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Das Steve-Fieber - von Greg Egan


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3 Antworten in diesem Thema

#1 deus ex machina

deus ex machina

    Limonaut

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Geschrieben 03 January 2008 - 10:24

Über die Feiertage ist bei "Technology Review" die deutsche Übersetzung einer SciFi-Short-Story von Greg Egan "erschienen". Bin gerade d'rüber gestoplert. http://www.heise.de/tr/artikel/100955 Bin noch nicht ganz durch, lässt sich aber gut an. Viele Grüße
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#2 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 12 January 2008 - 14:02

Ich habe die Geschichte jetzt mal gelesen und bin nur so halb begeistert.Zunächst einmal ist das ganze ein typischer Egan, und das ist gut. Der Anfang hatte mich auch schon fast überzeugt, hier eine absolute Top-Geschichte vor mir zu haben, bis die Großmutter den Protagonisten stellt, fließt das ganze einfach großartig.Der erzählerische Supergau kommt dann mit dem Infodump in der Mitte: Was soll das denn? Der Protagonist (als Famerssohn) kann das alles sicher nicht in der Detailfülle wissen, wer also lädt uns all diese - zwar nicht uninteressanten, aber dort recht deplatzierten - Fakten auf? Dabei hätte Egan diese Hintergrunddetails bequem über einen der so recht schweigsamen Steveologen an den Leser bringen können! (Nur am Rande sei angemerkt, dass viele Ideen der Geschichte so 50er bis 80er-Jahre-Kram sind, etwa das Experiment, das völlig unerwartet freigesetzt wird, jaja, diese Wissenschaftler lernen auch nix dazu, weiterhin diese ganze Problem-Solving-Machine-Sache. Das ist aber nicht so schlimm, Egan ist selbst Wissenscahftler genug, um das immerhin mit Detailkenntnis uns weiteren Ideen zu reparieren.)Dazu kommt, dass die Übersetzung stellenweise einfach grausam ist. Nicht nur ist der Text schlampig korrigiert (Rechtschreib- und Interpunktionsfehler), es hapert teils auch an Grammatik, und so manche Metapher liest sich wie vom Babelfisch direkt aus dem Amerikanischen ins Deutsche übertragen. Hier fehlte anscheinend ein gründliches Lektorat.Insgesamt eine durch ihre Ideen, weniger durch ihre nur halb gelungene Umsetzung begeisternde Geschichte.

#3 Armin

Armin

    Entheetonaut

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Geschrieben 12 January 2008 - 16:55

Dazu kommt, dass die Übersetzung stellenweise einfach grausam ist.

Die Original-Story findet sich der US-Zeitschrift "Technology Review", und zwar genau hier online.

#4 heschu

heschu

    Illuminaut

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Geschrieben 12 January 2008 - 20:30

Ich beachte die Fehler bei der Übersetzung mal nicht. Der Anfang der Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen. Dann wurde die Handlung etwas unglaubwürdig. Mir stört dasselbe wie Naut. Und diese Infos drumherum blähen die Geschichte unnötig auf. Die Hälfte der Informationen hätte ausgereicht. Aber auch hier mag ich die Idee.

Carpe diem!

  • (Buch) gerade am lesen:Alles querbeet.


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