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Star Trek XI


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205 Antworten in diesem Thema

#1 Kopernikus

Kopernikus

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Geschrieben 07 May 2009 - 07:53

Dieser Thread ist für alle Inhaltlichen Diskussionen zu Star Trek XI gedacht, sprich wenn jemand was zum Inhalt spoilern möchte, dann bitte hier und nirgendwo sonst. Alle die den Film noch nicht kennen und sich die Überraschung nicht verderben lassen wollen, sollten jetzt den Thread verlassen. Viel Spaß im Kino und fröhliches diskutieren.

#2 rockmysoul67

rockmysoul67

    Temponaut

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Geschrieben 07 May 2009 - 11:03

Nein, Henk, nein, nein, nein: Jetzt nicht den Thread lesen! (Uff, zum Glück steht noch nicht viel da.) Ich habe den Comic "Count Down"gerade gekauft; ich melde dann, ob Comic und Film schön zusammen passen. (Gehe Freitagnacht ins Kino.)

#3 simifilm

simifilm

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Geschrieben 07 May 2009 - 11:04

Film hat mich gut unterhalten, sicher einer der gelungeneren Star-Trek-Filme. Das Einzige, was mich gestört hat, war, dass das fast ein reiner Bubenfilm war. Jenseits des Hahnenkampfs zwischen Spock und Kirk gab es wenig Story, die weiblichen Figuren waren reines Beiwerk. Gerade Star Trek gibt sich ja gerne progressiv, aber in Sachen Rollenbilder und Geschlechterstereotypen war der Film ein Rückschritt gegenüber den neueren Serien. Aber durchaus unterhaltsam.
Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zum SF-Film gibt es in diesem Buch, alles zur literarischen Phantastik gibt es in diesem Buch.

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#4 Kahless

Kahless

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Geschrieben 07 May 2009 - 11:32

Hallo Zusammen! Also ich hab ihn gesehen. Endlich. Nach der großen Enttäuschung von Star Trek X endlich wieder ein Lichtschimmer am Horizont :) Meine Meinung: DIE CREW Spocks emotionale Seite ist einer der Aufhänger des Films, dann hat er auch noch was mit Uhura (?!?!), irgendwie passt das nicht ganz so, macht den Film aber Facettenreicher. und manchmal muss man eben gleich am Anfang mit Traditionen brechen :thumb: Kirk ist ein richtiger Draufgänger, sehr gut. Uhura ist ein echter Feger ;) und sie hat endlich mal etwas mehr zu sagen. Aber dann gleich was mit Spock anfangen? na ja. Pille ist auch perfekt besetzt. Beim Dialog Pille/Spock fühlte man sich direkt in alte Zeiten versetzt... Chekov. na ja. Zulu. Ist Zulu. Scotty. Fehlbesetzung. In der Story wirkt er deplaziert und sein Einsatz an den Haaren herbeigezogen. Mir kam es oft so vor, als wussten sie nicht so genau, wie sie Scotty in dem Film unterbringen sollten und haben es dann halt mit dem Holzhammer gemacht. Der Bösewicht. Mal wieder ein Romulaner. Wirkt wie ein Remake des Bösewichts von Teil X. Da hätten die Drehbuchautoren mehr Fantasie zeigen können. Das ST-Universum ist ja schließlich groß genug. Auch seine Beweggründe wirkten nicht wirklich stimmig. "DU (Spock) bist Schuld, weil du eine Naturkatastrophe nicht aufhalten konntest (!) und jetzt zerstöre ich halt mal alle Planeten der Förderation". okidoki. RAUMSCHIFFE ENT: etwas modifiziert, aber authentisch genug. kommt im film etwas zu kurz meiner meinung nach. Romulanisches Bergbauschiff: Warum immer solche riesen Klötze die so gar nicht zu Star Trek passen??? Die Raumschiffe bei ST sind ja immer irgendwie logisch aufgebaut, Gondeln für Warpantrieb, Hauptsektion für Maschinen, Untertasse für Mannschaft. Auch andere Raumschiffstypen folgen ja immer einer gewissen Logik. Aber was sollen immer diese planetengroßen Raumschiffe mit 1 Millionen Aufbauten, Zacken, Flügeln und wer weiss was noch. Dann wird zum Bohren auch noch nen "Rüssel" ausgefahren. Ah ja. Wir können Torpedos abfeuern das die Sonne verdunkelt wird und ganze Planeten einäschern, aber fürs bohren brauchen wir nen Staubsaugerschlauch, den man nebenbei gemerkt mit zwei Handphasern vernichten kann. mhm. FAZIT Star Trek XI ist ein absolut sehenswerter Film. Sehenswert vor allem im Kino, ich denke dies ist das einzig richtige Format für so einen Film, denn er lebt zum Teil eben auch von den Effekten. Was ich nicht glaube, ist das dieser Film Star Trek an sich wiederbeleben wird. Dazu ist er dann doch zu sehr Mainstream, ihm fehlt einfach der ganze Vorbau wie bei den alten Filmen. Da hat man die Crew ja über Jahre hinaus kennen- und liebengelernt um Sie dann endlich im 16:9-Format auf der Leinwand zu sehen. Mit der Zeit wurde es dann langweilig und bei Teil X hat man halt zu deutlich gemerkt das denen die Ideen ausgehen. Jetz hat ein Aussenstehender (JJ Abrams) mal wieder etwas frischen Wind reingebracht. Aber was jetzt? Ne neue Serie? kaum vorstellbar. Noch ein Film? wäre dann auch nur einer von vielen SF-Filmen. Einen Neuanfang kann man nicht herbeizwingen indem man auf alte Charaktere setzt, auch wenn die noch so schön rüberkommen.

#5 Jakob

Jakob

    Temponaut

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Geschrieben 07 May 2009 - 12:43

Ich bin auch ganz zufrieden mit dem Spaßfaktor, war von dem massiven Kitschbombardement in den ersten zehn Minuten zu meiner Schande sogar ganz angerührt, und dann auch noch zutiefst beglückt von einer Menge wunderschönem Starship-Porn (Enterprise im Jupiternebel, hach!). Trotzdem kann ich nicht umhin, mir zu überlegen, wie man einen besseren Film aus dem Ganzen hätte machen können, krankt die Geschichte doch sehr an einem völlig konturlosen Gegenspieler (für den mit Eric Bana auch noch ein hervorragender Schauspieler verheizt wurde). Man fragt sich natürlich, was Nero in den 25 Jahren, während Kirk und Spock aufwachsen, getrieben hat - und man könnte sich vorstellen, dass sich erst in jener Zeit, im Exil in der fernen Vergangenheit, das eigentliche Ausmaß seiner Besessenheit entwickelt hat. Das hätte vielleicht funktioniert. Im Film kommt aber nichts derartiges rüber, da ist Nero von Anfang an ein irrer Rächer mit einem in keiner Weise nachvollziehbaren Gerechtigkeitsempfinden. Und das Ende - Kirk und Spock auf der Narada wirkten doch zu sehr, als wird hier noch schnell das Standardprogramm abgewickelt (Phasergefecht, Faustkampf zwischen Kirk und Nero und so ...). Außerdem hat mich die Sequenz ganz schrecklich an den scheußlichen "Nemesis" erinnert. Von mir aus hätte der Film gern noch zwanzig Minuten länger sein dürfen, um die Nero-Figur runder zu machen. Ansonsten hab' ich aber keine Beschwerden: Star Trek ist aus der Continuity-Hölle ausgebrochen und schwingt sich zu großem Weltraumkitsch über Mut, Treue und Freundschaft und all das Zeug auf. Nicht gerade anspruchsvoll, aber nett für herz und Augen! Nebenbei, ist jemandem aufgefallen, dass Kirk in diesem Film immer nur aufs Maul kriegt? Erst von ein paar Kadetten, dann von Spock, schließlich von Nero und seinem Unterromulaner ... da wünsche ich mir aber doch, dass er spätestens im nächsten Film endlich seinen killermäßigen doppelten Flying Kick wieder beherrscht!

Bearbeitet von Jakob, 07 May 2009 - 12:46.

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#6 Kahless

Kahless

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Geschrieben 07 May 2009 - 13:12

Was ich auch irgendwie sehr irritierend fand, ist das Kirk als Kadett im letzten Jahr oder als Frischling aus der Akademie nach heldenhaftem Einsatz gleichmal das Kommando vom Flaggschiff der Föderation erhält. Auch wenn er das ganze Universum gerettet hat, fand ich das irgendwie strange. Kam mir ein bißchen so vor wie Reise nach Jerusalem, der schnellste kriegt den Stuhl vom Captain...

#7 Jakob

Jakob

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Geschrieben 07 May 2009 - 13:32

Was ich auch irgendwie sehr irritierend fand, ist das Kirk als Kadett im letzten Jahr oder als Frischling aus der Akademie nach heldenhaftem Einsatz gleichmal das Kommando vom Flaggschiff der Föderation erhält. Auch wenn er das ganze Universum gerettet hat, fand ich das irgendwie strange. Kam mir ein bißchen so vor wie Reise nach Jerusalem, der schnellste kriegt den Stuhl vom Captain...


Ja, da hätte ein etwas dezenterer Schluss es auch getan. Von wegen: Kirk wird Offizier auf einem anderen Schiff, Pike erklärt ihm, dass er damit rechnet, dass Kirk schon bald ein Kommando haben wird - vielleicht sogar die Enterprise ... Spock Prime lächelt wissend ... und am Anfang vom nächsten Film, 3 Jahre später, kriegt Kirk dann das Kommando. Reicht doch.
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#8 Kahless

Kahless

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Geschrieben 07 May 2009 - 14:18

ja, das wäre besser gewesen. Hätte vielleicht auch mehr Raum für Teil XII gegeben. Was ich auch etwas lahm fand, war der Kobayashi Maru-Test. Da hatte ich mir irgendwie einen souveräneren Kirk vorgestellt, so wie er das im Film abgezogen hat wars dann doch zu sehr lausbübisch und etwas zu offensichtlich das er extrem beschissen hat.

#9 TheFallenAngel

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Geschrieben 07 May 2009 - 16:21

so, komme direkt aussem kino, 14:45 uhr vorstellung, außer mir nur noch 5 andre leute drinne *grins* ich würde dann mal den star trek reboot als geglückt bezeichnen - hat mir doch sehr gefallen :thumb: kritikpunkt hab ich spontan nur einen - chekovs gebrochenes deutsch fand ich echt nervig, das war mir eindeutig zu übertrieben, bin mal gespannt wie sich das auf englisch anhört (auf der dvd dann) ansonsten ... auch mich erinnerte fast alles was mit nero und den romulanern zu tun hatte an nemesis ... seis drum, störte mich nicht sonderlich scotty fand ich nicht fehlbesetzt, eigentlich paßte crew/darstellertechnisch alles das raumschiff von nero erinnerte mich auch immer wieder an einige babylon 5 raumschiffe, fällt mir grad noch so ein also, von mir ganz klarer daumen hoch: :) hoffentlich sind die einspielergebnisse super - damits noch mehr star trek kino gibt ;)
... he became a corrupt shadow of his former self -
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#10 Oliver

Oliver

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Geschrieben 07 May 2009 - 16:35

hoffentlich sind die einspielergebnisse super - damits noch mehr star trek kino gibt :)

Das wird spannend. Samstag am späten Nachmittag sind wir schlauer. Vielleicht liefern die dann vorliegenden Freitags-Zahlen schon ein erstes Indiz, ob es mit Star Trek weitergeht. Was ich mir natürlich auch wünschen würde. :thumb:
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#11 rockmysoul67

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Geschrieben 07 May 2009 - 18:34

seine Beweggründe wirkten nicht wirklich stimmig. "DU (Spock) bist Schuld, weil du eine Naturkatastrophe nicht aufhalten konntest (!) und jetzt zerstöre ich halt mal alle Planeten der Förderation".

Ich habe den Comic inzwischen aus. (Film noch nicht gesehen ...) Ganz Romulus ist vernichtet, Vulkan ist nicht unschuldig und Nero hatte Spock vertraut. Neros Hass ist nachvollziehbar.
Aber eben - nicht jeder liest den Comic und der Film sollte stimmig in sich sein.

Romulanisches Bergbauschiff: Warum immer solche riesen Klötze die so gar nicht zu Star Trek passen??? Die Raumschiffe bei ST sind ja immer irgendwie logisch aufgebaut, Gondeln für Warpantrieb, Hauptsektion für Maschinen, Untertasse für Mannschaft. Auch andere Raumschiffstypen folgen ja immer einer gewissen Logik.

Wieder laut Comic. Das Schiff ist von einem anderen Schiff - und zwar auf Borgischen Technologie basiert - umhüllt. Es wird stets besser und wächst buchstäblich.

Der Comic ist bloss mittelmässig gezeichnet IMHO, aber gut erzählt, und Data is back (knapp aber ausreichend erklärt). Nero wandelt sich übrigens von einem grundsätzlich guten und toleranten Menschen zum Bösewicht im Comic.

Ich halte die Idee eines Superschiffs aus der Zukunft mit einem leidenschaftlichen, rachesüchtigen Captain als übermächtiger Feind gegen die unerprobte Enterprise für eine gute Erzählbasis.

#12 rockmysoul67

rockmysoul67

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Geschrieben 08 May 2009 - 08:01

@rockmysoul67: kannst du mir sagen welcher comic das ist? Ist irgendwie an mir vorbeigegangen... würde ich gerne nachholen :thumb:

Star Trek: Countdown

http://www.scifinet....?showtopic=6945

http://www.scifinet....?showtopic=7752

#13 Kahless

Kahless

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Geschrieben 08 May 2009 - 08:24

Danke! muss ich gleich mal nachholen :thumb:

#14 Matthias

Matthias

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Geschrieben 08 May 2009 - 11:01

Meine Meinung zum Film: naja. Die weise Aussage von Spock-Senior war Leitmotiv: "Lass die Logik ausser Acht und folge Deinem Herzen". Im Grunde war das gar kein Star Trek Film, sondern eher Star Wars - aber mit schlechter Story. Logiklöcher, katastrophale Physik, gar keine Story. Irgendwann gab es bei Star Trek mal so etwas wie naturwissenschaftliche Berater und eine Fanbase, die alles bis ins Detail erklären und ausarbeiten konnten. Mich wundert, dass die korrekte Technik in diesem Film nicht nur ignoriert, sondern auch bis ins Absurde verfälscht wurde. Aber irgendwie hat es funktioniert und der Film ist sehenswert und unterhaltsam. Und sieht man mal über einige Szenen hinweg, macht der Film sogar richtig Spass. Ich denke aber, ein zweites Mal kann man sich einen solchen Film nicht erlauben. Das war ein einmaliges Experiment, um einen einen Neustart zu wagen.
Lieblingsautoren: Alastair Reynolds, R.C. Wilson, G. Benford

#15 Starcadet

Starcadet

    Hessenaut

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Geschrieben 08 May 2009 - 11:09

Mal ehrlich: mich hat die angeblich mit naturwissenschaftlichen Beratern ausgearbeitete Pseudo-Physik in Star Trek noch nie interessiert. Ich nehms als das, was es ist: fiktionale Unterhaltung, nichts anderes. Da darf dann von mir aus auch mit Roter Materie um sich geworfen werden, bis das Triebwerk kracht. Ich benötige auch keinen erhobenen Zeigefinger, den ja so viele ST-Folgen hatten, und keine aufgesetzte Moral ("Was könnte uns der Regisseur damit sagen wollen ?"). Für mich zählt einfach der Spass-Faktor, die Interaktion zwischen den Charakteren, der Wortwitz. Vielleicht sollten Physiker und solche die es werden wollen, einfach einen grossen Bogen um Star Trek 11 machen. Könnte sonst eine sehr deprimierende Erfahrung werden. :lol: Wir waren mit über 20 Mann vom hiesigen SF-Stammtisch im Kino. Mindestens 18 davon hats bestens gefallen... :thumb: :thumb:

#16 Armin

Armin

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Geschrieben 08 May 2009 - 11:18

Ich war positiv überrascht. Ausführlicheres hier.

#17 Kopernikus

Kopernikus

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Geschrieben 08 May 2009 - 12:06

Ich habe ihn nun auch gesehen, aber so richtig wollen sich die Begeisterungsstürme bei mir nicht einstellen. Die Schauspielerischen Leistungen und die Effekte waren im großen und ganzen gut, aber die Story hatte Logiklöcher von den Ausmaßen der Narada, die Kameraführung war viel zu hektisch und verwackelt (Ein sehr unschöner Trend in den letzten Jahren, offensichtlich gilt ein Film heute nur dann als modern, wenn die Kamera derartig hin- und herwackelt, das man teilweise die Figuren nicht auseinander halten kann…), der Humor war auch nur stellenweise genießbar und viele Dialoge waren etwas sehr platt. Insgesamt zuwenig Star Trek und zu viel Star Wars für meinen Geschmack (Und dann nicht mal gut kopiert). Völlig vermurkst war auch der Anfang, ein Film darf sich gerne erst mal ein paar Minuten Zeit nehmen und ein bisschen Handlung rüberbringen, bevor die ersten Explosionen zu sehen sind, das muss nicht nach (gefühlten) dreißig Sekunden passieren. Das größte Manko an dem Film ist aber der ganze Werdegang von Kirk. Ich hätte es mir ja gefallen lassen, wenn ein oder zwei Rückblenden auf seine Jugend sieht und dann einen Sprung zu einem jungen Offizier im aktiven Dienst (Er war vor der Kommandoübernahme der Enterprise Offizier auf USS Farragut, das wäre ein hervorragender Einstieg in die Haupthandlung gewesen.) Stattdessen kriegen wir einen Sprung von Kadett über Erster Offizier für zwei Tage hin zum Captain. Wer hat sich bloß diesen Quatsch ausgedacht? Alternative Zeitlinie hin oder her, keine „Marine“ würde einen Frischling aus der Ausbildung zum Captain des Flaggschiffes machen. Ohne Kenntnis der Comicvorlage „Countdown“ würde ich sicherlich auch Nero und seine Truppe zu den Negativpunkten zählen, aber wenn man die Vorgeschichte kennt, machen seine Handlungen zumindest halbwegs Sinn. Allerdings wirkte das ganze immer noch zu sehr wie eine Kopie von Nemesis (Übellauniger Romulaner mit merkwürdig aussehenden Schiff auf irrationaler Rachetour gegen den Rest des Universums). Absoluter Blödsinn war auch diese zusammengeschusterte Geschichte, das Spock Kirk vom Schiff werfen lässt, nur damit man endlich Spock Senior irgendwie in die Handlung mit ein bauen kann. Um mal Star Trek VII zu zitieren: Werden die Arrestzellen erst Dienstag geliefert? Warum lässt er Kirk nicht gleich Kiel holen oder über die Planke gehen? Positives gab es natürlich auch das ein oder andere, zum Beispiel die Bilder von Vulkan (Diese von den Klippen herunterhängenden Wolkenkratzer sahen genial aus). Ob die Zerstörung des Planeten wirklich notwendig war sei mal dahin gestellt, aber auch das sah recht beeindruckend aus. Köstlich war auch die Anspielung auf die Serie „Enterprise“ mit Admiral Archers Beagle, einer der wenigen gelungenen Gags in dem Film. Auch die Schauspielerischen Leistungen von Chris Pine und Zachary Quinto haben mir gut gefallen. Es war auf jeden Fall eine gute Idee, die Hauptrollen nicht mit großen Stars zu besetzen, sondern verhältnismäßig unbekannte Leute zu nehmen. Die (oft als Apple-Store belächelte) Optik der Enterprise hat mir gut gefallen, mit dem Playmobil-Charme der sechziger kann man heutzutage natürlich nicht mehr arbeiten. Nett gemacht war auch der „Orbital Skydive“ auf den Bohrkopf, eine ähnliche Szene war ja in der Rohfassung von Star Trek VII enthalten wurden dann aber leider wieder rausgeschnitten. Es bleibt als Fazit, der Film ist nicht wirklich schlecht, aber für mehr als Mittelmaß reicht es auf keinen Fall. Die zahlreichen extrem guten Star Trek Romane der vergangenen Jahre haben gezeigt, was man aus dem alten Stoff noch an guten Geschichte, packenden persönlichen Dramen und faszinierenden Charakteren heraus holen kann, so dass die Meßlatte hier extrem hoch liegt. Aber auch, wenn man natürlich Filme und Bücher nur bis zu einem gewissen Grad miteinander vergleichen kann, weil in einem 2 Stunden-Film einfach die Möglichkeiten viel eingeschränkter sind, so muss man doch festhalten, das der Film klar hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Auf einer Skala von 1 bis 10 gebe ich eine 6.

#18 Matthias

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Geschrieben 08 May 2009 - 13:47

Ich nehms als das, was es ist: fiktionale Unterhaltung, nichts anderes.

Offenbar sind viele Kinobesucher dieser Meinung, und das finde ich sehr schade. Aber vielleicht ist das der Tend der Zeit.
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#19 Jakob

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Geschrieben 08 May 2009 - 14:22

Offenbar sind viele Kinobesucher dieser Meinung, und das finde ich sehr schade. Aber vielleicht ist das der Tend der Zeit.


Nur war Star Trek doch wirklich niemals mehr. Wissenschaftlich war's immer gequirlter Unsinn, und die moralischen Botschaften waren zwar manchmal sympathisch, aber immer so naiv und oberflächlich, dass sie an den eigentlichen Problemen, die sie zu behandeln vorgaben, vorbeigingen.

Da ist mir Star Trek als bunte, optimistische Space Opera allemal lieber. Was auch wirklich weitgehend dem Geist der Classic-Serie entspricht.

Ich verstehe auch wirklich den Star-Wars-Vergleich nicht. Der neue Star Trek hat eine völlig andere Ästhetik, erzählt eine andere Art von Geschichte ... Ich habe den Eindruck, dass es bei Star Trek noch immer zum guten Ton gehört, sofort Star Wars als Beispiel für "anspruchslose" SF heranzuziehen, um das "richtige" Star Trek mit seinen hohen aufklärerischen Werten dann davon abzugrenzen. Dabei bewegt sich mindestens "Das Imperium schlägt zurück" in Sachen Figurenkomplexität sicher meilenweit über dem Star-Trek-Durchschnitt. Man muss halt nur kapieren, dass Star Wars eine quasi-mythische Geschichte ist, in der es nicht unbedingt automatisch dumm ist, dass es "Gute" und "Böse" gibt.

Mit Verlaub, aber mir erscheint das Star-Wars-Gebashe nach wie vor als so ein komisches, pseudointellektuelles Naserümpfen, das mit den Unterschieden zwischen den beiden Serien eigentlich nichts zu tun hat. was macht den neuen Star-Trek-Film so Wars-mäßig? Die Raumschlachten? Selbst die sehen völlig anders aus, und sonst fällt mir wirklich nichts ein. Vielleicht, dass Kirk, ähnlich wie Luke, eine "Bestimmung" hat. Das ist aber nun wirklich so ein universelles Handlungselement gerade in der SF ... nee. Oder dass die Hauptfiguren tendenziell jung sind? Scheint mir auch eine sehr oberflächliche Gemeinsamkeit.
Dagegen die Unterschiede: Star Trek ist ein Ensemblefilm, die Geschichte dreht sich nicht (wie bei Star Wars) um den individuellen Kampf mit veräußerlichten inneren Dämonen, sondern darum, wie eine Gruppe von Personen sich angesichts einer äußerlichen, eher abstrakten Bedrohung zusammenrauft, an ihr wächst und all das Zeug. In SW tritt Luke eine Reise in den "Zauberwald", geht auf eine Abenteuerqueste, um die Krone zu finden und das alte Königreich neu erstehen zu lassen (im übertragenen Sinne). In Star Trek verteidigt eine Gruppe von Protagonisten einen bedrohten Status Quo. Strukturell ist Star Wars in meinen Augen eher eine Tragödie, Star Trek seit jeher (so auch im neuen Film) eher Komödie. Beides legitime Erzählformen, funktionieren aber völlig anders.

Ich finde den neuen Star Trek wirklich ganz gelungen, was Schauwerte und oberflächliche emotionale Befriedigung angeht. Das hat aber nicht das geringste damit zu tun, in welchem Maße er SW-mäßig wäre. Ich sehe eigentlich null Grundlage für den Vergleich und fände es wirklich nett, wenn man sich nicht immer dieses argumentfreie SW-Gebashe reinziehen müsste.
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#20 Kahless

Kahless

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Geschrieben 08 May 2009 - 14:33

Das ist ja genau das was ich meinte. Es ist (sehr gute) fiktionale Unterhaltung auf einen Film beschränkt, mehr aber auch nicht. Star Trek ist ja viel mehr als bloss DER neue SciFi-Film, Star Trek ist ein ganzes Erzähl-Universum, das über Jahrzehnte hinweg langsam Teil unseres Lebens wurde - bis es dann langweilig wurde. Jetzt von einer Reanimation zu sprechen halte ich für übertrieben, dazu war der Film zu beliebig.

#21 Jasper

Jasper

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Geschrieben 08 May 2009 - 15:57

Ach naja. Ist schon ein netter Film, und das meine ich im postivsten Sinn. Ich stimme dem Genörgel über Bösewicht und mangelnde Frauenrollen zu und stimme in das Lob hinsichtlich okayer Schauspieler und gelungener Frischzellenkur mit ein. An SW hab ich mich zugegebenermaßen auch erinnert gefühlt, vor allem bei der Szene mit dem Fallschirmsprung und dem anschließenden Kampf. Aber SW-Bezüge in einem ST-Film sind für mich eher was Positives, solange wir von den ersten drei Filmen sprechen.
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#22 Matthias

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Geschrieben 08 May 2009 - 16:50

Wissenschaftlich war's immer gequirlter Unsinn, und die moralischen Botschaften waren zwar manchmal sympathisch, aber immer so naiv und oberflächlich, dass sie an den eigentlichen Problemen, die sie zu behandeln vorgaben, vorbeigingen.

Würde ich nicht sagen. Star Trek hatte zu guten Zeiten einen naturwissenschaftlichen Beraterkreis (z.B. Benford). Und es gab schon immer eine anregende Wechselwirkung zwischen Physik und der Serie.

dass es bei Star Trek noch immer zum guten Ton gehört, sofort Star Wars als Beispiel für "anspruchslose" SF heranzuziehen, um das "richtige" Star Trek mit seinen hohen aufklärerischen Werten dann davon abzugrenzen.

Der Vergleich war nicht im negativen Sinn gemeint. Ich mag - nebenbei bemerkt - die Star Wars Filme alle lieber als die Star Trek Filme. Star Wars ist aber kein Science Fiction, sondern Science Fantasy. Und bei Star Wars hat man sich auch nie die Mühe gemacht, sich an wissenschaftliche Dinge zu halten (von dem Misslungenen Versuch der "Force" in EpI mal abgesehen).

. was macht den neuen Star-Trek-Film so Wars-mäßig?

Die Schwertkämpfe. Die Schlacht mit dem Raumgleiter. Die gepulsten Laserwaffen. Der Eisplanet. Die abenteuerlichen Szenenwechsel. Die Kreaturen (Anfang: Han Solo bzw. Kirk in der Weltraumbar, Scottys Gehilfe)

Bearbeitet von mlich, 08 May 2009 - 17:07.

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#23 simifilm

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Geschrieben 08 May 2009 - 18:00

Würde ich nicht sagen. Star Trek hatte zu guten Zeiten einen naturwissenschaftlichen Beraterkreis (z.B. Benford). Und es gab schon immer eine anregende Wechselwirkung zwischen Physik und der Serie.


War diese "Wissenschaftlichkeit" je mehr als PR? Eine Serie mit Warpantrieb, Beamen und auch immer mal wieder Zeitreisen hat sich schon so weit von dem entfernt, was die Physik zulässt, dass es mir seltsam scheint, da noch auf Wissenschaftlichkeit pochen zu wollen.
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#24 Matthias

Matthias

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Geschrieben 08 May 2009 - 18:21

War diese "Wissenschaftlichkeit" je mehr als PR? Eine Serie mit Warpantrieb, Beamen und auch immer mal wieder Zeitreisen hat sich schon so weit von dem entfernt, was die Physik zulässt, dass es mir seltsam scheint, da noch auf Wissenschaftlichkeit pochen zu wollen.

Aber klar doch, definitiv. Sehr vieles ist echte Hard SF. Beim Beamen z.B. gibt es sogar einen Heisenberg-Kompensator, um die Teilchenunschärfe beim Zusammensetzen auszuhebeln.
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#25 simifilm

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Geschrieben 08 May 2009 - 18:35

Aber klar doch, definitiv. Sehr vieles ist echte Hard SF. Beim Beamen z.B. gibt es sogar einen Heisenberg-Kompensator, um die Teilchenunschärfe beim Zusammensetzen auszuhebeln.


Ah, und wie funktioniert der? Würde mich interessieren, wie man es "wissenschaftlich glaubwürdig" fertig bringt, die eine der grundlegenden Aussagen der Quantenphysik auszuhebeln.
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#26 Matthias

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Geschrieben 08 May 2009 - 18:49

Ah, und wie funktioniert der? Würde mich interessieren, wie man es "wissenschaftlich glaubwürdig" fertig bringt, die eine der grundlegenden Aussagen der Quantenphysik auszuhebeln.

Da gab es mal eine sehr lustige Antwort von den Machern.

Frage: Wie funktioniert der Heisenbergkompensator?
Antwort: Danke gut.

Wichtig ist aber, dass es einen halbwegs vernünftigen Erklärungsansatz gibt. Bei PR würde man einfach nur irgendeinen Quatsch erzählen.
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#27 Ulrich

Ulrich

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Geschrieben 08 May 2009 - 19:18

Star Trek ging in der Regel in Richtung Kammerspiele. Andere Planeten hatten oft keine große Bevölkerung, die Infrastruktur für die Weltraumfahrt fehlten häufig. Es ist doch anzunehmen, dass eine raumfahrtbetreibende Rasse Satelliten, Stationen oder anderes um seinen Heimatplaneten hat. In Star Trek war das häufig Fehlanzeige. Auch über die Entfernungen sah man gerne hinweg: wurde es von der Handlung her notwendig, konnte die Enterprise plötzlich sehr schnell sein. Auch entstand oft der Eindruck, dass es ein Reisen wie auf der Erde war und nicht wie im Weltraum. Wissenschaftlich war Star Trek eher nicht. Pseudowissenschaftliche Erklärungen erwecken nur den Anschein der Wissenschaftlichkeit, was aber eben zur SF zählt.

#28 simifilm

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    Cinematonaut

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Geschrieben 08 May 2009 - 21:43

Da gab es mal eine sehr lustige Antwort von den Machern.

Frage: Wie funktioniert der Heisenbergkompensator?
Antwort: Danke gut.

Wichtig ist aber, dass es einen halbwegs vernünftigen Erklärungsansatz gibt. Bei PR würde man einfach nur irgendeinen Quatsch erzählen.


Einfach sagen, dass es ein Ding gibt, dass irgendwie ein fundamentales physikalisches Gesetzt ausser Kraft setzt, ist keine vernünftige Erklärung, das ist das Gegenteil davon. Oder vielmehr: Wenn das ein "halbwegs vernünftiger Erklärungsansatz" ist, frage ich mich, was denn eine schlechte Erklärung wäre. Da kann ich auch einfach jederzeit die Grenze der Lichtgeschwindigkeit mit einem Anti-Einstein-Getriebe überwinden.
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#29 rockmysoul67

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Geschrieben 09 May 2009 - 01:14

Ich komme gerade aus dem Nachtfilm. Mir hat den Film sehr viel Spass gemacht, hatte auch wunderbare Begleitung (es ist schon grossartig, wenn eine schöne Frau von sich aus mit mir in einen SF-Streifen gehen möchte ...) und ich kann auch mit Kontinuitätsbrüche (sagen wir Chekov ganz früh auf der Enterprise) leben.

ABER

Vulkan ist vernichtet! Also so was ... das muss ich erst mal verarbeiten. Soll ich jetzt beispielsweise meine DS9-Dvds fortrühren? Jetzt erst mal ins Bettchen.

Edit: Nachbetrachtung

Es ist jetzt ein Tag später und komme einfach nicht darüber hinweg, dass es Vulkan nicht mehr geben sollte.
Dabei wäre der Film ein perfekter Neuanfang gewesen. Das Schiff mag 'nen neuen Innenlook oder die Romulaner neue Gesichtsmorphologie haben - das ist alles akzeptabel. Kirk ist Captain und hat seine Mannschaft zusammen. Die Enterprise kann mit ihrem Fünfjahresauftrag anfangen. Platz für nette neue Abenteuer, als Film oder als Serie.

Aber durch Vulkan verschwinden zu lassen, sind alle Serien und Filme ungültig geworden.

Übrigens ist die Idee auch noch geklaut. Im letztjährigen "Star Trek: Of Gods And Men" (von ST-Veteranen gedrehter und gespielter, nicht offizieller Film) wurde schon eine alternative Realität hergestellt und Vulkan vernichtet. Doch am Ende vom Film wird wieder die normale Realität hergestellt (die Figuren erinnern sich's allerdings).

Bearbeitet von rockmysoul67, 09 May 2009 - 18:34.


#30 Ulrich

Ulrich

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Geschrieben 09 May 2009 - 10:07

Da kann ich auch einfach jederzeit die Grenze der Lichtgeschwindigkeit mit einem Anti-Einstein-Getriebe überwinden.

Dazu bedarf es keines Anti-Einstein-Getriebes. In Star Trek VI explodiert der Klingonenmond Praxis. Obwohl die Explosionswelle sich höchstens mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten sollte, sind die Auswirkungen fast sofort an der Grenze (neutrale Zone) zu spüren.
Den Film Nr. XI habe ich noch nicht gesehen, im Buch jedenfalls wird gesagt, dass die Supernova und deren Explosionswolke, die Romulus vernichtete, sich mit bisher ungeahnter Geschwindigkeit ausbreitete. Seltsam, wenn man bedenkt, dass auch hier die Lichtgeschwindigkeit nicht überschritten werden kann. Außerdem sollte angenommen werden, dass zwischen der Supernova und Romulus ein paar Lichtjahre liegen und für die Rettungsaktion bzw. Evakuierung mindestens ein Jahr oder mehr zur Verfügung stehen.




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