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Der "Ich lese gerade..."-Thread


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4063 Antworten in diesem Thema

#4051 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 09 March 2019 - 20:44

Ich habe die englische Fassung in den Dreamsongs von Martin (seine Kurzgeschichtensammlung) gelesen. Die Serie* scheint mir, nach 4 gesehenen Folgen, auch etwas zu lang zu werden, vor allem, da schon so früh die Karten auf den Tisch gelegt werden.

 

 

 

*Sprich die erste Staffel. Eine zweite wird es ja nicht geben.



#4052 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 09 March 2019 - 23:15

Ist notiert. Solche SF gibt es inzwischen viel zu selten. Lese ich total gerne. Danke für den Tipp.

(+1)


Borg on Humanity:

Small words from a small being, trying to attack what it doesn't understand.

 

 

"Jeder technologische Fortschritt hat sich ... hinter ... christlichem Weltbild einzuordnen."

(A. Karliczek, Bundesministerin für Bildung; Kabinett Merkel IV)

 

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#4053 Armin

Armin

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Geschrieben 10 March 2019 - 08:08

Ich habe die englische Fassung in den Dreamsongs von Martin (seine Kurzgeschichtensammlung) gelesen.

 

Ich glaube, ich habe die deutsche Fassung auch noch nie gelesen. Das sollte ich wohl mal schleunigst nachholen.



#4054 Birgit

Birgit

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Geschrieben 10 March 2019 - 09:06

Habe gerade "Habitat" zu ende gelesen. Richtig spannend wird es erst im letzten Drittel. Alle Elemente der Geschichte hat man schon mal irgendwo anders gelesen, trotzdem ist es ein großer Lesespass.



#4055 Powerschnute

Powerschnute

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Geschrieben 12 March 2019 - 09:22

Ich lese gerade "Am Ende der Zeit" von Thomas Carl Sweterlitsch und so richtig weiß ich noch nicht, worauf das hinauslaufen wird. 


~~ The problem with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and putting things in it. - Terry Pratchett ~~


#4056 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 12 March 2019 - 13:14

Große Enttäuschung: Bernhard Hennens zweiter Teil zur "Chroniken von Azuhr" - Die weisse Königin

 

Mein Urteil: nur für Splatter-Fans geeignet (Freunde des gepflegten Gemezzels) In Teil 3 kommen vermutlich all die Zombies. Nee, das wird nix mehr: total gegen die Wand gefahren.


„Jeder ist gegen den Klimawandel. Doch alle genießen das schöne Wetter"

 

 

jottfuchs.de

 

 


#4057 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 12 March 2019 - 22:18

Alan Dean Foster - Der Kollapsar

 

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Mit dem vorliegenden hab ich nun den 3. Pip&Flinx Roman absolviert und ich muss sagen, das ganze Universum, die Romane gefallen mir von mal zu mal immer noch ein bißchen besser. Klar liegt das Hauptaugenmerk bei diesen kurzen Abenteuergeschichten vor allem auf der Unterhaltung, man sollte jetzt nicht die allerkritischsten Genremaßstäbe anlegen. Fosters Stil ist zugänglich und jederzeit unterhaltend. Ich freue mich noch auf viele weitere Abenteuer mit den beiden so ungleichen Protagonisten.

 

 

Frank Schätzing - Die Tyrannei des Schmetterlings

 

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Diesen Roman hatte ich mir schon ziemlich früh vor fast einem Jahr gekauft und ich muss zugeben ihn dann so ein wenig vor mir hergeschoben zu haben, vor allem auch ob der ziemlich negativen Sterne Bewertungen bei Amazon wo ich dann doch ungewollt reingelinst habe, allerdings ohne eine Rezi zu lesen. Nun aber war es dann soweit, ein neuer Schätzing Mega-Ziegel von über 700 eng bedruckten Seiten mit eindeutigem SF Versprechen auf dem Klappentext, mit KI und so.

 

Das Schätzing kein Autor ist der sich kurz fassen kann und schnell auf den Punkt kommt, ist ja allgemein bekannt und sollte man wissen wenn man ihn liest. Da kann es durchaus schon mal passieren, nach einer plötzlichen Wendung oder einem Ereignis, das einer Auflösung harrt, noch mehrere Seiten auf die tatsächliche Info warten zu müssen weil der Autor den Moment genüsslich in die Länge zieht das man als Leser schon ganz hibbelig wird. Auch in diesem Roman gibt es wieder sehr viele Informationen, Beschreibungen, philosophische Betrachtungen, ausführliche Biographische Exkurse zu Figuren etc. Das alles vorneweg geschickt, mag es vielleicht etwas verwundern, das ich "Die Tyrannei des Schmetterlings" dennoch für einen ausgezeichneten und grandiosen Science-Fiction Roman halte. Wenn ich das richtig sehe dann sind tatsächlich viele, schlechte Bewertungen bei Amazon, eine Folge von enttäuschter Erwartungshaltung und/oder einer Überforderung, denn Schätzing beschäftigt sich beileibe nicht nur oder nur zu einem kleinen Teil mit KI, bzw diese ist genial in den Plot eingewoben. Das ist der SF-mäßigste Schätzing ever will ich meinen. Der Roman ist trotz seines behäbigen und zum Teil ausufernden Stiles in meinen Augen sehr spannend. Und er ist so einiges mehr als bloß ein SF-Roman über die Gefahren einer übermächtigen künstlichen Intelligenz. Um was es sich handelt hier zu offenbaren, würde wohl, das hat auch Josephson in seiner Kolumne schon so gehalten die entscheidende Wendung verraten, daher erwähne ich Sie hier nicht. Besser als "Der Schwarm" ist dieser Roman für mich bisher mit bei den besten Deutschen Science-Fiction Romanen die 2018  veröffentlicht wurden.


Bearbeitet von Amtranik, 13 March 2019 - 13:25.


#4058 Armin

Armin

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Geschrieben 13 March 2019 - 19:07

George R.R. Martin – Wit and Wisdom of Tyrion Lannister (Harper Collins, 2013)

Meist amüsante, manchmal aber auch nicht ganz so zündende Zitate vom liebenswerten Schurken Tyrion Lannister, aus den diversen „Song of Ice and Fire“-Romanen zusammengetragen und passend von Jonty Clark illustriert. Nichts zum am Stück lesen, sondern zum immer mal wieder reinschauen. Nettes Büchlein im handlichen Format, für Fans.

 

Stefan Cernohuby/Alessandra Reß/Carmen Capiti – D9E – Der Loganische Krieg – Sammelband 1: Episoden 1-3 (Wurdack, 2018)

Flotter Auftakt der (ersten?) D9E-Ablegerserie, an allen drei Kurzromanen (Stefan Cernohuby – Der Aufstand der Betrogenen, Alessandra Reß – Die Netze von Nomoto, Carmen Capiti – Machtwechsel), die erst einzeln als E-Books, dann gesammelt in diesem Buch erschienen sind, gibt es wenig bis nichts zu meckern. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich angesichts einer auf lediglich neun Teile konzipierten Serie erwartet, dass die einzelnen Teile enger zusammenhängen. Dem ist aber nicht so, die Autoren verfolgen exakt dasselbe Konzept wie das in der Hauptserie der Fall ist, indem sie eigenständige Geschichten vor einem gemeinsamen Hintergrund schreiben und gleichzeitig doch irgendwie die Haupthandlung vorantreiben. Hat mich überrascht, hätte ich mir aber auch denken können …

Was mich stört, ist allerdings die prominente Verwendung des Worts „Episode“ als Synonym für „Folge“ - für mich ist eine „Episode“ im Deutschen immer noch ein (Zitat Duden) „flüchtiges Ereignis innerhalb eines größeren Geschehens; [eine] unbedeutende, belanglose Begebenheit“. Der Duden widerlegt mich aber auch gleich und führt unter Viertens auch das aus dem US-Serien-Englischen zu uns herübergeschwappte „einzelner Teil, einzelne Folge einer Fernsehserie o. Ä.“ nach. Also wohl irgendwo nur mein Problem.

Ich bin gespannt auf den zweiten Band, der schon bereitliegt und demnächst an der Reihe sein sollte, und auch der dritte wird ja wohl in nicht allzu ferner Zukunft kommen.



#4059 Ender

Ender

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Geschrieben 14 March 2019 - 20:38

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Durch einen Meteoritenhagel wird Großbritannien größtenteils verwüstet und von der Außenwelt abgeschnitten. In dieser postapokalyptischen Umgebung versucht sich Familienvater Ed quer durchs ganze Land bis an Englands Südküste durchzuschlagen, wo er Frau und Kinder vermutet und Rettung bzw. Evakuierung erhofft.

Ich mag postapokalyptische Geschichten. Diese düstere Atmosphäre, leere Welten, der plötzliche Verlust von Technik und Komfort und was das aus den Menschen macht.
Und ich mag Roadtrip - Geschichten. Wenn die Protagonisten auf ihrem langen Weg immer wieder neuen Gefahren, Hindernissen oder Feinden begegnen … aber eben auch neuen Erfahrungen und Erkenntnissen.
„Am Ende aller Zeiten“ dreht sich um eben diese beiden Elemente und somit ist es kein Wunder, dass mir der Roman ziemlich gut gefiel. Zudem hat er glaubwürdiges Personal, einige interessante Gedanken und nachdenkliche Momente zu bieten und ist außerdem gut geschrieben (mal abgesehen vom etwas eintönigen Gebrauch von „er sagte“-„sie sagte“-„er sagte“). Lediglich im letzten Viertel droht die Geschichte manchmal etwas ins Schwülstige und Kitschige abzugleiten, bekommt dann aber doch so gerade noch die Kurve.
Alles in allem aber ein durchaus gelungener Roman.



#4060 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 21 March 2019 - 11:23

Jesko Habert - Tiefsommer

 

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Tiefsommer ist ein kurzer feiner Roman der mit einer interessanten Mischung aufwartet. Was nämlich als Fantasy oder Steampunkmäßiges Szenario ( Luftschiffe die auf Plantagen heranwachsen sogenannte "Lichterzwerge" als Solarenergieäuqivalent) beginnt, entpuppt sich im zweiten Teil des Werkes als waschechter Cyberpunk anno 2018.

Diese Mischung und der Plot ist wirklich interessant und aller Ehren wert, Habert gelingen auch einige sehr schöne Sprachbilder um die Welt Pagaus zu beschreiben aber insgesamt bleibt die Story doch leider etwas dünn und weit hinter den Möglichkeiten die der Autor gehabt hätte. Figuren, Figurenverhältnis untereinander, Kapitalismus und Gesellschaftkritik bleiben insgesamt letztlich doch nur blass angerissen. Schade da wäre sicherlich mehr draus zu machen gewesen wenn sich Habert vielleicht etwas mehr Raum gegönnt hätte als die knapp 200 Seiten.  Alles in allem jedoch ein lesenswerter und durchaus überraschender kleiner Roman im DSFP Fundus für dieses Jahr. Vielleicht darf ich in diesem Zusammenhang auf die wieder einmal mehr als gelungene ausführliche Rezension von Ralf Steinberg hinweisen weil ich ihm beim hier ( was ja nicht immer zutrifft ) vorliegenden Roman im großen und ganzen zustimme.

 

https://fantasyguide...sko-habert.html

 

 

James Corey - Persepolis erhebt sich

 

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Im mittlerweile 7 Teil der Expanse Reihe auf den der Fan im übrigen diesmal über 2 Jahre warten musste, überrascht das Autorenteam Abrahm und Franck seine Leser gleich zu Beginn der Handlung mit einem Zeitsprung von 30 Jahren. Unsere Helden sind also von einem Buch zum nächsten von Jugendlichen Abenteurern zu mittfünfzigern geworden die immer noch mit Ihrer Rosinante im Sonnensystem unterwegs sind um den ein oder anderen Auftrag entgegen zu nehmen. Nach Etablierung des Sternentores mit den Passagen zu mehr als 1500 bewohnbaren Systemen sind dort überall Kolonialwelten entstanden. Über Handel und Verkehr wacht die Handelsgewerkschaft deren Präsidentin Camina Drummer ist. Doch in eines der Systeme hatten sich dereinst Kontingente der Marsflotte geschlossen abgesetzt, dort offenbar fortschrittliche Alientechnologie gefunden und die 30 Jahre genutzt eine Macht und Schiffe aufzubauen um den ganzen Laden zu übernehmen und so erhebt sich die neue Macht Persepolis. Holden und seine Getreuen wiederum nehmen erzwungernermaßen den Kampf als Widerständler und Untergrundkämpfer auf, obwohl doch Holden und seine Naomi schon in den verdienten Ruhestand gehen wollten. Der Roman ist von gewohnter Qualität und unterhaltsam geschrieben. Allerdings bietet er in Teil 7 nicht wirklich neues. Die Szenarien sind eigentlich einfach nur mehr vom bereits bekannten, wenn auch mit anderen Protagonisten. Allerdings gibt es das zarte Pflänzchen der geheimnisvollen Alienmacht die dereinst die Erbauer des Protomoleküls auslöschten so das zu hoffen bleibt das die Autoren in den bereits angekünfigten verbleibenden 2 Romanen die Kurve zu einem befriedigenden großen Showdown der Metaebene hinbekommen werden. Es ist so ein bißchen wie mit Hamilton. Man bekommt hier guten Stoff, jedoch ohne große Überraschungen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Gute Unterhaltung auf mehr als anständigem erzählerischen Niveau.

 

 

Iain Reid - Enemy

 

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Und hier haben wir wieder einen Roman von der Sorte, wie verstecke ich einen Genreroman am besten vor dem Fan?

Iain Reids Enemy als Psychothriller beworben und vermarktet ist ein waschechter Science-Fiction Roman der in einer nicht näher beschriebenen Zukunft spielt, in der zumindest Raumfahrt und Künstliche Intelligenz schon so weit fortgeschritten sind, das fremde Planeten besiedelt und Menschen durch Roboterwesen ersetzt werden können. Wie man sowas lediglich als Psychothriller deklarieren kann wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben. Zumahl das Werk nun wirklich alles andere ist aber sicher kein Thriller in klassischem Sinne. Dazu nämlich fehlt es ihm wirklich an Nervenkitzel und Spannung. Tatsächlich läuft die Handlung von Enemy über weite Strecken eher ruhig und gemächlich daher und ähnelt eher einem Kammerspiel denn einem Spannungsroman klassischer Prägung. Über die konkrete Handlung kann man schwerlich was verraten ohne die Pointe schon vorwegzunehmen. Allerdings kann ich für mich sagen, das der Kniff der Handlung für mich schon recht früh durchschauhbar war und auch wenn der Roman ganz zum Ende nochmal eine nette Pointe einbaut die zu gefallen weiß, wertet dies den Roman letztlich in meinen Augen auch nicht mehr wesentlich auf.

"Enemy" ist weder sonderlich spannend, noch sonderlich originell oder sprachlich herausragend. Ein eher blasses Werk das ich wohl nicht noch mal lesen würde hätte ich die Wahl.


Bearbeitet von Amtranik, 21 March 2019 - 11:30.


#4061 Powerschnute

Powerschnute

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Geschrieben 22 March 2019 - 10:08

James Corey - Persepolis erhebt sich

 

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Im mittlerweile 7 Teil der Expanse Reihe auf den der Fan im übrigen diesmal über 2 Jahre warten musste, überrascht das Autorenteam Abrahm und Franck seine Leser gleich zu Beginn der Handlung mit einem Zeitsprung von 30 Jahren. Unsere Helden sind also von einem Buch zum nächsten von Jugendlichen Abenteurern zu mittfünfzigern geworden die immer noch mit Ihrer Rosinante im Sonnensystem unterwegs sind um den ein oder anderen Auftrag entgegen zu nehmen. Nach Etablierung des Sternentores mit den Passagen zu mehr als 1500 bewohnbaren Systemen sind dort überall Kolonialwelten entstanden. Über Handel und Verkehr wacht die Handelsgewerkschaft deren Präsidentin Camina Drummer ist. Doch in eines der Systeme hatten sich dereinst Kontingente der Marsflotte geschlossen abgesetzt, dort offenbar fortschrittliche Alientechnologie gefunden und die 30 Jahre genutzt eine Macht und Schiffe aufzubauen um den ganzen Laden zu übernehmen und so erhebt sich die neue Macht Persepolis. Holden und seine Getreuen wiederum nehmen erzwungernermaßen den Kampf als Widerständler und Untergrundkämpfer auf, obwohl doch Holden und seine Naomi schon in den verdienten Ruhestand gehen wollten. Der Roman ist von gewohnter Qualität und unterhaltsam geschrieben. Allerdings bietet er in Teil 7 nicht wirklich neues. Die Szenarien sind eigentlich einfach nur mehr vom bereits bekannten, wenn auch mit anderen Protagonisten. Allerdings gibt es das zarte Pflänzchen der geheimnisvollen Alienmacht die dereinst die Erbauer des Protomoleküls auslöschten so das zu hoffen bleibt das die Autoren in den bereits angekünfigten verbleibenden 2 Romanen die Kurve zu einem befriedigenden großen Showdown der Metaebene hinbekommen werden. Es ist so ein bißchen wie mit Hamilton. Man bekommt hier guten Stoff, jedoch ohne große Überraschungen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Gute Unterhaltung auf mehr als anständigem erzählerischen Niveau.

 

 

Ich fand den Cliffhanger am Ende schon Hammer. Passend dazu hab ich mir auf dem Weg ins Büro endlich den nächsten Band 'Tiamat's Wrath' abgeholt. Ich kann nicht auf die dt. Übersetzung warten. Ich will wissen wie es weitergeht. 


Bearbeitet von Powerschnute, 22 March 2019 - 10:09.

~~ The problem with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and putting things in it. - Terry Pratchett ~~


#4062 T. Lagemann

T. Lagemann

    Giganaut

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Geschrieben Gestern, 06:00

Hallo zusammen,

 

mal wieder viel gelesen ...

 

Erwähnt werden muss die aktuelle Quarber Merkur, an der mich nur die Qualität der Bilder gestört hat. Sonst: Tolle Vielseitigkeit. Begeistert haben mich ganz besonders die Rezensionen von Franz Rottensteiner. Erfrischend deutlich!

 

Dann ist mir Günter Kunert mit seinen Notaten "Ohne Umkehr" in die Finger gekommen. Boah. Da ist nicht nur die Sprache geschliffen.

 

Aktuell lese ich Kunerts "Die zweite Frau". Ein Roman, dem ich eine Lust entnehme bzw. entlese, mit der er geschrieben worden ist, obwohl er nicht für die Öffentlichkeit geschrieben wurde.

 

Und dann sind da auch immer mal wieder Geschichten aus Cordwainer Smiths "Was aus den Menschen wurde". Ich habe überlegt, wann ich zuletzt etwas von diesem großeartigen Autor gelesen habe, aber es will mir nicht einfallen. Ich tippe daher auf meine mittlere Stadtbüchereiphase.

 

Viele Grüße

Tobias


"Wir sind jetzt alle Verräter."
"Ha!", machte die alte Dame. "Nur wenn wir verlieren."

(James Corey, Calibans Krieg)
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  • • (Buch) Neuerwerbung: ach, viel zu viel ...
  • • (Film) gerade gesehen: Love, Death & Robots (Teil 6)

#4063 T. Lagemann

T. Lagemann

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Geschrieben Gestern, 06:09

Hallo Amtranik,

 

für mich liegt "Persepolis erhebt sich" eher so qualitativ im Mittelfeld der Expanse-Reihe. Hervorzuheben ist für mich in erster Linie die Thematisierung von "Diktaturen" bzw. wie man mit ihnen umgeht bzw. wie man sich in ihnen einrichtet. Das hat aber dann leider manchmal auch etwas plakatives. Aber: Die Autoren wagen sich an aktuelle Schief- und Misslagen heran. Und das in einer Space Opera.

 

 

 

Viele Grüße

Tobias

 


 

 

James Corey - Persepolis erhebt sich

 

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Im mittlerweile 7 Teil der Expanse Reihe auf den der Fan im übrigen diesmal über 2 Jahre warten musste, überrascht das Autorenteam Abrahm und Franck seine Leser gleich zu Beginn der Handlung mit einem Zeitsprung von 30 Jahren. Unsere Helden sind also von einem Buch zum nächsten von Jugendlichen Abenteurern zu mittfünfzigern geworden die immer noch mit Ihrer Rosinante im Sonnensystem unterwegs sind um den ein oder anderen Auftrag entgegen zu nehmen. Nach Etablierung des Sternentores mit den Passagen zu mehr als 1500 bewohnbaren Systemen sind dort überall Kolonialwelten entstanden. Über Handel und Verkehr wacht die Handelsgewerkschaft deren Präsidentin Camina Drummer ist. Doch in eines der Systeme hatten sich dereinst Kontingente der Marsflotte geschlossen abgesetzt, dort offenbar fortschrittliche Alientechnologie gefunden und die 30 Jahre genutzt eine Macht und Schiffe aufzubauen um den ganzen Laden zu übernehmen und so erhebt sich die neue Macht Persepolis. Holden und seine Getreuen wiederum nehmen erzwungernermaßen den Kampf als Widerständler und Untergrundkämpfer auf, obwohl doch Holden und seine Naomi schon in den verdienten Ruhestand gehen wollten. Der Roman ist von gewohnter Qualität und unterhaltsam geschrieben. Allerdings bietet er in Teil 7 nicht wirklich neues. Die Szenarien sind eigentlich einfach nur mehr vom bereits bekannten, wenn auch mit anderen Protagonisten. Allerdings gibt es das zarte Pflänzchen der geheimnisvollen Alienmacht die dereinst die Erbauer des Protomoleküls auslöschten so das zu hoffen bleibt das die Autoren in den bereits angekünfigten verbleibenden 2 Romanen die Kurve zu einem befriedigenden großen Showdown der Metaebene hinbekommen werden. Es ist so ein bißchen wie mit Hamilton. Man bekommt hier guten Stoff, jedoch ohne große Überraschungen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Gute Unterhaltung auf mehr als anständigem erzählerischen Niveau.

 

 


Bearbeitet von T. Lagemann, Gestern, 06:11.

"Wir sind jetzt alle Verräter."
"Ha!", machte die alte Dame. "Nur wenn wir verlieren."

(James Corey, Calibans Krieg)
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#4064 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben Gestern, 07:34

Hallo Amtranik,

 

für mich liegt "Persepolis erhebt sich" eher so qualitativ im Mittelfeld der Expanse-Reihe. Hervorzuheben ist für mich in erster Linie die Thematisierung von "Diktaturen" bzw. wie man mit ihnen umgeht bzw. wie man sich in ihnen einrichtet. Das hat aber dann leider manchmal auch etwas plakatives. Aber: Die Autoren wagen sich an aktuelle Schief- und Misslagen heran. Und das in einer Space Opera.

 

 

 

Viele Grüße

Tobias

 

Ich finde die bisher 7 Romane liegen insgesamt qualitativ recht nahe beieinander. Es würde mir schwerfallen einen Lieblingsroman zu wählen.  Die Macht der Militärdiktatur und Ihre Strukturen wie in Persepolis erhebt sich beschrieben gabs auch schon in anderen Bänden. Sicher, hier wird ein Oberführer immer wieder genannt, sozusagen als allmächtiger Oberster Ideen und Taktgeber der die Geschicke vorgezeichnet/geplant hat, letztlich beobachten wir aber Militärische Hirarchie auf einer Raumstation und Raumschiffen wie schon beim Mars oder der Erdflotte in früheren Bänden. Selbst die Gürtler folgen letztlich Ihren Anführern deren Wort Gesetz ist weil man nur so einen Krieg und Militär führen kann. Die Handlung von "The Expanse" findet ja eher seltener innerhalb der Zivilgesellschaften der Erde, des Mars oder der neuen Kolonien statt, was eigentlich bedauerlich ist für eine so umfangreiche Saga. Da wäre durchaus eine Vertiefung eine detailliertere Handlung innerhalb der Fraktionen Marsgesellschaft z.b. interessant gewesen. Die Reihe ist insgesamt, gemessen an Ihrem Umfang eher wenig Entwicklungsfreudig.


Bearbeitet von Amtranik, Gestern, 07:35.



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