - von Horror über Science-Fiction zu klassischen Vampirgeschichten und Steampunk. Einen Teil davon kannte ich bereits aus anderen Sammlungen. Mein Favorit war die Steampunk-Geschichte "Volldampf", in der der "eiserne" Kanzler in einem Zug auf den magischen Schutzschild Prags zurast ... Sehr schön.

Antonia Michaelis: Das Institut der letzten Wünsche
Zauberhaft-liebenswürdiger Roman über zwei Frauen, die mit ihrem Unternehmen Sterbenden ihre letzten Herzenswünsche erfüllen wollen. Wer die Dienste des Instituts in Anspruch nehmen will, darf jeden, auch den absurdesten Wunsch aussprechen, und die beiden Frauen setzen alles daran, ihn zu erfüllen. Bedingung: Der Kunde muss eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, dass die voraussichtliche Lebenserwartung bei maximal sechs Monaten liegt. Ein trauriger Ausgangspunkt. Aber gleichzeitig auch die Basis für eine ungeheuer leichte, befreiende Geschichte. Denn wenn der Tod ersteinmal so eindeutig an die Tür klopft, wird der Blick klar für das Wesentliche, das wirklich Wichtige im Leben. Und die Wunscherfüllerinnen Mathilde und Ingeborg sorgen dafür, dass sich eine gewisse Leichtigkeit und befreiende, fast heitere Atmosphäre ausbreitet. Für viele Kunden ist dieser letzte Wunsch eine Art Wiedergutmachung, ein Abschluss einer uralten noch offenen Rechnung, die letzte Aufgabe, die es noch zu erledigen gilt, bevor man sich leicht und frei auf den letzten Weg macht. Also eine Art Sterbebegleitung, nur mit Phantasie und einer ganzen Menge Chaos, das die beiden Frauen anrichten, um die Wünsche zu erfüllen.
Schon der Auftakt zum Roman ist ein typischer "Michaelis": Eine absolut unlogische, verblüffende Situation, kreatives Chaos als Institutsalltag: Mathilda versucht, ein Pony in eine U-Bahn zu bekommen. Eine ältere Dame hatte sich nämlich gewünscht, nur einmal im schneeweißen Kleid und mit schneeweißem Sonnenschirm durch den Stadtpark zu reiten. Und der teure Pferdetransporter ist im Büdget einfach nicht mehr drin. Dass es tausendmal schwerer war, einen schneeweißen Regenschirm aufzutreiben, als ein Pony in eine U-Bahn zu bugsieren, hat Mathilde dabei ohnehin gelernt. Als Schirm kaufte sie schließlich ein schwarzes Modell mit Totenköpfen und bleichte es aus.
Aber wie schaffen es Mathilda und Ingeborg, einer sterbenden alten Dame ihren Herzenswunsch zu erfüllen und sie noch einmal ein Konzert der Callas erleben zu lassen? Und was tut man, wenn sich ein älterer Herr danach sehnt, noch einmal einen Spielabend in einer Studenten-WG zu erleben, und alle Studenten absagen, weil sie sich davor fürchten, in ihrem zu Hause plötzlich einen toten Opa herumliegen zu haben? Und was passiert, wenn sich die Wunscherfüllerin in einen Kunden verliebt? Genau das geschieht nämlich Mathilde mit einem Krebspatienten, der auf der Suche nach seiner Jugendliebe ist, die ihn damals, als sie schwanger wurde, verlassen hat. Eine eigenartige platonisch-poetische Liebe keimt auf, und beide wissen, dass sie keine Zeit und keine gemeinsame Zukunft mehr haben ... Einfach ein zauberhaftes, herzerwärmendes Buch mit mehreren überraschenden Wendungen und erfüllt von einer großen Liebe zum Leben. Stellenweise absurd, aber immer irgendwie den Naturgesetzen und einer eigenen Logik folgend, schräg, liebenswürdig, schön.

Das Vermächtnis der Astronautengötter
Science-Fiction-Anthologie, die alten Legenden über Wesen nachgeht, die vom Himmel herabgestiegen sind. Die alten Völker nannten sie Götter, aber was, wenn es eigentlich Astronauten waren? Besucher von fernen Planeten oder aus der Zukunft, die den menschlichen Kulturen vielleicht sogar den entscheidenden Kick gaben und deren Entwicklung vorantrieben? Die Autoren erzählen von Atlantis, Ägypten oder biblischen Propheten, von Mayas und Inkas, Hippies, von Universitäten und Weltraummüll. Es sind sehr schöne und interessante Geschichten dabei, allerdings wiederholen sich die Situationen und Begegnungen auch manchmal, sodass eine gewisse Monotonie entsteht. Für sich einzeln betrachtet sind die Storys aber auf jeden Fall gut gearbeitet und spannend.

Andreas Kennecke: Isaac Euchel. Architekt der Haskala
Isaac Euchel war vermutlich neben Moses Mendelssohn der bedeutendste philosophische Kopf der Haskala und neben David Friedländer einer der größten "Macher" der jüdischen Aufklärung. Insofern ist die Bezeichnung als "Architekt" der Haskala, wie er im Buchtitel genannt wird, recht passend gewählt. Euchel stammt aus Kopenhagen (wie Naftali Herz Wessely), kam als Hauslehrer der Familie Friedländer nach Königsberg in die Stadt Kants, studierte an der dortigen Universität, eben bei Kant, und wurde, eine geradezu unerhörte Angelegenheit, von Kant als Dozent für orientalische Sprachen vorgeschlagen. Trotz der prominenten Unterstützung - ein Jude als Universitätsdozent, das war damals dann doch unmöglich. Und am Ende musste Kant selbst, der inzwischen Universitätschef geworden war, seinen eigenen Zögling aufgrund der Universitätsstatuten ablehnen. Immerhin: Es war ein Anfang. Und Euchel bekam wenigstens eine Stelle als Dolmetscher. Dennoch, schade.
Euchel hat sich daraufhin noch stärker auf seine Arbeit für hebräische Literatur konzentriert. Bekannt wurde er als Übersetzer des jüdischen Gebetbuchs, als engagierter Kämpfer für eine jüdische Freischule in Königsberg nach Berliner Vorbild, vor allem aber als Mitbegründer der Gesellschaft der hebräischen Literaturfreunde. Deren große Leistung war die Gründung des "Me'assef", des "Sammlers", der ersten modernen hebräischen Zeitschrift. Hierfür steuerte Euchel zahlreiche Artikel bei und war wie Wessely bemüht, eine neue hebräische Hoch- und Literatursprache zu schaffen. Unter anderem veröffentlichte er hier Reisebriefe an einen seiner Schüler, für die er eine ganze Menge neuer hebräischer Wörter erfinden und konstruieren musste, denn viele Sachen, die man bei Reisen durch das Europa des 19. Jahrhunderts unterwegs sieht, kommen ja im biblischen Hebräisch nicht vor ... Weitere Themen waren Philosophie (zum Beispiel Kants Kritik der reinen Vernunft) oder die Diskussion über die frühe Beerdigung bei Juden (hierzu hatte ja auch Mendelssohn Stellung bezogen. Aber auch Literatur: Euchel schrieb den ersten Briefroman der hebräischen Literatur.
Später war Euchel Leiter orientalischen Buchdruckerei in Berlin (ebenfalls eine Gründung der Maskilim), tat sich als Mendelssohn-Biograph hervor und veröffentlichte in seinen späten Jahren unter dem Titel "Reb Henoch" ein polyglottes satirisches Theaterstück, auch ein resignierter Abgesang auf die Haskala. Denn Euchel musste auch miterleben, wie viele Projekte scheiterten, wie der Zeitschrift nach und nach die Abonnenten ausblieben und wie viele Juden sich lieber der deutschen Sprache zuwandten als dem modernen Haskala-Hebräisch. Aber ein Scheitern auf hohem Niveau und ein faszinierender und engagierter Vorkämpfer seiner Bewegung. Lesenswert.

Marburg-Award 2018: Ein fataler Fehler!
Die Beiträge des Wettbewerbs in zufälliger Reihenfolge und in liebevoll aufgemachter Taschenbuch-Ausgabe, limitiert auf die Auflage von 50 Exemplaren und reich bebildert. Enthält 40 Geschichten zum Thema "Ein fataler Fehler!", vertreten sind fast alle Genres. SF, Fantasy, Horror, Dystopien, Märchenhaftes, sogar ein Western und eine Geschichte über den Verfasser von fiesen, kleingedruckten AGBs. Meine absolute Lieblingsgeschichte ist "Albenheim" von Iver Niklas Schwarz. Die Geschichte handelt von einem Wissenschaftler, dessen Frau bei einer gemeinsamen Expedition in einer Höhle verschüttet wurde und der nun versucht, Hilfe zu finden. Aber der Vertreter der Uni Hannover, der an dem unheimlichen Ort seine Messungen vornimmt, will ihm nicht glauben, dass er er selbst ist. Als beide sich doch noch auf die Suche machen, entdecken sie etwas Schockierendes ... Und sonst? Es ist eine besonders vielseitige Sammlung. Es geht um Druckfehler, Programmierfehler, falsch ausgesprochene Zaubersprüche und künstliche Intelligenzen, denen man zu viel Freiheit ließ. Um Therapien für Vampire und Fehleinschätzung gefährlicher Kunden. Um kleine Unachtsamkeiten, die zum Untergang ganzer Zivilisationen führen. Kurzum: Die ganze Palette der Fehlerkultur. Nur das Buch zu kaufen, das war eindeutig kein Fehler.

Herbstlande II - Verklingende Farben

Anja Bagus: Das Nebelreich

Fabienne Siegmund: Das Herz der Nacht
Wieder ein echter Siegmund: Melancholisch, magisch, traurigschön und einfach zauberhaft. Erzählt wird die Geschichte des nicht besonders talentierten Zauberers Mateo, dessen Lebensgefährtin und Showpartnerin Anisa plötzlich verschwindet. Die Suche bleibt ergebnislos, auch die Polizei kann nicht helfen. Es stellt sich aber heraus, dass noch mehrere andere Künstler verschwunden sind. Auf seiner Suche gelangt der Zauberer schließlich in einen seltsamen Zirkus. Hier trifft er auch seine Geliebte wieder, aber sie kann sich nicht mehr an ihn erinnern und ist jetzt mit einem Feuerspeier zusammen. Mateo lässt sich auf diesen seltsamen magischen Zirkus ein und nimmt eine Anstellung an. Er ist begeistert. In dieser Manege gelingt jeder, ausnahmslos jedert Trick, fast meint er, er könne wirklich zaubern. Doch nach und nach erkennt der Zauberer die Schatten hinter der heilen Glitzerwelt des idealen Zirkus. Alle Artisten sind Gefangene ihrer eigenen Kunst, unfrei und eingekauft mit den besonderen Fähigkeiten und der perfekten Show, die diese Manege möglich macht. Es führt kein Weg aus diesem Zirkus heraus. Es sei denn, Mateo bricht den Zauber der enttäuschten Liebe, der diesen Zirkus einst geschaffen hat. Dazu muss er allerdings den Widerstand der anderen Artisten überwinden. Denn für sie ist die schöne Scheinwelt ihr einziges zu Hause und eine Droge, auf die sie nicht verzichten können. Ein modernes, sehr weises Märchen über die wahres Glück und Drogen, die nur scheinbar glücklich, in Wirklichkeit aber leer machen. Über Weltflucht und den Weg zurück. Hat mir gefallen.

Tausendundeine Nacht: Das glückliche Ende. Übersetzt von Claudia Ott
Die Ausgabe wurde vor drei Jahren als Sensation gefeiert, und seitdem besitze ich das Buch auch schon, hatte nur nie genug Muße, es zu lesen. Es handelt sich um eine Übersetzung eines uralten Manuskripts, das in einer Bibliothek in Zentralanatolien lange ungesichtet und verräumt lag. Eine Ausgabe mit dem lange verschollenen Ende des Zyklus der Erzählungen aus 1001 Nacht.
Also, natürlich weiß jeder, das Scheherazade - im vorliegenden Buch Schahrasad - sich durch ihre Erzählkunst retten konnte und den Sultan überzeugte, seine Ehefrauen nicht mehr nach der Hochzeitsnacht hinzurichten. Aber hier ist eben ausführlich das Ende (und der Weg dorthin) erzählt.
Das Buch enthält die Geschichten der letzten 125 Nächte. Außerdem wird die Rahmenhandlung weiter vorangetrieben. Das ist meist etwas stereotyp und formelhaft, die Erzählerin schließt vor dem Einschlafen immer wieder mit dem Versprechen, in der nächsten Nacht noch toller und amüsanter und spannender zu erzählen, und am nächsten Abend fordert ihre Schwester sie auf, doch mit ihrer Geschichte fortzufahren.
Das Ganze ist recht verschlungen, es passiert immer wieder, dass innerhalb einer Geschichte eine oder mehrere Personen ihrerseits wieder Geschichten erzählen. in denen dann auf einer weiteren Unterebene womöglich noch andere Märchen vorgetragen werden. In diesen letzten 125 Nächten kommen nicht die Gestalten vor, die man sonst mit 1001 Nacht verbindet. Sindbad, Ali Baba, Aladin bleiben außen vor. Es geht sogar ohne Magie ab, es geht um Schwänke, Diebe, romantische und erotische Begegnungen, Schelme und Gelehrte, Verheiratungen, Anekdoten, Tierfabeln und Sammlungen von Sinnsprüchen und Weisheiten.
Interessant ist dabei auch die Rahmenhandlung. Denn es wird deutlich gezeigt, wie der Sultan auf die Geschichten reagiert, wie er sich Gedanken über das Gehörte macht, manchmal in Selbstgesprächen kommentiert, dass er seine eigene Situation in den Erzählungen wiedererkennt, und nach und nach zu der Erkenntnis kommt, dass sein Umgang mit seinen Ehefrauen, sprich: die ständigen Hinrichtungen, sehr ungerecht sind. Der Leser erlebt im Verlauf der Nächte den Wandel und den Erkenntnisprozess des Herrschers mit. Es ist nicht so dass Sheherazade ihn am Ende der 1001. Nacht mit seinem Verbrechen konfrontiert, sondern der Mann kommt, behutsam von ihr angeleitet, selbst drauf. Bravo.
Inhaltlich muss ich sagen, dass ich die orientalischen Märchen nicht so mag. Ich habe lieber die klar strukturierten klassischen Grímm- und Andersen-Märchen mit perfekter, novellenartiger Handlungskurve. Und nicht dieses unstrukturierte Kuddelmuddel von immer neuen Handlungsfäden, die ins Kraut schießen, wirr durcheinander laufen und die, wenn das Publikum wegsackt, mal eben noch ein neues, spannenderes Fass aufmachen müssen. Die ständigen Unterbrechungen, wenn die Erzählerin und ihr Publikum einschlafen, nerven. Zumal sie manchmal auch bereits nach "Kurznächten" erfolgen, in denen die Frau nur zwei oder drei Sätze neu zu ihrer Geschichte hinzufügt und sich dann wieder schlafen legt. Diese ständigen neuen Handlungsstränge ermüden, und die Märchen gehen gar nicht weiter. Wenn ich der Sultan gewesen wäre, ich hätte ziemlich schnell losgeblafft: "Komm endlich zum Punkt Sheherazade!"
Wie gut die Übersetzung geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Man merkt aber, dass die Übersetzerin und Herausgeberin eine Menge davon versteht. Im Anhang schreibt sie vieles zum Hintergrund, über das Manuskript und die Tradition der Sammlung. Das hat mir sehr gefallen, wie auch die Aufmachung des Buchs. Ein gediegenes Stück Buchkunst und Literaturwissenschaft. Nur, dass die Märchen nicht so ganz meine Welt sind.

Verfluchte Mahnmale und Gedenkstätten
Düstere Anthologie mit Horror-Kurzgeschichten. Es sind ein paar sehr schöne Stücke darunter. Wobei es nur in den wenigsten Fällen tatsächlich um Mahnmale oder Gedenkstätten geht, oft sind es auch "nur" Gräber oder verfluchte Orte oder Schauplätze eines Unglücks, ohne dass jemand da groß Erinnerungskultur betrieben und eine Erinnerungstafel aufgestellt hätte. Die Sammlung enthält ausnahmslos gute Geschichten. Ich habe lange keine Anthologie gelesen, bei der ich wirklich alle Beiträge gemocht habe. Aber das hier ist wirklich ein Sonderfall. Sehr schön in der Komposition, eine gelungene, gut durchgehaltene Spannung und ein durchgehend hohes Niveau. Grusel, der wirklich zu empfehlen ist.

Antonia Michaelis: Die Allee der verbotenen Fragen
Und noch ein Buch von einer Lieblingsautorin. Kann die Frau eigentlich auch schlechte Bücher schreiben? Vermutlich nicht.
Es ist eine Art Liebesroman, allerdings mit einer doppelt schrägen Ausgangssituation. Johann Fin Paul, ein junger Mann aus England, kommt nach Deutschland, um sich die Heimat seiner Eltern anzusehen. Plötzlich steht er vor einem Grabstein, auf dem sein Name und sein Geburtsdatum zu lesen sind. Nur, dass dieser Johann Fin Paul offenbar bereits am Tag seiner Geburt gestorben ist. Während er noch verdutzt dasteht, kommt der örtliche Pfarrer auf ihn zu und händigt ihm einen Brief und einen Koffer aus. Und für Johann Fin Paul, den Lebendigen, beginnt eine seltsame, fast unwirkliche Suche nach einem anderen Fin Paul, der ihm offenbar sehr ähnlich sah.
Die zweite Hauptfigur ist weiblich, heißt Elena oder Akelei, ist schon im mittleren Alter, nicht glücklich, aber sattmachend verheiratet, und hat gerade ein lebendiges Huhn in ihre Einkaufstasche gesetzt, das sie für ihren Mann, der aus Überzeugung nur Hühner ist, die er selbst geschlachtet hat, abholen sollte.
Akelei ist vollkommen erschüttert, als sie den jungen Johann Fin Paul entdeckt. Er sieht ihrer Jugendliebe, Fin Paul, zum Verwechseln ähnlich. Die gleichen einzigartigen türkisfarben Augen, das gleiche Gesicht, die gleichen roten Haare. Und plötzlich gibt es für sie nur eine einzige Option: Diesem zweiten Fin Paul zu folgen und herauszubringen, wer er ist und wohin er geht. Sie lässt ihr altes Leben, ihren Mann, ihr zu Hause vollkommen hinter sich und folgt dem Jungen mit den Türkisaugen quer durch die Republik, nach Berlin, München, Hamburg, ohne Gepäck, nur mit einem Huhn als Begleiter. Eine absolut irrsinnige Kombination, aber das ist so rasant und zauberhaft erzählt, man muss einfach immer weiter lesen und beiden Helden, die erst sehr spät überhaupt mit einander reden, bei der Aufklärung eines schrecklichen Familiengeheimnisses folgen. Ja, die Geschichte ist konstruiert und absolut unwahrscheinlich. Aber genau das sind griechische Tragödien auch. Und das hier ist tragisch. Und doch einfach zauberhaft.

William Hiscott: Saul Ascher. Berliner Aufklärer
Eine Dissertation mit tragischem HIntergrund. Denn der Doktorand verstarb während der Abfassung. So sind es "nur" 800 Seiten geworden, das letzte Kapitel - über Aschers "Germanomanie" fehlt, dafür gibt es einen Lexikoneintrag, den der Verfasser über das Buch veröffentlicht hat. Schade. Aber auch so eine ganze Menge Lesestoff.
Saul Ascher war mir bisher nur aufgrund von zwei Reaktionen auf seine Werke ein Begriff. Zum einen durch Heines "Harzreise" in der er auf geniale und unvergessliche Weise als "Vernunftdoktor" dargestellt wird, der als Gespenst durch die Träume des Harzwanderers geistert und ihm dabei mit unwiderlegbarer kantianischer vernünftig-logischer Argumentation beweist, dass es keine Gespenster gibt.
Das zweite war, dass seine "Germanomanie" von Studenten als "undeutsch" auf dem Wartburgfest verbrannt wurde. Rechtslastiges Gesocks hat schon immer gern Bücher verbrannt. Die "Germanomanie" und die danach erschienene Schrift "Das Wartbugfest" gab es in der Germanisten-Bibliothek in Hannover als Kopiervorlage. Ich las sie im zweiten Halbjahr 1995 als Vorbereitung für meine mündliche Prüfung über das Hambacher Fest, für das ich eben auch einen Vergleich zum Wartburgfest ziehen wollte. Meine beiden fotokopierten Exemplare der Ascher-Bücher habe ich noch immer.
Ascher war Vertreter der "dritten Generation" der Haskala. Er kam, wie viele vor ihm, aus der Philosophie, hat sich dann aber vorwiegend als Schriftsteller hervorgetan. Dabei war er einer der ersten, die wirklich "vom Schreiben leben konnten". Es ist bezeichnend für diese dritte Generation, dass Ascher sich weniger als jüdischer Schriftsteller sah, der sich mit spezifisch jüdischen Themen auseinandersetzte. Vielmehr sah er sich als deutscher Literat und schrieb philosophische, politische und belletristische Texte für alle Leser. Tragisch, dass in dieser Zeit der Antisemitismus erfunden wurde. Als Juden noch "nur" aus religiösen Gründen gehasst wurden, ließ man sich halt als letzte Notlösung taufen und hatte die gleichen Rechte wie die christlichen Nachbarn. Aber wer aus "rassischen" Gründen verfolgt wird, dem hilft auch keine Taufe.
Hiscotts Dissertations-Fragment schlägt einen weiten Bogen und biete ein großzügiges Panorama der Haskala. Das heißt, dem Leser wird ein umfangreicher Überblick über die Bewegung geboten, und man erfährt so sehr viel über den Gesamtzusammenhang, in dem Aschers Werk steht. Die Texte Aschers selbst werden mit der Methode des "Close Reading" vorgestellt, das heißt, dass der Autor sich sehr eng am Text entlanghangelt, ihn wiedergibt und detailliert erläutert. Auch wer noch nie eine Zeile von Ascher gelesen hat und nicht viel über die Haskala weiß, wird hier umfassend in Kenntnis gesetzt und kann auch ohne Vorkenntnisse gut folgen. Sehr akribisch wurden auch die Reaktionen von Zeitgenossen und die Antworten und Rezensionen aufgespürt und gesammelt.
Gefallen hat mir die unverkrampfte und unverkopfte Sprache Hiscotts. Der Verfasser war Amerikaner, schrieb seine Dissertation aber in Berlin und auf Deutsch, ein sehr frisches Deutsch, das nicht vom deutschen Wissenschafts-Imponiergehabe der Universitäten verdorben wurde. So schreibt er, die Streitkultur der Aufklärung, speziell in Berlin, sei "zur ersten Massenprügelei der Philosophiegeschichte seit der Antike" geworden oder notiert anlässlich der Imstrukturierungen nach Regierungsantritt Friedrich Wilhelms I.: "Die Intelligenz im Beamtenapparat wurde maßgeblich verkleinert".
Fazit: Trotz des Fragmentcharakters eine sehr umfangreiche und ausführliche Arbeit. Absolutes Standardwerk.

Vikings of the Galaxy
Raufen, saufen, plündern, auf Abenteuerfahrt aufbrechen und unbedingt im Kampf sterben, sonst wird es nach dem Tode nichts mit der Aufnahme ins Wikingerparadies Walhall. Passt das zusammen mit dem Weltraum? Doch, irgendwie schon ... Wenn man genug Fässer Met intus hat und Spaß an der etwas schrägeren Art humorvoller Literatur. Der Leseratten-Verlag hat da offenbar Mächte heraufbeschworen, denen kein Zwerchfell gewachsen ist, jedenfalls haben es diese rotbärtigen Kerle und durchsetzungsstarken Walküren ganz schön in sich. Ob durch irgendwelche Dimensionslöcher oder Zeitreisemaschinen in den Weltraum versetzt oder ob sie einfach schon immer darin unterwegs waren, prügeln und saufen sich die Wikinger die Milchstraße entlang. Und beim Lesen empfiehlt sich, ebenfalls das Trinkhorn zur Hand zu nehmen. Skål.

Juri Rytchëu: Gold der Tundra
Ein Roman, der auf der asiatischen Seite der Beringstraße im Land der Tschuktschen spielt. Es geht um eine Kooperation mit den USA, ein Projekt zur Walbeobachtung. Außerdem möchte der amerikanische Besucher mit tschuktschischen Wurzeln auch sein familiäres Erbe finden und wenn möglich mitnehmen. "Erbe" ist in diesem Fall durchaus wörtlich zu versehen. Denn sei Vorfahr besaß, der familiären Überlieferung nach, mehrere große schwere Goldklumpen, die er mit Kies überklebte und zur Befestigung seiner Jaranga (tschuktschisches Zelt) benutzte. Vorsichtiges Nachfragen ergibt, dass die Zeltsteine später als Grundsteine für eine Bäckerei benutzt wurden, die aber längst marode ist und nicht mehr produziert. Alle sind erstaunt, als die selbstlosen Amerikaner ihnen eine neue Bäckerei stiften und die alte abreißen wollen.
Dazu eine Liebesgeschichte, ein Blick in die Historie Tschukotkas, die negative soziale Entwicklung durch die sozialistische Umerziehung, die Alkoholprobleme. Und immer wieder werden Bodenschätze wie Öl oder Gold von den Einwohnern gezielt verborgen, um bloß keine Ausbeutungskonzerne auf das Land aufmerksam zu machen ...
Sehr schöner, auch etwas harter Roman. Aber ich habe schon viele bessere von Rytchëu gelesen.

Judith Swaddling: Die Olympischen Spiele der Antike (Reclam)
Gute Übersichtsdarstellung mit Infos zur Geschichte, zum Kult, zu den einzelnen Disziplinen und zu bekannten und erfolgreichen Athleten. Neu für mich war, dass es auch für Frauen Wettbewerbe gab, die Heraia zu Ehren der Götterkönigin Hera. Und dass es auch Wettbewerbe für Herolde und Trompeter gab. Man erfährt etwas über die Ehren und materiellen Vorteile, die Olympioniken hatten. Und auch über Fälle von Bestechung oder anders gearteter Kampfrichter-Beeinflussung wird berichtet. Dazu Anekdotisches. Und ein paar Vergleiche mit den heutigen Spielen. Sehr schönes, volles, informatives Buch, hat mir gefallen.

Pablo De Santis: Voltaires Kalligraph
Einer der Lieblingsautoren, denen ich mich in meinem Lese-Urlaub auf Helgoland gewidmet habe. Diesmal geht De Santis auf in der Liebe zur Kalligraphie und erzählt die Geschichte des Schreibers Dalessius, der im Dienste Voltaires den Mord an Marc Antoine Calas unrersuchen soll.
Verdächtig ist die gesamte Familie, vor allem Vater Jean, der schließlich hingerichtet wird. Als Motiv wird vermutet, dass der Sohn einer protestantischen Familie zum Katholizismus übertreten wollte.
De Santis verknüpft geschickt den historischen "Fall Calas" und den von Voltaire aufgeklärten Justizmord am Vater des Getöteten mit philosophisch-ästhetischen Gedanken über das Wesen des Schreibens und die Schönheit bestimmter Schriften. Das ganze vor dem Hintergrund einer an E.T.A. Hoffmann erinnernde Geschichte um "Automaten", also künstliche Menschen. Sehr düster und ein würdiger Nachfolger der schwarzen Romantik ist die in den Roman integrierte Erzählung über einen künstlichen Mönch, der es später zu den höchsten Würden bringt. Aber ist die Geschichte wirklich nur literarisch? Der Kalligraph, der nicht nur mit dem Henker de Vaters Calas, sondern auch mit einem genialen und verschlossenen Automatenbauer und dessen schöner Tochter zu Tun bekommt, hat jedenfalls einige sehr unheimliche Begegnungen, bevor er beginnt, die Wahrheit aufzuschreiben.
Erneut ein hintergründiger magisch-realistischer Roman von De Santis, der einen ungeheuren Sog entwickelt und den Leser in ein düsteres Gedankensystem hineinzieht. Der Mann versteht es einfach, historische Überlieferung und den kleinen irren Schuss Wahnsystem miteinander zu kombinieren. Sehr schön, allerdings seine anderen Romane fand ich noch besser.

Horst-Günther Lange: Geschichte der Juden in Goslar
Als ich nach Goslar kam, war eine der ersten Stadtführungen, die ich mitmachte, der Rundgang "Jüdisches Leben in Goslar". Die Stadtführerin hat mir zwei Bücher zum Thema genannt, die ich mir inzwischen antiquarisch beschaffen konnte und im Urlaub gelesen habe. Das oben genannte Buch ist eine Geschichte der Goslarer Juden vom Mittelalter bis zum Jahr 1933, das andere handelt von der Zeit zwischen 1933 und 1945.
Die jüdische Gemeinde in Goslar war immer recht klein, schon im Spätmittelalter bzw. der frühen Neuzeit gab es Probleme, einen Minjan (zehn religionsmündige Männer) zusammen zu bekommen, um einen jüdischen Gottesdienst abzuhalten. Es waren zumeist Kaufleute und kleine Händler. Ein Ghetto oder eine bestimmte Straße, in der die Juden leben mussten, gab es in Goslar nie, sie lebten also mitten unter ihren christlichen Nachbarn.
Dem Buch zufolge gab es relativ wenige Reibereien zwischen den städtischen Vertretern und den Juden, Konfliktpotential und Spannungen gab es aber immer wieder mit christlichen Geschäftsleuten, die ihre jüdischen Konkurrenten ausschalten oder zumindest kleinhalten wollten. An besonderen Ereignissen berichtete Lange unter anderem von der Flucht aller Goslarer Juden aus der Stadt im Jahr 1414: Zum Laubhüttenfest im September waren die Goslarer Juden vollständig nach Braunschweig gezogen, da die Gemeinde, wie gesagt, sehr klein war. Es war üblich, das Fest in Braunschweg zu feiern, und so zogen sie wie jedes Jahr hinüber zur Nachbarstadt, nachdem sie sich, ebenfalls wie üblich, der Stadt gegenüber verpflichtet hatten, nach dem Fest zurückzukehren. Allerdings kehrten sie nicht zurück. Die Ursachen liegen im Dunkel. Lange deutet zwar an, dass es sich um eine Steuerflucht gehandelt haben könnte, ist sich aber auch nicht sicher. Und nur wegen der Steuer sein Haus und seinen gesamten Besitz zurücklassen und mit der kompletten Gemeinde wegziehen? Es bleibt rätselhaft. Jedenfalls gab es einigen Kampf nach dieser Flucht. Die Goslarer konfiszierten das gesamte zurückgelassene Eigentum, die Juden ließen dafür jeden Goslarer Schuldner, der sich nach Braunschweig begab, festsetzen und trieben ihre Schulden ein. Erst 123 Jahre später ließ sich erneut ein Jude in Goslar nieder.
Im Gedächtnis ist mir auch noch der Eklat um eine "jüdische Schlittenfahrt", bei der einige junge Juden den Zorn der Christen auf sich zogen, als sie zur Weihnachtszeit rodelten. Und sehr spannend fand ich den Fall einer geraubten KInderleiche vom jüdischen Friedhof: Ein Medizinstudent grub das Kind heimlich aus, um anatomische Studien an der Leiche zu unternehmen. Das wirklich Besondere an dem Fall ist, dass der Vater des Kindes, als die Tat bekannt wurde, vor Gericht ziehen konnte und Recht bekam: Der Student musste ihm die Überreste des Kindes zurückerstatten, und das Kind wurde erneut bestattet.
Was ich auch nicht wusste, das ist, dass Christian von Dohm, bekannt geworden durch seine Schrift "Über die bürgerliche Verbesserung der Juden", zwei Jahre lang als preußischer Verwaltungsbeamter wirkte. Allerdings war er für die Juden, die sich mit einer Eingabe an ihn wandten, wohl kein großer Helfer, er war hauptsächlich mit Reform und Anpassung der Goslarer Verwaltung an preußische Verhältnisse beschäftigt.

Werner Koch: Diesseits von Golgatha
Ich bin Fan von Werner Koch, seit ich seine See-Trilogie vom Bodensee las. Im vorliegenden Buch geht es erneut um einen See und seine Menschen, nämlich um Menschen zur Zeit Jesu am See Genezareth. Darunter ist Judas, der nach Jerusalem geht, um sich einer Terroristengruppe anzuschließen. Aber auch Maria Magdalena und Barrabas. Einfache Leute, viele Fischer, ein reicher Wirt, Hirten und Hirtinnen. Das Ganze versucht nicht, ein historischer Roman zu sein. Es geht um sehr weltliche und gegenwärtige Gedanken, die Frage nach Gerechtigkeit, Verteilung von Besitz, Revolte der jungen Generation, am Rande eben auch um Jesus. Kurze philosophisch-aphoristische Kapitel, in der jeweils unterschiedliche Charaktere ihre Weltsicht darlegen. Am Ende ist es Judas, der Jesus verät. Aber der Vater des Barrabas ist schuld am Tode des Wanderpredigers, als er die gesamte See-Gemeinde motiviert, in die Stadt zu ziehen und seinen zum Tode verurteilten Sohn "loszuschreien". So kann Judas schließlich Barrabas nachdrücklich in Erinnerung rufen: "Er ist für dich gestorben." Sehr schöne Sprache, unbeschreiblich, am besten sich selbst laut vorlesen.

Dirk van den Boom: D9E - Tod einer Agentin
Nata, die ehrgeizige Agentin der Hondh, die eigentlich gewohnt ist, über Leichen zu gehen, hat bei ihrem jüngsten Auftrag versagt. Die Belohnung, die die geheimnisvollen außerirdischen Eroberer ihren Dienern in Aussicht stellen, das ewige Leben, könnte ihr dadurch nun endgültig durch die Lappen gehen. Doch die Hondh wollen ihr wertvolles Werkzeug nicht so ganz ungenutzt wegwerfen. Nata erhält eine Bewährungs-Chance: Sie soll sich zur Roboter-Zivilisation der mechanischen Hoheit begeben und dort einen Virus einschleusen, ähnlich dem, der die andere Roboterzivilisation, die 1713, ausgelöscht hat. Nun ist Nata zwar ehrgeizig, und die Belohnung will sie auch haben ... Aber die Art, wie ihr die Hondh die Waffe gegen die Roboter in den Unterleib pflanzten, hat sie zutiefst verletzt. Außerdem stinkt ihr, dass sie mit einem Partner und Aufpasser zusammenarbeiten soll. Und dann ist da noch ihre Liebe zu Thrax ... Spannend geschrieben, interessante Wendungen und an keiner Stelle langweilig. Ein temporeiches Abenteuer mit überraschender Pointe.

Holger M. Pohl: D9E - Ein uralter Plan
Die Hondh expandieren und scheinen unaufhaltebar. Aber ein uralter Plan könnte die geheimnisvollen Eroberer vielleicht doch noch stoppen. Dazu müssten sich allerdings die drei Völker Keruen, Senuin und Hoc – die Nachfahren der Aan-Vechtula - vereinigen. Letztere wurden schließlich nicht umsonst "Jene, die sich nicht beherrschen lasssen" genannt. Nomongent, der uralte Planer, konnte allerdings vor zahllosen Genrationen nicht voraussehen, dass jetzt, bei der Vereinigung der Völker und der gefundenen Artefakte ein bestimmtes Ingrediens fehlt ...
Ich habe mich schon beim ersten Auftreten in den Hoc verguckt und fand dieses Volk ausgesprochen spannend. Insofern fieberte ich der Fortsetzung dieses Handlungsstrangs ganz besonders entgegen. Trotzdem: Eine gewisse Skepsis bleibt. Menschen können nicht einmal Pläne durchhalten, die mehr als eine Genereation überspannen. Und dieser, der sich nicht beherschen lässt, soill etwas ausbaldowert haben, das erst nach mehreren Jahrmillionen Früchte trägt? Glaube ich nicht. Das erinnert mich an diese Mathematikaufgabe, in der ein Urururgroßvater eine Mark auf ein Bankkonto einzahlt, und durch Zins- und Zinseszins summiert sich das alles auf, sodass der Urururenkel plötzlich Millionär ist. Ja, Pustekuchen. Dazwischen gab es mehrere Inflationen und Währungsreformen, das Konto ist längst verloren ... Egal, hoffen wir mal das beste für das Universum. Möge der Plan funktionieren.

Hörbuch

Die Bibel
Altes und Neues Testament auf zehn MP3-CDs. Ungekürzt gelesen von Sven Görtz. Das Ganze hat eine Laufzeit von 105 Stunden und hat mich auf meinen Autofarten nach Gardelegen und Goslar rund ein Dreivierteljahr beschäftigt. Gekauft hatte ich mir die Box schon vor Jahren, dann aber festgestellt, dass mein betagter CD-Player in meinem ebenfalls betagten Fiat Panda gar keine MP3s abspielen kann. Dank des neuen Micra bin ich jetzt also doch noch in den Genuss dieses Werkes gekommen. Wobei "Genuss" hier schon noch etwas spezifiziert werden sollte.
Über die literarischen Qualitäten der Bibel muss ich wohl hier nicht allzu viele Worte verlieren. Das Teil hat seine Stärken, aber auch sein Längen. Gerade in den Geschlechtsregistern und den Reinheitsvorschriften ist das vorliegende CD-Set alles andere als ganz großes Hörbuch-Kino. Und wenn man sich stundenlang in immer wiederkehrendem Satzschema die unterschiedlichen Arten von Aussatz anhören muss, beißt auch ein geduldiger Hörer ab und zu mal ins Lenkrad. Aber, wie jeder weiß, der schon mal reingeschaut hat, die Bibel hat auch große, starke Erzählpassagen, und ich habe viele Stellen mal mit ganz anderen Augen gelesen beziehungsweise mit ganz anderen Ohren gehört als vorher.
Die Elberfelder-Übersetzung ist teilweise sehr irritierend. Und, auch wenn es hart klingt, ich mag die Stimme von Sven Görtz einfach nicht. Vor Urzeiten habe ich mal seine Lesung aus Platons Apologie des Sokrates gehört und war damals wie heute unangenehm berührt. Er klingt einfach sehr arrogant. blasiert, wie ein anämischer Wichtigtuer und Drübersteher, gerade an Stellen, die eher Herzenswärme, Menschenfreundlichkeit und Bescheidenheit austrahlen sollten. Er leiert. Oder er neigt zur Übertreibung. Dass die Stimme bei mir so unsympathisch ankommt, dafür kann er nichts, und es ist auch kein ordentliches Bewertungskriterium, aber 105 Stunden mit dem Mann auf engstem Raum in einem Kleinwagen sind einfach hart ...
Die Leistung des Sprechers muss ich aber dennoch ausdrücklich hervorheben. Der zu bewältigende Text ist hart, lang, oft monoton, enthält rhetorische und literarische Zumutungen, besteht aus endlosen Geschlechterregistern und seitenlangen Wiederholungen immer der gleichen Phrasen nur mit anderen Namen oder Objekten. Das zu lesen, das kann man gar nicht genug würdigen. Also auf jeden Fall Hut ab vor seinem Durchhaltevermögen und seiner schauspielerischen Kunst, das alles zu sprechen. Ein ganz ganz großes Kompliment.
Was mir tierisch auf die Nerven ging, war die falsche Aussprache mancher Namen. So wurde die Namensendung "i-el" (zweisilbig mit langem "e") oft zu einem "iel" wie in "Kiel", das ist extrem verwirrend. (Immerhin: Den "Hesekiel" hat er nicht verhunzt.) Und ich war lange Zeit total durcheinander, weil da immer wieder ein "Ase" vorkam. Wohlgemerkt, wir sind in der Bibel und nicht in der Edda, wo germanische Gottheiten hingehören. Erst beim genauen Hinhören und Nachzählen wurde mir klar, dass dieser "Ase" einer der zwölf Söhne Jakobs war: Gemeint war Ascher. Und erst dann hörte ich auch das "R" am Ende des Namens "Aser".
Trotzdem: Auch dieser siebte oder achte Bibel-Durchgang für mich brachte mir ein paar neue Erkenntnisse, ich habe eine Menge interessanter Details bemerkt, die mir vorher nicht aufgefallen war. Dankeschön dafür, Herr Görtz. War schon in Ordnung.

Dezember

Marburg-Award 2019: Viel zu heiß!!!
Die Beiträge zum Marburg Award 2019, erneut in einem reich illustrierten Taschenbuch in 50er Auflage. Geschichten aus dem gesamten Spektrum der phantastischen Literatur. Wobei das Motto "Viel zu heiß!!!" - wenig überraschend - viele Autoren zu Dystopien inspirierte und dazu, die befürchtete Klimakatastrophe auch tatsächlich losbrechen zu lassen.
Witzig, dass mir, wie im Vorjahresband die Gechichte von Iver Niklas Schwarz am besten gefallen hat. Den Autor werde ich mir merken. Seine Geschichte "Der letzte Flug der Glühwürmchen" ist mir aus zwei Gründen aufgefallen. Erstens wegen des Einstiegs: "Hi. Mein Name ist Mika Weiß. Ich habe heute einen Mann getötet und zum ersten Mal mit einem Mädchen geschlafen." Und dann wegen des Schauplatzes. Er lässt nämlich seinen Helden vor der tödlichen Sonne nach St. Andreasberg ins Unesco Weltkulturerbe Grube Samson flüchten. Tja, ich hab's nun mal ab jetzt mit dem Harz ...

Hans Donald Cramer: Das Schicksal der Juden in Goslar 1933 – 1945
Eine sehr detaillierte und gut recherchierte Arbeit. Die jüdische Gemeinde in Goslar war sehr klein ünd überschaubar. Cramer hat allen diesen rund 50 Personen nachgespürt und ihre Geschichte dokumentiert. Das Buch enthält viele Fotos und andere Dokumente der jüdischen Familien, beschreibt ihre Schicksale und arbeitet ihre Biographien heraus.
Er berichtet über den Boykott jüdischer Geschäfte, über die Reichspogromnacht und darüber, wie die Goslarer Juden im "Judenhaus" gegenüber dem alten Kloster und späteren Gasthaus "Trollmönch" zusammengepfercht lebten und auf ihren Abtransport in Konzentrationslager warteten. Einige wenige flüchteten rechtzeitig ins Ausland, doch die meisten konnten und wollten nicht glauben, dass ihnen in ihrer Heimat Deutschland etwas Böses widerfahren könnte ... bis es dann zu spät war. Viele waren Kriegveteranen, einige waren schwer verwundet aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt. Bei einigen Geschäftsleuten wurde deren soziales Engagement hervorgehoben und der Umstand, dass sie auch mal "anschreiben" ließen. Und Kramer berichtet auch von dem Kaufmann, der einem Nazi-Posten vor seiner Tür halb ironisch einen Stuhl brachte, damit der arme Mann nicht den ganzen Tag stehen musste. Aber da ist auch die Geschichte von dem jüdischen Jungen, dem ein Wachmann während des Besuchs Adolf Hitlers in Goslar die Pistole in den Rücken drückte: "Wenn dem Führer etwas passiert, schieße ich dich tot."
Auch nach den Boykottaufrufen kauften eine Menge Kunden noch bei den jüdischen Geschäftsleuten, bestellten oft heimlich, oft per Telefon, und wurden nachts beliefert. Auch legten Nachbarn manchmal Nahrungsmittel vor dem Judenhaus nieder, in dem die Bewohner hungerten.
Aber es gab auch Plünderer und Spitzel. Etwa den Denunzianten, der eine Frau anzeigte, weil sie ihren Judenstern nicht trug. Viele Goslarer machten gern mit bei der Zerstörung jüdischer Geschäfte und ihrer Waren.
Kein schönes Buch, aber ein notwendiges.

Bettina Ferbus: Spiegelmatrix
Teil zwei der Spiegelwelten-Serie. Den ersten Teil hatte ich vor rund zwei Jahren gelesen, ich kam aber gut wieder rein in die Handlung. Die Heldin ist eine junge Frau namens Tanja, die während einer Zaubershow, in der sie als Statistin bei einem Zaubertrick mitspielen sollte, in eine andere, magische Welt versetzt wurde. Sie befindet sich im Körper einer Saraud, einer Art Assasine, und ist offiziell schwachsinnig. Eine übliche Art des Umgangs mit Straftätern: Sie werden einer Operation unterzogen, die sie dumm und träge macht (lobotomiert). Eine solche "Tarigi" wird oft von Zauberern in dieser Spiegelwelt als Dienerin erworben, um als Blutspenderin für Rituale herzuhalten. Doch Tanja ist um die Operation herumgekommen. Ihr Zauberer und sie sind ein gutes Team, zumal Tanja und er durch einen Pakt mit einem Dämon eine mächtigen Verbündeten haben.
Im ersten Band wurde das Zusammenfinden dieses ungleichen Trios geschildert. Nun sind die drei damit beschäftigt herauszufinden, was in der Magierwelt nicht läuft und welcher Schurke in der Zauberer-Verwaltung welche Strippen zieht, um seine düsteren Interessen durchzusetzen. Lebensgefährlich wird es, als man Tanjas Zauberer auf die Schliche kommt und ihn wegen des Paktes mit einem Dämon anklagt. Tanja und ihre Freunde müssen ihn vor der Hinrichtung retten. Hierbei könnte ein neuer Spiegelzauber helfen, mit dem sich heimliche Räume, vielleicht sogar ganze neue Welten erschaffen lassen.
Erneut ein spannender, sehr gut und zügig geschriebenen Spiegelwelt-Roman. Hat mir gefallen.

Barbara Stollberg-Rilinger: Die Aufklärung. Europa im 18. Jahrhundert (Reclam)
Breit angelegte Überblicksdarstellung, die die Aufklärung als europäisches Phänomen darstellt. In den einzelnen Kapiteln geht es um Aspekte wie Geselligkeit, Frauen, Hunger, Bildung. Ein Thema, das kein eigenes Kapitel hat, ist die Literatur. Informativ, gut geschrieben und ein ordentlicher Überblick, sehr hilfreich.

Alexander von Ungern-Sternberg: Die Zerrissenen
Der Roman füllt die ersten Seiten eines Ziemlich dicken Buchs von Ungern-Sternberg, das den Titel "Gesammelte Werke" trägt. Das Buch kam letztes Jahr heraus, und ich habe es mir als Fan des "Jungen Deutschlands" und Vormärz-Interessierter natürlich anschaffen müssen. Wobei ich "Die Zerrissenen" schon mehrfach gelesen habe. Es ist eine Art Künstler-Roman, außerdem geht es um einen Fürsten und seine Liebschaften, und Eduard, der Protagonist, ein Maler, hat auch einige amouröse Beziehungen zu Frauen. Ferner gibt es ein paar gruselige, gespenstische Begegnungen und ein paar Betrachtungen über Kunst und Liebe. Das Buch ist nicht so toll, aber durch seinen Titel prägend für die damalige Autorengeneration. Eben Leute, die eine gewisse "Zerrissenheit" empfanden, sie manchmal auch feierten.
Ich habe in den Werken bereits weitergelesen und bin jetzt mitten im Roman "Lieselotte", ein historischer Roman über Lieselotte von der Pfalz. Ansonsten sind in dem ziemlich dicken Ziegelstein auch Ungern-Sternbergs Schiffersagen und die "Braunen Märchen" abgedruckt, beides Sammlungen, die ich sehr gut finde. Wesentlich besser als die Romane. Ich denke, die kleine Form liegt ihm mehr, und darin besteht seine wahre Stärke. Außerdem sind im Buch noch ein paar weitere historische Romane und ein paar Biographien zu finden.
Was mich etwas ärgert: "Eduard", die Fortsetzung der Zerrissenen", ist nicht mit aufgenommen. Dabei ist der Roman wesentlich besser. "Gesammelte Werke" heißt eben nicht: "Sämmtliche Werke".
Und wovor ich auch dringend warnen möchte: Das Buch ist extrem klein gedruckt. Wer den "fast-gesamten" Ungern-Sternberg auf 815 Seiten presssen will, muss halt Mini-Buchstaben wählen. Wer es als Leser größer braucht, dem sei das eBook empfohlen, das für nur 49 Cent erhältlich ist.

Plotin: Ausgewählte Schriften (Reclam)
Plotin, der bedeutendste Philosoph des Neuplatonismus, ist jemand, um den ich in den vergangenen Jahrzehnten absichtlich oder unabsichtlich einen weiten Bogen gemacht habe. Mit Platon habe ich es ja nie so gehabt, aber der Mann war literarisch ja einer der ganz Großen, und so hatte ich bei ihm wenigstens doch noch "was für die Sele" gefunden.
Plotin ist sprachlich etwas weniger verlockend. Sehr theoretisch, sehr präzise, sehr treu dem Meister und dabei seine Lehre fortschreibend. Was für den Pythagoräer das "autos epha" bedeutete, war für den Neuplatoniker das Werk Platons. Da geht es um eine Fortschreibung der Seelenlehre und darum, was denn un das "eine" sei, das vor allem anderen komme. Aber es geht auch um den interessanten Gedanken, dass ein Mensch beziehungsweise eine Seele nur Dinge erkennen könne, die ihr selbst bereits innewohnen. Das Auge, schreibt er, könne die Sonne nur daher erkennen, weil es selbst eine gewisse Sonnenähnlichkeit habe. "Wär nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt' es nie erblicken", schrieb wesentlich später Goethe. Da hat er es also her. Plotin geht der Frage nach, was das Gute sei, oder was schön sei. Er fragt nach der Natur des Menschen. Bekämpft die Gnostiker. Und fragt sich eben, was das "Eine" ist. Sehr interessantes und sehr gehaltvolles Buch, gut aufgemacht und mit viel Informationen zu Plotin und seiner Lehre versehen. Aber, wie ich schon ahnte, nicht ganz meine Welt.

Thorgal 36: Aniel

David Friedländer: Ausgewählte Werke. Hrsg. v. Uta Lohmann
Die Sammlung enthält vier wichtige Schriften Friedländers, allesamt von Uta Lohmann mit einer Einleitung versehen und um weitere Materialien ergänzt. Zusätzlich gibt es eine biografische Einleitung zu dem gesamten Buch, die Leben und Werk Friedländers vorstellt.
Wie bereits im Jahresrückblick des dritten Quartals geschrieben: Hier sieht man Friedländer bei seiner Verhandlungstätigkeit und in seiner Arbeit als Gutachter. Vor allem die "Akten-Stücke" können wohl als sei Hauptwerk betrachtet werden. Friedländer, als gut vernetzte und einflussreiche Persönlichkeit, verhandelt und diskutiert mit hochrangigen Beamten und Fachleuten darüber, ob und wie Juden das Bürgerrecht in Preußen erhalten sollen. Beim Blick auf die Unterlagen und Listen wird einem erst recht wieder klar, dass vieles, was uns heute selbstverständlich ist, damals überhaupt nicht möglich war, erst recht für Juden nicht. Ob es Handwerk oder Landwirtachaft war, es war für Juden verboten. Universitätszugang und Abschlüsse waren bis vor kurzem noch völlig unmöglich, zu Friedländers Zeiten gab es schon ein paar Möglichkeiten des Studiums (siehe auch Isaac Euchel), hier hatte auch die Tätigkeit des Leuchtturms Moses Mendelssohn einige Schranken niedergerissen.
Friedländer widerlegt den Vorwurf, Juden seien krimineller als Christen durch statistisches Material.
Er geht der Frage nach, inwieweit sich jüdische Rechtsvorschriften und die Gesetze des preußischen Staates widersprechen, nach und kommt zu dem Schluss, dass es für Juden als ganz normale Staatsbürger auch selbstverständlich sein werde, die für alle geltenden Regeln und Gesetze zu befolgen. Zwei Unterschiede macht er aus: Das jüdische Erbrecht bevorzugt den ältesten Sohn, doch dies könne man getrost über Bord werfen, betont er, es sei eher eine Kann-Bestimmung, und das preußische Erbrecht könne problemlos auch von jüdische Preußen übernommen werden. Der andere Sonderfall sei die "Leviratsehe", bei der eine Witwe den Bruder des Verstorbenen heiraten könne. Auch daran müsse man nicht zwingend festhalten.
Friedländer geht fermer der Frage nach, ob Juden, die gleiche Bürgerrechte haben, dann auch die gleichen Pflichten erfüllen müssten, und kommt zu einem entschiedenen "Ja, natürlich." Hier ging es in Preußen vor allem um den Wehrdienst. Das sei überhaupt kein Problem, sagt Friedländer. Zwar seien die Juden in Preußen derzeit physisch nicht allzu stark und wehrtauglich (auch durch Armut und schlechte Eernährung), aber bereits die nächste Generation, die mit vollem Bürgerrecht aufgewachsen sei, könne auch im Heer Tüchtiges leisten.
Ansonsten seien Fragen des Glaubens und der Gebräuche Privatsache, die mit dem Leben als Bürger und dessen Pflichten gar nichts zu tun hätten, es sei also kein Widerspruch und stehe dem vollen Bürgerrecht nicht entgegen, und es gehe niemanden etwas an, wie jemand seine Religion privat praktiziert.
Für die Akten-Stücke hat Friedländer von allen Seiten viel Lob erfahren. Mit dem Sendschreiben an Probst Teller dagegen, setzte er sich gewaltig in die Nesseln und rief auch bei guten Freunden ratloses Kopfschütteln hervor. Was er dem Geistlichen anbot, war mehr oder weniger die Vereinigung von Juden und Christen zu einer neuen, gemeinsamen Religion, beziehungsweise die Wiedervereinigung in der beiden gemeinsamen ursprünglichen Religion. Wenn die Juden auf ihr strenges Zeremonialgebot verzichten würden und die Christen nicht mehr darauf bestehen würden, dass Jesus leiblicher Sohn Gottes sei, dann könne man sich doch zusammentun. Die Idee fand auf beiden Seiten nicht viel Zuspruch. Allerdings hatte es für die jüdischen Gemeinden einen sehr ernsten Hintergrund: Immer mehr Gemeindeglieder ließen sich taufen, um, wie es Heinrich Heine formulierte, ein "Entreebillet" zur Gesellschaft zu erhalten. Friedländer versuchte, diesen Konvertierungsstrom zu stoppen beziehungsweise den Juden die Chance zu geben, in die christliche Gemeinschaft aufgenommen zu werden, aber doch Juden bleiben zu können.

Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor 8 - der Herr der Gerechtigkeit

Das Tagebuch der Anne Frank - Graphic Novel
Anne Frank als Comic? Geht das überhaupt? Immerhin sitzen die ganze Geschichte über nur acht Personen in einem engen Raum, das gibt doch optisch nicht viel her.
Doch, das geht. In ihrem "Graphic Diary" zeigen Ari Folman und David Polonsky, dass die Welt der Anne Frank zwar räumlich beschränkt war, doch gerade dadurch eröffnete sich der Autorin eine nahezu unbegrenzte Welt der Phantasie. Wer diesen Comic aufschlägt, erhält einen Eindruck davon, wie reich und weit die Welt der Anne Frank war. Ihre Erinnerungen, aber auch ihre Lektüre und ihr Lernstoff bieten immer wieder Anlass für großformatige Bilder, für Landschaften, Gebäude, historische Persönlichkeiten. Ihre bildhafte Sprache und ihre spitzen Bemerkungen über die eitle Frau von Daan beispielsweise werden von den Künstlern gern wörtlich genommen und mit kongenial spitzem Karikaturenstift in Szene gesetzt. Wenn Anne aus dem Fenster schaut und plötzlich ein jüdisches Paar sieht, das ihr fast vorkommt wie das siebte Weltwunder - schon erweitert sich der Horizont, und das Paar steht zwischen den Pyramiden, dem Artemision und dem Koloss von Rhodos. Und wenn die große Schwester Margot ihr wieder einmal als vollkommenes, unerreichbares Vorbild gegenübergestellt wird, dann erscheint im Buch eine überlebensgroße Ideal-Margot, an der mit Verbindungslinien und Stichpunkten wie in einem Schulbuch alles beschriftet ist, was denn nun so großartig an der großen Schwester ist. Aus der größtmöglichen Begrenztheit erwächst so eine unendliche, grenzenlose Weite. Das ist vielleicht eine Interpretation. Aber auf jeden Fall eine stimmige. Und die Künstler haben dennoch so viel Raum, auch mehrfach eine komplette Seite reinen Text aus dem Original-Tagebuch zu übernehmen. Eine beeindruckende neue Umsetzung des Tagebuchs. Sensibel, sehr eigen, sehr stimmig. Anne Frank als Comic? Ja, das geht. Sehr gut sogar.

© Petra Hartmann



Nestis und die verbotene Welle, 2017

3f80dd532215286.jpg

 

Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.

Bestellen bei Amazon.

Demantin, 2016

514f43516064341.jpg

 


Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

Bestellen bei Amazon

Leseprobe

 

Crane, 2016

09ac37516063082.jpg

 

Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

Bestellen bei Amazon

Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

7451c5416255075.jpg

 

Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

Bestellen bei Amazon

 

Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

bbcbde412262119.jpg

 

 

Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

3d97d1421549841.jpg

 

 

Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

943511404579110.jpg

 

 

Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

e23b35438858636.jpg

 

Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

57c6811076139894.jpg



Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

ffec70381999188.jpg

 

Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

Eingefügtes Bild

Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

Eingefügtes Bild

Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

Eingefügtes Bild

Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

Eingefügtes Bild


Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

Eingefügtes Bild


Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

Eingefügtes Bild


Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

Eingefügtes Bild

Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

Eingefügtes Bild

Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

1c4bd5198119607.jpg


Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

0e8ead243950143.jpg


Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

d1b5a3206395602.jpg


Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Januar 2020

M D M D F S S
  12345
6789101112
1314151617 18 19
20212223242526
2728293031  

Nächste Lesungen / Termine

Lesungen

 

Sonnabend, 4. April 2020: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke", Auf der Buchmesse "Buch im Wald". Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz. Voraussichtlich 14.30 bis 15.15 Uhr.

 

Freitag, 11. September 2020: Lesung aus "Der Fels der schwarzen Götter" als Gast der Fördervereins Rudolf von Bennigsen in der RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen bei Springe. Beginn: 19.30 Uhr.

 

 

 

Buchmessen, Cons, Büchertische

 

Sonnabend und Sonntag, 4. und 5. April: Buchmesse "Buch im Wald", Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz.

 

Himmelfahrt, Donnerstag, 21. Mai: Autorentreffen in Nürnberg. Ich bin wieder mit dabei, und meine Werke sind auf dem Büchertisch natürlich auch zu finden. Mehr Infos folgen.

 

Montag bis Freitag, 5. - 9. April 2021: 3. Helgoländer Lesefestival.

 

 

 

In Planung, vorläufig terminiert:

 

Sonnabend, 9. Mai: MarburgCon. Büchertisch, noch unbestätigt.

 

Dienstag, 6. April 2021: Möwenlesung auf Helgoland. Mit Petra Hartmann ("Die kleine Möwe Kackvorbei"), Michael Stoffers ("Waldemar hat einen Traum") und Andreas Strutz (Lesung aus Werken von James Krüss). 3. Helgoländer Literaturfestival. Ort und Zeit folgen.

 

Mittwoch, 7. April 2021: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke" auf Helgoland. 3. Helgoländer Literaturfestival. Ort und Zeit folgen.

 

 

 

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher:

www.twitter.com/PetraHartmann

 

Facebook-Autorenseite:

www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

 

Nestis auf Facebook:

www.facebook.com/nestis.net/

 

Nestis auf Facebook:

https://twitter.com/NestisLogbuch

Neueste Kommentare

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

Angehängtes Bild: Cover_falkenfruehling.jpg

Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

Angehängtes Bild: dieletztefalkin2.jpg

Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


Angehängtes Bild: felsBig.jpg

Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


Angehängtes Bild: Darthula_klein.jpg

Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


Angehängtes Bild: weihnachten_im_Schneeland.jpg

Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



Angehängtes Bild: movennaprinz.jpg

Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


Angehängtes Bild: movenna.jpg

Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


Angehängtes Bild: mond.jpg

Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


Angehängtes Bild: feenzauber.jpg

Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


Angehängtes Bild: barrikade.jpg

Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


Angehängtes Bild: mundt.jpg

Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


Angehängtes Bild: buchfaust.gif

Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt:

Petra Hartmann

 

Postanschrift:

Hopfenkamp 12

31188 Holle

 

Mail:

hartmann (Punkt) holle (at) web (Punkt) de

 

Telefon:

Null-Fünf-Null-Sechs-Zwei / Acht-Eins-Neun-Eins