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Dan Simmons - Terror


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99 Antworten in diesem Thema

#1 Kopernikus

Kopernikus

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Geschrieben 25 January 2009 - 14:05

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Terror
Dan Simmons

#2 Armin

Armin

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Geschrieben 30 January 2009 - 17:33

(Wie im Auswahlthread schon erwähnt, habe ich im Jahr 2004 eine grobe Übersicht zur Geschichte der Erforschung der Nordwestpassage und John Franklins Expedition zusammengestellt. Damals aus dem Grund, weil die Städte Wiesloch und Walldorf Sten Nadolnys Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" - in dem John Franklin die Hauptrolle spielt - in einer großen, dreiwöchigen Aktion öffentlich gemeinsam gelesen haben. Die Daten sind also auf dem Recherche-Stand von 2004, sollten seither noch neue Erkenntnisse hinzugekommen sein, sind sie an mir vorbeigeozgen ... Als Hintergrund zu "Terror" mag der folgende Text aber trotzdem ganz hilfreich sein.)

Die lange Suche nach der Passage

Das Rätsel der Nordwestpassage, des Seewegs zwischen dem Atlantik und dem Pazifik, zog fast 400 Jahre lang Forscher und Entdecker aus allen Teilen der Erde in seinen Bann. Das größte Unglück ereignete sich hier 1845, als die aus zwei Schiffen und 129 Menschen bestehende Expedition des britischen Polarforschers John Franklin spurlos verschwand. Mit Erfolg durchfahren wurde die Nordwestpassage erst zwischen 1903 und 1906 von Roald Amundsen und seinen sechs Begleitern auf dem Heringskutter „Gjöa“.

Bis 1845, als die Expedition von John Franklin mit all ihren 129 Mitgliedern spurlos verschwand, hatten über 140 Schiffe und zahlreiche Überlandexpeditionen versucht, die Nordwestpassage zu entdecken. 32 weitere Schiffe suchten zwischen 1848 und 1859 nach Franklins Expedition und machten dieses Unternehmen zur teuersten und längsten Suchaktion in der Geschichte. 1850 schaffte der Engländer Robert McClure über die Beringstraße zwar die Einfahrt in die bis dahin vergeblich gesuchte Nordwestpassage, wurde aber mit seinem Schiff im Eis eingeschlossen und musste schließlich von einer anderen Expedition geborgen werden. Die Durchfahrt mit nur einem Schiff schaffte erst Amundsen über 50 Jahre später.

Die Nordwestpassage ist der Seeweg zwischen dem Atlantik und dem Pazifik, der rund 5800 Kilometer lang durch die arktische Inselwelt Nordamerikas führt, die heute zur kanadischen Provinz Nunavut gehört. Anfangs wurde nach ihr gesucht, weil man hoffte, einen Handelsweg zu den Märkten des Orients zu finden. Diese Idee stellte sich allerdings bald als zu riskant und zu kostspielig heraus. Besonders England sah daher die Entdeckung der Durchfahrt als eine Möglichkeit, um das nationale Prestige zu heben. Daneben zählten auch Abenteuergeist und Entdeckerdrang zu den Antriebsfedern der wagemutigen Expeditionen, die oft genug aber auch an der Selbstüberschätzung der europäischen Forscher scheiterten.

1498 gelang John Cabot die erste dokumentierte Landung auf dem nordamerikanischen Kontinent seit den Wikingern. Sein Sohn Sebastian behauptete schon 1509, nach der Nordwestpassage gesucht zu haben. Heute geht man allerdings davon aus, dass er einen Vorstoß in die Hudson Bay unternahm. 1531 versuchte Robert Thorne, König Heinrich VIII. davon zu überzeugen, dass die Entdeckung einer Polarroute England einerseits einen friedlichen Zugang zum Orient sichern würde. Andererseits, so Thorne, könne man sich damit auch einen Vorteil gegenüber den spanischen und portugiesischen Rivalen verschaffen, wäre eine solche Route doch um rund 10000 Kilometer kürzer als die um Afrika oder Südamerika herum. Thorne schaffte es aber damals nicht, den König von seiner Idee zu überzeugen. Erst unter Heinrichs Tochter, Königin Elisabeth I., begannen die hartnäckigen Versuche Englands, die Nordwestpassage zu finden.

1576 erhielt Kapitän Martin Frobisher, ein draufgängerischer Abenteurer, der zuvor auch schon der Piraterie beschuldigt worden war, das Kommando über eine Expeditionsreise in die Neue Welt. Am 7. Juni 1576 stach er mit drei Schiffen in See – eines sank, das zweite desertierte kurz darauf. Allein die „Gabriel“ segelte unter Frobisher von den Ufern Neufundlands nach Norden weiter, bis zur heutigen Frobisher Bay der Baffin-Insel, die fälschlicherweise von der Besatzung als Tor zur Nordwestpassage angesehen wurde. Frobisher war der festen Überzeugung, dass die große Durchfahrt, die er hier entdeckt hatte, zwei Landmassen oder Kontinente trennte. Bei seiner Rückkehr nach England brachte Frobisher einige angeblich goldhaltige Stücke „schwarzer Erde“ mit.

Der vermeintlich wertvolle Fund machte weitere Expeditionen unter Frobishers Kommando möglich: 1577 fuhr er im Auftrag der Königin nach Kanada, um die Förderungsmöglichkeiten von Bodenschätzen zu erkunden. Doch sowohl diese als auch eine weitere Reise blieben erfolglos: Sämtliche mitgebrachten Bodenproben erwiesen sich als wertloser Pyrit. Der Ort, an dem Frobisher gelandet war, wurde erst in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts zweifelsfrei identifiziert. Charles Francis Hall entdeckte Kohlenvorräte und die aufgegebenen Minengruben auf der Baffin-Insel am Ende der später nach Frobisher benannten Bucht.

Frobishers Begegnungen mit den Eingeborenen, den Inuit, waren unerfreulicher Natur. Es kam zu einigen Gefechten, mehrere Inuit wurden getötet, Frobisher selbst von einem Pfeil im Rücken verletzt. Ganz anders ging John Davis vor, der 1585 seine erste Reise auf der Suche nach der Nordwestpassage unternahm und den Inuit so viel Wohlwollen und Achtung entgegenbrachte, wie kaum ein anderer zu seiner Zeit. Während der letzten seiner insgesamt drei Reisen erforschte Davis die Westküste Grönlands in nördlicher Richtung bis zum 73. Breitengrad. Die Straße zwischen Grönland und der Baffin-Insel, die er dabei durchquerte, wurde nach ihm benannt. Am Ende mangelte es Davis allein an finanzieller Unterstützung: Drei Mal hatte er wegen widriger Umstände – starke Stürme und undurchdringliches Eis verhinderten sein Vorankommen – umkehren müssen. Auf der letzten Fahrt entdeckte er den Lancaster-Sund, die Einfahrt zur eigentlichen Nordwestpassage, bevor er wieder umkehren musste. Da seine Suche aber keine zählbaren Ergebnisse eingebracht hatte, fand Davis keine Investoren mehr; er nahm stattdessen am Kampf gegen die spanische Armada teil und entdeckte später auf einer Handelsmission in der Südsee die Falkland-Inseln.

Der Engländer Henry Hudson scheiterte 1607 bei seinem ersten Versuch, in den Orient zu gelangen. Auch ihm mangelte es in der Folge in England an Geldgebern, weshalb er in den Dienst der Niederländischen Ostindienkompanie trat und in deren Auftrag nach einer nordöstlichen Durchfahrt suchte. 1609 gelangte er dorthin, wo heute New York liegt und segelte den Hudson-Fluss hinauf. Nach einer zwischenzeitlichen Rückkehr nach Europa setzte Hudson seine Suche 1610 fort. Er segelte durch die Hudsonstraße als erster in die Bucht, die heute seinen Namen trägt. Hudson glaubte allerdings irrigerweise, das „weite Meer“ erreicht zu haben, über das er nach Ostindien gelangen würde. Schließlich stoppte ihn das Land am oberen Ende der James Bay – zu spät im Jahr, um noch in die Heimat zurückkehren zu können. Hudson und seine Mannschaften waren gezwungen, unter widrigsten Verhältnissen zu überwintern: Der Proviant war knapp, die Kleidung der Männer der grimmigen Kälte nicht angemessen. Zur Meuterei kam es aber erst, als das Schiff aus dem Eis befreit werden konnte. Hudson wollte die Suche nach der Passage fortsetzen, die Mannschaft revoltierte. Der Kapitän, sein Sohn John und sieben loyale Matrosen wurden im Juni 1611 in einem kleinen Boot ausgesetzt und blieben verschollen. Den Meuterern erging es nicht viel besser. Nur neun von ihnen überlebten die Rückreise nach England.

Die Suche nach der Nordwestpassage wurde dennoch fortgesetzt: Bis sich schließlich 1818 die britische Admiralität zu einer verstärkten Beteiligung entschloss, wurden nach Hudson noch 36 Schiffe ausgeschickt, die allesamt keinen Erfolg hatten. Samuel Hearne unternahm zwischen 1770 und 1772 auf der Suche nach der Nordwestpassage drei Überlandexpeditionen. Die ersten beiden musste Hearne abbrechen, da ihn seine indianischen Führer im Stich ließen. Erst die dritte Expedition gelangte durch die Barren Lands an die Mündung des Coppermine River: Hearne war der erste Europäer, der das Polarmeer nördlich des kontinentalen Festlandes zu sehen bekam. Die Passage entdeckte er allerdings nicht und musste letztlich zu dem Schluss kommen, dass sie auf dem Weg durch die Hudson Bay auch nicht zu finden war.

Dennoch wurde 1819 John Franklin mit einer weiteren Überlandexpedition beauftragt, die tragisch enden sollte. Franklin, 1786 als eines von zwölf Kindern einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie geboren, fuhr bereits mit zwölf Jahren zur See und trat mit 15 in die Marine ein. Zwar war Franklin von unkomplizierter, freundlicher Natur, die sich kaum mit den strengen Disziplinmaßnahmen der Marine vereinbaren ließ, dennoch war er gleichzeitig auch sehr ehrgeizig. Um seine Karriere zu fördern, meldete er sich freiwillig als zweiter Befehlshaber einer Polarexpedition. Unter dem Kommando von Captain David Buchan segelten im Frühjahr 1818 zwei Schiffe von den Spitzberg-Inseln, nördlich von Norwegen, in Richtung Nordpol. Eis und Stürme führten zur fast vollständigen Zerstörung der Schiffe – schon im Oktober befand sich die Expedition wieder in England.

Zu einem Helden der Arktis wurde Franklin im Jahr 1821 – weil er lebend von einer Reise zurückkehrte, die elf seiner Männer das Leben kostete. Die britische Admiralität übertrug ihm 1819 das Kommando über eine Expedition, deren Auftrag es war, das Gebiet oberhalb des Polarkreises zu erforschen und zu kartographieren. Franklins Ziel war es, auf den Spuren von Samuel Hearne die Mündung des Coppermine River zu erreichen und die arktische Küste nördlich des Polarkreises zu erforschen. Mit 20 Männern war Franklin im Juni 1821 in Richtung Norden entlang des Coppermine River unterwegs. Franklin, ganz von seinem Ziel beherrscht, verkannte die Gefahr: Er zögerte, die Rückkehr anzuordnen, obwohl die Vorräte längst knapp waren. Diese gingen schließlich auf dem Rückweg nach Süden endgültig zur Neige und die Mitglieder von Franklins Expedition waren gezwungen, unter anderem alte Schuhe zu essen. Man trennte sich: Eine Gruppe unter dem Kartographen George Back suchte nach den Indianern, die der Expedition schon in einem früheren Stadium geholfen hatten. Während Franklin selbst mit einigen Begleitern versuchte, den Stützpunkt Fort Enterprise zu erreichen, blieben drei Männer – der todkranke Robert Hood, der Arzt Dr. John Richardson und der schottische Seemann John Hepburn - unterwegs zurück. Vier der Männer in Franklins Begleitung wurden die Strapazen zu groß: Sie kehrten um und wollten das Lager der Gruppe um Richardson erreichen. Nur der Indianer Michel Teroahauté, ein Irokese, kam dort an. Mit dem frischen Fleisch, das er mitbrachte, rettete er Richardson, Hepburn und Hood das Leben. Der eigenartige Geschmack ließ den Arzt jedoch nach einiger Zeit zu der Überzeugung kommen, dass es sich dabei um das Fleisch der verschollenen Männer handelte. Der Irokese wurde in den folgenden Tagen immer feindseliger, Hood wurde schließlich mit einer Kugel im Kopf tot aufgefunden. Richardson und Hepburn waren fest davon überzeugt, dass Teroahauté nun auch sie umbringen wollte. Der Arzt handelte und erschoss den Indianer. Zu zweit erreichten Richardson und Hepburn Fort Enterprise und stießen dort auf Franklin und drei seiner Gefährten, die dem Tode nahe waren. Die Rettung kam in Gestalt der Copper-Indianer, auf die George Back gestoßen war.

Franklin schrieb nach seiner Rückkehr nach England einen Reisebericht und wurde berühmt als „der Mann, der seine Schuhe aß“. 1825 wurde ihm der Befehl über eine zweite Expedition übertragen, um die nördliche Küste von Alaska und das Gebiet östlich des Coppermine River zu erforschen. Franklin hatte einige Lehren aus der ersten gezogen, so hatte man dieses Mal genügend Lebensmittel und eine bessere Ausrüstung an Bord. Auch überzeugten ihn die Anzeichen des nahenden Winters rechtzeitig, die Rückkehr anzutreten. Es gab keine Todesfälle und Franklins Bericht stellte zudem einen wertvollen Beitrag zu den geographischen Kenntnissen über die Arktis dar. Die unspektakuläre Reise ließ allerdings das öffentliche Interesse an der Arktisforschung sinken. Franklin befehligte in der Folge eine Fregatte im Mittelmeer und nahm schließlich 1836 den Gouverneurs-Posten in Tasmanien, einer Strafkolonie vor der australischen Küste, an. Erst 1844 kehrte er nach England zurück, zu einer Zeit, als das Interesse an der Forschung gerade neu aufgelebt war. Inzwischen fast sechzig Jahre alt, übergewichtig und nicht bei bester Gesundheit machte sich Franklin am 19. Mai 1845 auf seine letzte Expedition.

Die Schiffe Erebus und Terror hatten 134 Mann an Bord, als sie Grönland erreichten, wurden fünf kranke Männer nach Hause geschickt. Franklin segelte nördlich durch die Baffin Bay – am 26. Juli sichtete ein Walfischboot die beiden Schiffe an einem Eisberg verankert. Dies blieb der letzte Augenzeugenbericht über die Expedition. Erst fast drei Jahre später, im März 1848, bot die britische Admiralität eine Belohnung von 20.000 Pfund für Franklins Rettung. Zahlreiche Expeditionen machten sich auf den gefährlichen Weg: James Clark Ross beispielsweise fand weder eine Spur von Franklin noch die Nordwestpassage – stattdessen kamen sechs seiner eigenen Männer ums Leben.

Im August 1850 wurden auf der Insel Beechey die Gräber von drei Männern entdeckt, die zu Franklins Expedition gehört hatten. Die Suche nach den Verschollenen wurde fortgesetzt, wenn es auch kaum mehr Hoffnung gab, sie lebend zu finden. Eines der Schiffe, die „Investigator“ unter Robert McClure, stieß dann tatsächlich auf die Nordwestpassage. Das Schiff steckte im Eis fest, McClure unternahm eine Schlittenfahrt entlang der Prince of Wales-Straße. Am Morgen eines Oktobertages bestieg er eine 180 Meter hohe Erhebung, den „Mount Obeservation“, um den Sonnenaufgang zu betrachten. Als es hell wurde, lag die lange gesuchte Nordwestpassage vor ihm – zwischen der im Westen sichtbaren Nordküste der Banks-Insel und dem Viscount-Melville-Sund östlich von ihm. Zur Durchfahrung kam es aber nicht: Die „Investigator“ steckte noch mehrmals im Eis fest, ehe sich McClure im September 1851 dazu entschied, in der Mercy Bay vor Anker zu gehen, um dort zu überwintern. Erst im April 1853 wurden McClure und seine einer Meuterei nahe Mannschaft dort von einem anderen Schiff aufgefunden und gerettet. Man setzte die Fahrt Richtung Osten fort, durchquerte die Nordwestpassage also schließlich doch, wenn auch nicht mit dem eigenen Schiff: McClure erhielt deshalb auch nur die Hälfte der ursprünglich ausgesetzten Belohnung von 20000 Pfund.

1854 kamen die ersten Beweise für Franklins Schicksal ans Tageslicht. Der Arktisforscher John Rae, ein schottischer Arzt, überwinterte auf der Halbinsel Boothia, nördlich der Hudson Bay. Im April 1854 hörte er von einem Inuit von weißen Männern, die einige Jahre zuvor verhungert waren. Die Inuit brachten Rae sogar Gegenstände, die zweifellos von Franklins Expedition stammten. 1859 segelte schließlich Kapitän Leopold McClintock, von Franklins Witwe, Lady Jane Franklin, beauftragt, südwärts die Küste von Boothia entlang. Auch er stieß auf Inuit, die ihm verschiedene Gegenstände brachten, die ebenfalls den Mitgliedern von Franklins Gruppe gehört hatten. Im Mai fand McClintock an der Küste der King William-Insel ein menschliches Skelett – das später als das des Offiziers Harry Peglar identifiziert wurde. Sein Leutnant William Hobson erforschte die nördliche Küste der Insel und stieß auf eine Steinpyramide mit zwei Notizen auf einem Blatt Papier. Die erste vom 28. Mai 1847 zeigte noch an, dass alles in Ordnung war. Nach der zweiten Notiz vom 27. April 1848, war Franklin jedoch bereits im Juni 1847 gestorben, wobei nicht angegeben war, auf welche Weise er ums Leben kam. Die Notiz enthielt weitere Einzelheiten: Es gab bereits 24 Tote, die Überlebenden wollten sich nach Süden wenden, in Richtung des Great Fish River. Die beiden Schiffe waren seit September 1846 im Eis festgefroren und konnten nicht ausbrechen. Den Strapazen einer Überlandreise waren die Männer jedoch nicht gewachsen.

Neben der Kälte hatten die Expeditionen im 19. Jahrhundert auch mit den Folgen schlechter Ernährung zu kämpfen: Die Erkrankung an Skorbut – einer Vitamin-C-Mangelkrankheit mit Symptomen wie Zahnfleischbluten, ausfallenden Zähnen und Müdigkeit, später steif werdenden Gelenken, Durchfall und inneren Blutungen - konnte lebensbedrohend sein. Hinzu konnte eine Bleivergiftung kommen, hervorgerufen durch das zu dieser Zeit bei der Herstellung der Konservendosen verwendete Lötmetall. Hätte Franklin Tiere jagen lassen oder Fleisch von den Inuit gekauft, in dem die nötigen Vitamine enthalten gewesen wären, statt auf die mitgebrachten Vorräte zurückzugreifen, hätte seine Expedition überleben können – John Ross hatte zwischen 1829 und 1833 ganz in der Nähe vier Winter dank der Unterstützung der Inuit überstanden, ehe er auf ein Walfängerschiff stieß und nach England zurückkehren konnte.

Dem Norweger Roald Amundsen, der 1911 auch als erster den Südpol erreichen sollte, gelang es schließlich als erstem Menschen, die Nordwestpassage zu durchfahren. Amundsen hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er von den Reisebeschreibungen Franklins fasziniert war. Mit dem 30 Jahre alten Heringskutter „Gjöa“, ausgestattet mit einem 13 PS-Motor, und sechs Begleitern brach er am 16. Juni 1903 auf. Amundsen hatte zunächst das Glück, nicht auf das Eis zu treffen, das so vielen seiner Vorgänger zum Verhängnis geworden war. Er passierte die Beechey-Insel und fuhr weiter nach Süden in den Pee-Sund hinein. Dort endete Amundsens Glückssträhne: Erst lief die „Gjöa“ beinahe auf Grund, dann brach ein Feuer im Maschinenraum aus und schließlich geriet der Kutter in einen fast vier Tage dauernden Sturm. Auf der Suche nach einem windgeschützten Platz gelangte Amundsen auf die King William-Insel, auf der die meisten Männer von Franklins Mannschaft umgekommen waren. Dort verbrachten er und seine Begleiter zwei Winter, stellten sorgfältige magnetische Untersuchungen an und studierten die Lebensgewohnheiten der Inuit. Am 13. August 1905 setzten sie die Reise fort und erreichten vier Tage später bei der Cambridge Bay den letzten noch nie mit einem Schiff überschrittenen Punkt. Drei Wochen lang schlängelte sich der Heringskutter durch die seichten und gewundenen Kanäle, ehe man einen Walfänger sichtete, der von der anderen Seite der Passage, von der Beringstraße her, kam. Nur wenige Tage später – den endgültigen Triumph schon vor Augen – geriet die „Gjöa“ in schweres Packeis. Amundsen und seine Begleiter mussten ein drittes Mal in der Arktis überwintern, diesmal bei King Point an der Nordküste Yukons. Erst ein Jahr später erreichte die „Gjöa“ die Bucht von San Francisco - damit war die Nordwestpassage erstmals vollständig bezwungen worden. Im November 1906 kehrte Amundsen nach Oslo zurück und wurde als Held gefeiert.

(erschienen in der Rhein-Neckar-Zeitung, 13. März 2004)


Bearbeitet von Armin, 30 January 2009 - 21:03.


#3 heschu

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Geschrieben 30 January 2009 - 20:06

Wahnsinn! Ich wusste nur einen Bruchteil davon. Und der Artikel liest sich spannend wie ein Krimi. :huh:

#4 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 31 January 2009 - 15:24

[i](Wie im Auswahlthread schon erwähnt, habe ich im Jahr 2004 eine grobe Übersicht zur Geschichte der Erforschung der Nordwestpassage und John Franklins Expedition zusammengestellt. Damals aus dem Grund, weil die Städte Wiesloch und Walldorf Sten Nadolnys Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" - in dem John Franklin die Hauptrolle spielt - in einer großen, dreiwöchigen Aktion öffentlich gemeinsam gelesen haben.

Das ist auch ein tolle Buch.

Danke für den spannenden Artikel. Vieles davon findet sich auch in "Terror" wieder. Simmons scheint wirklich gut recherchiert zu haben.

Gruß Markus

#5 heschu

heschu

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Geschrieben 31 January 2009 - 17:11

Vieles davon findet sich auch in "Terror" wieder.
Gruß Markus

Hat Simmons etwa Armins Artikel gelesen? :huh:
(Keine Bange, ich flüchte schon aus dem Lesezirkel...)

#6 Armin

Armin

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Geschrieben 01 February 2009 - 10:17

Hat Simmons etwa Armins Artikel gelesen? :)


Wahrscheinlich hat er sich davon zum Roman inspirieren lassen :wub:

Nee, ernsthaft: Simmons hat natürlich deutlich intensiver recherechiert als ich (aber schön, wenn die Fakten übereinstimmen), das merkt man dem Roman an. Und auch wenn ich sonst kein Freund von 1000-Seiten-Ziegelsteinen bin, war das eine positive Feststellung. Das Setting in "Terror" wirkt auf mich von Anfang an dank vieler Details sehr "authentisch" (ohne dass ich nun wirklich der große Experte für die Seefahrt im 19. Jahrhundert wäre ...).

#7 klox

klox

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Geschrieben 01 February 2009 - 14:34

Ich bin schon am Freitag angefangen und bin jetzt bereits auf Seite 172. Bisher liest sich das ganze wirklich eher wie ein historischer Tatsachenroman. Beim Lesen habe ich intensiv auf auf Wikipedia nachgeschlagen, um mir Kartenmaterial und weitere Details anzuschauen. Soweit ich das beurteilen kann sind die Details zur Nordwestpassage und zur Seefahrt, zu dieser Zeit, sehr gut recherchiert. Simmons arbeitet zwar von Anfang an mit mehreren Zeitebenen und erzählt die Geschichte aus der Sicht von verschiedenen Personen (teilweise sogar als Ich-Erzähler). Das ganze wirkt trotzdem nicht verwirrend, sondern die Geschichte entwickelt sich relativ stringend. Auch ist der phantastische Einfluss bisher eher gering. Zwar ist bereits klar das das Wesen auf dem Eis, das nach und nach die Männer von den eingefrorenen Schiffen holt, kein Eisbär oder ähnliches ist, aber außer seinem zielgerichteten Verhalten, der Tatsache das es die Leichen anscheinend bewusst herrichtet und versucht das Schiff von unten "anzubohren", gibt es keinen Hinweis was es eigentlich sein könnte! Wäre der seltsame Angriff von unten nicht, könnte man sogar noch vermuten das ein oder mehrere Menschen (vielleicht Inuit/Eskimos?) dahinterstecken. Die Atmosphäre ist einfach Klasse! Er beschreibt das Leben und Überleben auf einem eingefrorenen Schiff sehr gut und detailliert, ohne dabei langatmig zu werden. Die Informationen sind perfekt in die Handlung eingepasst. Die Geschichte wird über die verschiedenen Zeitebenen kontinuierlich weiter getrieben. Bisher das beste was ich dieses Jahr, oder sogar diesen Winter gelesen habe!

#8 Dave

Dave

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Geschrieben 02 February 2009 - 20:15

Die ersten Abschnitte habe ich nun hinter mir und bin ein wenig überrascht. Zunächst durch die unterschiedlichen Perspektiven, Orte und Zeiten. Eigentlich stellte ich es mir etwas chronologischer vor, mit Planung, Vorbereitungen und Vertrautmachung mit Personal und Material zu Beginn.
Stattdessen geht es aber gleich in die Vollen, die Terror sitzt im Eis fest, ein Versagen der Antriebswelle bei der Erebus und verstorben sind auch bereits Besatzungsmitglieder. Zu meinem Erstaunen erwähnte Crozier das Ableben von Franklin. Nein, das ist jetzt kein großartiger Spoiler, sondern findet am Anfang statt.
Der erste Franklin Abschnitt entsprach etwas mehr meinen Vorstellungen und griff der eigentlich Mission vor. Sehr schön.
Zwar habe ich nicht gedacht, dass es ein Text sein würde, durch den man sich allein wegen seiner Länge hindurchfräsen würde, war dann aber doch von dem Anspruch überrascht. Informationsdichte und schöner Stil geben sich hier die Klinke in die Hand.

Zudem war ich verblüfft, wie früh sich hier spannungsgeladene Ereignisse einstellen. Auf das klaffende Loch in der Totenkammer war ich jedenfalls nicht vorbereitet. Und es kam mir wie ein phantastisches Element in dem Roman vor, das konnte schließlich nicht mit rechten Dingen vorgehen. Ich denke mir, dass einige Leser damit Probleme haben. Allerdings können sie sich darüber freuen, dass dies nicht erst auf Seite 600 geschieht. Damit hätte ich eigentlich gerechnet.

Bei den Goodsir-Aufzeichnungen habe ich mich gefragt, ob es sich um authentisches Material handelt. Aber das kann ja wohl eigentlich nicht sein.
Jedenfalls ist dies famos geschrieben und an dieser Stelle könnte man auch einmal Friedrich Mader lobend erwähnen, mir zumindest gefällt die Übersetzung sehr gut.

Wie schön, dass man seine Füße bei einer Tasse Kaffee in einer geheizten Wohnung hochlegen kann und weit entfernt ist von Strapazen einer solchen Mission. Ich hatte vielleicht nicht gerade eine romantische Vorstellung von diesem Abenteuer, aber dies ist schon echt wie ein Schlag in die Magengrube. Eine sehr beeindruckende Schilderung gleich zu Beginn.
Wobei mir einige Dialoge fast schon zu schön daherkamen, als müssten sie gleich mit einfrieren.
Erinnert mich an eine Geschichte aus Kindertagen. Weil es so kalt war, versagte das Posthorn und wollte keinen Ton von sich geben. Erst als es am Abend auf dem Ofen lag und auftaute, ertönte plötzlich das Signal. Ich weis gar nicht mehr, von wem das war.
Wie auch immer, irgendwie kam mir erst das unterbelichtete Gestammel von Manson passend vor. Schlicht und direkt.

#9 Armin

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Geschrieben 02 February 2009 - 21:31

Bei den Goodsir-Aufzeichnungen habe ich mich gefragt, ob es sich um authentisches Material handelt. Aber das kann ja wohl eigentlich nicht sein.


Kaum. Es wurden zwar eine Menge Sachen der Franklin-Expedition später gefunden (das National Maritime Museum hat hier eine Liste und hier sogar Bildchen), aber die letzten Schriftstücke Goodsirs waren wohl die Briefe, die er beim Zwischenstopp auf Grönland im Juli 1845 geschrieben hat. Auf Seite 67 in "Terror" erwähnt Goodsir ja einen dieser Briefe, den er an seinen Bruder geschrieben hat.

Interessant übrigens, dass der gute Harry Goodsir bei seinen Kollegen (ein PDF-Dokument des Royal College of Surgeons of Edinburgh findet sich hier) deutlich besser wegkommt, als ihn Simmons wegkommen lässt.

#10 Dave

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Geschrieben 02 February 2009 - 21:49

Auf Seite 67 in "Terror" erwähnt Goodsir ja einen dieser Briefe, den er an seinen Bruder geschrieben hat.

Und weil diese Stelle in Anführungszeichen gesetzt ist, dachte ich, es könnte sich um ein Zitat handeln. Aber auch die anderen Stellen wirkten auf mich schon sehr überzeugend. Toll gemacht, mit den ganzen "Rechtschreibfehlern".
Simmons erwähnt im Nachwort auch nichts, was da Klarheit verschafft. Zumindest habe ich auf die Schnelle nichts entdeckt.

Interessant übrigens, dass der gute Harry Goodsir bei seinen Kollegen (ein PDF-Dokument des Royal College of Surgeons of Edinburgh findet sich hier) deutlich besser wegkommt, als ihn Simmons wegkommen lässt.

Cooler Typ, muss ich mir gleich mal durchlesen...

:thumb:

#11 Pirx

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Geschrieben 03 February 2009 - 11:45

Toll. Ein Lesezirkel zu Simmons "Terror". Dann mal schnell Solomon Kane zu Ende lesen und "Terror" besorgen.
Gruß

Pirx
  • (Buch) gerade am lesen:Asprin: Tambu
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#12 oghilscher

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Geschrieben 03 February 2009 - 12:08

Eine gute Wahl, dieses Buch hier im Lesezirkel zu behandeln. Dan Simmons ist es ja m.E. sowieso IMMER wert, gelesen zu werden, aber TERROR ragt durch den (quasi-)authentischen Inhalt doch sehr aus seinen restlichen Werken heraus.
Ich habe TERROR ungefähr vor einem Jahr um diese Zeit gelesen, da ich als bekennender Simmons-Fanatiker einfach nicht auf die Taschenbuch-Version warten wollte und mir die sündhaft teure Hardcover-Version gekauft habe. Mal sehen, ob ich die Zeit habe, es parallel zum Lesezirkel nochmal zu lesen.

TERROR ist übrigens - soweit ich es durch mein Laienwissen und sporadische Nach-Recherche während des Lesens beurteilen kann - geradezu beängstigend gut recherchiert. Simmons hat punktgenau die Lücken in den vorhandenen Aufzeichnungen über die Expedition gefunden und dort die phantastischen Handlungsfäden eingewoben. Ein weiterer Geniestreich des Mannes aus Colorado.

Dennoch sollte man vielleicht auch vor TERROR warnen: Simmons entwickelt im Laufe des Romans eine geradezu beklemmende Erzähldichte, der man sich kaum entziehen kann und die an den richtig krassen Stellen (ich sage nur Wahnsinn und Kannibalismus) beim Lesen wirklich Brechreiz hervorrufen kann. So ging es mir zumindest.
www.oghilscher.net

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#13 Kopernikus

Kopernikus

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Geschrieben 03 February 2009 - 17:35

Ich stimme nach etwa 120 Seiten den Lobeshymnen zu, was ich bisher gelesen habe, hat mich absolut begeistert.Ich habe schon lange nicht mehr so ein packende, Gänsehaut-produzierende Atmosphäre in einem Buch vorgefunden wie hier. Dieser Lesezirkel hat Hitpotential :thumb:

#14 Christian Weis

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Geschrieben 03 February 2009 - 19:10

Eine gute Wahl, dieses Buch hier im Lesezirkel zu behandeln. Dan Simmons ist es ja m.E. sowieso IMMER wert, gelesen zu werden, aber TERROR ragt durch den (quasi-)authentischen Inhalt doch sehr aus seinen restlichen Werken heraus.
Ich habe TERROR ungefähr vor einem Jahr um diese Zeit gelesen, da ich als bekennender Simmons-Fanatiker einfach nicht auf die Taschenbuch-Version warten wollte und mir die sündhaft teure Hardcover-Version gekauft habe.


Ich hab TERROR vor einem Jahr regelrecht verschlungen (Hardcover sind schöne Weihnachtspräsente, mit denen man sich beschenken lassen kann ;)), und es hat mich in den Fingern gejuckt, den Roman jetzt noch mal zu lesen. Nach nur 12 Monaten sind die Eindrücke allerdings noch zu frisch, ich warte lieber noch ein Weilchen mit dem Nochmallesen.

Aber viele Äußerungen hier bestätigen meine Eindrücke. Wen's interessiert: hier nachzulesen.

(Wie im Auswahlthread schon erwähnt, habe ich im Jahr 2004 eine grobe Übersicht zur Geschichte der Erforschung der Nordwestpassage und John Franklins Expedition zusammengestellt. Damals aus dem Grund, weil die Städte Wiesloch und Walldorf Sten Nadolnys Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" - in dem John Franklin die Hauptrolle spielt - in einer großen, dreiwöchigen Aktion öffentlich gemeinsam gelesen haben. Die Daten sind also auf dem Recherche-Stand von 2004, sollten seither noch neue Erkenntnisse hinzugekommen sein, sind sie an mir vorbeigeozgen ... Als Hintergrund zu "Terror" mag der folgende Text aber trotzdem ganz hilfreich sein.)

Die lange Suche nach der Passage


Klasse, Armin! Toller Artikel.

#15 Susanne11

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Geschrieben 03 February 2009 - 21:18

Ich bin auf Seite 626 angekommen und finde das Buch sehr gut. Eigentlich bin ich kein Fan von Simmons. Außer dem 1. Teil von Hyperion fand ich alles, was ich sonst gelesen habe, eher schwach. Aber TERROR find ich uneingeschränkt gut. Er beschreibt die Ereignisse so wirklichkeitsnah und plastisch - einfach unglaublich, wie dicht einem die Handlung auf die Pelle rückt. Ob er gut recherchiert hat, ist mir egal. Selbst wenn das meiste erfunden wäre, würde das nichts an der Qualität des Buches ändern. Es stimmt einfach alles. Die Charaktere sind differenziert und lebendig beschrieben. Die Landschafts- und Schiffsbeschreibungen lassen sofort detaillierte Bilder vor dem inneren Auge erscheinen. Ich habe sogar in meinem warm beheizten Wohnzimmer gefroren. Mit Lesen höre ich aber vorerst auf und ziehe mir die Geschichte nochmal von vorne als Hörbuch rein.

After the discovery of "antimatter" and "dark matter", we have just confirmed the existence of "doesn't matter", which does not have any influence on the Universe whatsoever.


#16 Christian Weis

Christian Weis

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Geschrieben 03 February 2009 - 22:38

Mit Lesen höre ich aber vorerst auf und ziehe mir die Geschichte nochmal von vorne als Hörbuch rein.

Da ich für gut gemachte Hörbücher immer zu haben bin, würde mich deine Meinung zum Terror-Hörbuch interessieren, wenn du durch bist.

#17 Dave

Dave

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Geschrieben 04 February 2009 - 19:50

Ich bin jetzt bei Kapitel 14, lege kein besonders hohe Tempo vor.
Ein wenig stören mich die unterschiedlichen Zeiten, mal ein halbes Jahr vor, ein paar Monate zurück, dann wieder nach vorne. Einen Sinn sehe ich darin bislang nicht.

Interessant ist es, wenn sich mal ins Eis aufgemacht wird. Überhaupt sind die Kapitel abwechslungsreicher als ich vermutet hatte.
Toll, wie die Umgebung an einigen Stellen beschrieben wird, mit der gefrorener See, bizarren Labyrinthen, Kämmen und Eiszinnen.

Oberkörper und untere Extremitäten zweier Personen vertauscht? Was ist denn hier los? Ziemlich gruselig.

Von mir aus könnten auch einmal ein Kapitel der einzigen weiblichen Person and Bord, Silence, gewidmet werden. Das ist bislang noch etwas undurchsichtig.

#18 Amtranik

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Geschrieben 04 February 2009 - 21:01

Ich war ebenfalls ein wenig überrascht wie das Buch aufgebaut ist. Auch ich hatte eine stringente erzählweise erwartet, aber ich muß sagen das mich die verschiedenen Zeiten nebst der schilderung aus Sicht verschiedener Protagonisten überhaupt nicht gestört oder gar verwirrt hat. Nach etwas über 200 Seiten wissen wir das der Expeditionsleiter Sir Francis recht früh das zeitliche segnet. Wir haben ein mysteriöses Monster kennengelernt das nach und nach alle Besatzungmitglieder auffrißt. Und hier nun dachte ich mir... was soll denn jetzt bitteschön noch auf den kommenden 700 Seiten passieren? Alle Zutaten sind bekannt und was jetzt? Nun ja ( derzeitiger Lesestand ca S. 480 ) ich muß sagen jetzt fing das Buch erst richtig an zu faszinieren und Spaß zu machen. Da sind die Visionen von Croizer, das bizarre Sylvester-Event, die Homo-erotische Beziehung von Peglar und Bridgens indem die Liebe zur Literatur und was Sie für Menschen bedeuten kann so schön rüber kommt und der liebe Herr Poe... einfach herrlich. Ich merk grad ich gerate ins schwärmen daher solls das erstmal gewesen sein.

#19 klox

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Geschrieben 04 February 2009 - 23:20

Das hin und her springen in der Zeit geht ca. ab Kapitel 15 in eine kontinuierliche Handlung über. Die Geschichte wird eigentlich ab November 1847 erzählt und auf den ersten 200 Seiten in einigen Kapiteln nur die Vorgeschichte erzählt. Von daher steigt jetzt der Spannungsbogen nochmal eindeutig an. Bin jetzt bei Kapitel 20 und hab letzte Nacht schon schlecht geträumt. Bei einem Horror Roman muß man sowas wohl als Erfolg werten (Ich lese normalerweise keine Gruselgeschichten).

Bearbeitet von klox, 13 February 2009 - 16:23.


#20 Dave

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Geschrieben 05 February 2009 - 10:20

Das hin und her springe in der Zeit stellt sich ab ca. Kapitle 15 als kontinuierliche Handlung heraus.

Dort bin ich jetzt angelangt und froh, dass das Ableben von Sir John nun geschildert ist und es jetzt etwas geradliniger weitergeht.
Ich will nicht sagen, dass es schnell und schmerzlos vonstatten ging, aber ich war auch schon etwas verwundert, wie frühzeitig es ihn erwischt hat.
Die Szene kurz zuvor, als er die zehn Gold-Sovereigns als Belohnung ankündigte, erinnerte mich ein wenig Moby Dick.

Und jetzt gab es auch etwas zu dem Umstand, wie Silence zu den Leuten stieß.

Mal sehen, ob Crozier sich nun zum Helden des Romans aufschwingt. Ich hatte den Eindruck, dass seine Kapitel immer etwas eindringlicher und näher an den Menschen waren, während mir die von Franklin etwas nüchterner und analytischer erschienen.

Und weiter im Text...

#21 Jorge

Jorge

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Geschrieben 06 February 2009 - 18:56

Eingefügtes Bild
Terror
Dan Simmons


TV-Tipp

Im Rahmen des Themenabends "Polarwelten" strahlt 3sat am 21.02.09 um 20.15h den Dokumentarfilm Die verschwundene Expedition http://www.arte.tv/d...on/1036890.html aus.

Bearbeitet von Jorge, 06 February 2009 - 18:58.


#22 Pirx

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Geschrieben 08 February 2009 - 12:07

Ich habe nun die ersten 3 Kapitel gelesen und kann nun feststellen, dass Simmons es versteht eine sehr dichte Atmosphäre der Bedrohung und Enge zu vermitteln. Gefällt mir sehr gut. Auch das Treffen des Arktischen Rates war für mich sehr lesenswert: Vor ein paar Tagen hatte ich ein Buch zum Thema Polarforscher bzw. -künstler in der Hand und einige der Männer kamen mir sehr bekannt vor...
Gruß

Pirx
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#23 Kopernikus

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Geschrieben 08 February 2009 - 16:57

TV-Tipp

Im Rahmen des Themenabends "Polarwelten" strahlt 3sat am 21.02.09 um 20.15h den Dokumentarfilm Die verschwundene Expedition http://www.arte.tv/d...on/1036890.html aus.


Vielen Dank für den Tipp, da werde ich sicherlich mal reingucken.

Ich bin mittlerweile auf Seite 290 und muss bisher klar festhalten: Ein phantastisches Buch, man kann sich das knarrende Schiff und die Arktische Ödnis fast bildlich vorstellen und leidet mit den Figuren mit, selbst mit dem arroganten Pfau Franklin. Mysteriös bleibt nach wie vor Lady Silence und ihre Funktion in der Handlung, aber ich gehe mal fest davon aus, das sie irgendwas mit dem Wesen auf dem Eis zu tun hat.

#24 Dave

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Geschrieben 09 February 2009 - 20:57

Als ich in einem Goodsir Kapitel über das Problem mit verdorbenen Lebensmitteln las, erinnerte ich mich an ein Buch, das ich vor längerer Zeit einmal gelesen hatte. Es heißt Der eisige Schlaf (Owen Beattie/John Geiger) und es geht darin um den Nachweis, warum die Franklin-Expedition scheiterte. Schuld soll eine Bleivergiftung sein, welche der Mannschaft zusetze. Das Blei sei durch die Lötstellen der Dosen in die Nahrung gekommen, zudem hatte der Blechschmied unzureichende Arbeit geleistet, wobei einige Seitennähte nicht richtig verschlossen wurden.

Die fortschreitende Bleivergiftung führte nicht nur zu einem Schwinden der Körperkräfte, sondern drückte sich auch in zunehmender Verzweiflung aus. Appetitverlust, Müdigkeit, Schwäche und Koliken sind einige der Symptome einer solchen Vergiftung; sie kann aber auch zu Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems führen und ein neurotisches und unberechenbares Verhalten auslösen – bis hin zu einer Lähmung der Gliedmaßen.

Untersucht wurden auch drei Leichnahme, welche in Gräbern an einer Landenge entdeckt wurden. Ihre Inschriften, eingemeißelt in die Kopfbretter, lauteten:

Geweiht der Erinnerung an
William Braine, R.M., HMS Erebus
Gestorben am 3 April 1846
Im Alter von 32 Jahren.
"Erwählet euch heute, wem ihr dienen wollt"
Josua XXIV, 15.


Geweiht der Erinnerung an
John Hartnell, A.B. der HMS Erebus
Gestorben am 4.Januar 1846
Im Alter von 25 Jahren.
"So spricht der Herr Zebaoth:
Schauet, wie es euch geht!"
Haggai I. 7.


Geweiht
dem
Andenken an
John Torrington,
der am 1. Januar
A.D. 1846
An Bord der
HMS Terror
aus diesem Leben schied,
im Alter von 20 Jahren.


Ansonsten bin ich nun so ungefähr bei der Hälfte des Buches angekommen.
Besonders eindrücklich hierbei die Begegnung mit dem seltsamen Wesen, aus der Sicht von Blanky. Sehr spannend und erstmalig eine etwas genauerer Beschreibung des Ungeheuers (sehr absonderlich).
Unheimlich auch das Aufkommen von Fetischen, Amuletten und Opfergaben. Eine äußerst ungute Entwicklung, dachte ich so bei mir.

Sehr gut hat mir die Schilderung des Venezianischen Karnevals gefallen, sehr überraschend ein wenig unwirklich, schien mir.

Außergewöhnlich auch: Silence und das Wesen. Äußerst bizarr, aber dennoch faszinierend.
Da möchte man natürlich dringend genaueres Erfahren.

Auch gut: Croziers Fieberwahn.


Mysteriös bleibt nach wie vor Lady Silence und ihre Funktion in der Handlung, aber ich gehe mal fest davon aus, das sie irgendwas mit dem Wesen auf dem Eis zu tun hat.

Nicht schlecht, Holmes! :coool:

#25 klox

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Geschrieben 10 February 2009 - 12:45

Hab gestern abend das letzte Kapitel mit Hickys Gruppe beendet, bin also ca. auf Seite 860. Die letzte Nacht hab ich nicht gut geschlafen! Die Schilderungen sind sehr eindringlich, die Hoffnungslosigkeit, die immer neuen Schicksalsschläge. Immer wenn man denkt schlimmer gehts nicht mehr, setzt er noch einen drauf. Es ist dem Autor hoch anzurechnen das die Geschichte trotz allem realistisch (sieht man mal vom Schneemonster ab) und spannend bleibt. Ich hab schon lange keine Buch mehr gelesen was mich so gefesselt und zur gleichen zeit so bedrückt hat. Ich denke ich werde heute Abend den Rest lesen. Ab jetzt tragen die Kapitel keine Datums und Ortsangaben mehr. Ich bin mal gespannt ob es zumindest ein kleines Happy End geben wird. (Nur son ein bißchen!)

#26 Amtranik

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Geschrieben 10 February 2009 - 13:03

Ich habe das Buch vor 2 Tagen beendet und wollte meine Eindrücke zunächst mal "sacken" lassen bevor ich mich abschliessend dazu äußere. Meinem Vorposter kann ich mich nur anschliessen was die Atmosphäre und Eindrücklichkeit von Simmons schreibe angeht. Trotz der beinahe 1000 Seiten wird das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig und hält einen auch fast bis zum Schluß gefangen. Fast, weil ich dann doch für mich persönlich eine Einschränkung vornehmen möchte. Meines Erachtens nach hätte der Roman auch vorzüglich ohne die Verflechtung von Eskimomythik und Esoterischen Elementen nebst dem daraus resultierenden "Schneemonster" funktioniert. Das Buch wäre dann auch durchaus um 200-300 Seiten kürzer ausgefallen denn für mich bezieht "Terror" seine faszination und Eindringlichkeit eindeutig aus der Existenzbedrohenden Lage dieser beiden Schiffsbesatzungen. Auch die Stellen an denen klar wird wie arrogant und dumm die westliche Zivilisation gegenüber den Eingeborenen Inuit auftritt und wie sehr diese Überheblichkeit letztlich zur Katastrophe beiträgt sind hervorragend. Aber dazu braucht es weder Schneemonster, noch Esotherik oder Gedankenübertragungen. Mir ist es schon bei Sturz von Hyperion so gegangen das ich mit Simmons Hang zu Esoterisch-religiösen Ausuferungen nicht viel anzufangen wußte. Trotzdem würde ich dem Roman 9/10 Pkt auf meiner persönlichen Skala geben, er ist einfach unheimlich dicht und packend geschrieben.

#27 klox

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Geschrieben 13 February 2009 - 16:37

Ich kann mich dem Schlusswort von Amtranik nur anschließen. Das Buch ist das beste was ich seit langem gelesen habe. Die Atmosphäre ist atemberaubend, die Details sehr gut recherchiert (soweit ich beurteilen kann, die Doku am 21.2. auf 3sat werde ich mir auf jeden fall ansehen), die Personen vielschichtig (insbesondere die Entwicklung vom letzten Schiffsarzt Goodsir) und trotz der Länge ist das Buch nieh, aber auch wirklich nieh, langweilig! Ich denke zwar auch das man das Schneemonster ruhig hätte weglassen können, aber stören tut es mich auch nicht.

#28 Kopernikus

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Geschrieben 13 February 2009 - 17:10

Mysteriös bleibt nach wie vor Lady Silence und ihre Funktion in der Handlung, aber ich gehe mal fest davon aus, das sie irgendwas mit dem Wesen auf dem Eis zu tun hat.

Nicht schlecht, Holmes! :)


Zum Zeitpunkt, als ich das geschrieben habe, war es für mich auch wirklich nur ein Schuss ins blaue, die Bestätigung kam erst ein ganzes Ende später. Obwohl auch dies Kammermusik-Stunde mit dem Eskimo-Dämon nicht wirklich Licht ins Dunkel gebracht hat.

Besonders eindrücklich hierbei die Begegnung mit dem seltsamen Wesen, aus der Sicht von Blanky. Sehr spannend und erstmalig eine etwas genauerer Beschreibung des Ungeheuers (sehr absonderlich).


Mein Name ist Blanky, James Blanky....
Die Szene war schon ungewöhnlich im Vergleich zu den anderen Action-Szenen, die sich doch meistens eher auf sekundenlanges Schneegestöber und ein paar blutige Überreste beschränken.

Sehr faszinierend finde ich vor allem die Beziehung zwischen Lady Silence und John Irving, ich bin sehr gespannt was sich da noch in der zweiten Hälfte des Buches so ergibt.
Eine ziemlich drastische Szene war auch der Entzug von Kaptain Crozier. Ich bin schon gespannt, ob seine Auseinandersetzung mit Stewart Bridgens eine einmalige Sache bleibt, oder ob der scheinbare Held der Stunde jetzt auch anfängt psychisch instabil zu werden.

530 äußerst beeindruckende Seiten bislang, nach dem etwas stellenweise merkwürdigen Ilium/Olympos-Duo hat Simmons offensichtlich noch mal die Kurve gekriegt und schafft es wieder zu alter Höchstform aufzulaufen.

#29 Pirx

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Geschrieben 14 February 2009 - 11:48

Hallo, habe Gestern nachts die Passage "Venezianischer Karneval" gelesen. Sehr eindrucksvoll und surreal! Auch die Auseinandersetzung zwischen dem homosexuellen Pärchen und Irving erscheint mir sehr spannend zu werden. Die Idee das Monster auf den Stimmbändern von Lady Silence Musik machen zu lassen ist ziemlich schräg. Ein gutes Buch...
Gruß

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#30 Pirx

Pirx

    Giganaut

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Geschrieben 14 February 2009 - 12:47

Kennt jemand die Geschichte, welche dem Schiffssteward als Inspirationsquelle für die Gestaltung des Karnevals diente? "Der Sturm" von Shakespeare wohl nicht.
Gruß

Pirx
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